Bachs Ouvertüren, auch Orchestersuiten genannt, sind eine Abfolge von Tanzsätzen oft fröhlichen und überschwänglichen Charakters. Die beiden hier eingespielten, Nr. 1 C-Dur & Nr. 3 D-Dur, sind mitreißende
Werke barocker Pracht, enthalten aber auch das berühmte „Air“, ein friedliches Stück voll in sich ruhender
Gelassenheit.
Kaum ein Ensemble hat unsere Hörgewohnheiten in Bezug auf ”Alte Musik” so stark beeinflusst wie ”The
English Concert”. Der Gründer und langjährige Dirigent, Trevor Pinnock, leitete die Musiker mit lebendiger
Artikulation vom Cembalo aus und formte so den Klang aus der Mitte des Ensembles.
Die audiophile Vinyl-Serie The Original Source präsentiert herausragende Aufnahmen der 1970er Jahre
in ganz neuer Klangqualität. Dafür haben die renommierten Emil Berliner Studios die originalen Vier- und
Achtspur-Bänder mit eigens für die Produktion der Serie entwickelten Technologien in 100% analoger Qualität (AAA) neu gemastert und geschnitten. Die klanglichen Unterschiede zu den Originalveröffentlichungen sind beträchtlich: Größere Klarheit, mehr Feinheiten und Verbesserungen im Frequenzgang, zugleich
weniger Nebengeräusche, Verzerrungen und Komprimierungen ermöglichen ein audiophiles Hörerlebnis wie
nie zuvor.
Auf 180g Vinylplatten und in einer Deluxe-Gatefold Edition mit Originalcovers und -texten werden die
Exemplare dieser Serie limitiert und nummeriert veröffentlicht, begleitet von zusätzlichen Fotos und Faksimiles der Aufnahmeprotokolle und Bandkartons.
Für NEMO ist Musik machen ein kreativer Spielplatz, auf dem man sich mit spektakulären Performances
und vielschichtigen Kompositionen ausdrücken kann und gleichzeitig eine wichtige Plattform für Themen,
die mehr Rampenlicht verdienen. „Ich schreibe über Dinge, die mir wichtig sind. Als Mensch der sich nonbinär identifiziert, nährt sich mein Antrieb auch daraus, mich für die Rechte der Community einzusetzen
und Gender Identity, Diversität und Selbstakzeptanz normal werden zu lassen.“
Nachdem der Schweizer Act 2024 die ESC-Herzen erobert hat, ging Siegertrack „The Code“ durch die
Decke und meldete Edelmetall und Streams im dreistelligen Millionenbereich. Seitdem feiern Fans und
Clubgänger Folgebanger wie „Eurostar“ und „Casanova“ aber auch fragilere Songs wie „Unexplainable“,
mit dem NEMO beim Finale des ESC 2025 zu sehen war.
Es ist ein sinnlicher Mix aus Charme, Mut, Energie und Anspruch, der NEMO in die erste Liga der aufregendsten Popacts des Kontinents katapultiert hat und das Aufsehen um das Debütalbum ARTHOUSE
erklärt. ARTHOUSE erscheint am 10.10.2025 als Marbled Vinyl LP und CD.
Coach Party melden sich mit ihrem zweiten Album, dem wilden Kracher "Caramel", zurück. Mit ihrem Debüt KILLJOY aus 2023 verkauften sie ihre Shows in Europa, USA und Grossbritannien aus, darunter auch die Londoner Scala. Sie tourten mit Queens Of The Stone Age und Royal Blood und spielten beim SXSW und in Glastonbury. Coach Party platzierten sich auf #1 der UK Independent Breakers, wurden von BBC Radio 1 als "Hottest Record In The World" ausgezeichnet und bei den AIM Awards 2024 für den "Meistgespielten Neuen Act" nominiert.
The Life You Save" ist das dritte Album von Flock of Dimes, dem Soloprojekt der Multi-Instrumentalistin und Produzentin Jenn Wasner. In den letzten Jahrzehnten sei es als Flock of Dimes, als eine Hälfte des beliebten Duos Wye Oak oder durch eine ihrer zahlreichen Kollaborationen mit Bon Iver, Sylvan Esso und einer langen Liste weiterer musikalischer Größen hat Jenn Wasner in ihrem umfangreichen Repertoire ihr Talent bewiesen, Authentizität und Direktheit mit einer unverkennbaren, unkonventionellen Sensibilität in Einklang zu bringen. Ihre Songtexte zeugen von ihrer scharfen Beobachtungsgabe, ihrer tiefen Empathie und ihrer nachdenklichen Art, Geschichten zu erzählen. Mit ihrem Talent, Erinnerungen, Herzschmerz und unheilbare Traumata zu ergründen, und einem Schleier aus Synkopierung oder schrägen Gitarrenklängen, die einen Song an einen Ort der stillen Großartigkeit entführen, ist ihr neues Album The Life You Save" ein weiterer Meilenstein in ihrer Karriere und geht noch einen Schritt weiter; einfach gesagt ist es das ehrlichste, intimste und persönlichste Album in Wasners Karriere. Die zwölf Songs sind ebenso herzzerreißend wie hoffnungsvoll und tauchen tief in die Abgründe von Sucht und Co-Abhängigkeit, vererbten und erlebten Traumata und den Prozess der Friedensfindung angesichts des Leidens anderer ein. The Life You Save" ist eindringlich, schonungslos offen wie eine Botschaft aus dem Auge eines Sturms. Doch obwohl es irgendwie sowohl viszeral roh als auch verletzlich wirkt, schwebt darüber ein Gefühl von stiller Ruhe, ein Schimmer von Rückblick oder vielleicht von Akzeptanz. Es ist die Geschichte davon, wie es sich anfühlt, zwischen zwei Welten gefangen zu sein der, aus der man kommt, und der, in die man geflohen ist; von dem Glauben, dass man irgendwie die Menschen, die man liebt, mit an diesen Ort nehmen kann; von der Trauer, zu erkennen, dass man nur sich selbst retten kann. The Life You Save" wurde von Jenn Wasner produziert und im Betty's in Chapel Hill, North Carolina, sowie im Montrose Recording in Los Angeles, Kalifornien, aufgenommen, mit zusätzlicher Produktion von Nick Sanborn. Das Album wurde von Adrian Olsen & Alli Rogers tontechnisch aufgezeichnet, von Adrian Olsen gemischt und von Huntley Miller gemastert.
Es gab eine Zeit - nennen wir sie Saturn-Rückkehr, nennen wir sie die frühen 90er Jahre, nennen wir sie den letzten Atemzug, bevor das Internet alles verschlang - als wir von den Zero Boys uns plötzlich einer ganz anderen Art von Feuer gegenüberstanden. Wir waren aus unserer Hardcore-Haut herausgewachsen - nicht aus Ablehnung, sondern aus einer Weiterentwicklung heraus. Wir waren unruhig. Songs kamen nicht mehr in Ausbrüchen purer Geschwindigkeit; sie verdrehten sich, dehnten sich aus, stellten Fragen. Struktur war nicht mehr der Feind. Wir ließen die Songs atmen, und im Gegenzug erzählten sie uns Dinge, die wir nicht erwartet hatten. Die hier versammelten Songs aus ,Make It Stop" (1991) und ,The Heimlich Maneuver" (1992) fangen diesen Moment ein. Diese beiden Alben, die innerhalb eines Jahres entstanden sind, sind Dokumente einer Zeit, in der wir unserem Instinkt folgten - die Grenzen unseres eigenen Sounds ausloteten und persönliche spirituelle Erkundungen durch den Fuzz und die Wut hindurchflochten. Es war nicht religiös. Es war eine Suche. Der Versuch, das Selbst im Lärm der Welt zu finden. Der Versuch, ehrlich über Verwirrung, Widerstand und die Teile von uns selbst zu sprechen, die nicht so einfach in Slogans oder Genres passen. Damals wussten wir, dass wir uns veränderten, aber wir wussten nicht, in welche Richtung. Jetzt, Jahrzehnte später, offenbart das Zurückhören etwas Klareres. Diese Songs - textlich, musikalisch, emotional - fühlen sich heute dringlicher an als damals. Die politischen Aussagen sind gut gealtert, was sowohl ein Triumph als auch eine Tragödie ist. Was wir in einem Moment kreativer Verbrennung geschrieben haben, klingt jetzt wie Warnsignale - über Institutionen, über Gewalt, über das stille Bedürfnis nach Sinn unter all dem. Also ja, ,Playback is Hell". Aber nicht die Hölle der Qualen. Die Hölle des Feuers. Die Hölle der Transformation. Die Hitze der Erinnerung und Bedeutung, die plötzlich wieder aufsteigt. Danke fürs Zuhören - damals, heute und in Zukunft. - Paul Mahern, 2025
"The Life You Save" ist das dritte Album von Flock of Dimes, dem Soloprojekt der Multi-Instrumentalistin und Produzentin Jenn Wasner. In den letzten Jahrzehnten sei es als Flock of Dimes, als eine Hälfte des beliebten Duos Wye Oak oder durch eine ihrer zahlreichen Kollaborationen mit Bon Iver, Sylvan Esso und einer langen Liste weiterer musikalischer Größen hat Jenn Wasner in ihrem umfangreichen Repertoire ihr Talent bewiesen, Authentizität und Direktheit mit einer unverkennbaren, unkonventionellen Sensibilität in Einklang zu bringen. Ihre Songtexte zeugen von ihrer scharfen Beobachtungsgabe, ihrer tiefen Empathie und ihrer nachdenklichen Art, Geschichten zu erzählen. Mit ihrem Talent, Erinnerungen, Herzschmerz und unheilbare Traumata zu ergründen, und einem Schleier aus Synkopierung oder schrägen Gitarrenklängen, die einen Song an einen Ort der stillen Großartigkeit entführen, ist ihr neues Album The Life You Save" ein weiterer Meilenstein in ihrer Karriere und geht noch einen Schritt weiter; einfach gesagt ist es das ehrlichste, intimste und persönlichste Album in Wasners Karriere. Die zwölf Songs sind ebenso herzzerreißend wie hoffnungsvoll und tauchen tief in die Abgründe von Sucht und Co-Abhängigkeit, vererbten und erlebten Traumata und den Prozess der Friedensfindung angesichts des Leidens anderer ein. The Life You Save" ist eindringlich, schonungslos offen wie eine Botschaft aus dem Auge eines Sturms. Doch obwohl es irgendwie sowohl viszeral roh als auch verletzlich wirkt, schwebt darüber ein Gefühl von stiller Ruhe, ein Schimmer von Rückblick oder vielleicht von Akzeptanz. Es ist die Geschichte davon, wie es sich anfühlt, zwischen zwei Welten gefangen zu sein der, aus der man kommt, und der, in die man geflohen ist; von dem Glauben, dass man irgendwie die Menschen, die man liebt, mit an diesen Ort nehmen kann; von der Trauer, zu erkennen, dass man nur sich selbst retten kann. The Life You Save" wurde von Jenn Wasner produziert und im Betty's in Chapel Hill, North Carolina, sowie im Montrose Recording in Los Angeles, Kalifornien, aufgenommen, mit zusätzlicher Produktion von Nick Sanborn. Das Album wurde von Adrian Olsen & Alli Rogers tontechnisch aufgezeichnet, von Adrian Olsen gemischt und von Huntley Miller gemastert.
The latest boy band in town, POP VAMPIRES COLOGNE, opens the party with the enigmatic ‘Karianne’. SUPERPITCHER knows how to make a grand appearance, accompanied by high-calibre guests. His electro-pop treat ‘Pandora’s Box’ features Hot Chip’s ALEXIS TAYLOR on vocals. JÜRGEN PAAPE isn’t coming alone either, but with newcomer HELLA in tow. ‘Grace (A Tale)‘ once again shows our resident hit maker at his best. JÖRG BURGER also has a table companion, the extremely talented Irene Kalisvaart, and remixes himself on top of that. REINHARD VOIGT points out that money never sleeps and proceeds according to the motto: ’Zahl an einem anderen Tag (Pay another day)’. Our Brazilian whirlwind GUI BORATTO returns after a long absence with the banger ‘Panorama X-Press’. After careful consideration, ROBAG WRUHME has named his new track ‘Total’ and sings in the chorus with his family for the first time. WASSERMANN contributes an ultra-fat remix of Mayer’s ‘Brainwave Technology’, while MICHAEL MAYER himself marvels at the rare ‘Erdbeermond’. HARDT ANTOINE’s ‘Let Me Go’ really gets the party going again before WASSERMANN orders a large taxi and skips out on the bill.
See you again next year!
TOTAL 25… Schon wieder ein Jubiläum in einem an Jubiläen ohnehin nicht armen Jahr. Zum 25. mal versammelt sich die Kompakt Familie zum alljährlichen Stelldichein. Ohren angelegt, los geht’s! Die neueste Boygroup in town, POP VAMPIRES COLOGNE eröffnet die Party mit dem enigmatischen ‘Karianne’. SUPERPITCHER weiss, wie man einen großen Auftritt hinlegt, und zwar in hochkarätiger Begleitung. Sein Elektropop-Leckerbissen ’Pandora’s Box’ featured Hot Chip’s ALEXIS TAYLOR an den Vocals. Auch JÜRGEN PAAPE kommt nicht allein, sondern mit der Neukommerin HELLA im Schlepptau. ‘Grace (A Tale)’ zeigt unseren Haus- und Hitlieferanten mal wieder in Bestform. JÖRG BURGER hat ebenfalls eine Tischdame im Gepäck, die überaus talentierte Irene Kalisvaart, und remixed sich obendrein selbst. REINHARD VOIGT gibt zu Bedenken, dass Geld niemals schläft und verfährt nach dem Motto: ‘Zahl an einem anderen Tag’. Unser brasilianischer Wirbelwind GUI BORATTO meldet sich nach längerer Abstinenz mit dem Banger ‘Panorama X-Press’ zurück. ROBAG WRUHME hat seinen neuen Track nach reiflicher Überlegung ‘Total’ genannt und singt darauf erstmals selbst im Chor mit seiner Familie. Der WASSERMANN steuert einen ultrafetten Remix von Mayers ‘Brainwave Technology’ bei, während MICHAEL MAYER selbst den seltenen ‘Erdbeermond’ bestaunt. HARDT ANTOINE’s ‘Let Me Go’ bringt die Party nochmal so richtig in Schwung, bevor der WASSERMANN ein Großraumtaxi bestellt und die Zeche prellt.
Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr!
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Spidergawd sind klassischer Heavy Rock mit gigantischem Melodieverständnis, das teils poppige Züge annimmt. Twin-Gitarren zelebrieren dieses Melodieverständnis exzessiv, duellieren sich und feuern es an und alles steht auf einem solide klassischen NWOBHM Fundament. Für ihr achtes Album in elf Jahren Band-Geschichte haben SPIDERGAWD einen überraschenden Titel gewählt: "From Eight to Infinity" oder "From 8 to _êP". Damit beendet die Band die Verwendung römischer Titel, die sie für ihre vorherigen sieben Alben verwendet hatte. Ansonsten scheint vieles vertraut, wenn sie mit ihrem unverkennbaren SPIDERGAWD-Sound, doppelten Gitarren, dreifachen Gesang und Bariton Saxophon in gewohnt aufwändigem Album Artwork stets wiedererkennbar bleiben. Natürlich bleiben die wichtigsten Referenzen wie Thin Lizzy und Motorhead offensichtlich. Aber während "VII" sich ein wenig an 80er-Jahre-Bands wie Rush, Adrian Smith und Boston anlehnen konnte, ist "From Eight to Infinity" in seinen Referenzen eher bei AC/DC und Cheap Trick auf der einen Seite und Metallica und Black Sabbath auf der anderen. Es gibt scheinbar immer noch keine Anzeichen dafür, dass Spidergawd einen Gang zurückschalten und die Band verspricht nicht nur im Titel eine große Zukunft. All das scheint vielversprechend für die anstehende Tour. Man konnte dies aber auch schon deutlich spüren bei den Support Shows für Judas Priest, ein Band-Traum, der in Erfüllung ging.
Spots auf die Berliner íClubgeschichte. Neuausgabe als Klappenbroschur. Clubs und subkulturelle Freiräume prägen Berlin seit Jahrzehnten und machen die Stadt zu einem Sehnsuchtsort für Menschen aus aller Welt. Legendär sind zum Beispiel die Treffpunkte des Punk- und New-Wave-Untergrunds der 1980er Jahre oder die Technoclubs aus den 1990ern. Die Party- und Konzertlocations sind dabei oftmals auch Zeugen der bewegten Geschichte der Stadt, erzählen vom Kalten Krieg oder dem Fall der Berliner Mauer. Dieses Buch ist ihnen gewidmet, darunter berühmte Diskotheken, geheime Treffpunkte der DDR-Opposition und subkulturelle Abenteuerspielplätze verschiedenster Couleur. Viele dieser Orte existieren heute nicht mehr oder haben eine ungewisse Zukunft. Sie berichten von einem Berlin, das es nicht mehr gibt, und davon, wie stark die Club- und Subkultur von Verdrängung betroffen ist.
Mit "Cotton Crown" erweitert die Band ihre Klangpalette um eine kaleidoskopische Bandbreite an Einflüssen: Von gefühlvollem Pub-Rock über HÜSKER DÜ-Aggression bis hin zu melancholischem Sophisto-Pop ist alles dabei. Wie Pitchfork feststellte, sehen THE TUBS den Jangle als eine "riesige Welt der Stimmungen und Musen" und "Cotton Crown" zeigt, wie sie diese Welt weiter erforschen und dabei einen unverwechselbaren Tub-ular-Sound kreieren. Das liegt nicht zuletzt an der Gesangsleistung von Owen 'O' Williams, der oft mit einem jungen RICHARD THOMPSON verglichen wird, und an seinen offenen, düster-komischen Texten. In "Cotton Crown" widmet er sich weiter seinen Lieblingsthemen: Liebespsychose, unsympathisches, psychisch krankes Verhalten und die Demütigungen des Musikerdaseins in London. Dieses Mal ist jedoch ein Gefühl des Risikos in seinen Selbsteinschätzungen und Bekenntnissen spürbar. Im Mittelpunkt steht das Leben in der Zeit nach dem Selbstmord seiner Mutter (der Folksängerin Charlotte Greig), und Williams singt über die unbeholfenen, aufdringlichen und gut gemeinten sozialen Interaktionen, die darauf folgten. Das Albumcover zeigt ein Bild von Williams als Säugling, der von Greig auf einem Friedhof gestillt wird - ein Werbefoto, das um die Veröffentlichung des Debütalbums von Charlotte Greig herum aufgenommen wurde. Der wesentliche Trick von "Cotton Crown" besteht darin, die lyrische Düsternis von Williams durch fröhliche, hakengeladene Pop-Perfektion zu kompensieren. Das liegt vor allem an der Gitarrenarbeit von George Nicholls, der auf dem Album mühelos zwischen dem virtuosen Jangle von JOHNNY MARR, dem treibenden Folk-Rock von PENTANGLE und den Refrain-lastigen Hi-Fi-Grooves zeitgenössischer Bands wie TOPS oder THE 1975 hin- und herwechselt. Dazu kommt die halsbrecherische Rhythmusgruppe von Taylor Stewart (Schlagzeug) und Max Warren (Bass) - die jeden Song mit einer Power-Pop-Wut angreifen, die an GUIDED BY VOICES in ihren besten Zeiten erinnert - und schon hat man ein Rezept für großartigen Indie-Rock. Das Debütalbum der Band, "Dead Meat", wurde durch Mundpropaganda zu einer Sensation, die der Band Auszeichnungen von Pitchfork, The Guardian, MOJO, Uncut, SPIN und anderen einbrachte. Sie gewannen sogar einige prominente Fans: der unnachahmliche Mark Proksch (The Office, Better Call Saul, What We Do in the Shadows) spielte die Hauptrolle im Video zu ihrer Single "Round The Bend" und die Punk-Legende IGGY POP lobte sie in seiner BBC 6Music Radiosendung. Owen Williams, Max Warren und George Nicholls waren zuvor Mitglied von JOANNA GRUESOME - eine Band, die den Welsh Music Prize gewann, ausgiebig durch Großbritannien und die USA tourte und von Pitchfork, Rolling Stone, The New York Times, The Guardian und anderen gelobt wurde. Sängerin Lan McCardle, mit der Williams sowohl bei JOANNA GRUESOME als auch bei EX VOID zusammen musizierte, steuert bei einigen Stücken auf "Cotton Crown" Backing Vocals bei.
Die Sängerin, Songwriterin und Multi- Instrumentalistin Sydney Rose schreibt Songs für die Momente, in
denen uns die Worte fehlen. Wenn sie singt, klingt es fast so, als würde sie dir ins Ohr flüstern, dir ein
wenig Klarheit verschaffen oder dich einfach daran erinnern, dass alles gut werden wird.
Ihr größter Hit „We Hug Now“ hat in Deutschland bereits 8M Streams generiert und ging mit 450k
Creations auf TikTok viral. Die Single erreichte in diversen Ländern die Top100 der Spotify Charts und
schaffte es in den USA in die Spotify Top3. Ihre bereits im April veröffentlichte EP „I Know What I Want”
enthält neben ihrer Erfolgssingle ”We Hug Now” auch noch fünf weitere gefühlvolle Songs.
Die EP ist als 1LP erhältlich.
Bereits im Jahr des Erscheinens schrieb Richard Lehnert im Stereophile, dass Tord Gustavsen „mit seinem
ersten Album als Bandleader ein Instant-Klassiker gelungen“ sei. Lehnert bezeichnete Gustavsen zudem als
„Meister pianistischer Kontrolle und Zurückhaltung“ – Eigenschaften, die der norwegische Pianist schon
damals in höchster Vollendung beherrschte und seither in wechselnden ECM-Kontexten konsequent weiterentwickelt hat. Alle Qualitäten, die Gustavsen eine so unverwechselbare – und rückblickend auch prägende
– kompositorische Stimme verleihen, waren bei der Erstveröffentlichung von Changing Places im Jahr 2003
bereits vollständig präsent: Musik, die singt, zugleich zart und kraftvoll. Gustavsen schreibt Klänge, die
wie künftige Standards wirken: lyrische, unmittelbar einprägsame Stücke, von anziehender Frische, zugleich
von raffnierter Beschäftigung mit der melodischen Linie geprägt. Von Beginn an ließ sich Gustavsen von
Gospel und Chorälen inspirieren und verband diese Traditionen organisch, während das Trio innerhalb der
Strukturen frei improvisierte. Nun erscheint das Album erstmals als Teil der Luminessence-Serie auf Vinyl
– auf zwei LPs im Tip-On-Gatefold-Cover.
Luciano Pavarotti und Decca verband eine der längsten exklusiven Beziehungen zwischen einem Künstler
und einem Plattenlabel. Zur Feier dieses Vermächtnisses und seines 90. Geburtstags am 12. Oktober 2025
präsentiert Decca das ultimative Greatest-Hits-Album „NOVANTA”. Es enthält seine bekanntesten und
beliebtesten Arien und Lieder, legendäre Live-Mitschnitte einiger seiner größten Konzerte sowie Raritäten,
Neuentdeckungen und bisher unveröffentlichte Titel. Pavarotti war ein einzigartiges Phänomen und einer
der berühmtesten Künstler der Welt. Wie kaum ein anderer hat er es geschafft, die Welt der Oper einem
breiteren Publikum zugänglich zu machen. Das Album bietet nun die Möglichkeit, seine Darbietungen, die
die Welt begeistert haben, noch einmal zu hören.
Das 4CD-Set umfasst 75 Tracks und fast 5 Stunden Musik, davon eine komplette CD mit Bonus-Inhalten:
Raritäten und bislang unveröffentlichte Aufnahmen. Das Doppel-Vinylalbum und die 1CD Version dieses
Albums bieten mit 25 bzw. 20 Tracks eine kleinere, aber ebenfalls umfassende Auswahl aus Pavarottis
Schaffen. Auch hier gibt es spannende Neuentdeckungen und selten veröffentliche Aufnahmen zu hören.
Heutzutage ist beinahe vergessen, dass im letzten Jahrhundert Jazzaufnahmen auch auf 45er-Singles erschienen, nicht zuletzt, um damit die populären Jukeboxen zu bestücken. Diese streng limitierte Sonderausgabe der Blue Note Tone Poet Serie versammelt alle Singles, mit denen Tenorsaxofonist Ike Quebec ab
1959 ein überwältigendes Comeback bei Blue Note Records feierte. Mit ihnen knüpfte Quebec an seine
Erfolge der Mittvierziger Jahre an, als er sich bei Blue Note den Ruf erwarb, der ”König der Jukebox-Hits”
zu sein.
Ausstattung LP: Das 3-LP-Set ist wie immer bei der Tone Poet Serie von Joe Harley produziert und
von Kevin Gray komplett analog und direkt von Rudy Van Gelders Original-Masterbändern geschnitten
worden. Die bei RTI auf 180-g-Vinyl gepressten LPs werden in einem luxuriösen Dreifach-Gatefold verpackt, das zudem ein Booklet mit unveröffentlichten Fotos von Francis Wolff und einem ausführlichen
Essay von Loren Schoenberg enthält.
Ausstattung CD: Doppel-CD in Jewelbox, Booklet mit gleichem Inhalt wie o.g
Aufgenommen 1963, ist das Album nicht nur als zeitloses Meisterwerk der Bossa Nova relevant, sondern
auch ein Evergreen dieser überwältigend schönen, melancholischen Musik. Jobim, der zu den Begründern
der Bossa Nova gehört, nahm für sein Verve-Debüt seine damals noch jungen Hits “Corcovado,” “The Girl
from Ipanema”, “Agua de Beber” u.a. auf. Er ist an Gitarre und Piano zu hören, Claus Ogerman liefert
subtile Arrangements.
»I Feel Alive« ist das 2020 veröffentlichte vierte Studio-Album der aus der Indie-Szene Kanadas stammenden Tops. Der Tops-Sound mit grandiosen Melodien über federleichten Indie-Grooves und einem Hauch von 80er-Jahre-Sophisti-Pop klingt kühner und weitläufiger denn je und gilt inzwischen als unverkennbar. Neben den hochfliegenden Melodien und der knackigen Inszenierung setzt sich »I Feel Alive« inhaltlich mit der Qual auseinander, alte Dinge hinter sich zu lassen. Es ist eine introspektive Platte, zu der man tanzen kann, Musik die zuschlägt und wie die Erinnerung an eine perfekte und gleichzeitig dem Untergang geweihte Liebesbeziehung, samt all ihrer Freude und Schmerz, für immer ein Teil des Lebens wird. Das Artwork zu »I Feel Alive« gibt den Ton an! Inspiriert von der Arbeit des Fotografen Thomas Ruff, starrt die Tops-Sängerin Jane Penney mit bloßem Gesicht in die Linse - einfach und ungestellt, aber auffallend starr und verletzlich. Attribute die sich auch auf die Musik übertragen lassen.
1998 erschien das zweite Knochenfabrik Album cooler Parkplatz. Hier wurde Scheitern noch konsequent gefeiert. Statt sinnloser Fan-Edition, Promo-Tour und uninteressanten Interviews wurde die Band pünktlich zum Erscheinen des Albums aufgelöst. Es blieb bei der kleinen Erstauflage, die zu einem beliebten Renditeobjekt und Rentenversicherungs-Geheimtipp wurde. Seit 2008 sind Knochenfabrik wieder Live unterwegs und vertrösten Privatanleger am Merchandise Stand mit der Aussicht auf eine Neuauflage dieses Deutschpunk Klassikers. Um den hohen Papierpreisen Rechnung zu tragen wurde bei der nun erschienenen Nachpressung auf ein Gatefold Cover verzichtet. Dafür gibt es eine bedruckte Innenhülle, Innencoverboy Chris Scholz präsentiert eine 90er Jahre Sonnenbrillenkollektion.
"When Are You Leaving?" ist das zweite Album des in Los Angeles lebenden koreanisch-amerikanischen Künstlers NoSo (Baek Hwong) und markiert eine kühne Entwicklung sowohl im Sound als auch in der Erzählweise. Während sein Debütalbum "Stay Proud of Me" aus dem Jahr 2022 eine zutiefst ernste Stimme vorstellte, die sich mit Identität und Zugehörigkeit auseinandersetzt und dafür Lob von NPR's "All Songs Considered", Paste, The Guardian sowie einen umwerfenden Auftritt bei "Tiny Desk" erntete, wendet sich der Nachfolger mit noch größerer Klarheit und Zuversicht nach innen.
Mit einer lebendigen Palette aus Disco-Grooves, zackigen Gitarren und atmosphärischen Balladen fängt NoSo die stille Kraft des Loslassens ein - von zerbrochenen Beziehungen, alten Narrativen und dem Bedürfnis, von anderen verstanden zu werden. Das Album ist reich an emotionalen Kontrasten: schwierige Wahrheiten, verpackt in eine verträumte Produktion, Verletzlichkeit, gepaart mit der Selbstsicherheit eines Künstlers, der ganz zu sich selbst findet.
Das selbst produzierte und klanglich furchtlose "When Are You Leaving?" ist eine Coming-of-Age-Platte für alle, die noch dabei sind, erwachsen zu werden, und ein Beweis dafür, dass NoSo zu den überzeugendsten Songwritern seiner Generation gehört.
Eric Broucek war der Ur-Ingenieur der fruchtbarsten Ära der DFA Studios, etwa von 2003 bis 2008 (niemand weiß genau, wie es damals war, da alles im Nebel des Chaos verloren gegangen ist). Er hatte seine Hand im Spiel bei allen Remixen, LPs und Dance-12s. Er war fast jeden Tag in diesem überladenen Equipment-Keller, nahm auf, mixte und bemühte sich, Tim und mir nicht die Augen zu verdrehen. Und irgendwo in diesem Nebel veröffentlichte er still und leise drei limitierte 12-Inch-Veröffentlichungen auf seinem eigenen Label Stickydisc Recordings - zwei unter dem Namen Babytalk und eine als Watussi zusammen mit einem weiteren DFA-Stammgast, Morgan Wiley. Damals wollte Eric seine Musik nicht auf DFA veröffentlichen. Er wollte seine eigene Identität entwickeln, was ihm auch gelang, indem er Musik herausbrachte, die mit ihrer einzigartigen schrägen, umgekehrten und zurückhaltenden Kraft vom DFA-Pfad abwich. Seine Musik ist so anders als alles andere aus dieser Zeit, so einzigartig, dass sie immer noch völlig zeitlos klingt. Vor ein paar Jahren begann ich wieder, die Tracks aufzulegen, und sah, wie die Welt immer noch von dem überrascht war, was Eric geschaffen hatte, und so entstand die Idee zu dieser Compilation. Also, Eric, am Ende haben wir deine Platten doch veröffentlicht. Wir lieben dich, Mann. - James Murphy
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Cate Le Bons siebtes Album 'Michelangelo Dying', dessen Entstehung von purer Emotion geleitet wurde, hat das Album, das sie zu machen glaubte, verdrängt. Als Produkt eines alles verzehrenden Herzschmerzes überwanden ihre Gefühle ihren Widerwillen, ein Album über die Liebe zu schreiben, und wurden in diesem Prozess zu einer Art Exorzismus. Herausgekommen ist ein wunderbar schillernder Versuch, eine Wunde zu fotografieren, bevor sie sich schließt - und dabei auch in ihr zu stochern.
Musikalisch gibt es eine Fortsetzung und Erweiterung eines Sounds - eine Maschine mit Herz -, der auf ihren letzten beiden Platten 'Reward' (2019) und 'Pompeii' (2022) Gestalt angenommen hat, da Le Bon zunehmend selbst die Kontrolle über das Spielen und Produzieren übernommen hat. Wenn Gitarren und Saxophone durch Pedale gepresst und Perkussion und Stimmen durch Filter gejagt werden, entsteht ein schillernder, grüner und seidiger Sound, in dem die künstlerischen Eigenheiten von David Bowie, Nico, John McGeoch und Laurie Anderson aufblitzen und wieder verschwinden.
Was übrig bleibt, ist eine sich ständig verändernde, kontinuierliche Einheit, eine Art Songzyklus. Jede Iteration reflektiert die letzte und entwickelt sie weiter. „Jede ist eine Scherbe desselben zerbrochenen Spiegels“: Sie verschiebt sich, glitzert, verbirgt und enthüllt, je nachdem, wie sie im Licht gedreht wird. Letztendlich gibt es, so Cate, „keine Enthüllungen. Keine Schlussfolgerungen. Es gibt keinen Grund. Es gibt nur Wiederholungen und Chaos. Ich habe mir schließlich erlaubt, einen offenen Geist zu haben, um es ohne Widerstand zu erleben, ohne nach einer Offenbarung oder Ordnung zu suchen.“
'Michelangelo Dying' ist eine Übung in der Viszeralität des Lebens, der Liebe und der Menschlichkeit, sowohl für den Hörer als auch für die Künstlerin selbst, und es weiß, was es heißt Halt zu geben, gehalten zu werden aber auch sich ganz und gar allein zu fühlen. „Die Figuren sind austauschbar“, schließt Cate, „aber am Ende bin ich es, der sich selbst begegnet.“
"Stories Of Life" - triosence malen Musik aus Geschichten, die das Leben schreibt Das Album "Stories of Life" des Genregrenzen neu definierenden Pianotrios triosence ist ein musikalisches Porträt von Momentaufnahmen aus dem Leben. In jedem Titel erkundet triosence-Bandleader und Komponist Bernhard Schüler die Tragik und Schönheit von Geschichten aus dem Alltag und malt diese Erlebnisse in betörend melodiöse, mitreißende Instrumentalkompositionen. Große Freude und tiefer Schmerz, scheinbar Banales und wahrhaft Lebensveränderndes liegen oft überraschend nah beieinander. Der Verlust einer Schwangerschaft in "Little Lost Wonder", die Liebe zu seiner kleinen Tochter in "Tamina's Lullaby", der Tod seines Onkels in "Dear Rainer" oder die Freude über wild wuchernde Garten-Gewächse seiner Lebensgefährtin in "Tomato Party" - "Stories of Life" ist die in Musik nachvollzogene Erkenntnis von Bernhard Schüler, dass im Leben all das verwoben ist. "Ich setze mich ans Klavier und spiele mir alles von der Seele. Schöne und traurige Erlebnisse, Beobachtungen, Empfindungen - Musik zu schreiben ist meine Art, über das Leben nachzudenken", erklärt er.Was "Stories Of Life" musikalisch auszeichnet, sind progressive Strukturen, die immer wieder in Stil, Tempo und Stimmung variieren; die mal laut oder leise sind, verträumt oder kraftvoll. Sie sollen den Hörer auf eine regelrechte Reise schicken, indem sie eine Reihe von starken Klangbildern erzeugen. "Wenn ich komponiere, habe ich das immer im Hinterkopf", so Bernhard Schüler. "Nämlich Geschichten mit meiner Musik zu erzählen. Das ist, was die Leute am meisten berührt." Auf "Stories Of Life" entwickeln er und seine Bandkollegen Tobias Schulte (Schlagzeug) und Omar Rodriguez Calvo (Bass) mit großer Leichtigkeit ihren melodiösen, stimmungsvollen Sound-Mix aus Weltbeat, Folk, Jazz, Rock und Pop konsequent weiter. "Wir gestalten ein totales Crossover", erklärt Bernhard Schüler, "das ist Musik, die zwar in klassischer Jazz-Formation daherkommt - mit Klavier, Bass und Schlagzeug - aber Jazz im herkömmlichen Sinn kann man das nicht mehr nennen. Mir geht es um starke Melodien und klare Songstrukturen. Eine Fokussierung auf das Wesentliche ist mir wichtig oder anders gesagt: musikalisch auf den Punkt zu kommen."Dem Maler Rainer Hoffmann ist nicht nur das Stück "Dear Rainer" gewidmet - mit "Stories Of Life" wird ihm auf besondere Weise ein Denkmal gesetzt. Sein Gemälde "Badere vid Ingetoprsjön" (Badende am Ingetorpssee) ziert denn auch das Cover-Artwork und im Booklet finden sich zehn weitere Bilder des Künstlers - jedes thematisch einem der Songs zugeordnet. "Leider hat die Kunst meines Onkels nie die Aufmerksamkeit und Anerkennung bekommen, die sie wirklich verdient hat", so Schüler. "Aber er hat ein sehr aufregendes Leben geführt und war ein wahrer Abenteurer, der bereits in frühen Jahren in die schwedische Wildnis gezogen ist und die ganze Welt bereist hat, um dort zu malen. Alles andere war ihm egal. Diese Leidenschaft für die Kunst - ohne Wenn und Aber - hat mich schon als kleiner Junge fasziniert, und wenn er damals Geschichten aus seinem Leben erzählt hat, saß ich mit großen Augen vor ihm." Eine dieser Geschichten greift Schüler in "Marrakesh Swing" auf - ein Flirt mit der Kultur einer Stadt, die er nie besucht hat, aber in seiner Komposition zu blühendem Leben erweckt. Der Hörer erlebt sie vor seinem geistigen Auge - in all ihren Facetten, Farben und ihrer Lebendigkeit.Mit "Tamina's Lullaby" ist nach langer Zeit wieder ein Stück für Soloklavier auf einem triosence-Album enthalten. Zudem schließt eine Referenz auf die Vergangenheit den Kreis der Geschichten auf "Stories of Life": Eine neue Instrumentalversion von "Like The Wind", das ursprünglich mit der US-Sängerin Sara Gazarek für das Album "Where Time Stands Still" aufgenommen wurde, bildet den Schlusspunkt des Albums.
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Die wilden Söhne Manchesters, Wode, kehren mit ihrem vierten Album „Uncrossing The Keys“ zurück und erweitern damit selbstbewusst ihren ohnehin schon beeindruckenden Sound, der auf einer düsteren Grundlage aus wildem Black Metal und eisernem Heavy Metal basiert. Nachdem sie sich von der eher geradlinigen Methodik ihres Debütalbums weiterentwickelt haben, haben Wode im Laufe ihrer Diskografie kontinuierlich Elemente aus verschiedenen dunklen Ecken des Undergrounds hinzugefügt, wobei ihr Songwriting schlanker, aber auch komplexer, fokussierter und melodischer denn je geworden ist.
„Uncrossing The Keys“ hat die Musik von Wode nicht milder gemacht, der Sound ist nach wie vor von Flammen und Wut durchdrungen, aber sie haben ein breiteres Spektrum an Stimmungen angenommen und malen mit schwärzeren, satteren Farbtönen als je zuvor. Zerklüftete Post-Punk-/Goth-Einflüsse leuchten düster in neuen Tracks wie „Saturn Shadow“ und dem verträumten Trance des atmosphärischen Instrumentalstücks „Phantom“. Das düstere Tempo und die majestätisch-nachdenkliche Stimmung der Single „Transmutation“ erinnern mit ihrer düsteren Unterströmung sowohl an Paradise Lost als auch an Amorphis, während das melancholisch-hymnische „Under Lanternlight“ mit dynamischen Melodien im Stil von Sentenced durchdrungen ist. Die Gitarren tragen manchmal einen traurigen Schimmer, ihre Hooks sind sowohl von Melancholie als auch von Bedrohung durchzogen und schweben mit Momenten elegischer Schönheit und dunkler Klage über dem Gemetzel. Der höllische, raue Gesang erhebt sich wie rituelle Gesänge aus einer anderen Zeit.
Wode beschwört Bilder einer Welt herauf, die sich ständig am Rande der Dämmerung befindet, und wirft im Verlauf der neun Tracks von „Uncrossing The Keys“ einen langen, kalten Schatten. Es herrscht ein Gefühl von Erhabenheit und Verfall, als hätte die Band ein Tor zu einem Reich geöffnet, in dem verfluchte Städte unter blutroten Himmeln schwelen und ihre Mauern ewig verlassene Hymnen widerhallen lassen. Als Ergebnis eines ständigen Evolutionsprozesses hat Wode einen wahrhaft gespenstischen und imposanten Blackened Heavy Metal geschaffen, der ein dunkles Banner hoch über einem riesigen und öden Königreich hisst.
Die Cinematic-Funk-Visionäre The Diasonics liefern mit ihrem neuen Album ,Ornithology", das am 3. Oktober über Record Kicks veröffentlicht wird, ein weiteres solides Set aus östlich angehauchtem Psychedelic, Cinematic und Disco-Funk. Nach ihrem 2022 von der Kritik gefeierten Debütalbum ,Origin of Forms", das von PopMatters zum Library Music Album of the Year gekürt wurde, kehren die in Moskau ansässigen Instrumentalisten The Diasonics mit ,Ornithology" zurück, einem zweiten Album, das ihre klanglichen Grenzen erweitert und gleichzeitig ihrem unverwechselbaren Stil treu bleibt. Aufgenommen in ihrem eigens errichteten Studio 23, das sich in einer umgebauten Lampenfabrik aus der Sowjet-Ära befindet, ist das Album das Ergebnis von zwei Jahren intensiver kreativer Erkundungen und Experimente. Mit ihrer ganz eigenen Mischung aus cineastischem Funk, östlich angehauchten Melodien, instrumentalem Hip-Hop und analogem Soul haben sich The Diasonics einen einzigartigen Platz in der globalen Funkszene geschaffen. ,Ornithology" markiert ein neues Kapitel: Inspiriert von wiederkehrenden Vogelmotiven in ihrer Umgebung, von Zügen und Bahnhöfen bis hin zu lokaler Folklore und den Schreien der Vögel, die über ihrem Studio kreisen, kanalisiert die Platte Ideen von Bewegung und Freiheit, sowohl thematisch als auch musikalisch. ,Das Thema Vögel und Ornithologie ergab sich ganz von selbst - wir fingen einfach an, überall um uns herum vogelähnliche Namen zu bemerken: Züge und Bahnhöfe, Geschäfte, Orte, Nachnamen von Menschen, Bücher und Filme", sagt die Band. "Wir besorgten uns ein paar alte Synthesizer und stimmten die Oszillatoren, während wir den Schreien der Möwen lauschten, die um die Fabrik flogen, in der sich unser Studio befand. Die Ideen von Flug, Freiheit und Raum wurden zentral für die Musik des neuen Albums." Klanglich gehören zu den wesentlichen Merkmalen von Ornithology nicht nur die Synthesizer, sondern auch Diana Grebs hypnotischer Gesang, der sich nahtlos in die Klangpalette einfügt und dem instrumentalen Funk Leben und Seele einhaucht. ,In unserer Vorstellung balancieren wir wie Vögel zwischen der Erde und dem Himmel und haben versucht, unsere eigene musikalische Sprache innerhalb des Konzepts der Ornithologie zu erschaffen, die den Wunsch eines jeden Menschen widerspiegelt, den Vögeln näher zu kommen und frei zu schweben, jenseits von physischen oder mentalen Grenzen." Die 2019 gegründete vierköpfige Band, bestehend aus Daniil Lutsenko (E-Gitarre), Kamil Gazizov (Keyboards), Maksim Brusov (Bass) und Anton Moskvin (Schlagzeug & Perkussion), erlangte durch eine Reihe von begehrten 45er-Scheiben auf Mocambo Records und Funk Night Records schnell Kultstatus. Ihr von der Kritik hochgelobtes Debütalbum Origin of Forms,, das von Henry Jenkins, dem Produzenten der australischen Kultband Surprise Chef, gemischt wurde, erschien 2022 auf Record Kicks und wurde von PopMatters (US) zum Library Music Album" des Jahres und von FIP (Radio France) zum Album des Monats gekürt. Das Vinyl war innerhalb weniger Wochen ausverkauft und ist nun in der internationalen Cinematic-Funk-Szene sehr gefragt. ,Origin of Forms" erhielt begeisterte Kritiken von Zeitschriften wie Wax Poetics, Mojo, Rolling Stone FR, Clash, Uncut und wurde von Jamie Cullum (BBC2), KEXP, Radio France und Huey Morgan, Don Letts, Cerys Matthews und Tom Ravenscroft von BBC 6 Music, um nur einige zu nennen, unterstützt und gespielt. Mit dem neuen Album Ornithology tauchen The Diasonics in üppige Synthesizer, stripped-down Grooves und rohes instrumentales Zusammenspiel ein, schöpfen aus der Library-Musik der 1970er Jahre, sowjetischer Jazz-Fusion und Disco-Funk und liefern eine weitere supersolide Veröffentlichung, die all die Einzigartigkeit bestätigt und vorantreibt, die ,Origin of Forms" so verlockend machte. Unverzichtbar für Fans von Khruangbin, Surprise Chef und instrumentalen Funk-Grooves.
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Seit mehr als drei Jahrzehnten befindet sich AFI in einem nahezu ständigen Prozess der Neuerfindung. Die Band hat es sich zum Ziel gesetzt, sich mit jedem Album weiterzuentwickeln - manchmal sogar dramatisch - und sich niemals zu sehr in einem Genre einzurichten oder sich auf ihren beeindruckenden Erfolgen auszuruhen. Dieser Ansatz hat ihr Publikum vergrößert, aber auch herausgefordert mit einer klanglichen Identität, die sich in wilde, unerwartete Richtungen entwickeln kann. Mit ihrem zwölften Album ,Silver Bleeds the Black Sun_" stehen AFI erneut am Anfang eines mutigen neuen Kapitels, nur dass sie es diesmal geschafft haben, sich selbst zu überraschen. Wie kann eine Band, die dafür bekannt ist, sich ständig zu verändern, noch etwas Neues bieten? Mit ihrem zwölften Album ,Silver Bleeds the Black Sun_" stehen AFI nun erneut am Beginn eines mutigen neuen Kapitels, nur dass sie es diesmal sogar geschafft haben, sich selbst zu überraschen. Wie schafft es eine Band, die für kreative Umbrüche bekannt ist, immer wieder Wege zu finden, sich selbst aus ihrer Komfortzone herauszuziehen? Typischerweise begann die Band mit dem Schreiben eines Albums, indem sie sich sofort in das Schreiben stürzte und den kreativen Prozess einfach ihrer intuitiven musikalischen Sprache überließ. Für ,Silver Bleeds the Black Sun_" jedoch haben AFI sich bewusst dazu entschlossen, ihren kreativen Ansatz komplett zu ändern. Normalerweise beginnt die Band ein Album, indem sie sich sofort in das Schreiben stürzt und sich einfach von ihrer intuitiven musikalischen Sprache leiten lässt. Für ,Silver Bleeds the Black Sun_" haben AFI jedoch beschlossen, ihren kreativen Ansatz bewusst komplett zu ändern. Diesmal begann alles mit einer Frage: Wie könnten sie neue Wege beschreiten? Der Schlüssel zum Fortschritt lag letztendlich in der gemeinsamen Vergangenheit von AFI. ,Wir haben mit etwas angefangen, das nach Echo & the Bunnymen klang", erklärt Gitarrist Jade Puget, der das Album produziert und aufgenommen hat. ,Aber schließlich sind wir bei dieser Mischung aus Death Rock und Postpunk gelandet - all diese Einflüsse aus den 80ern und 90ern." ,Wir begannen mit etwas, das wie Echo & the Bunnymen klang", erklärt Gitarrist Jade Puget, der das Album produzierte und abmischte. ,Aber schließlich landeten wir bei dieser Mischung aus Death Rock und Postpunk - all diesen Einflüssen aus den späten 70ern und frühen 80ern, mit denen wir aufgewachsen sind, wie Sisters of Mercy, Bauhaus und Siouxsie and the Banshees." Das Ziel war es, ein Album mit einer einzigartigen Stimmung zu schaffen, etwas Verträumtes und Ätherisches, und die Bandmitglieder tauchten kopfüber in Einflüsse ein, die schon immer tief in der Musik von AFI verwurzelt waren, jetzt aber in den Vordergrund rückten. Silver Bleeds the Black Sun_ ist düster und jenseitig, aber auch grandios und würdevoll, bissig und schön zugleich - mit anderen Worten: Es ist sehr AFI, aber doch anders als alles, was man bisher von der Band gehört hat.
Seit mehr als drei Jahrzehnten befindet sich AFI in einem nahezu ständigen Prozess der Neuerfindung. Die Band hat es sich zum Ziel gesetzt, sich mit jedem Album weiterzuentwickeln - manchmal sogar dramatisch - und sich niemals zu sehr in einem Genre einzurichten oder sich auf ihren beeindruckenden Erfolgen auszuruhen. Dieser Ansatz hat ihr Publikum vergrößert, aber auch herausgefordert mit einer klanglichen Identität, die sich in wilde, unerwartete Richtungen entwickeln kann. Mit ihrem zwölften Album ,Silver Bleeds the Black Sun_" stehen AFI erneut am Anfang eines mutigen neuen Kapitels, nur dass sie es diesmal geschafft haben, sich selbst zu überraschen. Wie kann eine Band, die dafür bekannt ist, sich ständig zu verändern, noch etwas Neues bieten? Mit ihrem zwölften Album ,Silver Bleeds the Black Sun_" stehen AFI nun erneut am Beginn eines mutigen neuen Kapitels, nur dass sie es diesmal sogar geschafft haben, sich selbst zu überraschen. Wie schafft es eine Band, die für kreative Umbrüche bekannt ist, immer wieder Wege zu finden, sich selbst aus ihrer Komfortzone herauszuziehen? Typischerweise begann die Band mit dem Schreiben eines Albums, indem sie sich sofort in das Schreiben stürzte und den kreativen Prozess einfach ihrer intuitiven musikalischen Sprache überließ. Für ,Silver Bleeds the Black Sun_" jedoch haben AFI sich bewusst dazu entschlossen, ihren kreativen Ansatz komplett zu ändern. Normalerweise beginnt die Band ein Album, indem sie sich sofort in das Schreiben stürzt und sich einfach von ihrer intuitiven musikalischen Sprache leiten lässt. Für ,Silver Bleeds the Black Sun_" haben AFI jedoch beschlossen, ihren kreativen Ansatz bewusst komplett zu ändern. Diesmal begann alles mit einer Frage: Wie könnten sie neue Wege beschreiten? Der Schlüssel zum Fortschritt lag letztendlich in der gemeinsamen Vergangenheit von AFI. ,Wir haben mit etwas angefangen, das nach Echo & the Bunnymen klang", erklärt Gitarrist Jade Puget, der das Album produziert und aufgenommen hat. ,Aber schließlich sind wir bei dieser Mischung aus Death Rock und Postpunk gelandet - all diese Einflüsse aus den 80ern und 90ern." ,Wir begannen mit etwas, das wie Echo & the Bunnymen klang", erklärt Gitarrist Jade Puget, der das Album produzierte und abmischte. ,Aber schließlich landeten wir bei dieser Mischung aus Death Rock und Postpunk - all diesen Einflüssen aus den späten 70ern und frühen 80ern, mit denen wir aufgewachsen sind, wie Sisters of Mercy, Bauhaus und Siouxsie and the Banshees." Das Ziel war es, ein Album mit einer einzigartigen Stimmung zu schaffen, etwas Verträumtes und Ätherisches, und die Bandmitglieder tauchten kopfüber in Einflüsse ein, die schon immer tief in der Musik von AFI verwurzelt waren, jetzt aber in den Vordergrund rückten. Silver Bleeds the Black Sun_ ist düster und jenseitig, aber auch grandios und würdevoll, bissig und schön zugleich - mit anderen Worten: Es ist sehr AFI, aber doch anders als alles, was man bisher von der Band gehört hat.
Wenn Sie von Hillsborough, North Carolina, auf der 1-85 nach Norden fahren und die Ausfahrt zur 58 East nehmen, erreichen Sie in fünfzehn Minuten Diamond Grove, ein kleines, nicht eingemeindetes Gebiet im Brunswick County, Virginia, am Meherrin River. Für die meisten Besucher gibt es dort nicht viel zu sehen - für Lebensmittel müssen Sie nach Lawrenceville und für Baumaterial nach South Hill fahren. Doch versteckt in diesem Fleckchen Virginia-Piedmont liegen die Überreste einer Milchfarm aus den 1740er Jahren, deren Haupthaus ein wunderschönes altes Gebäude mit zwei Etagen ist, das noch immer mit Seilbetten und allem Drum und Dran ausgestattet ist. Wenn man heute dorthin fährt, hört man in der Ferne Geräusche von jemandem, der in den vermieteten Nebengebäuden Sojabohnen und Baumwolle verarbeitet, von landwirtschaftlichen Reifen, die über Schotterstraßen knirschen, von quakenden Fröschen und von singenden Meisen: chick-a-dee, chick-a-dee. Aber wenn Sie zufällig im September 2023 vorbeigekommen sind, konnten Sie vielleicht Fiddle-Melodien hören, die von den Kiefern widerhallen, BBS-Geräusche in leeren Räumen und die Klänge von Weirs, die ihr zweites Album und ihr Debüt bei Dear Life Records aufnahmen: Diamond Grove. Weirs ist ein experimentelles Kollektiv, das aus der Musikszene im Zentrum von North Carolina hervorgegangen ist und zu gleichen Teilen aus Oldtime-Folk und DIY-Noise besteht. Die Auftritte von Weirs sind hierarchielos und umfassen zwischen zwei und zwölf Personen. Im September 2023 reisten neun von ihnen die US-58 hinauf, um sich im Wohn- und Esszimmer des Hauptgebäudes einer Milchfarm einzufinden, die noch immer im Besitz der Familie des Bandmitglieds und Organisators Oliver Child-Lanning ist, deren Verwandte seit Jahrhunderten dort leben. Die Besetzung von Weirs - weder endgültig noch besonders wertvoll - umfasst Child-Lanning, Justin Morris und Libby Rodenbough (seine Mitstreiter bei Sluice); Evan Morgan, Courtney Werner und Mike DeVito von Magic Tuber Stringband; sowie die treuen Andy McLeod, Alli Rogers und Oriana Messer, die bis tief in die Spätsommernächte spielten. Das Ergebnis sind die neun Tracks von Diamond Grove, aufgenommen mit einer provisorischen Signalkette, die aus geliehenem Equipment der gesamten Community zusammengestellt wurde. Das Weirs-Projekt begann als Tape-Experimente mit traditionellen Melodien, die Child-Lanning im Winter 2019 unter dem Namen Pluviöse aufgenommen hatte. Daraus entstand das erste Weirs-Album Prepare to Meet God, das im Juli 2020 in Eigenregie veröffentlicht wurde und eine Zusammenarbeit zwischen Child-Lanning und Morris während der COVID-Pandemie war. Die seltsamen Umstände dieses Debüts - eine gemeinschaftliche Tradition von Live-Songs, die isoliert voneinander aufgenommen wurden - werden durch Diamond Grove aufgehoben, ein Album, das in der unwiederholbaren Konvergenz von Menschen, Ort und Zeit verwurzelt ist. Auf dem neuen Album setzen Weirs ihre Suche nach dem besten Weg fort, sogenannte ,traditionelle" Musik weiterzuentwickeln, zu bewahren und zu befreien. Sie sind Songfänger, die Melodien sammeln, die kurz vor dem Vergessen stehen. Ihr wildes, Jahrhunderte umspannendes Repertoire klingt wie eine avantgardistische Jam-Session - eine Art Real Book für eine Szene, die sich mit Porch Jams, Big Blood, Amps for Christ und Jean Ritchie auskennt. Weirs fangen Songs ein, deren Interpretationskanon noch offen genug ist, um neben denen zu stehen, die sie zuvor gesungen haben, aber niemals über ihnen. Dies sind keine Versuche, definitive Versionen zu schaffen. Die Aufnahmen auf Diamond Grove fühlen sich eher wie Besuche als wie Überarbeitungen an. Und die Frage, die Weirs auf diesem Album stellen, ist nicht, wie sie einfach die Tradition ihrer Vorfahren fortsetzen können, sondern wie traditionelle Musik heute klingen könnte. Für Weirs könnte die Geschichte dieser Tradition weniger aus dem Folk-Revival stammen als aus der Musique concrète, weniger aus makellosen alten Meisteraufnahmen als aus etwas wie The Shadow Ring, wenn diese aus dem evangelikalen Süden kämen. Wenn man ,(A Still, Small Voice)" hört, spürt man, wie die Kraft der Hymne etwas Gleichwertigem weicht: den Dielen, dem Knistern des Feuers, dem Zubereiten und Essen von Mahlzeiten. Diese Spannung zwischen Bewahrung und Verfall ist das innere Leuchten von Diamond Grove. Nehmen wir ,Doxology l": Die Melodie von ,Old Hundred", einer Hymne aus der Sacred-Harp-Tradition, wird in MIDI umgewandelt, über iPhone-Lautsprecher abgespielt und in der Septemberluft neu aufgenommen. Für manche Revivalisten mag diese Hymne, gesungen mit der ganzen Pracht gefälschter Auto-Tune-Stimmen, blasphemisch klingen. Aber Ohren, die beispielsweise auf die Hyperpop-Produktionen der letzten Jahrzehnte eingestellt sind, werden sofort die spannungsgeladene Schönheit des digital verfremdeten Shape-Note-Gesangs verstehen. Dieselbe Spannung belebt ,l Want to Die Easy". Weirs' Version basiert auf der Aufnahme von A Golden Ring of Gospel, die in der Folkways-Sammlung Sharon Mountain Harmony verewigt ist. Die Melodien, Texte und Strukturen sind weitgehend unverändert geblieben. Aber die ,reine" Klarheit der Stimmen der frühen Aufnahme ist verschwunden. An ihre Stelle tritt der distanzierte Klang des Silos der Milchfarm, in dem Weirs ihre Version aufgenommen hat, dessen natürlicher Nachhall von zwei Sekunden die ursprüngliche Nähe ersetzt. Auf diese Weise wird der Klang des Aufnahmeortes selbst zu einem Teil der traditionellen Darbietung. Das Herzstück von Diamond Grove ist Weirs' Interpretation von ,Lord Bateman", einer Melodie, die Jean Ritchie als ,große Ballade" bezeichnete: Sie wurde gespielt, wenn die Arbeit getan war und der Tanzabend zu Ende war. Es ist ein Lied aus dem 18. Jahrhundert - so alt wie die Diamond Grove Farm - über einen gefangenen Abenteurer, der laut Nic Jones den Geist eines Errol-Flynn-Films verkörpert. Wie viele großartige und oft a cappella gesungene Interpretationen steht auch bei diesem ,Lord Bateman" die Stimme im Vordergrund und unterstreicht die Bedeutung des Geschichtenerzählens für das Zusammenkommen der Kinder. Neu ist hier der immense Bordun, der die Erzählung in ein unaufhörliches Gewebe elementarer Kräfte verwandelt. Es ist ein verschwommenes Murmeln kollektiver Saiten, das den Kanon von Ritchie und June Tabor ebenso bereichert wie Pelt's Ayahuasca oder Henry Flynt's Hillbilly Tape Music. Obwohl Diamond Grove nicht explizit von der alten Milchfarm handelt, auf der es aufgenommen wurde, kann es nicht umhin, ihr zu ähneln. Alte englische Balladen wie ,Lord Bateman" und ,Lord Randall" ergießen sich über Felder, die einst von der britischen Krone ,vergeben" wurden. Tragische Lieder wie ,Edward" taumeln über Tuscarora-Pfade und Baumwollfelder nach dem Bürgerkrieg. Hymnen wie ,Everlasting l" und ,Everlasting Il" fangen das Mondlicht ein, das seit Lord Bacons Rebellion durch doppelt gehängte Fenster fällt. Und die Nachtvögel trillern noch immer, und die Pflüge pflügen noch immer eine unkomponierte Musik, die darauf wartet, von zufälligen Ohren entdeckt zu werden. Diamond Grove ist in dieser Hinsicht Geschichte. Es ist ein Ort. Es ist Zeit. Es ist das Einfangen von Liedern, Lebendigkeit, Tonbandmanipulation. Wie der niedrige Damm, den das Wort ,Weir" andeutet, ist es eine Verteidigung gegen die Strömung. Es ist eine Verteidigung regionaler Lexika gegen massenproduzierte Umgangssprachen; eine Verteidigung gegen den Glauben, dass wir einfach zu einer einfacheren Zeit zurückkehren können; eine Verteidigung gegen die Vorstellung, dass Volksmusik ,rein" bleiben muss; eine Verteidigung gegen die Behauptung, dass ein Traum von der Zukunft, der in verlorenen Geschichten schlummert, unwiederbringlich verloren ist. Gegen all das verteidigt Diamond Grove traditionelle Musik, indem es sie so klingen lässt, wie die Komplexität der heutigen Zeit - weil es weiß, dass solche Musik und all die Geschichten, die in ihr stecken, auch in Zukunft eine Rolle spielen werden.
Nun also „Jesper Munk - best of … live“ und das auch noch auf seinem eigenen, soeben gegründeten Label JUNK Records. Ein imposanter Streifzug durch all seine Schaffensperioden. Eine Handreichung an die Fans der ersten Stunde, Zeitdokument, Resümee, Reset, Tabula rasa, Klammer zu… Jesper hat sich also mit seinem Frühwerk versöhnt, sich wieder herangetraut an jene Songs, die ihm im Nachgang auch viel Ungemach bescherten.
Die alternativen Brit-Pop-Punker Ash veröffentlichen ihr neuntes Studioalbum "Ad Astra" über Fierce Panda Records. Mit elf brandneuen Tracks, darunter die hervorragende Lead-Single "Give Me Back My World" und ihre mitreißende Interpretation des Harry Belafonte/"Beetlejuice"-Klassikers "Jump In The Line", ist auf ,Ad Astra" auch noch Blur-Gitarrist Graham Coxon auf zwei besonders kecken Songs zu hören, die die ewigen Power-Pop-Könige in besonders raketenartiger Form zeigen. "Ad Astra" folgt recht dicht auf "Race The Night" aus dem Jahr 2023 (das Album der Band mit der höchsten Platzierung in den britischen Charts seit 20 Jahren) und erscheint zwei Jahre und einen Monat später - und das ist kein Zufall. Als Band, die für Live-Musik lebt, schwor sich Ash, dass die durch die Pandemie verursachte fünfjährige Pause zwischen dem Alben "Islands" (2018) und "Race The Night" nie wieder vorkommen würde. Ash greifen auch 2025 noch nach den Sternen des Indieversums! Erhältlich als Gatefold-Jacket-Edition "Rocket Silver" LP, limitierte Spine-Sleeve-Edition "Transparent Martian Red" LP (Indie-Handel exklusiv) und Digi-Sleeve-CD (mit bedruckter Innenhülle bzw. Text-Booklet).
Die alternativen Brit-Pop-Punker Ash veröffentlichen ihr neuntes Studioalbum "Ad Astra" über Fierce Panda Records. Mit elf brandneuen Tracks, darunter die hervorragende Lead-Single "Give Me Back My World" und ihre mitreißende Interpretation des Harry Belafonte/"Beetlejuice"-Klassikers "Jump In The Line", ist auf ,Ad Astra" auch noch Blur-Gitarrist Graham Coxon auf zwei besonders kecken Songs zu hören, die die ewigen Power-Pop-Könige in besonders raketenartiger Form zeigen. "Ad Astra" folgt recht dicht auf "Race The Night" aus dem Jahr 2023 (das Album der Band mit der höchsten Platzierung in den britischen Charts seit 20 Jahren) und erscheint zwei Jahre und einen Monat später - und das ist kein Zufall. Als Band, die für Live-Musik lebt, schwor sich Ash, dass die durch die Pandemie verursachte fünfjährige Pause zwischen dem Alben "Islands" (2018) und "Race The Night" nie wieder vorkommen würde. Ash greifen auch 2025 noch nach den Sternen des Indieversums! Erhältlich als Gatefold-Jacket-Edition "Rocket Silver" LP, limitierte Spine-Sleeve-Edition "Transparent Martian Red" LP und Digi-Sleeve-CD (mit bedruckter Innenhülle bzw. Text-Booklet).
Splatter Vinyl, Bedruckte Innenhüllen, Download Code Limitiert auf 500 Exemplare Da sind sie wieder. Was zuvor geschah: Christian Lindner wurde durch WAUMIAU und ihrem Song "Lindner Jugend" in den politischen Ruhestand geschickt, aber sonst ist die Welt in den letzten zwei Jahren nicht besser geworden. Also starten WAUMIAU mit ihrem neuen Album GOOD VIBES ONLY einen neuen Versuch, die Arschlöcher der Welt zu stopfen. Denn Bad Vibes gibt es dank Elon Musk, Superreiche, Faschos, Karneval und allgemeine Personenkontrolle viel zu viel. GOOD VIBES ONLY wird die Welt wahrscheinlich nicht verändern, aber auch nicht schlimmer machen - und damit leisten die 12 Songs schonmal mehr als die oberen 10 % unserer Welt. Es darf wieder ausgekotzt werden. WAUMIAU hauen immer noch Parolen raus, sind immer noch dagegen, servieren immer noch mit Sample-Schnipsel und sind eigentlich immer noch nur ein kleines Nebenprojekt ohne große Zukunft. Was dabei rauskommen soll? GOOD VIBES ONLY.
Mit ihrem achten Studioalbum ,Feed The Fire" schlagen Pigeons Playing Ping Pong ein triumphales neues Kapitel auf. Aufbauend auf ihrer charakteristischen Mischung aus Funk, Rock und Jam treibt die Band mit einfallsreichen Arrangements, einzigartigen Taktarten und einer sich ständig erweiternden Klangpalette ihren Stil weiter voran. Die 12 Tracks von PPPP wagen sich in unbekanntes Terrain vor, bleiben dabei aber dem improvisatorischen Geist und den funkigen Wurzeln treu, die ihren Sound seit über 15 Jahren prägen. ,Feed The Fire ist die perfekte Metapher für unser unerschütterliches Bekenntnis, uns weiterzuentwickeln", sagt Frontmann Greg Ormont. ,Wir treiben uns ständig dazu an, als Musiker, Songwriter und als Band zu wachsen. Musik zu machen fühlt sich an wie etwas, wozu wir geboren wurden, und deshalb bleiben wir entschlossen, diese kreative Flamme auf jedem Schritt des Weges zu schüren. Dieses Album fängt diese inspirierende Reise ein, auf der wir sowohl auf als auch abseits der Bühne unser Bestes geben."
,Push pull/ Side to side/ This way/ That way/ Can't decide/ Pressure! Pushing in/ Flattened me out from end to end", singt Blair Tramel in ,Worldwide", dem Titelsong aus dem neuen Album von Snooper. Der Song fängt die schwindelerregende Stimmung der Band während ihres rasanten Aufstiegs vom DIY-Circuit in Nashville zu weltweiten Tourneen und Bekanntheit in den entlegensten Ecken der Untergrund-Musikszene ein. Aber obwohl die Band den Druck spürte - der Song ist teilweise von YouTube-Videos über hydraulische Pressen inspiriert -, waren alle Herausforderungen eine Chance für Veränderung. ,Worldwide" ist ein Leitbild für das Album, nicht nur thematisch, sondern auch ästhetisch, und zeigt Snoopers stilistische Experimentierfreudigkeit. Neu inspiriert von elektronischer Musik, ist der Rhythmus von ,Worldwide" unerbittlich und mechanisch - er fängt das rasende Tempo ein, in dem Snoopers Leben verlief, lässt aber durch Tramels Schreie und Connor Cummins' dreckigen Gitarrenbreaks. ,Worldwide" führt uns in das nächste Kapitel von Snooper ein - persönlicher, kathartischer, schärfer, mutiger, eingängiger. ,Es gibt einen Sweet Spot", sagt Tramel über die Entwicklung, die sich aus Snoopers turbulenter Erfahrung in den letzten Jahren ergeben hat. ,Für einen Moment schaffen Push und Pull diesen wunderschönen Tanz."
,Push pull/ Side to side/ This way/ That way/ Can't decide/ Pressure! Pushing in/ Flattened me out from end to end", singt Blair Tramel in ,Worldwide", dem Titelsong aus dem neuen Album von Snooper. Der Song fängt die schwindelerregende Stimmung der Band während ihres rasanten Aufstiegs vom DIY-Circuit in Nashville zu weltweiten Tourneen und Bekanntheit in den entlegensten Ecken der Untergrund-Musikszene ein. Aber obwohl die Band den Druck spürte - der Song ist teilweise von YouTube-Videos über hydraulische Pressen inspiriert -, waren alle Herausforderungen eine Chance für Veränderung. ,Worldwide" ist ein Leitbild für das Album, nicht nur thematisch, sondern auch ästhetisch, und zeigt Snoopers stilistische Experimentierfreudigkeit. Neu inspiriert von elektronischer Musik, ist der Rhythmus von ,Worldwide" unerbittlich und mechanisch - er fängt das rasende Tempo ein, in dem Snoopers Leben verlief, lässt aber durch Tramels Schreie und Connor Cummins' dreckigen Gitarrenbreaks. ,Worldwide" führt uns in das nächste Kapitel von Snooper ein - persönlicher, kathartischer, schärfer, mutiger, eingängiger. ,Es gibt einen Sweet Spot", sagt Tramel über die Entwicklung, die sich aus Snoopers turbulenter Erfahrung in den letzten Jahren ergeben hat. ,Für einen Moment schaffen Push und Pull diesen wunderschönen Tanz."
Chris Hontos und Aaron Anderson sind sowohl als Nuke Watch als auch als ihre auf Samples basierenden Cousins Beat Detectives tätig. Die Detectives sind das, was The Beatnuts unter dem Einfluss einer experimentellen dissoziativen Droge produzieren würden, während Nuke Watch eine freie Improvisationsband ist, die keinen Grund sieht, zu quietschen, und an Vergnügen glaubt. Das neue Album von Nuke Watch, "Grave New World", ist ihr zehntes seit Beginn des Projekts im Jahr 2020. Diese Musik taucht ein, kollidiert und quillt aus einer Tasche heraus, der Sound einer elektrischen Welt, die sich selbst mulcht. Modulare Synthesizer breiten sich wie Cordyceps in Räumen voller Bass, Saxophon und Handtrommeln aus und hinterlassen einen neuen, verseuchten Raum: leuchtend, sicher und verrückt. Diese Musik wurde mit Instrumenten gespielt, ein Großteil davon komplett live. Die meisten Tracks sind Aufnahmen von Hontos und Anderson mit ein oder zwei weiteren Musikern, es handelt sich also größtenteils um Trio-Aufnahmen. Man ist versucht, Grave New World als Fusion zu bezeichnen, aber das trifft es nicht ganz. Otto Willbergs Bassspiel ist so versiert, dass es Giganten wie Percy Jones und Jaco heraufbeschwört, und Leonard King nähert sich dem Bass ein wenig wie jemand aus Felas Africa 70. Die drei verarbeiteten Blasinstrumente - Zack Stafford an der verarbeiteten Flöte, Christopher Farstad am MIDI-Blasinstrument und Cole Pulice am verarbeiteten Saxophon - bringen die Musik in die Nähe des Jazz, obwohl keine der Kompositionen der Band wirklich nach Jazz klingt. Outtakes aus der Star Wars Foley-Datenbank? Eine berührungsempfindliche Multimedia-Gewächshausausstellung, die von einer Kindergartengruppe übernommen wurde? Eine Zoom-Session mit Latenzproblemen, verursacht durch Musiker auf fünf verschiedenen Kontinenten? "Grave New World" könnte man als Weltmusik bezeichnen, in dem Sinne, dass, wenn man die Welt zu einem Trichter zusammenfalten, schütteln und alle auf einen Teller voller Menschen rutschen lassen würde, mit denen sie nicht aufgewachsen sind, sie am Ende vielleicht genau das hier produzieren würden. - Sasha Frere-Jones, 2025
John Carpenters Soundtracks für die jüngste Halloween-Trilogie, die er zusammen mit seinen langjährigen Mitarbeitern Cody Carpenter und Daniel Davies komponierte, markierten die Rückkehr des legendären Regisseurs und Komponisten zur Filmmusik nach fast zwei Jahrzehnten Pause. Halloween (2018), Halloween Kills (2021) und Halloween Ends (2022) wurden alle von David Gordon Green inszeniert, der Carpenter bereits früh in die Vorproduktion einbezog und ihn schließlich als ausführenden Produzenten und Soundtrack-Komponisten für die Trilogie engagierte. Nun werden erstmals erweiterte Ausgaben aller drei Soundtracks in einer Deluxe-Box von Carpenters langjährigem Label Sacred Bones Records veröffentlicht. Beim Anhören der aktuellen Halloween-Soundtracks fällt als Erstes der Teamgeist des Komponisten-Trios auf. Der mittlerweile berühmte Part mit der gestrichenen Gitarre in ,The Shape Hunts Allyson" aus Halloween wird, wie alle Gitarrenparts in der Trilogie, von Daniel Davies gespielt. John bezeichnet Daniel als den ,Abenteurer" der Gruppe und schreibt ihm zu, Sounds eingeführt zu haben, an die er selbst nie gedacht hätte. Cody, den sein Vater als ,musikalisches Genie" bezeichnet, ist eine ebenso wichtige Präsenz. Es ist seine ruhige, methodische Hand, die den Ideen, die entstehen, wenn diese drei zusammenkommen, Gestalt verleiht. Die Filmmusik für die neuen Filme mag sich um bekannte Themen drehen, aber sie ist auch klanglich viel vielfältiger und musikalisch gewagter als alles, was John 1978, als er den Originalfilm ,Halloween" komponierte, hätte schaffen können. Zusätzlich zu den einzelnen erweiterten Veröffentlichungen wird die ,Halloween Expanded Trilogy" als Teil eines limitierten Deluxe-Boxsets im 6xLP- und 3xCD-Format erhältlich sein. Diese Editionen enthalten exklusive neue Verpackungen und Artworks von Chris Bilheimer sowie ausführliche Liner Notes des Musikkritikers Brad Sanders, darunter exklusive Interviews mit John Carpenter und Regisseur David Gordon Green. Beide Box-Sets enthalten außerdem drei Sammlerposter von Creepy Duck, ein exklusives Posterdesign von Chris Bilheimer und ein luxuriöses Lentikular-Cover, das das Artwork zum Leben erweckt. Die erweiterte Version von ,Halloween Kills" enthält 25 unveröffentlichte Musikstücke, während ,Halloween Ends" 10 neue Tracks hinzufügt und ,Halloween" ein komplett neues Artwork und eine neue Verpackung von Chris Bilheimer erhält. Für John-Carpenter-Sammler, Halloween-Komplettisten und alle Fans großartiger Filmmusik ist die ,Halloween Expanded Trilogy" ein unverzichtbares, wegweisendes Release.
,Watercress" beginnt mit einem coolen, klaren Gitarrenriff. Die Stimmung hat sich gegenüber dem letzten Mal, als wir von S. Carey gehört haben, deutlich verändert. In ,Break Me Open" aus dem Jahr 2022 war er noch schwer besorgt - niedergeschlagen und reumütig nach einer großen verlorenen Liebe. ,Watercress" hingegen beginnt mit dem Klang hart erkämpfter Hoffnung. Tatsächlich wächst Brunnenkresse nur in klarem, seichtem Wasser. Und genau an diese Orte kehrt Sean Carey immer wieder zurück - um zu fischen, nachzudenken und zu wachsen. Die Jahreszeiten sind vergangen und er hat Zeit damit verbracht, im Wasser zu heilen, fließend und still. Die Teile wurden gesammelt und wieder zusammengesetzt. Natürlich wird die Musik von S. Carey immer etwas Wehmütiges haben. Aber hier ist es die Wehmut eines hellen, klaren Oktobermorgens. Diese gitarrenlastigen Songs sind in vielerlei Hinsicht eine Fortsetzung des beliebten Albums ,Hundred Acres" aus dem Jahr 2018. Die Gitarren geben den Takt vor. Das Schlagzeug ist das Rückgrat. Und Seans Stimme erzählt die Geschichte. Das klingt nach einem einfachen Rezept, aber es steckt mehr Nuance dahinter als bei einer Hochseilnummer. Aufgenommen im Hive in Eau Claire von Zach Hanson und Brian Joseph aufgenommen, mit der üblichen Besetzung, die bei Bedarf für Instrumentierung und Co-Composition sorgt, sowie den Gastsängerinnen Gia Margaret und Hannah Hebl, die sich wunderbar in das Gesamtgefüge einfügen und einen Sound schaffen, der vertraut und fast nostalgisch klingt - aber auch glänzend und neu. Sean Carey ist seit über fünfzehn Jahren ein wichtiges Mitglied von Bon Iver. Beginnend mit ,All We Grow" aus dem Jahr 2010 sind seine vier Alben und einige epische EPs auf offensichtliche und subtile Weise naturalistische Erkundungen der Landschaften des Herzens und der realen Welt, jede einzelne mit der Geduld eines echten Fischers und dem Scharfsinn eines Folk-Jazz-Phänomens.
END[GER] Die Band Wednesday aus Asheville, North Carolina errichtet im Laufe der zehn Songs von "Rat Saw God" einen Schrein voller aufregender Details: Halb lustige, halb tragische Botschaften aus den Südstaaten, die sich klanglich irgendwo zwischen dem wimmernden Skuzz von Neunzigerjahre-Shoegaze und klassischem Country-Twang entfalten - mit verzerrter Pedal Steel und Frontfrau Karly Hartzman, die mit ihrer Stimme, den Lärm durchschneidet. Ein Song von Wednesday ist wie ein Quilt. Eine Kurzgeschichtensammlung, eine verschwommene Erinnerung, ein Flickenteppich aus Porträts des amerikanischen Südens, der disparate Momente einfängt und als Ganzes doch irgendwie einen Sinn ergibt. Karly Hartzman, die Songschreiberin, Sängerin, Gitarristin und Leiterin der Band, ist eine Geschichtensammlerin als auch eine Geschichtenerzählerin: Eine aufmerksame Beobachterin von Menschen und witzigen Bemerkungen. "Rat Saw God", das neue und beste Album des Quintetts aus Asheville, ist ekphrastisch, aber ebenso autobiografisch und vor allem sehr einfühlsam. Es wurde in den Monaten unmittelbar nach der Fertigstellung von dem zweiten Album der Band, "Twin Plagues", geschrieben und innerhalb einer Woche im Drop Of Sun Studio in Asheville aufgenommen. Die Songs auf "Rat Saw God" erzählen keine Epen, sondern das Alltägliche. Sie sind lebensnah, erzählen vom wahren Leben, sie sind verschwommen und chaotisch und seltsam zugleich - was Hartzmans eigenem Ethos entspricht: "Everyone's story is worthy. Literally every life story is worth writing down, because people are so fascinating." A Wednesday song is a quilt. A short story collection, a half-memory, a patchwork of portraits of the American south, disparate moments that somehow make sense as a whole. Karly Hartzman, the songwriter/ vocalist/guitarist at the helm of the project, is a story collector as much as she is a storyteller: a scholar of people and one-liners. Rat Saw God, the Asheville quintet's new and best record, is ekphrastic but autobiographical and above all, deeply empathetic. Across the album's ten tracks Hartzman, guitarist MJ Lenderman, bassist Margo Shultz, drummer Alan Miller, and lap/pedal steel player Xandy Chelmis build a shrine to minutiae. Half-funny, half-tragic dispatches from North Carolina unfurling somewhere between the wailing skuzz of Nineties shoegaze and classic country twang, that distorted lap steel and Hartzman's voice slicing through the din. Rat Saw God is an album about riding a bike down a suburban stretch in Greensboro while listening to My Bloody Valentine for the first time on an iPod Nano, past a creek that runs through the neighborhood riddled with broken glass bottles and condoms, a front yard filled with broken and rusted car parts, a lonely and dilapidated house reclaimed by kudzu. Four Lokos and rodeo clowns and a kid who burns down a corn field. Roadside monuments, church marquees, poppers and vodka in a plastic water bottle, the shit you get away with at Jewish summer camp, strange sentimental family heirlooms at the thrift stores. The way the South hums alive all night in the summers and into fall, the sound of high school football games, the halo effect from the lights polluting the darkness. It's not really bright enough to see in front of you, but in that stretch of inky void - somehow - you see everything. The songs on Rat Saw God don't recount epics, just the everyday. They're true, they're real life, blurry and chaotic and strange - which is in-line with Hartzman's own ethos: "Everyone's story is worthy," she says, plainly. "Literally every life story is worth writing down, because people are so fascinating." But the thing about Rat Saw God - and about any Wednesday song, really - is you don't necessarily even need all the references to get it, the weirdly specific elation of a song that really hits. Yeah, it's all in the details - how fucked up you got or get, how you break a heart, how you fall in love, how you make yourself and others feel seen - but it's mostly the way those tiny moments add up into a song or album or a person.
Supergrass kündigen die 20-Jahre-Jubiläumsausgabe von „Road to Rouen“ an, ihrem fünften Studioalbum,
das ursprünglich am 15. August 2005 erschien und Platz 9 der britischen Top 10 erreichte. Der Titel
bezieht sich sowohl auf die französische Stadt, in der es aufgenommen wurde, als auch auf das 1978er
Album „Road to Ruin“ der Ramones. Dieses Album markierte eine nachdenklichere Phase für die Band
und enthielt längere, orchestralere Kompositionen.
Es erntete viel Lob von Kritikern und erhielt 4- und 5-Sterne-Rezensionen von Publikationen wie The
Guardian, Mojo und Uncut. Das Album enthält die Singles „Low C“, „Fin“ und den Fan-Favoriten „St
Petersburg“, einen fesselnden und wunderschönen Track mit einem Hauch von John Lennons Einfluss. Es
ist wohl ihr persönlichstes Album und markierte eine Abkehr vom typischen, optimistischen Sound von
Supergrass. Diese neue, sanfte und introspektive Ausrichtung machte das gesamte Album zu einem Erfolg
bei den Kritikern. Zur Feier des 20-jährigen Jubiläums veröffentlichen wir eine erweiterte Neuauflage von
„Road to Rouen“ mit bisher unveröffentlichten Live- und Studioaufnahmen. Das Album wurde für 2025
komplett neu gemastert. Es erscheint am 3. Oktober als Gatefold-Doppelalbum in Petrol und Forest Green
mit bedruckten Innenhüllen und als Doppel-CD-Digisleeve, beide Formate mit einem 16-seitigen Booklet
mit Linernotes von Mark Radcliffe.
Mitreißende kubanische Rhythmen treffen auf zeitlose Weihnachtsklassiker
„Cuban Christmas ist ein Fest der Kulturen, des Miteinanders und der Musik, die die Weihnachtszeit so
magisch machen“, sagt Sarah Willis, Hornistin der Berliner Philharmoniker. Gemeinsam mit ihrem kubanischen Ensemble, der Sarahbanda, lädt sie mit diesem Album zu einem ganz besonderen Weihnachtsfest ein!
Die farbenfrohe, mitreißende Energie der kubanischen Musik trifft dabei auf zeitlose Weihnachtsklassiker
wie We wish you a Merry Christmas, Feliz Navidad u.a. - einige davon mit Gesang von Carlos Calunga,
bekannt durch den legendären Buena Vista Social Club. Zu hören ist ein fröhlicher Mix aus Klassikern
wie Jingle Bells und Stille Nacht, alle durchdrungen vom unwiderstehlichen Groove von Salsa, Mambo,
Bolero und Son. Auch Tchaikowskys Nussknacker-Suite und Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 3
erklingen voller kubanischem Flair. Ein beschwingtes Weihnachtsfest mit Tanz um den Weihnachtsbaum
ist garantiert!
Die verschollenen Originalaufnahmen des zweiten Cradle Of Filth-Albums erblicken endlich das Tageslicht! Aufgenommen 1995 im Original Line Up, welches auch das wegweisende Debüt »The Principle of Evil Made Flesh« einspielte, wurde diese Version aufgrund von Besetzungswechseln vor Veröffentlichung zurückgezogen.
Das neue Band-Lineup spielte dann das Album erneut ein, welches offiziell released wurde. Nun endlich nach 21 Jahren erscheinen die Original Aufnahmen plus zwei Bonustracks auf dem wiederbelebten britischen Extreme Metal Label Cacophonous.
»The Original Sin« bietet rohen, ungezähmten britischen Underground-Black Metal in seiner Urform.