Gilla Band are happy to announce their brand new album ‘Pugnello’ released on the 25th September 2026 on Rough Trade Records. The album was recorded from 2022 - 2026 across three studios, Hellfire, Yellow Door Music Studio, & Sonic Studios in Dublin, the album was produced by Gilla Band & it was recorded and mixed by Daniel Fox.
Gilla Band never know where they’re going next. For over ten years now, the Dublin quartet (vocalist Dara Kiely, guitarist Alan Duggan Borges, bassist Daniel Fox, and drummer Adam Faulkner) have been redefining what you could loosely call “rock music” in the 21st century, influencing a wide swath of similarly forward-thinking guitar acts along the way. Across 2015’s Holding Hands With Jamie, 2019’s The Talkies, and 2022’s Most Normal, the band perfected a vision that wasn’t quite post-punk, wasn’t quite noise-rock, wasn’t quite anything besides an idiosyncratic, ground-breaking hybrid that could only come from the four of them.
In the four years since Most Normal, each member embarked on other artistic endeavors. Kiely fostered a newfound love of painting, Faulkner played drums for Lankum on the road, Fox became an increasingly in-demand producer guiding ascendant acts like Sprints, Lambrini Girls, and Mandy, Indiana, while Duggan Borges launched his solo project the Null Club with collaborations featuring Mandy, Indiana’s Valentine Caulfield, the Horrors’ Faris Badwan, Miss Grit, and Brooklyn MC Elucid. All their extracurricular activity existed in parallel with the exploratory route towards Pugnello, but also informed the band as they reconvened to crystallize the album’s vision.
Gilla Band are happy to announce their brand new album ‘Pugnello’ released on the 25th September 2026 on Rough Trade Records. The album was recorded from 2022 - 2026 across three studios, Hellfire, Yellow Door Music Studio, & Sonic Studios in Dublin, the album was produced by Gilla Band & it was recorded and mixed by Daniel Fox.
Gilla Band never know where they’re going next. For over ten years now, the Dublin quartet (vocalist Dara Kiely, guitarist Alan Duggan Borges, bassist Daniel Fox, and drummer Adam Faulkner) have been redefining what you could loosely call “rock music” in the 21st century, influencing a wide swath of similarly forward-thinking guitar acts along the way. Across 2015’s Holding Hands With Jamie, 2019’s The Talkies, and 2022’s Most Normal, the band perfected a vision that wasn’t quite post-punk, wasn’t quite noise-rock, wasn’t quite anything besides an idiosyncratic, ground-breaking hybrid that could only come from the four of them.
In the four years since Most Normal, each member embarked on other artistic endeavors. Kiely fostered a newfound love of painting, Faulkner played drums for Lankum on the road, Fox became an increasingly in-demand producer guiding ascendant acts like Sprints, Lambrini Girls, and Mandy, Indiana, while Duggan Borges launched his solo project the Null Club with collaborations featuring Mandy, Indiana’s Valentine Caulfield, the Horrors’ Faris Badwan, Miss Grit, and Brooklyn MC Elucid. All their extracurricular activity existed in parallel with the exploratory route towards Pugnello, but also informed the band as they reconvened to crystallize the album’s vision.
,Independent" ist das 1996 erschienene Album der New Yorker Hardcore-Band Maximum Penalty und gilt als eines ihrer wichtigsten Werke. Die Band verband darauf klassischen New York Hardcore mit melodischen Elementen, Groove und dem markanten Gesang von Jimmy Williams, wodurch sie sich deutlich von vielen Zeitgenossen abhob. Zum 30-jährigen Jubiläum erscheint das Album erstmals auf Vinyl. Die Neuauflage würdigt den anhaltenden Einfluss von Maximum Penalty auf die Hardcore-Szene, der zuletzt durch die Unterstützung von Bands wie Turnstile und das Cover von End It neu sichtbar wurde. Für viele Fans gilt ,Independent" als ein Schlüsselmoment in der Geschichte des melodischen New York Hardcore.
,Teranga", das letzte Album der Wau Wau Collectif-Trilogie - dieser verträumten, kulturübergreifenden Zusammenarbeit -, zeigt, wie die Band endlich zu einer Einheit zusammenwächst. Der Name leitet sich vom Wolof-Wort ,Teranga" ab, das für Herzlichkeit, Gastfreundschaft gegenüber anderen und - ganz allgemein - für ein gemeinsames Zusammentreffen steht - ein passender Titel für das Album, das selbst Ausdruck einer solchen Begegnung ist. Das Projekt begann 2018 im Dorf Toubab Dialaw, wo die beiden Musiker Arouna Kane und Karl-Jonas Winquist die Idee erstmals hatten. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Projekt weiter: Die beiden Produzenten tauschten über WhatsApp Dateien aus und bezogen ihr Netzwerk aus Freunden und Kollegen in das ein, was später zum Wau Wau Collectif werden sollte - was schließlich in ihren ersten Alben ,Yaral Sa Doom" (2021) und ,Mariage" (2022) gipfelte. Ihr neuestes Album, ,Teranga", ist der dritte und letzte Teil dieser Trilogie, der während der ersten Live-Tour der Band fertiggestellt und abgemischt wurde - eine fünfwöchige, weitreichende Reise quer durch Europa mit ,drei Schweden, drei Senegalesinnen und einem französischen Fahrer, ein herrliches Sprachengewirr", wie Karl-Jonas erklärt. Das Herzstück von Wau Wau Collectif ist ein starkes musikalisches Fundament, das nicht nur auf dem breiten kulturellen Spektrum beruht, aus dem sich das Kollektiv inspirieren lässt, sondern auch auf den äußerst talentierten Musikern - komponiert und eingespielt von sage und schreibe 26 verschiedenen Songwritern und Musikern, die eine beeindruckende Bandbreite an Instrumenten spielen, darunter Balfon, Ngoni, Calabasse, Violine, Cello, Saxophon und Omnicord. Der daraus resultierende Sound lässt sich nur schwer einordnen, hat aber klanglich zweifellos seinen Platz in Teranga gefunden. Mal verträumt und meditativ, aber durchdrungen von einer organischen Seele - ein völlig einzigartiger Sound, der zugleich anachronistisch und zukunftsweisend ist. ,Oh, Africa" könnte auf einer klassischen Neuauflage zu Hause sein, mit einem fast türkisch anmutenden Gitarrenriff, während ,100 ans" (ihre erste Live-Studioaufnahme) an Amadou et Mariam aus den frühen 2000er Jahren erinnert. Mit Wurzeln in der Avantgarde (Karl-Jonas hat Barney Wilens ,Moshi" als Inspiration genannt), während Wau Wau sich von diesen Experimenten inspirieren lässt, auch wenn sie in ihrem Bekenntnis zum Gemeinschaftsgeist davon abweichen - ein Projekt, das durch Handys, WhatsApp und im Internet kursierende MP3s ermöglicht wird -, was leicht ironisch wirkt, wenn man bedenkt, wie akustisch, bodenständig und menschlich es sich anfühlt. Während wir das Kapitel der Trilogie abschließen, betont Karl-Jonas, dass dies vielleicht erst der Anfang ist: ,In gewisser Weise haben wir gerade erst angefangen", sagt er. Für das nächste Jahr zeichnen sich Pläne ab, die ganze Band zusammenzubringen, und es stehen weitere Tourneen bevor - mehr Hoffnung, mehr Menschlichkeit und mehr Zusammenhalt.
2003 erscheint auf dem Hamburger Label Hit Thing auf CD das Album KARNY SUTRA eines Duos namens Luther & Toby. Wer hinter Toby steckt, wird bald klar: Label-Co-Founder und Schlagzeugkünstler Larry Mullins. Man kennt ihn als Mitglied ikonischer Bands wie den Stooges, Swans oder Nick Cave & The Bad Seeds. Wer aber ist Luther, Nachname Hawkins? Erst jetzt wird eines der vielen Geheimnisse hinter KARNY SUTRA gelüftet: Hinter dem Pseudonym Luther Hawkins steckt James Hawkinson, als Kameramann in L.A. verantwortlich für die Bilderwelten von Serien wie "Hannibal" und "The Man In The High Castle", von Musikvideos wie "Naughty Girl" von Beyoncé, Missy Elliotts "Get Ur Freak On", "Aenema" von Tool oder "Windowlicker" von Aphex Twin. Mullins und Hawkinson verbindet seit vielen Jahren eine Freundschaft. In den 80er-Jahren spielten sie in L.A. gemeinsam in einer Band. Vielleicht hätte daraus etwas werden können, doch dann gehen die beiden andere Wege - um sich Anfang der Nullerjahre in Hawkinsons Haus in L.A. zu verabreden und dieses Album aufzunehmen. Mit dabei: der Produzent Mark Howard. Die Liste an Namen, für die dieser als Produzent oder Engineer gearbeitet hat, ist imposant: Bob Dylan und Neil Young, U2 und R.E.M., Tom Waits und Willie Nelson, Emmylou Harris und Fiona Apple. Zusammen mit Daniel Lanois etabliert er ab Ende der 80er die Idee eines mobilen Studios: Howard hat einen Lkw-Führerschein, lädt das Equipment ins Fahrzeug und sucht für Aufnahmen zu speziellen Orten. Als Hawkinson ihn fragt, ob er sich vorstellen könnte, ein Album bei ihm zu Hause aufzunehmen, schaut sich Howard dort kurz um - und sagt sofort zu. "Kurze Zeit später sah ich ihn, wie er sich vor James" Haus an der oberirdischen Stromleitung zu schaffen machte", sagt Larry Mullins. "Für seine Aufnahmegeräte brauchte er mehr Leistung, und die besorgte er sich dort oben selbst." Nun, über 20 Jahre später erscheint das Album in einer 180 Gramm Doppel-Vinyl-Ausgabe mit aufwändigem Artwork in gewohnter Hit Thing Qualität.
Almost Starlight is the extraordinary new album by Jem Finer (hurdy-gurdy) and John Matthias (violin). Produced by Jay Auborn and recorded in a Medieval Church, deep in the Devon countryside, in the Summer of 2025, the music is suffused with light, heat and the natural acoustics of the space.
The album defies categorisation; forced to pigeon hole it the nearest approximation would be ‘modern-classical’ but this ignores its myriad influences and explorations which encompass inspiration from Arvo Pärt through Terry Riley to Can via Delius, Alice Coltrane and a subtle reimagining of electronic music played purely with acoustic instruments, bending and shaping their possibilities in surprising and unexpected directions.
Jay Auborn plays cello on a number of the compositions and his production opens up and expands the music through a skilled and imaginative use of space, paying homage to the atmosphere of the church; ‘the sound evolved… chasing the imagined acoustics of that church in my mind; a place for worshipping light with sound.’
Almost Starlight will be released on the 4th September by Touch, available as CD, vinyl, cassette and on streaming platforms.
BIOS OF THE ARTISTS
Jem Finer
Since studying computer science in the 1970s, Jem Finer has worked in various fields, including photography, film, experimental and popular music, sound recording, sculpture and installation.
Much of his work relates to systems, extended processes and extremes of scale and includes Longplayer, a musical composition repeating once every 1000 years, and the Gurdy and Hurdy stones, ancient rocks set upright in fields in East Sussex and Gloucestershire with Jimmy Cauty. Their work together includes a band, The Standing Stones, whose most recent release is Twa Sisters, featuring Iona Zajac and Daragh Lynch.
He was a founder member of The Pogues, with whom he has played, written and recorded since 1981.
Recent music revolves around a fascination with the hurdy-gurdy and includes hrdy-grdy, a cassette released by Benedict Drew’s Thanet Tape Centre. His latest collaboration, with John Matthias, Almost Starlight, will be released by Touch in September 2026.
John Matthias
Since studying Theoretical Physics in the late 1980s and 1990s, John has created music and sound in many forms, including for installation, popular music, music for film, for dance and orchestra.
Much of John’s work plays with the physics of complex systems but he is also greatly influenced by stories and song. John has collaborated with Matthew Herbert, Stanley Donwood, Jay Auborn, Radiohead, Thom Yorke, Nick Ryan and many others to create music with a variety of textures and sonorities. He is particularly interested in simplicity and form and how context informs the way music sounds.
His latest collaboration, with Jem Finer, Almost Starlight, will be released by Touch in September 2026.
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Nach 17 Jahren Band-Bestehen veröffentlichen Suralin ihre erste 7-Inch. Zeitgemäß, möchte man zynisch anmerken, aber darum hat sich die Chemnitzer Band generell nie geschert. Every Day Slices Me enthält vier neue Songs, getragen vom Motorik-Beat im Spannungsfeld von krautig-stringentem Postpunk-Pop-Etc. Ein kompaktes, stimmiges Release, das den Facetten- Reichtum der Band zeigt. Das sanft treibende "The Sentiment's a Lie", gehüllt in eine warme, süßliche Decke aus Melancholie, begleitet von Zeilen zwischenmenschlicher Entfremdung, steht Songs wie dem fordernden "Driving Home" gegenüber, dass auf dem Weg nach Hause den Tod findet. Es sind die gegensätzlichen Emotionen und Stilmittel, die Suralin in den vier Songs verbindet und daraus eine ganz eigene Spannung und Intensität entstehen lässt.
Diese Neuauflagen enthalten neu remastertes Audiomaterial: Toningenieur Kevin Vanbergen hat sich erneut die ursprünglichen analogen Bänder der Band vorgenommen, um atemberaubende neue Master zu erstellen, die auf spannende Art und Weise weitere Facetten dieser absoluten Klassiker der Musikgeschichte offenbaren. "Trompe le Monde" bildete den Abschluss einer goldenen Serie bahnbrechender Alben, die in rascher Folge erschienen und die Pixies als eine der besten Bands ihrer Generation etablierten. Der Titel "Trompe le Monde" bedeutet auf Französisch so viel wie "die Welt täuschen" und zeigte, dass die Band nach wie vor unermüdlich daran arbeitete, ihren Sound weiterzuentwickeln. Mit Produzent Gil Norton erneut am Ruder ist ihr viertes Album wohl ihr verspieltestes, mit Black Francis" Texten über UFOs und Verschwörungstheorien sorgen für eine schräge Atmosphäre, während sich Power-Pop einschleicht, um den auf dem Vorgängeralbum "Bossanova" etablierten Space-Rock zu verstärken. "Trompe le Monde" mit seinen 15 Tracks, ist eine 40-minütige Salve an Indierock, das heute zu den Klassikern des Genres gehört. Es erwies sich als das Ende des ersten Akts für die Band, die sich über ein Jahrzehnt Zeit nahm, bevor sie gemeinsam auf die Bühne zurückkehrte.
Nichts ist so beständig wie der Wandel. Kaum eine Band verkörpert diesen Gedanken derzeit so konsequent wie Musa Dagh. Die Formation um Aren Emirze bewegt sich seit dem selbstbetitelten Debüt von 2021 durch die Zwischenräume von Noiserock, Alternative und Post-Hardcore - laut, sperrig, emotional aufgerissen und zugleich getragen von einem feinen Gespür für Dynamik, Atmosphäre und Melodie. Der Bandname verweist dabei auf den historischen Kontext des armenischen Genozids und bildet einen leisen, aber prägenden Resonanzraum im Selbstverständnis der Gruppe. Von Anfang an wirkt Musa Dagh weniger wie eine klassische Band als ein offener Prozess. Keine feste Konstruktion, sondern ein Zustand permanenter Bewegung. Unterschiedliche musikalische Erfahrungen, Persönlichkeiten und Energien treffen hier aufeinander, verschieben sich gegenseitig und erzeugen genau daraus jene Spannung, die zum Kern dieser Musik geworden ist. Schon die ersten Aufnahmen entstanden aus dieser Offenheit heraus. Begegnungen und Arbeitsphasen mit Thomas Götz, Sascha Madsen und Aydo Abay wirkten dabei weniger wie klassische Kooperationen, sondern eher wie Reibungsflächen, die den Sound immer wieder neu ausrichten. Musa Dagh klangen nie nach Stillstand - jede Verschiebung öffnete neue Räume. Mit "Endurance" tritt die Band nun in eine neue Phase ein. Die Veränderung wirkt nicht wie ein Bruch, sondern wie eine Erweiterung dessen, was Musa Dagh immer ausgemacht hat: Bewegung, Offenheit und Transformation.
Silbernes Vinyl, limitiert auf 500 Exemplare. Nichts ist so beständig wie der Wandel. Kaum eine Band verkörpert diesen Gedanken derzeit so konsequent wie Musa Dagh. Die Formation um Aren Emirze bewegt sich seit dem selbstbetitelten Debüt von 2021 durch die Zwischenräume von Noiserock, Alternative und Post-Hardcore - laut, sperrig, emotional aufgerissen und zugleich getragen von einem feinen Gespür für Dynamik, Atmosphäre und Melodie. Der Bandname verweist dabei auf den historischen Kontext des armenischen Genozids und bildet einen leisen, aber prägenden Resonanzraum im Selbstverständnis der Gruppe. Von Anfang an wirkt Musa Dagh weniger wie eine klassische Band als ein offener Prozess. Keine feste Konstruktion, sondern ein Zustand permanenter Bewegung. Unterschiedliche musikalische Erfahrungen, Persönlichkeiten und Energien treffen hier aufeinander, verschieben sich gegenseitig und erzeugen genau daraus jene Spannung, die zum Kern dieser Musik geworden ist. Schon die ersten Aufnahmen entstanden aus dieser Offenheit heraus. Begegnungen und Arbeitsphasen mit Thomas Götz, Sascha Madsen und Aydo Abay wirkten dabei weniger wie klassische Kooperationen, sondern eher wie Reibungsflächen, die den Sound immer wieder neu ausrichten. Musa Dagh klangen nie nach Stillstand - jede Verschiebung öffnete neue Räume. Mit "Endurance" tritt die Band nun in eine neue Phase ein. Die Veränderung wirkt nicht wie ein Bruch, sondern wie eine Erweiterung dessen, was Musa Dagh immer ausgemacht hat: Bewegung, Offenheit und Transformation.
Nachdem Beartooth mehr als ein Jahrzehnt lang rohe, ungefilterte Emotionen in Musik kanalisiert haben,
die sie zu einer der wegweisenden Acts des modernen Metalcore macht, läutet „Pure Ecstasy“ als ihr
erstes Album unter Fearless Records ein neues Kapitel für die Band ein. In dem Opener und Titelsong
legt Frontmann Caleb Shomo von der ersten Note an alles offen. Es ist ein roher, bewusst desorientierter
Einstieg – bei dem emotionale Extreme miteinander verschmelzen – und der den Ton für ein Album angibt,
das darauf aufgebaut ist, jedem Hoch und Tief ohne zu zögern zu begegnen. Nach dem Erfolg von „The
Surface“ (2023) folgt mit „Pure Ecstasy“ ein Album, das sich offener, ungefilterter und größer zeigt als
alles, was die Band bisher gemacht hat.
Das Album erscheint als CD und auf Vinyl.
Nachdem Elvin Jones 1963 gemeinsam mit dem Bassisten Jimmy Garrison, seinem langjährigen Partner aus dem John Coltrane Quartet, für Impulse! Records das Septett-Album “Illumination!” eingespielt
hatte, legte der Schlagzeuger 1965 mit “Dear John C.” sein erstes Album als eigenständiger Bandleader
bei dem Label vor. Obwohl das Titelstück des Albums natürlich eine Hommage an Coltrane war, legte
Jones großen Wert darauf, eine gewisse Distanz zur modalen Musik zu schaffen, die er seinerzeit mit dem
Quartett des Tenorsaxofonisten spielte. Dies tat er zum einen durch die Zusammenstellung des Repertoires,
das neben Stücken von Charles Mingus, Duke Ellington sowie Charlie Parker und Dizzy Gillespie auch einige
klassische Popsongs umfasste. Zum anderen besetzte er sein Quartett nicht mit einem Tenorsaxofonisten,
sondern mit dem Altsaxofonisten Charlie Mariano, der sich zuvor in der West-Coast-Szene einen Namen
gemacht hatte
Es gibt eine unbestreitbare Verbindung zwischen dem Süden und Ereignissen außerirdischen Ursprungs. Vom eklektischen Jazz-Guru Sun Ra bis zum deutschen Raketenwissenschaftler Wernher von Braun - Alabama hatte schon immer mehr als nur einen reißenden Anteil an Verbindungen zum Weltraum und zu Dingen außerirdischen Ursprungs. So war es auch bei ,Man or Astro-Man?", die vor einigen Jahren in einer kleinen Universitätsstadt in Alabama ankamen bzw. dort eine Bruchlandung hinlegten. Als sie ihre Plattensammlungen wiederentdeckten, die lange Zeit auf vergessenen Dachböden verstaut oder hinter Regalen mit alten Zeitschriftenausgaben in zahlreichen heruntergekommenen Secondhand-Läden in Alabama versteckt waren, verliebten sich die Mitglieder von ,Man or Astro-Man?" in die verkratzten Klänge von Link Wray, The Ventures, Dick Dale, The Shadows und Duane Eddy - also in Instrumental-Gitarren- und Surf-Musik der späten Fünfziger und frühen Sechziger. Gleichzeitig hatten bizarre Bühnenbilder und Auftritte von Kraftwerk, Sun Ra, Devo, Frank Zappa, The Sputniks und natürlich den Residents großen Einfluss auf die sich rasch entwickelnde Truppe. Dennoch war es das erzwungene Leben in einer hoffnungslos konservativen Kleinstadtumgebung, das Man or Astro-Man? dazu brachte, das Offensichtliche hinter sich zu lassen und sich viel stärker von dem beeinflussen zu lassen, was sie hassten, als von dem, was ihnen eigentlich gefiel. Im Grunde könnte man sagen, dass Man or Astro-Man? weitaus stärker von College-Football und muskelbepackten Verbindungs-Spinnern beeinflusst waren als von Science-Fiction. Die Band trieb es, besonders bei Live-Auftritten, auf die Spitze, so lächerlich wie möglich zu sein, und verspottete dabei ernsthafte ,alternative" Acts und mit ihnen die Musikindustrie selbst. ,Experiment Zero" (1996) war ihr Debütalbum bei Touch and Go. Es wurde in drei Tagen im eigenen Studio von Man or Astro-Man?, dem ,Zero Return" in Alabama, zusammen mit Steve Albini aufgenommen und gilt als eines der großartigen modernen, vom Surf-Stil beeinflussten Gitarren-Instrumentalalben. Da Man or Astro-Man? ,Experiment Zero" als ihr Meisterwerk der langen Entwicklung der Surf-Musik etablieren wollten, begannen sie, sich schneller als je zuvor weiterzuentwickeln. Sie veränderten ihren Sound weiter und erweiterten den Einsatz von Samples, Computerprogrammierung, Keyboards, elektronischen Spielereien sowie experimentellem analogem Schneiden und Einfügen von Tonband. Obwohl das Album von der Kritik weithin gelobt wurde, mussten sich langjährige Fans erst einmal daran gewöhnen. Wo die meisten Bands müde geworden wären oder einfach immer wieder dasselbe Album im Kreis gedreht hätten, erfanden sich Man or Astro-man? und ihre Live-Auftritte immer wieder neu.
YHWH Nailgun waren schon immer von einer schonungslosen Direktheit geprägt. Was einst als rohes Duo begann, hat sich längst zu einer kompromisslosen Band entwickelt, deren Klang ebenso aggressiv wie eigenständig ist. Mit ihrem neuen Album Magazine schärfen sie dieses Profil weiter und entziehen sich bewusst jeder klaren Einordnung. Das kurze, nur etwa elf Minuten lange Werk wirkt wie ein konzentrierter Ausbruch von Energie. Schon der Opener "Ghost of Love" baut sich langsam auf, bevor Schlagzeug und grelle Gitarren plötzlich mit voller Wucht einsetzen. Diese Idee des "Ein- und Ausblendens" verstehen sie nicht nur als Stilmittel, sondern als Hinweis darauf, dass ihre Musik über das Hörbare hinaus weiterexistiert. Im Vergleich zum Debüt 45 Pounds zeigt sich Magazine reduzierter und präziser. Das Schlagzeug klingt roher, fast karg, während der Fokus stärker auf Klarheit liegt-vor allem bei Zack Borzones Stimme. Statt sich hinter Effekten zu verstecken, tritt sein Gesang nun unverhüllt hervor. Seine Texte, voller düsterer Bilder und religiöser Symbolik, gewinnen dadurch an Gewicht: Visionen von Asche, Blut und mythischen Kreaturen entfalten eine unmittelbare, beinahe bedrückende Intensität. Religiöse Motive waren schon immer zentral für die Band, doch auf Magazine werden sie klarer ausgesprochen. Der Name YHWH verweist selbst auf das unaussprechliche Gottesbild; nun stehen Themen wie Gott, Teufel und Moral offen im Raum. Im abschließenden Track "To the Devil" kulminiert dies in einer fast beschwörenden Atmosphäre, die zugleich beunruhigt und fasziniert. Trotz ihrer extremen Klangsprache verfolgen YHWH Nailgun keinen konfrontativen Ansatz gegenüber anderen Genres. Ihr Fokus liegt allein auf dem eigenen kreativen Raum-fern von Trends oder Erwartungen. Magazine wirkt dadurch wie ein Fragment eines endlosen musikalischen Flusses: kurz, intensiv und bewusst unvollständig, als würde die eigentliche Musik jenseits des Albums weiterlaufen.
,The Ecstatic", das ursprünglich im Juni 2009 erschien, gilt als wegweisendes künstlerisches Statement von Mos Def (heute bekannt als Yasiin Bey) - ein facettenreiches Comeback, das seinen Status als eine der abenteuerlustigsten und intellektuell engagiertesten Stimmen des Hip-Hop bekräftigte. Das Album erschien ein Jahrzehnt nach seinem gefeierten Debüt ,Black on Both Sides" und wurde weithin als sein stärkstes Werk seit Jahren angesehen; es erntete nahezu einhelliges Lob für seine lyrische Bandbreite, die vielseitige Produktion und den thematischen Anspruch. Musikalisch webt ,The Ecstatic" einen globalen Klangteppich, der von einer Reihe zukunftsweisender Produzenten geprägt ist, darunter Madlib, J Dilla, Oh No, Preservation, Mr. Flash, Chad Hugo (von The Neptunes) und Georgia Anne Muldrow. Die daraus entstehende Klanglandschaft ist sowohl in der Hip-Hop-Tradition verwurzelt als auch genreübergreifend und integriert Elemente aus Jazz, Soul, nahöstlichen Einflüssen und experimenteller Sample-Arbeit. Tracks wie ,Supermagic" und ,Twilite Speedball" strahlen eine lebendige, rastlose Energie aus, die den weitreichenden kreativen Spielraum des Albums widerspiegelt. Textlich durchstreift yasiin bey mit seiner charakteristischen Schärfe persönliche, politische und philosophische Themen und setzt sich mit poetischer Dringlichkeit mit sozialer Ungleichheit, westlichem Imperialismus und Fragen der kulturellen Identität auseinander. The Ecstatic setzt eher auf Risiko und Komplexität als auf Nostalgie und bleibt ein ausgereiftes, tief empfundenes Werk, dessen Ehrgeiz, Tiefe und anhaltende Resonanz seinen Platz als herausragender Eintrag im Werk von Mos Def und in der modernen Hip-Hop-Geschichte gefestigt haben.
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Anfang der 1970er Jahre legte die Band aus Hilden und Düsseldorf ihren Namen Q 66 ab und trat seitdem als Cobraa auf. Ein Demo-Tape der Band fand Gefallen bei den Talentscouts der Kölner Plattenfirma EMI Electrola, die ihr daraufhin einen Plattenvertrag anbot. Bereits 1973 erschien die Single "Ride a Pony" und 1974 wurde das Album "Cobraa" veröffentlicht. Die LP erhielt in den bekannten Musikzeitschriften sehr gute Kritiken und sogar das Teenager-Blatt BRAVO fand lobende Worte. Vor allem die mehrstimmigen Vocals, die eingängigen Melodien und die variantenreichen Arrangements - nicht nur Schlagzeug, Bass und Gitarren, sondern auch Querflöte, Mundharmonika und Streicher - gefielen den Kritikern. Die Bandmitglieder zeigten sich jedoch enttäuscht über die Zusammenarbeit mit ihrer Plattenfirma und schrieben dem Boss der EMI einen Brief, in dem sie sich über die mangelnde Unterstützung und die lustlose Kooperation beschwerten. Nach einem klärenden Gespräch in der Chefetage einigte man sich darauf, mit "Take A Look At Love" eine weitere Single zu veröffentlichen. Weitere Zugeständnisse wollte die Plattenfirma jedoch nicht machen, sodass es bei nur einer LP-Veröffentlichung blieb. Über 50 Jahre später hat dieses Cobraa-Album unter den Progressive-Rock- und Krautrock-Fans Kultstatus. Nun erscheint es als Rerelease auf Vinyl sowie erstmals auf CD und digital, inklusive der Single "Ride A Pony" / "The End Of A Day" aus dem Jahr 1973.
THE HOBKNOBS - ein Projekt der Stimmen von LEWSBERG & THE KLITTENS - werden im Juli 2026 ihr erstes Album auf ihrem eigenen Label THK Records veröffentlichen! "Helmets Off" lässt sich als ein ehrlicher Versuch beschreiben, ehrlich zu sein. Obwohl im Moment der Entstehung alle Optionen offenstehen, bleibt das Endergebnis oft reduziert und schnörkellos. Instrumente setzen genau dann ein, wenn sie gebraucht werden - doch die Songs selbst scheinen gar nicht viel zu benötigen. Jedes Wort und jeder Gitarrenanschlag wirken so, als wären sie exakt im richtigen Moment platziert. Vielleicht ist es gerade diese Schlichtheit der Songs, die das Gefühl vermittelt, als würden The Hobknobs direkt zum Hörer sprechen. Es ist offensichtlich, dass sie nichts zulassen wollen, was diese menschliche Interaktion trüben könnte - eine Interaktion, die zudem eine gewisse Verspieltheit ausstrahlt. Yaël Dekker - dem einen oder anderen bekannt als Sängerin von The Klittens - und Arie van Vliet, der seine Botschaften einst mit der Band Lewsberg verbreitete, wurden einmal als "liebevolle Misanthropen" bezeichnet. Beim Hören des Albums erscheint diese Beschreibung durchaus treffend. Ein tröstlicher Song wie ,The Mind" wirkt eindringlich. In "Dictionary" scheinen selbst Worte ihre Bedeutung verloren zu haben. Lieder, die zunächst fröhlich und naiv wirken, entpuppen sich beim zweiten Hinhören als eindringliche Appelle. Und ist "Enarmoured" etwa ein Protestsong, der den Krieg befürwortet? Welchen Krieg wollen sie eigentlich führen? Die Stimmen von Dekker und Van Vliet scheinen bestens miteinander zu harmonieren; dieses Zusammenspiel hebt die Songs auf "Helmets Off" über ihre trügerische Einfachheit hinaus. In Kombination mit der minimalistischen Produktion von Jaap van der Velde trifft das Album genau den richtigen Punkt zwischen "sofort vertraut" und "einzigartig - niemand sonst klingt so wie sie". Karina Gill von der in San Francisco ansässigen Band Cindy schrieb über The Hobknobs: "Um die Musik von The Hobknobs zu beschreiben, ist das Wort "natürlich" treffend. Gemeint ist damit: Sie ruht in sich selbst; sie ist im Grunde - wenn auch auf höfliche Weise - daran desinteressiert, ob man ihr gerade zuhört oder nicht. Man mag an frühen Rock 'n' Roll denken - und dabei an dessen energiegeladene Lässigkeit und ehrliche Reduktion, frei von jeglicher Sentimentalität. Musikalisch und textlich greifen die Elemente der Songs perfekt ineinander; sie offenbaren ihren Fluss, ohne jedoch dazu zu verleiten, sie in ihre Einzelteile zerlegen zu wollen. Das Duo Yaël Dekker und Arie van Vliet schätzt die Musik des jeweils anderen schon lange, doch ihre Zusammenarbeit hier ist kein geschlossener Dialog - sie ist zugleich umgangssprachlich und intellektuell anspruchsvoll, und wir sind eingeladen, daran teilzuhaben, sofern wir mithalten können. So wie etwas Natürliches eine gewisse Gelassenheit ausstrahlt, manövrieren sich The Hobknobs geschickt in eine Position, in der wir an ihrer Seite stehen, mit ihnen hören und sehen und feststellen: Jeder Song ist ein Ort, an dem man gerne verweilt."
Der Singer-Songwriter Max Subar aus Chicago legte den Grundstein für ,Anything Could Be", sein Debütalbum, in einem Haus am Ufer eines zugefrorenen Sees in Wisconsin. Subar kehrte zu der klanglichen und geistigen Landschaft zurück, die er während der ersten zehntägigen Session geschaffen hatte, und blieb ganz im Moment, indem er nur dann arbeitete, wenn er sich wirklich voll und ganz darauf einlassen konnte. Die meisten der zusätzlichen Sessions, die dem Album Textur und Farbe verleihen, wurden in Subars Heimstudio aufgenommen, in demselben Haus, in dem Case Oats, die von Casey Gomez-Walker geleitete Band, in der Subar Gitarre spielt, ihr 2025er Debüt ,Last Missouri Exit" aufnahmen. Sein Bruder, Sam Subar, spielte Schlagzeug. Weitere Instrumentierung kommt von den Case Oats Bandkollegen Spencer Tweedy (Schlagzeug bei ,I Never" und ,Way Up"), Jason Ashworth (Kontrabass) und Scott Daniel (Violine) sowie den häufigen Mitarbeitern Chet Zenor (E-Gitarre), Kelly Hannemann (Klavier) und Sarah Weddle (Vibraphon, Orgel und E-Piano). Die Arrangements, die dabei entstanden, sind großzügig und erhellend und verleihen den Grundzügen der Live-Gitarren- und Gesangsaufnahmen von ,Anything Could Be" Substanz, ohne dabei ihre Spontaneität zu opfern. Im Ergebnis ein fesselndes, offenherziges Debüt, das mit dem Hörer wächst und Zeit und aufmerksames Zuhören belohnt. Seine 11 Songs sind durchdrungen von dem, was die Dichterin Adrienne Rich ,eine wilde Geduld" nannte, einer radikalen Stille, die selbst eine Reise hin zu Bewusstsein, Frieden und Selbstwahrnehmung ist. Es macht keine Versprechungen darüber, was als Nächstes kommt. Dennoch lässt es die Hörer in atemloser Vorfreude darauf zurück, was das sein mag.
Random Vinyl. In einem langen und emotional anstrengenden Jahr, in dem ich drinnen war (allein, in meinem Fall), habe ich mich dabei ertappt, über Spiegel nachzudenken. Wie man es vermeidet, an den meisten Tagen zu viel Zeit vor ihnen zu verbringen. Eine Bestandsaufnahme des echten, physischen Selbst ist harte Arbeit, Arbeit, gegen die ich nicht gänzlich etwas einzuwenden habe, die für mich aber sofort gefährlicher wurde, als ich mit ansehen musste, welchen sehr realen Tribut Zeit, moderne Ängste, Isolation und Langeweile von mir forderten. Es schien einfacher, mich in eine nicht allzu ferne glorreiche Vergangenheit zu versetzen, die Erinnerung als Mittel sowohl zur Begeisterung als auch zur Heilung zu nutzen. Aber wo wir gerade von Aufregung sprechen: Ich stolpere gerne auf eine Band zu, die keine Agenda und keinen Zweck hat und deren Sound fast zufällig entdeckt wird. So habe ich Wednesday zum ersten Mal gehört. Die Band kam zu mir und ich weiß nicht mehr, wie oder warum. Sie tauchten einfach auf, als wären wir unser ganzes Leben lang aufeinander zugegangen. I Was Trying To Describe You To Someone prägte meinen Sommer 2020, und in Klang, in Geist, in den zentralen Themen und deren Umsetzung versetzte es mich zurück in eine Zeit vor der heutigen, was ich damals gebraucht hatte. Die Vergangenheit kann sich weniger höllisch anfühlen als die Gegenwart, wenn wir manchmal nicht ganz ehrlich zu uns selbst sind. Da ist dieser Trick der Nostalgie, mit dem ich in meinem eigenen Schreiben viel Zeit verbringe und der mich in meinem eigenen Leben etwas quält. Die sehr reale Vorstellung, dass Nostalgie sowohl ein nützliches Werkzeug als auch eine Waffe ist, wenn sie nicht mit etwas gepaart ist, das einer Art rigoroser Ehrlichkeit nahekommt. Aber wenn ich noch einmal auf all diese Ideen von Nostalgie und unseren alten, kniffligen, vergangenen Ichs zurückkommen darf, die tatsächlich Teil des Backsteinhauses sind, das unser gegenwärtiges Selbst ausmacht, dann hoffe ich, dass du, lieber Hörer, an diesem Album genau den Moment am Anfang von ,The Burned Down Dairy Queen", in dem Karly singt: ,I was hiding in a room in my mind / and I made me take a look at myself." Denn wenn du, so wie ich, Spiegel gemieden hast - sowohl metaphorische als auch echte -, dann wird das Album hier zu einem Leuchtturm, der hell durch die Dunkelheit meiner ansonsten dunklen und leeren Kammern hallt. So viele dieser Songs beschäftigen sich mit der Vergangenheit auf weit weniger romantische Weise, als ich es bisher getan habe, und ich sehnte mich verzweifelt nach der Neuausrichtung, die dieses Album bot. Also, ja, die Songs sind gut. Vielleicht kurbelst du an einem angenehmen Tag auf der richtigen Strecke in der warmen Jahreszeit die Fenster herunter und drehst die Lautstärke auf, wenn ,Birthday Song" richtig laut und zum Mitsingen wird. Vielleicht sitzt du nachts auf einem Dach, näher am Mond als du es auf dem Boden warst, und lässt dich von ,Ghost Of A Dog" durchschütteln und zu einer nächtlichen Erkenntnis treiben, die du in der Stille nicht hättest haben können. Aber selbst über all dem, über all den Freuden und der Gnade, die die Klänge dieses Albums bieten mögen, hoffe und glaube ich auch, dass es jeden, der zuhört, daran erinnern wird, dass wir eine Ansammlung vieler Reflexionen sind. Die alle Geduld verdienen. - Hanif Abdurraqib
Im Jahr 2002 veröffentlichten Reigning Sound "Time Bomb High School", ein brandheißes Rock-'n'-Roll-Album, das die Herzen und Ohren aller eroberte - von Little Steven Van Zandt bis hin zu Howlin' Pelle Almqvist von The Hives. Seit der Erstveröffentlichung ist "Time Bomb High School" auf Vinyl vergriffen und zum Heiligen Gral für Plattensammler geworden. Jetzt haben diese Sammler Grund zur Freude: "Time Bomb High School" kehrt auf Vinyl zurück, neu gemastert und mit einem neuen Cover von Greg Cartwright. Von The Guardian als "ein wahrhaft unanfechtbarer Rock'n'Roll-Soul-Klassiker" gepriesen, war "Time Bomb High School" der Durchbruch für das in Memphis ansässige Quartett aus Cartwright (Gesang, Gitarre), Jeremy Scott (Bass, Hintergrundgesang), Greg Roberson (Schlagzeug) und Alex Greene (Orgel, Gitarre, Hintergrundgesang). Die Songs - Cartwrights Eigenkompositionen und Coverversionen wie "Stormy Weather" und "I'd Much Rather Be With the Boys" - sind so lebendig wie eh und je, doch das Herzstück dieser Ausgabe von "Time Bomb High School" liegt in der Reihenfolge der Titel, die originalgetreu der Erstpressung von 2002 beibehalten wurde. Seite 1 bietet Midtempo-Balladen und Liebeslieder. Seite 2 besteht ausschließlich aus Rocknummern. Das Album beginnt mit vier der verletzlichsten Sehnsuchtslieder von Reigning Sound, bevor es in eine Interpretation von "I Don't Believe" der Lokalmatadoren aus Memphis, The Guilloteens, übergeht. Daraus entsteht ein fast völlig neues Album. Die Selbstsicherheit und Prahlerei der Band bleiben intakt, doch das Album wirkt ernsthafter und offenherziger, als hätten sie ihre Schutzmauer abgebaut, um den Hörer wirklich hereinzulassen seine Lobeshymnen fühlen sich an wie ein Zufluchtsort vor dem Sturm. Es gibt keine falsche Art, "Time Bomb High School" zu hören, aber dies ist seine endgültige Form: ein Klassiker, der bereit ist, wiederentdeckt zu werden, und für den Rock-Kanon genauso unverzichtbar ist, wie die verstaubten 45er-Platten, die Reigning Sound inspiriert haben.
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As Is. Nimm es oder lass es. Girl Trouble sind seit ihrer Gründung im Jahr 1984 in ihrer Heimatstadt Tacoma, Washington, ihrem ganz eigenen Stil des Northwest-Garage-Rock treu geblieben. In diesen 42 Jahren, in denen sie dem Ruhm aus dem Weg gegangen sind, hat Girl Trouble in vielen erstklassigen Studios und für viele verschiedene Labels aufgenommen. In den letzten 15 Jahren hat die Band Dutzende neuer Tracks aufgenommen und dabei den Sound gefunden, den sie suchten: etwas Roheres und Echtes. Etwas Neues. Während sie das Experiment fortsetzten, beschloss die Band, alle ihre jüngsten Aufnahmen zu einem ,Rock-Tapestry" zusammenzufassen. Diese Sessions repräsentieren sowohl das ausgefeilte, überlagerte Girl Trouble im Studio als auch das spontane, schnörkellose Girl Trouble live im Raum - genau das, was sie schon immer auf einer Aufnahme festhalten wollten. Das Ergebnis ist das Beste aus diesen beiden GT-Stilen und allem, was dazwischen liegt. Aufgenommen in verschiedenen Klangumgebungen, wobei nur das Songwriting und die Darbietungen von Track zu Track gleich geblieben sind, ist Girl Trouble stolz darauf, endlich diese neue Sammlung von Rock-'n'-Roll-Songs ,As-Is" präsentieren zu können.
Es gibt ein altes Klischee über den letzten Tag der Sommerferien: dass er den Zugang zu endloser, müheloser Freude symbolisiere. Aber so ist es in Wirklichkeit gar nicht. Frag einfach Payson Power, den Gitarristen und kreativen Kopf hinter der Torontoner Band Daydream Plus. ,Als ich aufwuchs und einen Film sah, der am letzten Tag des Sommers spielt, dachte ich immer: ,Du bist schon beim deprimierenden Teil angelangt!` Der schöne Teil ist der vorletzte Tag des Sommers, denn das ist der letzte Tag, an dem man noch ohne Konsequenzen leben kann." Dieser Moment, in dem man noch Filme schauen und Videospiele spielen kann, bis die Sonne aufgeht, inspirierte Power dazu, das erste Album von Daydream Plus mit dem Titel ,Second Last Day of Summer" zu schreiben. Was diesen Tag so schön macht, ist, dass man unbewusst weiß, dass alles bald zu Ende sein wird. Nachdem er sein Leben lang Heavy Metal gespielt hatte, gründete Power 2020 Daydream Plus, um melodische, eingängige Kompositionen zu erkunden und Einflüssen nachzugehen, zu denen er zuvor nur in kurzen Momenten Zugang gehabt hatte. Nach zwei EPs, auf denen sich das Trio aus Toronto in der schmalen Schnittmenge zwischen komplexem Math-Rock und urbanem City-Pop bewegte, erweiterte Power langsam seinen Horizont. Mit Elementen aus Videospiel-Soundtracks, energiegeladenen Anime-Melodien und Akkorden, die direkt aus dem Songbuch von Steely Dan stammen, erschafft Daydream Plus auf ,Second Last Day of Summer" eine detailreichere Welt. Unterstützt von Powers Bandkollegen von Tomb Mold, dem Schlagzeuger Max Klebanoff und dem Bassisten Kevin Sia, arbeitet das Trio daran, den Geist von Don Caballero aufzunehmen und ihn mit einem Hauch von Smooth Jazz zu überziehen.
Es gibt ein altes Klischee über den letzten Tag der Sommerferien: dass er den Zugang zu endloser, müheloser Freude symbolisiere. Aber so ist es in Wirklichkeit gar nicht. Frag einfach Payson Power, den Gitarristen und kreativen Kopf hinter der Torontoner Band Daydream Plus. ,Als ich aufwuchs und einen Film sah, der am letzten Tag des Sommers spielt, dachte ich immer: ,Du bist schon beim deprimierenden Teil angelangt!` Der schöne Teil ist der vorletzte Tag des Sommers, denn das ist der letzte Tag, an dem man noch ohne Konsequenzen leben kann." Dieser Moment, in dem man noch Filme schauen und Videospiele spielen kann, bis die Sonne aufgeht, inspirierte Power dazu, das erste Album von Daydream Plus mit dem Titel ,Second Last Day of Summer" zu schreiben. Was diesen Tag so schön macht, ist, dass man unbewusst weiß, dass alles bald zu Ende sein wird. Nachdem er sein Leben lang Heavy Metal gespielt hatte, gründete Power 2020 Daydream Plus, um melodische, eingängige Kompositionen zu erkunden und Einflüssen nachzugehen, zu denen er zuvor nur in kurzen Momenten Zugang gehabt hatte. Nach zwei EPs, auf denen sich das Trio aus Toronto in der schmalen Schnittmenge zwischen komplexem Math-Rock und urbanem City-Pop bewegte, erweiterte Power langsam seinen Horizont. Mit Elementen aus Videospiel-Soundtracks, energiegeladenen Anime-Melodien und Akkorden, die direkt aus dem Songbuch von Steely Dan stammen, erschafft Daydream Plus auf ,Second Last Day of Summer" eine detailreichere Welt. Unterstützt von Powers Bandkollegen von Tomb Mold, dem Schlagzeuger Max Klebanoff und dem Bassisten Kevin Sia, arbeitet das Trio daran, den Geist von Don Caballero aufzunehmen und ihn mit einem Hauch von Smooth Jazz zu überziehen.
Es gibt keine andere Band wie Angel Du$t. Tatsächlich ist diese einzigartige Gruppe fast schon dadurch definiert, wie sehr sie sich von der Masse abhebt. Wenn es also klar ist, dass Angel Du$t mit niemandem zu vergleichen ist, wie sind sie dann? Sind sie bahnbrechende Genre-Zerstörer oder eine der letzten echten Gitarrenbands? Sind sie die Verkörperung unverblümter Aggression oder ernsthafte Experimentatoren? Sind sie die Hardcore-Version einer Indie-Band oder ist es umgekehrt? Man könnte sich solche Fragen stellen, wenn man die mehr als zehnjährige Reise von Angel Dust betrachtet aber das neue Album der Band, COLD 2 THE TOUCH, legt nahe, dass es vielleicht doch nicht so kompliziert ist. Oder wie Sänger/Mastermind Justice Tripp es ausdrückt: Angel Du$t ist Rock 'n' Roll." COLD 2 THE TOUCH fängt diese einfache Tatsache besser ein als je zuvor. Die 26 Minuten eklektischer und knallharter Musik machen deutlich, dass Angel Du$t sich nicht in die Grenzen enger Subgenres pressen lässt und dass ein so elementarer Begriff wie Rock n' Roll tatsächlich wie angegossen passt. Dies ist das seit langem offenste und wildeste Album der Band eine Mischung aus harten Riffs und großen Hooks, die durch Tripps offenherzigen Existentialismus ergänzt werden. Eine ganze Reihe von Mitwirkenden macht COLD 2 THE TOUCH zu einem fesselnden Hörerlebnis, das den Zuhörer immer wieder überrascht: Gitarrist Jim Caroll macht sich besonders in Zero" bemerkbar, einem echten Angel Du$t-Epos, das über drei Minuten lang spiralförmige Riffs bietet und Gesang von Wes Eisold von American Nightmare und Cold Cave enthält; Downfall" hat das Knurren von Patrick Cozens von Restraining Order; Man On Fire" greift auf die britische Punklegende Frank Carter zurück und The Beat" enthält kehlige Gastbeiträge von Taylor Young von Twitching Tongues, Deadbody und anderen. Die letzten beiden Songs des Albums, The Knife" und The Beat", fassen genau zusammen, was Angel Du$t zu einer so besonderen Band macht. Es ist ein kreatives Unterfangen, bei dem offenherzige Gedanken über die Endlichkeit des Lebens mit der ungezügelten Spannung gewalttätiger Riffs koexistieren können, bei dem echte Menschlichkeit gedeihen kann und es vor allem darauf ankommt, sich selbst und seinem eigenen Spektrum an Gedanken, Interessen und Gefühlen treu zu bleiben. Das bin ich", sagt Tripp. Und ich spreche auch für die Band: Wir sind Leute, die immer aggressiven Rock 'n' Roll spielen werden. Das passiert, ob du es magst oder nicht. Ich bin ich, und wenn du mir im Weg stehst, werde ich dich vernichten."
Limited Silver Vinyl. The Rapture wurde im Frühjahr 1998 von Vito Roccoforte und Luke Jenner gegründet. Mit einem scharfen Ohr für Visionäre wie PIL, Television und Chrome erlangte die Band unter ,Kennern" im ganzen Land schnell einen Ruf für ihre energiegeladenen, oft chaotischen Live-Auftritte; wobei Jenner wie ein auf Steroiden stehender Trottel herumhüpfte, während die Rhythmusgruppe ihren patentierten ,sonic deathfuck groove" zum Besten gab. Im Herbst desselben Jahres wurden zwei Alben aufgenommen: eine LP mit acht Titeln, die auf dem wegweisenden Art-Punk-Label Gravity Records aus San Diego erschien, sowie eine Single, die bei Sonny Kayes Gold Standard Laboratories veröffentlicht wurde. Nach diesen beiden Veröffentlichungen nahm die Band ihre ,Make-it-fucked-up"-Philosophie mit auf Tour und tourte mit Sunny Day Real Estate, Gogogo Airheart und Nuzzle. Im Mai 1999 zog die Band nach New York City um. Matt Safer, der kurz zuvor aus Washington DC zugezogen war, übernahm den Bass. Mit einer solideren Besetzung als je zuvor stürzte sich die Band in die Erforschung von Dance- und Popmusik und erweiterte ihre bisherigen Einflüsse um Chic, The Byrds, The Happy Mondays und Timbaland. Auf der darauf folgenden EP - Out Of the Races and Onto the Tracks aus dem Jahr 2001 - festigte The Rapture ihren ikonoklastischen Stil wild-energetischen Rocks, der sich ebenso sehr an Dance-Musik wie am Post-Punk orientierte.
Die beliebte australische fünfköpfige Band POND schenkt mit ihrem neuen Album - ihrem elften - ,Terrestrials" einen Funken Hoffnung in einer feindseligen Welt. Als Wirbelsturm aus drängendem, verbranntem Rock'n'Roll ist ,Terrestrials" eine Hommage an die Klänge von damals, während es sich gleichzeitig unverblümt dem Hier und Jetzt stellt. Entstanden aus der Ehrfurcht vor einer besonders kraftvollen Epoche des australischen Rock, schöpft ,Terrestrials" aus dem Klang der Melancholie unter freiem Himmel, dem brutzelnden Hitzeschleier über den Ebenen und den klirrenden Hinterzimmern von Pubs, der einen ewig ergreifenden Nerv bei jedem trifft, der mit dem Klang, der Zeit und dem Ort vertraut ist. Wie ein Großteil des Pond-Katalogs ist Terrestrials ein Album über Menschen und Orte, über die Erforschung der Identität jedes Einzelnen sowie darüber, wo und wie sie sich überschneiden und aufeinanderwirken. Terrestrials zittert vor der Verzweiflung von Menschen und Planet am Abgrund, setzt aber letztendlich darauf, dass die Schönheit beider die Oberhand gewinnt.
Als MONO ihr vorheriges Album OATH 2023 gemeinsam mit ihrem langjährigen Produktionspartner und Freund Steve Albini aufgenommen hatten, konnten sie sich nicht vorstellen, dass es das letzte Studioalbum sein würde, das sie zusammen machten. Albini starb im darauffolgenden Jahr tragisch, und dieser Verlust hinterließ eine unermessliche Leerstelle - nicht nur im Leben all jener, die Steve persönlich kannten, sondern bei jedem, der eine emotionale Verbindung zu einem der Tausenden von Alben hat, an deren Entstehung er in den vergangenen vier Jahrzehnten beteiligt war. Er brachte Klarheit in das Chaos und eine selbstlose Hingabe an die Kunst und die Künstler, die ihresgleichen suchte. Auf persönlicher wie auf praktischer Ebene stellte sein Tod MONO vor tiefe Trauer und große Unsicherheit. Albini war zu einem grundlegenden Bestandteil des unverwechselbaren MONO-Sounds geworden, und allein der Gedanke daran, ihn ersetzen zu müssen, war mehr als entmutigend.Und dann kam: Brad Wood (Touché Amoré, The Smashing Pumpkins).Ausgewählt aufgrund seiner Vertrautheit mit MONOs kreativen und technischen Arbeitsprozessen - ebenso wie seiner jahrzehntelangen Freundschaft mit Steve Albini - betrat Brad Wood im September 2025 das legendäre Electrical Audio Studio, um aufzunehmen, was schließlich zu Snowdrop werden sollte. Gemeinsam mit dem in Chicago ansässigen Dirigenten und Orchesterleiter Chad McCullough verpflichteten MONO ein zehnköpfiges Orchester und einen achtköpfigen Chor für die acht monumentalen Stücke, aus denen Snowdrop besteht. Die Band spielte, und Wood nahm in demselben heiligen Raum auf, in dem die meisten MONO-Alben ihrer 25-jährigen Geschichte entstanden waren - die Songs auf Snowdrop tragen daher ein besonderes Gewicht. Abgemischt wurde das Album von Wood in seinem Seagrass-Home-Studio in Los Angeles; es klingt zugleich intim und umhüllend.Wo leicht ein Schatten über Snowdrop hätte liegen können, findet sich stattdessen eine außergewöhnliche Atmosphäre der Dankbarkeit. Statt in Herzschmerz zu verweilen, entsteht eine eindringliche Wertschätzung für das gut gelebte Leben mit einem geliebten Freund - und eine Sehnsucht danach, was noch kommen mag. Snowdrop ist der Klang einer Band, die Schock und Trauer in Hoffnung und Staunen verwandelt - und neue Klarheit im befreienden Gefühl des Nichtwissens findet.
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* Begleittext vom legendären Musiker, Autor und Compiler Lenny Kaye (Patti Smith, Nuggets) * Das Booklet enthält bisher unveröffentlichte Fotos und Raritäten * Das Cover wurde restauriert und auf ein Gatefold-Cover erweitert * Neu remastert * Platz 5 auf Kurt Cobains Liste der 50 Lieblingsalben 1968 schnappten sich drei Schwestern aus Fremont, New Hampshire, ihre Instrumente und nannten sich ,The Shaggs". In diesem Moment begann eine eigentümliche Geschichte, die weit über die fünfjährige Existenz der Gruppe hinausreichen sollte. Dot, Betty und Helen (und gelegentlich Rachel, die vierte Schwester) spielten in der Gruppe auf Drängen ihres Vaters, Austin Wiggin Jr., der überzeugt war, dass sie groß rauskommen würden. Jahre zuvor hatte Austins Mutter ihm aus der Hand gelesen und vorausgesagt, dass ihr Sohn eine strohblonde Frau heiraten würde, dass er nach dem Tod seiner Mutter zwei Söhne bekommen würde und dass seine Töchter eine beliebte Musikgruppe gründen würden. Die ersten beiden Vorhersagen traten ein, also war Austin sicher, dass auch die dritte eintreffen würde. Mit unerschütterlichem Selbstvertrauen und der kühnen Vorhersage seiner Mutter beschloss Austin, dass seine Töchter auf den Besuch der örtlichen Highschool verzichten und stattdessen zu Hause unterrichtet werden sollten, unterbrochen von einem strengen Programm aus Instrumental- und Gesangsübungen sowie Jumping Jacks und Sit-ups. Bald darauf betraten The Shaggs die Fleetwood Recording Studios in Revere, Massachusetts, um ihr einziges Album ,Philosophy Of The World" aufzunehmen, eine Sammlung von Garage-Rock-Songs, die Charme und Dissonanz gleichermaßen in Einklang brachten. Austin gab den Großteil seiner Ersparnisse nicht nur für die Aufnahmen aus, sondern auch für die Produktionskosten, um 1.000 Exemplare des Albums zu pressen (von denen 900 nach Fertigstellung auf mysteriöse Weise verschwanden). Im gesamten Album werden einfache Wahrheiten durch die Feder von Schwester Dot, der Songwriterin der Band, offenbart. Die Reichen wollen das, was die Armen haben, genauso wie die Armen das wollen, was die Reichen haben. Deine Eltern lieben dich. In der Nähe liegt Glück und in der Ferne Traurigkeit. Das Album erfüllte Austins Erwartungen an den Rockstar-Ruhm nicht, doch die Gruppe blieb bis zum Tod ihres Vaters zusammen und trat regelmäßig im Rathaus von Fremont und in einem örtlichen Pflegeheim auf; weitere Alben wurden jedoch nicht veröffentlicht. Das hätte das Ende sein können, bis die Rockband NRBQ eine Kopie bei einem Radiosender in Massachusetts entdeckte und sie 1980 neu veröffentlichte. Der damalige Rezensent des Rolling Stone beschrieb es als ,die atemberaubend schrecklichste wunderbare Platte, die ich seit Ewigkeiten gehört habe". Fast 50 Jahre später zählt das Album zu den polarisierendsten LPs aller Zeiten. Manche sagten, es sei das Schlimmste, was je produziert wurde. Andere empfanden es als eines der großartigsten Langspielalben des 20. Jahrhunderts. Frank Zappa bezeichnete die Band bekanntlich als ,besser als die Beatles", während Kurt Cobain das Album auf Platz 5 seiner Liste der 50 Lieblingsalben setzte. Originalausgaben des Albums erzielen Preise von 10.000 Dollar. Jahrzehnte später könnte man argumentieren, dass Austin vielleicht die ganze Zeit recht hatte. Wir sind alle hier und immer noch fasziniert von der Reinheit der Shaggs.
Der Mittlere Westen, insbesondere der Teil, aus dem Eric D. Johnson stammt, ist eine weitgehend flache Weite. Wenn man auf der Autobahn hindurchbraust, sieht man Städte und Ortschaften in der Ferne aufragen, doch wenn man blinzelt, verpasst man andere von Menschenhand geschaffene Gegenstücke zum Leben in der Ebene, die die Landschaft prägen: Hügel um Hügel, erbaut aus den Abfällen der Vergangenheit: Mülldeponien. Einige dieser Hügel eignen sich hervorragend als Schlittenhügel, Parks und Wanderwege. Andere verwandeln organische Abfälle in Kompost. ,The Landfill" ist etwas ganz anderes: ein Berg, der die Landschaft in Johnsons Herzen dominiert. Im Laufe seiner mittlerweile 25-jährigen Karriere unter dem Namen Fruit Bats war der Großteil von Eric D. Johnsons Schaffen das Ergebnis von Geduld und Feinschliff. Seine Songs sind, um einen Ausdruck zu verwenden, Langzeitprojekte, die auf Alben zum Leben erweckt werden, welche lange Zeiträume und Erinnerungen umfassen. "Baby Man" änderte das - er verbot sich, auf Material zurückzugreifen, an dem er vor der Aufnahme des Albums gearbeitet hatte. Es war sowohl ein atemberaubendes Dokument von Johnsons Können als Singer-Songwriter als auch ein ungeschönter Bericht über die zwei Wochen, in denen er das Album aufnahm. "Diese Session war vorbei", erklärt er, "aber es gab noch viel mehr zu erkunden. Mir gefiel die Unmittelbarkeit davon, und ich wollte sehen, wie sich das auf ein Fruit-Bats-Album mit voller Bandbesetzung übertragen lassen würde." Innerhalb weniger Wochen war er wieder im Studio, diesmal mit seiner Band: David Dawda (Bass), Josh Mease (Gitarren, Synthesizer), Frank LoCrasto (Klavier, Synthesizer) und Kosta Galanopoulos (Schlagzeug). Wenn man sich "The Landfill" anhört, stellt man fest: Diese Band rockt. Johnson produzierte die ersten Aufnahmesessions in den Bear Creek Studios in Washington und machte sich daran , "den Sound dieser Band einzufangen, die mich immer wieder in Staunen versetzt - das Gefühl, in einem Raum mit Musikern zu sein, die man liebt und denen man genug vertraut, um sie einfach machen zu lassen." Sie nahmen das meiste davon in einem Durchgang auf - ohne Click-Tracks, ohne zusammengestellte Gesangsparts und mit minimalen Overdubs, wobei der häufige Mitwirkende Thom Monahan zurückkehrte, um zusätzliche Produktionsarbeit zu leisten und den finalen Mix von ,The Landfill" zu erstellen. "So machen wir es auch mit meiner anderen Band, Bonny Light Horseman, und ich war neugierig, wie es bei den Fruit Bats funktionieren würde", bemerkt Johnson. "Es ist sowohl ein sehr persönliches Album als auch mein bisher kollaborativstes." Es ist zudem das live-orientierteste Album der Fruit Bats seit "The Ruminant Band" aus dem Jahr 2009, und durch die Reduzierung der Spuren, die einen Song einer kompletten Band normalerweise ausmachen, ist die psychedelische, technicolorartige Verträumtheit ihres Sounds lebendiger denn je. Die Songs auf "The Landfill" zeichnen sich sofort als einige der besten in Eric D. Johnsons Werk aus, Suchende und Hymnen gleichermaßen. Es ist der bisher gewaltigste Gipfel, den er erklommen hat.
Der Mittlere Westen, insbesondere der Teil, aus dem Eric D. Johnson stammt, ist eine weitgehend flache Weite. Wenn man auf der Autobahn hindurchbraust, sieht man Städte und Ortschaften in der Ferne aufragen, doch wenn man blinzelt, verpasst man andere von Menschenhand geschaffene Gegenstücke zum Leben in der Ebene, die die Landschaft prägen: Hügel um Hügel, erbaut aus den Abfällen der Vergangenheit: Mülldeponien. Einige dieser Hügel eignen sich hervorragend als Schlittenhügel, Parks und Wanderwege. Andere verwandeln organische Abfälle in Kompost. ,The Landfill" ist etwas ganz anderes: ein Berg, der die Landschaft in Johnsons Herzen dominiert. Im Laufe seiner mittlerweile 25-jährigen Karriere unter dem Namen Fruit Bats war der Großteil von Eric D. Johnsons Schaffen das Ergebnis von Geduld und Feinschliff. Seine Songs sind, um einen Ausdruck zu verwenden, Langzeitprojekte, die auf Alben zum Leben erweckt werden, welche lange Zeiträume und Erinnerungen umfassen. "Baby Man" änderte das - er verbot sich, auf Material zurückzugreifen, an dem er vor der Aufnahme des Albums gearbeitet hatte. Es war sowohl ein atemberaubendes Dokument von Johnsons Können als Singer-Songwriter als auch ein ungeschönter Bericht über die zwei Wochen, in denen er das Album aufnahm. "Diese Session war vorbei", erklärt er, "aber es gab noch viel mehr zu erkunden. Mir gefiel die Unmittelbarkeit davon, und ich wollte sehen, wie sich das auf ein Fruit-Bats-Album mit voller Bandbesetzung übertragen lassen würde." Innerhalb weniger Wochen war er wieder im Studio, diesmal mit seiner Band: David Dawda (Bass), Josh Mease (Gitarren, Synthesizer), Frank LoCrasto (Klavier, Synthesizer) und Kosta Galanopoulos (Schlagzeug). Wenn man sich "The Landfill" anhört, stellt man fest: Diese Band rockt. Johnson produzierte die ersten Aufnahmesessions in den Bear Creek Studios in Washington und machte sich daran , "den Sound dieser Band einzufangen, die mich immer wieder in Staunen versetzt - das Gefühl, in einem Raum mit Musikern zu sein, die man liebt und denen man genug vertraut, um sie einfach machen zu lassen." Sie nahmen das meiste davon in einem Durchgang auf - ohne Click-Tracks, ohne zusammengestellte Gesangsparts und mit minimalen Overdubs, wobei der häufige Mitwirkende Thom Monahan zurückkehrte, um zusätzliche Produktionsarbeit zu leisten und den finalen Mix von ,The Landfill" zu erstellen. "So machen wir es auch mit meiner anderen Band, Bonny Light Horseman, und ich war neugierig, wie es bei den Fruit Bats funktionieren würde", bemerkt Johnson. "Es ist sowohl ein sehr persönliches Album als auch mein bisher kollaborativstes." Es ist zudem das live-orientierteste Album der Fruit Bats seit "The Ruminant Band" aus dem Jahr 2009, und durch die Reduzierung der Spuren, die einen Song einer kompletten Band normalerweise ausmachen, ist die psychedelische, technicolorartige Verträumtheit ihres Sounds lebendiger denn je. Die Songs auf "The Landfill" zeichnen sich sofort als einige der besten in Eric D. Johnsons Werk aus, Suchende und Hymnen gleichermaßen. Es ist der bisher gewaltigste Gipfel, den er erklommen hat.
Als MONO ihr vorheriges Album OATH 2023 gemeinsam mit ihrem langjährigen Produktionspartner und Freund Steve Albini aufgenommen hatten, konnten sie sich nicht vorstellen, dass es das letzte Studioalbum sein würde, das sie zusammen machten. Albini starb im darauffolgenden Jahr tragisch, und dieser Verlust hinterließ eine unermessliche Leerstelle - nicht nur im Leben all jener, die Steve persönlich kannten, sondern bei jedem, der eine emotionale Verbindung zu einem der Tausenden von Alben hat, an deren Entstehung er in den vergangenen vier Jahrzehnten beteiligt war. Er brachte Klarheit in das Chaos und eine selbstlose Hingabe an die Kunst und die Künstler, die ihresgleichen suchte. Auf persönlicher wie auf praktischer Ebene stellte sein Tod MONO vor tiefe Trauer und große Unsicherheit. Albini war zu einem grundlegenden Bestandteil des unverwechselbaren MONO-Sounds geworden, und allein der Gedanke daran, ihn ersetzen zu müssen, war mehr als entmutigend.Und dann kam: Brad Wood (Touché Amoré, The Smashing Pumpkins).Ausgewählt aufgrund seiner Vertrautheit mit MONOs kreativen und technischen Arbeitsprozessen - ebenso wie seiner jahrzehntelangen Freundschaft mit Steve Albini - betrat Brad Wood im September 2025 das legendäre Electrical Audio Studio, um aufzunehmen, was schließlich zu Snowdrop werden sollte. Gemeinsam mit dem in Chicago ansässigen Dirigenten und Orchesterleiter Chad McCullough verpflichteten MONO ein zehnköpfiges Orchester und einen achtköpfigen Chor für die acht monumentalen Stücke, aus denen Snowdrop besteht. Die Band spielte, und Wood nahm in demselben heiligen Raum auf, in dem die meisten MONO-Alben ihrer 25-jährigen Geschichte entstanden waren - die Songs auf Snowdrop tragen daher ein besonderes Gewicht. Abgemischt wurde das Album von Wood in seinem Seagrass-Home-Studio in Los Angeles; es klingt zugleich intim und umhüllend.Wo leicht ein Schatten über Snowdrop hätte liegen können, findet sich stattdessen eine außergewöhnliche Atmosphäre der Dankbarkeit. Statt in Herzschmerz zu verweilen, entsteht eine eindringliche Wertschätzung für das gut gelebte Leben mit einem geliebten Freund - und eine Sehnsucht danach, was noch kommen mag. Snowdrop ist der Klang einer Band, die Schock und Trauer in Hoffnung und Staunen verwandelt - und neue Klarheit im befreienden Gefühl des Nichtwissens findet.
„Immer noch hier“ singen die Sportfreunde Stiller gleich zu Beginn von „Happy Birthday!“, ihrem Album
zum 30-jährigen Band-Geburtstag. Ein pragmatischer, ein geradezu logischer und deshalb auch ein höchst
gelungener Einstieg. Nicht, dass man explizit darauf hätte hinweisen müssen, denn für viele von uns waren
die Songs von Peter, Rüde und Flo ja immer irgendwie gegenwärtig, schaut mal in eure Playlisten, CDund Plattenregale. Dabei klingen sie 2026 frisch und unverbraucht wie zu seligen „Thonträger“-Zeiten,
gleichzeitig aber auch erfahren, mit allen Wassern gewaschen und bei aller Nostalgie auch zeitgemäß. Rockmusik wie sie sein muss, punkig anmutendes Uptempo-Schlagzeug und zuweilen wohl temperierte, ruppige
E-Gitarren inklusive.
Hinzu kommt ihr untrügliches Gespür für unvergessliche Pop-Melodien und ein gewisses Faible für flächige,
manchmal an die 80er Jahre erinnernde Synthies. Auch textlich geht „Happy Birthday!“ - in stürmischen
Zeiten - in die richtige Richtung: Dem Leben zugewandt, ab und an auch nachdenklich, grundsätzlich aber
alle Menschen verbindend. Die Sportfreunde Stiller sind also immer noch hier - und das ist nicht nur gut
so, sondern womöglich besser denn je!
“Still Blooming“ hieß das im April 2025 erschienene dritte Album von Hollywood-Multitalent Jeff Goldblum. Darauf überzeugte er nicht nur als Pianist, Bandleader und Sänger, sondern konnte auch seine
Schauspiel-Kolleginnen aus den gemeinsamen beiden “Wicked“-Filmen, Ariana Grande und Cynthia Erivo
für eine Mitwirkung als Sängerinnen gewinnen, neben der nicht weniger bekannten Scarlett Johansson.
Aufgrund des großen Erfolges erhält “Still Blooming“ jetzt ein fabelhaftes Nachfolgealbum mit dem Titel
“Night Blooms“. Darauf greift Goldblum nicht nur vier Tracks des Vorgängeralbums in neuen, stimmungsvollen “Late Night Session“-Versionen wieder auf, sondern hat auch sechs brandneue Tracks im
Gepäck, auf denen die Gaststars Melody Gardot, Charlie Puth, Cynthia Erivo und dodie glänzen. Das Album runden zwei bislang nur digital erschienene Pop-Hits ab, die Goldblum zusammen mit Sängerin Haley
Reinhart in loungige Bossa-Tracks verwandelt hat: “Lover“ von Taylor Swift und “Tattoo“ von Loreen.
Inkl. Bonus-LP mit rarem Livematerial aus Dänemark und Göteborg. "Rock för kropp och själ" markiert das letzte und endgültige Statement von Träd, Gräs och Stenar während ihrer ersten Zeit beim legendären Label Silence. Im Jahr 1972 hatte die Band einen Wendepunkt erreicht. Nach fünf Jahren unablässigen Tourens - geprägt von drei- bis vierstündigen Marathon-Konzerten an vier oder fünf Abenden pro Woche - war das Kollektiv körperlich wie kreativ erschöpft. Was einst befreiende Intensität gewesen war, wurde zunehmend zur Belastung. Die Band spürte einen stetigen Druck, bei jedem Auftritt ,maximale Ekstase" und vollständige psychische Immersion zu liefern. Diese Phase hochintensiver, völlig ,abgehobener" Live-Performances fand ihren Abschluss im Auftritt im Gefängnis von Falun im Juli 1972. Kurz darauf gingen die Mitglieder getrennte Wege, um Abstand zu gewinnen, sich neu zu orientieren und ihre individuellen künstlerischen Wege neu zu gestalten.
Im Frühjahr 2019 reisten ShitKid - Åsa Söderqvist und Lina Molarin Ericsson - in die USA, um ein paar Auftritte beim SXSW-Festival in Austin, Texas, zu spielen. Doch noch vor dem Festival schafften sie es, ein paar Tage im Studio unterzubringen - zuerst in LA mit den legendären Melvins und dann in Austin mit Paul Leary von den Butthole Surfers. Das neue Album ,Duo Limbo/Mellan himmel å helvete" versammelt die Aufnahmen dieser beiden Sessions, von denen die Hälfte ShitKids erste Aufnahmen in ihrer Muttersprache Schwedisch sind - mit vier Songs als Ausgangspunkt machte sich die Band daran, diese sowohl auf Englisch als auch auf Schwedisch aufzunehmen, was eine Spielzeit von knapp über 26 Minuten ergibt.
Mit ihrem neuen Werk "Liturgy of Death" bekräftigen MAYHEM ihren Status als kompromissloseste Kraft des norwegischen Black Metal. Nach vier Jahrzehnten des Exzesses hat die Band einen neuen Höhepunkt erreicht: schneller, heftiger und finsterer als alles andere in ihrem bisherigen Schaffen. Das Album entfaltet sich als unerbittliche Meditation über den Tod in all seinen Erscheinungsformen - existentiell, spirituell und absolut. Vom wütenden Chaos von "Despair" und "Funeral of Existence" bis zur düsteren Erhabenheit von "Ephemeral Eternity" und "Aeon's End" zieht jeder Track den Hörer tiefer in ein Ritual des Elends und der Transzendenz hinein. "Propitious Death" und "The Sentence of Absolution" verbinden Brutalität mit einer bedrohlichen Atmosphäre, während "Life Is a Corpse You Drag" und "Sancta Mendacia" keinen Zweifel daran lassen, dass Mayhem nach wie vor unübertroffen darin sind, Verzweiflung in Klang umzusetzen.
Mit Necrobutcher, Hellhammer, Attila, Teloch und Ghul, die enger denn je zusammenarbeiten, präsentiert "Liturgy of Death" eine Band, die sich nicht mit ihrem Erbe zufrieden gibt, sondern entschlossen ist, die Grenzen des Extremen selbst zu erweitern. Das Ergebnis ist ein gnadenloses Album - düster, schnell und unerbittlich -, das Mayhem in ihrer gefährlichsten und vitalsten Form einfängt. Vierzig Jahre nach ihrer Gründung in Langhus verkörpern MAYHEM weiterhin das Chaos und beweisen einmal mehr, dass der norwegische Black Metal eine Kraft ohne Ende ist.
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Zeitgleich mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 veröffentlicht das Label 4AD eine besondere Double-A-Side-7-Inch-Single mit zwei alternativen WM-Hymnen von Air Miami und Colourbox. Die Single trägt den Titel "Complicated Opposition". Das Artwork stammt von Chris Bigg und verwendet Fotografien von The Douglas Brothers. Der Song "World Cup Fever" von Air Miami erschien ursprünglich 1995 auf dem Album "Me. Me. Me.". Er entstand im Sommer 1994, als Mark Robinson mit Blast Off Country Style auf Tour war - während die USA erstmals Gastgeber der Fußball-WM waren. Robinson erinnerte sich, dass er sich damals Fußballschuhe und grellorange Trainer-Shorts aus einem Second-Hand-Laden kaufte. Seine Bandkollegen nannten ihn daraufhin "Coach". Bei einem Konzert in North Carolina meinte Esther Oliver zu ihm: "Du hast World-Cup-Fieber" - eine Bemerkung, die schließlich den Song inspirierte. Der Titel wurde von Pete Weiss neu gemastert. Der zweite Track, "The Official Colourbox World Cup Theme", erschien ursprünglich 1986 als Bonustrack einer CD-Neuauflage des Debüt-Mini-Albums von Colourbox. Das Stück war als Fußball-Thema gedacht und wurde sogar für die BBC-Sendung während der 1986 FIFA World Cup in Betracht gezogen, jedoch letztlich nicht verwendet. Das Remaster stammt von Kevin Vanbergen. Auch darüber hinaus gibt es Verbindungen zwischen 4AD und Fußball. Designer Vaughan Oliver war leidenschaftlicher Fußballfan und gestaltete unter anderem Artwork für Sunderland AFC. Die Indie-Supergroup The Lillies veröffentlichte zudem den Song "And David Seaman Will Be Very Disappointed About That...", der 1991 einem Fanzine von Tottenham Hotspur beilag.
Das neueste Projekt von SPEED, ,ALL MY ANGELS", ist eine EP mit drei Titeln, die dem Tod dreier enger Freunde in den letzten Jahren gewidmet ist. Diese Ereignisse haben ihrer Community großen Kummer bereitet, aber mit der Zeit haben sie das unterstrichen, was SPEED schon immer als ihr zentrales Credo angesehen haben: bedingungslos zu lieben, ohne Angst oder Reue. In den Jahren vor ,ALL MY ANGELS" kämpfte die Band mit ihrer gemeinsamen Trauer und dem Leben auf Tour. Momente der Trauer fanden auf Tour statt, in engen Transportern, die durch fremde Länder fuhren; eingeklemmt zwischen SPEED-Auftritten, auf grandiosen Festivalbühnen vor 15.000 Fans. Während die Band eine Auszeichnung und einen Erfolg nach dem anderen verbuchte - einer außergewöhnlicher als der andere -, hielt der Schmerz hartnäckig an.Auf ALL MY ANGELS hat genau diese gemeinsame Trauer die fünf Freunde näher zusammengebracht; sie ermutigt sie, ihr Leben mit größerer Klarheit zu leben, und verschafft ihnen eine fundiertere Perspektive darauf, woran es sich wirklich lohnt festzuhalten. Die Texte auf der EP thematisieren die ernüchternde Realität des Verlusts und enthalten Gedanken über die Sterblichkeit - verletzlicher und unverfälschter als je zuvor. Der Titeltrack endet mit einer direkten Absichtserklärung: ,All my angels, I can't give up."
Darauf haben die Fans gewartet: Tank and the Bangas lassen nach “Green Balloon“ (2019) und “Red
Balloon” (2022) mit “The Last Balloon” jetzt den dritten, besonders energiegeladenen und tanzbaren
Albumballon steigen. Die Band aus New Orleans wird von der charismatischen Frontfrau und Lyrikerin
Tarriona ”Tank“ Ball angeführt und gewann letztes Jahr den Grammy für das ”Best Spoken Word Poetry”-
Album.
“The Last Balloon” ist erneut ein knallbunter Mix aus Soul, Hip-Hop, R&B und Jazz und präsentiert Kollaborationen mit den Sängerinnen Ledisi und Jelly Joseph, der Musikerin Iman Omari und dem Pianisten Tane
Runo. Das Album balanciert zwischen Momenten tiefer Verletzlichkeit und Ausbrüchen überschäumender
Energie – ganz im Sinne der legendär dynamischen Live-Auftritte der Gruppe.
'Lookaftering' von Vashti Bunyan wird 20 Jahre alt. Aus diesem Anlass und zum 80. Geburtstag der Künstlerin erscheint eine erweiterte Ausgabe. Neben dem Original-Studioalbum auf Disc 1 enthält die Expanded Edition auf Disc 2 Demoversionen, alternative Takes und Live-Aufnahmen aller Original-Tracks des Albums. Außerdem begleitende Kommentare von Vashti Bunyan höchstpersönlich, Produzent Max Richter und Devendra Banhart sowie ein 16-seitiges Textheft mit einer Sammlung von Gemälden von Vashtis Tochter Whyn Lewis - Gemälde, die zufällig die Texte des Albums widerspiegeln.
Die Demos stammen aus den Jahren 2001 bis 2005 und wurden von Vashti zu Hause aufgenommen, wobei sie sich selbst auf akustischer und elektrischer Gitarre begleitete und mit Synthesizern experimentierte. Der Sound ist im Vergleich zum fertigen Album natürlich etwas zurückgenommen, doch die Live-Version von Lately, aufgenommen bei einem frühen 'Comeback'-Konzert in Los Angeles im Jahr 2006, mit der gleichen Instrumentierung wie auf dem Album, ist absolut perfekt.
Es ist eine wunderbare Erfahrung, die Demos und die endgültigen Versionen nebeneinander zu hören, während man die Sleeve Notes liest. Man erfährt und hört, wie sich die Songs und das Album entwickelt haben, und Vashti und Max Richter (der das Album produziert und auch darauf gespielt hat) erklären, wie alle beteiligten Künstler (Devendra Banhart, Johanna Newson, Adem Ilhan, Robert Kirby und Mitglieder der Band Vetiver), die von Vashtis Originalalbum 'Just Another Diamond Day' von 1970 berührt waren, die Gelegenheit ergriffen, dabei zu sein.
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