Videosphere, the debut album by Kompakt’s latest signing, the London-based artist Lake Turner (aka Andrew Halford), swoons into focus with “The Sunbird”, a teasing drift of lilting, ambient tones, riding out a submerged piston-pulse rhythm. Across its brief 109 seconds, it manages to traverse evocative terrain – something mythopoetic, something both humble and grandiose, a glimpse of the other behind the sky’s curtain. “I wanted to conjure up something resembling an ancient ceremony or death procession,” Turner nods. “Like a hymn to the surroundings of a faraway hill.” It’s both sky-bound and earthen, a ritual incantation to call in the music of the spheres.
Turner was introduced to the Kompakt family by his sometime collaborator Yannis Philippakis of Foals. He’d previously made music in post-punk and indie groups Great Eskimo Hoax and Trophy Wife, but Videosphere is the first time he’s fully articulated his own vision of electronic music, aside from one limited lathe-cut 12”, 2018’s Prime Mover EP, on Algebra. The lush ambient-disco-techno dreams of Videosphere were constructed and completed in his London studio and at his parents’ arable and sheep farm in Worcestershire, which might help explain the hazy, unhurried pastoralism of the album.
“There was a slight bittersweetness in finishing the record (in Worcestershire) as my parents were in the middle of selling my childhood home,” he sighs, before quipping, “on the plus, I ended up shearing a lot of sheep over the summer.” A student of archaeology and ancient history, Turner is no doubt carefully attuned to the twisting cogs of history and memory, and it’s no surprise that Videosphere has a nostalgic, melancholic cast; much of its beauty rests in the way it tugs, gently, at the heart strings – see the tear-stained cheeks of the lush, dappled “Honeycomb”, or the sweetly sad electro-roundelay of “No Way Back Forever.”
It’s not all drift-dream hypnosis, though – Videosphere is very much grounded in the now. ““No Way Back Forever” is a nod to the linear nature of time,” Turner explains by way of example, “and the tipping point of the world climate crisis that scientists have now declared.” Jayne Powell’s vocals are sent spinning through the song, wound like candyfloss; she takes centre stage on the techno hymnal title track, too. Throughout, there’s a sense of forward movement, despite the life stasis we find ourselves collectively bound by in mid-2020; there’s also a yearning for the communal, for community, that’s captured in the album title, a nod to an object Turner encountered at London’s Geoffrey Museum, “a television set in the shape of a spaceman’s helmet from the 1970s.”
“The vision I loosely had was to make an electronic record that had a communal warmth and almost ceremonial or ritual feel. I wanted to examine the relationship of our archaic minds in the trappings of the modern world,” Turner concludes. “What the Videosphere also symbolizes for me is the oneness of humanity and community, prevailing.”
Eröffnet wird "Videosphere", das Debütalbum von Kompakts jüngstem Signing, dem in London ansässigen Künstler Lake Turner (alias Andrew Halford), mit "The Sunbird" - einem herausfordernden Strom aus Ambient Sounds, die zu schweben scheinen, um sich dann in einen subtilen, maschinellen Rhythmus zu verwandeln. In gerade mal 109 Sekunden gelingt es dem Stück, ein gewaltiges Terrain abzuschreiten - etwas Mythopoetisches, bescheiden und grandios zugleich, gibt uns eine Ahnung davon, was sich hinter dem Himmel verbirgt. "Ich wollte etwas heraufbeschwören, das einer alten Zeremonie oder Totenprozession ähnelt", sagt Turner, "wie eine Hymne an die Umgebung eines weit entfernten Hügels." Himmlisch und irdisch zugleich, eine rituelle Beschwörung von Sphärenmusik.
Der Kompakt Label-Familie wurde Turner von dessen zeitweiligen Mitarbeiter Yannis Philippakis (Foals) vorgestellt. Zuvor hatte er in den Post Punk- und Indie-Bands Great Eskimo Hoax und Trophy Wife gespielt. Bis auf eine limitierte lathe-cut 12", der "Prime Mover EP" auf Algebra von 2018, artikuliert Turner mit "Videosphere" zum ersten Mal seine eigene Vision von elektronischer Musik.
Die üppigen Ambient-Disco-Techno-Träume von "Videosphere" hat Turner in seinem Londoner Studio und auf der Schaffarm seiner Eltern in Worcestershire produziert, was den nebulösen, gemächlichen und beinahe pastoralen Charakter des Albums erklären könnte.
"Es gab einen bittersüßen Moment als ich mit der Platte (in Worcestershire) fertig geworden war, da meine Eltern gerade dabei waren, das Haus meiner Kindheit zu verkaufen", seufzt er, bevor er witzelt, "das Positive war, dass ich im Laufe des Sommers eine Menge Schafe geschoren habe". Als Student der Archäologie und der Geschichte des Altertums ist Turner zweifellos mit den sich unaufhörlich drehenden Rädern der Geschichte und der daran geknüpften Erinnerungen vertraut, und es ist keine Überraschung, dass "Videosphere" einen nostalgischen, melancholischen Einschlag hat; viel von seiner Schönheit liegt in der Art und Weise, wie es einem sanft ans Herz geht - die Tränen benetzten Wangen von "Honeycomb" oder der ambivalente Elektro-Reigen von "No Way Back Forever".
Trotz allem hypnotischen Driften und Träumen - Videosphere ist sehr stark im Jetzt verankert. "`No Way Back Forever`ist eine Anspielung auf die lineare Natur der Zeit", erklärt Turner beispielhaft, "und auf den Wendepunkt der globalen Klimakrise, den Wissenschaftler gerade ausgerufen haben". Jayne Powells Gesang wirbelt dabei wie Zuckerwatte durch den Song und steht auch im Mittelpunkt des technoid hymnischen Titelstücks. Überall ist ein Gefühl der Vorwärtsbewegung zu spüren, trotz der Stagnation, in der wir uns Mitte 2020 kollektiv befinden; trotzdem existiert eine Sehnsucht nach dem Gemeinsamen, nach Gemeinschaft, die im Albumtitel eingefangen ist - eine Referenz an ein Objekt, dem Turner im Londoner Geoffrey-Museum begegnete, "ein Fernsehgerät in Form eines Raumfahrerhelms aus den 1970er Jahren".
„Die lose Vision, die ich hatte, bestand darin, eine elektronische Platte zu machen, die eine soziale Wärme und eine fast zeremonielle oder rituelle Atmosphäre ausstrahlt. Ich wollte die Beziehung unseres archaischen Geistes in den Fallstricken der modernen Welt untersuchen", so Turner abschließend. "Was `Videosphere` für mich auch symbolisiert, ist die Einheit von Menschlichkeit und Gemeinschaft, die am Ende obsiegt".
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Acoustic Resistance ist ein Projekt, das von den Musikern Julien Decoret (Joon Moon, Nouvelle Vague) und Julien Boyé (Gush, Nouvelle Vague) ins Leben gerufen wurde, wobei sie die riesige Instrumentensammlung nutzen, die sie auf ihren Reisen im Laufe der Jahre zusammengetragen haben. Die Band kreiert rhythmische, hypnotische Tanzmusik, die in ihrem Stil und ihrer Form an elektronische Musik anknüpft und gleichzeitig einen kritischen Blick auf die moderne Welt wirft.
Produziert und aufgenommen von Arca, definiert KiCk i eine neue Ära in der Multiplex-Welt der venezolanischen Künstlerin, Sängerin, DJ, Performerin und Komponistin. Mit Björk, Rosalía, Shygirl und SOPHIE hat Arca zum ersten Mal Kollaborateure in ihre Welt eingeladen. Zuvor produzierte sie für Björk, Kayne West und FKA twigs, komponierte Musik für das MoMA, erschuf gewaltige Noise-Skulpturen oder legte bei Festivals als DJ auf. Mit KiCk i wird nicht nur die Freude gefeiert, die Arca in ihrem Leben finden konnte, sondern auch der manchmal beschwerliche Weg, den sie dafür zurücklegen musste. Ihre Bemühungen, ihr venezolanisches Erbe und ihre trans-lateinamerikanische Identität zu versöhnen, entpuppen sich als Reggaetón und spanischem Pop. Aber KiCk i ist nicht nur eine Pop-Platte oder eine experimentelle Platte, oder auch nur eine Mischung aus beiden, sondern alles auf einmal - und noch so viel mehr. Je nachdem, wo man die Nadel aufsetzt, findet man Bubblegum, raue Geräusche, elektronische Psychedelia, Balladen, Knaller, Gelächter, Tränen, Leidenschaft und Glaubensäußerungen - Klänge und Ideen, die nicht einfach miteinander verschmelzen, sondern gleichzeitig in einer Quantenüberlagerung koexistieren. "Ich möchte nicht an ein Genre gebunden sein", erklärt Arca. "Ich will nicht als eine Sache abgestempelt werden." Wo sie jetzt ist, endet das Nicht-Binärsein nicht mit ihrer geschlechtlichen Identität. Es ist zu einer Denkweise geworden, bei der keine eine Sache nur eine Sache sein muss, bei der mehrere Bedeutungen, mehrere Realitäten in überlagertem Gleichgewicht koexistieren können. In diesem Raum zwischen den Staaten, in dem das eine Ding das andere ist, hat Arca ein riesiges Feld unerschlossener kreativer Kraft entdeckt.
Wieder lieferbar Harald Grosskopf ist seit den 60er-Jahren einer der umtriebigsten deutschen Musiker. Der Schlagzeuger aus Hildesheim spielte seitdem bei so unterschiedlichen Acts wie den Scorpions, Wallenstein, Klaus Schulze, Ashra, Joachim Witt, Lili Berlin und 17 Hippies. Grosskopf war 20, als ihm ein LSD-Trip "die Realität weghaute" und er seine eigene musikalische Sprache entdeckte - und die Elektronik. 1980 erschien auf Sky Records Grosskopfs erstes Soloalbum. "Synthesist" bietet acht instrumentale Kompositionen, die Grosskopf überwiegend allein einspielte. Die von Synthesizern und Schlagzeug getragenen Melodien erinnern an die Arbeiten seiner Berliner Elektronikfreunde wie etwa Klaus Schulze und Tangerine Dream und auch an die "kosmischen" Sessions der frühen 70er-Jahre - haben aber doch eine individuelle Klangfarbe. Auch deshalb gilt "Synthesist" weltweit unter den Liebhabern elektronischer Musik längst als Klassiker, der an eine aufregende musikalische Ära erinnert und auch in diesem Jahrtausend noch aufregend ist.
Der Multi-Instrumentalist und Produzent hat sich mit fein strukturierten und enthusiastischen Kompositionen bereits einen Namen gemacht. Sein 2016 erschienenes Album „Forms“ zog mit seiner spielerischen Verwebung von Rhythmen und Samples die Aufmerk-samkeit der elektronischen Musikszene auf sich. In diesem Jahr veröffentlicht The Micronaut nun Olympia (Summer Games) – ein Album, das seinen sorgfältigen Produktionsstil weiterführt und dem Geist der Olympischen Sommerspiele gewidmet ist. Denn auch wenn diese abgesagt wurden, so sind die damit verbundenen Tugenden wie Durchhaltevermögen und Zusammenhalt zeitlos und gerade in diesen Wochen um so wichtiger. Solch grundlegende Prinzipien, die den Geist der Olympischen Spiele ausmachen, sind es auch, die The Micronaut umgetrieben haben. Und so war es kein Zufall, dass Summer Games entstanden ist: „Ich habe bisher immer Konzept-Alben veröffentlicht. Dieses Mal habe ich Olympia gewählt, weil es nicht nur Wettkampf, sondern auch eine Friedensbewegung ist, bei der es um die Menschen geht, ganz egal welcher Nation sie angehören.“ Diesen vielfältigen und stets vitalen, lebhaften Geist spiegelt das Album wider: Das verspielt-zarte Uneven Bars oder das träumerisch-sphärische Table Tennis, sie alle erzählen von den besonderen Momenten, von Siegen und Niederlagen und all den Facetten, die dem Sport innewohnen. Dadurch ist eine Reise entstanden, eine schwungvolle, aber auch turbulente Achterbahnfahrt, die den künstlerischen Anspruch The Micronauts abbildet: „Lebhaft, expressiv, dramatisch, manchmal ruhig, manchmal kraftvoll – ich versuche immer die Vibes von Wanderlust, Hoffnung und individuellen Momenten in meiner Musik einzufangen“ – erzählt der in Leipzig lebende Künstler. Und dieses Mal liegt das Spannungsfeld zwischen sportlichen Disziplinen – in dem sich The Micronaut musikalisch ausdrückt. Wobei seine Musik keinesfalls zum Sich-Messen anregt, vielmehr sind viele Tracks mit ihrem übermütigen, optimistischen Vibe für die Tanzflächen der Clubs geeignet, um sich die Anspannung der zuweilen olympischen Herausforderungen des Alltags von der Seele zu tanzen. Dazu hat The Micronaut anspruchsvolle Arrangements mit fließenden Melodien und unaufgeregtem Gesang kombiniert und den Weg für ein neues, collagenartiges musikalisches Genre geebnet. Bisweilen dreht Summer Games sogar in Richtung Elektro-Pop ab, dann wieder ist es inspiriert von old-schooligem Hip Hop and in anderen Momenten mündet und explodiert es förmlich in intelligent gesetzten musikalischen Hochsprüngen. Die Messlatte liegt hoch – doch bei allem Auf und Ab scheint immer durch, dass The Micronaut ein begeisterter Musikliebhaber ist, der Ideen und Inspirationen von überall her sammelt und sie unter Einsatz seines ganz eigenen emotionalen Prismas übersetzt.
"Don't Let The Ink Dry", produziert von Aaron Dessner von The National, ist ein Werk von extremer Sensibilität und Fantasie. Die Britin Eve Owen, die als Gastsängerin auf dem The National Album "I Am Easy To Find" zu hören und bereits mehrfach mit The National aufgetreten ist, nahm sich für ihr Solo Debütalbum ganze drei Jahre Zeit. Während dieser Periode verbrachte die 20-jährige ihre Sommerferien mit Dessner in New York, wo sie mit ihm schrieb und Songs aufnahm. Dieser kreative Prozess war für Owen eine willkommene Zuflucht von ihrem stressigen Schulalltag. Die Sängerin entdeckte ein neues Gefühl von Freiheit und Zugehörigkeit und entwickelte einen ganz eigenen Sound: wild aber doch zart, unruhig aber differenziert genug, um auch die flüchtigsten Gefühle einzufangen. Aufgenommen wurde im Long Pond Studio, einer umgebauten Scheune und ein altes Bauernhaus tief im Hudson Valley. Passend zum Ambiente gibt Owen sich stellenweise dem Folk hin, allerdings mit elektronischen Experimenten angereichert. Mit Hilfe von Musikern wie dem Multi-Instrumentalisten Rob Moose (Bon Iver, Perfume Genius) und dem Pianisten Thomas Bartlett (alias Doveman, der u.a. mit David Byrne, St. Vincent und Father John Misty gespielt hat) gelangen es ihr und Dessner, einen detailverliebten, experimentellen und eigenwilligen Sound zu entwickeln. "Don't Let The Ink Dry" behandelt intensiv Owens Kampf mit Angst, Entfremdung, Verletzlichkeit und Selbsterhaltung.
In den späten neunziger Jahren war Wien Welthauptstadt der elektronischen Musik - Namen wie Kruder & Dorfmeister, Pulsinger & Tunakan, Waldeck, Electric Indigo oder Fennesz künden davon. Danach kam lange Zeit nichts, bis eine neue Generation - von HVOB bis Parov Stelar, von Dorian Concept bis Elektro Guzzi - sehr nachdrücklich eigene markante Sound- und Leuchtspuren setzte. Und nun kündigt sich abermals ein Zeitsprung an.
Zu große Töne gespuckt? Nein. Selbst Christian Fennesz zieht schon den Hut. Vor Drahthaus. Einer Band, die eigentlich keine Band ist. Noch nicht einmal eines der vielen Projekte, die immer und überall rasch entstehen und noch rascher wieder vergehen. Hier ist etwas radikal anderes im Kommen. Das 2015 gegründete Kollektiv Drahthaus ist ein Zusammenschluss diverser in Wien lebender Kreativer (Musiker, Künstler, Designer, Filmemacher, Techniker, Programmierer, Handwerker, Veranstalter und Kreativer jeglichen Geschlechts) mit der Vision, alte Strukturen in Frage zu stellen. Und Raum für gänzlich Neues zu schaffen.
Die Faktoren Lust, Neugier, Fachwissen und künstlerische Vernetzung sind mit im Spiel. Auch wenn Drahthaus den anarchischen Freiraum der Kunst mit präzisen, systematischen, analytischen Fragestellungen vermessen. Im April erscheint das erste Album - es trägt keinen Titel. Aber es wird die Elektroniksphäre aus den Angeln heben. Lokal, national, international. Willkommen im Drahthaus.
Von Brüchen und Kämpfen: Das Berliner Electro/Pop-Duo Yeah But No kündigt sein zweites Langspielalbum "Demons" an.
Yeah But No sind Douglas Greed und Fabian Kuss. Elektronische Musik mit klassischen Songstrukturen zu einem klugen und mitreißenden Hörgenuss verschmelzen, ist schon immer das Anliegen der beiden. Die Stücke des neuen Albums "Demons" kreisen um innere und äußere Konflikte und Gegensätze und zeigen die Band von einer dunkleren und detailreicher ausgearbeiteten Seite als auf ihren vorherigen Veröffentlichungen, und erweitern das breite Spektrum der Band von elegantem Deep House über friemelige Electronica bis hin zu hypnotischem Techno und großartiger Popmusik.
- LP: schwarzes Vinyl, Gatefold-Cover, 4c-Innersleeve mit Lyrics, Downlode-Code liegt bei
Die besten musikalischen Außenseiter sitzen nie lange still. Sie mutieren stetig, verwandeln sich in neue Formen und weigern sich, in Schubladen gesteckt zu werden. Floating Points hat so viele Gestalten, dass es ohnehin nicht einfach ist, ihn irgendwie einzuordnen. Da ist zum einen der Komponist, dessen Debütalbum „Elaenia“ im Jahr 2015 begeisterte Kritiken erhielt, darunter als Pitchforks „Best New Music“ und Resident Advisor's „Album of the Year“ - und ihn von den Tanzflächen auf die Festivalbühnen weltweit brachte. Dann ist da wiederum der Kurator, dessen Plattenlabels gefühlvolle neue Klänge in den Club gebracht haben, und der auf seinem geschätzten Imprint Melodies International alte Klänge wieder zum Vorschein gebracht hat. Ferner ist da der Traditionalist, der Disco-Typ, der Maschinenmusik macht, der Digger, der stets auf der Suche nach unentdeckten Edelsteinen zwecks Wiederveröffentlichung ist. Und dann ist da noch der DJ, dessen offener und zugleich mutiger Umgang mit dem Genre ihn einst ein 20-minütiges Instrumental des Spiritual-Jazz-Saxophonisten Pharoah Sanders im Berghain spielen ließ.
Nach der Veröffentlichung seiner Zusammenstellung von funkelnder, analoger Ambient- und Atmosphärenmusik für die geschätzte „Late Night Tales“-Reihe, stellt Floating Points' erstes Album seit vier Jahren, „Crush“, alles, was man über ihn zu wissen meint, wieder auf den Kopf. Nicht minder als ein knallender Donnerschlag elektronischen Experimentalismus’, dessen Titel auf den langsam überkochenden Schnellkochtopf anspielt, den die aktuelle politische Gemengelage in der Welt suggeriert, in der wir uns derzeit befinden. So hat Shepherd einige seiner bisher härtesten und treibendsten Tracks produziert, mit Blick auf die britische Bass-Szene (aus der er in den späten 2000er Jahren selbst hervorgegangen ist), wie beispielsweise die zuvor veröffentlichte markante Lead-Single „LesAlpx“ (Pitchforks „Best New Track“). Auf „Crush“ sind allerdings auch einige seiner ausdrucksstärksten Songs zu finden: seine charakteristische Melancholie ist in den erhabeneren, sanfteren Momenten des Albums oder im Buchla-Synthesizer zu finden, dessen unheimliche Modulation das Album prägt.
Sein neues Album fühlt sich augenblicklich an - und lebendig. Es ist der Klang der vielen Seiten von Floating Points, die schließlich miteinander verschmelzen. Es bezieht sich auf die „explosiven“ Momente während seiner Sets, die normalerweise auftreten, wenn er unerwartete Genres zusammenwirft, aus dem ganz einfachen Grund, weil er sich darüber freut, diese Platte „jetzt wirklich laut hören zu können“ und dann die Nadel aufsetzt. Es ist „genau wie das, was passiert, wenn man zu Hause mit seinen Freunden Musik spielt und diese sich überall im Raum ausbreitet.“, erklärt er.
Erste Solo-EP des Berliner Produzenten Allan Shotter, neben Sängerin Giada Zerbo eine Hälfte des Duos Vittoria Fleet mit Releases auf n5md und 2DIY4. Inspiriert von Veteranen der elektronischen Musik wie Aphex Twin, Radiohead und Boards Of Canada sowie Sounddesignern wie Steve Reich, Moon Dog und John Cage, nimmt uns Shotter mit in eine Welt aus überwältigender, analog erzeugter Electronica mit atmosphärischen Klangkulissen und cineastischen Akkordläufen.
Am 21.Juni 2019 veröffentlichen Hot Chip ihr siebtes Studioalbum „A Bath Full Of Ecstasy“
A Bath Full of Ecstasy vereint den Sound, für den die Band berühmt geworden ist - Euphorie und Melancholie verschmelzen mit bunten Melodien, eigenwilligen Gesangslinien und pumpenden elektronischen Pop-Rhythmen. Für die Produktion holten sie Philippe Zdar, den französische Maestro, der die Magie von Cassius und Phoenix geprägt hat, und Rodaidh McDonald, der mit The XX, David Byrne, Sampha, u.a. zusammen-gearbeitet hat, ins Boot. Es geht zurück auf das, was Taylor als Inbegriff von Hot Chip versteht: "Eine musikalische Formulierung dessen, was gesagt werden muss, oft aber nicht ausgesprochen werden kann".
Nach seinem begnadeten Remix für Axwell^Ingrosso 2018 auf Astralwerks überzeugt das aus Deutschland stammende Duo minds&machines, ein menschlich-elektronischer Hybrid zweier Individuen, mit seiner neuen EP auf Solomuns 2DIY4 Label. Auf "Silenced / Nothing" lassen minds&machines Spuren von Garage, Electronica und Ambient auf deren divergierenden Routen für einen kurzen Moment kollidieren, womit ihnen ein neues Highlight innovativer Musikschreibung gelingt.
"imagori" (2015) Ist Das Erste Gemeinsame Album Der Beiden Musikalischen Grenzgänger Hans-joachim Roedelius (u.a. Cluster, Harmonia) Und Christoph H. Müller (u.a. Gotan Project). Elektronische Beats, Schwebende Pianomelodien, Perkussive Elemente: Ein Atmosphärisch Dichtes Album, Durchgehend Warm Undharmonisch - Obwohl Es Von Offensichtlichen Gegensätzen Lebt. Das Ergebnis Ist Ein Album, Das In Sich Ruht, Auf Positive Art Geschlossen Wirkt - Und Jede Sekunde Spannend Ist. Diese 12" Enthält Die Fantastischen Remixe Von Peter Kruder (kruder & Dorfmeister), Ken Hayakawa Und Takamowsky.
Auge und Ohr vereint: Kollaborations-EP von Oscar Powell und Wolfgang Tillmans. Zufällige Treffen können viel in Gang bringen: Oscar Powell, der Londoner DJ, Elektronikproduzent und
Gründer (mit Jaime Williams) von Diagonal Records, und der deutsche Fotograf und Künstler Wolfgang Tillmans, dem 2000 als erstem Fotografen und Nichtengländer der renommierte Turner Prize verliehen wurde, liefen sich 2017 im Tate Modern bei einer Performance von Tillmans über den Weg. Man kam ins
Gespräch, führte die Konversation per Mail fort und fand sich schließlich in Berliner, Londoner und Turiner Studios wieder. Die dabei entstandenen Titel sind auf der vorliegenden EP versammelt. Obwohl dem Visuellen verpflichtet, waren die Aufnahmen für den aus Remscheid stammenden Tillmans kein Neuland. Schon 2016 veröffentlichte er Vocal basierte elektronische Songs auf einer Reihe von EPs und Mini-Alben.
Eine Komposition von ihm schließt sogar Frank Oceans Album "Endless" ab. Powell hingegen veröffentlicht seit 2011 Musik auf seinem eigenen Label sowie bei Mute und XL Recordings.
Auch Auf Seinem Dritten Album Nutzt Sebastian Kramer Aka Redshape Den Für Ihn Prägenden Sound Von 90er-jahre-techno Allgemein Und Speziell Aus Detroit Nicht Als Zitat, Sondern Erzeugt Mit Seinen Neuen Tracks Ein Sehr Spezielles, Eigenes Narrativ: Düster, Gespenstisch, Und Doch Entschieden Romantisch. In Gewisser Hinsicht Ist "a Sole Game" Sogar Die Erste Echte Redshape-lp Überhaupt, Die Nun Nichts Mehr Imitieren Will, Sondern Sich Durch Selbstbewusstsein, Selbstreflexion Und Souveränität Ausweist. Im Klassischer Redshape-manier Begeben Sich Die Acht Tracks Von "a Sole Game" Auf Eine Reise Durch Nächtliche Welten Und Düstere Industrielandschaften, Durchzogen Von Seltsamen Stimmen Und Geräuschen. Eines Der Wichtigsten Ziele Lag Unüberhörbar Darin, Ein Nahtlos Perfektes, Ganzheitliches Elektronisches Album Zu Produzieren, Das Ohne Interludes Oder Typisches Füllmaterial Funktioniert. Entsprechend Warm Und Analog Klingt Die Platte. Letztendlich Setzt Redshape Damit Klassisches Songwriting Mit Den Codes Von Techno Um Und Macht In Seiner Musikalischen Entwicklung Einen Großen Schritt Nach Vorne.
- A1: Begleitung Für Tuba
- A2: Inversion
- A3: Proto
- A4: Metazoon
- A5: Momentaufnahme
- A6: 2 Ton
- A7: Speichen
- A8: Modes
- A9: Expansion (Version)
- A10: Synchronton 2
- B1: Atmosphäre 1
- B2: Punkte
- B3: Expansion
- B4: Für Ulrich
- B5: Pulsation
- B6: Testlauf
- B7: Soloresonanzen
- B8: Photosphäre
- B9: Rhythmus 80
2018 Vinyl Remaster. Von Jan Jelinek kompilierte Werkschau der legendären musizierenden Pharmazeutin.
Die Geschichte der Entdeckung dieser Aufnahmen klingt abenteuerlich. Es soll Ursula Bogners Sohn
Sebastian gewesen sein, der auf einem Flug seinem Sitznachbarn, dem Elektronikmusiker Jan Jelinek, vom
ungewöhnlichen Hobby seiner Mutter berichtete. Ursula Bogner, 1946 in Dortmund geboren, dann in Berlin
als Pharmazeutin bei einem großen Pharmaunternehmen beschäftigt, hatte ein Faible für elektronische Musik
und die Musique concrète. Ab Ende der 60er-Jahre nahm sie eigene Stücke auf, die sie jedoch nie
veröffentlichte. Bogner war stark von den pseudowissenschaftlichen Energietheorien Wilhelm Reichs
("Orgon") beeinflusst und bastelte sich einen eigenen Orgon-Akkumulator. 1994 verstarb Ursula Bogner.
2008 veröffentlichte Jan Jelinek unter dem Titel "Recordings 1969-1988" eine erste Werkschau Bogners, die
jetzt als remasterte Vinyl Version wieder veröffentlicht wird.
Hinter dem Alias Bvdub verbirgt sich mit Brock Van Wey ein Produzent elektronischer Musik aus San Francisco. Dort war Wey in den Neunzigern als DJ und Promoter in der Rave-Szene aktiv, bevor er sich in den frühen Nullerjahren nach China verabschiedete, um dort auf neue Gedanken zu kommen. Was ihm auch recht erfolgreich gelang, seit 2007 hat Wey - als Bvdub und unter anderen Pseudonymen - rund 40 AmbientTonträger veröffentlicht, darunter mittlerweile stattliche 30 Alben. Diese begeistern durch empfindsam gesponnene Melodien und faszinierende Texturen, wie sie auch bei Echospace, Kompakt und Styrax geschätzt werden. "Drowning In Daylight" ist Weys Debüt für das Label Apollo. Das Album erscheint als Doppel-LP und enthält vier epische, je circa 20-minütige Tracks. Sie machen unverkennbar klar, dass Wey in Kindheitstagen eine Piano- und Violinen-Ausbildung genossen hat und (noch immer) von nostalgischsymphonischen Klängen beseelt ist.
- A1: Zavoloka -.Transmutatsia
- A2: Mimicof - Love Control Feat. Hprizm
- A3: Benjamin Brunn - Joy
- A4: Retina.it - Horses
- B1: Mads Emil Nielsen - Unfold
- B2: Mads Emil Nielsen - Untitled Percussion Loop
- B3: Mimicof - Spark
- B4: Pierce Warnecke - Bogusstratagem
- B5: Mads Emil Nielsen - Circles
- C1: Zavoloka - Inflame
- C2: Retina.it - Rodeo
- C3: Retina.it - Gauchos
- C4: Benjamin Brunn - Alloy
- D1: Pierce Warnecke - Shiftform
- D2: Pierce Warnecke - Hddxenoglossy (And The Machine Spoke)
- D3: Mads Emil Nielsen - Framework 12
- D4: Mimicof - Cycle
- D5: Benjamin Brunn - Coy
»sichten« refers both to »opinions« as well as the »examination of material«. in lose sequence, we will invite friends and colleagues, but especially music lovers to share their opinions on music with us or to look through their collected materials in order to present music that tends to be out of the focus of current media channels. as a label for electronic music our focus is on examining exactly this genre. but in the context of the series, we are rather looking for more hidden, unknown, perhaps forgotten music. we want to present the yet undiscovered, and also offer a platform for other cultural environments with different musical approaches. each issue will be supervised and compiled by a curator. an introductory text shall explain the ar- tistic approach of the respective curator. in this sense, the format of a double lp can only provide a first insight and wants to invite to a more in-depth research. for the first issue of the series, »sichten 1«, we asked frank bretschneider to compile his own, very personal selection of current electronic music. his choice fell on six artists, whose different styles me- ander between accessible music on the one hand and very abstract compositions on the other hand.
"sichten" bezieht sich sowohl auf "Meinungen" als auch auf die "Auseinandersetzung mit dem Material". In loser Folge laden wir Freunde und Kollegen, vor allem aber Musikliebhaber ein, ihre Meinung zur Musik mit uns zu teilen oder ihre gesammelten Materialien durchzusehen, um Musik zu präsentieren, die nicht im Fokus der aktuellen Medienkanäle steht. als label für elektronische musik liegt unser schwerpunkt auf der untersuchung genau dieses genres. im rahmen der serie suchen wir aber eher nach verborgener, unbekannter, vielleicht vergessener musik. wir wollen das noch unentdeckte präsentieren und auch eine plattform für andere kulturelle umgebungen mit unterschiedlichen musikalischen ansätzen bieten. Jede Ausgabe wird von einem Kurator betreut und zusammengestellt. Ein einleitender Text soll den künstlerischen Ansatz des jeweiligen Kurators erläutern. In diesem Sinne kann das Format einer Doppel-LP nur einen ersten Einblick geben und will zu einer vertieften Recherche einladen. für die erste ausgabe der serie "sichten 1" haben wir frank bretschneider gebeten, seine eigene, sehr persönliche auswahl aktueller elektronischer musik zusammenzustellen. seine auswahl fiel auf sechs künstler, deren unterschiedliche stilrichtungen ich zwischen zugänglicher musik einerseits und sehr abstrakten kompositionen andererseits unterscheiden.
- A1: Te Digo Wayno (4:36)
- A2: E-Chango (3:12)
- A3: Algo (Feat La Yegros) (3:13)
- A4: Como Saber (1:24)
- A5: Pachama (Feat Iara Nardi) (4:05)
- B1: Pa Que Yo Te Cure (Feat Balvina Ramos Y Queen Cholas) (4:11)
- B2: Tierra De King Coya (Feat La Walichera) (4:59)
- B3: Dorremi (3:18)
- B4: Icaro Llama Planta (Feat Isabel Pinedo Rengifo) (5:16)
King Coya ist das digitale Alter Ego des argentinischen Musikers, Produzenten und Komponisten Gaby Kerpel. In den Neunzigern entwickelte Kerpel die furiose Theater-Performance "De la Guarda" mit, später setzte er seine Kreativität für das preisgekrönte Showprojekt "Fuerza Bruta" ein. Abgesehen davon ist er bekannt für die innovative Verbindung lateinamerikanischer Folklore mit moderner elektronischer Musik. Seit seinem 2009 veröffentlichten Solodebüt "Cumbias de Villa Donde" fertigte der König Remixe für Acts wie Amadou & Mariam, Brazilian Girls, Julieta Venegas, Luzmila Carpio, Chancha Via Circuito, Tom Tom Club, Petrona Martinez und Magin Díaz an. Weiterhin beteiligte er sich als Mitglied der Band Terraplén an den Aufnahmen zu "Tira Torito" (2010). Mit "Tierra de King Coya" setzt Kerpel den eingeschlagenen Pfad weiter fort. Zur Geltung kommen neben kolumbianischer Cumbia und argentinischem Folk insbesondere traditionell in den Anden gebräuchliche Instrumente wie das Zupfinstrument Ronroco oder die Schnabelflöte Tarka. Natürlich werden alle Sounds vom King so lange am Computer aufbereitet, verfremdet und geschichtet, bis sich explosiv-tanzbare Songs ergeben. Neun Stück sind es auf "Tierra de King Coya" geworden. Bei diesen wird er von La Yegros, Iara Nardi, Isabel Pinedo Rengifo, La Walichera, Balvina Ramos und Queen Colas am Mikrofon begleitet.
Bruno Pronsato hat schon länger erfolgreich Erwartungen in der Techno- und House-Szene untergraben. Im früheren Leben war er Schlagzeuger einer Speed-Metal-Band mit einer ernsthaften Leidenschaft für Zwölftonmusik. 2005 zog er nach Berlin und eroberte die Aufmerksamkeit der elektronischen Musikwelt mit seiner LP "Why Can't We Be Like Us". Pronsato kehrt nun mit seinem neuen Album zurück ins Rampenlicht. In Zusammenarbeit mit Yonatan Levi hat er "A Face Wasted On The Theatre" geschrieben und produziert. Diese Verbindung ist bereits bestens eingespielt: Seit 2014 arbeiten die beiden immer wieder zusammen. Das neue Album entstand in zwei verschiedenen Studios im Prenzlauer Berg, der Wahlheimat des Texaners Steven Ford, wie Pronsato bürgerlich heißt, - und zwar meist nachmittags und nicht etwa in tiefer Nacht. Auf sechs der acht Songs ist Levi alias L.A.Teen erneut am Bass zu hören, weitere Gäste sind der Komponist und Produzent Peter Gordon und der israelische Saxofonist Yonatan Yudkowitz. Auch Levi stammt aus Tel Aviv und ist klassisch ausgebildeter Gitarrist und Bassist. Er ging einst in die USA und machte sich in der New Yorker Jazz-Szene einen Namen.
- A1: Blissters
- A2: Tangerines
- A3: Nineteen 7
- A4: Cernubicua
- A5: Pillars Of Wah
- A6: Modularity
- B1: Field Depth
- B2: Moon Two
- B3: Durlin
- B4: Corvus
- B5: Tones Map
- B6: Dust & Spiders
- C1: Gradients
- C2: Lab Test
- C3: Shildreke
- C4: Uysring
- C5: Ghostring
- C6: Noise Floor
- D1: Post Industrial
- D2: Rehndim
- D3: Roane
- D4: Time Curious Glows
- D5: Ars Vetus
- D6: Hobbs End
- D7: Inkstain
Das erste Album von Chris Carter seit 17 Jahren! Als Gründungsmitglied von Throbbing Gristle - gemeinsam mit Cosey Fanni Tutti, Peter 'Sleazy' Christopherson und Genesis Breyer P-Orridge -, spielte Chris Carter eine signifikante Rolle in der Entstehung elektronischer Musik, eine Reise, die Carter als Teil von Chris & Cosey und Carter Tutti respektive Carter Tutti Void und in seinen Soloarbeiten bis heute fortsetzt. Die Verknüpfung von traditioneller Musik und Elektronik sind jene Momente, die die Musik von CCCL Volume 1 an das Schaffen von Throbbing Gristle rückbinden.
Kalakuta Soul Records joins forces with waf80music to proudly present Kai Niggemann's solo debut, an all original album of outrageous poetically abstract music created live and without overdubs on a Buchla 200e Electric Music Box, one of the rarest and most sought after electronic music instruments. Working on the platform since 2013, Kai Niggemann has become one of Germany's leading artists who perform live with a Buchla 200e. His style is an electro-acoustic storytelling, a clubby dreamscape and a poetically-abstract kraut-infused energetic mix of new Elektronische Musik with contemporary club culture. Nerds love the technology and clubbers love the throbbing drive of the basslines. It's all improvised and recorded live in Berlin — yet it sounds meticulously crafted in a dark basement studio throughout the entire last winters. Kai is a member of the 30-piece kraut-noise-jazz collective "The Dorf" and the electronics duo "The Last Books" (with Achim Zepezauer), performs and records with Mia Zabelka (Vienna) as "Redshift Orchestra", cofounded the internet-computermusic "European Bridges Ensemble" (EBE, e-b-e.eu) and the electroacoustic duo "Resonator". His most recent releases were the CD/vinyl "Lux" (feat. the noise drone artist N), "EviL/EvyL" and the cassette "Made in Österreich" with The Dorf (feat. Caspar Brötzmann & FM Einheit (Ex-Einstürzende Neubauten) or "Thinking Light" by Redshift Orchestra (duo with Mia Zabelka). He performed concerts with Mia Zabelka (Wien), Yoshio Machida (JP), Trap & Zoid (BE), Stian Westerhus or Shahzad Ismaily (with The Dorf) among many others.
Die klingt genau so, wie sie heißt: farbenprächtig, schwurbelig, episodenhaft und manchmal richtig schön beknackt. Siriusmo nistet sich auch mit seinem dritten Album wieder an seinem ganz eigenen Plätzchen in der elektronischen Musik ein, indem er alle möglichen Stile und Vorlieben durch seinen persönlichen Filter schickt, notorisch tiefstapelt, maßlos übertreibt und immer auf dem Punkt landet. Siriusmo ist der Vordenker, der gar keiner sein will. "Comic" ist ein perfekt unperfektes Selbstportrait und enthält - in des Meisters eigenen Worten - "14 bunte Geschichten zum Selbstausmalen. Aber keine Bange, diese Geschichten erwachen von ganz allein zum Leben. Vergleiche sind überflüssig, nur einer drängt sich auf: Sowohl melodische Vintage-Electro-Romanzen wie "Dagoberta" als auch fuchsteufelswilde Arrangements wie "Bleat" ziehen Parallelen zu alten Squarepusher-Platten. Statt Jazz und Jungle bestimmt bei Moritz eben die Berliner Sozialisation den Sound.
Aus großen Melodien und strapazierfähigen elektronischen Teppichen gestrickt, ist "Love What Survives" gewissermaßen die Essenz ihres bisherigen Schaffens, indem verschiedene Gesangsgäste und Musikerpersönlichkeiten (James Blake, Micachu, King Krule) hinzukommen, um gemeinsam zu experimentieren, Formen neu zu denken, Dinge auszuradieren, mit Pop-Überlieferungen zu spielen, alles zusammen wachsen zu lassen. Die neuen Tracks enstanden größtenteils auf zwei Vintage-Synthesizern (Korg MS-20, Korg Delta), die beide, so die Band, diese "punkige, schloddrige Qualität hätten, die an Robert Wyatt erinnert", die mit ihrem Industrial-Einschlag und dem unverkennbar direkten Sound Mount Kimbie zu ihrem neuesten Sound-Update bewegen sollten. Der pulsierende Motorik-Beat der Single "Blue Train Lines" zum Beispiel schickt King Krule direkt auf die Überholspur, von wo aus er seine zerklüfteten Vokalsalven abgeben kann. Die offene, ausladende Aura der Platte ist ferner der Tatsache geschuldet, dass sie zwischen London und Los Angeles entstanden ist, zwei Standorten, zwischen denen das Duo pendelte, um gemeinsame Sessions zu veranstalten und Ideen zu verfeinern.
Tangerine Dream hatten seit ihrer Gründung Ende der 1960'er in Westberlin einen massgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der elektronischen Musik und galten als einer der führenden Vertreter des Krautrock. In den 1980'ern lieferten sie beachtliche Soundtracks zu Filmen wie "Firestarter", "Risky Business", "Near Dark", "Thief" und Sorcerer" ab, ihr musikalischer Einfluss auf den Soundtrack der Netflix-Kultserie "Stranger Things" ist enorm. Ihr neues Doppelalbum "Particles" ist eine Mischung aus brandneuem Material und Reinterpretationen, darunter des Titelstücks ihres Albumklassikers "Rubycon" (1975), Liveaufnahmen u.a. des Titeltracks des "White Eagle" Albums (1982), sowie eine eigene Coverversion des "Stranger Things" Theme.
(en) While the last Kompakt offering from legendary Russian synthesists SCSI-9 dates back to 2008, when the duo released their album Easy As Down' (KOMPAKT CD 068), co-founder and techno/house virtuoso ANTON KUBIKOV kept himself busy cultivating his own label Pro-Tez Records - and establishing a career as solo artist with a clear penchant for dub-infused soundscapes and ambient music. WHATNESS is Kubikov's first solo full-length under his proper name, weaving airy and iridescent sonic tapestry that takes up where his excellent contributions to our Pop Ambient compilations left off.
ANTON KUBIKOV's special ear for ambience and tonal spaces was always an integral part of SCSI-9's musical DNA that would alternate between tight dance workouts and vast melodic range - but it's as a solo artist that he truly started to explore these spaces, following mysterious sonic trails into foggy, reverb-heavy territory. Kubikov's contributions to the several instalments of our Pop Ambient compilation series announced the arrival of a promising new project in our talent pool - a promise more than satisfied with the immersive sound bath of first solo outing WHATNESS.
Going from the richly layered electronic drones of LIQUID MIRROR or ENTRANCE to the lush ambient dub of OTHER THE SEA and KURT'S FOREST, or the minimalist, evocative piano of OKTOBER and PIA, the album covers lots of stylistic ground, but remains committed to its overall aesthetic of misty mountains and serene valleys. With the endearing APRIL, a true Pop Ambient classic from the 2016 compilation (KOMPAKT 345 CD 128) makes a welcome return, priming the canvas for the subtle bass throb of NORTH and its charming synth bell orchestra. Masterfully refining and extending his sonic pallet on WHATNESS, ANTON KUBIKOV can claim his spot among the very best of today's ambient composers.
(de) Obwohl die letzte Kompakt-Offerte aus dem Studio der legendären russichen Synthesizeristen SCSI-9 schon eine Weile zurückliegt - 2008, um genau zu sein, mit dem Album Easy As Down' (KOMPAKT CD 068) -, hat Co-Gründer und Techno/House-Virtuose ANTON KUBIKOV nicht auf der faulen Haut geaalt, sondern sein eigenes Label Pro-Tez Records gepflegt - und eine Karriere als Solo-Künstler mit klarem Drang zur verdubbten Tonlandschaft und Ambient-Musik in die Wege geleitet. WHATNESS ist seine erste Solo-Album-Veröffentlichung unter eigenem Namen und webt einen luftigen wie schillernden Klangteppich, der genau da weitermacht, wo Kubikovs exzellente Beiträge zu unserer Pop Ambient Compilation-Reihe aufgehört haben.
ANTON KUBIKOVs besonderes Ohr für Ambientes und tonale Räume war schon immer integraler Bestandteil von SCSI-9s musikalischer DNA, die gerne zwischen fokussierter Tanzathletik und ausufernden Melodieräumen changiert - doch erst als Solo-Künstler macht er sich daran, diese Räume wirklich auszuloten und geheimnisvollen Klangspuren in neblige, hallende Gegenden zu folgen. Kubikovs Gastspiele auf mehreren Ausgaben unserer Pop Ambient-Serie deuteten auf ein vielverprechendes neues Projekt im Talentpool hin - ein Versprechen, das mit dem mitreissenden Klangbad von WHATNESS mehr als erfüllt wird.
Von den reichhaltig verschichteten elektronischen Drones von LIQUID MIRROR oder ENTRANCE zum üppigen Ambient-Dub von OTHER THE SEA und KURT'S FOREST, oder dem minimalistischen, andeutungsreichen Klavierspiel auf OKTOBER und PIA erstreckt sich das Album über viel Stilgebiet, bleibt aber der eigenen Ästhetik dunstiger Gebirgszüge und einsamer Täler true. Mit dem überaus reizenden APRIL macht ausserdem ein echter Pop Ambient-Klassiker von der 2016er Ausgabe (KOMPAKT 345 CD 128) seine Aufwartung und bereitet den Boden für den subtil pochenden Bass von NORTH nebst charmantem Synthieglockenorchester. Meisterhaft veredelt und aufgebohrt, ist ANTON KUBIKOVs Klangpalette auf WHATNESS Grund genug ihm einen Platz zwischen den besten Ambientkomponisten unserer Tage zu sichern.
3xLP+CD Artbook
(en) - Nearly two decades after the last official GAS album release, Wolfgang Voigt returns to his iconic Ambient project with a brandnew full-length.
- NARKOPOP continues the classic GAS aesthetic of symphonic scope and subtle variation, taking the listener on an otherworldly journey to the depths of rapture and reverie.
- Available as luxurious hardcover CD incl. 24 pages booklet.
In the body of work of Cologne artist Wolfgang Voigt - who, like few others, has informed, shaped and influenced the world of electronic music with countless different projects since the early 1990s -, GAS stands out in particular as a saturnine sound cosmos based on heavily condensed classic sequences. Even after nearly 20 years, the sound of GAS doesn't seem to have lost any of its luster, as shown by the commanding success of Kompakt's fall 2016 re-release of the essential back catalogue as a 10xLP/4xCD box set.
The overwhelming feedback from a loyal international fan community and worldwide media outlets attests once again to the sheer timelessness of GAS. Which is why it will feel like hardly a day has passed since the release of the last official album 'Pop' nearly two decades ago, when Wolfgang Voigt resumes this specific creative path with the upcoming new full-length NARKOPOP.
Even in the here and now, the unmistakable vibe of GAS immediately hits home, taking the listener on an otherworldly journey with the very first sounds, drawing him or her into an impervious sonic thicket, down to the depths of rapture and reverie. From wafts of dense symphonic mist emerges a floating and whirling feeling of weightlessness, before the listener steps into an eerily beautiful forest of fantasy, pulled in by the allure of a narcotic bass drum.
While earlier GAS tracks were often based on the hypnotic effects of looping techniques, the 10 new pieces on NARKOPOP unfold their magic in a more entwined manner, sometimes with the sonic might of an entire philharmonic orchestra, sometimes as subtle and fragile as the most delicate branch of a tree with many. A main characteristic of Voigt's oeuvre, the coalescence of seemingly contradictory stylistic aspects such as harmonious and atonal, concrete and abstract, light and heavy, near and far is also a decisive feature of NARKOPOP.
In accordance with the transgressive spirit of his collective work, Voigt carries the aesthetic conceptions of his music over to the realm of the visual. Based on his abstract forest pictures, the GAS artwork addresses Voigt's artistic affinity to romanticism and the forest as a place of yearning. For the first time, a closer look at the cover of NARKOPOP reveals signs of architectural fragments which hint at another, maybe parallel world behind Voigt's forest. Truth is the prettiest illusion.
(de) - Fast zwei Jahrzehnte nach dem letzten offiziellen GAS-Albumrelease kehrt Wolfgang Voigt mit einem brandneuen Langspieler zu seinem legendären Ambientprojekt zurück.
- NARKOPOP setzt die klassische GAS-Ästhetik zwischen symphonischer Grösse und subtiler Variation fort, eine Reise zu den Untiefen von Rausch und Entrücktheit.
- Erhältlich als luxuriöse Hardcover CD- Erhältlich als luxuriöse Hardcover CD inkl. 24-seitigem Booklet.
Aus dem Gesamtwerk des Kölner Künstlers Wolfgang Voigt, der mit seinen unzähligen unterschiedlichen musikalischen Projekten seit den frühen 1990er Jahren wie kaum ein Zweiter die elektronische Musikwelt geprägt, gestaltet und beinflusst hat, ragt sein Projekt GAS, ein auf stark verdichteten Klassiksequenzen basierendes, düsteres Klangkunstwerk, in ganz besonderem Maße heraus. Dass der Sound von GAS auch nach fast 20 Jahren scheinbar nichts von seinem Zauber und seiner Kraft verloren hat, zeigte eindrucksvoll der große Erfolg des im Herbst 2016 als 10xVinyl/4xCD Box auf Kompakt wieder veröffentlichten Backkatalogs.
Die überwältigende Resonanz, sowohl seitens der treuen internationalen Fangemeinde als auch der weltweiten Presse, bezeugte einmal mehr die schiere Zeitlosigkeit von GAS. Daher fühlt es sich auch an, als sei kaum ein Tag vergangen, wenn Wolfgang Voigt nun mit NARKOPOP genau da den künstlerischen Faden wieder aufnimmt, wo das letzte offizielle Album »Pop« ihn vor fast zwei Jahrzehnten hat fallen lassen.
Auch hier und heute verfängt der unverwechselbare Geist von GAS unmittelbar und nimmt den Hörer bereits mit den ersten Tönen mit in eine andere Welt, zieht ihn hinein in ein undurchdringliches Dickicht aus Klang, hinunter in die Untiefen von Rausch und Entrücktheit.
Aus dichten sinfonischen Nebelschwaden entsteht ein Schweben und Taumeln, ein Gefühl der Schwerelosigkeit, bevor der Zuhörer von der Anziehungskraft einer narkotischen Bassdrum wieder hinunter in den schaurig-schönen Fantasie-Wald gelockt wird.
Während frühere GAS Tracks oft auf der hypnotischen Wirkung des Loops basierten, entfalten die 10 neuen Stücke auf NARKOPOP ihre Magie auf verschlungeneren Pfaden, mal mit der klanglichen Wucht eines ganzen Philharmonieorchesters, dann wieder so zart und zerbrechlich wie der feinste Ast eines weit verzweigten Baumes. Das für Voigts Arbeiten so typische Ineinanderfließen scheinbar widersprüchlicher stilistischer Aspekte wie harmonisch und atonal, konkret und abstrakt, leicht und schwer, nah und fern ist auch auf NARKOPOP essenziell.
Im Sinne seines grenzüberschreitenden Schaffens, überträgt Voigt die ästhetischen Konzeptionen seiner Musik auch auf die Ebene des Visuellen. Das auf seinen abstrakten Waldbildern basierende GAS Artwork thematisiert Voigts künstlerischen Nähe zur Romantik und dem Wald als Sehnsuchtsort. Wer einen genaueren Blick auf das Cover von NARKOPOP wirft, der wird erstmalig Andeutungen architektonischer Fragmente entdecken, die eine andere, vielleicht parallele Welt hinter dem voigt'schen Wald erahnen lassen. Wahrheit ist der schönste Schein.
Skint Records kündigt mit dem Album "The Invention Of Loneliness" von Sailor & I eine spannende Elektro-Dance-Pop-Veröffentlichung an. Der schwedische Sänger, Produzent und Multiinstrumentalist Alexander Sjödin stellt jedoch nicht den klassischen Archetypen eines Musikschaffenden in der elektronischen Musikwelt dar. Vielmehr begibt sich der Schwede unter dem Namen Sailor & I in das Territorium von Sigur Ros und Bon Iver, die für ihr anspruchsvolles, fein abgestimmtes und melancholisches Songwriting bekannt sind.
Bonobo veröffentlicht den lang erwarteten Longplayer-Nachfolger auf seine Erfolgalben Black Sands & The North Borders inklusive Vocal-Features von Chet Faker, Rhye & Hundred Waters!
Simon Green, alias Bonobo, kehrt mit seinem sechsten Album zurück, dem meisterlichen, gebieterischen "Migration" - ein Werk mit dem er sich ein für alle Mal an der Spitze der elektronischen Musik verortet. In abwechselnden Zügen opulent, manisch, wunderschön, melancholisch, freudig, voller Emotion und technischer Fertigkeit, ist dies womöglich sein bislang ehrgeizigster Versuch, die grundlegende Beschaffenheit menschlicher Existenz und deren ausgedehnte Dynamik zu erfassen. Neben Zeitgenossen wie Four Tet, Jon Hopkins oder Caribou, zählen Wiz Khalifa, Skrillex, Disclosure oder Warpaint zu Bonobos prominentesten Fans. Sein 2013er Album "The North Borders" erreichte im UK die Top 30 und katapultierte sich auf Platz #1 der elektronischen Charts, sowohl in den USA als auch im UK. Im Zuge dessen spielte sein 12-köpfiges Kollektiv weltweit über 175 Konzerte, darunter zwei ausverkaufte Shows im Sydney Opera House, ein ganztägiges Festival im Londoner Roundhouse, eine ausverkaufte Show im Londoner Alexandra Palace sowie einige renommierte Festival-Slots. Inzwischen verfügt Bonobo rund um den Globus über eine umfangreiche, loyale und engagierte Fanbase. Mehr als eine halbe Million verkaufte Alben und über 150 Millionen Spotify-Streams gehen auf sein Konto und verdeutlichen den Erfolg, den sich dieser ruhige, bescheidene Mann erarbeitet hat. Dank "Migration" wird seine wunderschön raffinierte und gefühlsgeladene Musik in Kürze ein noch größeres Publikum erreichen. Das zutiefst Persönliche kann schließlich ebenso gut allgemein gültig sein.
Hinter Anohni verbirgt sich Antony Hegarty, die Sängerin von Antony and the Johnsons. "Hopelessness" ist ein Dance Album mit Soul-Gesang und politischen Texten, die staatliche Überwachung, Drohnen-Krieg und Umweltzerstörung thematisieren. Indem Anohni zeitgemäße elektronische Musik mit politischen Inhalten kollidieren lässt, wirft das Album gängige Erwartungen an Pop-Musik über den Haufen. Passend dazu erschien die erste Albumauskoppelung, "4 Degrees", zur Pariser Weltklima-Konferenz im Dezember 2015, was der "Guardian" mit "Hugely affecting (...) instantly earns its place in the pantheon of great musical protests' kommentierte. Im selben Fahrwasser bewegt sich auch die zweite Single. Musikalisch wunderschön, inhaltlich erschütternd brutal: "'Drone Bomb Me' is a love song written from the perspective of a young girl in Afghanistan whose family has been executed by unmanned U.S. drones. She dreams of being annihilated." Visuell wird das Ganze von einem atemraubenden Clip des bekannten Musikvideo-Regisseurs Nabil (Foals, Bon Iver, Bruno Mars, Kanye West) unterfüttert, in dem Naomi Campbell in der Hauptrolle zu sehen ist. "Hopelessness" entstand in Zusammenarbeit mit Oneohtrix Point Never und Hudson Mohawke.
A-TON ist eine neue Edition und Plattform des Berghain-Inhouse-Labels Ostgut Ton und konzentriert sich auf Ambient-, Archiv- und andere Musiken, abweichend von den
clubfokussierten Veröffentlichungen des Hauptlabels. Darüber hinaus markiert das erste Release auf A-TON - Chronicles I - den Beginn einer Serie von Veröffentlichungen Luke Slaters unter dessen Alias The 7th Plain und präsentiert geremastertes, zuvor veröffentlichtes als auch bislang ungehörtes Archivmaterial.
Zuerst erschienen auf General Production Recordings zwischen 1993 und 1996, lotete Slaters The 7th Plain die sich stärker ausbreitenden Facetten von Ambientmusik aus und trieb sie gleichzeitig an die Genregrenzen, indem sich The 7th Plain nicht auf beatbefreite Synthflächen beschränkte, sondern treibende Progressionen, nuancierte Rhythmen und raffinierte Melodien mit einbezog. The 7th Plains außerweltliche Musik entzog sich somit der genauen musikalischen Einordnung, nachzuhören auf den beiden Alben The 4 Cornered Room und My Yellow Wise Rug (beide GPR, 1994) - emotionale, gespenstische und eskapistische Musik, bei Erstveröffentlichung vorwärtsdenkende Alben, die in Rückbetrachtung die Zeit besiegt haben.
Ursprünglich aufgenommen in Slaters Spacestation Ø, nun für A-TON komplett geremastert, zeigt Chronicles I die futuristische Ästhetik und musikalische Agenda der Neunziger in einem zeitgenössischen Kontext, ohne Nostalgie aber mit dem Wissen um die Zeitlosigkeit dieser Musik. Mit sieben originären Stücken und einem unveröffentlichten Ken Ishii-Remix klingt The 7th Plain so beseelt und relevant wie eh und je.
Während "Boundaries" (von My Yellow Wise Rug), "Grace" und "Surface Bound" (beide von The 4 Cornered Room) Slater-Aficionados bekannt sein dürften, sind "The Super 8", "T Funk States", "Slip 7 Sideways" und "Chords Are Dirty" bislang ebenso unveröffentlicht wie der zuvor erwähnte Remix von Ken Ishiis "Extra".
Mit Chronicles I erweitert The 7th Plain die Wärme und Kälte analoger Synthesizermusik auf das digitale Zeitalter: Während A-TON Chronicles I als Doppel-LP und CD
veröffentlicht, wird die Musik selbst in verschiedenen Digitalformaten zum ersten Mal überhaupt erhältlich sein - wodurch The 7th Plain einer neuen Generation von Hörern zugänglich wird, die die Vielfalt elektronischer Musikgeschichte erst für sich entdecken.
When Kompakt came across Amsterdam-based Harm Coolen and Merijn Schotte Albers aka WEVAL back in 2014, we were blown away when we heard their slow-burning, darkly emotive tracks.
Their debut EP 'Half Age' on Atomnation featured painfully intimate and surprisingly kinetic electronic chamber pop that convinced us they were a perfect fit in Kompakt's family. Following two widely acclaimed EPs for Kompakt and playing numerous festivals including DGTL, Reeperbahn, Iceland Airwaves and Piknic Electronik, we now see the two tackle their self-titled debut full-length WEVAL. What you have before you is not a mere collection of tracks, but a complete listening experience with organic flow, emotional heft and a narrative thread.
Smitten with WEVAL's uniquely personal and catchy approach to producing dark electronic music, it didn't take much to win us over... and so came WEVAL's acclaimed 2014 label debut EASIER EP (KOMPAKT 318), followed by the bold and beautiful 2015 offering IT'LL BE JUST FINE / GROW UP (KOMPAKT 344) which saw the two soundsmiths digging deeper into the granularities of electronic funk than ever before. However, Harm and Merijn's music - while astonishingly fully-formed even in its earliest stages - always seemed destined for more, a bigger format, more space to explore the nooks and crannies of their rapidly evolving sound cosmos. Simply put, they needed to think about an album and their beloved living room studio wasn't cutting it anymore.
An old school building became WEVAL's new home, repurposed to house small creative businesses - but in the summer of 2015, it was abandoned most of the time, with everybody out in the sun while our heroes turned the building's attic into a sweet spot to make some noise, have 24-hour access and lose track of time. And apart from a sketchy tenant being evicted, the occasional soccer game with friends and live gigs across Europe, there really was no interruption to the focussed vibe. It's not like they were looking for distraction anyway: "working on the album all by ourselves in this bloody hot attic was all we had on our mind", the artists admit. And they decided that their album shouldn't sound too clean: "We try to find the beauty in imperfection. It makes things sound more human".
Weval draw their inspirations from no single genre of music but a cumulation of music that inspires them. The results present an astonishingly coherent vision - cuts like the dramatic THE BATTLE, bass growler I DON'T NEED IT or the trippy epic MADNESS share the same DNA of zestful nostalgia, a knack for immersive sound-sculpting and that certain kink in the groove. They also feed on deeply personal experiences and moods, as exemplified by the haunting electronic ballad YOU'RE MINE, the carefully layered, polaroid-tinted JUST IN CASE or the beautifully voiced closer YEARS TO BUILD. And sometimes, it's just an old, out-of-tune piano that stands in the hallway: "Whenever I'd pass by it, I couldn't resist playing it", says Merijn, "so Harm decided to start recording and it became an integral part of YOU MADE IT (PART I)". No doubt about it: this is WEVAL's most powerful and organic material yet - which means a lot, considering the amount of skill already on display in their small, but weighty portfolio.
(de) Als sich 2014 in Amsterdam Kompakts Wege mit denen von Harm Coolen und Merijn Schotte Albers aka WEVAL kreuzten, waren wir sofort Feuer und Flamme für ihre schwelenden, emotional aufgeladenen Tracks. Ihre Debüt-EP "Half Age" auf Atomnation präsentierte intimen und überraschend kinetischen, elektronischen Kammer-Pop, der wie angegossen zu Kompakt zu passen schien. Nach zwei vielbeachteten EPs auf dem Label und einer Reihe von Festvialgigs (inklusive DGTL, Reeperbahn Festival, Iceland Airwaves und Piknic Electronik) nehmen Weval nun mit dem gleichnamigen Release ihr erstes Album in Angriff. Und legen dabei nicht einfach nur eine Ansammlung von Tracks vor, sondern kreieren eine komplette Hörerfahrung mit organischem Flow, emotionalem Gewicht und einm roten Faden.
Angetan vom einzigartig persönlichen und mitreissend düsteren Klang WEVALs brauchte es nicht viel um uns zu überzeugen... und so kam es 2014 zum gefeierten Labeldebüt EASIER EP (KOMPAKT 318), gefolgt vom kühnen und wunderschönen 2015er Release IT'LL BE JUST FINE / GROW UP (KOMPAKT 344), für das die beiden Soundtüftler tiefer denn je in die Granularitäten des elektronischen Funks abtauchten. Nichtsdestotrotz - und obwohl sie schon von Anfang an ausgereift klang - schien die Musik von Harm und Merijn auf dem 12"-Format stets bestimmt für mehr: mehr Freiraum um auch die äussersten Winkel ihres rapide expandierenden Soundkosmos zu erkunden. Sie mussten schlichtweg zum Langspielformat wechseln, und ihr heissgeliebtes Wohnzimmerstudio konnte da nicht mehr mithalten.
Ein altes Schulgebäude wurde schliesslich WEVALs neues Zuhause, umfunktioniert für kleine Kreativunternehmen - doch im heissen Sommer 2015 stand es zumeist leer, da alle draussen in der Sonne badeten, während unsere Helden im Schweisse ihres Angesichts das Kellergeschoss in ein lärmfestes Aufnahmestudio verwandelten. Mit Studiozugang rund um die Uhr liess es sich bestens die Zeit vergessen. Und abgesehen von der Räumung eines zwielichtigen Nebenmieters, dem gelegentlichen Fussballspiel mit Freunden und natürlich Live-Gigs in ganz Europa, gab es auch keine Ablenkungen vom hochkonzentrierten Kreativfluss. Ablenkungen, die das Duo ohnehin nicht suchte: "ganz allein in diesem verdammt heissen Keller am Album arbeiten war alles, was wir im Sinn hatten", geben die Künstler zu. Und sie entschieden sich, dass ihr Album nicht zu sauber klingen sollte: "Wir versuchen die Schönheit im Makel zu finden. Es lässt die Dinge einfach menschlicher wirken."
Weval beziehen ihre Inspiration nicht aus einem einzelnen musikalischen Genre, sondern eher aus einer Akkumulation von Musik, die sie inspiriert. Die Ergebnisse zeichnet eine beeindruckend kohärente Vision aus - Aufnahmen wie das dramatische THE BATTLE, der Bassknurrer I DON'T NEED IT oder die Trip-Saga MADNESS teilen diesselbe DNA aus schwungvoller Nostalgie, einer Schwäche für immersive Klangschnitzerei und einer gewissen Delle im Groove. Sie nähren sich auch aus zutiefst persönlichen Erfahrungen und Stimmungen, wie zum Beispiel bei der eindringlichen elektronischen Ballade YOU'RE MINE, dem vorsichtig geschichteten, polaroid-gefärbten JUST IN CASE oder dem wunderschön gesungenen Schlussakt YEARS TO BUILD. Und manchmal ist es nur ein altes, verstimmtes Klavier, das im Flur herumsteht: "Immer wenn ich dran vorbei lief, musste ich darauf herumklimpern", erklärt Merijn, "also wurde es ein zentraler Bestandteil von YOU MADE IT (PART I)". Kein Zweifel: dies ist WEVAL's stärkstes und organischstes Material bisher - was durchaus was bedeutet, wenn man das Talent bedenkt welches bereits in schmalen, doch gewichtigen Portfolio der Band steckt.
(en) French duo THE SILENT ONES aka Aalik and Fred Traverso have specialized in their own brand of indie-infused electronic pop, putting a modern spin on vintage cold wave and minimal synth influences. MAGICAL PARTY is a prime example for their distinct melange of swirling melodies and catchy songwriting, an iridescent piece of dreamy musical drama with lots of charm. Known as incurable romanticist, fellow countryman JONAS BERING was the obvious choice for a remix, finally returning to Kompakt after his 2008 release CAN'T STOP LOVING YOU (KOMPAKT 172) - his immersive rework successfully trims the vocals and transplants the original's delicacy into a deep, but buoyant mover geared up for the distinguished floor. Pushing for a trance-inducing throb, the BEN WATTS mix is a fitting companion cut, promoting a slightly bouncier approach and seasoning its propulsive beats with tension-building synths for that special whiff of epic broadness.
(de) Das französische Duo THE SILENT ONES alias Aalik und Fred Traverso hat sich auf eine eigene Variante von Indie-geprägtem, elektronischem Pop spezialisiert, eine zeitgemäße Übersetzung von klassischen Cold-Wave- und Minimal-Synth-Einflüssen. MAGICAL PARTY ist ein herausragendes Beispiel für ihre individuelle Melange aus wirbelnden Melodien und mitreissendem Songwriting, ein irisierendes Stück verträumtes musikalisches Drama mit viel Charme. Bekannt als unverbesserlicher Romantiker, ist ihr Landsmann JONAS BERING eine offensichtliche Wahl für einen Remix - eine langerwartete Rückkehr zu Kompakt nach seinem 2008er Release CAN'T STOP LOVING YOU (KOMPAKT 172). Seine einnehmende Neubearbeitung stutzt die Vocals zurecht und verpflanzt die Zartheit des Originals erfolgreich in einen deepen, aber lebhaften Schieber, bestens gerüstet für anspruchsvolle Tanzflure. Dank eines grossen Interesses an Trance-induzierendem Pulsschlag entpuppt sich der BEN WATTS Mix als ein äusserst passender Begleiter der eine eher federnde Gangart einschlägt und seine treibenden Beats mit spannungsgeladenen Synthies abschmeckt - für das gewisse Extra an epischer Breite.
- A1: Diskhat All Prepared1Mixed 13 (5:22)
- A2: Snar2 (0:19)
- A3: Diskhat1 (2:26)
- A4: Piano Un1 Arpej (0:50)
- A5: Diskprept4 (1:52)
- A6: Hat 2B 2012B (1:25)
- A7: Disk Aud1_12 (0:08)
- A8: 0035 1-Audio (0:26)
- B1: Disk Prep Calrec2 Barn Dance (Slo) (4:22)
- B2: Diskprept1 (3:29)
- B3: Diskhat2 (0:38)
- B4: Piano Un10 It Happened (1:48)
- B5: Hat5C 0001 Rec-4 (4:46)
2014 markierte die Rückkehr des Aphex Twin nach 13 Jahren kreativer Abstinenz. Sein Album "Syro" überraschte mit glasklarem Sound und einer ausgeglichenen Balance aus Eingängikeit und Komplexität alle Generationen von Liebhabern abstrakter elektronischer Musik und gilt als eine der definitiven Release-Überraschungen des Jahres, die ihm zahlreiche Jahrespoll-Platzierungen und sogar eine Grammy-Nominierung einbrachte. Dermassen von den Reaktionen entzückt, verwirklicht der Aphex Twin seine Ankündigung weiterer Releases und legt nur wenige Monate spaäter diese neue EP nach, die seinen Ausnahmestatus als einer der innovativesten und kreativsten Elektronikproduzenten fernab gängiger Strukturen unterstreicht.
- A1: Neosexi
- A2: Traum
- A3: Sex Kamikaze
- A4: Science Fiction Liebe
- A5: Nebelmaschine
- A6: Puppen
- B1: Alles Gute Zum Geburtstag
- B2: Die Zukunft
- B3: Lippenstift
- B4: Laut
- B5: Strassenloop
- C1: Friede Den Hütten Krieg Den Palästen
- C2: Nichtgedicht
- C3: Tanzen Brutal
- C4: Die Neuen Barbaren
- C5: Langweilig
- D1: Spieglein Spieglein
- D2: Barbarella
- D3: Lippenstift (Eisbrecher Neumischung)
- D4: Nebelmaschine (In Strict Confidence Remix)
Die Stimme von DAF (Deutsch Amerikanische Freundschaft) ist
zurück!!
Nach über 30 Jahren erscheint am 28 Februar 2014 Gabi Delgados neues Album - 1' auf GoldenCore/ZYX Music.
Geschichte schrieb DAF, die sich 1978 in Düsseldorf gründeten, mit Hits wie - Der Moussolini' oder - Der Räuber und der Prinz'.
Das mit 18 Titeln bestückte Album wird alle DAF Fans, aber auch und vor allem die Freunde moderner elektronischer Clubmusic begeistern.
DAF-artige Sequenzen, modernste House- und Electro-Beats, dazu die für Gabi Delgado typischen deutschen Texte bilden ein einzigartiges Gesamtbild, das sicher für Furore sorgen
wird. Vorab wird am 31.01.14 die Single NEBELMASCHINE/LIPPENSTIFT' digital veröffentlicht, auf
der sich neben einem IN STRICT CONFIDENCE auch ein EISBRECHER REMIX befindet.
Zum Release startet Gabi seine Solotour, auf der das gesamte Album und einige DAF/dos Hits präsentiert werden. Die Tour wird präsentiert von INTRO und SONIC SEDUCER. Gabi DelGado ist als einer der Pioniere deutscher Techno- und Electromusik anzusehen und sorgte zusammen mit Robert Görl in der 1978 gegründeten Formation DAF (Deutsch amerikanische Freundschaft) für nationales und internationales Aufsehen.
1995 gründete er zusammen mit dem Schauspieler und Musiker Wotan Wilke-Möhring das Projekt DAF/DOS.
Dan Morrow, singer of Funkwerkstatt, going to a world of music with a high atmospheric density.
Funkwerkstat-Sänger Dan Morrow wandelt auf Solopfaden. Wohin In eine musikalische
Welt, deren hohe atmosphärische Dichte zwischen poppiger Leichtgkeit und tefsinniger Melancholie oszilliert. Es sind klassische Songs, die er hier unter dem Namen 'i Am Halo' vorlegt. Denn immer ist es die Textur seiner einzigartgen Stmme, um die herum sich Rhythmen und Melodien kristallisieren. Dies geschieht mal mit tanzbarer, mal mit eher bedächtger Dynamik, mal mit orchestralen Motven, mal mit elektronischem Gefrickel, aber immer mit ganz viel Gefühl und Stmmung. So ganz allein ist - i Am Halo' übrigens doch nicht unterwegs. The Micronaut steuert einen Remix zu Litle Planet bei, in dem die jazzige Vertracktheit seiner Beats immer wieder punktgenau auf der Eins landet. Gluid hebt unter die ießende Melancholie des Titels Not Invented gradlinige Rhythmen, die das symphonisch anmutende Original voll und ganz tanzächenkompatbel machen. Und Mollono.Bass arbeitet sorgfältg die sonnigsten Aspekte von Queen of Queens heraus um sie zu einem ungezwungen Groove zu verdichten.
After the last collaboration which saw them go out successfully on Desolat, the label Loco Dice, finally and after so much hard work they have completed their first album on Beatwax Records and have entitled it 'A Young Long Trip'. Aldo Cadiz & Ricky Erre Love have now been collaborating for two years sharing their ideas, dreams and experiences.
They are trying to get something positive across through a unique audio experience that evolves over time. Although their stories are different, they are interwoven in an artistic partnership, made homogeneous and uniform through the use of hypnotic grooves that are deep and overwhelming, and always enriched by delicate and loving melodies that have made this project become a reality. We are expecting an album that is intimate, engaging and full of surprises.
From Chile to Italy a long young trip continues!
Das Ergebnis der Kooperation zwischen dem Chilenen Aldo Cadiz und dem aus Italien stammenden Ricky Erre Love gleicht einer unaufhaltsamen Kettenreaktion. Beide bringen in ihrer Solo-Ursprungsform bereits ungeheures Potenzial mit, welches sie auf stets gefeierten Veröffentlichungen unter Beweis stellen. Das neue in enger Zusammenarbeit entstande Gesamtkunstwerk - A Long Young Trip' fasziniert nun mit einem Facettenreichtum und einer Soundintensität, dass man sich bereits werden der ersten Taktschläge anschnallen sollte.
Über 12.000 Km Luftlinie liegen zwischen den beiden Protagonisten und dennoch gelingt ihnen ein Zusammenspiel, das seines Gleichen sucht. Beats und Bässe ergänzen sich gekonnt wie italienische Pasta und chilenischer Rotwein. Auf der stetigen Suche nach dem perfekten Groove sind Ricky & Aldo im Geiste vereint. Ihre Liebe zur Musik durchströmt das auf Beatwax Records erschienene Album wie der erste Dopamin-Kick zur Peaktime. Zwei Jahre lang verbrachten die zwei jeweils im eigenen Studio, ständig im Austausch miteinander und schraubten an den Tracks der mehr als spannenden interkontinentalen Kollaboration.
Die jeweiligen kulturellen Einflüsse von Aldo Cadiz und Ricky Erre Love prägen die Ausrichtung des Albums fast genauso, wie ihr für Techno und Techhouse schlagender Puls. Dabei gehen die stets treibenden Grooveszenarien leichtfüßig mit den Lead-Synthies spazieren, tänzeln gekonnt aus der Reihe, um dann mit Anlauf und ausgebreiteten Armen wieder zurück in dieses vor Kreativität und Energie strotzende Meer aus elektronischer Liebe zu springen. Mal voller Euphorie pulsierend und dann wieder entspannt und sanfmütig.
Ihre Tracks wie z.B. - San Ketazo', - Move your Soul' und - Choco Banana' schaffen es einen hohen Anspruch an Sounddesign mit dem Vibe einer internationalen Partyszene zu vereinen. Vor allem die kleinen und verstreuten Überraschungen und kleinen Details avancieren - A Long Young Trip' zu einem Longplayer der in den Bann zieht, dass einem die Freudentränen kommen. Einmal um die Welt und zurück. Herausgekommen ist ein buntes und facettenreiches Album, das Körper und Seele gleichermaßen berührt und zu einer Reise einlädt, die man nicht mehr vergisst. - A Long Young Trip' - einsteigen, mitfliegen und genießen.
Berlins bekanntester Geheimtipp DAVE DK kann keiner Melodie widerstehen und kennt sich sowieso ziemlich gut aus mit den Wallungen der Klubmeute: als langjähriger Verbündeter von Sasses Label Moodmusic zeichnet er verantwortlich für eine beeindruckende Reihe von gefeierten Tanzmusik-Releases, die von zart bis robust reichen. Nun präsentiert der erfahrene Producer die PALMAILLE EP auf KOMPAKT, ein gar köstliches Amalgam aus einander umarmenden Synths und herzerwärmenden Beats. Mit Titeltrack PALMAILLE beginnend, verliert DAVE DK keine Zeit und springt direkt hinein ins Geschehen; in diesem Falle ein einladend groovendes Exponat voll epischer Streicher und Tupfer von süßer Melancholie. Ein perfekter Cut für Momente aller Intensitätsgrade, dreht sich hier alles um ein herrlich simples Motiv, das den taumelnden Samples früher KOMPAKT-Technoballaden ebenso viel verdankt wie etwa den jüngsten Formulierungen von Deep House. PALMAILLE findet einen mehr als würdigen Begleiter in NAKAI POP AMBIENT VERSION, einer fein abgestimmten Portion beatbefreiter Seligkeit, die unzählige Tore offen hält für fröhliches Eintauchen. Langsam an einer ganzheitlichen Bassline entlang gleitend, malen Strahlen von funkelndem Sound ein zerbrechliches und doch beeindruckendes Gemälde, den Sternschnuppen am Nachthimmel nicht unähnlich. Dies dient ganz nebenbei auch als wunderschöne Überleitung zu HOME AGAIN, dem dritten und abschließenden Track der PALMAILLE EP.
Für HOME AGAIN versicherte DAVE DK sich der gesanglichen Hilfe von HEIKO VOSS, Mitbegründer von Kölns legendärem Label Firm Records und eine Hälfte der KOMPAKT-Veteranen Schaeben & Voss. Das Ergebnis ist ein zeitloses House-Juwel, das sich durch warme Flächen und elegante Percussion auszeichnet. Einmal mehr wird hier der Beweis erbracht, daß elektronische Musik eine Frage sowohl der Präzision als auch der Emotion ist - für jedes Klub-Release ein anspruchsvoller Balanceakt. Was auch der Grund für unsere Begeisterung über eine äußerst gelungene Platte ist.
grafologen monieren lautstark: die handschrift stirbt aus. dabei ist sie doch so sehr ausdruck von individualität. wie solle sich bei liebesbriefen in einer Tastatur-Typo der zarte Schmelz der Sinne mitteilen und was wird aus der gepfleg-ten Sauklaue auch in der musik ist eigenständigkeit ein hohes gut. Vor allem in edV erzeugten klanggebilden lauert oft der Tenor der gleichschaltung. doch Talent und Software können auch heute noch gut miteinander.
Vorausgesetzt die persönliche kunstgesinnung versteckt sich nicht hinter massenkonsens und baukastenprinzip. So wie bei diesem jungen herren, der vergangenes Jahr als polnische entdeckung in digitaler Form sein debüt auf Freude am Tanzen gab. nun ist es zeit
für den königsklasse-Tonträger. gerade erschien auf Thema seine erste Schallplatte, sogleich legt er in Vinylform nach.
und wie!
gathaspar versteht es, große gefühle in die Tiefen hinab gleiten zu lassen, ohne dabei die tanzenden gemüter aus den augen zu verlieren und mit etwas Schräglage zu überraschen. die lauten gröler sackt er dabei nicht ein - gut so! dafür eine Schar von Seelen, die sich wahlweise mit geschlossenen augen seiner musik hingeben wollen.
dies geschieht vor-nehmlich bei seinen auftritten als live-act. dass er diese klangwelt auch als Tonträger veröffentlicht, ist ein gewinn für
alle liebhaber emotionaler Tanzmusik mit wucht und Tiefgang. mit der Verknüpfung von akustischer und elektronischer musik hat gathaspar drei sinnliche Stücke erschaffen, die wie ein Soundtrack unter der regie von clubleben in herz und gliedern gedeihen.
Ellen Allien meldet sich mit ihrem brandneuen Studio-Album "Sool" zurück. Sie zählt zweifelsohne zu den Pionieren der elektronischen Musik und geniesst weltweit ein exzellentes Standing als Musikerin und DJ. Seit Anfang der 90er Jahre ist sie ein Garant und Aushängeschild für den typischen "Sound Of Berlin", den sie mit in die Welt getragen hat und zählt ganz klar zu den weltweit bekanntesten weiblichen DJs überhaupt.
Willkommen in der Allien Welt! "SOOL" ist subtil, geheimnisvoll und minimal. "SOOL" ist das NEUE Album von Ellen Allien. "Entstanden im Winter 2007/2008 in Berlin, als mein Ventil, mein Ausweg. Die Winter in der Stadt sind für mich schon immer eine sehr kreative Zeit gewesen; vor allem nach diesem heißen, durchgedrehten Sommer und Herbst 2007 in der Hauptstadt. Ich habe keine Gigs, ich bin sonst nie so lange an einem Ort. Ich drehe stattdessen im Studio an Knöpfen und Reglern und singe. "Yeah! Minimal - was bedeutet das für mich?" Minimal ist einfach da. Das umzusetzen, diese Unmittelbarkeit mit meinen Händen zu formen, das lag mir am Herzen. Ein Hauch von positiver, abgründiger Energie soll Platz für die Ohren schaffen. Für meine, deine, eure. Was ist SOOL? Wer ist SOOL? Wie ist SOOL? SOOL ist alles, Alles und Nichts davon - SOOL ist ein Fantasiewort, eine Schöpfung, die für mich die spezielle Atmosphäre des Albums reflektiert, aber auch meine eigene Person. Ich bin ich, ich bin aber auch das, was ihr aus mir macht, mit mir macht, was ich mit euch mache. SOOL ist Neugierde, Raum, Architektur. Skizzen, zeichnend! Festhaltend!" (Ellen Allien)








































