Die gefeierte schottische Band The Twilight Sad kehrt mit IT’S THE LONG GOODBYE zurück, ihrem lang erwarteten sechsten Studioalbum, das über Rock Action Records erscheinen wird.
Das Album ist eine Erzählung von Verlust und persönlicher Krise, verwurzelt in konkreten Erfahrungen. Mit dringlichen, gitarrenreichen Arrangements von Andy MacFarlane und dem unverwechselbar rohen, leidenschaftlichen Gesang von James Graham markiert IT’S THE LONG GOODBYE einen weiteren Höhepunkt im Werk der Band und unterstreicht ihre Fähigkeit, gelebte Erfahrungen in tief empfundene Musik zu verwandeln.
Mit der furiosen Single „WAITING FOR THE PHONE CALL“ und einem Gastauftritt der legendären Robert Smith von The Cure wurde IT’S THE LONG GOODBYE in den Battery Studios in London mit Andy Savours (My Bloody Valentine) aufgenommen und von Chris Coady (Yeah Yeah Yeahs, Slowdive) gemischt.
Beloved Scottish band The Twilight Sad make their long-awaited return with IT’S THE LONG GOODBYE, their sixth studio album released via Rock Action Records. IT’S THE LONG GOODBYE is a cogent story of loss and personal crisis, rooted in specific experience. Set to urgent and guitar-rich arrangements from Andy MacFarlane, with James Graham’s distinct, raw and impassioned vocals, the result is a pinnacle for THE TWILIGHT SAD in a career of tremendous integrity and artistry, and a record that honours the band’s ability to turn lived experience into fully felt music.
Including the blistering single WAITING FOR THE PHONE CALL and featuring the legendary Robert Smith of The Cure, IT’S THE LONG GOODBYE was recorded in London’s Battery Studios with Andy Savours (My Bloody Valentine) and mixed by Chris Coady (Yeah Yeah Yeahs, Slowdive).
Bei ihrer Ankunft in den USA anlässlich der ersten landesweiten Tournee von The Tubs sagte Frontmann Owen Williams gegenüber dem ,New Yorker": ,Wir sind hier, um das Land zu vereinen. Wir werden so etwa dreimal kommen. Bis dann, denke ich, wird dieser Ort anfangen zu heilen." Und genau das taten sie dann auch voller Freude: Sie quetschten sich in einen Transporter und durchquerten die Vereinigten Staaten kreuz und quer, um den Massen ihren literarischen, verschlafenen, lebensmüden, ,Nacht-deines-Lebens`- Hochseilakt zu präsentieren, als dieser am dringendsten gebraucht wurde. Den Tubs hat es nie an Ehrgeiz gefehlt - auf ,Hard Life" geht es ihnen darum, das ,Tub-ullar"-Erlebnis zu verkomplizieren. Nachdem sie ihre Chemie über zwei vorherige Alben, Hunderte von Auftritten und ein ständig wachsendes Universum von Bands aus dem Londoner Gob Nation Collective (The TSG, Sniffany & The Nits, Spike und Garden Centre) perfektioniert haben, dringt die in London ansässige keltische Jangle-Boyband - Williams (Gesang, Gitarre, Keyboards, Bass), Dan Lucas (Gitarre), Taylor Stewart (Schlagzeug) und Max Warren (Bass) - dringen noch tiefer in das schillernde Herz des virtuosen Indie-Rocks vor. Zu ihnen gesellen sich die regelmäßigen Mitstreiter Lan McArdle (Gesang), George Nicholls (Gitarre) und Rachel Kenedy (Keyboards), die alle schon seit den Tagen von Joanna Gruesome an verschiedenen Projekten im Umfeld von ,The Tubs" mitgewirkt haben; doch das Geheimnis der Üppigkeit von ,Hard Life" ist die Mitwirkung des Geigers Chris Haigh, eines Musiklehrers und Session-Musikers, der mit dem Steps-Hit ,5, 6, 7, 8" unauslöschliche Spuren im britischen Pop hinterlassen hat. In Anlehnung an Williams' Einsatz von Trillern in den Gesangsmelodien untermalt Haighs Geige den wehmütigen Gesang des Sängers wie ein blauer Fleck. Bei ,Stoop to Me", dem folkigsten und klimperndsten Popsong des Albums, ergänzen Haighs Licks Williams in seinen selbstironischsten Momenten - das schiefe Lächeln eines Mannes, der versucht, nicht zu zeigen, wie sehr ihn die unerwiderte Liebe verletzt. Beim Album-Opener und Titelsong ,Hard Life" ist es die Süße der aufsteigenden Geigenlinien im Mix, die die Härte von Williams' Texten mit den mitreißenden Hymnen von The Tubs verbindet. Die harte Linie, die Williams hier und an anderen Stellen auf ,Hard Life" einschlägt, stellt die Vorstellung vom typischen Tubs-Song weiter auf den Kopf. Die Figur, die den Hörern von ,Cotton Crown" und ,Dead Meat" vertraut ist - um Williams: ,die Nabelschau über romantische Erniedrigung, Londoner Elend und die Demütigungen von Trauer und Zwangsstörungen" - ist nach wie vor präsent, doch ebenso gibt es eine zweite Stimme, die härter und erfahrener ist. ,Die zweite Figur hat nicht viel Zeit für die erste", erklärt Williams, ,und hält ihm oft seine Selbstgefälligkeit und Unreife vor; manchmal zu Recht, manchmal zu Unrecht." Es ist dieser Nörgler, der auf der Lead-Single ,Who's Gonna Love You Now?" im Mittelpunkt steht. Seine Fragen - von der im Titel genannten bis hin zu konkreteren Sorgen wie ,Wer bezahlt die Miete?" - stehen in spöttischem Gegensatz zu Ideen wie dem Umzug in die Stadt und dem Beginn eines wirklich erfüllten Lebens. Obwohl Williams den Griesgram spielt, ist der Song ein echter Raver, bei dem Gitarren über einem von Orgelklängen erhellten Horizont erklingen. ,Es ist dein Leben", singt Williams, während das Leben unter ihm vor sich hin tuckert und dabei außerordentlich lebhaft klingt. Er hätte wohl wenig Mitgefühl für den liebeskranken Williams aus ,If You Don't Love Me" - verdammt, seine gesamte Existenz wirkt wie eine Warnung, dass die Art von romantischen Verstrickungen, unter denen man in jungen Jahren leidet, in Einsamkeit, Scheitern und einem Posteingang enden wird, der mit ungelesenen Substacks überfüllt ist. Auf ,Hard Life" streiten diese Stimmen, bedrängen sich gegenseitig, verschmelzen miteinander und lösen sich wieder voneinander, manchmal sogar im Laufe eines einzigen Songs. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille, Menschen, die Trauer, Enttäuschung, Reue und Scham erlebt haben und als veränderte Menschen aus den Trümmern hervorgehen. ,Mich interessiert, wie Mitgefühl und Geduld für jemanden, der leidet, immer irgendwann zu Ende gehen", sagt Williams. ,Wie das sowohl etwas Gutes und Befreiendes als auch etwas Trauriges und Brutales sein kann. Aber im Grunde sind es einfach nur Popsongs." Exquisite, unwiderstehliche Popsongs. Man höre sie sich so lange an, bis die Heilung beginnt, und dann noch einmal.
Bei ihrer Ankunft in den USA anlässlich der ersten landesweiten Tournee von The Tubs sagte Frontmann Owen Williams gegenüber dem ,New Yorker": ,Wir sind hier, um das Land zu vereinen. Wir werden so etwa dreimal kommen. Bis dann, denke ich, wird dieser Ort anfangen zu heilen." Und genau das taten sie dann auch voller Freude: Sie quetschten sich in einen Transporter und durchquerten die Vereinigten Staaten kreuz und quer, um den Massen ihren literarischen, verschlafenen, lebensmüden, ,Nacht-deines-Lebens`- Hochseilakt zu präsentieren, als dieser am dringendsten gebraucht wurde. Den Tubs hat es nie an Ehrgeiz gefehlt - auf ,Hard Life" geht es ihnen darum, das ,Tub-ullar"-Erlebnis zu verkomplizieren. Nachdem sie ihre Chemie über zwei vorherige Alben, Hunderte von Auftritten und ein ständig wachsendes Universum von Bands aus dem Londoner Gob Nation Collective (The TSG, Sniffany & The Nits, Spike und Garden Centre) perfektioniert haben, dringt die in London ansässige keltische Jangle-Boyband - Williams (Gesang, Gitarre, Keyboards, Bass), Dan Lucas (Gitarre), Taylor Stewart (Schlagzeug) und Max Warren (Bass) - dringen noch tiefer in das schillernde Herz des virtuosen Indie-Rocks vor. Zu ihnen gesellen sich die regelmäßigen Mitstreiter Lan McArdle (Gesang), George Nicholls (Gitarre) und Rachel Kenedy (Keyboards), die alle schon seit den Tagen von Joanna Gruesome an verschiedenen Projekten im Umfeld von ,The Tubs" mitgewirkt haben; doch das Geheimnis der Üppigkeit von ,Hard Life" ist die Mitwirkung des Geigers Chris Haigh, eines Musiklehrers und Session-Musikers, der mit dem Steps-Hit ,5, 6, 7, 8" unauslöschliche Spuren im britischen Pop hinterlassen hat. In Anlehnung an Williams' Einsatz von Trillern in den Gesangsmelodien untermalt Haighs Geige den wehmütigen Gesang des Sängers wie ein blauer Fleck. Bei ,Stoop to Me", dem folkigsten und klimperndsten Popsong des Albums, ergänzen Haighs Licks Williams in seinen selbstironischsten Momenten - das schiefe Lächeln eines Mannes, der versucht, nicht zu zeigen, wie sehr ihn die unerwiderte Liebe verletzt. Beim Album-Opener und Titelsong ,Hard Life" ist es die Süße der aufsteigenden Geigenlinien im Mix, die die Härte von Williams' Texten mit den mitreißenden Hymnen von The Tubs verbindet. Die harte Linie, die Williams hier und an anderen Stellen auf ,Hard Life" einschlägt, stellt die Vorstellung vom typischen Tubs-Song weiter auf den Kopf. Die Figur, die den Hörern von ,Cotton Crown" und ,Dead Meat" vertraut ist - um Williams: ,die Nabelschau über romantische Erniedrigung, Londoner Elend und die Demütigungen von Trauer und Zwangsstörungen" - ist nach wie vor präsent, doch ebenso gibt es eine zweite Stimme, die härter und erfahrener ist. ,Die zweite Figur hat nicht viel Zeit für die erste", erklärt Williams, ,und hält ihm oft seine Selbstgefälligkeit und Unreife vor; manchmal zu Recht, manchmal zu Unrecht." Es ist dieser Nörgler, der auf der Lead-Single ,Who's Gonna Love You Now?" im Mittelpunkt steht. Seine Fragen - von der im Titel genannten bis hin zu konkreteren Sorgen wie ,Wer bezahlt die Miete?" - stehen in spöttischem Gegensatz zu Ideen wie dem Umzug in die Stadt und dem Beginn eines wirklich erfüllten Lebens. Obwohl Williams den Griesgram spielt, ist der Song ein echter Raver, bei dem Gitarren über einem von Orgelklängen erhellten Horizont erklingen. ,Es ist dein Leben", singt Williams, während das Leben unter ihm vor sich hin tuckert und dabei außerordentlich lebhaft klingt. Er hätte wohl wenig Mitgefühl für den liebeskranken Williams aus ,If You Don't Love Me" - verdammt, seine gesamte Existenz wirkt wie eine Warnung, dass die Art von romantischen Verstrickungen, unter denen man in jungen Jahren leidet, in Einsamkeit, Scheitern und einem Posteingang enden wird, der mit ungelesenen Substacks überfüllt ist. Auf ,Hard Life" streiten diese Stimmen, bedrängen sich gegenseitig, verschmelzen miteinander und lösen sich wieder voneinander, manchmal sogar im Laufe eines einzigen Songs. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille, Menschen, die Trauer, Enttäuschung, Reue und Scham erlebt haben und als veränderte Menschen aus den Trümmern hervorgehen. ,Mich interessiert, wie Mitgefühl und Geduld für jemanden, der leidet, immer irgendwann zu Ende gehen", sagt Williams. ,Wie das sowohl etwas Gutes und Befreiendes als auch etwas Trauriges und Brutales sein kann. Aber im Grunde sind es einfach nur Popsongs." Exquisite, unwiderstehliche Popsongs. Man höre sie sich so lange an, bis die Heilung beginnt, und dann noch einmal.
Bei HIGHSIGH - dem Trio aus Ro(b)//ert Lundberg (JOBS), John Dieterich (Deerhoof) und Matt Mehlan (Skeletons) - geht es genauso sehr um den Entstehungsprozess wie um das Endergebnis. Auch wenn der Bandname neu ist, wächst HIGHSIGH aus jahrelanger Freundschaft und Zusammenarbeit des Trios in anderen Konstellationen heraus - dem Zusammentreffen von Deerhoof und Skeletons in der Supergroup Congotronics International, Ro, der bei den Tour- und Aufnahmebands von Skeletons am Bass spielte, John und Matt, die beide auf verschiedenen JOBS-Alben mitwirkten und diese als Toningenieure begleiteten, sowie vielen gemeinsamen Kaffeepausen, Mahlzeiten und Wanderungen. Ihr Debütalbum ,Once Bend" präsentiert sich sowohl als entwaffnend vertraut als auch als seltsam undurchsichtiges Patchwork aus mutiertem Pop und abstrakten polyrhythmischen Klanglandschaften. In einer collageartigen Weise entstanden, brachte jedes Mitglied täuschend reichhaltige musikalische Fragmente ein, die aus anderen Projekten beiseitegelegt worden waren - fast wie kleine Fragezeichen, die die anderen Mitglieder entschlüsseln und interpretieren sollten. Diese Fragmente wurden frei und ohne konkretes Ziel unter den Mitgliedern ausgetauscht; jeder spielte damit herum und bastelte an dem, was er bekommen hatte, fügte Phrasen, Klänge und Texturen hinzu. Die musikalischen Schichten, die dabei entstanden, waren durchweg unerwartet und mitreißend. HIGHSIGH hatte nicht mit einem festen Schema begonnen, doch innerhalb jedes Songs entwickelte sich ein zusammenhängendes Patchwork - geschichtete Gitarren und gestrichener Bass stehen neben träge treibenden Synth-Klängen und knackigen, treibenden Akustik-Drums. Die Band erweiterte ihren Austauschkreis und schickte Tracks an Tim Barnes, Ben LaMar Gay, Max Jaffe, Lia Kohl, Booker Stardrum und Jon Starks, um Schlagzeug-, Cello- und Kornett-Parts einzufügen. Diese rohen Klangteppiche fanden ihre endgültige Struktur und Ordnung durch Texte, von denen einige von der Band selbst geschrieben wurden, andere von Macie Stewart (Finom) und Paige Alice Naylor. ,Textlich interessieren mich einfache Momente der Erkenntnis", sagt Matt Mehlan. ,Wie ist die Umgebung, wie ist das Gefühl?" Dieses Thema zieht sich durch das gesamte Album und verbindet die unterschiedlichen Stimmen, die mitgewirkt haben. Auf ,Once Bend" präsentiert HIGHSIGH ihre selbstgemachten musikalischen Patchwork-Decken - zusammengenäht aus Saiten, Schaltkreisen und Servern auf ganz Turtle Island.
Kassel Jaeger (alias François J. Bonnet) kehrt nach ,Swamps / Things" (SP119), ,Shifted in Dreams" (SP144) und der jüngsten Neuauflage des Klassikers ,Zauberberg" (SP068) - einem gemeinsam mit Akira Rabelais und Stephan Mathieu komponierten Werk - zu Shelter Press zurück. Mit diesem bedeutenden neuen Album mit dem Titel ,Sub Re" setzt Bonnet seine langjährige Erforschung der musikalischen Möglichkeiten von Klang fort. Dabei erweitert er den konkreten Ansatz, den er bei der Groupe de Recherches Musicales (dem historischen und bedeutenden Pariser Studio, das Bonnet seit 2018 leitet) entwickelt hat, und belebt ihn neu durch eine Herangehensweise, die sich weniger auf die klare Manifestation von Klangmaterial als vielmehr auf dessen mehrdeutige Evokation konzentriert. ,Sub re" kann im Lateinischen ,unter dem Ding, unter der Substanz, unter der Materie" bedeuten. Genau dieser direkte Zugang zur Musik, der sich auf die Gewinnung von rohem Klangmaterial stützt, bildet die Grundlage dieses Albums. ,Under the matter" verweist somit auf den konkreten Aspekt der Musik, jedoch nicht auf das Konkrete, das verklärt wird und zu Dampf und Form wird, zum Substrat einer Idee. Vielmehr verweist es auf das Konkrete unter dem Konkreten, in der Immanenz der Klänge, in ihrem Werden, als treibende Kraft, wie eine Flut, wie ein Gewölbe aus gebieterischer und mächtiger Materie. Um dies zu erreichen, greift Bonnet auf eine Vielzahl von Klangquellen (akustisch, elektronisch, natürlich oder künstlich, absichtlich geschaffen oder zufällig gefunden) und eine Vielzahl von Kontexten und Anlässen zurück, um ihnen Gestalt zu verleihen. Der Satz ,a shell, a bell, a spell" (etwa: eine Muschel, eine Glocke, ein Zauber) war beispielsweise erstmals während eines Konzerts in Venedig zu hören, das im Zusammenhang mit Latifa Echakhchs Beitrag zum Schweizer Pavillon auf der Kunstbiennale 2022 organisiert wurde, während der letzte Satz auf der Platte, ,signalmirror", ein Stück abschloss, das 2023 auf der ersten Sound-Biennale in Sion (Schweiz) präsentiert wurde. Diese Elemente, geformt und losgelöst von ihrem ursprünglichen Kontext des Erscheinens, von den Orten und Menschen, die sie ermöglichten und ihnen lauschten, tragen zu einer komplexen Schichtung von Stimmungen und Klangwelten bei und helfen, ein kontrastreiches Album zu schaffen, in dem Dichte und Zartheit in einer Abfolge bewegter Wellen koexistieren, mal voller Erinnerungen, mal voller Bedauern, stets in Bewegung gesetzt durch ihre eigene Morphologie. Sub Re bezieht sich auch auf ein Kapitel in Victor Hugos ,Die Arbeiter des Meeres", eine Schlüsselstelle, in der sich die Hauptfigur angesichts einer kolossalen Aufgabe allein mitten auf dem Meer wiederfindet, unter einem gigantischen Schiffswrack, das in den Klauen eines isolierten Riffs gefangen ist, umgeben von Wasser, Strömungen und Winden, allein, um sich dem Unmöglichen zu stellen. Denn tatsächlich ist es unter der Oberfläche, wo Handlungen entstehen, Entscheidungen getroffen werden und die Intuition uns leitet.
,Jeîta ou murmure des eaux", ein Hauptwerk im Repertoire von François Bayle, bietet eine Reise und ein Eintauchen in eine Welt entfesselter Energien, wobei die Jeîta-Höhle sowohl als Kulisse als auch als Teilchenbeschleuniger dient. Hier steht die Höhle in der Tat ebenso sehr für die konkrete Quelle der Inspiration des Komponisten wie für den geistigen Raum, in dem Metamorphosen stattfinden. Durch die Verbindung solcher bildlicher Räume und immaterieller Klangprojektionen beschwört François Bayle ein weiteres Subjekt herauf, einen Bewohner der vielschichtigen und symbolischen Höhle: das hörende Subjekt, das sich immer implizit im Zentrum von François Bayles musikalischen Anliegen und dem von ihm stets vertretenen Weg offenbart: dem akusmatischen Ansatz. - françois J. Bonnet, Paris, 2025
Come Back Down, das neue Album des experimentellen Pop-Duos Total Wife aus Nashville, entstand am Rande des Schlafes. Wenn die Komponistin und Produzentin Luna Kupper während nächtlicher Mixing-Sessions einzuschlafen begann, folgten ihr die Songs in den Zwischenraum zwischen Traum und Wachsein. Wie Dale Cooper in Twin Peaks wachte sie mit einer neuen Perspektive auf das Puzzle auf, das sie gerade zusammensetzte. ,Ich bin eine psychologische Mixerin - ich versuche mir vorzustellen, wie jemand den Klang erlebt, anstatt mich darauf zu versteifen, all diese verschiedenen Töne zu erzeugen und all diese Geräte zu benutzen, um einen bestimmten Klang zu erzielen", sagt Kupper. Und wie eine Spirale vom Wachleben in den Traum sind die Songs auf Come Back Down endlos selbstreferenziell und bauen aus einem einzigen Punkt ganze Universen auf. Kupper hat alle ihre Synthesizer verkauft, um die Miete zu bezahlen, bevor sie mit der Arbeit an dem Album begann, und so wird jeder anorganische Klang stattdessen aus Samples der eigenen Arbeit der Band aufgebaut. Eine Gitarre in einem Song kann in dem nächsten Song neu verarbeitet und als Synthesizer verwendet werden, während überall auf dem Album Gesangs-Samples aus einem einzigen unveröffentlichten Cover von Elliott Smiths ,Between the Bars" verwendet werden. Als Hommage an diesen Prozess hätte das Album beinahe den Namen ,The Julia Set" bekommen, nach der mathematischen Gleichung, die sich immer wieder selbst speist und wunderschöne fraktale Bilder erzeugt. Die Absicht war, etwas Komplexes, aber Zugängliches zu schaffen; experimentell, aber präzise und ohne Abstraktion. Auch in ihren Texten ist die Texterin und Sängerin Ash Richter so direkt wie eh und je. Sie griff auf ihre Erfahrungen mit der Isolation während der Pandemie zurück, um über Verbindung und Trennung zu schreiben, und nutzte ihre Texte als Mittel für die Kommunikation, die im Alltag fehlte. In dem hochfliegenden, shoegazigen Track ,peaches" wurde ein Sturm, der die Absage einer Aufnahmesession erzwang, zur Metapher für emotionale Distanz. ,still asleep" erzählt von Richters Euphorie nach der ersten Tournee von Total Wife und beobachtet, wie diese sich allmählich in Paranoia verwandelt. ,Danke, Vollmond, mein Herz ist übervoll", singt sie, bevor sie fragt: ,Gibt es so etwas wie zu viel Glück?" Die Erfahrung der Isolation veranlasste Richter, an ihre Kindheit zurückzudenken, eine Zeit, die für sie von Einsamkeit und Spielen in der Natur geprägt war - auf Bäume klettern, Matschkuchen backen, sich im Wald verlaufen. In Tracks wie ,in my head" und ,second spring" nutzt sie Bilder aus der Natur, um sich an diese Zeit zu erinnern und eine Verbindung zu ihrem einsamen inneren Kind herzustellen. ,Ich fühle mich mit transzendentalistischer Literatur und magischem Realismus verbunden - dem Versuch, Dinge auf konkrete Weise zu vermitteln, aber mit einem Element von Psychologie und Mysterium", sagt sie. Richter und Kupper, Freunde aus der Highschool, gründeten Total Wife im Jahr 2016 und zogen 2020 von Boston nach Nashville. Beide sind sowohl bildende Künstler als auch Musiker, was sie durch vielschichtige und zielgerichtete Visuals in ihre Arbeit mit Total Wife einfließen lassen. Eine DIY-Ader prägt alles, was sie tun - von der Gestaltung ihrer eigenen Kunstwerke und Musikvideos über die Aufnahme ihrer eigenen Musik bis hin zur Veröffentlichung von Kassetten über ihr Label Ivy Eat Home und der Ausrichtung von Hauskonzerten in ihrem Keller, den sie Ryman 2 getauft haben. In Nashville haben sie sich in einer schrägen Szene niedergelassen, die unter dem Parkett der Plattenindustrie lebt, einem Bienenstock kollaborativer und kreativer Energie, der sie begeistert hat, die Stadt ihr Zuhause zu nennen. Kurz nach ihrem Umzug nach Nashville haben sie auch zum ersten Mal eine Live-Band zusammengestellt, bestehend aus Ryan Bigelow, Sean Booz und Billy Campbell, die ihrem kreativen Prozess eine Portion Spontaneität und Lebendigkeit verleiht, die sich auch in Come Back Down widerspiegelt.
Teresa Rotschopf, a musician and composer from Vienna, presents her second solo album, »Currents and Orders« – a radical, delicate, yet grandiose sonic journey between experimental pop, new music, and improvised composition. The album will be presented live on August 27 as part of the »Pop-Kultur« festival (silent green, Berlin) and at the »ORF RadioKulturhaus« (Vienna) on 12 September.
»Currents and Orders« was recorded in an unusual location: a stalactite cave in Styria, Austria. Together with a small group of musicians (Maria Gstättner: bassoon, contraforte; Alex Kranabetter: tuba, trumpet, French horn; Patrick Dunst: saxophone, duduk; Florian Klinger: marimba, vibraphone, glockenspiel, cymbals, gong, stalactite; Patrick Pulsinger: gong, stalactite; Ulrich Schleicher: gong) and in co-production with Patrick Pulsinger, Rotschopf recorded the album in June 2023 – deep underground, far from daylight, but all the closer to archaic sounds and resonances.
The cave becomes not only an acoustic stage, but also a symbolic space of memory, retreat, and transformation. The album comprises four pieces – including two large-scale tracks:
- the opening, mantra-like title track »Currents and Orders« (over 10 minutes)
- the final, free-jazz, expressive »I Open My Gates (for You)« (over 20 minutes)
With a minimalist structure, choral voices, vibraphone, percussion, and wind instruments, fragile yet powerful soundscapes emerge, whose spatial depth is also palpable through the cave reverberation.
Rotschopf first developed the desire to record in a cave in the summer of 2022. What began as a visual and sonic image became a concrete project – supported by the Austrian Cave Association. In June 2023, Rotschopf and her musicians spent three days in a cave in the Styrian forest. Almost a kilometer of cable was laid, and equipment and instruments were carried deep underground. Rotschopf describes the recording situation as a kind of return to herself: »I descended into this cave, as if I could descend into myself, into my own womb ... What we did in the cave could just as easily be called ›recording music,‹ but it could also be called ›remembering‹ – remembering the earth, the cave, and humanity.«
»Currents and Orders« is an album like a ritual: haunting, atmospheric, bold in its form, and deeply rooted in both physical and emotional space. Music that takes its time, uses space, and pushes boundaries.
The pre-release single »O Please My Soul (Rest On My Back)« (release: July 17, 2025) is accompanied by a striking music video shot by Antoinette Zwirchmayr on 16mm film: Teresa Rotschopf holds a real owl in her hand – an image that is as magical as it is enigmatic.
Label owner Martin Hossbach read a review of Rotschopf's first solo album, »Messiah,« in 2018 and contacted the artist. Joint releases followed, including a drone album on the sub-label Martin Hossbach Score and a Pet Shop Boys cover version on Martin Hossbach Cover.
Teresa Rotschopf, Musikerin und Komponistin aus Wien, präsentiert mit »Currents and Orders« ihr zweites Soloalbum – eine radikale, zarte und zugleich groß angelegte Klangreise zwischen experimentellem Pop, Neuer Musik und improvisierter Komposition. Das Album wird am 27.8. im Rahmen des Festivals »Pop-Kultur« (silent green, Berlin) und am 12.9. im »ORF RadioKulturhaus« (Wien) live vorgestellt.
»Currents and Orders« entstand an einem ungewöhnlichen Ort: in einer Tropfsteinhöhle in der Steiermark, Österreich. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Musiker:innen (Maria Gstättner: Fagott, Kontraforte; Alex Kranabetter: Tuba, Trompete, Waldhorn; Patrick Dunst: Saxophon, Duduk; Florian Klinger: Marimbaphon, Vibraphon, Glockenspiel, Becken, Gong, Stalakmit; Patrick Pulsinger: Gong, Stalakmit; Ulrich Schleicher: Gong) und in Ko-Produktion mit Patrick Pulsinger nahm Rotschopf das Album im Juni 2023 auf – tief unter der Erde, fern von Tageslicht, dafür umso näher an archaischen Klängen und Resonanzen.
Die Höhle wird nicht nur zur akustischen Bühne, sondern auch zum symbolischen Raum der Erinnerung, des Rückzugs, der Transformation. So umfasst das Album vier Stücke – darunter zwei großformatige Tracks: - das eröffnende mantraartige Titelstück »Currents and Orders« (über 10 Minuten) - das finale, free-jazzig-expressive »I Open My Gates (For You)« (über 20 Minuten)
Mit minimalistischer Struktur, Chorstimmen, Vibraphon, Schlag- und Blasinstrumenten entstehen fragile und zugleich mächtige Klangwelten, deren räumliche Tiefe auch durch den Höhlenhall spürbar wird.
Der Wunsch, in einer Höhle aufzunehmen, kam Rotschopf im Sommer 2022. Was als visuelles und klangliches Bild begann, wurde zu einem konkreten Vorhaben – unterstützt vom Österreichischen Höhlenverein. Im Juni 2023 begab sich Rotschopf mit ihren Musiker:innen drei Tage lang in eine Höhle im steirischen Wald. Fast ein Kilometer Kabel wurde verlegt, Equipment und Instrumente tief unter die Erde getragen. Rotschopf beschreibt die Aufnahmesituation als eine Art Rückkehr in sich selbst: »Ich stieg in diese Höhle hinab, so als ob ich in mich selbst hinabsteigen könnte, in meinen eigenen Schoß [...] Was wir in der Höhle taten, könnte man ›Musik aufnehmen‹ nennen, genauso gut aber auch ›Erinnern‹ – Erinnern von Erde, Höhle und Menschsein.«
Currents and Orders ist ein Album wie ein Ritual: eindringlich, atmosphärisch, mutig in der Form und tief verwurzelt im physischen wie emotionalen Raum. Musik, die sich Zeit nimmt, Raum nutzt und Grenzen sprengt.
Die Vorab-Single »O Please My Soul (Rest On My Back)« (VÖ: 17.7.205) wird begleitet von einem eindrücklichen Musikvideo, das Antoinette Zwirchmayr auf 16mm-Film drehte: Teresa Rotschopf hält darin eine echte Eule auf ihrer Hand – ein Bild, das genauso magisch wie rätselhaft wirkt.
Labelbetreiber Martin Hossbach las im Jahr 2018 eine Rezension des ersten Rotschopf-Soloalbums »Messiah« und nahm Kontakt zu der Künstlerin auf. Es folgten gemeinsame Veröffentlichungen – etwa ein Drone-Album auf dem Sub-Label Martin Hossbach Score und eine Pet-Shop-Boys-Coverversion auf Martin Hossbach Cover.
Mit seinem ersten Full Length Album "Ruinenkampf" begibt sich Das Kinn auf einen musikalischen Parforceritt durch die Ruinen unserer Zeit. Mittels Kickbox Phonetik und Elektronik Armada führt es uns durch eindringliche Klanglandschaften irgendwo zwischen DAF, den Kosmischen Kurieren und Frankfurter Bahnhofsviertel. Beats auf Anschlag. Knochen klappern. Die Orgel leiert. Warme Synthlines, gespielt von kalten Händen. Ein Saxophon sinniert über das Danach. Hymnen für den Abriss. Musik zum feierlichen Untergang. Toben Piel geht gern auf Friedhöfe. Orte der Ruhe und Idylle. Abstand finden, Vergänglichkeit erahnen. Das Danach als konkreten Ort erkunden. Auch sein Debut-Album "Ruinenkampf" stammt aus diesem Mindset. Dort geht er in Distanz, um dann mit Anlauf auf den Punkt zu kommen. Nach Ruhe und Idylle klingt das nicht. Kassettenszene, 80er Jahre, Stakkatogesang, Synths zwischen DAF und den Kosmischen Kurieren. Ästhetik des Untergrunds. Reißende Melodieströme, Raffinesse, unentwegt pendelnd zwischen Hymne und Abriss. Dieser krasse, erhobene Kraftgesang. Acht Stücke Zuhören, ohne eine Sekunde des Abdriftens. Wie geht das? Wie erschafft man so etwas? Nun, der Mit-40er aus FFM, jung geblieben und hungrig, hat eben gut gelernt: Bei Antitainment (2005-2010), danach zusammen mit der großen Charlotte Simon bei les trucs, im Kontext seines Kassettenlabels MMODEMM, aber auch als Musiker für diverse Theaterbühnen. Zum ersten Mal hat er mit DAS KINN nun das Gefühl, Musik im Sinne einer Selbstbefreiung hervorgebracht zu haben. Vielleicht liegt das am Alter. Da, wo er zuvor oft verkopfte, die Kontrolle suchte, Dinge zerdachte, nicht aufhören konnte im Sinne eines Perfektionismus, hat er sich diesmal ein loses Konzept grundiert, um dieser Selbsterkenntnis entgegenzutreten: Schnelligkeit. Fokus. Abschluss, Absprung. Nicht in Abwertung seines bisherigen Werkes - sondern vielmehr im Sinne einer Geistesgegenwärtigkeit, diese Erfahrungen walten zu lassen, ohne sich ihrer bewusst zu sein. Es ist ihm äußerst gut gelungen!
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Basse Brevis der kanadischen Komponistin Sarah Davachi wurde im Rahmen des Festivals Présences 2024 uraufgeführt, das Steve Reich gewidmet war und von Radio France und INA grm gemeinsam in Auftrag gegeben wurde. Ausgehend von ihrem eigenen minimalistischen Ansatz erkundet Sarah Davachi mit äußerster Sorgfalt die Verflechtungen und komplexen Beziehungen zwischen den klanglichen, räumlichen und zeitlichen Komponenten der Musik. Mit Hilfe von Entwicklungen, die im Laufe der Zeit nachvollziehbar sind, gelingt es der Komponistin, eine äußerst präzise, subtile und lebendige Musik zu schaffen. Was jedoch auffällt und in Basse Brevis besonders deutlich wird, ist die Tatsache, dass ein derartiger Ansatz, der sowohl abstrakt als auch zurückhaltend ist, dennoch zuweilen äußerst ergreifend ist. Das Werk verbindet Momente der formalen Erkundung mit Momenten reiner Emotion auf perfekt beherrschte Weise und erzeugt eine sanfte Spannung, während es zwischen zwei Arten des Hörens schwankt, die sich unentschlossen zwischen instrumentalen und konkreten Ansätzen bewegen und parallel dazu eine Diagonale des Klangs nachzeichnen, die sich um Wahrnehmung, Empfindung und Gefühl herum entfaltet.
Mit einer bemerkenswerten Reihe von Veröffentlichungen in kaum einem halben Jahrzehnt hat Loraine James aus London ihre künstlerische Identität durch eine Mischung aus raffinierten Kompositionen, düsteren Experimenten und unvorhersehbaren, komplizierten elektronischen Programmen geschaffen. Während die unter ihrem Namen auf Hyperdub veröffentlichten Titel zu IDM-beeinflussten, vokallastigen Kollaborationen tendieren, reserviert James ihr bei Ghostly International unter Vertrag stehendes Alias Whatever The Weather für einen Blick nach innen, der die angeborene "emotionale Temperatur" und die Umgebung erforscht (was sich in den gradbasierten Titeln der Tracks zeigt). Ihr zweites Album ist im Vergleich zu seinem Vorgänger deutlich wärmer, was durch den Wechsel vom arktischen Coverfoto von LP1 zu den Wüstengefilden von LP2 deutlich wird. Beiden Alben gemeinsam ist die Mastering-Arbeit von Josh Eustis (alias Telefon Tel Aviv), der James' Komplexität ein feines Ohr leiht, um ein auffallend dreidimensionales Klangerlebnis zu schaffen. Von hypnotischen Atmosphären über gesprenkelte Rhythmen bis hin zu verarbeiteten Collagen aus tagebuchartigen Feldaufnahmen - "Whatever The Weather II" ist eine überzeugende Verbindung organischer und menschlicher Elemente von einem der einfallsreichsten Talente der elektronischen Musik. Die Leadsingle und der Schlusstrack der neuen LP von Whatever The Weather (Loraine James), "12°C", driftet von belebten Räumen in einen konkreten Groove und verwebt Melodie und Textur zu einer wahrhaft ungewöhnlichen, seelenbewegenden Fülle. In den letzten Momenten gesellen sich eine träge Akustikgitarre und ein sanfter, mit den Fingern getippter Beat zu ihrer in der Tonhöhe verschobenen Stimme. "Whatever The Weather II" ist voll von solchen Passagen, in denen die formale Gestaltung wie ein Film im Negativ erscheint und Konventionen mit Witz, Intelligenz und Geschick umgestoßen werden.
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"Blackbirds and the Sun of October" von Pianist und Komponist Federico Albanese ist inspiriert von seiner Heimat Monferrato im Norden Italiens, wo das Album vollständig geschrieben und aufgenommen wurde. "Es ist ein Album über Heimkehr, vor allem aber über Herkunft und Erbe", sagt der Pianist, Komponist und Produzent.Nachdem er mehrere Jahre in Berlin gelebt hatte, kehrte Federico Albanese mit seiner Familie im Herbst 2022 in seine Heimat zurück - in eine malerische Landschaft und mit der Empfindung, wie er sagt, "tief mit diesem Ort verbunden zu sein". Dies erwies sich auf vielerlei Weise als inspirierend. "Es ist ein Gefühl der Freiheit, das mit der Rückkehr einhergeht und in alles einfließt, was man tut - auch in die Musik." Seine Kompositionen spiegeln die tiefe, natürliche Schönheit seiner Umgebung wider - die Farben, die Tierwelt, den Wechsel der Jahreszeiten, aber auch die reiche Geschichte und die vielen Mythen und Legenden, die über Jahrtausende hinweg von Generation zu Generation weitergegeben wurden. "Dieser Ort atmet Geschichte", fügt er hinzu. "Es ist sehr romantisch in diesem Sinne."Während seine früheren Alben sich oft um Erinnerungen, innere Welten und imaginäre Landschaften drehten, schöpft "Blackbirds and the Sun of October" aus der konkreten, physischen Welt um ihn herum - aus der Geschichte, der Natur und der Schönheit. "Ich spüre die Freiheit in dieser Musik", sagt er, "und es steckt mehr Positivität darin. Ich merke, dass etwas anders ist als zuvor."
Die umweltpolitische Botschaft, die durch die Stärke der Metal-Musik zum Ausdruck kommt, macht "Reflections" nicht nur zu einem musikalischen Werk, sondern auch zu einem Werk des kulturellen Aktivismus.
Dieses Album geht über das reine Musikhören hinaus und verwandelt sich in eine sensorische Erfahrung. SOULLINE präsentiert ein Werk, das Musik und Bilder kombiniert, um tiefe Emotionen zu wecken und zu konkreten Handlungen anregen soll.
Ziel ist es, "Reflections" einem breiten und vielfältigen Publikum zugänglich zu machen, in der Hoffnung, dass die Botschaft des Albums in den Köpfen und Herzen der Hörer Widerhall findet und zu einem größeren Umweltbewusstsein und einem positiven Wandel anregt.
Gordan machen Musik zwischen Expressivität und Abstraktion. Ihre Stücke sind nicht durch starre formale Strukturen begrenzt. Vielmehr handelt es sich um offene Prozesse, die einen Verlust des Zeitgefühls bewirken. Reduzierte Arrangements und ausdrucksstarker Gesang verbinden sich zu einem kraftvollen musikalischen Ganzen. Diese Band schafft etwas Neues aus Minimalismus, Intensität und der reichen Gesangstradition des Balkans. Als Down in the Meadow, das erste Album von Gordan, im Oktober 2021 bei Morphine Records veröffentlicht wurde, wurde es von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert. Nun legt das Trio sein zweites, noch radikaleres Album vor. Auf dieser neuen Veröffentlichung spiegeln Gordan die Mystik von Legenden und Geschichten aus den Balkanländern mit kontrolliertem Feedback, hypnotischem Bass, ausdrucksstarkem Schlagzeugspiel und dem einzigartigen Gesang von Svetlana Spajic. Schlagzeuger Andi Stecher verzichtet auf jegliche Ausschmückung und spielt gleichzeitig abwechslungsreich und konzentriert. Souverän und mit hervorragender Technik ist er der Motor des Bandsounds. Seine stilistische Flexibilität zeugt von einer profunden Kenntnis der globalen Musikgeschichte. Guido Möbius spielt Bassgitarre und verschiedene elektronische Klangerzeuger. Außerdem provoziert er mit Gitarrenverstärker, Mikrofon und Effekten Rückkopplungen. Diese mal sphärischen, mal sehr konkreten Klänge interagieren mit der Stimme von Svetlana Spajic. Gesang und Rückkopplung umkreisen einander in flüchtiger, sich ständig verändernder Harmonie.
Bleachers kehren mit ihrem selbstbetitelten neuen Album zurück, das über Dirty Hit erscheint. Das Album ist Jack Antonoffs unverkennbare New-Jersey-Sicht auf die bizarren Gefühlswidersprüche des modernen Lebens, auf seine Position in der Gesellschaft und auf die Dinge, die ihm wichtig sind. Klanglich ist es traurig, es ist fröhlich, es ist Musik fürs Autofahren, fürs Weinen und fürs Tanzen auf Hochzeiten. Es hat etwas beruhigend Greifbares und Konkretes an sich: in verrückten Zeiten existieren, aber nicht vergessen, ählt
Bleachers kehren mit ihrem selbstbetitelten neuen Album zurück, das über Dirty Hit erscheint. Das Album ist Jack Antonoffs unverkennbare New-Jersey-Sicht auf die bizarren Gefühlswidersprüche des modernen Lebens, auf seine Position in der Gesellschaft und auf die Dinge, die ihm wichtig sind. Klanglich ist es traurig, es ist fröhlich, es ist Musik fürs Autofahren, fürs Weinen und fürs Tanzen auf Hochzeiten. Es hat etwas beruhigend Greifbares und Konkretes an sich: in verrückten Zeiten existieren, aber nicht vergessen, ählt
Das experimentelle elektronische Hiphop-Duo H31R (sprich: air) - bestehend aus der Produzentin/ Komponistin JWords aus New Jersey und der Rapperin/ Sängerin maassai aus Brooklyn - kündigt seine neueste Veröffentlichung, „HeadSpace“, auf dem Ninja Tune-Sublabel Big Dada an. Das Album folgt auf ihr außergewöhnliches Debütalbum, „ve-loc-i-ty“, aus dem Jahr 2020, das sofort die Aufmerksamkeit von Pitchfork, The Wire, Brooklyn Vegan, Okayplayer, Cabbages, Bandcamp und anderen auf sich zog.
„HeadSpace“ markiert eine neue Phase des Erwachsenwerdens für das Duo; es findet sich mit einem neuen Verständnis dessen ab, was es ist, und erkundet, wie es mit der Welt interagieren möchte. Wie sein Vorgänger manövriert auch „HeadSpace“ mit rasender Geschwindigkeit durch seine 14 Tracks. „Glitch In Time“ gibt den Ton für das Album an, mit düsteren Bässen, groovigen Drums und schrägen Melodien, die sich durch das ganze Album ziehen. Es enthält Momente der Introspektion und Selbstreflexion, in Songs wie „Static“ und „Reflection“, während das erbauliche Diptychon „Rotation“ - ein oszillierender Track, der die Essenz von Licht und Dunkelheit einfängt - und „All Over The Place“, das die Dualität transzendiert und sich zu einem multidimensionalen Selbst ausweitet. Auch „Backwards“, das trotz seines Namens ein treibendes Stück ist, in dem es darum geht, sich von Dingen zu lösen, die einen zurückhalten, und „Train Of Thought“, das die Mechanismen des Denkens untersucht und zunächst konkreter beginnt, bevor es gegen Ende des Songs allmählich abstrakter wird.
„HeadSpace“ enthält außerdem Beiträge des aufstrebenden Rappers und Produzenten Semiratruth aus Chicago zu dem motivierenden „Glass Ceiling“ und eine verspielte Strophe des für den GRAMMY nominierten Produzenten und Rappers Quelle Chris aus Detroit zu „Down Down BB“.
Ein außergewöhnliches Album und eine geradezu bewusstseinserweiternde Klang-Erfahrung. Zwei Jahre nach seinem großen Erfolg "Persona" aus 2018 kehrt der Londoner Elektro-Musiker und Produzent Rival Consoles endlich mit dem rundum überzeugenden "Articulation" zurück Das Album entstand als konzeptionelles Experiment, das erforschen will, inwieweit visualisierte Strukturen sich musikalisch umsetzen und hörbar machen lassen. Während des Schreibprozesses zeichnete Ryan Lee West (aka Rival Consoles) also konkrete Formen und Muster von Hand, um zu versuchen dem Entstehungsprozess elektronischer Musik eine haptisch erfahrbare und vom Computer vollständig losgekoppelte Grundstruktur zu geben. Dazu passend wurde der Albumtitel gewählt, der sich auf ein Stück des zeitgenössischen Avantgarde-Komponisten Györgi Ligeti bezieht, weil dieses eine ganz ungewöhnliche grafische Partitur hat. Die Idee, analoge Zeichnungen und Werkzeuge zur Entwicklung digitaler Kreationen zu verwenden, ist deutlich hörbar: Auf "Articulation" beschwören grüblerischen Techno-Nummern, nostalgische Ambient-Meditation, pulsierende Soundscapes traumwandlerische Stimmungen herauf. Die Zeichnung wird zu Klang und Rhythmus und diese zur frei fließenden Energie.
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Ligeti schätzte die Improvisation beim Jazz, lehnte sie aber
innerhalb seiner Kompositionen ab. Entsprechend respektvoll gingen Parisien und Negro vor: „Die originalen Motive, Stimmungen und Farben blitzen immer wieder hervor.
Harmonisch haben wir sie mit unseren Ideen erweitert,“ erklärt Negro. Bei ihrer Ligeti-Hommage halten sie sich nicht mit historisierenden Konventionen einer alten abstrakten Avantgarde auf, sondern lassen betörend aktuelle, mitreißend konkrete Musik erklingen.
Angetrieben von brillianten, eindringlichen Melodien, wurzelt Blondshells Songwriting im Konkreten: jeder Vers ist wörtlich zu nehmen, eine anektdotische Verarbeitung von Traumata und der Suche nach Selbstvertrauen, Selbstbeherrschung und Entlastung. Mit ihrem Debüt liefert sie einen neuen Indie-Sound voll verträumter Gitarren und 90iger Alternative Rock Einflüssen. Der Geheimtipp am Indiehimmel 2023.
Vielen erscheint Istanbul als ein von Mythen und Traditionen umrankter Sehnsuchtsort, andere betrachten es als Symbol für wirtschaftlichen Fortschritt. Seit den Gezi Park-Protesten 2013 sieht Westeuropa in der pittoresken Metropole am Bosporus mehr als die Hagia Sofia und andere Kulturdenkmäler. Der Gitarrist Erkin Cavus verbrachte viele Jahre seines Lebens in der riesigen, hochverdichteten und oft hektischen Stadt. Hier hat er Karriere gemacht, an der Seite berühmter Künstler gespielt, ehe er vor rund vier Jahren nach Deutschland zog. Nun setzt Cavus, zusammen mit Reentko Dirks, dem historischen Istanbul ein klingendes Denkmal. Inspiriert von Bildern des berühmten Fotografen Ara Güler (1928-2018), der als einfühlsamer und detailverliebter Beobachter zum Chronisten des Lebens seiner Heimatstadt wurde. Seine Aufnahmen des mittlerweile verblassten, teils unwiederbringlich zerstörten Istanbul und der ehedem höchst unterschiedlichen Stadtteile hängen längst in Museen. Bei der Entwicklung des Repertoires für Istanbul 1900 hat sich das Duo bewusst Zeit genommen. Der stärkste kompositorische "Flow" entwickelte sich in den Wochen vor dem Studiotermin. Die individuelle Form der Stücke, die absichtsvoll konkrete Jazz- wie traditionellen Bezüge vermeidet, "hat sich ungeplant entwickelt", so Istanbul 1900 ist eine atmosphärische Hommage, die mitunter nachdenklich klingt, dann wieder zarte Leichtigkeit suggeriert. Angesichts des Themas Vergänglichkeit und des Umstands, dass Erkin Cavus seiner Heimatstadt nicht ganz freiwillig Adieu sagen musste, ist ein Hauch Melancholie sicher keine Überraschung. Gleichwohl vermeiden die beiden Musiker jedes dramatische Pathos. Ihre Töne zeichnen, ganz im Geist der Schwarzweißa-Fotos Ara Gülers, feine Schattierungen. Selbst wenn sie in "Moda" schwungvoll das Nachtleben der großstädtischen Bohème oder in "Pera" die Dynamik in Straßencafés und -kneipen nach Feierabend imaginieren. Insgesamt entwickelt Istanbul 1900 einen sehr eigenen, subtilen Zauber, den man so nur selten erlebt. Ganz wie die Stadt, die an der Schnittstelle von Orient und Okzident Welten verbindet.
2 x black LP, im new Trifold-Cover + 32page Booklet;
OXYMORE' ist das 22. Studioalbum von Jean-Michel Jarre und eines seiner bislang ehrgeizigsten Projekte. Pierre Henry, ein Pionier der konkreten und elektronischen Musik, hatte Jean-Michel Jarre zu seinen Lebzeiten eine Reihe von Klängen vermacht, mit dem gegenseitigen Wunsch, eines Tages ein neues Werk zu schaffen. Oxymore, das einige dieser Klänge beinhaltet, ist in erster Linie eine Hommage an die Denkschule der französischen Musique concrète, ohne die die heutige weltweite elektronische Musik nicht so existieren würde, wie wir sie kennen. Das Album wurde in Mehrkanal und 3D-Raumklang konzipiert und bietet darüber hinaus eine Stereoversion sowie eine binaurale Version, die mit Standardkopfhörern zugänglich ist. Es ist das erste Projekt dieser Größenordnung, das so weit in der Audioinnovation geht. Im Rahmen dieser immersiven Kreation wird Jean-Michel Jarre auch 'OXYVILLE' auf den Markt bringen, eine Welt der virtuellen Realität, die die Veröffentlichung des Albums begleiten wird.'OXYMORE' est le 22ème album studio de Jean-Michel Jarre, l'un de ses projets les plus ambitieux à ce jour. Pionnier de la musique concrète et électronique, Pierre Henry avait légué de son vivant une série de sons à Jean-Michel Jarre, avec le souhait réciproque de créer un jour une oeuvre nouvelle. Oxymore, en intégrant certains de ces sons, est avant tout un hommage à l'école de pensée de la musique concrète française sans laquelle la musique électronique mondiale d'aujourd'hui n'existerait pas telle qu'on la connaît. Conçu en multicanal et son spatialisé 3D, l'album offre par ailleurs une version stéréo, ainsi qu'une version binaurale accessible avec des casques audio standards. Il s'agit du premier projet de cette ampleur à aller aussi loin dans l'innovation audio. Dans le cadre de cette création immersive, Jean-Michel Jarre lancera également 'OXYVILLE', un monde en réalité virtuelle qui accompagnera la sortie de l'album.
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Maeckes hat ein neues Album gemacht. “POOL” ist sein Of-Age-Moment: Die elf Songs handeln von der
Liebe, von der trügerischen Kraft der Gewissheit und vom Ankommen, das nie kommen wird.
Der Albumtitel ist dabei gleichermaßen Sinnbild und Mission Statement. Er steht für den Pool als losen
Vibe und konkreten Ort: ein Becken voller kleiner Sehnsüchte, in dessen unschuldiger Oberfläche sich
die großen Fragen unseres Lebens und die großen Ungerechtigkeiten unserer Welt spiegeln. “POOL” ist,
in radikaler Konsequenz, ein Pool an Liedern. Der rote Faden findet sich im Subtext; darüber erschafft
Maeckes in sich geschlossene Welten mit unterschiedlichsten Ästhetiken und musikalischen Referenzen auf
die eigene wie allgemein die Musikgeschichte: von den alten Franzosen über Yacht Pop und Punkrock bis
hin zu 808 und gebrochenen Herzen. Mit “POOL” schließt die Trilogie seiner Soloalben. Nach “KIDS”
von 2010 und “TILT” von 2016 repräsentiert “POOL” auch musikalisch ein Ankommen. Die Melodien sind
ausformulierter, die Worte klarer, der Vibe zärtlicher, auch versöhnlicher als je zuvor bei Maeckes. Das
Ankommen wird nie kommen. Es ist, als als müsste man genau das akzeptieren, um trotzdem irgendwie
anzukommen. Und zu erkennen, dass er vielleicht schon da ist. “POOL” erscheint am 11.06.2021 digital,
als CD und gelb transparente Vinyl (1LP).
180g schwarzes Vinyl. EXTRACT. TRANSFORM. DEBASE. ..ist das fünfte Album von The Antikaroshi und es benötigte 5 Jahre um das Licht der Welt zu erblicken. Thematisch beschreibt es den Kreislauf unserer derzeitigen Gesellschaft, der vor allem auf Geschwindigkeit setzt und somit Oberflächlichkeit generiert. Eine Metapher, in der letztendlich nur noch Überschriften zählen, die man im Vorbeirauschen wahrnimmt. Dabei liefern The Antikaroshi ein Album ab, das vor allem Dinge in Frage stellt, das sich mit der eigenen Rolle spielerisch ebenso auseinandersetzt wie mit konkreten Dissonanzen unserer Gesellschaft wie Autoritätshörigkeit und Machismo. Musikalische Konfliktverarbeitung. War ihr Sound in den Anfangstagen noch sehr in der Nähe von Bands wie Fugazi, Faraquet oder Shudder To Think - den Protagonisten des DC Undergrounds zu verorten- so hat sich die Band im Laufe der Jahre ihr ganz eigenes Musikuniversum geschaffen! Extract. Transform. Debase. wurde im Herbst 2020 eingespielt und von Nikolaus@Chaos-Audio gemixt und produziert. Artwork: Matt Irwin (A Whisper In The Noise)
Die zweite Runde von Remixen zu dem selbst betitelten Album von Urbs ist eine fesselnde Zusammenstellung von zeitlosen HipHop sowie Downtempo Nummern.
Marc Mac: Gibt es zu dieser Person etwa noch was zu sagen Als Teil des UK Duos 4Hero hat er Musikgeschichte geschrieben und sein Visioneers Projekt setzte neue Standards in Sachen organischem HipHop. Sein Remix zu - Get Wid It featuring Tyna aus Neuseeland, besitzt alles, was man sich von diesem Musikgenie erwartet. Ein souliges, harmonisches Meisterwerk, welches auch auf einem seiner legendären Visioneers Alben hätte veröffentlicht werden können.
Peter Kruder hat als Teil von Kruder & Dorfmeister sowie mit seinem Projekt Peace Orchestra Musikgeschichte geschrieben. Sein Remix zu - Happy Days feat. Bagi und Sarah Ann ist eine Reise zurück zu seinen musikalischen Wurzeln, welche ihn berühmt gemacht haben - eine relaxte Downtempo-Nummer. Der Remix weckt Erinnerungen an die Zeit, als seine Musik Millionen von Menschen berührte.
Patrick Pulsinger ist der dritte im Bunde aus der Riege der Helden der 90s. Gemeinsam mit Sam Irl, seinem derzeitigen Komplizen, zeigen die beiden was herauskommen kann, wenn ein Studio-Zauberer mit Techno Wurzeln auf ein Musikgenie mit HipHop Wurzeln trifft. Ihr Remix zu - Code Of The Snake feat. Blabbwona ist eine trippige HipHop-Tech-Dub Nummer mit viel Bass und als solches absolut einzigartig.
Jstar aus London hat sich bereits einen Namen gemacht als Produzent von unzähligen Remixen und Edits auf seinem eigenem Label Jstar. Seine Spezialität sind Dub und Reggae Remixe von HipHop Classics. Er ist ein Großmeister des Digital Dancehall und transformierte den Golden Era Sound von - Why We feat Ward 21 (aus Kingston Jamaica) in etwas absolut Futuristisches.
Flip: Rapveteran von Texta aus Linz, der zuletzt durch sein Soloalbum auf dem New Yorker Raplabel Ill Adrenaline Records aufgefallen ist, bringt einen Remix zu - Holdin' Back feat Wordsworth. Mit einem genialem Chuck D Sample und einem funky Beat setzt dieser Remix Tanzflächen von Alaska bis Auckland in brannt.
Trishes: Last but not least: Moderator der legendären HipHop Radioshow Tribe Vibes auf FM4 und integraler Bestandteil der Wiener HipHop Szene. Für seinen Remix zu - Concussion feat BluRum13 von Oneself, setzte er auf einen heftigen Groove mit lauten Becken um einen Underwater-Funk-Beat zu kreieren und somit einen neuen Hintergrund für diese echt verrückte Geschichte zu gestalten.
Über das Album 'Urbs':
Ganze elf Jahre sind seit - Toujours Le Meme Film', dem letzten Album von Urbs vergangen. Auf Kruder & Dorfmeisters G-Stone Label lieferte der Wiener Musiker, DJ und Producer damals den Soundtrack zu einem fiktiven Film Noir, zog sich aber nach einer Europa-Tournee fast gänzlich aus der Öffentlichkeit zurück. Er sieht sein Schaffen nicht als Karriere, sondern als Teil seines Lebens, welches in den seltensten Fällen einer konkreten Planung unterliegt, und deshalb hat Urbs sich auch bewusst viel Zeit gelassen für sein aktuelles -unbetiteltes - Album.
Urbs: - Der Vorgänger "Toujours Le Meme Film" kam bei sehr vielen Leuten extrem gut an, und über die Jahre habe ich mitbekommen, daß es manchen Leuten richtig viel bedeutet. Das war eine gewisse Belastung, weil man diese Leute natürlich nicht enttäuschen will. Mittlerweile denke ich, daß genug Wasser die Donau runtergeflossen ist, um vielleicht den einen oder anderen mit etwas ganz Neuem zu überraschen. Die Leute, die mich kennen, wissen ja, daß ich im Grunde immer dopen HipHop produziert habe.'
Konsequenterweise handelt es sich diesmal nicht um ein Instrumental-Album sondern um eine Sammlung von 12 souligen HipHop Nummern, die mit handverlesenen Vokalisten der internationalen Rap-, Dancehall- und Soul-Szene aufwarten. Neben den New Yorkern Wordsworth von EMC sowie R.A. The Rugged Man, finden sich unter anderem Ward 21 aus Kingston, Jamaica, Voice Monet aus New Orleans, Blu Rum 13 von One Self aus Washington DC, als auch alte Weggefährten wie dem Wiener Skero oder dem Wahl-Münchner Blabbwona von Abstract Art auf dem Album.
Auf die Frage, wie es sich anfühlt, nach mehreren Instrumental-LPs erstmals ein Album mit Vokalisten aufzunehmen, erwidert Urbs mit einem Augenzwingern: - Generell war es für mich schwierig die Songs loszulassen und mich den MCs auszuliefern. Man verbringt viel Zeit mit einem Stück und baut eine gewisse Beziehung auf. Die Musik erzeugt Bilder im Kopf und hat oft eine schwer fassbare Bedeutung für den Producer. Dann geht ein MC drüber und es ist ein bisschen als würden die brutalen Freunde deines älteren Bruders dein Kinderzimmer verwüsten- in deiner Anwesenheit.'
Wieso das Album keinen Titel trägt, ist auch schnell beantwortet: - Dieses Album ist nun sozusagen meine Leistungsschau auf diesem Gebiet und durch den unendlich langen Reifeprozess, ist es auch schön intensiv eingekocht und auf dem Punkt. Deshalb auch keine Intros, keine Interludes, kein Titel, no Gimmicks, einfach 12 gute Songs - Punkt.'
Neben dem Album werden auch zwei EPs mit Remixes von Retrogott, Brenk Sinatra, Visoneers (Marc Mac von 4 Hero), Peter Kruder, Cookin' Soul, J*Star, Flip (Texta) und anderen veröffentlicht. Für das Artwork zeichnet DJ DSL verantwortlich.