»Moondram Sevi«, ein Album, das vertraut und gleichzeitig aufregend anders klingt: Dub und Disco-Diaspora treffen auf Kollywood-Soundtracks, Balearic-Sound, Neo-Library-Music, Psychedelic, Prog und krautige Grooves. Sahana Naresh singt auf drei Songs, darunter »Pambu Mookan Uncle« und »Sa Re Ga Ma Pa«. In all seiner kaleidoskopischen Bildkraft und rauschhaften Fabulierfreudigkeit hat »Moondram Sevi« etwas Cineastisches – und auch das für Keshavara typische babylonische Sprachgewirr aus Deutsch, English, Tamil & Gibberish regiert wieder.
Bei Keshavara versteht sich die Sprache als Musik, während die Musik sich als Sprache versteht. Und mag diese Musik auch noch so filmisch daherkommen, so bleibt sie doch immer tanzbar: »Moondram Sevi« (Tamil für »das dritte Ohr«) ist Kopfkino für die Füße.
Nach drei Jahren und zehendtausend Höllen entfesseln SPIRIT POSSESSION am 2. Oktober ihr drittes Album in voller Länge: „Cathedral Speech“.
Sieben angreifende Labyrinthe weitreichenden Black Heavy Metals, bei denen alle Turmspitzen nach unten zeigen.
Wo „Of the Sign…“ aus dem Jahr 2023 noch einen messerscharfen Blick auf unberechenbare, abenteuerliche Hymnen warf, erweckt „Cathedral Speech“ die bisher stechendste, am stärksten deragierte und erzählerisch epischste Form von SPIRIT POSSESSION. Spiralförmige Gitarrenstürme und explosive Schlagzeug-Hämmerungen kanalisieren Black-/Death-Metal-Angriffe der ersten Welle im selben Atemzug mit ausladenden 70er-Jahre-Kompositionen.
Mit vier Schritten in den Wahnsinn, gefolgt von einer seitenlangen Suite, sind dies bösartige elektrische Gesänge, ebenso hochragend wie gotteslästerlich.
Besetzung: S. Peacock (Black Curse / Ulthar / Mastery) an Saiten und Gesang sowie A. Spungin (Ormus) an Schlagzeug und handgefertigten Synthesizern. Aufgenommen in den Tiefen des S•P-Dungeons und gemischt von Colin Marston in den New Menegroth, The Thousand Caves. Cover-Artwork von Luciana Lupe Vasconselos.
Die intergalaktische Musik von EVE Online erstmals auf Vinyl!
Diese Veröffentlichung erstreckt sich über das von Spielern gestaltete Universum von New Eden und vereint auf zwei LPs eine Auswahl herausragender Titel, die sowohl das Ausmaß interstellarer Konflikte als auch die stille Einsamkeit des Weltraums widerspiegeln.
Mit Musik von Kristian Ross und Real X spannt der Soundtrack einen Bogen von üppigen Ambient-Atmosphären bis hin zu cineastischen Orchesterklängen. Von der treibenden Intensität von „Uprising“, „Havoc“ und „Legion“ bis hin zu den kosmischen, meditativen Klängen von „Stellar Shadows“ und „Below the Asteroids“ bewegt sich die Trackliste zwischen Spannung und Ruhe und spiegelt das sich ständig verändernde Kräfteverhältnis im Universum von EVE Online wider.
Die Verpackung greift Hintergründe des Weltraums, Umlaufbahnschemata und markante himmlische Formen auf und ist auf silbernem Karton gedruckt, um den Glanz des Himmels besser einzufangen. Das Artwork auf der inneren Gatefold-Hülle ist eine Hommage an die von den Spielern bestimmte Erzählung des Spiels und zeichnet die Geschichte von New Eden mit einer Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse nach, die das Universum geprägt haben.
Mit hochwertigen Materialien und durchdachten Details ist dies eine Veröffentlichung, die sich so weitläufig anfühlt wie das Universum, das sie repräsentiert. Geschaffen, um ausgestellt, gesammelt und immer wieder neu entdeckt zu werden … Genau wie EVE Online.
"Burning Down Paradise", das sechste Studioalbum der NWOBHM-Legende Tokyo Blade, erblickte ursprünglich im Jahre 1995 über Fresh Fruit das Licht der Welt. Fresh Fruit war ein Sublabel von SPV in Hannover. High Roller Records legt »Burning Down Paradise« jetzt zum allerersten Mal als Vinyl auf.
Die Platte markierte die Wiedervereinigung von Gitarrist Andy Boulton und Sänger Alan Marsh, die das erste Mal seit dem Debütalbum von Tokyo Blade im Jahre 1983 wieder gemeinsame Sache machten. Die damalige Besetzung wurde komplettiert von John Wiggins an der zweiten Gitarre, Colin Riggs am Bass und Marc Angel hinterm Schlagzeug.
„Ich denke, alle zwölf Songs haben den Test der Zeit gut überstanden“, kommentiert Gitarrist und Gründungsmitglied Andy Boulton heute. „Allerdings war es eine schwierige Zeit für Hardrock und Heavy Metal. Der musikalische Geschmack hatte sich drastisch verändert. Das Album wurde in einem kleinen Studio direkt außerhalb von Marlborough in Wiltshire aufgenommen. Zusammen mit einem Tontechniker namens Nick Beer. Ich nehme an, man könnte sagen, dass die ganze Band »Burning Down Paradise« produziert hat. Als Hauptsongwriter hatten Alan und ich am Ende aber wohl den größten Einfluss auf den Sound der Platte.“
Laut Aussage des Gitarristen erntete das Album zum Erscheinungszeitpunkt unterschiedliche Reaktionen: „Die Meinungen gingen auseinander, einige alte Fans mochten unsere neue Richtung nicht, während andere positiver eingestellt waren. Und was die Kritiker an sich betrifft, auf die höre ich eh nicht. Meine Einstellung ist: Wenn dir die Musik nicht gefällt, hör sie dir einfach nicht an.“
Nach der Veröffentlichung von "Burning Down Paradise" gingen Andy Boulton und Alan Marsh abermals getrennte Wege. Tokyo Blade lösten sich (zwischenzeitlich) auf: „Wir hatten die Schnauze voll, ohne Unterstützung von irgendwoher weiterzumachen. Es war eine schlechte Zeit für unsere Art von Musik, und wir sahen keinen Sinn darin, die Band weiterhin am Leben zu halten und unsere Kraft zu vergeuden.“
Remastered von Patrick W. Engel at TEMPLE OF DISHARMONY im März 2026.
Die Londoner Band Apocalypse sollte kaum einer Einführung bedürfen. Sie erlangten unter Fans der New Wave Of British Heavy Metal durch ihre Single »Storm Child« von 1982 Ruhm, der drei Jahre später das vielbeachtete Album »The Prophet« folgen sollte, obwohl die Band zu diesem Zeitpunkt bereits eine Namensänderung durchlaufen hatte und nun als Omega bekannt war.
Spulen wir über vierzig Jahre vor. Apocalypse sind mit einem neuen Album zurück, »Last Man Standing«. Das aktuelle Werk knüpft nahtlos an »Abandon Hope an«, das 2010 von High Roller Records veröffentlicht wurde. Mittlerweile hat Gitarrist und Sänger Steve Grainger, der nach dem Tod sowohl seines Bruders Marc (ehemaliger Schlagzeuger der Band) und des Bassisten Dave Robertson tatsächlich als „letzter Mann übriggeblieben ist“, die Gruppe in Apocalypse NWOBHM umbenannt.
»Last Man Standing« kombiniert neues Material, das Steve geschrieben hat, mit älteren Songs, die in ihrer ursprünglichen Form aus der Vorgängerband Phaze stammen (die er und sein Bruder betrieben). Die Atmosphäre und der Drive von Apocalypse sind geblieben. Mit Beiträgen von Marc und Dave sowie textlichen Anspielungen auf einige frühere Stücke der Band ist »Last Man Standing« der neueste Teil der Apocalypse-Saga und in dieser Form definitiv eine würdige Ergänzung des Bandkatalogs.
HRR 1084LP, Einband aus schwerem Karton (425 gsm), 4-seitiges Booklet. Erste Auflage limitiert auf 500 Stück.
Es war ein Coup, als Gründer und Bassist Lee Payne vor drei Jahren ankündigte, dass Harry „The Tyrant“ Conklin, der nach Griechenland gezogen war, seiner Band Cloven Hoof beitreten würde. Der ehemalige Jag-Panzer-Frontmann war der perfekte Nachfolger für Russ North, der für die Fans bis dahin als der ultimative Cloven-Hoof-Sänger galt – leider weilt er nicht mehr unter uns. Daher waren die Reaktionen auf das erste Album der Band mit Harry Conklin am Mikrofon herausragend. »Heathen Cross« wurde 2024 bei High Roller Records veröffentlicht.
Nun folgt Cloven Hoofs zehntes Studioalbum mit dem Titel »Never A Prophet In Your Own Land«. Wieder einmal ist die Gesangsleistung vom „Tyrant“ absolute Weltklasse. Lee Payne grinst: „Das Lob gebührt einzig und allein Harry. Wir können uns glücklich schätzen, einen so brillanten Sänger und Frontmann in der Band zu haben.“
Kontinuität ist für jede Band wichtig, und Cloven Hoof hatten in der Vergangenheit mehr als einen Besetzungswechsel zu verzeichnen. Diesmal nicht, wie der Bassist nicht ohne Stolz erklärt: „Wir haben dieselbe feste Besetzung wie auf »Heathen Cross«, das kann ich mit Freude sagen. Am Gesang der einzig wahre Harry Conklin und an den Gitarren Luke Hatton sowie Chris Coss. Dazu Ash Baker am Schlagzeug. Luke, Chris und Ash sind nun seit über zehn Jahren bei Cloven Hoof; sie kennen ihre Rollen in- und auswendig. Ich selbst bin seit 1979 in der Band, also sollte ich inzwischen eine Vorstellung davon haben, was ich mache (lacht).“
„»Never A Prophet In Your Own Land« ist keine direkte Fortsetzung von »Heathen Cross«“, fährt Payne fort. „»Heathen Cross« hatte seine eigene schwere und düstere Atmosphäre. »Never A Prophet In Your Own Land« ähnelt eher »A Sultan‘s Ransom«, doch diese Ähnlichkeit war weder konstruiert noch geplant. Es ist einfach so gekommen.“
Widow aus London (auch als Ritual bekannt) machten erstmalig 1983 im Zuge der NWOBHM-Bewegung auf sich aufmerksam, als ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf Legend Records erschien. Zu jenem Zeitpunkt waren Re Bethe (Gitarre, Gesang), Phil Mason (Bass) und Rex Duval (Schlagzeug) allerdings bereits ganze zehn Jahre aktiv. Ihr allererster Live-Auftritt fand im September 1973 im ""Café des Artistes"" in der Fulham Road in London statt.
Heutzutage werden Widow/Ritual in bestimmten Kreisen als Säulenheilige der originalen Okkult-Rock-Welle verehrt. Re Bethe hingegen sieht wenig Parallelen zwischen seiner Band und Black Widow, Atomic Rooster oder Coven: ""Ich glaube, wir haben uns selbst niemals als Okkult-Rock-Band bezeichnet. Ich denke, wir waren eher ganz normaler Heavy Rock. Aber selbstverständlich haben wir beobachtet, was um uns herum musikalisch passierte. In den ganz frühen Tagen waren wir sicherlich ein wenig von Black Sabbath beeinflusst. Ich wollte schon immer wie eine Mischung aus Black Sabbath und Deep Purple klingen. Das waren wirklich die einzigen beiden Rockbands, die ich mir überhaupt angehört habe. Black Sabbath und Deep Purple hatten irgendwie den Dreh raus.”
Als Widow (oder Ritual) schließlich im Jahre 1983 ihre Platte vorlegten, hatte die NWOBHM ihren Höhepunkt bereits überschritten. “Wir sahen, was mit den anderen Bands geschah”, gibt Re Bethe zu Protokoll. “Wir fühlten uns dieser Bewegung auf eine bestimmte Art und Weise verbunden. Die Leute haben uns oft mit Samson, Quartz oder Pagan Altar verglichen. Im Grunde genommen gehörten wir aber einer früheren Generation an, die sich bereits vor der Punk-Revolution formiert hatte und nun mit der Schwierigkeit konfrontiert wurde, Arbeit an Land zu ziehen. Es war schier unmöglich, einen Deal zu ergattern, es war sogar unmöglich, überhaupt einen Vertrieb für die Platte zu bekommen.”
Audio-Restaurierung und Mastering durch Patrick W. Engel bei TEMPLE OF DISHARMONY im März 2026. Cutting durch SST Germany auf Neumann-Geräten für optimale Qualität in jeder Hinsicht.
1986 veröffentlichten Bassist Ron Royce (Ron Broder), Gitarrist Tommy T. Baron (Tommy Vetterli) und Schlagzeuger Marquis Marky (Markus Edelmann) ihr erstes Demotape »Death Cult« mit Hilfe von Celtic Frosts Tom Gabriel Fischer am Gesang (Fischer war auch für die Texte verantwortlich).
Kurz darauf, Anfang 1987, unterschrieben Zürichs Avantgarde-Metal-Pioniere einen Vertrag mit Noise Records aus Berlin. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Bassist Ron Royce entschieden, selbst die Rolle des Leadsängers von Coroner zu übernehmen.
Das erste Ergebnis war »R.I.P.«, das Debütalbum der Band, das im Juni 1987 erschien und sehr gute Pressereaktionen erhielt.
1988 folgte Coroners Studiodebüt »Punishment For Decadence«, erneut produziert in West-Berlin, diesmal von Guy Bidmead im Sky Trak Studio. Die Band tourte in bescheidenem Umfang durch Europa, bevor sie mit der Arbeit an ihrem dritten Album begann.
Für »No More Color« (1989) reisten Coroner zum dritten Mal in Folge nach Berlin. Diesmal war Pete Hinton der Produzent, wie Gitarrist Tommy Vetterli erklärt: „Ja, genau! Pete Hinton wurde vom Label vorgeschlagen. Da er einige meiner Lieblingsbands aus Jugendtagen produziert hatte, wie Saxon und Demon, waren wir begeistert. Die Zusammenarbeit mit ihm lief wirklich gut, er ist ein absoluter englischer Gentleman.“
Der Mix des Albums wurde in den Morrisound Studios von Scott Burns in Tampa, Florida, realisiert, einem damals sehr angesagten Ort.
Der komplexeste Song auf »No More Color« ist vielleicht „Mistress Of Deception“; laut Tommy Vetterli „besitzt er definitiv einige extrem schwierige Gitarren-Passagen. Ich erinnere mich, dass Marky vor den Albumaufnahmen sagte, er schreibe einen Text über die Wüste. Das hat mich wirklich inspiriert, und ich habe den Song in ein paar Tagen geschrieben.“
„Die By My Hand“, eine deutlich geradlinigere Nummer, wurde als Single für das Album ausgewählt (und zusammen mit „Tunnel Of Pain“ auf durchsichtigem Vinyl als Promo-12“ veröffentlicht).
In damaligen Interviews erwähnte Tommy, dass »No More Color« das erste Album von Coroner war, auf dem die Band groovige Parts einbaute, anstatt durchgehend auf kompromisslosen technischen Thrash Metal zu setzen. Heute glaubt er immer noch, dass das stimmt: „Ja, durch all die Tourneen hatten wir gelernt, dass man zwischen den schnellen und komplexen Abschnitten einige einfachere und groovigere Parts spielen muss. Das wirkt live viel besser und macht auch das Publikum glücklich. Das Album konzentrierte sich insgesamt viel mehr darauf, Stimmungen zu evozieren, und weniger auf technische Leistungen.“
Im Februar 2026 von Patrick W. Engel bei TEMPLE OF DISHARMONY remastert und restauriert. Die Schneidearbeiten wurden von SST Germany auf Neumann-Geräten durchgeführt, um in jeder Hinsicht optimale Qualität zu gewährleisten. Die ultimative audiophile Ausgabe dieses zeitlosen Klassikers!
Semiratruth ist ständig in Bewegung. Der in Brooklyn lebende, in Chicago geborene Elektronik-Künstler reist von Bühne zu Bühne und pendelt zwischen unterschiedlichen Underground-Musikszenen - von den USA über Guatemala bis in die Niederlande -, Synthesizer und Sampler im Gepäck, als wären sie ein Teleportationsgerät. Auf der Bühne lenkt er intuitiv die Energie im Raum und scheint den kollektiven Herzschlag des Publikums mit einem universellen Metronom zu synchronisieren. Mit einem Tisch voller Elektronik-Geräte klopft er ganz beiläufig klangliche Portale in eine andere Welt auf. Semiras sich ständig wandelndes Umfeld und ihr eigener gelebter Schwung sind auf ihrer neuen LP ,S!M" zu hören, die am 25. September über das vielseitige Chicagoer Label Sooper Records erscheint. ,S!M" schafft eine einzigartige Balance: Der kompositorische Minimalismus von Acid, Juke und Baile Funk schlängelt sich in industrielle Klanglandschaften, um dann durch experimentelle und melodische Improvisationen ins Licht gerückt zu werden, die an Cosmic Synth und Spiritual Jazz der 1970er Jahre erinnern. Das Selbstbewusstsein, mit dem Semiratruth diese klangliche Dualität nutzt, spiegelt sich in den Themen ihres schwindelerregenden instrumentalen Multiversums mit 20 Tracks wider. Disharmonische Stimmen von Gedanken und Gefühlen, Sehnsucht und Hingabe, Hinterfragen und Träumen - all das findet Harmonie in Semiras Welt, in der unterschiedliche Realitäten gleichzeitig existieren. Jeder Track ist ein Universum, das sich in einem Existentialismus ergeht, der zu gleichen Teilen aus Freude und Schmerz besteht - eine Aufforderung, den Kosmos mit Kopfhörern zu ergründen oder ihn auf der Tanzfläche auszuleben. Semiratruths bisheriges Werk und vergangene Live-Auftritte haben dem Künstler einen Ruf für seine lyrische Gewandtheit eingebracht, doch ihre Leidenschaft für instrumentale Arrangements ist in all ihren bisherigen selbstproduzierten Werken zu hören. Auf ,S!M" richtet Semira den Fokus ganz einfach auf die Sounddesign-Aspekte ihrer Kunst. Tracks wie ,Atitlán", benannt nach Guatemalas großem See, zeigen Semiratruths disziplinierte kompositorische Stärke. In seiner Mikrotonalität sehr intim, breitet sich ein sich langsam wandelndes Synth-Pad aus, während Spritzer maschineller Töne die Mehrdeutigkeiten des Lebens zwischen den Noten melodisch zum Leben erwecken. Diese Zurückhaltung steht in krassem Kontrast zu Tracks wie ,Blood Moon Eclipse" und ,we gotta GO!", in denen dröhnende Kick-Drums den Hörer in den Rhythmus des Stadtlebens katapultieren. In jedem Moment könnte Semiratruth überall sein. Wo auch immer Semira nicht ist, füllt ihr Geheimnis die Leere. Ihr Schatten-Ich stürzt sich in ein pulsierendes Publikum von NYC-Fans, während sie die Lautsprecher mit einem Fingertipp zum Beben bringen. Im selben Moment wird ihre Geschichte zum Mythos in den Chicagoer DIY-Szenen, aus denen sie hervorgegangen sind. Genau in derselben Sekunde schwärmen Farm-Core-Songwriter hinter der Bühne eines Folk-Festivals von ihrer neu entdeckten musikalischen Obsession und rufen aus: ,Semira ist die WAHRHEIT!" Wie Semira es ausdrückt: ,All diese S!Mulationen und Zeitachsen finden S!Multan statt. Je tiefer du eintauchst, desto seltsamer wird es."
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Die Synthesizer-Künstlerin und Komponistin Emily A. Sprague verbindet intuitive Klangstrukturen mit ausdrucksstarkem Songwriting und schafft so weitläufige Klangwelten, die unmittelbar und mitreißend sind. Nach ersten Experimenten mit Gitarre und Keyboard als Teenager gründete Sprague Anfang der 2010er Jahre die Indie-Band Florist und gewann damit ein treues Publikum. Nach einer Reihe gefeierter EPs nahmen Florist fünf Studioalben auf, die sich durch ihre intime Weltgestaltung und durch Spragues gefühlvollen Gesang auszeichnen. Den Soloalben "Hill, Flower, Fog" aus dem Jahr 2020 und "Cloud Time" aus dem Jahr 2025 - einem Album mit modularen Synthesizern, das live in Japan aufgenommen wurde - nachfolgend, ist "Cyano" ist ihr erstes Soloalbum, das Spragues intuitive Synthesizer-Musik mit dem Songwriting verbindet, für das sie mit ihrer Band Florist bekannt ist, und führt Gesang in ihr bisher rein instrumentales Schaffen ein. Absichtlich minimalistisch gehalten, ist Spragues Gesang wie eine rauschbehaftete Übertragung, die einen technischen und symbolischen Wendepunkt markiert - mit experimenteller, formloser Musik, die die eher konventionellen Songstile von Florist dekonstruiert. Emotional verankert und von Vergänglichkeit getrieben, spiegelt das Album sowohl Spragues inneren Raum als auch den konzeptionellen Planeten "Cyano" wider und setzt sich mit dem Selbst, dem Anderen, der Ökologie und dem Leben in einer fernen Welt auseinander. Spragues musikalischer Ansatz ist geprägt von einer zutiefst persönlichen Atmosphäre, die darin wurzelt, Geschichten über sich selbst und andere - Formen der innerpersönlichen und zwischenmenschlichen Verbindung - sowie die Unbeständigkeit dieser Versuche zu ergründen. Durch intime phänomenologische Erkundungen bietet "Cyano" subtile und eindrucksvolle Klangtexturen, die Verletzlichkeit einbeziehen. Emily A. Sprague erschafft eine komplexe Welt und erweitert dabei ein Klangspektrum, das zugleich vertraut und zutiefst neu ist - ein Spiegelbild ihres inneren Spektrums, das in andere Welten blickt.
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Erweiterte Deluxe-Jubiläumsausgabe von "The Fallen By Watch Bird", das neben dem Originalalbum auch das Kompendium "The Watchbird Alluminate" enthält, alternative Versionen und Neuinterpretationen von u.a. Demdike Stare, The Focus Group, Anworth Kirk und Emma Tricca. Seit der ursprünglichen Veröffentlichung vor 15 Jahren hat sich Jane Weaver zu einer der markantesten und experimentierfreudigsten Stimmen aus UK entwickelt und eine Reihe von gefeierten Alben veröffentlicht, darunter "The Silver Globe", "Modern Kosmology", "Flock" und "Love In Constant Spectacle". Es ist ein psychedelischer Femme-Folk-Rock-Teppich, der Einflüsse aus dem osteuropäischen Kinderkino, deutschen Kunstmärchen, der TV-Musik der 70er Jahre und elektronischen Soundtracks der 80er Jahre aufgreift. Dieses konzeptionelle Album, das von Synths und Mystik durchdrungen ist, verwebt Bilder von abwesenden Seeleuten, Telekinese, Tierbotschaften und weißer Magie mit heidnischen Themen wie Tod und Wiedergeburt. Ein prägendes Meisterwerk aus ihrer ständig wachsenden Diskografie, das ihre Reise von ihren folkloristischen und poporientierten Anfängen bis hin zu den psychedelischen Synth-Pop-Experimenten von heute dokumentiert. Das Album umfasst sieben Kapitel und enthält Beiträge von Septième Soeur Wendy Flower vom Folk-Pop-Duo Wendy & Bonnie, das 1969 das Album Genesis veröffentlichte, Lisa Jen, der walisischen Sängerin auf Gruff Rhys' Candylion, der verstorbenen amerikanischen Folk-Pop-Sängerin Susan Christie und dem bosnischen Folk-Musiker und Violinisten Behar. Als Extra setzt "The Watchbird Alluminate" die Reise fort, indem es in Drone, Psychedelia, Folk und weitere Klanglandschaften eintaucht. Einzel-CD oder limitierte 2LP-Edition in Marineblau und Cremefarbenem Vinyl, Gatefold-Sleeve + Obi-Streifen & DL-Karte.
Backup '25 ist kein konzeptuelles Album - es ist ein musikalisches Tagebuch. frytz bündelt die Songs eines Jahres: Momente, die bereits millionenfach gestreamt wurden, und neue Tracks, die sie erstmals zusammenfassen. Jeder Song für sich, zusammen das Bild eines Jahres. Highlights wie "Hals über Kopf" mit Dominik Hartz - bereits über 7 Mio. Streams - oder "allein mit dir" mit dem Geschwister-Duo Bruckner zeigen, wie stark frytz in der deutschsprachigen Indie-Szene vernetzt ist und wie natürlich diese Kollaborationen klingen. "Blicke kreuzen" mit über 3,4 Mio. Streams und "Tanzen ja ok" mit 2,5 Mio. unterstreichen, dass das Album weit über ein reines Sammelprojekt hinausgeht. frytz hat sich mit Playlist-Covern und Platzierungen auf allen großen DSPs - darunter Wilde Herzen, Popland und Deutscher Indie - sowie Radioplays bei BR Puls, Deutschlandfunk Nova, Fritz und DASDING als eine der stärksten Stimmen im deutschsprachigen Indie-Rap etabliert. Backup '25 ist der Beweis dafür.
Das wandlungsfähige Trio Vanishing Twin präsentiert sein neues Album ,Archives" - eine Collage aus postmoderner Songkunst, die im gemeinsamen Schaffensprozess Transzendenz findet. Der Albumtitel spielt auf den unverwechselbaren Ansatz von Vanishing Twin an, tägliche Aufnahmesessions anzuhören, zusammenzufügen und neu zu bearbeiten. Gründungsmitglied Cathy Lucas beschreibt den Prozess so: ,Material sammeln, damit herumspielen, es auf den Kopf stellen, versuchen, die Teile zusammenzufügen und daraus eine Geschichte zu erschaffen". Da Lucas mittlerweile ins ländliche Frankreich gezogen ist und Valentina Magaletti sowie Susumu Mukai in London leben, verbinden sich die drei, indem sie Songs und Instrumentalfragmente in einem virtuellen Studio austauschen. Die geografische Distanz wird durch ihre kollektive Kreativität überbrückt, wobei jedes Mitglied als Multi-Instrumentalist seinen Beitrag leistet. Jeder Musiker bringt umfangreiche Erfahrung in Zusammenarbeit und Improvisation mit, wobei das Anhören und Bearbeiten von Studio-Sessions ein wesentlicher Bestandteil des kreativen Prozesses ist. Konzepte von Urheberschaft und Eigentumsrechten lösen sich in der Musik von Vanishing Twin auf, während die Mitglieder Instrumente tauschen und sich ganz dem Moment der Zusammenarbeit hingeben. Die ,Archive", die dem Albumtitel seinen Namen geben, werden zu Dokumenten der kollektiven Intelligenz des Trios. Die chaotische Energie von ,Archives" treibt Vanishing Twin in ungewohnte Formen und Richtungen. Außerhalb ihrer Komfortzonen findet das Trio neue Momente der Erleuchtung und Freude. Tief im Mix hörst du vielleicht, wie Magaletti zum Bass greift, Mukai unerwartet am Schlagzeug einspringt oder Lucas chamäleonartig durch die Lücken gleitet. ,Archives" verfeinert Vanishing Twins Modell des kollektiven Musizierens, bei dem Egos in spielerischen Mix-and-Match-Spielen in den Hintergrund treten und die Kreativität zwischen den drei Multi-Instrumentalisten fließt. Sie bewegen sich zwischen und außerhalb konventioneller Genrekategorien und reihen sich neben Weggefährten wie dem Tara Clerkin Trio und Still House Plants ein, wodurch sie die Vorstellung vom zeitgenössischen Musikensemble erweitern. Nach einem Jahrzehnt ihres Bestehens sind Vanishing Twin wandelbarer denn je.
Meshell Ndegeocello war schon immer für Überraschungen gut – jetzt erfindet die Bassistin, Sängerin und
Produzentin, die im Soul, Jazz und Funk immer wieder Zeichen gesetzt hat, einige der größten Popklassiker
als Duette neu neu!
Diese Coverversionen sind für Meshell Ndegeocello weit mehr als bloße Hommagen. Sie nimmt bekannte
Songs auseinander, legt ihre emotionale Substanz frei und setzt sie mit ihrer unverwechselbaren Handschrift
neu zusammen. Songs wie “Knew You Were Waiting (For Me)”, “Guilty” oder “Islands In The Stream”
hat man selten so cool und emotional packend gehört wie hier.
Das Repertoire reicht von den 1960er- bis in die 1990er-Jahre und verbindet Soul, Pop, Rock, Country
und R&B. Jeder der fünfzehn Songs entstand als Duett. Dafür versammelte Ndegeocello eine beeindruckende Riege prominenter Gäste, darunter Cynthia Erivo, Chaka Khan, Cat Power, Madison Cunningham,
Emily King, Lizz Wright, Lianne La Havas, Moses Sumney, Brandi Carlile, WILLOW, ANOHNI und Robert
Glasper.
Das aufstrebende Stockholmer Quartett Clutter ist zurück mit seinem mit Spannung erwarteten Debütalbum ,Sugar Rush", das am 2. Oktober über das schwedische Indie-Label PNKSLM Recordings (ShitKid, Vegas Water Taxi, 7ebra usw.) erscheinen soll. Als eine der spannendsten Bands, die seit langem aus den nordischen Ländern hervorgegangen sind , hat Clutter mit ihren rauen Live-Shows für Aufsehen gesorgt, und ,Sugar Rush" knüpft an die bahnbrechende Debüt-EP ,Loves You" aus dem Jahr 2025 an. Nachdem sie bereits mit Hinds durch Großbritannien getourt sind, auf Festivals wie Pitchfork London und ESNS gespielt haben und Beifall von Medien wie Stereogum, BBC 6Music, DIY, Dork und NME (die die Band als einzigen skandinavischen Act in ihre NME 100 für 2026 aufnahmen), wird 2026 ein großes Jahr für Clutter, mit Tourneen durch Großbritannien und die EU im Anschluss an die Veröffentlichung von ,Sugar Rush".
Das aufstrebende Stockholmer Quartett Clutter ist zurück mit seinem mit Spannung erwarteten Debütalbum ,Sugar Rush", das am 2. Oktober über das schwedische Indie-Label PNKSLM Recordings (ShitKid, Vegas Water Taxi, 7ebra usw.) erscheinen soll. Als eine der spannendsten Bands, die seit langem aus den nordischen Ländern hervorgegangen sind , hat Clutter mit ihren rauen Live-Shows für Aufsehen gesorgt, und ,Sugar Rush" knüpft an die bahnbrechende Debüt-EP ,Loves You" aus dem Jahr 2025 an. Nachdem sie bereits mit Hinds durch Großbritannien getourt sind, auf Festivals wie Pitchfork London und ESNS gespielt haben und Beifall von Medien wie Stereogum, BBC 6Music, DIY, Dork und NME (die die Band als einzigen skandinavischen Act in ihre NME 100 für 2026 aufnahmen), wird 2026 ein großes Jahr für Clutter, mit Tourneen durch Großbritannien und die EU im Anschluss an die Veröffentlichung von ,Sugar Rush".
Die Synthesizer-Künstlerin und Komponistin Emily A. Sprague verbindet intuitive Klangstrukturen mit ausdrucksstarkem Songwriting und schafft so weitläufige Klangwelten, die unmittelbar und mitreißend sind. Nach ersten Experimenten mit Gitarre und Keyboard als Teenager gründete Sprague Anfang der 2010er Jahre die Indie-Band Florist und gewann damit ein treues Publikum. Nach einer Reihe gefeierter EPs nahmen Florist fünf Studioalben auf, die sich durch ihre intime Weltgestaltung und durch Spragues gefühlvollen Gesang auszeichnen. Den Soloalben "Hill, Flower, Fog" aus dem Jahr 2020 und "Cloud Time" aus dem Jahr 2025 - einem Album mit modularen Synthesizern, das live in Japan aufgenommen wurde - nachfolgend, ist "Cyano" ist ihr erstes Soloalbum, das Spragues intuitive Synthesizer-Musik mit dem Songwriting verbindet, für das sie mit ihrer Band Florist bekannt ist, und führt Gesang in ihr bisher rein instrumentales Schaffen ein. Absichtlich minimalistisch gehalten, ist Spragues Gesang wie eine rauschbehaftete Übertragung, die einen technischen und symbolischen Wendepunkt markiert - mit experimenteller, formloser Musik, die die eher konventionellen Songstile von Florist dekonstruiert. Emotional verankert und von Vergänglichkeit getrieben, spiegelt das Album sowohl Spragues inneren Raum als auch den konzeptionellen Planeten "Cyano" wider und setzt sich mit dem Selbst, dem Anderen, der Ökologie und dem Leben in einer fernen Welt auseinander. Spragues musikalischer Ansatz ist geprägt von einer zutiefst persönlichen Atmosphäre, die darin wurzelt, Geschichten über sich selbst und andere - Formen der innerpersönlichen und zwischenmenschlichen Verbindung - sowie die Unbeständigkeit dieser Versuche zu ergründen. Durch intime phänomenologische Erkundungen bietet "Cyano" subtile und eindrucksvolle Klangtexturen, die Verletzlichkeit einbeziehen. Emily A. Sprague erschafft eine komplexe Welt und erweitert dabei ein Klangspektrum, das zugleich vertraut und zutiefst neu ist - ein Spiegelbild ihres inneren Spektrums, das in andere Welten blickt.
Allison de Groot ist eine Clawhammer-Banjo-Spielerin aus Winnipeg, Kanada, deren Schaffen die Old-Time-, Bluegrass- und Folk-Traditionen umfasst. Als Preisträgerin des Steve-Martin-Preises für herausragende Leistungen im Bereich Banjo und als Nominierte für die Auszeichnung ,Instrumentalistin des Jahres" der Americana Music Association ist sie wohl vor allem für ihr Duo mit der Geigerin Tatiana Hargreaves bekannt, dessen Alben ,Hurricane Clarice" und ihr selbstbetiteltes Debütalbum Anerkennung seitens der IBMA, der Canadian Folk Music Awards und der JUNOs fanden. Rich Ruth ist ein in Nashville ansässiger Multi-Instrumentalist (geb. Michael Ruth), der bei Third Man Records aufnimmt. Seine Soloalben schöpfen aus Ambient, Spiritual Jazz, Minimalismus und synthgetriebenem Post-Rock - Kompositionen, die mit sich wiederholenden Drones und Synthesizern beginnen und sich durch Zusammenarbeit weiter entfalten. Er ist zudem ein Drittel von ,Shrunken Elvis", einem Trio aus Nashville, das aus langen Autofahrten durch Europa und winterlichen Jam-Sessions hervorgegangen ist und Ruth mit dem Pedal-Steel-Gitarristen Spencer Cullum sowie dem Gitarristen Sean Thompson in einem gemeinsamen kreativen Raum vereint, in dem Intuition Vorrang vor Ehrgeiz hat. Ihr vielbeachtetes, selbstbetiteltes Debüt erschien im Jahr 2025. Die beiden kamen zusammen, als Ruth im Begriff war, ein Soloalbum für de Groot zu produzieren. Im Laufe von etwa einem Jahr in Ruths Studio in Nashville veränderte sich das Projekt still und leise: Die beiden begannen gemeinsam zu komponieren, und das Ergebnis ist ebenso sehr von Raum und Prozess geprägt wie von der Melodie. De Groots Clawhammer-Banjo durchläuft Loops und Delays und wird dabei mit Ruths Synthesizer- Arrangements so kombiniert, dass die haptische Unmittelbarkeit akustischer Instrumente mit den umhüllenden Eigenschaften der Elektronik in Einklang gebracht wird. Patrick M'Gonigle steuerte durchgehend Violinen- und Streicharrangements bei, während Shrunken-Elvis-Bandkollege Spencer Cullum bei mehreren Titeln seine Pedal-Steel-Gitarre einbringt und der Klangpalette des Albums eine weitere Ebene atmosphärischer Tiefe verleiht. Kurz nach Fertigstellung des Albums präsentierte die Gruppe das Material erstmals live beim Big Ears Festival als einen der Überraschungsauftritte der Veranstaltung - ein reduziertes, minimalistisches Set, das den Geist der Aufnahmen widerspiegelte. Das Album fängt zwei unterschiedliche musikalische Stimmen ein, die weniger einen gemeinsamen Nenner als vielmehr eine neue, gemeinsame Sprache finden.
Es handelt sich um einen Vermerk, den der Dark-Ambient-/Industrial-Titan Lustmord beinahe in die Liner Notes seiner neuen Zusammenarbeit mit der Schlagzeuglegende Dave Lombardo aufgenommen hätte. Bei ihrer ersten Zusammenarbeit loten sie die Tiefen des ursprünglichen Industrial und Dark Ambient aus und schaffen dabei etwas, das über die reine Musik hinausgeht. Dave Lombardo bedarf keiner Vorstellung. Sein Ruf als innovativer Schlagzeuger und musikalischer Vorreiter ist unübertroffen. Ob es nun seine jahrzehntelange Tätigkeit bei den Thrash-Metal-Giganten Slayer, seine vier Alben umfassende Zusammenarbeit mit den einflussreichen Experimentalisten Fantômas oder seine Arbeit mit dem renommierten Komponisten und Saxophonisten John Zorn war - Lombardos Leidenschaft für den Klang und seine spirituelle Verbindung dazu überschreiten alle Grenzen Lustmord ist der walisische Musiker, der weithin als Begründer der Dark-Ambient-Musik gilt. Er war zunächst in den frühen 80er Jahren als Mitglied von SPK mit der Industrial-Szene verbunden, bevor er seinen charakteristischen Sound mit Veröffentlichungen wie ,Paradise Disowned" aus dem Jahr 1986 etablierte. Über sein Solowerk hinaus hat Lustmord eine umfangreiche Karriere als Kooperationspartner und Film- sowie Spielekomponist aufgebaut, wobei er mit Bands wie den Melvins, Tool, Nurse With Wound und Wes Borland zusammengearbeitet hat; zudem hat er zu über vierzig Kinofilmen beigetragen, darunter ,First Reformed", ,The Crow" und ,Underworld".
XKatedral ist stolz darauf, ein neues Album in voller Länge von Label-Mitbegründerin Maria W. Horn zu präsentieren. ,Melting Pillars of Snow" ist eine Sammlung neuer Kompositionen der renommierten schwedischen Komponistin, geschrieben für Kontrabassblockflöte, Sho, Percussion, E-Gitarre, Gesang und Elektronik, gespielt von Horn zusammen mit einem Kammerensemble bestehend aus Anna Petrini, Mattias Hallsten, Magdalena Meitzner und Mats Erlandsson. Das Album enthält außerdem eine Erzählung von Horn sowie einen Gastauftritt von Michael Gira auf der ersten Single ,Scythe of Saturn". Für ,Melting Pillars of Snow" ließ sich Maria von W. G. Sebalds Roman ,Die Ringe des Saturn" inspirieren, einer poetischen Reflexion, die einem namenlosen Erzähler folgt, der an der Küste von Suffolk in England umherwandert. Während sich die Landschaft allmählich verändert, thematisiert der Text auf vielfältige Weise den Lauf der Zeit und die Distanz zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und spiegelt dabei sowohl weitreichende zeitliche Maßstäbe wie die Zyklen der Jahreszeiten und die tiefe historische Zeit als auch mikroskopisch kleine Momente und Fragmente wider. Mit den Kompositionen auf dieser Veröffentlichung beschwört Maria ein ähnliches Gefühl der Stille herauf - eine Umgebung, in der die Bewegung der Zeit selbst beleuchtet und beobachtet werden kann. Das Instrumentarium auf diesem Album ist Horns bislang ambitioniertestes: Sie ergänzt ihre gewohnte Palette aus maßgeschneiderter algorithmischer Synthese und elektronischer Bearbeitung um eine komplexe Auswahl an Perkussionsinstrumenten, Blasinstrumente, die an beiden Enden des musikalischen Spektrums spielen, sowie E-Gitarre, um so einen spiralförmigen, spektralen Klangteppich durch den gesamten Frequenzbereich zu weben. Die Perkussionistin Magdalena Meizner spielt spezielle Techniken auf dem Obertondreieck, dem Dubachi, den Pauken und dem Tam-Tam sowie auf gestimmten Weingläsern und gestrichenen Crotales. Die von Anna Petrini gespielte tieftönige Kontrabassblockflöte und das von Mattias Hallsten gespielte hochfrequente Sho fügen kontrastierende Akkordarrangements hinzu, die in strengen metrischen Strukturen eingebettet sind. Das Ensemble wird durch Mats Erlandsson vervollständigt, der auf E- und Akustikgitarren spielt und dabei von sanften Arpeggio-Figuren zu düsteren Drones und Feedback-Heulern wechselt.
Das im März 1983 veröffentlichte Album *Magical Ring* ist das siebte Studioalbum der irischen FolkGruppe Clannad und markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Entwicklung der Band – weg
vom traditionellen keltischen Folk hin zu jenem atmosphärischen Klang, der später einen Großteil ihres
internationalen Erfolgs ausmachen sollte. Das Album verbindet Lieder in irischer Sprache, traditionelle
Melodien und eine moderne Produktion zu einem facettenreichen und stimmungsvollen Hörerlebnis.
Der herausragende Titel des Albums, das eindringliche „Theme from Harry’s Game“, entwickelte sich
zu Clannads Durchbruchshit; er erreichte Platz 5 der britischen Single-Charts und machte ein breiteres
Publikum mit dem unverwechselbaren Sound der Band bekannt.
Zu den weiteren bemerkenswerten Stücken zählen „Newgrange“ – ein bei Fans beliebter Song, der den
ätherischen Gesang und die vielschichtigen Arrangements der Band zur Geltung bringt – sowie „I See
Red“, eine seltene Coverversion, die ebenfalls als Single in die Charts gelangte. Das Album selbst erreichte
Platz 26 der britischen Album-Charts; es war Clannads erster großer kommerzieller Erfolg und legte den
Grundstein für spätere Klassiker wie *Legend* und *Macalla*.
Diese Veröffentlichung ist Teil der farbigen Vinyl-Serie zum 40-jährigen Jubiläum von World Circuit. „Moussolou“ ist das Debütalbum der malischen Sängerin Oumou Sangaré; es wurde 1989 aufgenommen und 1991
veröffentlicht. Der Titel bedeutet auf Bambara „Frauen“ und verweist von Anfang an auf das zentrale
Thema des Albums. Viele der Lieder basieren auf Sangarés eigenen Erfahrungen als Frau in einer männerdominierten Gesellschaft, in der Polygamie nach wie vor praktiziert wird. Ihre Texte behandeln Themen wie
Liebe, Ehe, Unabhängigkeit und Frauenrechte mit einer Direktheit, die sowohl mutig als auch bahnbrechend
war.
Auch die Musik war ebenso revolutionär wie die Thematik. Verwurzelt in den kraftvollen, pulsierenden
Rhythmen des traditionellen Wassoulou-Sounds und geprägt durch das brillante Kamalengoni-Spiel von
Bénogo Diakité, modernisierte „Moussolou“ diese Traditionen mit zeitgenössischen Arrangements und einer
Instrumentierung, die bei einer neuen Generation von Hörern in Mali und ganz Westafrika Anklang fand.
Das Album, das sowohl tiefen Respekt vor der Tradition als auch einen unverkennbar modernen Geist zeigte,
entwickelte sich rasch zu einem großen Erfolg und begründete Sangarés Karriere, als sie noch sehr jung
war.
Die Mischung aus kultureller Authentizität und furchtlosem Eintreten für ihre Überzeugungen machte
„Moussolou“ zu einem Meilenstein der afrikanischen Musik und der Weltmusik; es legte den Grundstein
für Sangarés anhaltenden Ruf als eine der gefeiertsten Künstlerinnen des Kontinents und als starke Stimme
für Frauenrechte.
Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von World Circuit Records erscheint dieses kraftvolle und einflussreiche
Debüt nun neu auf transparentem, türkisfarbenem Vinyl. Die Veröffentlichung enthält zudem ein farbiges
Booklet mit den Liedtexten auf Englisch und Französisch.
Recordings on ECM vereint, wie Pitchfork es formuliert hat, „einige der herausragendsten Werke des
Minimalismus-Komponisten Steve Reich, darunter die maßgebliche Aufnahme seines unbestrittenen Meisterwerks Music for 18 Musicians“. Die Sammlung umfasst die drei Steve-Reich-Alben, die zwischen 1978
und 1982 auf dem Label veröffentlicht wurden. Sie erscheinen als originalgetreue Faksimile-Ausgaben in
einem hochwertigen Kartonschuber mit einem Booklet, das Fotos aus dem Archiv sowie Manuskriptseiten
und Liner Notes von Paul Griffths enthält. Direkt von den originalen analogen Masterbändern gefertigt
(AAA) lassen die drei Vinyl-Ausgaben diese wegweisenden Aufnahmen, die längst zum Kanon der zeitgenössischen Musik gehören, in ihrer ursprünglichen Klangqualität neu strahlen. Die drei Alben enthalten
die Werke Music for 18 Musicians, Octet, Music for a Large Ensemble, Violin Phase und Tehillim und
dokumentieren somit die einflussreiche frühe Schaffensphase des Komponisten sowie seine künstlerische
Entwicklung über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren. Die Box erscheint anlässlich des 90. Geburtstags
von Steve Reich im Oktober 2026.
“About the famed ECM Recordings, much has already been written. Suffce to say that they confirm
that Reich could convey the pulse and spirit of American urban life as brilliantly as Gershwin did 30 years
earlier. Even the unity that arises from out of phase quasi-chaos is revelatory. Recorded 1976–1981, the
works’ emphasis on percussive sounds makes for anything but soothing background listening. It’s all fabulous stuff. Although listening to multiple works in one sitting could possibly induce numbness – taken one
at a time, they are as exhilarating as they are essential.” – Jason Victor Serinus, Stereophile Magazine
Eine neue, transparent blaue 2LP-Variante dieses legendären Soundtracks anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von Danny Elfmans Filmmusik zum Blockbuster „Mission: Impossible“ aus dem Jahr 1996.
Sie enthält das unverkennbare „Mission: Impossible“-Thema, das ursprünglich von Lalo Schifrin für die
Fernsehserie aus den 1960er Jahren komponiert und von Elfman für den ersten Film der Action-Reihe
mit Tom Cruise neu arrangiert wurde. Das Thema ist bekannt für seinen spannungsgeladenen Rhythmus
mit einer ungewöhnlichen 5/4-Taktart und das berühmte Vier-Noten-Motiv, das das Stück eröffnet: eine
musikalische Anspielung auf das Morsecode-Muster für die Buchstaben M.I. (‐‐ ··). Diese raffnierte Verschlüsselung verbindet das Thema nicht nur direkt mit dem Titel, sondern verstärkt auch die Atmosphäre
aus geheimer Kommunikation, verdeckten Operationen und Rätseln, die die Welt von „Mission: Impossible“
prägt
Begeben Sie sich auf ein Abenteuer mit Hans Zimmers epischer Filmmusik zu „Pirates of The Caribbean
- Dead Man’s Chest“. Während Captain Jack Sparrow sich einer tödlichen Schuld gegenüber Davy Jones
und dem Schrecken des Kraken stellen muss, erwecken Zimmers kraftvolle Kompositionen jeden Moment
voller Gefahr, Geheimnisse und verwegenen Abenteuern zum Leben. Diese erweiterte Vinyl-Veröffentlichung
auf zwei LPs fängt die ganze Bandbreite und den dunklen Reiz der unvergesslichen Filmmusik ein – ein
unverzichtbares Kapitel in der „Piraten“-Saga.
Erhältlich auf durchscheinendem grünem Vinyl.
Ready to take our streets back? Kill the Colossi sind wohl eine der spannendsten neuen Bands aus England und haben mit ihrer (zuerst nur) selbstveröffentlichten Debut-CD "Braces for Impact" vor zwei Jahren sofort für weltweite Beachtung in der Szene gesorgt (mittlerweile auf Vinyl von Sunny Bastards erhältlich)! Kein Wunder die aggressive Mischung aus "in your face"-OI!-Shoutern und markanten Streetpunk-Melodien umrahmt von fetten Gitarrensound und wohlplatzierten Singalongs knallen alles weg. Vergleiche mit Kalibern wie "Lion's Law" machten schnell die Runde. Das Ox-Magazin schrieb zurecht: "KILL THE COLOSSI sind neben THE CHISEL die gegenwärtig wohl beste englische Oi!-Punk-Combo." Und selbst die Metalszene wurde auf die Band aufmerksam (Rock Hard 9/10) und bescherte der Band eine Einladung zum Kuhzi-Festival. Jetzt erscheint der Nachfolger "Roses & Riot Shields" und setzt den Weg von Kill the Colossi eindrucksvoll fort: Mitreißend-kraftvoller UK-Streetpunk/ Oi! mit ausgeklügeltem Songwriting und dem "gewissen Etwas", den man schwer in Worte fassen, dafür umso mehr im Herzen spüren kann! 10 neue Songs bei denen man übliche Klischees und abgenudelte Stereotypen vergebens sucht. Stattdessen sozialkritische Lyrics (Empire of the Dirt, Scarcity), wütende Bestandsaufnahmen über das verzerrte Spiegelbild der Gesellschaft (Working the weak), bis hin zu all dem neumodischem Scheiss, der manipuliert und beeinflusst (Under the Influencer; Legal High). Mit "Boots don't fit" schließlich gibt's eine unter die Haut gehende Hymne, die fernab der üblichen oft banalen Bekenntnisse gegen Rassismus viel tiefer in die Wunde sticht und deutlicher nicht sein kann! Jede Gesellschaft kriegt halt was sie verdient_"Kill the Colossi" dürfte mit diesem Album der Sprung in die nächste Liga sicher sein!
Ready to take our streets back? Kill the Colossi sind wohl eine der spannendsten neuen Bands aus England und haben mit ihrer (zuerst nur) selbstveröffentlichten Debut-CD "Braces for Impact" vor zwei Jahren sofort für weltweite Beachtung in der Szene gesorgt (mittlerweile auf Vinyl von Sunny Bastards erhältlich)! Kein Wunder die aggressive Mischung aus "in your face"-OI!-Shoutern und markanten Streetpunk-Melodien umrahmt von fetten Gitarrensound und wohlplatzierten Singalongs knallen alles weg. Vergleiche mit Kalibern wie "Lion's Law" machten schnell die Runde. Das Ox-Magazin schrieb zurecht: "KILL THE COLOSSI sind neben THE CHISEL die gegenwärtig wohl beste englische Oi!-Punk-Combo." Und selbst die Metalszene wurde auf die Band aufmerksam (Rock Hard 9/10) und bescherte der Band eine Einladung zum Kuhzi-Festival. Jetzt erscheint der Nachfolger "Roses & Riot Shields" und setzt den Weg von Kill the Colossi eindrucksvoll fort: Mitreißend-kraftvoller UK-Streetpunk/ Oi! mit ausgeklügeltem Songwriting und dem "gewissen Etwas", den man schwer in Worte fassen, dafür umso mehr im Herzen spüren kann! 10 neue Songs bei denen man übliche Klischees und abgenudelte Stereotypen vergebens sucht. Stattdessen sozialkritische Lyrics (Empire of the Dirt, Scarcity), wütende Bestandsaufnahmen über das verzerrte Spiegelbild der Gesellschaft (Working the weak), bis hin zu all dem neumodischem Scheiss, der manipuliert und beeinflusst (Under the Influencer; Legal High). Mit "Boots don't fit" schließlich gibt's eine unter die Haut gehende Hymne, die fernab der üblichen oft banalen Bekenntnisse gegen Rassismus viel tiefer in die Wunde sticht und deutlicher nicht sein kann! Jede Gesellschaft kriegt halt was sie verdient_"Kill the Colossi" dürfte mit diesem Album der Sprung in die nächste Liga sicher sein!
Die Guitar Gangsters könnte man getrost als die "older statesmen" des britischen Punkrocks bezeichnen, obwohl sie nie Teil der ersten Welle in den späten 70er waren. Gegründet Ende der 80er Jahre von den Brüdern Pete und Phil Ley hat die Band den musikalischen Schmelztiegel ihrer Heimatstadt London von Punk, Glam, Rock 'n' Roll bis Reggae förmlich aufgesogen. Ihr Debütalbum "Prohibition" erschien dann 1988 bei Link Records. Mehr als 35 Jahre und über 1000 Shows später haben die Guitar Gangsters noch mehr als genug Munition und Durchsetzungsvermögen um auf der "Revolution Street" ganz klar den Ton anzugeben! Wer ihr neues Album hört, wird keine Zweifel daran haben. Mit einer unglaublichen Spielfreude, treffsicheren Gespür für mitreißende Powerchord-Melodien, eingängigen Riffs, Hooks und stilsicheren Ausflügen quer durch alle Rockepochen ist "Revolution Street" ihr abwechslungsreichstes Album geworden_bleibt dabei aber immer unverwechselbar "Guitar Gangsters", eng verwurzelt im Punk Rock. Von klassisch, zeitlosen 77er Punk ("Suck it" up" / "Fake"), Pub- und Garagerock ("Without Prejudice"), RocknRoll und Glam bis zu dem einmaligen "80er feeling" in dem Gitarrenpop mit Punk und New Wave verschmolz ("Invisible"). Und mit "Car Crashed Heart" präsentiert die Band ein von den 50er/60er inspirierten Song, bei dem man förmlich "The Wanderers" auf der anderen Straßenseite erwartet. Da verwundert es auch nicht, dass mit "Baby Blue" die 70er und ein verlorener Rock-Klassiker von Badfinger neu zum Leben erweckt werden_.natürlich auf Guitar Gangsters-Art! Es gibt viel zu entdecken auf der "Revolution Street"! Nach knapp 45 Minuten Spielzeit endet in bester "The Clash"-Tradition mit "Warzone" das Album. Mit einer lässig-coolen Eleganz und großartigen Songwriting haben die Gentlemen des Punk Rocks ihr 12-er Magazin abgefeuert. Jede Menge Spaß, Singalongs und eine gute Zeit ist dabei garantiert! Die Revolution muss nicht immer blutig-aggressiv sein und Street credibility hat man halt, oder eben nicht. Klassisch schwarzes oder mehrfarbiges Splatter Vinyl am Start!
Die Guitar Gangsters könnte man getrost als die "older statesmen" des britischen Punkrocks bezeichnen, obwohl sie nie Teil der ersten Welle in den späten 70er waren. Gegründet Ende der 80er Jahre von den Brüdern Pete und Phil Ley hat die Band den musikalischen Schmelztiegel ihrer Heimatstadt London von Punk, Glam, Rock 'n' Roll bis Reggae förmlich aufgesogen. Ihr Debütalbum "Prohibition" erschien dann 1988 bei Link Records. Mehr als 35 Jahre und über 1000 Shows später haben die Guitar Gangsters noch mehr als genug Munition und Durchsetzungsvermögen um auf der "Revolution Street" ganz klar den Ton anzugeben! Wer ihr neues Album hört, wird keine Zweifel daran haben. Mit einer unglaublichen Spielfreude, treffsicheren Gespür für mitreißende Powerchord-Melodien, eingängigen Riffs, Hooks und stilsicheren Ausflügen quer durch alle Rockepochen ist "Revolution Street" ihr abwechslungsreichstes Album geworden_bleibt dabei aber immer unverwechselbar "Guitar Gangsters", eng verwurzelt im Punk Rock. Von klassisch, zeitlosen 77er Punk ("Suck it" up" / "Fake"), Pub- und Garagerock ("Without Prejudice"), RocknRoll und Glam bis zu dem einmaligen "80er feeling" in dem Gitarrenpop mit Punk und New Wave verschmolz ("Invisible"). Und mit "Car Crashed Heart" präsentiert die Band ein von den 50er/60er inspirierten Song, bei dem man förmlich "The Wanderers" auf der anderen Straßenseite erwartet. Da verwundert es auch nicht, dass mit "Baby Blue" die 70er und ein verlorener Rock-Klassiker von Badfinger neu zum Leben erweckt werden_.natürlich auf Guitar Gangsters-Art! Es gibt viel zu entdecken auf der "Revolution Street"! Nach knapp 45 Minuten Spielzeit endet in bester "The Clash"-Tradition mit "Warzone" das Album. Mit einer lässig-coolen Eleganz und großartigen Songwriting haben die Gentlemen des Punk Rocks ihr 12-er Magazin abgefeuert. Jede Menge Spaß, Singalongs und eine gute Zeit ist dabei garantiert! Die Revolution muss nicht immer blutig-aggressiv sein und Street credibility hat man halt, oder eben nicht. Klassisch schwarzes oder mehrfarbiges Splatter Vinyl am Start!
Eine Zündflamme ist eine kleine Flamme – eine Zündquelle für einen Gasbrenner, die traditionell ständig brennt. Für den Singer-Songwriter Liam Kazar dient sie als treffende Metapher für die Liebe, selbst wenn die Beziehung längst vorbei ist. Aus diesem Schimmer entsteht auch Liams lang erwartetes zweites Album, das nachdenkliche und elegant arrangierte „Pilot Light“. Produziert von Sam Evian. Mit Beiträgen von Sam Evian, Hannah Cohen, James Elkington, Spencer Tweedy und anderen.
Dead Poet Society haben mit ihrem aufsehenerregenden Debütalbum „-!-“ (ausgesprochen „The Exclamation Album“) aus dem Jahr 2021 und ihrem ebenso gefeierten zweiten Album „FISSION“ aus dem Jahr 2024 – beide erschienen bei Spinefarm – die Aufmerksamkeit der Rockwelt auf sich gezogen (und gehalten). Die Band verzeichnet weltweit insgesamt 200 Millionen Streams, mehrere Top-10-Radio-Singles und Platzierungen in wichtigen Playlists und trat bereits auf großen Festivals rund um den Globus auf, darunter „Welcome to Rockville“, „Sonic Temple“, „Graspop“, „Reading and Leeds“ und „2000Trees“. Dead Poet Society tourten bereits mit Alt-Rock-Größen wie Badflower, Biffy Clyro und Highly Suspect sowie weiteren Künstlern. Die Band hat sich endgültig als intensiver Live-Act etabliert, den man nicht verpassen sollte, und erhielt Lob von Medien wie der „New York Post“, „Riff“, „Rock Sound“, „American Songwriter“, „New Noise“ und „Guitar World“. Mit ihrem unverwechselbaren Sound beschreiten sie ihren ganz eigenen Weg – und genau so gefällt es ihnen.
Mit ihrem zweiten Album „Cancel Me (I’m Tired)” melden sich Fat Dog lauter, wilder und größer denn je zurück. Nach dem gefeierten Debüt „WOOF. (2024) und einer turbulenten Welttournee liefert die siebenköpfige Band aus Südlondon ein elektrisierendes Genre-Feuerwerk aus hymnischen Electro-Pop-Tracks, treibenden Dancefloor-Bangern und überraschenden Country- und Space-Rock-Momenten zu einem mutigen, unvorhersehbaren Gesamtwerk. Frontmann Joe Love verarbeitet darin die intensiven Erfahrungen der letzten zwei Jahre – von Liebe und Familie bis hin zu Chaos, Sucht, KI und absurden Popkultur-Referenzen.
Bekannt für ihre ekstatischen Live-Shows und ihren anarchischen Charme gelten Fat Dog längst als eine der aufregendsten neuen Bands Großbritanniens. „Cancel Me (I’m Tired)” beweist: Die Band ist alles andere als müde – sie fängt gerade erst richtig an.
Die in Brooklyn lebende interdisziplinäre Künstlerin Isabel Crespo Pardo veröffentlicht unter dem neuen Namen iiisa ihr elektroakustisches Solo-Debüt „tanto te he querido“. Inspiriert von lateinamerikanischer Geschichte, Black American Art sowie queeren und trans Perspektiven, steht das Album für Verletzlichkeit, Verbundenheit und stetige Veränderung.
Ltd Edition! Pat Todd & the Rankoutsiders — hervorgegangen aus der Asche der legendären Lazy Cowgirls und angeführt von einem Frontmann, dessen Name seit Jahrzehnten für das raue Herz der amerikanischen Underground-Musik steht — melden sich mit ihrem neunten Album „I’ll Dream Alone“ zurück. Zwölf Songs voller lauter Gitarren, schnörkelloser Storytelling-Tradition und der bekannten Mischung aus knurrendem 70er-Jahre-Punk, Country, Blues und klassischem Rock, die die Band seit den Lazy-Cowgirls-Tagen zum Maßstab für Authentizität in der amerikanischen Rock’n’Roll-Szene gemacht hat. Aufgenommen und produziert von Gavin Ross in den Steady Studios, Burbank, CA — demselben Studio wie die letzten beiden Alben. Pat Todd hat die Songs so geschrieben oder mitgeschrieben, wie es bei den Rankoutsiders Tradition ist — manche jahrelang live erprobt, bevor sie endlich aufgenommen wurden („Ambition Street“), andere direkt im Studio entstanden, mit Texten, die erst zum Schluss dazukamen („We’re Outta Time“, „The World It Don’t Need You“ und der Titeltrack „I’ll Dream Alone“ selbst). Das Album reicht von der an Velvet Undergrounds „Loaded“ erinnernden Ballade „Mediocre Heart“ über den treibenden Soul-Beat von „Beyond the County Line“ bis zum Update eines 60er-AM-Radio-Rockers in „The Last Of Me“. Gitarrist Nick Alexander übernimmt bei „It Ain’t All My Fault“ – nach wahren Begebenheiten – ausnahmsweise den Leadgesang, unterstützt von Stephen Vigh, Kevin Keller und Pat Todd. Den Auftakt macht die erste Single „Desire Has Left Town“, gefolgt von „We’re Outta Time“ als zweiter Single und „Blood & Gunpowder“ am Release-Tag. Die Band unterstützt die Veröffentlichung mit einer Europa-Tournee vom 9. Oktober bis 8. November 2026 und bringt „I’ll Dream Alone“ direkt ab Release quer über den Kontinent auf die Bühne.
,Memoria", das neueste Album von Carmen Villain auf Smalltown Supersound, beginnt wie ein geöffnetes Ventil; ausatmende Flötenakkorde füllen langsam eine weite Klanglandschaft und laden den Zuhörer dazu ein, das Tempo zu drosseln und in einen Zustand des tiefen Zuhörens einzutreten. Es ist eine Einleitung, die gekonnt in ein Album aus verlangsamten, spektralen Dub-Klängen führt, die schimmern, knurren und über die narrativ geordneten sieben Titel hinweg ausklingen. In dieser Hinsicht knüpft ,Memoria" dort an, wo Villain mit ihrem 2022 erschienenen Album ,Only Love from Now On" aufgehört hatte, auch wenn der Schwerpunkt des aktuellen Albums auf Klang als Erinnerung liegt - und auf Erinnerungen als sich wandelnde, nicht statische Unvollkommenheiten. Wiederholung fungiert als neu erzählte Erinnerung; die Bearbeitung zersetzt und formt den Klang neu, und Abstraktion ermöglicht eine Art Freiheit von Linearität. Inspiriert von Pauline Oliveros' Schriften über innerlich abrufbare Klänge, die für andere unhörbar sind, sowie von Apichatpong Weerasethakuls Film ,Memoria" aus dem Jahr 2021, betrachtet Villain die Erinnerung sowohl als kognitive Fähigkeit als auch als Form der Komposition und formt Samples aus ihrem eigenen Archiv zu einer kosmischen Selbstbeobachtung - wenn auch zu einer, die das Gegenteil von Solipsismus ist. Der nach innen gerichtete Blick des Albums lässt sich vom tiefen Zuhören als Form der Empathie inspirieren, das uns gleichzeitig mit uns selbst und unserer Umgebung verbindet. Die Arbeit der letzten Jahre an Kompositionen für zeitgenössischen Tanz und Installationen - darunter Kooperationen mit der Choreografin Eszter Salamon und ein Aufenthalt am IRCAM, bei dem sie erstmals ambisonische Räumlichmachung erforschte - prägt ebenfalls die verstärkte Aufmerksamkeit, die ,Memoria" dem Klang als physischem Raum und immersiver Umgebung widmet. Ein Großteil von ,Memoria" basiert auf einer Kombination aus neuen Aufnahmen und älterem Archivmaterial: Aufnahmesessions mit der häufigen Mitwirkenden Johanna Orellana (Flöten) sowie Eivind Lonning (Trompete) werden neben Villains eigenen Klarinettenaufnahmen zerlegt und zu einer dichten, aber luftigen Sample-Bank neu zusammengesetzt. Die viszerale menschliche Präsenz (Atem, Wind, die Körperlichkeit der Luft, die durch Instrumente strömt) und harmonische Stränge des Free Jazz treten durch mehrere Bearbeitungsschichten hindurch zutage, als hörte man sie aus der Ferne - oder durch die Zeit hindurch. Rhythmen und Texturen lösen sich auf. Der Klang erodiert. Erinnerungen werden neu gestaltet. Und Melodien sind, anders als auf Villains früheren Veröffentlichungen, weniger deutlich und weichen anderen musikalischen Leitmotiven. Es lässt sich eine Tradition zurückverfolgen, die zu Rhythm & Sound, Clicks-and-Cuts, Pharoah Sanders, Jon Hassell, Actress und Ricardo Villalobos führt - wenn auch oft in abstrakten Formen: Kleine Klänge werden groß, während große in einen feinkörnigen Rhythmus zurücktreten. Minimalismus ist der Schlüssel, um die Details wahrzunehmen: knisternde Elektronik, Einatmen und Seufzer hallen in weiten Räumen nach und ruhen auf einem Fundament aus Rhythmus. Diese Zurückhaltung unterstreicht Villains Neigung, Klänge und ihre geisterhaften Klanggedächtnis-Doppelgänger nach Frequenzen chirurgisch voneinander zu trennen. Paradoxerweise lässt sich jedes Artefakt als Annäherung an eine Erinnerung mit äußerster Präzision hören. Für Villain scheint die Erinnerung im Klang bequem hinter dem Mischpult eines Dub-Labors Platz zu nehmen und dort gekonnt und unvorhersehbar Lautstärken, Texturen, Filter und alle anderen Parameter - bekannte wie unbekannte - in einer sich ständig wandelnden Erinnerung zu steuern.
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"Ich möchte lieben und geliebt werden, aber ich will mich auch frei fühlen. Die Spannung zwischen diesen beiden Dingen ist die zentrale Frage meines Lebens", sagt Julia Jacklin - und genau diese Ambivalenz durchzieht ihr viertes Album The Gem. Nach ihrem Umzug nach Melbourne 2017 fand Jacklin in einer kleinen Bar namens The Gem einen Ort der Selbstfindung - ein Sinnbild, das dem neuen Album seinen Namen gibt. Acht Jahre später, nach den hochgelobten Erfolgen ihrer ersten drei Platten - Don"t Let the Kids Win (2016), Crushing (2019) und PRE PLEASURE (2022) - schlägt sie ein neues Kapitel auf: Erstmals veröffentlicht sie bei dem renommierten, stilprägenden Label 4AD, das seit Jahrzehnten für künstlerische Vision und ikonische Indie-Veröffentlichungen steht. Ohne äußeren Druck und frei von Erwartungen schuf Jacklin in Melbourne ihr bislang persönlichstes Werk. The Gem entstand im engen Kreis vertrauter Musiker:innen und entwickelte sich über Monate hinweg - ein intensiver Prozess, geprägt von Selbstreflexion, Zweifel und dem Mut, eigene Entscheidungen kompromisslos zu vertreten. Songs wie "Brand New" oder "Real Life" wurden dabei grundlegend neu gestaltet, bis sie sich ehrlich und richtig anfühlten. Der eröffnende Track "Brand New" setzt ein elektrisches Statement zwischen Aufbruch und Selbsttäuschung, während Stücke wie "God Sometimes" oder "The Hardest Thing" von Selbstbestimmung, Verlust und innerem Wachstum erzählen. Klanglich erweitert Jacklin ihre bisherigen Indie- und Folk-Ansätze um kraftvollere, teils nahezu hymnische Momente. Auch die besondere Aufnahmeumgebung - ein Studio über einer lebhaften Kneipe - prägt den Sound: roh, direkt und atmosphärisch dicht. Mit The Gem gelingt Julia Jacklin eine eindringliche Rückkehr zu sich selbst. Zugleich knüpft sie an die Stärke ihrer bisherigen Alben an und entwickelt ihren Sound konsequent weiter - ein weiterer Beweis dafür, warum sie zu den prägendsten Stimmen des modernen Indies zählt.
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,Manchmal wird das Leben so düster, dass es sich wie ein böser Trip anfühlt", reflektiert Lily Seabird über die Zeit, die zur Entstehung ihres neuen Albums ,Lightspheres on Their Way" führte. Seabirds drittes Album innerhalb von ebenso vielen Jahren bei Lame-O Records beschäftigt sich mit Sterblichkeit und der Ehrfurcht vor dem Menschen Innersten und verbindet ihren trubadurhaften Folk mit einer grungigen Rock- Sentimentalität. Obwohl das Album aus einer Zeit der Abrechnung und Erneuerung hervorgegangen ist, orientiert Seabird ,Lightspheres on Their Way" an einem ganzheitlichen Realismus, der den Geist beflügelt, mit lockeren, erdigen Arrangements, die Intensität und Tiefe sowohl mit twangiger Weite als auch mit mitreißendem Drive verbinden. Über die neun Titel des Albums hinweg kreist die in Vermont lebende Sängerin und Songwriterin um das Konzept der ,Lichtkugeln", einer katalysierenden Präsenz oder Kraft, die immer wieder auftaucht und Geschichten, Gefühle und Lebenswege verändert. ,Eine Lichtkugel kann so vieles sein", sagt Seabird, ,ein tatsächliches Licht wie ein Stern, die Sonne, ein UFO; Scheinwerfer, eine Taschenlampe in der Nacht; aber auch das Leben, Lebewesen, Menschen, Beziehungen." Obwohl ,Lightspheres" einen Höhepunkt in Seabirds Songwriting markiert, betont sie, dass ,die emotionalsten Teile des Albums instrumental sind." Der Crazy-Horse-Stomp von ,Portal to the Past" und anderen Stücken geht in weitläufige, jamartige Zwischenspiele und Outros über, in denen Seabird und Rick Soszynski sich an verzerrten, rauen Gitarrenklängen erfreuen. Sie wirken wie Momente der emotionalen Entspannung, als würde man die Fenster herunterkurbeln und sich der Weite der offenen Straße hingeben. Lightspheres ist ein Beweis dafür, welche Tiefen man in seiner Kunst erreichen kann, wenn man aufhört, die Geschichte dessen zu erzählen, was einem widerfahren ist, und stattdessen darüber spricht, wer man ist.
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Mit"XXX" feiert die Istanbuler Kultformation BaBa ZuLa ihr 30-jähriges Bestehen und unterstreicht eindrucksvoll ihren Status als eine der innovativsten Stimmen der internationalen Psychedelic- und World-Music-Szene. Seit ihrer Gründung verbindet die Band anatolische Musiktraditionen mit Psychedelia, Dub, elektronischen Klangwelten, Improvisation und experimentellen Songstrukturen. Auf ihrem neuen Album schaffen BaBa ZuLa erneut einen unverwechselbaren Kosmos aus hypnotischen Saz-Klängen, treibenden Rhythmen und vielschichtigen Klanglandschaften. Inhaltlich widmet sich die Band Themen wie Natur, Erinnerung, gesellschaftlichem Wandel und kultureller Identität. Die kompromisslose künstlerische Haltung und die kontinuierliche Weiterentwicklung haben BaBa ZuLa weit über die Grenzen der Türkei hinaus zu einer prägenden Größe gemacht. XXX präsentiert die Band fokussierter denn je und dokumentiert eindrucksvoll, warum sie seit Jahrzehnten als Wegbereiter des modernen türkischen Psychedelic-Sounds gilt.
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Feiern Sie drei Jahrzehnte eines klanggewordenen Meisterwerks. Ursprünglich 1996 veröffentlicht, gilt DJ Shadows Debütalbum Endtroducing..... bis heute als Meilenstein der elektronischen Musik – als erstes Album überhaupt, das vollständig aus Samples entstand, offiziell verzeichnet im Guinness-Buch der Rekorde. Diese 30th Anniversary Edition ist die ultimative Würdigung eines Albums, das Hip-Hop, elektronische Musik und Produktionskultur für immer verändert hat.
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"Ich möchte lieben und geliebt werden, aber ich will mich auch frei fühlen. Die Spannung zwischen diesen beiden Dingen ist die zentrale Frage meines Lebens", sagt Julia Jacklin - und genau diese Ambivalenz durchzieht ihr viertes Album The Gem. Nach ihrem Umzug nach Melbourne 2017 fand Jacklin in einer kleinen Bar namens The Gem einen Ort der Selbstfindung - ein Sinnbild, das dem neuen Album seinen Namen gibt. Acht Jahre später, nach den hochgelobten Erfolgen ihrer ersten drei Platten - Don"t Let the Kids Win (2016), Crushing (2019) und PRE PLEASURE (2022) - schlägt sie ein neues Kapitel auf: Erstmals veröffentlicht sie bei dem renommierten, stilprägenden Label 4AD, das seit Jahrzehnten für künstlerische Vision und ikonische Indie-Veröffentlichungen steht. Ohne äußeren Druck und frei von Erwartungen schuf Jacklin in Melbourne ihr bislang persönlichstes Werk. The Gem entstand im engen Kreis vertrauter Musiker:innen und entwickelte sich über Monate hinweg - ein intensiver Prozess, geprägt von Selbstreflexion, Zweifel und dem Mut, eigene Entscheidungen kompromisslos zu vertreten. Songs wie "Brand New" oder "Real Life" wurden dabei grundlegend neu gestaltet, bis sie sich ehrlich und richtig anfühlten. Der eröffnende Track "Brand New" setzt ein elektrisches Statement zwischen Aufbruch und Selbsttäuschung, während Stücke wie "God Sometimes" oder "The Hardest Thing" von Selbstbestimmung, Verlust und innerem Wachstum erzählen. Klanglich erweitert Jacklin ihre bisherigen Indie- und Folk-Ansätze um kraftvollere, teils nahezu hymnische Momente. Auch die besondere Aufnahmeumgebung - ein Studio über einer lebhaften Kneipe - prägt den Sound: roh, direkt und atmosphärisch dicht. Mit The Gem gelingt Julia Jacklin eine eindringliche Rückkehr zu sich selbst. Zugleich knüpft sie an die Stärke ihrer bisherigen Alben an und entwickelt ihren Sound konsequent weiter - ein weiterer Beweis dafür, warum sie zu den prägendsten Stimmen des modernen Indies zählt.