1986 veröffentlichten Bassist Ron Royce (Ron Broder), Gitarrist Tommy T. Baron (Tommy Vetterli) und Schlagzeuger Marquis Marky (Markus Edelmann) ihr erstes Demotape »Death Cult« mit Hilfe von Celtic Frosts Tom Gabriel Fischer am Gesang (Fischer war auch für die Texte verantwortlich).
Kurz darauf, Anfang 1987, unterschrieben Zürichs Avantgarde-Metal-Pioniere einen Vertrag mit Noise Records aus Berlin. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Bassist Ron Royce entschieden, selbst die Rolle des Leadsängers von Coroner zu übernehmen.
Das erste Ergebnis war »R.I.P.«, das Debütalbum der Band, das im Juni 1987 erschien und sehr gute Pressereaktionen erhielt.
1988 folgte Coroners Studiodebüt »Punishment For Decadence«, erneut produziert in West-Berlin, diesmal von Guy Bidmead im Sky Trak Studio. Die Band tourte in bescheidenem Umfang durch Europa, bevor sie mit der Arbeit an ihrem dritten Album begann.
Für »No More Color« (1989) reisten Coroner zum dritten Mal in Folge nach Berlin. Diesmal war Pete Hinton der Produzent, wie Gitarrist Tommy Vetterli erklärt: „Ja, genau! Pete Hinton wurde vom Label vorgeschlagen. Da er einige meiner Lieblingsbands aus Jugendtagen produziert hatte, wie Saxon und Demon, waren wir begeistert. Die Zusammenarbeit mit ihm lief wirklich gut, er ist ein absoluter englischer Gentleman.“
Der Mix des Albums wurde in den Morrisound Studios von Scott Burns in Tampa, Florida, realisiert, einem damals sehr angesagten Ort.
Der komplexeste Song auf »No More Color« ist vielleicht „Mistress Of Deception“; laut Tommy Vetterli „besitzt er definitiv einige extrem schwierige Gitarren-Passagen. Ich erinnere mich, dass Marky vor den Albumaufnahmen sagte, er schreibe einen Text über die Wüste. Das hat mich wirklich inspiriert, und ich habe den Song in ein paar Tagen geschrieben.“
„Die By My Hand“, eine deutlich geradlinigere Nummer, wurde als Single für das Album ausgewählt (und zusammen mit „Tunnel Of Pain“ auf durchsichtigem Vinyl als Promo-12“ veröffentlicht).
In damaligen Interviews erwähnte Tommy, dass »No More Color« das erste Album von Coroner war, auf dem die Band groovige Parts einbaute, anstatt durchgehend auf kompromisslosen technischen Thrash Metal zu setzen. Heute glaubt er immer noch, dass das stimmt: „Ja, durch all die Tourneen hatten wir gelernt, dass man zwischen den schnellen und komplexen Abschnitten einige einfachere und groovigere Parts spielen muss. Das wirkt live viel besser und macht auch das Publikum glücklich. Das Album konzentrierte sich insgesamt viel mehr darauf, Stimmungen zu evozieren, und weniger auf technische Leistungen.“
Im Februar 2026 von Patrick W. Engel bei TEMPLE OF DISHARMONY remastert und restauriert. Die Schneidearbeiten wurden von SST Germany auf Neumann-Geräten durchgeführt, um in jeder Hinsicht optimale Qualität zu gewährleisten. Die ultimative audiophile Ausgabe dieses zeitlosen Klassikers!
Mit "Stadt der blauen Eier - Selected Recordings and Rarities 1980-1981" widmet sich Tapete Records einer der außergewöhnlichsten und heute weitgehend unterschätzten Gruppen des frühen deutschen Punk. Korpus Kristi gehörten gemeinsam mit Bands wie Die Radierer und The Wirtschaftswunder zur sogenannten "Limburger Pest", einer Bewegung, die Anfang der 1980er Jahre einige der eigenständigsten Veröffentlichungen des bundesdeutschen Undergrounds hervorbrachte. Diese Werkschau bündelt Singles, Raritäten und ausgewählte Albumaufnahmen aus den Jahren 1980 und 1981 und dokumentiert die kreative Radikalität einer Band, die Punk, Avantgarde und künstlerische Provokation auf einzigartige Weise verband. Die Zusammenstellung macht ein lange vergriffenes Kapitel deutscher Punkgeschichte wieder zugänglich und unterstreicht die anhaltende Bedeutung von Korpus Kristi innerhalb der experimentellen Underground-Szene jener Zeit.
When we go searching for a Black avant-garde, we have to be prepared to look in unexpected places. The route to a Black avant-garde involves walking down – what some might consider – peculiar highways. Where they see strangeness, a road leading them nowhere, we see nothing but beauty. The paths Darren Cunningham went down, the highways he took to make Actress, are a chapter in the story of the Black avant-garde. Cunningham the footballer. Cunningham the Wulfrunian. Cunningham the ex-footballer. Cunningham the DJ. Cunningham the Londoner. Cunningham the producer. Cunningham the painter. Cunningham the writer. Cunningham the composer. This is where the Black avant-garde in Britain is made. This is where you have to go to find it.
Across an expansive discography of more than ten LPs, Actress has created his own arcane language of hermetic references and inter-dimensional electronic composition.
Radical Frame arrives 18 years since debut album Hazyville, and it feels like an apotheosis. The image realised. We get the full gamut of Actress signatures. Short bursts of broken down music. Tiny sketches of zoomed-in sound. Refracted dance floor heat. And we get more.
Perhaps Radical Frame is a container for everything that Cunningham has built so far. A frame he is handing over to the next in line. The next artist to make their own way in the Black British avant-garde.
Wenn wir nach einer schwarzen Avantgarde suchen, müssen wir bereit sein, an unerwarteten Orten zu suchen. Der Weg zu einer schwarzen Avantgarde führt - wie manche finden mögen - über ungewöhnliche Pfade: wo sie Fremdheit sehen, einem Weg, der nirgendwohin führt, sehen wir nichts als Schönheit. Die Wege, die Darren Cunningham beschritt, die Highways, die er befuhr, um Actress zu erschaffen, sind ein Kapitel in der Geschichte der schwarzen Avantgarde. Cunningham, der Fußballer. Cunningham, der Wulfrunianer (Anm.: Einwohner von Wolverhampton). Cunningham, der Ex-Fußballer. Cunningham, der DJ. Cunningham, der Londoner. Cunningham, der Produzent. Cunningham, der Maler. Cunningham, der Schriftsteller. Cunningham, der Komponist. Hier entsteht die schwarze Avantgarde in Großbritannien. Hier muss man hingehen, um sie zu finden.
In einer umfangreichen Diskografie von mehr als zehn Alben hat Actress seine eigene, geheimnisvolle Sprache aus hermetischen Referenzen und interdimensionalen elektronischen Kompositionen geschaffen.
„Radical Frame” erscheint 18 Jahre nach seinem Debütalbum, „Hazyville”, und fühlt sich wie eine Apotheose an: das Bild ist vollendet. Wir bekommen die ganze Bandbreite von Actress' Markenzeichen zu hören: Kurze Ausbrüche reduzierter Musik, winzige Skizzen von vergrößertem Klang.
Vielleicht ist „Radical Frame“ ein Gefäß für all das, was Cunningham bisher geschaffen hat. Ein Rahmen, den er an den Nächsten weitergibt. An die nächsten Künstler:innen, die seinen eigenen Weg in der britischen Avantgarde der Schwarz.
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When we go searching for a Black avant-garde, we have to be prepared to look in unexpected places. The route to a Black avant-garde involves walking down – what some might consider – peculiar highways. Where they see strangeness, a road leading them nowhere, we see nothing but beauty. The paths Darren Cunningham went down, the highways he took to make Actress, are a chapter in the story of the Black avant-garde. Cunningham the footballer. Cunningham the Wulfrunian. Cunningham the ex-footballer. Cunningham the DJ. Cunningham the Londoner. Cunningham the producer. Cunningham the painter. Cunningham the writer. Cunningham the composer. This is where the Black avant-garde in Britain is made. This is where you have to go to find it.
Across an expansive discography of more than ten LPs, Actress has created his own arcane language of hermetic references and inter-dimensional electronic composition.
Radical Frame arrives 18 years since debut album Hazyville, and it feels like an apotheosis. The image realised. We get the full gamut of Actress signatures. Short bursts of broken down music. Tiny sketches of zoomed-in sound. Refracted dance floor heat. And we get more.
Perhaps Radical Frame is a container for everything that Cunningham has built so far. A frame he is handing over to the next in line. The next artist to make their own way in the Black British avant-garde.
Wenn wir nach einer schwarzen Avantgarde suchen, müssen wir bereit sein, an unerwarteten Orten zu suchen. Der Weg zu einer schwarzen Avantgarde führt - wie manche finden mögen - über ungewöhnliche Pfade: wo sie Fremdheit sehen, einem Weg, der nirgendwohin führt, sehen wir nichts als Schönheit. Die Wege, die Darren Cunningham beschritt, die Highways, die er befuhr, um Actress zu erschaffen, sind ein Kapitel in der Geschichte der schwarzen Avantgarde. Cunningham, der Fußballer. Cunningham, der Wulfrunianer (Anm.: Einwohner von Wolverhampton). Cunningham, der Ex-Fußballer. Cunningham, der DJ. Cunningham, der Londoner. Cunningham, der Produzent. Cunningham, der Maler. Cunningham, der Schriftsteller. Cunningham, der Komponist. Hier entsteht die schwarze Avantgarde in Großbritannien. Hier muss man hingehen, um sie zu finden.
In einer umfangreichen Diskografie von mehr als zehn Alben hat Actress seine eigene, geheimnisvolle Sprache aus hermetischen Referenzen und interdimensionalen elektronischen Kompositionen geschaffen.
„Radical Frame” erscheint 18 Jahre nach seinem Debütalbum, „Hazyville”, und fühlt sich wie eine Apotheose an: das Bild ist vollendet. Wir bekommen die ganze Bandbreite von Actress' Markenzeichen zu hören: Kurze Ausbrüche reduzierter Musik, winzige Skizzen von vergrößertem Klang.
Vielleicht ist „Radical Frame“ ein Gefäß für all das, was Cunningham bisher geschaffen hat. Ein Rahmen, den er an den Nächsten weitergibt. An die nächsten Künstler:innen, die seinen eigenen Weg in der britischen Avantgarde der Schwarz.
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,Teranga", das letzte Album der Wau Wau Collectif-Trilogie - dieser verträumten, kulturübergreifenden Zusammenarbeit -, zeigt, wie die Band endlich zu einer Einheit zusammenwächst. Der Name leitet sich vom Wolof-Wort ,Teranga" ab, das für Herzlichkeit, Gastfreundschaft gegenüber anderen und - ganz allgemein - für ein gemeinsames Zusammentreffen steht - ein passender Titel für das Album, das selbst Ausdruck einer solchen Begegnung ist. Das Projekt begann 2018 im Dorf Toubab Dialaw, wo die beiden Musiker Arouna Kane und Karl-Jonas Winquist die Idee erstmals hatten. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Projekt weiter: Die beiden Produzenten tauschten über WhatsApp Dateien aus und bezogen ihr Netzwerk aus Freunden und Kollegen in das ein, was später zum Wau Wau Collectif werden sollte - was schließlich in ihren ersten Alben ,Yaral Sa Doom" (2021) und ,Mariage" (2022) gipfelte. Ihr neuestes Album, ,Teranga", ist der dritte und letzte Teil dieser Trilogie, der während der ersten Live-Tour der Band fertiggestellt und abgemischt wurde - eine fünfwöchige, weitreichende Reise quer durch Europa mit ,drei Schweden, drei Senegalesinnen und einem französischen Fahrer, ein herrliches Sprachengewirr", wie Karl-Jonas erklärt. Das Herzstück von Wau Wau Collectif ist ein starkes musikalisches Fundament, das nicht nur auf dem breiten kulturellen Spektrum beruht, aus dem sich das Kollektiv inspirieren lässt, sondern auch auf den äußerst talentierten Musikern - komponiert und eingespielt von sage und schreibe 26 verschiedenen Songwritern und Musikern, die eine beeindruckende Bandbreite an Instrumenten spielen, darunter Balfon, Ngoni, Calabasse, Violine, Cello, Saxophon und Omnicord. Der daraus resultierende Sound lässt sich nur schwer einordnen, hat aber klanglich zweifellos seinen Platz in Teranga gefunden. Mal verträumt und meditativ, aber durchdrungen von einer organischen Seele - ein völlig einzigartiger Sound, der zugleich anachronistisch und zukunftsweisend ist. ,Oh, Africa" könnte auf einer klassischen Neuauflage zu Hause sein, mit einem fast türkisch anmutenden Gitarrenriff, während ,100 ans" (ihre erste Live-Studioaufnahme) an Amadou et Mariam aus den frühen 2000er Jahren erinnert. Mit Wurzeln in der Avantgarde (Karl-Jonas hat Barney Wilens ,Moshi" als Inspiration genannt), während Wau Wau sich von diesen Experimenten inspirieren lässt, auch wenn sie in ihrem Bekenntnis zum Gemeinschaftsgeist davon abweichen - ein Projekt, das durch Handys, WhatsApp und im Internet kursierende MP3s ermöglicht wird -, was leicht ironisch wirkt, wenn man bedenkt, wie akustisch, bodenständig und menschlich es sich anfühlt. Während wir das Kapitel der Trilogie abschließen, betont Karl-Jonas, dass dies vielleicht erst der Anfang ist: ,In gewisser Weise haben wir gerade erst angefangen", sagt er. Für das nächste Jahr zeichnen sich Pläne ab, die ganze Band zusammenzubringen, und es stehen weitere Tourneen bevor - mehr Hoffnung, mehr Menschlichkeit und mehr Zusammenhalt.
Zuhause ist kein fester Ort. Es ist ein sich wandelnder Begriff, der in der Geborgenheit des Mutterleibs beginnt und sich dann in die Sicherheit der elterlichen Arme verlagert. In der Kindheit erweitert er sich auf Klassenzimmer und Freundschaften. Im frühen Erwachsenenalter entdecken wir unsere Unabhängigkeit und fangen an, Räume zu schaffen, die nur uns selbst gehören. Bei der Vorstellung eines ,Zuhauses für immer" geht es weniger um Beständigkeit als vielmehr um einen Rückzugsort. Dort fallen alle Masken ab, und wir finden zu unserem wahren Selbst. HOME ist ein Album, das auf der einzigartigen Chemie zwischen den Outer-World-Mitgliedern Kenneth Close (Positive No) und Tracy Wilson (Dahlia Seed, Ringfinger, Positive No) basiert - eine farbenprächtige Liebessprache, die synthetische Klänge und Samples mit Schlagzeug, Gitarre, Bass, Keyboards und Gesang überlagert und so die Grenze zwischen moderner Technologie, einer gemeinsamen Geschichte und einer einheitlichen emotionalen Wahrheit verschwimmen lässt. Zwei Jahre nach der Veröffentlichung ihres Albums ,Who Does the Music Love?" hat sich Outer World von einem Duo zu einer sechsköpfigen Band entwickelt, wobei ,HOME" sich wie der Soundtrack zu einem imaginären Spionagefilm anhört: hochdramatisch und spannungsgeladen, mit verhedderten Bettlaken als Höhepunkt. Hier gibt es keine Grenzen zwischen den Genres, es findet ein Dialog statt zwischen: ,Outernational"-Grooves, italienischen Western-Soundtrack-Komponisten, Hazlewoods Twang-Gitarren, Spectropop-Beat-Girls der 60er, Lagos-Highlife, zeitgenössischen klassischen Chorarrangements, isländischer Avantgarde, Bond-Bösewichten, Kunstobjekten aus der ersten Punk-Ära, östlicher Philosophie und der Kunstschule in Athens, Georgia, in den 80ern - all das ist darin enthalten, verwoben zu einer einzigartigen Stimme.
Mit Nova Celestia präsentiert Schlagzeuger und Komponist Hendrik Eichler das Debüt seines Projekts Manic Anomaly - eine energiegeladene Space-Jazz-Odyssee zwischen Avantgarde, Improvisation und komplexen Rhythmuswelten. Inspiriert von Science-Fiction und synästhetischen Klangbildern entfalten sieben Kompositionen eine interstellare Reise voller Dynamik, Kontraste und klanglicher Weite. Eichlers Kompositionen verbinden dichte Grooves mit atmosphärischen Passagen und lassen den herausragenden internationalen Besetzungsmitgliedern viel Raum für kreative Entfaltung. Mit Kirke Karja, Teis Semey, Louise van den Heuvel und Angelika Niescier vereint das Album einige der spannendsten Stimmen der europäischen Jazzszene. Das Ergebnis ist ein kraftvolles, ideenreiches Debüt, das virtuose Spielfreude mit cineastischer Imaginationskraft verbindet und die Grenzen des zeitgenössischen Jazz neu auslotet.
STANDING ON THE CORNER wurde 2015 in Brooklyn, New York, gegründet und zählt zu den spannendsten Kollektiven der zeitgenössischen Musik. Die Gruppe verbindet Einflüsse aus Soul, Punk, Salsa, Doo-Wop, Jazz, Funk, Avantgarde und Rap zu einem unverwechselbaren Sound, der die kulturellen Verbindungen zwischen den USA, Puerto Rico und Afrika widerspiegelt. Mit ihrem genreübergreifenden Ansatz und ihrer konsequent unabhängigen Arbeitsweise hat sich die Band als wichtige Stimme der New Yorker Kreativszene etabliert. Mit dem Album "STANDING ON THE CORNER" führt das Kollektiv seine künstlerische Vision auf einen neuen Höhepunkt. Die 15 Songs wurden von Bandleader Gio Escobar gemeinsam mit den Kernmitgliedern Jack "Wacko" Nolan, Buz "Manman" Donald und Clérida "Ca$h Clay" Eltime aufgenommen. Entstanden ist ein intensives, stilistisch grenzenloses Werk zwischen psychedelischem Rock, No-Wave-Rap, R&B und Post- Hardcore-Energie. Das Album spiegelt die Unsicherheit, Entfremdung und Sinnsuche einer ganzen Generation wider. Gleichzeitig unterstreicht es die besondere Bedeutung von STANDING ON THE CORNER als Band, die musikalische Konventionen aufbricht und neue Ausdrucksformen schafft - kompromisslos, herausfordernd und gleichermaßen zeitgeistig wie visionär.
Der außergewöhnlich originelle Saxofonist, Flötist und Komponist Sam Rivers war in Oklahoma mit Gospelmusik aufgewachsen. Über den Blues fand er in den 1940er Jahren zum Bebop, bevor er sich, inspiriert
durch die Musik von Ornette Coleman, John Coltrane und Cecil Taylor, der Avantgarde zuwandte. Zwischen 1964 und 1967 spielte Rivers vier Alben für Blue Note ein, auf denen er seinen Ideenreichtum als
Instrumentalist und Komponist unter Beweis stellte. Das letzte und zugleich experimentierfreudigste dieser
Alben war “Dimensions & Extensions”, auf dem der Trompeter Donald Byrd als Gast einen seiner seltenen
Ausflüge in die Avantgarde unternahm. Obwohl das Album bereits 1967 mit einem von Reid Miles entworfenen, auffälligen Cover für die Veröffentlichung vorbereitet worden war, wurde es, da die Musik ihrer Zeit
zu weit voraus war, auf Eis gelegt und erschien erstmals 1986.
THE EPIC NEW STUDIO ALBUM FROM THE LONG-STANDING JAPANESE METAL PIONEERS, INCLUDING GUEST APPEARANCE FROM OPETH'S MIKAEL AKERFELDT - PRESENTED ON DIGIPACK CD & VINYL LPJapanese metal pioneers Sigh formed in 1989/1990 Their genre- classic Black Metal debut 'Scorn Defeat' arrived in 1993, & with a subsequent journey through the strange & the psychedelic, incorporating a whole eclectic mix of genre styles & ideas throughout their career, Sigh has remained a vital creative force in the avantgarde field whilst maintaining their old school roots, as witnessed on the 2022 album (& first for Peaceville Records), 'Shiki'. This was followed by the remaking of their 'Hangman's Hymn' album as part of the band's 35th anniversary celebrations, in the shape of 'I Saw The World's End: Hangman's Hymn MMXXV' (2025).
THE EPIC NEW STUDIO ALBUM FROM THE LONG-STANDING JAPANESE METAL PIONEERS, INCLUDING GUEST APPEARANCE FROM OPETH'S MIKAEL AKERFELDT - PRESENTED ON DIGIPACK CD & VINYL LPJapanese metal pioneers Sigh formed in 1989/1990 Their genre- classic Black Metal debut 'Scorn Defeat' arrived in 1993, & with a subsequent journey through the strange & the psychedelic, incorporating a whole eclectic mix of genre styles & ideas throughout their career, Sigh has remained a vital creative force in the avantgarde field whilst maintaining their old school roots, as witnessed on the 2022 album (& first for Peaceville Records), 'Shiki'. This was followed by the remaking of their 'Hangman's Hymn' album as part of the band's 35th anniversary celebrations, in the shape of 'I Saw The World's End: Hangman's Hymn MMXXV' (2025).
Album #4 der brandneuen Vinyl-Serie mit zukunftsweisenden Aufnahmen der musikalischen Avantgarde.
Unter den 24 Alben, aus denen sich die Originalausgabe der Avant-Garde-Reihe der Deutschen Grammophon zusammensetzt, die zwischen 1968 und 1971 erschien, zählt die Interpretation von „Paragraph 2
& 7“ aus „The Great Learning“ des englischen Komponisten Cornelius Cardew mit dem Scratch Orchestra
nach wie vor zu den beliebtesten und komplexesten.
Nach Abschluss seines Studiums an der Royal Academy of Music in London zog Cardew 1958 nach Köln
und arbeitete dort als Assistent von Karlheinz Stockhausen im Studio für elektronische Musik des Westdeutschen Rundfunks (WDR).
John Tilbury sagte, dass es Cardews Ziel sowohl mit dem Scratch Orchestra als auch mit „The Great
Learning“ war, „die grundlegendsten Prinzipien der westlichen Kunst und insbesondere das des Künstlers
als Aristokraten zu überwinden. Das Scratch Orchestra war ein Ausdruck der Universalität der Kunst;
Kunst als Lebensweise.“
Diese 1971 aufgenommene Veröffentlichung von „The Great Learning“ ist nach wie vor die wichtigste
Quelle für eine klangliche Erfahrung mit dem Scratch Orchestra und der bedeutendste Beitrag zu seinem
bleibenden Vermächtnis.
Gemastert und geschnitten von den originalen analogen ¼-Zoll-2-Spur-Masterbändern von Rainer Maillard
und Sidney Claire Meyer in den Emil Berliner Studios.
Limitierte und nummerierte Auflage mit Original-Artwork und einer neu gestalteten, wunderschön gearbeiteten Sammler-Cover mit neuen Liner Notes von Bradford Bailey, gepresst auf 180-g-Vinyl.
Album #5 der brandneuen Vinyl-Serie mit zukunftsweisenden Aufnahmen der musikalischen Avantgarde.
Mauricio Kagel (1931–2008) wurde als Sohn jüdischer Eltern in Buenos Aires geboren. Seine Familie
war vor politischer Verfolgung in Russland nach der Oktoberrevolution nach Argentinien gekommen. Kagel
wuchs in einer der dynamischsten gesellschaftspolitischen Phasen der argentinischen Geschichte auf.
Exotica ist seiner Zeit zwar bemerkenswert voraus, steht aber gleichermaßen im Einklang mit der Kulturlandschaft der frühen 1970er Jahre. Als sich der Hippie-Trail seinen Weg um den Globus bahnte, fanden
Sitars, Gongs, Bambusflöten, Gamelans und gestimmte Perkussionsinstrumente zunehmend Eingang in die
Pop- und Avantgardemusik Europas und der USA.
Exotica – unter Einsatz von mehr als 200 Instrumenten aus aller Welt – spielt sich wie eine fröhliche
Komödie in fünf Akten. Ähnlich wie Shakespeare und Beckett setzt Kagel Humor meisterhaft als Mittel
der Kritik ein und hält der Kulturlandschaft seiner Zeit einen grellen Spiegel vor.
Gemastert und geschnitten von den originalen analogen ¼-Zoll-2-Spur-Masterbändern von Rainer Maillard
und Sidney Claire Meyer in den Emil Berliner Studios.
Limitierte und nummerierte Auflage mit Original-Artwork und einer neu gestalteten, wunderschön gearbeiteten Sammler-Cover mit neuen Liner Notes von Bradford Bailey, gepresst auf 180-g-Vinyl
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Nino Antonellini, Roland Kayn, Coro da Camera della RAI, Roma,
Marino Zuccheri
Album #6 der brandneuen Vinyl-Serie mit zukunftsweisenden Aufnahmen der musikalischen Avantgarde.
Luigi Nono (1924–1990) genoss während seiner gesamten Karriere große Anerkennung. Als zentrale Figur
des Nachkriegsserialismus trat der venezianische Komponist in den 1950er Jahren als eines der drei Mitglieder der „avant-garde trinity“ neben Karlheinz Stockhausen und Pierre Boulez in Erscheinung.
„Contrappunto“ wurde 1968 für 2-Kanal-Tonband komponiert, in einer Zeit, in der Nono sich intensiv für
die internationalen Studentenbewegungen sowie gegen den Vietnamkrieg engagierte. Nono stützte das
Werk auf eine Madrigal-Komödie von Adriano Banchieri aus dem frühen 17. Jahrhundert und erklärte,
er habe „versucht, die Art des musikalischen Prozesses widerzuspiegeln, den Banchieri verwendete: die
Konzentration auf die Stimme, die Einbeziehung von Klangmaterial der damaligen Zeit, humoristische und
parodistische Verzerrungen, insbesondere in den lyrischen und dramatischen Elementen … aber in der heutigen Aktualität“.
Roland Kayns „Cybernetics III“ nimmt auf beeindruckende Weise die Fortschritte in den Bereichen Synthese, Computer- und Aufnahmetechnik sowie die Entwicklung von Samplern und Sequenzern vorweg. Die
Art und Weise, wie diese Werkzeuge von den Künstlergenerationen, die in Kayns Fußstapfen traten, aufgegriffen wurden, hat die Rahmenbedingungen der elektronischen Musik grundlegend verändert. In diesem
Sinne hat „Cybernetics III“ tiefgreifende Veränderungen im kreativen Denken vorausgesehen.
Gemastert und geschnitten von den originalen analogen ¼-Zoll-2-Spur-Masterbändern von Rainer Maillard
und Sidney Claire Meyer in den Emil Berliner Studios.
Limitierte und nummerierte Auflage mit Original-Artwork und einem neu gestalteten, wunderschön gearbeiteten Sammler-Cover mit neuen Liner Notes von Bradford Bailey, gepresst auf 180-g-Vinyl.
Euronymous’ Deathlike Silence Productions in 1993, & with each subsequent release, Sigh grew to become one of the country’s greatest & most revered metal exports. With a journey through the strange & the psychedelic, incorporating a whole eclectic mix of genre styles & experimentation throughout their career, Sigh has remained a vital creative force in the avantgarde field whilst maintaining their old school roots, as witnessed with the stellar 2022 album, ‘Shiki’. 2025 also saw Sigh remaking their ‘Hangman’s Hymn’ album for a release on Peaceville as part of the band’s 35th anniversary celebrations, in the shape of ‘I Saw The World’s End: Hangman’s Hymn MMXXV’.
With the ongoing early line-up of Mirai Kawashima, Shinichi Ishikawa, & Satoshi Fujinami, ‘Scenario IV: Dread Dreams’ was the band’s fourth studio album, originally surfacing in 1999. This was also notably the final title in partnership with Sigh’s then-label, Cacophonous Records. Delving evermore into the experimental side of music to conjure an interlinked gallery of twisted soundscapes; ‘Dread Dreams’ became more of a journey into the realm of psychedelia & rock over black metal, with this Zappa-inspired odyssey acting as somewhat of a direct pre-cursor to what was to follow with the celebrated ‘Imaginary Sonicscape’ opus.
‘Dread Dreams’ was once more recorded at Shinjuku On Air Studio with J. Yamada, with a selection of guests including Damian Montgomery of Ritual Carnage lending lyrics plus guest vocals, along with King Fowley (Deceased), & Killjoy (Necrophagia) supplying additional song lyrics. Cover art came courtesy of renowned artist Joe Petagno (Motörhead, Autopsy).
Continuing with Peaceville’s re-issues of Sigh’s classic works, this edition of ‘Dread Dreams’ contains a new master created by Patrick Engel at Temple of Disharmony.
The release also includes a new interview with main-man Mirai Kawashima conducted by Dayal Patterson of Cult Never Dies, with his thoughts, influences & reflections on the album & its challenges.
Mit Sowas von Egal Vol. 3 setzt das Hamburger DJ-Kollektiv Damaged Goods seine gefeierte Compilation-Reihe auf Bureau B fort - und richtet den Fokus erneut auf die subversiven Untergrundszenen im deutschsprachigen Raum der frühen 1980er Jahre. Abseits der kommerziellen NDW entstand eine kreative Parallelwelt: Bands zwischen Post-Punk, New Wave, Synth-Pop und Avantgarde veröffentlichten ihre Musik in kleinsten Auflagen oder im DIY-Kontext - roh, kantig und radikal eigenständig. Die hier versammelten Tracks spiegeln eine Zeit zwischen Aufbruch und Unsicherheit wider, geprägt von "No Future"-Attitüde, politischem Druck und künstlerischer Freiheit. Tanzbar, direkt und oft überraschend eingängig: Sowas von Egal Vol. 3 macht vergessene Schätze wieder hörbar - und holt sie zurück auf den Dancefloor.
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Japanese black metal legends Sigh formed in 1989/1990. The genre-classic debut ‘Scorn Defeat’ followed on Euronymous’ Deathlike Silence Productions in 1993, & with each subsequent release, Sigh grew to become one of the country’s greatest & most revered metal exports. With a journey through the strange & the psychedelic, incorporating a whole eclectic mix of genre styles & experimentation throughout their career, Sigh has remained a vital creative force in the avantgarde field whilst maintaining their old school roots, as witnessed with the stellar 2022 album, ‘Shiki’. 2025 also saw Sigh remaking their ‘Hangman’s Hymn’ album for a release on Peaceville as part of the band’s 35th anniversary celebrations, in the shape of ‘I Saw The World’s End: Hangman’s Hymn MMXXV’.
With the ongoing early line-up of Mirai Kawashima, Shinichi Ishikawa, & Satoshi Fujinami, ‘Scenario IV: Dread Dreams’ was the band’s fourth studio album, originally surfacing in 1999. This was also notably the final title in partnership with Sigh’s then-label, Cacophonous Records. Delving evermore into the experimental side of music to conjure an interlinked gallery of twisted soundscapes; ‘Dread Dreams’ became more of a journey into the realm of psychedelia & rock over black metal, with this Zappa-inspired odyssey acting as somewhat of a direct pre-cursor to what was to follow with the celebrated ‘Imaginary Sonicscape’ opus.
‘Dread Dreams’ was once more recorded at Shinjuku On Air Studio with J. Yamada, with a selection of guests including Damian Montgomery of Ritual Carnage lending lyrics plus guest vocals, along with King Fowley (Deceased), & Killjoy (Necrophagia) supplying additional song lyrics. Cover art came courtesy of renowned artist Joe Petagno (Motörhead, Autopsy).
Continuing with Peaceville’s re-issues of Sigh’s classic works, this edition of ‘Dread Dreams’ contains a new master created by Patrick Engel at Temple of Disharmony.
The release also includes a new interview with main-man Mirai Kawashima conducted by Dayal Patterson of Cult Never Dies, with his thoughts, influences & reflections on the album & its challenges.
Mit Zuckerzeit veröffentlichen Cluster 1974 ein Schlüsselwerk der elektronischen Musik - ein Album, das bis heute als Meilenstein des sogenannten "Krautrock" gilt. Im Gegensatz zu ihren früheren, experimentelleren Arbeiten setzt das Duo hier auf klarere Strukturen, kürzere Stücke und erstmals verstärkt auf Rhythmusmaschinen. Herausgekommen ist eine Sammlung faszinierender elektronischer Miniaturen: verspielt, präzise und überraschend zugänglich. Entstanden in ländlicher Abgeschiedenheit und unter Mitwirkung von Michael Rother (NEU!, Harmonia), markiert das Album einen kreativen Wendepunkt hin zu mehr Leichtigkeit und melodischer Klarheit. Diese Wiederveröffentlichung macht ein zentrales Werk der elektronischen Avantgarde wieder breit verfügbar
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Der von der Kritik gefeierte Fotograf und in Paris lebende, aus Algerien stammende Künstler Mohamed Bourouissa hegt seit langem ein tiefes, alles umfassendes Interesse an Klängen. ,LILA" ist sein Solo-Debüt, ein selbst bezeichnetes ,musikalisches Objekt", das die wichtigen Beziehungen in seinem Leben auflistet; jeder der Tracks des Albums ist einer Person gewidmet (und nach ihr benannt), an die er dachte, als er das Album komponierte. Mit Gastauftritten von französisch-senegalesischen Künstlers Le Diouck und der italienischen Avantgarde-Künstlerin Valentina Fanigliulo (alias Mushy und Phantom Love) wirkt das Album wie ein Tagebuch hypnagogischer Reflexionen, das mit schwerelosen Synthesizern, herzzerreißendem Auto-Tune-Gesang und dissoziierten Beat-Sequenzen ein Bild von Bourouissas innerer Realität zeichnet. Emotional aufgeladen und verwurzelt in der Ästhetik, die Bourouissa mit seiner Verbundenheit zu Klang, Menschen und Kunst verbindet, ist es so komplex und vielschichtig wie jede seiner gefeierten Installationen oder Ausstellungen. Bourouissas erste erkennbare klangliche Referenz war ,Temps Morts" aus dem Jahr 2009, eine bewegende Videoarbeit, die er nach dem legendären Debütalbum des französischen Rappers Booba benannte, und seitdem ist er seiner Intuition gefolgt und hat nach und nach herausgefunden, wie er Klang nicht nur in seine Werke integrieren, sondern ihn in den Mittelpunkt stellen kann. 2017 arbeitete er gemeinsam mit dem libanesischen Free-Improv-Gitarristen Sharif Sehnaoui und Sina Araghi (alias Sina XX) an ,Si Di Kubi", einer Compilation, die experimentelle Klänge aus der arabischen Welt in den Vordergrund stellte, und sein Weg wurde klar. ,In diesem Moment wurde der Klang zu einem integralen Bestandteil meiner künstlerischen Praxis", erklärt er. Bourouissa arbeitete 2021 mit dem französischen Sounddesigner und Programmierer Jordan Quiqueret zusammen, um herauszufinden, wie sich die von der Akazie erzeugten Frequenzen in Rhythmen auf ,Brutal Family Roots` umsetzen lassen, wobei er Gedichte des Waddi-Waddi-Rappers MC Kronic und des ägyptisch-australischen MC Nardean integrierte. Später arbeitete er mit Fanigliulo an ,Haral!" - einem Duo-Projekt, das dem Künstler endlich das Selbstvertrauen gab, seine Fähigkeiten anzunehmen und seinen eigenen Produktionen Vorrang einzuräumen. Sogar seine jüngste Ausstellung ,SIGNAL" im Palais de Tokyo, Bourouissas erste Retrospektive, wurde ähnlich wie ein Album zusammengestellt, wobei der Künstler besonderen Wert auf die musikalische Logik ihrer Struktur und die ihr innewohnenden Rhythmen legte. ,Ich sehe Klang als Träger von Geschichte und Erinnerung, manchmal traumatisch", sagt er. ,Die Arbeit mit Frequenzen, Geräuschen und Atemzügen eröffnet einen Raum für Heilung, eine kathartische Möglichkeit. ,Und genau diese Philosophie leitet ,LILA`, von den hallenden Klavierakkorden und Chor-Echos von ,INTRO` bis hin zu den mikrotonalen Summtönen und verschleierten Rhythmen, die sich spiralförmig um das kurze, bewegende ,OUTRO` winden. Es ist ein Album, das sich schwer einordnen lässt; es gibt Spuren von Pop in ,HFC", einer beatlosen Suite aus modularen Schluckaufgeräuschen und biomechanischen Schreien, die in Richtung Kakophonie übergeht, und Überreste von Clubmusik, die an den Fenstern und Wänden des schweißtreibenden ,MG" zurückbleiben, in den zitternden Trommelwirbeln und Le Dioucks schrillen Ausrufen. Der rote Faden, der sich durch das Ganze zieht, ist die Tatsache, dass Bourouissa in der Lage ist, eher ein Gefühl als einen Klang darzustellen. Mit einer Palette, die er im Laufe des letzten Jahrzehnts stetig verfeinert hat, bewegt er sich schimmernd durch eine persönliche Landschaft, die sich in ein lebendiges, atmendes klangliches Ökosystem verwandelt. Auf ,AF" schweben gespenstische FM-Arpeggios unheimlich um seine lässigen, herzlichen Worte, und auf dem beunruhigenden ,SEUM" kontern mehrschichtige Synth-Drones sein verzerrtes Crooning mit elektrisierenden xenharmonischen Akkorden. Instrumentale Dunstwolken schweben durch angespannte rhythmische Ausbrüche auf ,MN", und als Fanigliulo auf dem Titeltrack auftaucht, rückt das Album in den Fokus, während warme, hoffnungsvolle Pads einige von Bourouissas eindringlichster Texte. "What did you say, why should I cry", wiederholt er in die Leere hinein und presst die Worte durch metallische Verzerrung und ungleichmäßige Beats. Es ist Musik, die so greifbar ist, dass man sie fast berühren kann.
Obwohl Shelly Manne (1920-1984) oft auf seine Rolle in der West-Coast-Jazzszene reduziert wird, war
er tatsächlich einer der vielseitigsten amerikanischen Schlagzeuger. In seiner Karriere arbeitete er mit nahezu allen Größen des Jazz unterschiedlichster Stilrichtungen von Swing über Bebop bis hin zur Avantgarde
zusammen und war sogar auf Alben von Tom Waits und Frank Zappa zu hören. Etwas von dieser Flexibilität
zeigt er auch auf dem 1962 aufgenommenen Album “2-3-4”, das seinen Titel der Tatsache verdankt, dass
Manne sich hier im Duo, Trio und Quartett präsentiert. Dabei kommt es unter anderem zu einer Reunion
mit zwei Musikern, mit denen er zu Beginn seiner Karriere in den 1940er Jahren in New York zusammengespielt hatte: dem Tenorsaxofonisten Coleman Hawkins und dem Pianisten Hank Jones. Neben fantasievoll
interpretierten bekannten Standards präsentieren die Musiker auch zwei lakonisch betitelte Originale: “The
Sick of Us” und “Me and Some Drums”.
Mit Tether veröffentlicht die preisgekrönte Saxophonistin, Improvisatorin und Komponistin Alden Hellmuth ihr neues Album - der kraftvolle Nachfolger zu Good Intentions, das als Debut Album of the Year International beim Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet wurde. Hellmuth, Absolventin des renommierten Herbie Hancock Institute, verbindet hier kompositorische Präzision mit einem markanten, modernen Bandsound. Das Herzstück von Tether ist ein seltenes Zwei-Bass-Quartett, getragen von zwei der radikalsten Musiker der LA-Szene: Logan Kane, ein genreübergreifender Bassist zwischen Jazz, Avantgarde und Punk-Funk, und Miller Wrenn, einer der furchtlosesten Improvisatoren der Westküste. An den Drums sorgt Justin Brown für energetische Dynamik - ein herausragender Musiker, der u. a. mit Ambrose Akinmusire, Christian McBride und Vijay Iyer gearbeitet hat. Besondere Gäste wie Paul Cornish, Finalist großer internationaler Klavierwettbewerbe und auf Blue Note veröffentlicht, sowie Yakiv Tsvietinskyi, eine prägende Stimme des modernen ukrainischen Jazz, erweitern den Klang zusätzlich. Tether ist ein energiegeladenes, modernes Jazzalbum, das Avantgarde-Mut, kompositorische Tiefe und unmittelbare Spielfreude vereint. Hellmuths Quartett erschafft eine kraftvolle, eigenständige Klangwelt zwischen Modern Jazz, zeitgenössischer Improvisation und experimentellen Low-End-Texturen.
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Als John Coltrane 1965 für Impulse! Records das Album “Ascension“” aufnahm, war er sowohl in künstlerischer als auch in kommerzieller Hinsicht einer der erfolgreichsten Jazzmusiker. Das Album besteht
aus einem fast 40-minütigen Stück, das am 28. Juni 1965 im Rudy Van Gelder Studio in zwei verschiedenen Takes (Edition I und Edition II) aufgenommen wurde, die nun erstmals gemeinsam auf einer
Doppel-LP präsentiert werden. Für die Aufnahme hatte Coltrane sein bestens eingespieltes Quartett um
sieben Musiker zu einer Art Big Band erweitert. Die Musik, die Coltranes entschiedene Hinwendung zur
Avantgarde markierte, wechselt zwischen dicht strukturierten kollektiven Improvisationen und ausgedehnten Solopassagen und entfesselt einen wahren Wirbelsturm aus Klängen
Auf dem im Juni 1965 aufgenommenen Album “Components” vertiefte Vibrafonist Bobby Hutcherson seine
Zusammenarbeit mit Schlagzeuger Joe Chambers, die er wenige Monate zuvor auf “Dialogue” begonnen
hatte. Zu hören sind die beiden hier mit einem erstklassigen Sextett, das mit Trompeter Freddie Hubbard
und Pianist Herbie Hancock zwei weitere Blue-Note-Stars jener Zeit umfasst. “‘Components’ ist wohl das
Album, das Bobby Hutchersons frühe musikalische Persönlichkeit am besten widerspiegelt”, schrieb Steve
Huey bei AllMusic und gab dem Album die Höchstwertung von fünf Sternen. “Es ist passenderweise in
zwei sehr unterschiedliche Hälften unterteilt. Die erste enthält vier Eigenkompositionen von Hutcherson im
melodischen, aber dennoch anspruchsvollen Hard-Bop-Stil, während die zweite Hälfte vier frei interpretierte
Avantgarde-Stücke von Chambers bietet.”
Seit über 30 Jahren ist Simon Joyner eine Ausnahmeerscheinung - ein vollkommen unabhängiger Künstler, der sich ganz auf sein Handwerk konzentriert. Der in Omaha lebende Singer-Songwriter veröffentlichte Anfang der 90er Jahre erstmals Musik und ist seitdem seinem Weg treu geblieben. Joyners Songs voller stiller Freude und Herzschmerz haben verschiedene Generationen von Künstlerkollegen geprägt und zeigen sich als offensichtlicher Einfluss bei Acts wie Bright Eyes oder Kevin Morby sowie als Anklänge gemeinsamer Perspektiven bei den nachfolgenden Lenkers, Oldhams und Molinas. "Tough Love", Joyners 19. Studioalbum, setzt diesen Aufwärtstrend fort. Obwohl es untrennbar mit der persönlichen Trauer von "Coyote Butterfly" aus dem Jahr 2024 verbunden ist - dem autobiografischen Album, das Joyner nach dem Tod seines Sohnes aufgenommen hat - erforscht dieses neue Album das Konzept der ,tough love" als Dichotomie, die auf verschiedene fiktive Beziehungen angewendet wird, darunter romantische, familiäre und politische. Dieser Balanceakt zeigt sich in lebhaften Schilderungen alltäglicher Herzensschmerzen und in der Auseinandersetzung mit politischer Wut und dem Verrat am amerikanischen Traum. Eines der Wunder von Joyners Werk ist, dass sich seine Muster nicht wiederholen, sondern wandeln. Anspielungen auf Cohen, Dylan und die Velvets sind seit den frühen Lo-Fi-Tagen Teil seines Songwritings, doch die Art und Weise, wie diese Vorbilder einfließen, verändert sich ständig. Während Joyners raue Akustiksongs im Rampenlicht stehen, werden sie von E-Gitarren angestachelt und sind von experimentellen Tendenzen durchdrungen. Die Rocksongs bilden einen Mittelweg zwischen minimalistischen Grooves, die von Velvet Underground der Loaded-Ära übernommen wurden, und der ekstatischen rhythmischen Verrücktheit von Can. Wenn wir beim vorletzten Track, ,Anniversary Song", angelangt sind, haben die geisterhaften Vocals und die Scratches des mikrotonalen Synthesizers die Grenzen zwischen Joyners Folk-Sänger-Herz und seinem Avantgarde-Geist verwischt. All das mündet in den 20-minütigen Titeltrack, der "Tough Love" abschließt - ein erschütternder Sturz in einen scheinbar bodenlosen Abgrund aus Reue, Überlebensschuld und unverblümter Trauer. Er leiht sich eine repetitive Struktur aus Lou Reeds erzählter Suite ,Street Hassle" und kombiniert sie mit dem seitenfüllenden Zeugnis von Dylans ,Sad-eyed Lady of the Lowlands", Joyner erzählt dazu aus der Perspektive seines verstorbenen Sohnes, der zu seinem Vater spricht, all seine Fehler darlegt und schonungslos hervorhebt, dass nichts davon rückgängig gemacht werden kann. Bald jedoch öffnet sich diese Qual zu etwas Transzendentem, sowohl in ihrer eleganten Bildsprache als auch in ihrer ätherischen Atmosphäre. Die letzten Momente des Albums gewähren die Erlaubnis zur Selbstvergebung und hoffentlich eines Tages auch zum Verständnis. Dieses kathartische Ende bringt all die verworrenen Gefühle, die sich durch "Tough Love" ziehen, auf den Punkt. So wie Joyner das Songwriting aus ungewöhnlichen Blickwinkeln angegangen ist, die sich jedes Mal ändern, wenn er zur Gitarre greift, um ein neues Album aufzunehmen, so verändert sich auch auf "Tough Love" seine Beziehung zu Trauer, den alltäglichen Kämpfen und dem ewigen Streben nach etwas Besserem.
Album #2 der brandneuen Vinyl-Serie mit zukunftsweisenden Aufnahmen der musikalischen Avantgarde.
Mauricio Kagels Acustica, komponiert für experimentelle Klangerzeuger und Lautsprecher, zählt zu seinen
radikalsten Werken. Es kombiniert elektroakustisches Tonbandmaterial mit akustischen Darbietungen und
verkörpert Kagels Idee des instrumentalen Theaters, in dem Klang, Gestik und Präsenz der Darsteller zu
einem einzigen musikalischen Akt verschmelzen. Das Werk erkundet ein erweitertes Feld der Musikalität
und nutzt erfundene Instrumente, um den Klang von traditionellen Aufführungskonventionen zu befreien.
Die Vielzahl globaler Klangquellen spiegelt die Vielfalt seiner Kindheit in Buenos Aires wider, verwandelt
Chaos in spielerische Ordnung und betont die Autonomie jedes einzelnen Interpreten innerhalb eines kollektiven Ganzen. Mit Acustica schuf Kagel eine einzigartige lateinamerikanische Antwort auf die europäische
Avantgarde: eine lebendige, demokratische Klangwelt voller Erfindungsreichtum und Menschlichkeit.
Gemastert und geschnitten von den originalen analogen ¼-Zoll-2-Spur-Masterbändern von Rainer Maillard und Sidney Claire Meyer in den Emil Berliner Studios.
Limitierte und nummerierte Auflage mit Original-Artwork und einem neu gestalteten, wunderschön gearbeiteten Sammler-Cover mit neuen Liner Notes von Bradford Bailey, gepresst auf 180-g-Vinyl
Album #1 der brandneuen Vinyl-Serie mit zukunftsweisenden Aufnahmen der musikalischen Avantgarde.
Luc Ferraris Presque Rien Nr. 1 und Société II zählen zu den radikalsten Werken der Avantgarde des
20. Jahrhunderts. Mit Presque Rien Nr. 1 leistete Ferrari Pionierarbeit bei der Verwendung von Umgebungsaufnahmen als vollständiges musikalisches Material – er nahm die Geräusche eines kroatischen Fischerdorfes im Morgengrauen auf. Ohne Manipulation markierte dies einen entscheidenden Wandel hin zum
klanglichen Minimalismus und beeinflusste Generationen von experimentellen Künstlern.
Im Gegensatz dazu verkörpert Société II, komponiert für Klavier, Schlagzeug und Ensemble, Ferraris politisch aufgeladene, theatralische Seite. Entstanden inmitten der sozialen Umwälzungen der späten 1960er
Jahre, inszeniert es eine feministische Allegorie, in der die Interpreten um die Vorherrschaft wetteifern und
dabei Struktur, Improvisation und Satire miteinander verbinden.
Gemastert und geschnitten von den originalen analogen ¼-Zoll-2-Spur-Masterbändern von Rainer Maillard und Sidney Claire Meyer in den Emil Berliner Studios.
Limitierte und nummerierte Auflage mit Original-Artwork und einem neu gestalteten, wunderschön gearbeiteten Sammler-Cover mit neuen Liner Notes von Bradford Bailey, gepresst auf 180-g-Vinyl.
Album #3 der brandneuen Vinyl-Serie mit zukunftsweisenden Aufnahmen der musikalischen Avantgarde.
Tōru Takemitsus Quatrain und A Flock Descends into the Pentagonal Garden sind Beispiele für seine
Synthese aus westlichen Avantgarde-Techniken und japanischer Ästhetik. In Quatrain evoziert Takemitsu
durch fließende Veränderungen von Klangfarbe und Atmosphäre das japanische Konzept von ma – dem
Raum zwischen den Dingen. Er verglich das Werk mit einem Emaki, einer Bildrolle, die Szene für Szene
entfaltet, wobei jede musikalische Idee unabhängig ist, aber dennoch miteinander verwoben ist.
A Flock Descends into the Pentagonal Garden erweitert diese Ideen zu einer zirkulären, nichtlinearen
Klangwelt. Sein „flock”-Motiv, das zuerst in der Oboe zu hören ist, taucht in ein schimmerndes harmonisches Feld ein, das von den Streichern geschaffen wird – den „garden”. Hier wird Takemitsus Zeit- und
Raumgefühl eher immersiv und zyklisch als progressiv.
Gemischt und geschnitten von den originalen analogen 1-Zoll-8-Spur-Masterbändern von Rainer Maillard
und Sidney Claire Meyer in den Emil Berliner Studios.
Limitierte und nummerierte Auflage mit Original-Artwork und einem neu gestalteten, wunderschön gearbeiteten Sammler-Cover mit neuen Liner Notes von Bradford Bailey, gepresst auf 180-g-Vinyl
Mit "wos" legen Attwenger ihr zehntes Studioalbum vor - ein Werk, das erneut beweist, warum diese Band seit fast vier Jahrzehnten wie ein Naturphänomen durch die deutschsprachige Musiklandschaft fegt. Was 1991 mit einer Kassette, einem VHS-Tape und dem legendären Satz "Attwenger heißt im Dialekt denken, heißt den Schädel in den Most tunken" begann, hat sich zu einem der eigenständigsten Projekte des Landes entwickelt: Slangpunk, Dialekt-Avantgarde und anarchischer Groove, der keine Schublade akzeptiert. Auf "wos" treffen elektrisch aufgeladene Ziehharmonika-Linien auf treibende Drum- und Sequenzer-Beats. Worte fransen aus, Geschichten wirbeln herum, Sprache wird gebogen, gedehnt, zerlegt - und wieder zusammengesetzt zu einem Sound, der gleichzeitig tief verwurzelt und radikal zeitgenössisch ist. Attwenger kommentieren den Zustand einer überhitzten Gesellschaft, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben. Stattdessen öffnen sie Räume zwischen den Zeilen: Orte für Humor, Auswege, Widerstand und befreiende Bewegungen jenseits der Erwartung. "wos is. is wos." - dieses Album lässt keinen kalt. Es fordert heraus, groovt, fräst, fragt, widerspricht. Und es zeigt einmal mehr: Attwenger bleiben unkopierbar.
Seit fast 30 Jahren erweitern SUNN O))) - Stephen O'Malley und Greg Anderson - die Grenzen der Heavy-Musik und verbinden die Welten der Avantgarde und des Rock, um einen Stil zu schaffen, der sofort als ihr eigener erkennbar ist. Jetzt melden sich SUNN O))) mit ihrem ersten Album mit neuem Material seit dem gefeierten Pyroclasts aus dem Jahr 2019 zurück. Ihr zehntes Album - ihr Debüt bei Sub Pop - zeigt, wie gut das Duo mit Zeit und Raum, Licht und Dunkelheit umgehen kann und dass sie bereit sind, ihren unverwechselbaren Sound zu neuen, mutigen Formen weiterzuentwickeln. Das gleichnamige Album ,SUNN O)))" wurde in den Bear Creek Studios in Woodinville, Washington, mit Brad Wood (HuM, Tar, Sunny Day Real Estate, Liz Phair) aufgenommen. Dieser Ort erwies sich als entscheidend für den Aufnahmeprozess. ,Der riesige Aufnahmeraum hatte große Fenster mit Blick auf Bäume", sagt O'Malley. ,Wir konnten wandern gehen und draußen im Wald sein, Zeit im Freien verbringen. Das war ein wichtiger Teil davon." SUNN O))) haben schon lange Mitwirkende in ihre eigenständige Welt aufgenommen: In früheren Werken waren Attila Csihar (Mayhem), die Komponistin Hildur Gudnadóttir, der Multi-Instrumentalist Steve Moore, der Universalgelehrte Mark Deutrom, Tim Midyett von Silkworm und der legendäre Singer-Songwriter Scott Walker zu hören. Auf diesem Album haben O'Malley und Anderson jedoch neue Möglichkeiten im ursprünglichen Format des Duos entdeckt und alle Instrumente selbst gespielt. ,Was in den letzten Jahren mit unseren Auftritten zu zweit und ohne weitere Mitwirkende passiert ist, war wirklich neu und aufregend", sagt Anderson. Die Kompositionen auf SUNN O))) sind weitläufig und panoramisch, aber dennoch detailreich und spiegeln die baumreiche Umgebung wider, in der sie aufgenommen wurden. Inmitten von heulendem Feedback und eisigem Knirschen findet man überraschend zarte Momente: eine Feldaufnahme von plätscherndem Wasser im Hintergrund, Klavierzwischenspiele, die eine gedämpfte, feierliche Stimmung erzeugen. Dabei erreicht das Duo neue Höhen telepathischer Intensität, während es Musik formt, die die belebende, erdige Luft des pazifischen Nordwestens atmet. Visuell wird das Album von zwei Gemälden des verstorbenen amerikanischen Künstlers Mark Rothko eingerahmt. Die Liner Notes stammen vom preisgekrönten britischen Schriftsteller Robert Macfarlane, der für seine Werke über Landschaft und die Beziehung zwischen Mensch und Natur bekannt ist. Durch die Arbeit der Band, Macfarlane und Rothko verbinden sich Klang, Wort und Bild zu einem umfassenden Erlebnis, das unbestreitbar ganz und gar SUNN O))) ist.
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New album by SABA ALIZADEH, a groundbreaking voice in contemporary Iranian music who blends classical Persian traditions with avantgarde experimentation.
Born in Tehran in 1983 as son of the world renowned tar and setar virtuoso HOSSEIN ALIZADEH, SABA ALIZADEH established himself not only as a true master on the Iranian spike fiddle kamancheh but one of the groundbreaking voices in contemporary Iranian music, blending classical Persian traditions with avantgarde experimentation. His music, praised by THE WIRE as "a bridge between the ancient and the contemporary", turns sound and image into powerful narratives of memory and resistance. Over the past years, ALIZADEH (who relocated to the Netherlands a few years ago) has appeared at key festivals and venues such as Reeperbahn Festival, CTM, Flow Festival, Philharmonie Berlin, Kölner Philharmonie, solidifying his reputation as a singular live performer.
After the critically acclaimed releases "Scattered Memories" (his international debut, released on Karlrecords in 2019), "I May Never See You Again" (2021) and last year's "Temple of Hope", his new album fascinates again with a unique artistic voice, weaving together centuries-old sonic heritage and the urgency of the present through deeply immersive, meditative landscapes in two epic pieces. "Rituals Of The Last Dawn" may feel like a sad or resigned title (compared to the positively fierce "Temple Of Hope"), but at the same time the highly meditative music provides a good lot of contemplative strength. Appealing to an open-minded "world music" audience as well as fans of current streams of ambient or drone in its most subtle forms, ALIZADEH's latest work is a strongly needed soul food in bitter times. Created on the spot with his musical partners PIETRO CARAMELLI (guitar and electronics on "First Ritual") and LIEW NIYOMKARN (lap steel and electronics on "Last Ritual"), "Rituals Of The Last Dawn" is a pure, unfiltered emotional expression from one of contemporary Iranian music's leading artists.
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A new international super quartet in the jazz world. Lead by the young composer and bass player Nicolas Leirtrø, featuring international legends Kit Downes and Mats Gustafsson, and Norway's drummer extraordinaire, Veslemøy Narvesen - all joined in Leirtrø's exploring and grooving universe of avantgarde free jazz.
Zum 25-jährigen Jubiläum der Veröffentlichung von MONOs Debütalbum "Under The Pipal Tree" bringt die Band eine einzigartige limitierte Auflage auf farbigem Vinyl in der Farbe "Iridescent Forest Night" heraus, um diesen besonderen Anlass zu feiern. "Under The Pipal Tree" ist das Debütalbum der mittlerweile legendären japanischen Experimental-Rockbands MONO. Veröffentlicht im Jahr 2001 auf dem Avantgarde-Label Tzadik von John Zorn, präsentierte "Under The Pipal Tree" ein junges japanisches Quartett, dessen vielfältige Einflüsse - vor allem Sonic Youth, Mogwai, The Velvet Underground und Neil Youngs Crazy Horse - sich in einem wilden und ambitionierten Werk zeigten. Obwohl MONO später vor allem für ihre geschickte Verbindung von Metal und klassischen Genres bekannt wurden, zeigt ,Under The Pipal Tree" die psychedelischen Wurzeln der Band. Lange Passagen mit hypnotischen, melodischen Klängen gehen über in rasante Gitarren-Freakouts, die in eindringlicher Stille versinken. Das Album ist nicht nur wegen seiner ernsthaften Suche bemerkenswert, sondern auch wegen seiner überraschenden Umsetzung. 25 Jahre und ein Dutzend Alben später gilt ,Under The Pipal Tree" als eines der besten Debütalben einer wegweisenden Underground-Band.
Das 1965 für Blue Note aufgenommene Album gilt als eines der kühnsten musikalischen Statements des
Pianisten und Komponisten Andrew Hill. Auf ihm versuchte Hill, die Avantgarde durch das Prisma der
Wurzeln des Jazz in den afrikanischen Rhythmen zu betrachten. Entsprechend setzte er sein Klavier in
den vier von ihm komponierten Stücken mehr als perkussives und weniger als melodisches Instrument ein.
Begleitet wurde er von einem bis zu achtköpfigen Ensemble mit zwei Bläsern, zwei Perkussionisten, zwei
Bassisten und einem Schlagzeuger.
Schwarzes Vinyl, 140g. Fast sieben Jahre nach ihrem letzten Release, zahlreichen internationalen Touren, und dem Preis als Beste Band beim der ersten Ausgabe des Deutschen Jazzpreis 2021, veröffentlicht PHILM am 27. Januar 2026 gleich zwei neue Alben. "2025" wurde im Kölner Loft im April 2025 live aufgenommen. Der Sound ist hier düsterer, emotionaler. Die beiden Stücke "no words" I und II sind dafür ein gutes Beispiel, beschäftigen sie sich mit der Fassungslosigkeit und dem Entsetzen angesichts aktueller Krisen, Kriege und der immer wieder zerstörerischen Rolle des globalen Nordens. Zwischen Dissonanz und Schönheit eröffnet sich ein weites Feld der Gefühle. Mit 2024 und 2025 schlagen PHILM ein neues Kapitel für sich auf, spitzen ihr seit langem und zu Recht gefeiertes konsequentes Verständnis von Jazz, von Erzählen durch Musik, weiter zu, durchaus stilprägend für die europäische Avantgarde.
ince its opening in spring 2021, JUBG, a still young Cologne gallery for contemporary art, has specialized in the broad field of artists and collaborations working along artistic interfaces, especially those between visual art and experimental and/or electronic music. For example, JUBG has already hosted exhibitions by Markus Oehlen, Kim Gordon, Wolfgang Voigt, Matthias and Aksel "Superpitcher" Schaufler, Sven-Åke Johansson, and Emil Schult. Albert Oehlen, who is a kind of mentor and supporter of the gallery, was also a guest at Albertusstraße this summer, where he presented the exhibition D-I-E ORPHEUSMASCHINE together with Michael Wertmüller, Thomas Stammer and the poet Rainald Goetz.
It is only logical that the gallery now expands its sphere of activity to include its own label, on which music appears that comes from similar contexts as the artists listed above already suggest.
As catalog number 1, JUBG is now releasing the official soundtrack to "The Painter" from 2021. The film, German title "Der Maler", is a mixture of feature film and documentary and a collaboration between German director Oliver Hirschbiegel, best known for his Oscar-nominated film "Downfall", and Albert Oehlen, with whom Hirschbiegel has a long friendship, as they both once studied together at the Hochschule der Bildenden Künste in Hamburg.
The docu-fiction shows Oehlen struggling with a painting and pondering the meaning of his work. Oehlen is played by German actor and musician Ben Becker, accompanied by the off-screen voice of Charlotte Rampling. In the film, Becker makes a painting that Oehlen himself creates step by step behind the camera, while the actor improvises the process in front of the camera.
The wonderful music for this film comes from no less than two outstanding personalities whose individual biographies and musical signatures could hardly be better suited to this project. On the A-side it is Gudrun Gut, icon not only of the German electronic music scene since at least the 90's, singer, composer, DJ, label owner (Monika Enterprise) and of course founding member of the legendary 80's New Wave band Malaria. On the B-side it’s the world famous and award winning US avant-garde trumpeter and improvisational musician Nathan "Nate" Wooley, who has played with Fred Frith and John Zorn among others.
Gudrun Gut's tracks bear such beautiful titles as "Bewegung", "Küste" or "Weinen" and she once again pulls out all the stops of her great skills and decades of experience as a producer of the most diverse electronic music genres. These are unusual and much more experimental musical paintings that she creates here than on her recent solo works. Edgy, angular, raw and unpolished, yet always elegant and clever, she subverts the male artist madness depicted extensively in the film in her own unique way.
Nathan Wooley answers with the instrument he has been familiar with since childhood, the trumpet, with which he is able to create a ravishingly virtuosic noise. His pieces are more like sketches, often only 90 seconds or a few minutes long, but in all their abstractness underpin the narrative of the film almost perfectly.
A limited edition of 20 copies in total, painted and signed by Ben Becker, can be purchased directly through JUBG.
JUBG, eine noch junge Kölner Galerie für zeitgenössische Kunst, hat sich seit ihrer Eröffnung im Frühjahr 2021 auf das weite Feld von Künstler:innen und Kollaborationen spezialisiert, die entlang künstlerischer Schnittstellen tätig sind, insbesondere an denen zwischen bildender Kunst und experimenteller und/oder elektronischer Musik. So hat JUBG bereits Ausstellungen von Markus Oehlen, Kim Gordon, Wolfgang Voigt, Matthias und Aksel "Superpitcher" Schaufler, Sven-Åke Johansson und Emil Schult gezeigt. Auch Albert Oehlen, der eine Art Mentor und stiller Unterstützer der Galerie ist, war im Sommer dieses Jahres zu Gast in der Albertusstraße, wo er zusammen mit Michael Wertmüller, Thomas Stammer und dem Dichter Rainald Goetz die Ausstellung D•I•E ORPHEUSMASCHINE präsentierte.
Es ist nur logisch und folgerichtig, dass die Galerie ihren Wirkungskreis nun um ein eigenes Label erweitert, auf dem Musik erscheint, die aus ähnlichen Zusammenhängen und Sphären stammt, wie es die oben aufgezählten Künstler:innen bereits vermuten lassen.
Als Katalog-Nummer 1 veröffentlicht JUBG nun den offiziellen Soundtrack zu "The Painter" aus dem Jahr 2021. Der Film, deutscher Titel “Der Maler”, ist eine Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm und eine Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Regisseur Oliver Hirschbiegel, vor allem bekannt für seinen Oscar-nominierten Film "Der Untergang", und Albert Oehlen, mit dem Hirschbiegel eine lange Freundschaft verbindet, studierten sie doch beide zusammen einst an der Hochschule der Bildenden Künste in Hamburg.
Die Doku-Fiktion zeigt Oehlen, wie er mit einem Gemälde kämpft und über die Bedeutung seines Werks nachdenkt. Oehlen wird vom deutschen Schauspieler und Musiker Ben Becker gespielt und von der Stimme von Charlotte Rampling aus dem Off begleitet. Im Film erstellt Becker ein Gemälde, das Oehlen selbst hinter der Kamera Schritt für Schritt anfertigt, während der Schauspieler den Prozess wiederum vor der Kamera improvisiert.
Die wunderbare Musik zu diesem Film kommt von gleich zwei herausragenden Persönlichkeiten, die mit ihren individuellen Biographien und musikalischen Handschriften kaum besser zu diesem Projekt passen könnten. Auf der A-Seite ist dies Gudrun Gut, Ikone nicht nur der deutschen elektronischen Musikszene seit mindestens den 90er Jahren, Sängerin, Komponistin, DJ, Label-Betreiberin (Monika Enterprise) und natürlich Gründungsmitglied der legendären 80er Jahre New Wave-Band Malaria, auf der B-Seite der weltberühmte und Preisgekrönte US-amerikanische Avantgarde-Trompeter und Improvisationsmusiker Nathan “Nate” Wooley, der u.a. mit Fred Frith und John Zorn zusammengespielt hat.
Gudrun Gut’s Tracks tragen so schöne Titeln wie “Bewegung”, “Küste” oder “Weinen” und sie zieht hier einmal alle Register ihres großen Könnens und ihrer jahrzehntelangen Erfahrung als Produzentin der verschiedensten elektronischen Musikspielarten. Es sind ungewöhnliche und sehr viel experimentellere musikalische Gemälde, die sie hier entwirft als auf ihren jüngsten Solo-Werken. Kantig, eckig, roh und ungeschliffen und dabei immer elegant und schlau, unterläuft sie den im Film ausgiebig dargestellten männlichen Künstlerwahnsinn auf ihre ganz eigene Art und Weise.
Nathan Wooley antwortet mit dem ihm seit Kindesbeinen vertrauten Instrument, der Trompete, mit der er in der Lage ist, einen hinreißend virtuosen Lärm zu erzeugen. Seine Stücke sind eher Skizzen, oft nur 90 Sekunden oder ein paar wenige Minuten lang, die in all ihrer Abstraktheit das Narrativ des Films nahezu perfekt untermalen.
Eine auf insgesamt 20 Exemplare limitierte Edition, bemalt und signiert von Ben Becker, ist direkt über die JUBG zu erwerben.
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Mit Laughter In Summer präsentiert die legendäre Singer-Songwriter-Ikone Beverly Glenn-Copeland (bekannt durch das Kultalbum Keyboard Fantasies) ein zutiefst berührendes neues Werk – entstanden in Zusammenarbeit mit seiner Partnerin, der Künstlerin und Produzentin Elizabeth Copeland. Das Album ist ein musikalischer Liebesbrief, der Erinnerung, Hingabe, Verlust und Freude miteinander vereint.
In neun emotionalen Songs – allesamt in One-Takes aufgenommen – entfaltet sich eine außergewöhnliche Intimität, getragen von Glenns charakteristischer Stimme, warmen Chorarrangements und einem unverwechselbaren Gefühl spiritueller Verbundenheit. Der Sound reicht von kontemplativen Balladen wie „Children’s Anthem“ bis zu leuchtenden, hoffnungsvollen Momenten wie „Let Us Dance (Movement One)“.
Produziert wurde das Album von Elizabeth Copeland und Alex Samaras (Hotel2Tango / Howard Bilerman). Es folgt auf Glenns gefeiertes Album The Ones Ahead (2023) und seine Zusammenarbeit mit Sam Smith für Ever New (2024).
Laughter In Summer erscheint auf rosefarbenem Vinyl, als limitierte Dinked Edition auf milchklarem Vinyl inklusive Bonus-7" mit Coverversionen von Marvin Gaye – „What’s Going On“ / „Save The Children“ – sowie digital und auf CD.
Für Fans von Alice Coltrane, Terry Callier, Joanna Newsom, Sam Amidon und spiritueller Folk-Avantgarde.
Swiss artist Lukas Traxel releases his powerful debut album One-Eyed Daruma on We Jazz Records, March 10. The trio features Traxel on double bass, Otis Sandsjö on sax and Moritz Baumgärtner on drums. Compact, deep, and organic to the bone, Traxel & co's sound echoes the innovations of rhythmically driven avantgarde jazz while keeping things moving at all times. There's both drive and freedom to this sound.
ONe-Eyed Daruma features eight new compositions by Traxel, who crafted the outline for the album while dealing with the loss of his father. The group came together after an open invitation from the Zurich jazz club Moods to present a new group. The trio of Traxel, Sandsjö and Baumgärtner creates a full, symphonic, and powerful body of sound despite the instrumentation without a harmony instrument. The trio functions as a collective where the boundaries between composition, melody, and accompaniment are in flux, while keeping the common goal of creating new music together in sight at all times. Traxel reports that after playing bass in various groups with guitar and/or piano, he wanted to create a counterpoint of sorts with his new group and specifically go about it with a more sparse setup. As One-Eyed Drama proves, the idea behind the trio dynamic is a strong one and the unit makes use of their extra space in creating evocative, moody, swinging creative jazz with a distinguishable fingerprint of its own.
Lukas Traxel says:
"The process of composing this music while dealing with the loss of a loved one resulted in a writer's block at first. The notes would just not flow out of my pen until I noticed a mysterious-looking figure in the right upper corner of my piano. It was a daruma, an eyeless figure that in the Japanese tradition brings luck and prosperity. According to the myth, the first eye must be drawn onto the figure while expressing a wish. The second eye can be added only if the wish comes true. My daruma is meant to stay one-eyed as my wish, strongly connected and intertwined with my now gone father, is not meant to be fulfilled. The feeling of unfulfillment and imperfection of life serves as a common thread throughout this album, right down to its title. In a similar fashion, a composition remains incomplete until it is interpreted by musicians, and given form as music. That being said, for me playing together with this trio symbolises the upside: the sense of fulfillment in music and life.
Our musical influences include the American composer and singer Caroline Shaw, Swiss pianist Colin Vallon's trio, and composer/singer-songwriter Gabriel Kahane. In addition, I have listened a lot to the trio albums of Jimmy Guiffre and Sonny Rollins. Besides that, my musical heroes like Charlie Haden, John Coltrane, and Keith Jarrett always flow into the music. Another very important influence in the music is the work of American visual artist Agnes Martin, in whose works the imperfection of a multiplicity of repetitions results in a lively big whole in the end. (See "Wild Flower")
Live, the trio takes a lot of freedom in interpreting this music, yet we have a deeper, almost pop-like attitude towards the live performance as an experience. For me it's always important to build a strong narrative with the band while on stage."
One-Eyed Daruma by Lukas Traxel is released on 10 March 2023 by We Jazz Records on LP/CD/digitally. The LP edition is shelved in an inside-out sleeve and pressed on white vinyl. The CD is housed in a cardboard digisleeve with UV lacquer finish.
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The band has released three studio albums to date, plus a string of EPs, & has primarily existed as a duo featuring guitarist Alexander Nordgaren (formerly live guitarist for Norwegian legends, Mayhem) & drummer/ vocalist Svein Egil "Zweizz" Hatlevik (Umoral, Strid, ex-Dodheimsgard) throughout their full history.
Fleurety was considered a slight oddity to the rest of the Norwegian movement at the time of their inception, for developing an altogether different style with more dynamic musical influences & obscure/ non- traditional riffing. Following on from the 'Black Snow' demo in 1993 & the 'A Darker Shade Of Evil' 7" the following year, the band presented their full-length debut to the world in the shape of 'Min Tid Skal Komme'; an exquisite & revered journey through dark & often introspective soundscapes. 'Last Minute Lies' was originally released in 1999, preceding the band's second fulllength album, 'Department Of Apocalyptic Affairs' & introduced a taste of the demented sophistication yet to come through their ongoing penchant for the strange & bizarre.
The result was a mind-bending (or expanding) voyage of eccentricity within the metal genre, presenting a new masterclass in avantgarde mood- setting in the process. Also included in this special release is the rare "I Left The Planet" project recordings from 1996, where Nordgaren was joined by a number of guests for this anomaly of dark & poetic jazzy- metal, notably featuring fellow prodigy of avant- garde metal & percussionist extraordinaire, Carl-Michael Eide of Ved Buens Ende/Aura Noir. On what is the 35th anniversary of the band's formation, this edition of 'Last Minute Lies/I Left The Planet' is presented on CD format including booklet with full lyrics, with audio specially remastered by Greg Chandler (Esoteric) at Priory Studios for this release.
We Jazz Records continues their 7" series with a new release by Oaagaada, a fresh quartet from the rural parts of Southern Finland. "Oag-ada / A Swimming Trip" appears on 30 October and presents the band's ability to create fiery and flowing jazz music with strong avantgarde leanings. Think Art Ensemble Of Chicago on their groovy mode and add a strong DIY mentality, four people in a room creating music in the now. The lows are low and the highs are high, with the trumpet firmly on the red, adding just the right amount of blurriness into the picture. Perhaps it's not "lo-fi jazz" per se, but rather music which is more concerned with other things than the cleanest of hi-fi imagery. This is "real jazz for real people".
The quartet includes Tuure Tammi (trumpet), Sami Pekkola (sax), Tero Kemppainen (bass) and Simo Laihonen (drums). Laihonen has recently appeared on We Jazz Records with Stanley J. Zappa and previously with Black Motor, and more Oaagaada can be heard on the recent "We Jazz Live Plates" album "Lonna 2019".
True to We Jazz style, the 7" single comes with old school heat-pressed labels and a plain brown paper sleeve.
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Japanese black metal legends Sigh formed in 1989/1990. The genre-classic debut ‘Scorn Defeat’ followed on Euronymous’ Deathlike Silence Productions in 1993 & with each subsequent release, Sigh grew to become one of the country’s greatest & most revered metal exports. With a journey through the strange & the psychedelic, incorporating a whole eclectic mix of genre styles & experimentation throughout their career, Sigh has remained a vital creative force in the avantgarde field whilst maintaining their old school roots, as witnessed with the stellar 2022 album, ‘Shiki’. 2025 also saw Sigh reimagining their ‘Hangman’s Hymn’ album for a release on Peaceville as part of the band’s 35th anniversary celebrations, in the shape of ‘I Saw The World’s End: Hangman’s Hymn MMXXV’.
Maintaining the core trio of Mirai Kawashima, Shinichi Ishikawa & Satoshi Fujinami & on the back of the epic & darkly symphonic opus ‘Infidel Art’ (1995), Sigh adopted a more boundary-defying approach to their writing, whilst still keeping the dark foundations & traits of the band’s fundamental sound. The result was ‘Ghastly Funeral Theatre’ which surfaced in 1997 & draped in Eastern & horror-based atmospherics, the band also embraced elements outside of metal with what was their most experimental offering to date; utilising instruments such as the saxophone as well as acoustic passages & notoriously drawing comparisons to the moods of bands such as The Beatles at times, featuring catchy hooks & structures in line with the rock music genre, but masterfully woven into Sigh’s unique blackened metal tapestry.
Continuing with Peaceville’s re-issues of Sigh’s classic early ( & until now, hard to find) works, this edition of ‘Ghastly Funeral Theatre’ contains a new master created by Patrick Engel at Temple of Disharmony, featuring a new transfer from the original DAT source.
The release also includes a new interview with main-man Mirai Kawashima conducted by Dayal Patterson of Cult Never Dies, delving into the history & inspirations behind ‘Ghastly Funeral Theatre’.
This edition of ‘Ghastly Funeral Theatre’ is presented on black vinyl.