Am 27. Juni erscheint das selbstbetitelte Ideal-Debütalbum von 1980 in einer neu abgemischten Version. Für den „2025 Mix“ wurden die originalen Mehrspurbänder digitalisiert und von Moritz Enders (u.a. Kraftklub, Casper) und Annette Humpe neu abgemischt. Das Ergebnis klingt verblüffend direkt, greifbar und gegenwärtig – als wäre die Berliner Band gerade erst ins Studio gestiegen.
Der Clou: Für den neuen Mix kam ausschließlich Technik zum Einsatz, die bereits 1980 zur Verfügung stand. Der Sound ist also nicht einfach nur neu – sondern neu gedacht im Geist der alten Zeit. „Ideal (2025 Mix)“ ist nicht bloß ein nostalgischer Rückblick, sondern ein eindrucksvolles Update: Songs wie „Berlin“, „Blaue Augen“ oder „Hundsgemein“ wirken heute so kompromisslos, radikal und relevant wie eh und je.
"Bookends" bildet soetwas wie das Herzstück des am 20. Juni erscheinenden Albums. Die weitläufige Ballade zollt ihrem verstorbenen Freund Riley Gale Tribut, ehemals Sänger der Band Power Trip. Sie ist auch inspiriert von John Careys Buch "Eyewitness To History", einer Sammlung von über 300 historischen Augenzeugenberichten zu prägenden Ereignissen der menschlichen Geschichte. Zu Bookends erscheint ein Video von Caity Arthur. "Im Video geht es um Tod und Absolution, wie der Tod eines der wenigen sicheren Dinge im Leben ist, der große Gleichmacher, nolens volens", so Arthur. "Es untergräbt aber auch das traditionelle Narrativ vom Tod als verzweifelte Leere und porträtiert ihn mit seinem halluzinogenem Sixties-Ensemble stattdessen als euphorische Übergangserfahrung samt TV-Pop-Performance und Taschenspielertricks, während Megs Lyrics den Tod in all seinen Formen beschwören." Für "Scratch It" hat Meg Remy mit Gitarrist Dillon Watson eine Band zusammengestellt - ursprünglich für einen einmaligen Festivalaufrtitt, aufgrund der guten Chemie schließlich gleich für ein ganzes Album. Mit Watson an der Gitarre, Jack Lawrence (The Dead Weather, The Raconteurs, Loretta Lynn) am Bass, Domo Donoho am Schlagzeug und Jo Schornikow und Tina Norwood an den Keys entstand "Scratch It" innerhalb von zehn Tagen in Nashville. Zwischendurch schaute auch Mundharmonika-Legende Charlie McCoy vorbei, der bereits mit Elvis, Bob Dylan und Roy Orbinson gearbeitet hatte und seine Künste für einige Songs einbrachte. Die Authentizität der analog produzierten Songs ist unmittelbar, ein Zeugnis der Chemie zwischen allen Beteiligten, Remy klingt relaxt wie kaum je zuvor. Das Album verwebt Country, Gospel, Garage Rock, Soul, Disco und Folk, während sich Remy in den Lyrics mit Patti Smith auseinandersetzt, mit junger Liebe, Mutterschaft, Macht-Dynamiken, der Kraft von James Brown, verstorbenen Weggefährten, dem Goldrausch am Yukon - oder dem eigenen nach einer Tequila-getränkten Nacht. Dabei lässt sie wie immer auch ihren beißenden Humor spielen.
The Bug Club sind wieder da, für ihren jährlichen Termin auf dem Markt der Garagen-Rock-Macher, wo sie eine weitere reinrassige Platte anpreisen. LP-Nummer vier, "Very Human Features", erscheint kurz nach der ersten Sub Pop-Veröffentlichung der Band, "On the Intricate Inner Workings of the System" von 2024. Mit dieser Platte setzte die Band ihre Liebesbeziehung zu BBC Radio 6 fort, begann dank einer Session mit KEXP eine neue und tauchte auf den Seiten des NME auf. Gibt es noch etwas auf der Liste? Oh ja, Festivalauftritte, unter anderem im heimischen Green Man's Walled Garden, das bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Dann Auftritte in den USA an den Orten, von denen die Briten immer nur hören. Dieses Album - eine neue Ladung typisch verspielter, riffgeladener, intelligenter Bug Club-Songs - gibt der Band einen Vorwand, ihre nicht enden wollende Tournee fortzusetzen und ihre schreienden Fans zu füttern, die dank der unermüdlichen Veröffentlichungswelle dieser Band überschwänglich und erwartungsvoll sind. Auf "Very Human Features" haben The Bug Club ihre Gewohnheit fortgesetzt, sich als ein kollektiver Geist zu präsentieren. Zwei in Einem. Selten findet man eine Band mit zwei kreativen Kräften, die eine so einzigartige, gemeinsame Perspektive, Sinn für Humor und ein Händchen für Popmelodien haben. In "Beep Boop Computers" wechseln Sänger Sam (auch an der Gitarre) und Tilly (am Bass) zwischen I's, my's und we's hin und her, als ob es da keinen Unterschied gäbe, während sie zwischenmenschliche Beziehungen und Erfahrungen in einer glorreichen Glam-Rock-Demontage der menschlichen Aspekte, auf die der Titel des Albums verweist, auf die Schippe nehmen. Um beim Thema zu bleiben: "How to Be a Confidante" macht das, was The-Bug-Club wirklich können, indem sie, wieder als zwei Stimmen aus demselben Kopf, allgemeine Aspekte unseres Lebens herausgreifen und sie lächerlich klingen lassen. Das Surreale liegt im Vertrauten, nicht im Ignorieren des Vertrauten - The Bug Club wissen das, und dieses Verständnis bildet zusammen mit einer unerbittlichen Basslinie das Rückgrat dieses Garagenrock-angehauchten Gassenhauers. Nachdem The Bug Club in den USA dank der kräftigen Garagen-Punk-Scheibe "On the Intricate Inner Workings of the System" und der anschließenden US-Tournee eine entsprechend große Fangemeinde gewonnen haben, wird die fruchtbare Partnerschaft mit Sup Pop mit "Very Human Features" noch schmackhafter. Die neue Platte ist ein sicherer und unendlich witziger Wirbelwind aus literarischem, selbstreferenziellem und gut gelauntem Rock'n'Roll. Die Band reitet auf der immer weiter anschwellenden Welle ihrer Popularität, als ob sie auf Rollschuhen schnell über den Aldi-Parkplatz in Caldicot flitzen würde. Möge es lange so weitergehen.
HEXVESSEL erkunden auf ihrem epischen siebten Album "Nocturne" liminale Räume, z.B. zwischen Licht und Dunkelheit sowie Natur und Einsamkeit. Die sich kontinuierlich wandelnde finnische Band besinnt sich wieder auf ihre Wurzeln im Folk und im psychedelischen Rock, indem sie akustische Zwischenspiele, kosmische Synthesizer und geisterhafte Pianoklänge kunstvoll mit den frostgesponnenen Fäden ihres Black Metal Geflechts verwebt. "Nocturne" klingt sowohl vertraut als auch unverhohlen progressiv, da HEXVESSEL ihre eigene Tradition mit einer frischen Neuerfindung ihres charakteristischen Sounds vermischen. Der Keim für dieses Meisterwerk wurde durch die Aufführung eines Auftragswerks beim Roadburn Festival 2024 gesetzt, das ursprünglich den Titel "Music for Gloaming: A Nocturne" trug. Mit diesem Album nimmt das Projekt eine ausgearbeitete physische Gestalt an. Dieses opus magnum verbindet den rauen Geist von Quorthons Black Metal mit dem komplexen Minimalismus zeitgenössischer Komponisten wie Philip Glass, György Ligeti und Avro Pärt. Den eklektischen Charakter von "Nocturne" unterstreichen ausgewählte Gastauftritte wie der ätherische Gesang von Saara Nevalainen oder die harschen Stimmen der Avantgarde Black Metal Vorreiter Yusaf Vicotnik Parvez (DHG/DØDHEIMSGARD) und ORANSSI PAZUZUs Juho Vanhanen. HEXVESSEL stammen zwar aus dem finnischen Tampere, die Band wurde aber vom englischen Sänger und Songwriter Kvohst alias Mat McNerney gegründet, nachdem er im Jahr 2009 in das nordische Land gezogen war. In vielerlei Hinsicht spiegeln HEXVESSEL die Natur ihres Gründers wider. Der Sänger und Songwriter war schon in vielen erfolgreichen Gruppen und Projekten aktiv, deren Spektrum von der britischen Black Metal Band CODE über einen Abstecher bei den norwegischen Legenden DHG bis hin zu den Rock-Shootingstars BEASTMILK reicht, die er später mit GRAVE PLEASURES fortsetzte. Mit "Nocturne" laden HEXVESSEL alle dunklen Seelen der Erde zu einem transzendentalen Nachtritual ein, das unter anderem die Klangvisionen von DARKTHRONE, TANGERINE DREAM und Philip Glass aus der toten Vergangenheit erweckt und mit neuem Leben erfüllt.
With their seventh full-length "Nocturne", HEXVESSEL explore the liminal spaces between light and darkness, nature and solitude on an epic album. The ever evolving and shifting Finnish band has reawakened their treasured roots in folk music and psychedelic rock as they artfully weave acoustic interludes, cosmic synths, and spectral piano into the frost-spun threads on their black metal loom. "Nocturne" sounds both familiar and fearlessly progressive as echoes of tradition entwine with a fresh reinvention of their characteristic sound. The seed of this masterpiece was sown by the performance of a commissioned work at Roadburn Festival 2024 that was originally entitled: "Music for Gloaming: A Nocturne". With this album, it arrives fully fleshed in recorded form. This opus magnum blends the raw spirit of Quorthon's black metal with the intricate minimalism of contemporary composers such as Philip Glass, György Ligeti, and Avro Pärt. Its eclectic nature is elevated and underlined by select guest performances, including the vocals of Saara Nevalainen, as well as the avant-garde black metal luminaries Yusaf Vicotnik Parvez (DHG/DØDHEIMSGARD), and ORANSSI PAZUZU's Juho Vanhanen. While HEXVESSEL are based in Tampere, Finland, they were founded by English singer & songwriter Kvohst aka Mat McNerney after he moved to the country in 2009. In many ways, HEXVESSEL reflect their founder. The vocalist and songwriter has instigated and been involved in various bands ranging from UK black metal act CODE, a stint in Norwegian legends DØDHEIMSGARD, and to rock shooting stars BEASTMILK – later 'continued' with GRAVE PLEASURES to name but a few of his success stories. With "Nocturne", HEXVESSEL invite all souls on earth to a transcendental night ritual that is imbued with DARKTHRONE, TANGERINE DREAM, Philip Glass, and sounds unearthed from the dead past, now instilled with new life.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2016 haben die Londoner High Vis ihre Palette an progressivem Hardcore mit Nuancen von Post-Punk, Brit-Pop, Neopsychedelia und sogar Madchester-Groove verfeinert und einen Mittelweg zwischen Hooks und Wut, Melodien und Moshpits gefunden. Sänger Graham Sayle beschreibt ihr drittes Album Guided Tour als eine Achse der konkurrierenden Kräfte: "Es versucht, eine hoffnungsvolle Platte zu sein, während es gleichzeitig wütend macht." Die Band, die von Schlagzeuger Edward 'Ski' Harper, Bassist Jack Muncaster und den Gitarristen Martin MacNamara und Rob Hammaren komplettiert wird, ist tief in der britischen und irischen DIY-Hardcore-Szene verwurzelt und wird von Rastlosigkeit und rechtschaffener Wut gleichermaßen inspiriert. Sayle sagt: "Jeder kratzt sich, jeder arbeitet die ganze Zeit, und die Vorstellung von Entspannung ist es, sich zu ficken und der Realität zu entgehen. Dieses Album ist eine Flucht vor dieser Realität." Von den ersten Sekunden an, in denen eine Kabinentür zuschlägt, ein Auto aufheult und ein sackartiger Rhythmus zum Leben erweckt wird, klingt Guided Tour wie eine Band, die nach neuen Höhen strebt und vor Energie strotzt. Das Ergebnis der mehrwöchigen Aufnahmen in den Holy Mountain Studios in London mit Produzent Jonah Falco und Tontechniker Stanley Gravett fühlt sich dynamisch und einstudiert an, wie Hymnen, die sich durch Schweiß und Wiederholung in das Gedächtnis der Sinne eingebrannt haben. Harper bringt es auf den Punkt: "Wir hatten eine klare Idee, jeder Moment wurde genutzt. Wenn wir 60 sind, können wir uns vielleicht hinsetzen und einen Schlagzeugsound hinbekommen, aber im Moment geht es darum, die Dinge zu erledigen." Die 11 Songs des Albums umfassen das gesamte Spektrum zeitgenössischer Gitarrenmusik, die durch Erfahrung, Kameradschaft und gesellschaftliche Frustrationen geschärft wurde. Von schwungvollem Streetpunk ("Drop Me Out", "Mob DLA") über schrillen Indie-Spott ("Worth The Wait", "Deserve It") bis hin zu Heavy Alt ("Feeling Bless", "Fill The Gap") und shoegazeartigem Spoken Word ("Untethered") - die Chemie der Gruppe verwandelt jeden Stil in ihre einzigartige Intensität. Sayle setzt sich für diese sich entwickelnde Verschmelzung ein: "Jahrelang hatten wir, die wir aus dem Hardcore kamen, ziemlich klare Grenzen - andere Szenen waren getrennte Welten. Jetzt vermischen sich die Dinge immer mehr, wir schöpfen aus verschiedenen Quellen."
,Dogs" ist Cash Langdons zweites Album unter eigenem Namen, aber das erste mit seiner Band Meadow Dust (Bassist Matt Whitson und Schlagzeuger Reagan Bruce). Die Aufnahmen fanden größtenteils in den Portside Studios (dem ehemaligen Standort des legendären Muscle Shoals Sound) statt und wurden in nur zwei Tagen aufgenommen. Der Tontechniker Brad Timko (Dan Sartain, St. Paul and The Broken Bones) sorgte dafür, dass das Trio wild und tight klingt. Ihre unscharfe Interpretation von schwerem Country-Rock erinnert an Neil Young & Crazy Horse und verströmt die Hitze von Langdons Heimatstadt Birmingham. Wie bei Young ist seine Stimme gleichzeitig ernst und weltmüde, aber es gibt auch einen Sinn für Humor und die Resignation, weiterzumachen (,Dogs"). Diese Songs sind wunderschöne, brennende, südlich-gotische Zeugnisse der fortwährenden Gewalt, die es bedeutet, wach zu sein für die Welt um einen herum (,Lilac Whiskey Nose") und die Entschlossenheit, trotzdem wach zu bleiben (,Magic Again").
Man singt und es wird: Im Zuge eines Zusammenbruchs hat Max Gruber den Soloartist Drangsal gekillt und die Band Drangsal gegründet. Am Ende des Tunnels steht das im Juni 2025 erscheinende Album, Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen.
Seit über zehn Jahren sichelt Max Gruber mittlerweile die Zick-Zack-Schneise Drangsal durch die deutsche Poplandschaft: Harieschaim aus 2016, Zores aus 2018 und zuletzt Exit Strategy – das ihm 2021 Platz 6 der Albumcharts bescherte – erdachte Gruber größtenteils im Alleingang. Und dann war da noch etwas nach seiner Exit Strategy: Ein Zusammenbruch. Max Gruber wusste nicht mehr, ob und wenn ja, wie er weiter Drangsal machen will, veröffentlichte im Ullstein-Verlag sein literarisches Debüt »Doch«, gründete Die Benjamins, holte so gemeinsam mit Charlotte Brandi, Thomas Götz und Julian Knoth Hans-A-Plast Frontfrau Annette Benjamin aus dem Ruhestand und reaktivierte unlängst das 2016 mit Stella Sommer gegründete Duo Die Mausis.
Und doch, von innen wie von außen, immer wieder die Frage nach einem neuen Drangsal-Album. Wenn es denn überhaupt nochmal eines geben soll, erkannte Gruber, musste er die Arbeitsweise, auf deren Grundlage Drangsal-Songs entstehen, fundamental verändern. Auf alles Ringen folgte, was unvermeidbar war: Der Reset. Max Gruber hat den Soloartist Drangsal gekillt und die dreiköpfige Band Drangsal gegründet – zusammen mit zwei Mitmusikern, die ihn aus seinen Gewohnheiten gelöst haben: Lukas Korn und Marvin Holley.
Erstgenannter ist Gitarrist und Produzent, spielt in der Band Lyschko, produzierte zuletzt das Album silber von Mia Morgan und hat seit 2020 als Bassist an der Drangsal-Liveband partizipiert. Zweiterer studierte Jazz- und klassische Gitarre sowie Komposition in Stuttgart und Wien, stand mit Sam Vance-Law und Fil Bo Riva auf der Bühne und arrangierte für Film und Theater. Lukas Korn und Marvin Holley haben dafür gesorgt, dass sich die zentrale Figur im Kosmos Drangsal dreiteilt.
Das Liedermachen in Bandkonstellation ließ alle Angst platzen: Getragen von Euphorie nahmen Gruber, Holley und Korn ab Ende 2022 etliche Songskizzen und damit den Unterbau eines siebzehnteiligen Albums auf. Nach Kreativurlauben an der polnischen Grenze und Ostsee stand eine von Max Rieger produzierte und von Lukas Korn Co-produzierte vierte Drangsal-LP. Sie trägt den schwergängigen Titel Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen und erscheint im Juni 2025. Gruber, Holley und Korn haben sich auf das Credo so wenig wie möglich, so viel wie nötig verständigt – und dadurch einen Umbruch im Klangkosmos Drangsals manifestiert, der völlig neue Dynamiken mit sich bringt. Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen hält Leerstellen aus, in seinem Zentrum stehen, statt Synthesizer, Akustikgitarren, die immer wieder an der Grenze zu Blues und Jazz wandeln. Wo speziell auf Exit Strategy noch überzuckerter Synth-Pop preschte, ist nun Klavier zu hören; Orgel, Klavinet und Cembalo; Xylophon, Violinen und Celli; von Ralph Heidel gespielte Querflöten und Saxophone.
Dazwischen drei Episoden, in denen sich Gospel Chöre und Technobeats breitmachen. Max Rieger hat die drei dazu motiviert, Echtheit, auch Imperfektion im Moment der Aufnahme zuzulassen – und großen Anteil daran, dass »Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen« ein realistisches Abbild des Trios bietet. Die Stimmung? Dagegen eher ein Wechselbad. Max Gruber singt von Selbstentfremdung, vom Für und Wider des Stillstands, vom Sichhingeben und Sichwegschmeißen – mal auf deutsch, mal auf englisch, mal zart, mal angewidert. Grubers Stimme klingt, nach einer klassischen Gesangsausbildung, die der Einunddreißigjährige angetreten hat, zielbewusster. Umarmungen Marke »Ich hab von der Musik geträumt und Inkomplett treffen auf Gewitterwolken à la Mein Eid und dem Sophia-Blenda-Feature Mein Mo(nu)ment. Entlang rigoroser Entkernung und Hexenjagd geht es Bergab – für dich, für mich, für Max Gruber sowieso. Er ist über weite Teile der Platte hinweg auf der Flucht vor sich selbst, den alten Geistern, dem leidigen Wachzustand: Wär’ ich doch bloß nimmermehr erwacht, ich schliefe in ewigem Glück. Gruber sucht und sucht: Nach innerem Frieden, nach Gnade, nach unverbranntem Boden, nach neuen Versionen seiner Selbst – und das vergeblich. Immerhin scheinen Erinnerungen mit der Zeit zu verschwimmen: Grubers Worte – zu sich und zur Welt – klingen im hinteren Teil der Platte sanfter, vergebender, resümierender. Ein Schlüsselmoment? Das von der Schauspielerin Rosa Lembeck eingesprochene, Monolog artig formulierte Klanggedicht Rosa – Es ist so: Man singt und es wird.
"Layers of Afternoon" soll eine bestimmte Zeiterfahrung widerspiegeln - etwas Greifbares und zugleich Unbestimmtes, das gefühlt, aber nicht leicht beschrieben werden kann. Diese Momente tauchen oft in Mustern auf, manchmal mal kurz, mal lang anhaltend, aber immer prägend. Wir erkennen ihre Einzigartigkeit, und doch sehnt sich etwas Unbewusstes in uns danach, diese Muster zu erkennen und ihnen zu frönen. Vielleicht vermeiden wir es, über sie zu sprechen, weil wir befürchten, dass sie banal oder belanglos klingen, doch sie kehren oft in unsere Erinnerungen zurück und bieten uns kollektiven Trost. Für Keith Kenniff alias Goldmund kann die Sprache diese Erfahrungen kaum vermitteln; nur Kunst und Musik scheinen das, was sie besonders macht, am ehesten einzufangen. Kenniff erklärt: ,Mein Ziel für die Musik in Layers of Afternoon war es, diesen Zwischenraum zu finden und von dort aus zu schreiben, in der Hoffnung, meine Erfahrung der Welt als ideal zu vermitteln - frei von Zielen, musikalischer Ausbildung oder emotionaler Komplexität. Ich wollte diesen Raum aufsuchen und die Momente im Akt der Schöpfung frei schweben lassen." In Zusammenarbeit mit dem Geiger Scott Moore erschafft Kenniff eine Klanglandschaft die sich zwischen Nostalgie und flüchtiger Gegenwart bewegt und es dem Hörer ermöglicht, sich durch die verschwommenen Ränder der Erinnerung treiben zu lassen.
Die deutschen Epic-Doom-Metal-Meister Lord Vigo veröffentlichen im Mai 2025 ihr sechstes Studioalbum auf High Roller Records. Nach den von Presse und Fans gleichermaßen gefeierten "Danse De Noir" (2020) und "We Shall Overcome" (2022) handelt es sich bei "Walk The Shadows" mitnichten um den dritten Teil der begonnenen Trilogie. ""Walk The Shadows" steht für sich alleine und ist unabhängig von einem durchgehenden Konzept", erläutert Schlagzeuger, Sänger und Keyboarder Vinz Clortho. "Das war nach zwei doch sehr ausgefeilten Konzeptalben eine schöne Abwechslung für uns. Es hat wirklich Spaß gemacht." Stücke wie "Through A Glass Darkly", "Servant Of The Dark" oder "The Triumph Of The Killing Heart" verströmen eine Art von Gothic-Horror-Atmosphäre, die einem eklektischen Mix aus Sisters Of Mercy, Fields Of The Nephilim und sogar The Cure ziemlich nahe kommt. "Das kann man durchaus so ausdrücken", stimmt Vinz Clortho zu. "Das Album kombiniert viele verschiedene Stile und kreiert dadurch etwas ganz Neues. Meine Roots liegen im klassischen Metal, und dies in Kombination mit den düsteren Songs auf der neuen Platte ergibt eine komplett andere Richtung für Lord Vigo. Ich denke nicht, dass es ein Album gibt, das ähnlich wie "Walk The Shadows" klingt. Ich weiß nur nicht, ob das ein Vorteil oder ein Nachteil ist." "Der Song 'Walk The Shadows' ist die erste Single", erklärt Vinz. "Dazu haben wir auch ein Video gedreht. Jeder Song steht für sich. Deswegen ist es auch schwierig, bestimmte Nummern herauszuheben. 'El Hakim' ist zwölf Minuten lang, es ist nicht nur der längste Song des Albums, sondern auch der atmosphärisch dichteste. Ganz sicher einer meiner Favoriten." "Stilistisch ist das neue Album sehr wohl ein Sprung für uns" fährt Vinz fort. "Aber genau aus diesem Grund denke ich, dass es eine wegweisende Platte für uns werden kann. Es gibt Gruppen, die immer wieder das gleiche Album schreiben. Aber das sind nicht wir. Bei Lord Vigo klingt jede Scheibe anders. Diesmal haben wir unsere Komfortzone verlassen. Kommerziell mag das nicht unbedingt sinnvoll sein. Aber das ist uns ziemlich egal. Wir wollen Erfolg auf unser Weise. Stellenweise singe ich eine ganze Oktave tiefer als für gewöhnlich. Auch das ist ein Grund dafür, warum "Walk The Shadows" so klingt, wie es klingt."
»Ich denke immer wieder aufs Neue darüber nach, wie ich mich als Schlagzeug-spielender Bandleader so positionieren kann, dass das Instrument eine tragende Funktion einnimmt, dies aber auf eine musikalische Weise geschieht und auf keinen Fall als Zurschaustellung von Virtuosität«, sagt Wolfgang Haffner. Diese Haltung zieht sich als roter Faden durch seine gesamte Karriere - und auch durch »Life Rhythm«, sein zehntes Album auf ACT.
Und obwohl Haffners Musik gängigen Vorstellungen virtuoser Schlagzeug-Leader ganz bewusst widerspricht, steht das Instrument diesmal besonders im Fokus. Ausgangspunkt dafür war Wolfgang Haffners allererstes Solokonzert im Jahr 2022 auf Schloss Elmau. Er erinnert sich: »Das war eine Wahnsinns-Herausforderung bei der ich auch vor der Entscheidung stand: Spiele ich jetzt eine Stunde Schlagzeugsolo? Natürlich nicht! Also habe ich habe eine Menge melodisch klingender Perkussionsinstrumente eingebaut, Passagen live geloopt, mit Echos und Delays gearbeitet – im Grunde wie im Studio, nur eben auf der Bühne.« All dies brachte Haffner dazu, sich noch einmal auf ganz intensive Art mit dem Thema mit dem Instrument zu beschäftigen, welches ihn sein Leben lang begleitet. Und so haben alle Stücke auf »Life Rhythm« diesmal ihren Ursprung, nicht wie sonst bei Haffner, am Piano, sondern am Schlagzeug.
Das Ergebnis dieses Prozesses kann man gleich zum Auftakt von »Life Rhythm« auf dem Titeltrack erleben: Das Stück basiert auf einem hypnotischen Groove, bei dem nicht die Becken, wie sonst im Jazz üblich, die Time angeben, sondern vor allem die Trommeln. Das dieser Groove direkt Phil Collins und besonders an dessen Stück »Take Me Home« erinnert, ist kein Zufall: Collins' Art, Drum-Parts zu elementaren Teilen des Songwritings zu machen, ist bis heute eine von Haffners größten Inspirationen. Und auch jedes weitere der elf sehr kompakten, Song-haften Stücke auf »Life Rhythm« öffnet eine eigene Welt des musikalischen Schlagzeugspiels: Mal mal trocken-reduziert mit Besen wie auf »Balance«, poppig bei »Joy of Life«, mit filigranen Becken-Grooves, dezenter Elektronik und Percussion auf »Eternity« oder minimalis-tisch bis kurz vor der Stille in »Silence and Sound«.
Das aus all diesen Stilistiken ein so stimmiges Ganzes ent-steht liegt daran, das Wolfgang Haffner diese im Laufe seiner Karriere bis in die Tiefe durchdrungen hat - an der Seite von stilbildenden Charakteren wie Al Jarreau, Chaka Khan, Pat Metheny, Jan Garbarek, Esbjörn Svensson, Nils Petter Molvaer, Albert Mangelsdorff, Ricardo Villalobos und vielen, vielen mehr. All diese Kollaborationen haben Wolfgang Haffners Voka-bular am Instrument und auch als Komponist geprägt und die da-mit verbundenen, unterschiedlichsten Stile sind gleichermaßen Teil seiner musikalischen Persönlichkeit.
Vielseitigkeit und höchste Musikalität sind auch die Eigen-schaften, die Wolfgang Haffner und seine Mitmusiker auf »Life Rhythm« verbinden. Die Basis bildet ein bestens einges-pieltes Trio zusammen mit Keyboarder Simon Oslender, selbst auch Drummer und Bandleader, und Thomas Stieger, einem der gefragtesten deutschen Bassisten in Pop wie Jazz. Dazu kommen Trompeter Sebastian Studnitzky, Mitstreiter Haffners seit seinem ACT-Debüt »Shapes« und der Finne Arto Mikälä, eine echte Entdeckung in Sachen Klangvielfalt an der Gitarre. Diese Band herausragender Allrounder erweitert Haffner um eine Reihe musikalischer Charaktere, die der Musik ihre ganz eigene Farbe verleihen: Nils Landgren, Freund und Weggefährte seit mehr als 20 Jahren, Saxofon-Ikone Bill Evans, Sting-Gitarrist Dominic Miller, Balkan-Beat-Star Shantel, Bass-Feingeist Nicolas Fiszman, Oud-Virtuose Thomas Konstantinou und Bruno Müller, einer der besten deutschen Jazzgitarristen.
»Life Rhythm«, sagt Wolfgang Haffner, »ist für mich eine Fortsetzung, keine Wiederholung«. Die Musik trägt mit ihrer Wärme, Kraft und Klarheit die charakteristische Handschrift, die Haffner mit seinen Alben und auf tausenden von Konzerten in mehr als 100 Ländern zum wohl populärsten Schlagzeug-spielenden Leader Europas gemacht hat. Und gleichzeitig ist es eine Evolution seiner Musik. Gut möglich, dass Haffners Erfolg genau darin begründet ist, dass seine Musik immer etwas Ver-trautes und etwas Neues beinhaltet und dass Haffner sein Publikum so immer »mitnimmt« im Fluss seiner Ideen - und in einem gemeinsamen »Lebensrhythmus«
Fünf Jahre nach ihrem gefeierten Album 'forevher' meldet sich die britische Sängerin Shura mit ihrem dritten Studioalbum 'I Got Too Sad For My Friends' zurück. Eine Mischung aus Kammerpop, 60er-Jahre-Folk und Lagerfeuer-Americana, die Shuras introspektives Songwriting in eine weite Landschaft ausdehnt - ruhiger als der gefühlvolle Schwung von 'forevher' und rustikaler als der grüblerische Synthie-Pop ihres Debüts 'Nothing’s Real' aus dem Jahr 2016.
Obwohl das Album Themen wie Isolation, Traurigkeit und Depression bearbeitet, klingt es aber alles andere als niedergeschlagen - Shuras kristallklarer Gesang trifft auf eine warme, erdige Produktion. Shura dazu ganz selbst-ironisch: „Auch wenn es nicht unbedingt eine maximalistische Platte ist, was den Sound angeht, war der Ansatz für mich, die Platte mit maximaler Freude aufzunehmen - was urkomisch ist, denn es geht darum, unglücklich zu sein!“
Angegangen wie eine „Old-School-Platte“, die eher eine Performance als eine Produktion einfängt, wurde ein Großteil des Albums live aufgenommen, wobei Keys, Bass, Gitarre und Schlagzeug in einem Rutsch aufgenommen wurden. Nur der Gesang wurde separat aufgenommen - mit Ausnahme des sanften Funk-Tracks Ringpull.
Kurz nachdem True North ihr Debut Album “Out Loud” veröffentlichten, haben sich die Bandmitglieder schon wieder im Studio zusammengefunden und in den folgenden Monaten an gleich mehreren Songs gearbeitet. Mit ihrem ersten veröffentlichten Album, ihrem ersten Record Deal in der Tasche und ihrer ersten Tour im Rücken, war die junge Band voller Energie, Inspiration und neuer Erfahrungen, die True North’s Sound auf ein moderneres, perfektioniertes Level brachten.
Gitarrist Joel Ferber hat auch bei diesem Album die Produktion übernommen, und mit der Zeit hat sich eine Sammlung ihrer besten Arbeiten ganz natürlich zu ihrem zweiten Studioalbum gefügt. Der Titel “Either Way, The Sun’s Exploding” spiegelt eine gewisse, erzwungene Apathie der Bandmitglieder wider, so wie sie in ihren neuen Songs tiefer in ernstere Themen, musikalisch wie
textlich, eintauchen. Diese umfassen Herzschmerz, Angst, Demut, Selbstreflektion und die immer präsente Jagd nach Wachstum.
True North verbinden Elemente des Alt-Rock, Emo und Pop-Punk und kreieren einen einzigartigen Sound, der modern klingt und gleichzeitig nostalgisch werden lässt. Voll von eingängigen Melodien und emotionsgeladenen Texten.
SoiSong ist das helle, atemberaubende und kurzlebige Projekt, das 2007 von Ivan Pavlov (CoH) und Peter ,Sleazy" Christopherson (von Coil) gegründet wurde. Das Duo kombinierte Pavlovs kompromisslos visuelle digitale Ästhetik mit Sleazys dekadenter, düsterer und skurriler Herangehensweise an die Kreation. Die beiden benannten das Projekt nach dem thailändischen Wort für `zwei' (Song) sowie nach den schäbigen Rotlichtvierteln ("düstere Soi / Gasse") von Bangkok. Gemeinsam entwickelten sie eine einzigartige, elegante, aber eher kryptische Musiksprache. Das Debütalbum "xAj3z" von SoiSong ist eine digitale Referenz an den Jazz: scheinbar akustische, überschäumende, Grenzen sprengende, digitale Unterhaltung, in der Lichtstrahlen und tropische Hitze mit Nullen und Einsen unterlegt sind. Das Album ist ein definierendes Statement und ein Wegweiser für die Möglichkeiten in der (damals) entstehenden Musiklandschaft der späten 2000er. Ohne den Wunsch, kommerziell zu sein, war SoiSong nicht an die Konventionen einer einfach zu definierenden Verschlagwortung verpflichtet, und in ihrem eigenen, ,neuen, noch nicht kategorisierbaren Genre", wobei "xAj3z" ein Meisterwerk ist. "xAj3z" mischt frei Musikstile und kombiniert verschiedene Ansätze des Musizierens: Künstliche Vokalisten werden von echten Drums begleitet, Jazz-Noir-Arrangements treffen auf die zarte Melodik der Südsee, und Computer werden warm und organisch zum Klingen gebracht. Das Album zeigt keine offensichtliche Genre-Definition und zielt darauf ab, mit dem Hörer auf höchster emotionaler Intensität zu kommunizieren, oft lyrisch, manchmal dunkel, manchmal amüsant und sogar erhebend.
SoiSong ist das helle, atemberaubende und kurzlebige Projekt, das 2007 von Ivan Pavlov (CoH) und Peter ,Sleazy" Christopherson (von Coil) gegründet wurde. Das Duo kombinierte Pavlovs kompromisslos visuelle digitale Ästhetik mit Sleazys dekadenter, düsterer und skurriler Herangehensweise an die Kreation. Die beiden benannten das Projekt nach dem thailändischen Wort für `zwei' (Song) sowie nach den schäbigen Rotlichtvierteln ("düstere Soi / Gasse") von Bangkok. Gemeinsam entwickelten sie eine einzigartige, elegante, aber eher kryptische Musiksprache. Das Debütalbum "xAj3z" von SoiSong ist eine digitale Referenz an den Jazz: scheinbar akustische, überschäumende, Grenzen sprengende, digitale Unterhaltung, in der Lichtstrahlen und tropische Hitze mit Nullen und Einsen unterlegt sind. Das Album ist ein definierendes Statement und ein Wegweiser für die Möglichkeiten in der (damals) entstehenden Musiklandschaft der späten 2000er. Ohne den Wunsch, kommerziell zu sein, war SoiSong nicht an die Konventionen einer einfach zu definierenden Verschlagwortung verpflichtet, und in ihrem eigenen, ,neuen, noch nicht kategorisierbaren Genre", wobei "xAj3z" ein Meisterwerk ist. "xAj3z" mischt frei Musikstile und kombiniert verschiedene Ansätze des Musizierens: Künstliche Vokalisten werden von echten Drums begleitet, Jazz-Noir-Arrangements treffen auf die zarte Melodik der Südsee, und Computer werden warm und organisch zum Klingen gebracht. Das Album zeigt keine offensichtliche Genre-Definition und zielt darauf ab, mit dem Hörer auf höchster emotionaler Intensität zu kommunizieren, oft lyrisch, manchmal dunkel, manchmal amüsant und sogar erhebend.
Drei Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums "caroline" kommt jetzt ihr neues Album "caroline 2". Die Gruppe verbrachte 18 Monate mit verschiedenen Schreibsessions in Großbritannien, wobei die Aufnahmen hauptsächlich in den Big Jelly Studios in Ramsgate stattfanden. Produziert wurde das Album von Jasper Llewellyn, Casper Hughes, Mike O"Malley und Syd Kemp, gemischt von Jason Agel und gemastert von Heba Kadry. Das neue Album "caroline 2" beginnt mit einer lauten Gitarre, die den Sound und gleichsam die Marschroute für das neue Album vorgibt. Dabei gibt sich der Klangkosmos von caroline weiterhin als unergründlich. Voller euphorischer Tiefen und musikalischer Fallstricke, die einen zurück auf einen gemütlichen Soundteppich ziehen. Und dennoch klingt auch das neue unverkennbar nach der Band, die man nicht in Schubladen stecken kann. In gewisser Weise macht das zweite Album von caroline somit da weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat - das grandiose, selbstbetitelte Debüt von 2022 endete mit "Natural death", auf dem sie ebenfalls die Möglichkeiten von hypnotischen Gitarrenmustern erkundeten -, aber in vielen anderen Bereichen betreten sie Neuland. Das Ergebnis ist ein Album von außerordentlicher Tragweite, auf dem das Organische und das Künstliche, das Raue und das Schöne, das Ursprüngliche und das Verschwommene aufeinanderprallen und sich miteinander verbinden.
Die skandinavischen Wüstenrocker Kal-El präsentieren ihren neuen Epos 'Astral Voyager - Vol. 1'! Kal-El wurden 2012 in Norwegen gegründet und vermischen Stoner Rock, klassischen Metal, Psychedelic mit Doom Elementen und anspruchsvollen Science Fiction Themen in ihrem Sound. Klingt wie Truckfighters, Dozer oder Monster Magnet!
Die malische Ethnie der Dogon sind für ihre Tier-Masken und rituellen Tänze weltweit berüchtigt. Auch ihr unglaubliches astronomisches Wissen - wichtige Feste orientieren sich an der Laufbahn von Sirius B, einem mit bloßem Auge nicht zu erkennenden Planeten - lassen westliche Forscher seit über hundert Jahren rätseln. Aber hat man schon jemals von der Musik dieses Mythen-umrankten Volkes gehört? Petit Goro hat als erster Musiker die traditionellen Dogon-Rhythmen für ein junges, modernes Publikum aufbereitet, ja er ist der erste Popstar der Dogon überhaupt. Wenn er sich auf einer der Freiluftbühnen von Bamako seine Gitarre umhängt, dann wirbeln tausende von Tänzern den Staub auf. Es ist ein Sound, der bisweilen so klingt, als hätte es Junior Kimbrough, R.L. Burnside und die One-Chord-Vamps des Mississippi Hill Country Blues an den Niger verschlagen. Pentatonische Akkorde. Dogon-Chants. Und der Sog seiner Band - die mit Bass, Gitarre und traditioneller Perkussion Richtung Trance reitet. Petit Goro besingt dabei den Kampf um die eigene Kultur und Identität. Der Popstar ist das Aushängeschild einer neuen Bewegung : Die jungen Dogon haben angesichts der Bedrohung, - fast jede Woche wird ein Dogondorf von Dschihadisten attackiert - ihre gefährdeten animistischen Traditionen wiederentdeckt. Überall in Bamako sieht man Jugendliche stolz ihre Dogon-Tracht tragen. Petit Goro aber trägt ihre Botschaft in die Welt hinaus, rockt archaische Traditionen mit einem nie gehörten Dogon-Blues
Keine 400 Songs später und nach etlichen Konzerten geht das Solo Projekt des 19 jährigen Ennio De Caro namens AIN'T UR ENN den nächsten Schritt.Das Album LANGUISH erscheint am 30. Mai 2025 auf Tomatenplatten. Aufgenommen wurde im heimischen Schlafzimmer in Luzern. Das Tonstudio heisst Garage Band. Die erste Trennung wird in Musik gegossen. Ennio De Caro schreibt die Songs, spielt alle Instrumente und singt. Die Drums sind programmiert. Die Emotion ist direkt. Krankhaft traurig, desillusioniert und überbordend energetische klingen die Lieder, die im Frühsommer erscheinen. Das Album heisst LANGUISH. Die Musik ist nicht einzuordnen - Herzzerreißender Bedroom-Pop trifft auf Japanese influenced Hyper-Indie-Pop-Rock. Y2K - Cybercore-Ästhetik trifft auf Emo. Rock and Roll trifft auf Autotune a la Julian Casablanca. Ist das dann Nintendo-Rock? Oder Alex G. auf Crack?
2025 marks the triumphant return of Sitaro, the iconic track that once lit up dancefloors worldwide. Originally released in 2007 and championed by the likes of Carl Cox—earning its place on Carl Cox Ultimate (Universal Music)—Sitaro is back with a fresh 2K25 Edition on Move Recordings.
The Belgian techno duo End-Jy & Dimitri Andreas, known for their heavyweight releases on Lupp, Intec, Terminal M, Music Man, and Systematic, deliver an updated version of this melodic anthem. The remastered original brims with Sitaro's signature sound: hypnotic sitar riffs, emotive atmospheres, and a groove that’s as irresistible as ever—a true dancefloor odyssey packed with intensity and raw emotion.
And for the remix? Who better than Dimitri Andreas himself. With an illustrious career spanning decades and releases on Systematic, Music Man, Kling Klong, and Token, Andreas takes Sitaro to new heights. His remix is a masterclass in contemporary melodic techno, drawing comparisons to the work of Guy J, Sébastien Léger, and Roy Rosenfeld. Expect driving Latin-inspired percussion, lush synths, and dreamy soundscapes that seamlessly blend piano-laden breakdowns with deep, pulsating grooves.
The result is a stunning reinterpretation—eclectic yet cohesive, powerful yet delicate. Dimitri Andreas once again proves why he remains a pivotal figure in the global techno landscape.
Press play, and let the journey begin.
Early support from Lost Desert (All Day I Dream), Timo Maas (Systematic), Adriatique (Afterlife), Nick Varon (Sudbeat), Raw Main (Lost Miracle), Dclviii Ofc (Cod3qr), Alex Neri (Wildflower)…
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End-Jy - Sitaro (2K25 Edition) featuring Dimitri Andreas Remix
2025 marque le retour triomphal de Sitaro, le morceau emblématique qui a illuminé les pistes de danse du monde entier. Initialement sorti en 2007 et soutenu par des DJ comme Carl Cox—qui l’a même inclus dans Carl Cox Ultimate (Universal Music)—Sitaro fait son grand retour avec une toute nouvelle édition 2K25 sur Move Recordings.
Le duo techno belge End-Jy & Dimitri Andreas, connu pour leurs sorties majeures sur Lupp, Intec, Terminal M, Music Man et Systematic, propose une version actualisée de cet hymne mélodique. L’original remasterisé regorge de la sonorité signature de Sitaro : des riffs hypnotiques de sitar, des atmosphères émotionnelles, et un groove aussi irrésistible que jamais—une véritable odyssée sur la piste de danse, remplie d’intensité et d’émotion brute.
Et pour le remix ? Qui de mieux que Dimitri Andreas lui-même ? Avec une carrière illustre qui s’étend sur plusieurs décennies et des productions sur Systematic, Music Man, Kling Klong et Token, Andreas emmène Sitaro vers de nouveaux sommets. Son remix est une véritable masterclass de techno mélodique contemporaine, qui rappelle le travail de Guy J, Sébastien Léger et Roy Rosenfeld. Attendez-vous à des percussions latines entraînantes, des synthés luxuriants et des paysages sonores oniriques qui fusionnent parfaitement des breakdowns pianistiques avec des grooves profonds et pulsants.
Le résultat est une réinterprétation impressionnante—éclectique mais cohérente, puissante mais délicate. Dimitri Andreas prouve une fois de plus pourquoi il reste une figure incontournable du paysage techno mondial.
Appuyez sur play et laissez le voyage commencer.
Support de Lost Desert (All Day I Dream), Timo Maas (Systematic), Adriatique (Afterlife), Nick Varon (Sudbeat), Raw Main (Lost Miracle), Dclviii Ofc (Cod3qr), Alex Neri (Wildflower)…
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These New Puritans veröffentlichen am 23. Mai 2025 ihr neues Album "Crooked Wing"!
"Crooked Wing" ist das fünfte Album von These New Puritans und ihr erstes neues Studioalbum seit sechs Jahren. Produziert von Jack Barnett und seinem langjährigen Mitarbeiter und Bark-Psychosis-Pionier Graham Sutton, enthält es Gastauftritte einer eklektischen und unberechenbaren Reihe von Mitstreitern, von Caroline Polachek bis zum britischen Jazz-Kontrabassisten Chris Laurence.
Das neue Album des experimentellen Kult-Duos bietet einen Sound, der sowohl brutal als auch wunderschön klingt, und festigt TNPs Ruf für visionäre Musik, die sich jeder Kategorisierung und Konvention entzieht, während sie gleichzeitig tiefes Eintauchen und Hingabe belohnt.
Das zweite Album des irischen Bluesrock-Trio jetzt auf Vinyl! 2014 stieg es auf Position 12 in die irischen Albumcharts ein und ist eine brillante Reise voller Blues-Rock Power! Als Nachfolger zu dem 2012 veröffentlichten und von Kritikern vielbeachteten Debüt "Electric Soup"baut das zweite Album der Band, "Rumble Shake" auf diesem Erfolg auf und liefert 10 Bluesrock-Songs aus dem tiefen Süden Irlands. Wahre Geschichten und sündhaft gute Musik mit Gästen wie zum Beispiel der texanischen Legende RAY WYLIE HUBBARD. Aufgenommen wurde das Album in den Westland Studios in Dublin, während das Trio die Historie des Ortes in sich einsog - denn in diesem Studio haben schon Größen wie BOB DYLAN, HORSLIPS und THIN LIZZY ihre Platten machen lassen - und abgemischt in Texas von George Reiff (TEDESCHI TRUCKS BAND, THE BAND OF HEATHENS, RAY WYLIE HUBBARD). Christy O'Hanlon (Gitarre, Vocals), Stephen McGrath (Bass) und Gev Barrett (Drums, Background-Gesang, Perkussion) schrieben bis auf "Jessie Mae" (RAY WYLIE HUBBARD) alle Songs selbst und lassen den Bluesrock weiter Unvergänglichkeit atmen, ohne ihn dabei verstaubt klingen zu lassen.
Deerhoof haben sich schon vor langer Zeit als eine der großartigsten Rockgruppen des Planeten etabliert - wer das für übertrieben hält, hat noch nicht genug Zeit damit verbracht, Deerhoof zu hören - das wahnsinnig erfinderische Quartett behandelt jedes seiner neuen Alben als eine Gelegenheit zur kreativen Wiedergeburt. Und doch sind sie irgendwie auch zutiefst zuverlässig, eine seltsame, aber wahre Beschreibung für eine Band, die so kreativ rastlos ist. Man weiß nie, wie ein neues Deerhoof-Album klingen wird, außer dass es immer nach Deerhoof klingen wird. Die Band wird durch solche Paradoxien definiert, wie "Noble and Godlike in Ruin" erneut bestätigt. Ihr neuestes Album ist entweder ein Porträt einer Welt, die in monströsen Hass, Entmenschlichung und Dollarzeichen abgleitet, oder ein eindringliches Selbstporträt der Band als Monster: ein intelligentes, sensibles, hybrides Wesen, das unermüdlich von Liebe singt, sich aber zunehmend von dieser Welt entfremdet. Die Musik ist fröhlich und ahnungsvoll, kybernetisch und zutiefst menschlich, alles zugleich. Streicher, die an avantgardistische Kammermusik und klassische Horrorfilm-Soundtracks erinnern, prallen auf Gitarren- und Basslinien. Das Schlagzeug ist manchmal gefiltert und klingt fast elektronisch, aber kein Computer könnte einen so funkigen und dynamischen Rhythmus erzeugen, bei dem jede winzige Variation von einem Snare-Schlag zum nächsten Welten der Möglichkeiten vermittelt. An der Spitze steht die unnachahmliche Altstimme von Satomi Matsuzaki. Eine Stimme der Einsamkeit, deren schlichte Ruhe seltsam außerhalb des Mahlstroms der Band zu stehen scheint, zu dem sie mit ihren zackig-präzisen Bassläufen selbst beiträgt. Als Einwanderin der ersten Generation in den USA hat sie nie versucht, ihren japanischen Akzent oder ihre Karaoke-esken Vortrag zu verbergen. Auf "Noble und Godlike in Ruin" wirkt dies abwechselnd als Ausdruck von Einsamkeit und als kühle Provokation gegenüber Systemen der Unterdrückung und Kontrolle. ,Kindness is all I needed from you", singt sie auf dem epischen Albumabschluss ,Immigrant Songs`. ,But you think we're in your house." Nicht lange danach explodiert der Song, sein eng gewickelter Art-Pop macht Platz für mehrere Minuten heulenden Lärm. Auch wenn das Thema düster sein mag - wie könnte es anders sein - tragen die Songs trotzigen Optimismus in ihrer Weigerung, sich den Konventionen oder überlieferten Weisheiten zu beugen. Da ist diese berühmte Zeile von Dylan Thomas über das Wüten gegen das Sterben des Lichts: "Noble and Godlike in Ruin" fühlt sich ein wenig so an. Die Welt mag untergehen, aber Deerhoof gehen schwungvoll unter.
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Katagory V sind eine Progressive-Power-Metal-Band aus Salt Lake City in Utah. Anfang 1999 gegründet, sind bis dato fünf Studioalben erschienen: Auf "Present Day"(2001) folgten "A New Breed Of Rebellion" (2004), "The Rising Anger" (2006), "Hymns Of Dissension" (2007) und schließlich "Resurrect The Insurgence" (2015). Nun hat die Gruppe einen Vertrag mit High Roller Records unterschrieben, dessen erstes Resultat das brandneue Werk "Awaken A New Age Of Chaos" ist. Die Platte wurde von Dustin Mitchell (Bass), Curtis Morrell (Gitarre) und Matt Suiter (Schlagzeug) eingespielt, allesamt Teil der Originalbesetzung, plus Sänger Albert Rybka sowie Neuzugang Dan Coxey an der zweiten Gitarre. Das Album ist im Streamline Studio in Salt Lake City aufgenommen und von der Band selbst produziert worden. Für das Mastering zeichnete Alan Douches (Fates Warning, Cannibal Corpse) verantwortlich. Mit Riffmonstern wie "Empire Of Ignorance" und "Blood Siphon" oder melodischen Stücken wie "Absolute Divide" oder "Through Fate's Eyes" entpuppt sich "Awaken A New Age Of Chaos" als Meisterwerk des modernen Progressive Power Metal. In der Vergangenheit wurden Katagory V gerne mit Fates Warning, Queensryche, Hades, Sanctuary und Lethal verglichen. Laut Bassist und Gründungsmitglied Dustin Mitchell durchaus zutreffend: "Die genannten Bands haben uns ganz ohne Zweifel beeinflusst. Aber auch eine Menge Speed-, Thrash- und Doom-Bands der späten Achtziger und frühen Neunziger. Dazu Thrash-Metal-Gruppen der alten Schule - Realm, Death Angel, Helstar, Flotsam & Jetsam sowie Atrophy - und ferner auch härtere Melodic-Hardrock-Formationen, speziell aus Deutschland, da denke ich an Bonfire oder Jaded Heart." Das sollte all denjenigen, die mit Katagory V noch nicht vertraut sind, einen guten Eindruck davon geben, wie die Band klingt. Alles in allem ist das neue Werk "Awaken A New Age Of Chaos" von einer überraschend dunklen Grundstimmung geprägt: "Oh ja, dem stimme ich ausdrücklich zu", bestätigt Dustin Mitchell. "Diese Platte ist viel düsterer und auch zorniger als alles, was wir in der Vergangenheit gemacht haben, vielleicht mit Ausnahme unseres zweiten Albums. Im Verlauf unserer Karriere haben wir einige Tiefschläge einstecken müssen, weswegen die Band die letzten zehn Jahre auf Eis gelegen hat. Es ist also nur natürlich, dass sich die Wut darüber auch in unser neuen Musik Ausdruck verschafft hat."
Katagory V sind eine Progressive-Power-Metal-Band aus Salt Lake City in Utah. Anfang 1999 gegründet, sind bis dato fünf Studioalben erschienen: Auf "Present Day"(2001) folgten "A New Breed Of Rebellion" (2004), "The Rising Anger" (2006), "Hymns Of Dissension" (2007) und schließlich "Resurrect The Insurgence" (2015). Nun hat die Gruppe einen Vertrag mit High Roller Records unterschrieben, dessen erstes Resultat das brandneue Werk "Awaken A New Age Of Chaos" ist. Die Platte wurde von Dustin Mitchell (Bass), Curtis Morrell (Gitarre) und Matt Suiter (Schlagzeug) eingespielt, allesamt Teil der Originalbesetzung, plus Sänger Albert Rybka sowie Neuzugang Dan Coxey an der zweiten Gitarre. Das Album ist im Streamline Studio in Salt Lake City aufgenommen und von der Band selbst produziert worden. Für das Mastering zeichnete Alan Douches (Fates Warning, Cannibal Corpse) verantwortlich. Mit Riffmonstern wie "Empire Of Ignorance" und "Blood Siphon" oder melodischen Stücken wie "Absolute Divide" oder "Through Fate's Eyes" entpuppt sich "Awaken A New Age Of Chaos" als Meisterwerk des modernen Progressive Power Metal. In der Vergangenheit wurden Katagory V gerne mit Fates Warning, Queensryche, Hades, Sanctuary und Lethal verglichen. Laut Bassist und Gründungsmitglied Dustin Mitchell durchaus zutreffend: "Die genannten Bands haben uns ganz ohne Zweifel beeinflusst. Aber auch eine Menge Speed-, Thrash- und Doom-Bands der späten Achtziger und frühen Neunziger. Dazu Thrash-Metal-Gruppen der alten Schule - Realm, Death Angel, Helstar, Flotsam & Jetsam sowie Atrophy - und ferner auch härtere Melodic-Hardrock-Formationen, speziell aus Deutschland, da denke ich an Bonfire oder Jaded Heart." Das sollte all denjenigen, die mit Katagory V noch nicht vertraut sind, einen guten Eindruck davon geben, wie die Band klingt. Alles in allem ist das neue Werk "Awaken A New Age Of Chaos" von einer überraschend dunklen Grundstimmung geprägt: "Oh ja, dem stimme ich ausdrücklich zu", bestätigt Dustin Mitchell. "Diese Platte ist viel düsterer und auch zorniger als alles, was wir in der Vergangenheit gemacht haben, vielleicht mit Ausnahme unseres zweiten Albums. Im Verlauf unserer Karriere haben wir einige Tiefschläge einstecken müssen, weswegen die Band die letzten zehn Jahre auf Eis gelegen hat. Es ist also nur natürlich, dass sich die Wut darüber auch in unser neuen Musik Ausdruck verschafft hat."
Mit seinem ersten Full Length Album "Ruinenkampf" begibt sich Das Kinn auf einen musikalischen Parforceritt durch die Ruinen unserer Zeit. Mittels Kickbox Phonetik und Elektronik Armada führt es uns durch eindringliche Klanglandschaften irgendwo zwischen DAF, den Kosmischen Kurieren und Frankfurter Bahnhofsviertel. Beats auf Anschlag. Knochen klappern. Die Orgel leiert. Warme Synthlines, gespielt von kalten Händen. Ein Saxophon sinniert über das Danach. Hymnen für den Abriss. Musik zum feierlichen Untergang. Toben Piel geht gern auf Friedhöfe. Orte der Ruhe und Idylle. Abstand finden, Vergänglichkeit erahnen. Das Danach als konkreten Ort erkunden. Auch sein Debut-Album "Ruinenkampf" stammt aus diesem Mindset. Dort geht er in Distanz, um dann mit Anlauf auf den Punkt zu kommen. Nach Ruhe und Idylle klingt das nicht. Kassettenszene, 80er Jahre, Stakkatogesang, Synths zwischen DAF und den Kosmischen Kurieren. Ästhetik des Untergrunds. Reißende Melodieströme, Raffinesse, unentwegt pendelnd zwischen Hymne und Abriss. Dieser krasse, erhobene Kraftgesang. Acht Stücke Zuhören, ohne eine Sekunde des Abdriftens. Wie geht das? Wie erschafft man so etwas? Nun, der Mit-40er aus FFM, jung geblieben und hungrig, hat eben gut gelernt: Bei Antitainment (2005-2010), danach zusammen mit der großen Charlotte Simon bei les trucs, im Kontext seines Kassettenlabels MMODEMM, aber auch als Musiker für diverse Theaterbühnen. Zum ersten Mal hat er mit DAS KINN nun das Gefühl, Musik im Sinne einer Selbstbefreiung hervorgebracht zu haben. Vielleicht liegt das am Alter. Da, wo er zuvor oft verkopfte, die Kontrolle suchte, Dinge zerdachte, nicht aufhören konnte im Sinne eines Perfektionismus, hat er sich diesmal ein loses Konzept grundiert, um dieser Selbsterkenntnis entgegenzutreten: Schnelligkeit. Fokus. Abschluss, Absprung. Nicht in Abwertung seines bisherigen Werkes - sondern vielmehr im Sinne einer Geistesgegenwärtigkeit, diese Erfahrungen walten zu lassen, ohne sich ihrer bewusst zu sein. Es ist ihm äußerst gut gelungen!
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Eindrucksvolles Debütalbum der US-Power-Melodic-Metal-Formation Behölder! 'In The Temple Of The Tyrant' bietet 8 Tracks und vereint kolossale, imposanten Riffs, eindringliche, majestätische Melodien und kraftvollem Gesang, der von düster bis grandios reicht. Klingt wie Candlemass, Momento Mori, Solitude Aeturnus oder Sorcerer.
Die griechischen Progressive Rocker King Garcia präsentieren ihr Debütalbum 'Hamelin'. Wenn Ennio Morricone eine Band mit Russian Circles gründen würde, würde sie wahrscheinlich genauso klingen! Eine Empfehlung für Fans von Bands wie Russian Circles, V.I.C. und Mogwai.
"Kein Hinterfragen, kein Überdenken. Ich möchte mein Leben so leben, dass ich die Dinge tue, die mir wichtig sind, und ich denke, dass jeder so leben sollte", sagt Mei Semones über ihr gestärktes Selbstvertrauen. Die 24-jährige Songwriterin und Gitarristin aus Brooklyn hat sich durch die kontinuierliche Verfeinerung ihrer unverwechselbaren Mischung aus Indierock, Bossa Nova, Jazz und Kammerpop, die ihre technischen Fähigkeiten auf der Gitarre unterstreicht, schnell als innovative musikalische Kraft etabliert. Seit der Veröffentlichung ihrer hochgelobten "Kabutomushi"-EP im Jahr 2024, einer Reihe von üppig instrumentierten Reflexionen über die Liebe in ihren vielen Phasen, ist Mei ausgiebig durch die USA getourt, hat sich dort eine treue Fangemeinde aufgebaut und ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum "Animaru" geschrieben und aufgenommen. Animaru bedeutet ,Tier' auf Japanisch und ist die Verkörperung von Meis tieferem Vertrauen in ihre Instinkte - eine Sammlung von musikalisch beeindruckenden Tracks, die Mei abenteuerlicher, verletzlicher und selbstbewusster klingen lassen als je zuvor. Meis neues Selbstbewusstsein ist zum Teil auf die Erfahrungen des vergangenen Jahres zurückzuführen, denn 2024 war ein Jahr der Veränderung für die Band Mei Semones. Sie traten unter anderem mit Liana Flores, Elephant Gym und Kara Jackson auf, und Mei ging dazu über, Vollzeit Musik zu machen. Inmitten der häufigen Tourneen nahmen Mei und ihre fünfköpfige Band das Album im Sommer 2024 in der Ashlawn Recording Company auf, einem Farmstudio in Connecticut, das von ihrem Freund Charles Dahlke betrieben wird. Zu diesen Sessions brachte sie eine Reihe von Stücken mit, die, nicht anders als Kabutomushi, raffinierte Erklärungen einer nicht-romantischen Liebe sind: Liebe zum Leben ("Dumb Feeling"), Liebe zur Familie ("Zarigani"), Liebe zur Musik und zu ihrer Gitarre ("Tora Moyo"). Animaru veranschaulicht Meis bezaubernde Bandbreite als Songwriterin und Musikerin und enthält einige der anspruchsvollsten und einfachsten Lieder, die Mei je geschrieben hat. Die schlichteren Momente auf Animaru sind ebenso fesselnd wie wenn Mei auf der Gitarre schreddert oder ihre Bandkollegen ein kompliziertes Arrangement ausführen. "Donguri", eine reduzierte Jazz-Duo-Performance zwischen Akustikgitarre und Kontrabass, ist der einfachste Song, den Mei je geschrieben hat. Er wird von Mei zum Leben erweckt, indem sie auf süße Weise (meist auf Japanisch) beschreibt, wie sie sich das Leben als Waldbewohner vorstellt. Das vorletzte Stück des Albums, das helle, spritzige "Zarigani", ist eine nostalgische Liebeserklärung an ihre Zwillingsschwester, in der Mei singt: "We'll always have each other / I love you like my guitar / I love you like no other". Obwohl "Animaru" ein Statement für Meis Autonomie und Selbstvertrauen an diesem Punkt in ihrem Leben ist, sind es die verschiedenen Lieben, mit denen sie sich umgibt - ihre Familie, ihre Freunde, ihre Band, ihre Musik - die sie dazu befähigen, Dinge zu tun, die sie sich wünscht.
"Kein Hinterfragen, kein Überdenken. Ich möchte mein Leben so leben, dass ich die Dinge tue, die mir wichtig sind, und ich denke, dass jeder so leben sollte", sagt Mei Semones über ihr gestärktes Selbstvertrauen. Die 24-jährige Songwriterin und Gitarristin aus Brooklyn hat sich durch die kontinuierliche Verfeinerung ihrer unverwechselbaren Mischung aus Indierock, Bossa Nova, Jazz und Kammerpop, die ihre technischen Fähigkeiten auf der Gitarre unterstreicht, schnell als innovative musikalische Kraft etabliert. Seit der Veröffentlichung ihrer hochgelobten "Kabutomushi"-EP im Jahr 2024, einer Reihe von üppig instrumentierten Reflexionen über die Liebe in ihren vielen Phasen, ist Mei ausgiebig durch die USA getourt, hat sich dort eine treue Fangemeinde aufgebaut und ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum "Animaru" geschrieben und aufgenommen. Animaru bedeutet ,Tier' auf Japanisch und ist die Verkörperung von Meis tieferem Vertrauen in ihre Instinkte - eine Sammlung von musikalisch beeindruckenden Tracks, die Mei abenteuerlicher, verletzlicher und selbstbewusster klingen lassen als je zuvor. Meis neues Selbstbewusstsein ist zum Teil auf die Erfahrungen des vergangenen Jahres zurückzuführen, denn 2024 war ein Jahr der Veränderung für die Band Mei Semones. Sie traten unter anderem mit Liana Flores, Elephant Gym und Kara Jackson auf, und Mei ging dazu über, Vollzeit Musik zu machen. Inmitten der häufigen Tourneen nahmen Mei und ihre fünfköpfige Band das Album im Sommer 2024 in der Ashlawn Recording Company auf, einem Farmstudio in Connecticut, das von ihrem Freund Charles Dahlke betrieben wird. Zu diesen Sessions brachte sie eine Reihe von Stücken mit, die, nicht anders als Kabutomushi, raffinierte Erklärungen einer nicht-romantischen Liebe sind: Liebe zum Leben ("Dumb Feeling"), Liebe zur Familie ("Zarigani"), Liebe zur Musik und zu ihrer Gitarre ("Tora Moyo"). Animaru veranschaulicht Meis bezaubernde Bandbreite als Songwriterin und Musikerin und enthält einige der anspruchsvollsten und einfachsten Lieder, die Mei je geschrieben hat. Die schlichteren Momente auf Animaru sind ebenso fesselnd wie wenn Mei auf der Gitarre schreddert oder ihre Bandkollegen ein kompliziertes Arrangement ausführen. "Donguri", eine reduzierte Jazz-Duo-Performance zwischen Akustikgitarre und Kontrabass, ist der einfachste Song, den Mei je geschrieben hat. Er wird von Mei zum Leben erweckt, indem sie auf süße Weise (meist auf Japanisch) beschreibt, wie sie sich das Leben als Waldbewohner vorstellt. Das vorletzte Stück des Albums, das helle, spritzige "Zarigani", ist eine nostalgische Liebeserklärung an ihre Zwillingsschwester, in der Mei singt: "We'll always have each other / I love you like my guitar / I love you like no other". Obwohl "Animaru" ein Statement für Meis Autonomie und Selbstvertrauen an diesem Punkt in ihrem Leben ist, sind es die verschiedenen Lieben, mit denen sie sich umgibt - ihre Familie, ihre Freunde, ihre Band, ihre Musik - die sie dazu befähigen, Dinge zu tun, die sie sich wünscht.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 gehören Nightfall neben Rotting Christ und Septicflesh zu den Pionieren des griechischen Metal. Die legendäre Death-Metal-Band aus Athen klingt so rachsüchtig wie eh und je. Doch unterstützt von einer monumentalen Produktion und einer kraftvollen Botschaft ist ihr elftes Studioalbum ihr bisher düsterstes und epischstes Werk.
Wie ihre Zeitgenossen verweben Nightfall Gothic-Melodien mit geschwärztem Death Metal. Children of Eve enthält die infektiöseste Sammlung von Hooks, die die Band je geschaffen hat, dank des Mixings und Masterings von Jacob Hansen. Der maskierte Frontmann Efthimis Karadimas, bewaffnet mit Mantel und Dolch, befehligt die Leadsingle "I Hate" hinter Blastbeats, die wie ein Schwarm Pfeile fliegen.
Aber Children of Eve wäre nicht Nightfall, wenn sie nicht auch eine tiefere Botschaft hätten. Während "The Cannibal" vor göttlichem Tremolo-Picking nur so strotzt, geht es im Text darum, wie religiöse Strukturen und Fanatismus einen verschlingen können. "I hold the power / to explain your screams", heult Efthimis mit abschreckender Intensität.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 gehören Nightfall neben Rotting Christ und Septicflesh zu den Pionieren des griechischen Metal. Die legendäre Death-Metal-Band aus Athen klingt so rachsüchtig wie eh und je. Doch unterstützt von einer monumentalen Produktion und einer kraftvollen Botschaft ist ihr elftes Studioalbum ihr bisher düsterstes und epischstes Werk.
Wie ihre Zeitgenossen verweben Nightfall Gothic-Melodien mit geschwärztem Death Metal. Children of Eve enthält die infektiöseste Sammlung von Hooks, die die Band je geschaffen hat, dank des Mixings und Masterings von Jacob Hansen. Der maskierte Frontmann Efthimis Karadimas, bewaffnet mit Mantel und Dolch, befehligt die Leadsingle "I Hate" hinter Blastbeats, die wie ein Schwarm Pfeile fliegen.
Aber Children of Eve wäre nicht Nightfall, wenn sie nicht auch eine tiefere Botschaft hätten. Während "The Cannibal" vor göttlichem Tremolo-Picking nur so strotzt, geht es im Text darum, wie religiöse Strukturen und Fanatismus einen verschlingen können. "I hold the power / to explain your screams", heult Efthimis mit abschreckender Intensität.
Bacao Rhythm & Steel Band, das mysteriöse Steel-Pan-Outfit aus Hamburg, machte 2024 von sich reden, als der französische Film „Anatomy of a Fall“ einen Oscar für das beste Originaldrehbuch gewann. Bacaos Cover von 50 Cents „PIMP“ war prominent in dem Film vertreten und spielte eine so große Rolle in der Handlung, dass es zum Synonym für den Erfolg des Films wurde. Später sorgten sie dafür, dass bei der Oscar-Verleihung zum ersten Mal Steel Pans im Orchestergraben auftauchten, um die Melodie zu spielen, als die Regisseurin Justine Triet die Bühne betrat, um den Preis entgegenzunehmen. All dies brachte Bacao eine Menge neuer Fans und ließ die Streaming-Zahlen von „PIMP“ auf weit über 40 Millionen steigen. Der Song erschien erstmals 2008 auf dem eigenen Mocambo-Imprint von Bandleader Bjorn Wagner und wird oft mit dem Original-Sample verwechselt, aus dem 50 Cent seinen Hit gemacht hat. Abgesehen von den Auszeichnungen und internationalem Ruhm ist „PIMP“ buchstäblich nur die Spitze des Eisbergs von Bacao. Mit vier Alben und einem großen Stapel 7"-Singles, die zu Grundnahrungsmitteln für DJs auf der ganzen Welt geworden sind, sind sie, seit sie bei Big Crown unter Vertrag stehen, sehr produktiv gewesen. Trotz der ständigen Veröffentlichungen und des umfangreichen Katalogs hat jede Aufnahmesession mehr Früchte getragen, als auf ein Album passen, so dass mehr als nur eine Handvoll Songs im Tresor lagert. „Big Crown Vaults Vol. 4“ gibt den meisten dieser Stücke eine angemessene Pressung und Veröffentlichung. Das Album beginnt mit ihrer Coverversion des Bob James Klassikers „Nautilus“, ein „Must Have“ für alle Hip-Hop- und Breakbeat-Fans. Sie bleiben auf dem Gaspedal und geben dem Khruangbin-Klassiker „Maria También“ die BRSB-Behandlung mit ihren charakteristischen basslastigen Drums, die die Energie des Stücks in eine völlig neue Dimension bringen. Berühmt dafür, bei der Neuinterpretation von Material tief in den Kisten zu wühlen, nehmen sie sich als nächstes den von J Dilla produzierten Royce Da 5'9"' Track ‚Let's Grow‘ vor. Dann gibt es „PIMP (Version)“, ursprünglich die B-Seite der Erstpressung von „PIMP“, auf der sie ihrer Originalaufnahme eine ordentliche Dub-Behandlung mit Melodica und Bandecho verpassen. Sie erhöhen das Tempo und den Funk mit „Great To Be Here“ von den Jackson 5 und tauchen mit dem Billy-Jones-Tanzflächenbrenner „Lookout Baby (Here I Come)“ wieder tief in die Dunkelheit ein. Während ein Teil des Reizes eines neuen Bacao Rhythm & Steel Band-Albums darin besteht, herauszufinden, welche Coversongs sie aufnehmen werden, ist es ebenso faszinierend zu sehen, welche originellen Melodien sie ausgearbeitet haben. „BCR Vaults Vol. 4“ enthält zwar nur ein einziges Original, „Kaiso Noir“, aber es ist ein Up-Tempo-Kracher, der wie eine Mischung aus einem B-Boy-Break und einem James-Bond-Score klingt. Diese Sammlung von Songs umfasst den Zeitraum von 2008 bis 2023 und lässt eine Vielzahl von Genres von Hip-Hop über Jazz bis hin zu Soul und Pop durch die Bacao-Linse laufen. Die Band arbeitet bereits an ihrem 5. Studioalbum, und diese Zusammenstellung dürfte die perfekte Überbrückung für die Fans sein, bis es erscheint.
Jan Jelinek plays The Carpenters, concert by Jan Jelinek for four loudspeakers, 20th July 2022 at Uferstudio 1, Berlin.
For this live performance, Jelinek used a sample from the song “’ * ***” by The Carpenters. Towards the end of the 1st half, the original source sample emerges from the dense arrangement of processed loops and reveals its identity, a moment that recalls awakening from deep hypnosis. The 2nd half of the performance zooms in further on the source material, leading to a complete dissolution of any referentiality.
faitiche edition is a series of concerts on tape cassette. The recordings are NOT available digitally. Buyers/owners of the tape can send a photo of their cassette by email to info@faitiche.de (Subject: “das digitale Konzert”) to receive a Bandcamp download code free of charge.
The concert was part of “TetraTon - A concert evening in quadraphonic”. The same evening, there was also a concert by Liz Allbee & Sabine Ercklentz entitled “Close-Up”. The event received support from the Initiative Neue Musik Berlin.
sound recording: Jan Jelinek
drawings: Vincent Klingelhöfer
photo: Udo Siegfriedt
layout: Tim Tetzner
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Pop-Singer-Songwriter Marlon Hammer kündigt für das Frühjahr 2025 sein Debütalbum »Szenarien« an und macht schon mit seiner ersten EP deutlich: Hier ist einer, der sich etwas traut. 2022 veröffentlicht er »44803 Bochum 2«, ein Titel, der sich auf das Studioalbum »4630 Bochum« von Herbert Grönemeyer aus dem Jahr 1984 bezieht.
Und auch wenn direkte Vergleiche mit lebenden Ikonen immer dünnes Eis sind: Einige Parallelen lassen sich kaum von der Hand weisen. Marlon Hammer ist ein Kind des Ruhrpotts, und der Bochumer bringt einige unverkennbare Merkmale mit. Seine Stimme sticht aus der Masse heraus – sonor, markant, immer leicht belegt –, seine Texte machen mit kleinen Alltagsbeobachtungen große Bilder auf und, typisch Ruhrpott: Er singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.
»Ich fass dich nicht« heißt die erste Single aus dem kommenden Debütalbum »Szenarien«, das am 11. April 2025 bei Telamo / BMG erscheint. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer rasanten Entwicklung, die dem Pop-Singer-Songwriter in den letzten zwei Jahren eine schnell wachsende Fangemeinde, erfolgreiche Singles wie »Angenehm kühl« und mediale Präsenz bescherte, zuletzt etwa in der VOX-Primetime-Show »The Piano« (wo er neben seiner eigenen Single »Zu dir fällt mir nichts mehr ein« Grönemeyers Song »Halt mich« am Piano sang). Dabei entspann sich zwischen Igor Levit und Mark Foster beim heimlichen Beobachten von Marlons Performance folgender Dialog:
»Das ist gut. Das ist mehr als gut!« (Mark Forster)
»Er klingt nicht wie ein 19-Jähriger.« (Igor Levit)
»Er klingt wie ein 19-Jähriger mit einer geilen Stimme.« (Mark Forster)
»Besonderer Typ.« (Igor Levit)
Kann man so stehen lassen. Und beliebig ergänzen, denn Marlon Hammer ist für seine (mittlerweile) 20 Jahre tatsächlich ein beeindruckend kompletter Künstler. Und wie bei jedem Ausnahmetalent steckt auch dahinter: viel Arbeit. »Ich habe wirklich mega jung angefangen, Straßenmusik zu machen«, erzählt Marlon. Was damals den praktischen Nebeneffekt hatte, sein Taschengeld aufzubessern, ist heute der Grund dafür, dass er ein echtes Multitalent ist: Marlon spielt Gitarre und Klavier, schreibt seine Musik und Texte selbst und hat ein außergewöhnliches Gespür für gute Hooklines.
Wie macht man als gefeierter Progressive-Rock-Musiker, der schon Dutzende von Alben produziert hat, ein Album, das anders ist als das, was man normalerweise erwartet? Eine Antwort ist, mit Musikern zusammenzuarbeiten, die ebenfalls über jahrzehnte-lange Erfahrung und weltweite Anerkennung verfügen, ein paar Samen zu säen und dann abzuwarten, was passiert. Für das Projekt Cosmic Cathedral und das Debütalbum "Deep Water" hat Neal Morse genau das getan und sich mit Chester Thompson (Genesis), Phil Keaggy und Byron House zusammengetan. Ein Großteil des Albums entstand in Jam-Sessions, aus denen Mor-ses langjähriger Audiopartner Jerry Guidroz die besten Stücke zusammenstellte, wie zum Beispiel das 38-minütige Epos "Deep Water Suite". "Auch Time To Fly", so Morse, "entstand direkt aus einer dieser Jam-Sessions, bei der wir eine von Phils Ideen aufgriffen und zu viert weiter ausarbeiteten. Herausgekommen ist ein eher Groove-orientiertes Album, das Morse als eine Art "Prog meets Yacht Rock meets The Beatles" bezeichnet, mit einem unverkennbaren Jazz-Fusion-Einfluss: "Diese Jungs sind echte Groover: Selbst wenn sie Prog spielen, klingt es eher wie Steely Dan, aber wenn Phil und ich anfangen zu singen, klingt es wie The Beatles! Erhältlich als Limited CD Digipak, Gatefold 2LP & Digital Album.
Deerhoof haben sich schon vor langer Zeit als eine der großartigsten Rockgruppen des Planeten etabliert - wer das für übertrieben hält, hat noch nicht genug Zeit damit verbracht, Deerhoof zu hören - das wahnsinnig erfinderische Quartett behandelt jedes seiner neuen Alben als eine Gelegenheit zur kreativen Wiedergeburt. Und doch sind sie irgendwie auch zutiefst zuverlässig, eine seltsame, aber wahre Beschreibung für eine Band, die so kreativ rastlos ist. Man weiß nie, wie ein neues Deerhoof-Album klingen wird, außer dass es immer nach Deerhoof klingen wird. Die Band wird durch solche Paradoxien definiert, wie "Noble and Godlike in Ruin" erneut bestätigt. Ihr neuestes Album ist entweder ein Porträt einer Welt, die in monströsen Hass, Entmenschlichung und Dollarzeichen abgleitet, oder ein eindringliches Selbstporträt der Band als Monster: ein intelligentes, sensibles, hybrides Wesen, das unermüdlich von Liebe singt, sich aber zunehmend von dieser Welt entfremdet. Die Musik ist fröhlich und ahnungsvoll, kybernetisch und zutiefst menschlich, alles zugleich. Streicher, die an avantgardistische Kammermusik und klassische Horrorfilm-Soundtracks erinnern, prallen auf Gitarren- und Basslinien. Das Schlagzeug ist manchmal gefiltert und klingt fast elektronisch, aber kein Computer könnte einen so funkigen und dynamischen Rhythmus erzeugen, bei dem jede winzige Variation von einem Snare-Schlag zum nächsten Welten der Möglichkeiten vermittelt. An der Spitze steht die unnachahmliche Altstimme von Satomi Matsuzaki. Eine Stimme der Einsamkeit, deren schlichte Ruhe seltsam außerhalb des Mahlstroms der Band zu stehen scheint, zu dem sie mit ihren zackig-präzisen Bassläufen selbst beiträgt. Als Einwanderin der ersten Generation in den USA hat sie nie versucht, ihren japanischen Akzent oder ihre Karaoke-esken Vortrag zu verbergen. Auf "Noble und Godlike in Ruin" wirkt dies abwechselnd als Ausdruck von Einsamkeit und als kühle Provokation gegenüber Systemen der Unterdrückung und Kontrolle. ,Kindness is all I needed from you", singt sie auf dem epischen Albumabschluss ,Immigrant Songs`. ,But you think we're in your house." Nicht lange danach explodiert der Song, sein eng gewickelter Art-Pop macht Platz für mehrere Minuten heulenden Lärm. Auch wenn das Thema düster sein mag - wie könnte es anders sein - tragen die Songs trotzigen Optimismus in ihrer Weigerung, sich den Konventionen oder überlieferten Weisheiten zu beugen. Da ist diese berühmte Zeile von Dylan Thomas über das Wüten gegen das Sterben des Lichts: "Noble and Godlike in Ruin" fühlt sich ein wenig so an. Die Welt mag untergehen, aber Deerhoof gehen schwungvoll unter.
Wie macht man als gefeierter Progressive-Rock-Musiker, der schon Dutzende von Alben produziert hat, ein Album, das anders ist als das, was man normalerweise erwartet? Eine Antwort ist, mit Musikern zusammenzuarbeiten, die ebenfalls über jahrzehnte-lange Erfahrung und weltweite Anerkennung verfügen, ein paar Samen zu säen und dann abzuwarten, was passiert. Für das Projekt Cosmic Cathedral und das Debütalbum "Deep Water" hat Neal Morse genau das getan und sich mit Chester Thompson (Genesis), Phil Keaggy und Byron House zusammengetan. Ein Großteil des Albums entstand in Jam-Sessions, aus denen Mor-ses langjähriger Audiopartner Jerry Guidroz die besten Stücke zusammenstellte, wie zum Beispiel das 38-minütige Epos "Deep Water Suite". "Auch Time To Fly", so Morse, "entstand direkt aus einer dieser Jam-Sessions, bei der wir eine von Phils Ideen aufgriffen und zu viert weiter ausarbeiteten. Herausgekommen ist ein eher Groove-orientiertes Album, das Morse als eine Art "Prog meets Yacht Rock meets The Beatles" bezeichnet, mit einem unverkennbaren Jazz-Fusion-Einfluss: "Diese Jungs sind echte Groover: Selbst wenn sie Prog spielen, klingt es eher wie Steely Dan, aber wenn Phil und ich anfangen zu singen, klingt es wie The Beatles! Erhältlich als Limited CD Digipak, Gatefold 2LP & Digital Album.
Einst waren Rialto unverletzlich ("Untouchable"), sind aber bereits Ende der 90er erst morgens nach fünf heimgekommen ("Monday Morning 5.19"), nun kündigen die britischen Kult-Britpopper ihr erstes neues Album seit 24 Jahren an: "Neon & Ghost Signs" wird im April 2025 über Fierce Panda Records veröffentlicht. Es ist eine Reunion, die nicht so sehr von der Sehnsucht nach der Vergangenheit angetrieben wird, sondern vielmehr von der Dringlichkeit, das Beste aus dem Jetzt zu genießen. Vor sechs Jahren wurde Sänger und Songschreiber Louis Eliot während eines Spanienurlaubs für eine Notoperation ins Krankenhaus gebracht und ist dabei kurz dem Tode nah gewesen. Seine vollständige Genesung war eine Epiphanie. "Man könnte meinen, wenn man dem Tod sehr nahe ist, sollte man anfangen, sich um sich selbst zu kümmern", sagt er. ,Aber ich bin einfach mit Vollgas meiner Jugend hinterhergejagt. Ich dachte mir nur: Egal, vielleicht bin ich nächste Woche nicht mehr da, ich stürze mich einfach rein." Ein Teil von Eliots Wiedergeburt bestand darin, dass er eine langjährige Beziehung hinter sich ließ, um erneut in die Londoner Club-Szene einzutauchen. Ein bedeutender Teil davon waren die Romantik und die Verwundbarkeit, die er dort fand. Ein anderer Teil davon war die Erkenntnis, dass die Songs, die in dieser Zeit entstanden - Lieder über Liebe und Verlust, Hedonismus und Reue, die in wehmütigen Geisterstunden spielen - ein Ruf aus der (eigenen) Vergangenheit waren. Neon and Ghost Signs eröffnet in gewollt simpler und eingängiger Dancefloor-Ästhetik mit der ersten Single "No One Leaves This Discoteque Alive". Eliot, mit einem lasziven Brel-Knurren, vergießt Tränen in der Discotheque, ist "der Hund der Londoner Stadt", wo "die Laken mit Gold befleckt sind", der darauf aus ist, "seinen Kopf zu verlieren" und Liebe als perfekten Sturm zu erleben. Es ist der Auftakt zu einem "Durch die Nacht mit...", den das gesamte Album mit der von Rialto bekannten Widescreen-Pop Leidenschaft verfolgt. Rialto waren in Südostasien Superstars mit Doppel-Platin und in Großbritannien immer ein hochgelobter Kult, aber zweifellos eine Band, die ihrer ästhetischen Zeit voraus war. Nach dem zweiten Album Night on Earth im Jahr 2001 löste sich die Band auf und Eliot arbeitete regelmäßig mit Grace Jones und Danny Goffey von Supergrass zusammen; als Songwriter schrieb er u. a. das mit dem Ivor Novello ausgezeichnete "Leave Right Now" für Will Young; er veröffentlichte 2004 ein Soloalbum und 2010 eine sehr ländlich klingende Platte als Louis Eliot And The Embers und veranstaltet das Port Eliot Festival in Cornwall mit 8.000 Besuchern. Als col. LP, CD oder MC!
Per och Olof finden ihre Stärke in der Einfachheit und im Minimalismus.Mit einem geradlinigen, direkten und sich oft wiederholenden Ansatz legt ihre Musik das Wesentliche frei und lässt es für sich selbst sprechen. Das mag nach Faulheit oder Naivität klingen, aber in diesem Fall geht es eher um Perfektion.Musikalisch lassen sich Parallelen zum Punk und zu Künstlern wie Kjell Höglund und I.B. Sundström ziehen, doch Per och Olof nehmen innerhalb der schwedischen Popmusik einen ganz eigenen Platz ein - einen, der den Hörer auf eine Weise fesselt und bewegt, wie es nur wenige andere schaffen.
Einst waren Rialto unverletzlich ("Untouchable"), sind aber bereits Ende der 90er erst morgens nach fünf heimgekommen ("Monday Morning 5.19"), nun kündigen die britischen Kult-Britpopper ihr erstes neues Album seit 24 Jahren an: "Neon & Ghost Signs" wird im April 2025 über Fierce Panda Records veröffentlicht. Es ist eine Reunion, die nicht so sehr von der Sehnsucht nach der Vergangenheit angetrieben wird, sondern vielmehr von der Dringlichkeit, das Beste aus dem Jetzt zu genießen. Vor sechs Jahren wurde Sänger und Songschreiber Louis Eliot während eines Spanienurlaubs für eine Notoperation ins Krankenhaus gebracht und ist dabei kurz dem Tode nah gewesen. Seine vollständige Genesung war eine Epiphanie. "Man könnte meinen, wenn man dem Tod sehr nahe ist, sollte man anfangen, sich um sich selbst zu kümmern", sagt er. ,Aber ich bin einfach mit Vollgas meiner Jugend hinterhergejagt. Ich dachte mir nur: Egal, vielleicht bin ich nächste Woche nicht mehr da, ich stürze mich einfach rein." Ein Teil von Eliots Wiedergeburt bestand darin, dass er eine langjährige Beziehung hinter sich ließ, um erneut in die Londoner Club-Szene einzutauchen. Ein bedeutender Teil davon waren die Romantik und die Verwundbarkeit, die er dort fand. Ein anderer Teil davon war die Erkenntnis, dass die Songs, die in dieser Zeit entstanden - Lieder über Liebe und Verlust, Hedonismus und Reue, die in wehmütigen Geisterstunden spielen - ein Ruf aus der (eigenen) Vergangenheit waren. Neon and Ghost Signs eröffnet in gewollt simpler und eingängiger Dancefloor-Ästhetik mit der ersten Single "No One Leaves This Discoteque Alive". Eliot, mit einem lasziven Brel-Knurren, vergießt Tränen in der Discotheque, ist "der Hund der Londoner Stadt", wo "die Laken mit Gold befleckt sind", der darauf aus ist, "seinen Kopf zu verlieren" und Liebe als perfekten Sturm zu erleben. Es ist der Auftakt zu einem "Durch die Nacht mit...", den das gesamte Album mit der von Rialto bekannten Widescreen-Pop Leidenschaft verfolgt. Rialto waren in Südostasien Superstars mit Doppel-Platin und in Großbritannien immer ein hochgelobter Kult, aber zweifellos eine Band, die ihrer ästhetischen Zeit voraus war. Nach dem zweiten Album Night on Earth im Jahr 2001 löste sich die Band auf und Eliot arbeitete regelmäßig mit Grace Jones und Danny Goffey von Supergrass zusammen; als Songwriter schrieb er u. a. das mit dem Ivor Novello ausgezeichnete "Leave Right Now" für Will Young; er veröffentlichte 2004 ein Soloalbum und 2010 eine sehr ländlich klingende Platte als Louis Eliot And The Embers und veranstaltet das Port Eliot Festival in Cornwall mit 8.000 Besuchern. Als col. LP, CD oder MC!