Auf ihrem neuen Album verwandelt Sylvan Esso das gemeinsame Musizieren mit anderen Menschen in Kunst, die man einfach liebt - einen greifbaren und einhüllenden freien Fall. Das Album ,Ow " (ausgesprochen ,Ow Infinity"), das über einen Zeitraum von vier Jahren in den Wäldern von Chapel Hill entstanden ist - die längste Zeit, die die Band jemals mit dem Schreiben eines Albums verbracht hat -, erscheint mit einer intensiven Unmittelbarkeit. Bei den meisten Titeln handelt es sich um Meaths erste Gesangsaufnahmen, und die Klarheit sowie die Menschlichkeit ihrer einzigartigen Stimme verankern das Album in der Realität. Es entstand in einer Zeit des Experimentierens und der Zusammenarbeit und mündete in ein kraftvolles, druckvolles, explosives Werk, aus dem sich die Songs geradezu herauskämpfen wollen. Ein farbenprächtiges Totem persönlicher Zerstörung, das Gefühl, zu Knetmasse zermalmt und wieder zu etwas aufgebaut zu werden, das sich fast menschlich anfühlt, fast vertraut, aber zugleich freakig und neu - ein karikaturhaftes, slapstickartiges Grinsen, das sich über eine Ruine legt. Ein großer Teil des Albums entstand aus Improvisation - stundenlang verbrachte Zeit in ihrem Studio in North Carolina, um gemeinsam mit Gastmusikern wie Glenn Kotche (Wilco), Matt Douglas (The Mountain Goats), Jenn Wasner (Wye Oak, Flock of Dimes), Joe Westerlund (Megafaun), Jake Luppen (Hippo Campus, Samia), Daniel Aged (Frank Ocean, Dijon) und dem Schlagzeuger TJ Maiani (Weyes Blood, Neneh Cherry). ,Ow " markiert den ersten Moment, in dem Sylvan Esso sich damit angefreundet hat , dass sie genau das tun - in dem sie herausgefunden haben, auf welchen Wegen sie die Kontrolle übernehmen und Dinge so veröffentlichen können , wie sie es wollen, mit den Menschen, die sie selbst auswählen, in ihrem eigenen Studio und über ihr eigenes Label. Für ein Album, das sich so intensiv mit der Unberechenbarkeit des Lebens auseinandersetzt, trifft es das Duo zu einem Zeitpunkt, an dem es endlich die vollständige Kontrolle darüber hat, was Sylvan Esso sein kann.
HINÜBER machen Musik über das, was bleibt, wenn man aufgehört hat, so zu tun als ob. Über die kleinen Erschöpfungen, die sich nicht dramatisieren lassen. Über Zustände, nicht Ereignisse. Ihr Debütalbum HAPPY PICTURES erscheint auf Flight 13 / Rookie Records - und es klingt genau so: präzise unscharf, melodisch zermürbt, irgendwo zwischen Aufbegehren und Resignation, ohne sich für eines von beiden zu entscheiden. Die Band - vorbelastet durch Ex-Bands wie NEIN NEIN NEIN und KOETER, verteilt zwischen Köln, Bielefeld und Mönchengladbach - hat lange genug gewartet, um zu wissen, was sie sagen will. HAPPY PICTURES ist kein Ausbruch. Es ist die Bestandsaufnahme danach. Dreizehn Songs, die keinen Ausweg versprechen, aber auch keinen brauchen. Punk mit Post-Punk- und Emo-Einflüssen - Schubladen, die passen und gleichzeitig nicht reichen. Der Begriff, der wirklich zutrifft, wurde von der Band selbst geprägt: Zustands-Pop. HAPPY PICTURES: dreizehn Songs über das, was innen brennt und außen nicht aufhört. Wo das eine endet und das andere anfängt - lassen HINÜBER offen.
Entstanden aus nächtlichen Harmonien, geteilten Sprachmemos und einer langjährigen Freundschaft, die auf gegenseitiger Bewunderung basiert, haben Haley Blais und Sam Lynch die Supergroup True Mountain Laurel gegründet. Ihr Debütalbum ,Angel So Bad" ist eine zarte, staubige Erkundung all der Gefühle, die durch die Maschen fallen. Das Projekt, das zu gleichen Teilen aus folkiger Träumerei und countryhafter Sehnsucht besteht, schöpft aus ihren jeweiligen Solokarrieren. Sams poetische Selbstreflexion und Haleys messerscharfe, intime Texte verschmelzen zu etwas Sanfterem, Seltsamerem und ganz Eigenem. Beeinflusst von Künstlern wie Gillian Welch, Lucinda Williams und kanadischen Singer-Songwritern der frühen 2000er geht es bei dem Projekt weniger um das Genre als vielmehr um das Gefühl. Akustikgitarren, mit Besen gespielte Drums, Pedal Steel und gelegentlich klirrendes Klavier untermalen Texte, die wie Tagebucheinträge wirken, ohne bekenntnishaft zu sein: Sie fangen den Schmerz des Älterwerdens ein, das seltsame Gefühl, immer noch mehr zu wollen, und die Freude, in der Stimme eines anderen ein Zuhause zu finden. Diese Songs haben eine Lässigkeit, die bewusst wirkt. Während Sams Solowerke eher filmisch und atmosphärisch sind und Haleys eher clever und orchestral, treffen sie sich hier in der Mitte: warm, minimalistisch und ein bisschen rau an den Kanten. Live nimmt das Projekt eine noch intimere Form an - ohne Setlists oder starre Arrangements. Einfach zwei Freunde, die die Wahrheit singen, so wie sie sie an diesem Abend empfinden.
Nach 17 Jahren Band-Bestehen veröffentlichen Suralin ihre erste 7-Inch. Zeitgemäß, möchte man zynisch anmerken, aber darum hat sich die Chemnitzer Band generell nie geschert. Every Day Slices Me enthält vier neue Songs, getragen vom Motorik-Beat im Spannungsfeld von krautig-stringentem Postpunk-Pop-Etc. Ein kompaktes, stimmiges Release, das den Facetten- Reichtum der Band zeigt. Das sanft treibende "The Sentiment's a Lie", gehüllt in eine warme, süßliche Decke aus Melancholie, begleitet von Zeilen zwischenmenschlicher Entfremdung, steht Songs wie dem fordernden "Driving Home" gegenüber, dass auf dem Weg nach Hause den Tod findet. Es sind die gegensätzlichen Emotionen und Stilmittel, die Suralin in den vier Songs verbindet und daraus eine ganz eigene Spannung und Intensität entstehen lässt.
Mit der auf Metalville erschienenen LP "Godslave Limited Clear W Orangegreen Marble Vinyl Edition" präsentiert Godslave das nächste Level seiner Kreativität, bleibt aber im Großen und Ganzen seinem Stil treu. Godslave sind eine deutsche Thrash‑Metal‑Band, die sich durch geradlinige, riffgetriebene Kompositionen und eine ausgeprägte Nähe zur klassischen Teutonen‑Thrash‑Tradition auszeichnet; prägnante Lead‑Parts, treibende Rhythmusgitarren und rauer Gesang prägen das Klangbild. Die Arrangements setzen auf klare Strukturen, schnelle Tempiwechsel und gezielte melodische Einsprengsel, wodurch die Stücke zugleich eingängig und kraftvoll wirken. Live hat die Gruppe einen Ruf für energetische Auftritte, die die rohe Aggressivität der Studioaufnahmen unmittelbar transportieren. Auf ihren Veröffentlichungen bei Metalville zeigt die Band immer wieder, wie sich traditioneller Thrashsound mit moderner Produktion verbinden lässt, ohne die ursprüngliche Direktheit zu verwässern. Diese Edition wendet sich an Hörer/innen, die Wert auf handfeste Gitarrenarbeit und unverblümte Songstruktur legen.
180g 2LP im Gatefold mit 40 Seiten Booklet & 3 neuen Tracks
1976 und 1977 waren zwei sehr entscheidende Jahre im Leben von Manfred Mann's Earth Band. Die Band wechselte mehrere Bandmitglieder in der Mitte einer erfolgreichen Fünf-Alben-Abfolge, während sie mit ihrer einzigartigen Mischung aus Progressive Rock, Jazz und Bluesmusik eine unglaubliche Anhängerschaft in der ganzen Welt aufbaute. Obwohl Manfred selbst mit früheren Erfolgen in den Pop-Charts vertraut war, verschaffte The Roaring Silence Manfred Mann's Earth Band eine ganz neue Ebene des Ruhms, da dieses Album 1977 die Spitze der Charts erklomm.
Natürlich hatte Bruce Springsteens »Blinded By The Light« alle Voraussetzungen für einen Hit, aber es muss sowohl die Band als auch Springsteen überrascht haben, denn es war für beide die erste Nummer-Eins-Platte. Dieser Titel wurde von einer ganz neuen Legion von Mann-Fanatikern beklatscht, da die erfrischende Kombination aus dem Leadgesang des neu hinzugekommenen Chris Thompson und Manns vertrauten Keyboard-Phrasierungen diesen Titel zu einem modernen Classic-Rock-Standard machten. Auch heute noch ist dies einer der meistgespielten Songs der klassischen Rockgeschichte.
Limitiertes 180g Doppelvinyl im Gatefold mit Hängetaschen plus 40 Seiten Booklet mit ausführlichen Infos und Interviews!
Im Jahr 2026 jährt sich die Veröffentlichung des legendären Albums »The Roaring Silence« von Manfred Mann's Earth Band zum 50. Mal. Das Album, auf dem auch der US Nummer-1-Hit »Blinded By The Light« zu finden ist, stürmte weltweit die Charts. Diese Jubiläumsausgabe enthält das Originalalbum sowie ein exklusives Bonusalbum mit drei brandneuen Tracks der Band und Live-Versionen von Albumtiteln, sowohl aus der Zeit der Veröffentlichung als auch von aktuellen Konzerten. n
»Ich bin ein sehnsuchtsvoller Mensch. Innerlich immer in Bewegung«, sagt Annett Louisan.
Die Sängerin ist in Aufbruchsstimmung. Auf ihrem elften Album »Sehnsucht» spürt sie all den bittersüßen Zuständen nach, die uns hoffen und streben lassen. Vor allem aber erzählt Deutschlands große Chanson- und Pop-Sängerin davon, was auf die Sehnsucht folgt. Erfolg und Enttäuschung. Wie leicht und wahrhaftig sie große Themen in ihren musikalischen Miniaturen verdichtet, berührt ungemein. Getragen von ihrer grandiosen unverkennbaren Stimme.
Seit ihrem Debüt im Jahr 2004 mit dem stilprägenden Album ›Bohème« hat sie mehr als 1,5 Millionen Tonträger verkauft. Niemandem mehr muss sie etwas beweisen. Und mit dieser Energie hat sie nun ihr eigenes Label gegründet: Atelier Louisan.
Ab September 2026 geht sie auf große ›Sehnsucht»-Tour und ist immer wieder zutiefst dankbar, wie aufmerksam ihr Publikum zuhört. ›Das sind Leute, die sich Zeit nehmen für Musik, die Anregungen wollen.« Und die bekommen sie. Etwa, wenn Annett Louisan sich radikal entliebt in dem jazzigen ›Ich kann dich nicht mehr sehen». Wenn sie in ›Weltuntergang« mit satirischer Finesse über Hedonismus in multiplen Krisenlagen singt. Oder wenn sie in ›Königin der Nacht» mit wunderbar entschleunigtem Gesang die Macht des Weiblichen beschwört. Das Album endet sehr persönlich mit ›Ich geh nur schonmal voraus«. Mit weicher Wucht befasst sich Annett Louisan mit der eigenen Vergänglichkeit. Ganz nah klingt ihre Stimme da. Ein zartes Vermächtnis für die, die weiterleben. Die Sehnsucht versiegt. Doch die Liebe bleibt bestehen.
»Ich bin ein sehnsuchtsvoller Mensch. Innerlich immer in Bewegung«, sagt Annett Louisan.
Die Sängerin ist in Aufbruchsstimmung. Auf ihrem elften Album »Sehnsucht» spürt sie all den bittersüßen Zuständen nach, die uns hoffen und streben lassen. Vor allem aber erzählt Deutschlands große Chanson- und Pop-Sängerin davon, was auf die Sehnsucht folgt. Erfolg und Enttäuschung. Wie leicht und wahrhaftig sie große Themen in ihren musikalischen Miniaturen verdichtet, berührt ungemein. Getragen von ihrer grandiosen unverkennbaren Stimme.
Seit ihrem Debüt im Jahr 2004 mit dem stilprägenden Album ›Bohème« hat sie mehr als 1,5 Millionen Tonträger verkauft. Niemandem mehr muss sie etwas beweisen. Und mit dieser Energie hat sie nun ihr eigenes Label gegründet: Atelier Louisan.
Ab September 2026 geht sie auf große ›Sehnsucht»-Tour und ist immer wieder zutiefst dankbar, wie aufmerksam ihr Publikum zuhört. ›Das sind Leute, die sich Zeit nehmen für Musik, die Anregungen wollen.« Und die bekommen sie. Etwa, wenn Annett Louisan sich radikal entliebt in dem jazzigen ›Ich kann dich nicht mehr sehen». Wenn sie in ›Weltuntergang« mit satirischer Finesse über Hedonismus in multiplen Krisenlagen singt. Oder wenn sie in ›Königin der Nacht» mit wunderbar entschleunigtem Gesang die Macht des Weiblichen beschwört. Das Album endet sehr persönlich mit ›Ich geh nur schonmal voraus«. Mit weicher Wucht befasst sich Annett Louisan mit der eigenen Vergänglichkeit. Ganz nah klingt ihre Stimme da. Ein zartes Vermächtnis für die, die weiterleben. Die Sehnsucht versiegt. Doch die Liebe bleibt bestehen.
Vor 16 Jahren erstveröffentlicht, seit über 10 Jahren ausverkauft und nun endlich wieder auf Vinyl erhältlich: das "aktuelle" Album der unverwechselbaren Hotknives mit einer Tüte voller zuckersüßer Ska und Reggae-Bonbons, die süchtig machen. Ja, es wäre auch mal wieder "About Time" für ein neues Album, aber die 1982 formierte Brightoner Ska-Legende hat in fast 45 Jahren nur vier Studioalben veröffentlicht. Manchmal ist weniger mehr und jedes ihrer Werke besitzt zurecht weltweit Kultstatus bei Ska-Fans. Der 'Melody Maker' wählte das Quartett nicht umsonst unter die 5 wichtigsten britischen Ska-Bands überhaupt! Für "About Time" hat sich die Band nach Jahrzehnten wieder Verstärkung geholt und den typischen, Hammond-Orgellastigen "Happy Hotknives"-Sound mit druckvollen Bläsern auf ein neues Level gebracht. Der Opener "Harsh Reality" ist seitdem auch live das Startsignal für schweisstreibende Parties, zusammen mit sechs anderen Songs des Albums fester Bestandteil der Setlist und unterstreicht die Bedeutung des Albums bei Band und Fans der "Holsten Boys". Die 13 Songs sind dabei perfekt aufeinander abgestimmt und bieten eine enorme Vielfalt mit vielen musikalischen Einflüssen. Temporeiche Tanzflächenkracher im "typical british vibe" mit ihren Roots aus der zweiten Ska-Welle ("Bloody Beautiful", "Doing Alright"), jamaikanischer Rocksteady oder poppige Reggae-Nummern wie "Communication" (feat Dr. Ring Ding). Allen gemein ist jedoch die hochmelodisch, bittersüße und manchmal auch melancholische Ohrwurmgarantie, aufwendig und fett produziert von King Glover (Bad Manners, The Wailers). "The Hotknves" . "About Time" erscheint als 180g Collector's Edition in klassisch schwarzem oder farbigem Swirl Vinyl.
Vor 16 Jahren erstveröffentlicht, seit über 10 Jahren ausverkauft und nun endlich wieder auf Vinyl erhältlich: das "aktuelle" Album der unverwechselbaren Hotknives mit einer Tüte voller zuckersüßer Ska und Reggae-Bonbons, die süchtig machen. Ja, es wäre auch mal wieder "About Time" für ein neues Album, aber die 1982 formierte Brightoner Ska-Legende hat in fast 45 Jahren nur vier Studioalben veröffentlicht. Manchmal ist weniger mehr und jedes ihrer Werke besitzt zurecht weltweit Kultstatus bei Ska-Fans. Der 'Melody Maker' wählte das Quartett nicht umsonst unter die 5 wichtigsten britischen Ska-Bands überhaupt! Für "About Time" hat sich die Band nach Jahrzehnten wieder Verstärkung geholt und den typischen, Hammond-Orgellastigen "Happy Hotknives"-Sound mit druckvollen Bläsern auf ein neues Level gebracht. Der Opener "Harsh Reality" ist seitdem auch live das Startsignal für schweisstreibende Parties, zusammen mit sechs anderen Songs des Albums fester Bestandteil der Setlist und unterstreicht die Bedeutung des Albums bei Band und Fans der "Holsten Boys". Die 13 Songs sind dabei perfekt aufeinander abgestimmt und bieten eine enorme Vielfalt mit vielen musikalischen Einflüssen. Temporeiche Tanzflächenkracher im "typical british vibe" mit ihren Roots aus der zweiten Ska-Welle ("Bloody Beautiful", "Doing Alright"), jamaikanischer Rocksteady oder poppige Reggae-Nummern wie "Communication" (feat Dr. Ring Ding). Allen gemein ist jedoch die hochmelodisch, bittersüße und manchmal auch melancholische Ohrwurmgarantie, aufwendig und fett produziert von King Glover (Bad Manners, The Wailers). "The Hotknves" . "About Time" erscheint als 180g Collector's Edition in klassisch schwarzem oder farbigem Swirl Vinyl.
Recorded in Los Angeles over the course of a single day at a studio in the Eagle Rock neighborhood, Dois Desertos was produced by Mario Caldato Jr. and emerged without a predetermined plan or schedule. The project took shape during Portuguese musician João Pimenta Gomes' stay in Los Angeles with his family. During that time, through Rodrigo Amarante, João met Mario and Samantha Caldato, as well as musicians Abe Rounds (drums and percussion) and Gabe Noel (bass and cello). From those encounters, the album began to unfold organically.
Working from simple scores—some containing little more than chord progressions—the sessions left plenty of room for improvisation. Every performance was captured live, in a single take, with no overdubs. The mixing process, also carried out live by Mario Caldato Jr., followed the same philosophy: effects and level adjustments were performed in real time and printed directly to the final two-track master.
At the heart of the album's sound is the Cristal Baschet, a rare instrument played by rubbing glass rods with the hands, causing metal resonators to vibrate and produce an ethereal, resonant tone. João describes its sound as "a trace, almost like a shadow." Rather than taking the lead, the instrument serves as a textural foundation, while the bass and cello carry the melodic lines. Some of these melodies are original compositions, while others draw from traditional Portuguese fado, reimagined through an open and exploratory approach.
The album has a dreamlike atmosphere, reflecting the perspective of someone experiencing Los Angeles from the outside—not in a rush to belong, but fully receptive to the city's unique energy. Two films helped shape this imaginary landscape: Model Shop (Jacques Demy, 1969), in which the French filmmaker uses Los Angeles as a pretext to simply observe and inhabit the city, and Thom Andersen's Los Angeles Plays Itself. The result is Dois Desertos, an album that, in João's own words, "could never have been made anywhere else."
With Dois Desertos, João Pimenta Gomes invites listeners into a deeply immersive experience, revealing a more exploratory side of his artistic practice while reinforcing Amor in Sound's commitment to releasing original works that engage with the many languages of contemporary music.
Es ist August 2021... Paula Hartmanns erste Single »Nie verliebt« erscheint und bildet den Auftakt für das gleichnamige, im Folgejahr erscheinende Album-Debüt. Fast forward 2023 und in der Rückschau wird klar: Paula Hartmann trat leise, aber mit Nachdruck ins Scheinwerferlicht der Musikwelt. Die Musik der 22-jährigen Berlinerin in ihrer Essenz zu erfassen, bedeutet, sie zu hören; zu vielschichtig und dicht erscheint das gewebte Netz von Geschichten aus der Großstadt. Und es ist diese Qualität, mit der sich ihre Musik Beschreibungen entzieht: Jedes Wort wohl überlegt, kein Ton zu viel, lässt man sich bereitwillig in das fein gesponnene Geflecht fallen und begleitet Paula Hartmann auf ihrer Odyssee durch den dunklen Westen von Berlin - denn wo noch Licht brennt, da tritt Paula Hartmann die Laternen aus. Mit »kleine Feuer« kündigt die Berlinerin nun ihr zweites Album an und bereits die ersten Singleauskopplungen lassen auf Großes hoffen im März des kommenden Jahres.
Mit „Everglow" veröffentlichen Lifespark. ihr Debütalbum - einen Longplayer, der modernen Alternative Rock und Post-Hardcore mit atmosphärischer Tiefe und internationalem Anspruch verbindet. Die Band aus Koblenz hat sich mit starken Singles und intensiver Live-Präsenz bereits europaweit einen Namen gemacht.
Für Sänger David Lukacs markiert „Everglow" einen echten Neuanfang. „Everglow eröffnet uns zum ersten Mal die Möglichkeit, unsere Vision von Lifespark auf einer deutlich größeren Skala zu leben", sagt er. Er beschreibt das Album als eine Art Lifespark 3.0: Nach den Anfangsjahren zwischen 2018 und 2022 - geprägt von Corona, Besetzungswechseln und ersten kleinen Shows - festigte sich von 2023 bis 2025 das heutige Line-up, mit erster großer Support-Tour, erster eigener Headline-Tour und der Debüt-EP. Mit den „Everglow"-Singles beginnt 2026 die nächste Stufe - mit dem klaren Ziel, Lifespark. auf die ersten großen Festivalbühnen zu bringen.
Nach Support-Shows für We Came As Romans, Our Last Night, Hands Like Houses, Escape The Fate und Rain City Drive hat sich die Band eine stetig wachsende internationale Fanbase erspielt und sich europaweit als vielversprechender Newcomer etabliert. 2026 setzen sie diesen Weg konsequent fort – unter anderem als Support für Acres auf großer Europa-Tour im Herbst 2026 mit Stopps in Großbritannien, Deutschland, Österreich und weiteren Ländern.
„Everglow" ist weit mehr als ein Debüt. Es ist das geschlossene Statement einer Band mit klarer künstlerischer Vision: Musik zu schaffen, die verbindet, Kraft spendet und lange nachhallt - und die Menschen für einen Abend zusammenbringt, ganz gleich, woher sie kommen. Zwischen Verletzlichkeit und Stärke entsteht ein Sound, der ehrlich, packend und bereit für die nächsten großen Bühnen ist.
Auf diesem Tonträger mit dem für "KrawallBrüder" eher ungewöhnlichen Namen „Stories of our life“ erwarten Euch 10 Songs, darunter einige der größten Hits der KB-Ära – komplett neu interpretiert in englischer Sprache.
Die Songtexte wurden von "Tim Steinfort" (Haymaker/Discharger) standesgemäß ins Englische übersetzt und von den Brüdern komplett neu eingesungen, wodurch die Songs eine ganz eigene, frische Atmosphäre bekommen, ohne ihre ursprüngliche Kraft zu verlieren.
Ein neues Kapitel in der Geschichte der vier Jungs aus dem Saarland? Wohl eher nicht! Dafür aber die logische Konsequenz auf die inzwischen auch international wachsende Fangemeinde.
Ein besonderes Sammlerstück für die geneigten Hörer – Streng limitiert und sicher schnell vergriffen!
CULK um Sängerin und Songwriterin Sophie Löw (alias Sophia Blenda) sind zurück. Und wieder versucht die Wiener Band auf ihre ganz eigene Weise unsere Gegenwart in all ihren Ambivalenzen einzukreisen. Wie fühlt es sich an, heute als Mensch in dieser Welt mit den grenzenlosen Möglichkeiten, den Existenz- und Zukunftsängsten, Sinnsuchen und Identitätsfragen? Auf ihrem neuen, vierten Album tauchen CULK in einen Schwebezustand zwischen Euphorie und Überforderung ein. "smogstar" erzählt von dem pulsierenden Gefühl im Dazwischen. Alles so aufregend. Alles zu viel. Alles zugleich. Es geht um die endlosen Möglichkeiten, sich vermeintlich ständig neu erfinden zu können. Auch wenn man vielleicht immer noch nicht ganz genau weiß, wer man ist. "Ich wollte, dass die Texte leichtfüßiger sind und diesen speziellen Vibe ausstrahlen: zwischen Freiheit fühlen und lost sein", eine Stimmung, die sich auch in den urbanen Collagen und Zeichnungen des Artworks wiederfindet, die Sophie Löw im Stil einer Graphic Novel selbst gestaltet hat: die schwarzhaarige Protagonistin mit dem dunkel verschmierten Eyeliner auf dem Cover ist dabei so etwas wie die fiktive Titelheldin des Albums, die sich durch den Dunst und das schimmernde Versprechen der Großstadt schlägt. Denn wie der Albumtitel schon verrät: Der Smog und die Sterne liegen hier nah beieinander. Und überhaupt ist "smogstar" ein ausgesprochenes Stadt-Album geworden. CULK spielen hier freier auf als je zuvor. Die markante Stimme von Sophie steht immer noch im Mittelpunkt der hypnostischen Songs, aber diesmal klingen sie offener, reduzierter und weniger dark. Zu den musikalischen Referenzen gehört dieses Mal die kompromisslosere Soundästhetik von Noise-Rock-Bands der 80er und 90er, wie Swirlies, Sonic Youth und Unwound, oder auch aktuellere Bands wie Julie oder Blue Smiley. "Wir wollten, dass alles eher bare bones und roh und in your face klingt. Was können wir aus uns Vieren herausholen, in dem Moment, in dem wir gemeinsam spielen?" fragen (sich) Culk. Was wir darüber hinaus bereits wissen: So konsequent ausformuliert war der Popentwurf von CULK noch nie. "smogstar" ist ein wunderbar nervös flimmerndes Schlaglicht auf unsere Gegenwart.
CULK um Sängerin und Songwriterin Sophie Löw (alias Sophia Blenda) sind zurück. Und wieder versucht die Wiener Band auf ihre ganz eigene Weise unsere Gegenwart in all ihren Ambivalenzen einzukreisen. Wie fühlt es sich an, heute als Mensch in dieser Welt mit den grenzenlosen Möglichkeiten, den Existenz- und Zukunftsängsten, Sinnsuchen und Identitätsfragen? Auf ihrem neuen, vierten Album tauchen CULK in einen Schwebezustand zwischen Euphorie und Überforderung ein. "smogstar" erzählt von dem pulsierenden Gefühl im Dazwischen. Alles so aufregend. Alles zu viel. Alles zugleich. Es geht um die endlosen Möglichkeiten, sich vermeintlich ständig neu erfinden zu können. Auch wenn man vielleicht immer noch nicht ganz genau weiß, wer man ist. "Ich wollte, dass die Texte leichtfüßiger sind und diesen speziellen Vibe ausstrahlen: zwischen Freiheit fühlen und lost sein", eine Stimmung, die sich auch in den urbanen Collagen und Zeichnungen des Artworks wiederfindet, die Sophie Löw im Stil einer Graphic Novel selbst gestaltet hat: die schwarzhaarige Protagonistin mit dem dunkel verschmierten Eyeliner auf dem Cover ist dabei so etwas wie die fiktive Titelheldin des Albums, die sich durch den Dunst und das schimmernde Versprechen der Großstadt schlägt. Denn wie der Albumtitel schon verrät: Der Smog und die Sterne liegen hier nah beieinander. Und überhaupt ist "smogstar" ein ausgesprochenes Stadt-Album geworden. CULK spielen hier freier auf als je zuvor. Die markante Stimme von Sophie steht immer noch im Mittelpunkt der hypnostischen Songs, aber diesmal klingen sie offener, reduzierter und weniger dark. Zu den musikalischen Referenzen gehört dieses Mal die kompromisslosere Soundästhetik von Noise-Rock-Bands der 80er und 90er, wie Swirlies, Sonic Youth und Unwound, oder auch aktuellere Bands wie Julie oder Blue Smiley. "Wir wollten, dass alles eher bare bones und roh und in your face klingt. Was können wir aus uns Vieren herausholen, in dem Moment, in dem wir gemeinsam spielen?" fragen (sich) Culk. Was wir darüber hinaus bereits wissen: So konsequent ausformuliert war der Popentwurf von CULK noch nie. "smogstar" ist ein wunderbar nervös flimmerndes Schlaglicht auf unsere Gegenwart.
Die schwedische Künstlerin Sibille Attar kehrt mit ,Amor Fati" zurück, ihrem ersten englischsprachigen Album seit fünf Jahren. Attar, die bereits von Pitchfork, Stereogum, The Line of Best Fit, Clash und BrooklynVegan gelobt wurde, hat sich als eine der faszinierendsten und von Kritikern am meisten gefeierten Stimmen des alternativen Pop in Schweden etabliert. ,Amor Fati" - äußerst unabhängig und komplett in Eigenregie produziert - begann als Versuch, ein reines Liebesalbum zu schaffen - offenherzig, euphorisch und ungekünstelt. Doch während sich die Songs entfalten, beginnen sich emotionale Gewissheiten zu verschieben. Das Album, das in Schweden, Belgien, Deutschland und den Vereinigten Staaten entstanden ist, beschäftigt sich mit Intimität, Sehnsucht, Vertrauen und den seltsamen Wegen, auf denen sich Liebe im Laufe der Zeit neu formt. Es beginnt euphorisch, wird schnell kompliziert und weigert sich, sich für irgendjemanden der Einfachheit halber zu vereinfachen - vielleicht weniger beruhigend, aber dafür umso lebendiger. "madly wide-eyed, swooning songs" - Pitchfork "leaps out of the speakers so vibrantly that the band seems to be playing in the same room with you" - Stereogum "a masterpiece in artistic misery" - The Line of Best Fit "mournful and absolutely gorgeous" - BrooklynVegan ENG Swedish artist Sibille Attar returns with Amor Fati, her first album in English in five years. Previously praised by Pitchfork, Stereogum, The Line of Best Fit, Clash, and BrooklynVegan, Attar has established herself as one of Sweden's most fascinating and critically acclaimed voices in alternative pop. Fiercely independent and entirely self-produced, Amor Fati began as an attempt to make a pure love album -open-hearted, euphoric, and unguarded. But as the songs unfold, emotional certainties begin to shift. Written across Sweden, Belgium, Germany, and the United States, the album explores intimacy, longing, trust, and the strange ways love reshapes itself over time. It begins in euphoria, gets complicated fast, and refuses to simplify itself for anyone's convenience - less reassuring, perhaps, but far more alive. "madly wide-eyed, swooning songs" - Pitchfork "leaps out of the speakers so vibrantly that the band seems to be playing in the same room with you" - Stereogum "a masterpiece in artistic misery" - The Line of Best Fit "mournful and absolutely gorgeous" - BrooklynVegan
Felix Walworth wurde in der Broome Street geboren. Bevor sie zu einer festen Größe in der New Yorker DIY-Szene der 2010er Jahre wurden, bevor sie ihr Markenzeichen - das auf einem Keyboardständer montierte BMSS-Schlagzeug - einführten, bevor sie eindringliche Reflexionen über Identität schrieben, die ihnen eine Kult-Anhängerschaft unter den Kids auf Tumblr einbrachten, waren sie ein Kind, das in den verschiedenen Stadtbezirken aufwuchs und eine Stadt liebgewann, die schließlich bis zur Unkenntlichkeit veränderte. ,What's Up" ist Walworths viertes Album als Told Slant, unter diesem Namen haben sie seit 2012 eindringliche Alben mit weitläufigem, nervenblanken Indie-Rock veröffentlicht. Das ist ihr New-York-Album: eine Sammlung von Songs darüber, wie man zusehen muss, wie sich die Heimatstadt verändert, und wie man spürt, wie sie einen im Gegenzug selbst verändert hat. Es ist ein Album über die Hingabe an ein prekäres Musikleben und all die Schönheit und Demütigungen, die damit einhergehen. Während es auf den ersten drei Told-Slant-Alben um Selbstreflexion und den Versuch ging, als Künstler zu überleben, handelt ,What's Up" davon, was passiert, wenn man sich ,fast schon manisch dem Projekt des Selbstausdrucks und der Subkultur in einer der feindseligsten Umgebungen der Welt" verschrieben hat und sich mit all den Menschen, Orten und Träumen auseinandersetzen muss, die auf diesem Weg verloren gegangen sind. In Songs wie ,Manhattan", ,Draw Blood", ,Three Anchovies" und dem Titeltrack fängt Walworth Trauer, Wut, Hingabe und flüchtige Momente der Verbundenheit ein und zeichnet das Verschwinden geliebter Stadtviertel, DIY-Räume, Freundschaften und Lebensweisen mit gleichermaßen schwerer und humorvoller Hand nach.,What's Up" ist zudem das bisher kollaborativste und abenteuerlichste Album von Told Slant. Es entstand über einen Monat hinweg in einem provisorischen Studio im Upstate New York und wurde größtenteils auf einem Acht-Spur-Spulenband aufgenommen - damit ist es die erste überwiegend analoge Veröffentlichung des Projekts, an der Hannah Pruzinsky, Jonny Baker, Ceci Sturman, Hellen Ballentine, Emily Sprague, Mari Maurice und Elijah Wolf mitgewirkt haben. Die Songs entstanden zum Teil aus Walworths Arbeit als Porträt- und Straßenfotograf während der Pandemie, als er die Straßen, Parks, Veranstaltungsorte und Ladenfronten, die sein Leben geprägt hatten, erneut besuchte - nur um festzustellen, dass viele davon verschwunden waren. Dieses Gefühl des Verlusts zieht sich durch das gesamte Werk, das mit ,Still Water" (2012) begann, sich über ,Going By" (2016) und ,Point the Flashlight and Walk" (2020) fortsetzte und seit langem von schmerzlich ehrlichen Songs über Selbstfindung, Freundschaft, Sterblichkeit und den langsamen Verlust der Verbundenheit mit der Gemeinschaft geprägt ist. Auf ,What's Up" richtet Walworth diesen Blick nach außen und dokumentiert nicht nur ihre eigene Beziehung zu New York, sondern auch die Kosten des Bleibens, des Schaffens und des Glaubens an eine Stadt und eine Musikkultur, die sie mitgeprägt haben.
Die Schweizer One-Woman-Elektro-Punk-Sensation TARANJA WU ist sowas wie das Bindeglied zwischen Suicide, Ian Svenonius, Sedlmeir und Voodoo Rhythm"s Beat-Man - und doch ganz anders und ganz eigen. In der einen Hand die Gitarre, in der anderen ein gut geladenes Mass an Haltung, mit der sie ihren Tarif durchgibt. Ihre Abrechnung feiert sie mit punkig-scheppernden Gitarren, sägenden Synthesizern und unerbittlichem Gehämmer. Dazwischen ertönen Signale, als hätte jemand das Weltall angezapft und beschlossen, es tanzbar zu machen. Ihr zweites Album ALL MESSED UP ist ein Trip durch kontrollierte Abstürze, ein Album wie ein schöner Fehler: süß genug, um näherzukommen, scharf genug, um zu bleiben, serviert mit einem Lachen, das man nicht ganz einordnen kann. Ein Tanz in surrealen Bildern und ein Cocktail aus musikalischem Wahnsinn, der ebenso süchtig macht wie beunruhigend ist. Und das alles garniert "With a Dash of Trash". Klingt ungemütlich? Ist es auch, aber höllisch tanzbar.
»Green Live« versteht sich nicht als Nebenprodukt, sondern als Essenz dessen, was Seraina ausmacht: Echte Performance, musikalische Dynamik und das Gefühl, dass jeder Abend anders sein kann. Wer sie live erlebt, merkt schnell: Hier geht es nicht um Perfektion um jeden Preis. Es geht um Intensität. Um diese seltenen Momente, die sich nicht planen lassen – wenn ein Song plötzlich eine neue Richtung nimmt, wenn das Publikum jede Zeile mitsingt, oder der Saal für einen Augenblick komplett still wird.
Nachdem sie jahrelang durch's Netz, durch Köpfe und Herzen geisterte, hier nun endlich das Debüt-Album, auf dem die mittlerweile in Berlin ansässige Formation ein graziöses Kleinod liefert, das Melancholie und Aufbruchstimmung in sich vereint und mit seiner wundervollen Inszenierung sofort unter die Haut geht. Voodoo Beach liefern mit »Wonderful Life« Postpunk / Noiserock auf höchstem Niveau. Ähnlich wie Karies, Die Nerven, Friends Of Gas oder Messer, haben sich Voodoo Beach durch 90er Jahre Noiserock prägen lassen und vermengen diese Einflüsse mit offensichtlicher Liebe zu Postpunk und Shoegaze. Harte Anschläge treffen auf durch den Äther wabernde Gitarren-Riffs, walzende Basslines und packendes Drumming. Faszinierend die Chords der Gitarre mit einem manchmal leicht nahöstlichen Touch, aber immer im Postpunk-Noiserock-Psychedelic-Modus. Darüber thronen die verrauchten Vocals von Sängerin Heike Rädeker, deren vorgetragene Texte so ehrlich sind, dass sie weh tun. Mit Hendrik Otremba (Messer) und John Moods (Fenster) konnte die Band tolle Gastbeiträge für das Album gewinnen. Eine der Platten des Jahres!
Seit ihrer Debüt-EP "Billstedt" aus dem Jahr 2020 schrauben Christian Klindworth, Antoine Laval und Lars Brunkhorst an ihrem ganz und gar eigenen Sound zwischen Postpunk und melodienverliebtem Indierock. fluppe haben mit "Blüte" (2021) und "Boutique" (2023) zwei Alben veröffentlicht. Sie sind beim Reeperbahn Festival aufgetreten, haben für Turbostaat eröffnet, doch vor allem sind sie unermüdlich durch die Clubs getourt und haben ihre eigenen Shows gespielt. Aber klar, auch an fluppe schrappt die Polykrisen-Gegenwart nicht einfach vorbei, zumal es vermutlich unumgänglich ist, dass hier und da mal Cure-Gitarren durchschimmern, wenn man ein Album mit Produzent Tobias Siebert (Klez.e, And The Golden Choir) aufnimmt.
Die australischen Rockband Airbourne war noch nie dafür bekannt, klein zu denken. Auf ihrem
sechsten Studioalbum, der nach der Band selbst benannt ist, hat sie sich allerdings noch mal selbst übertroffen. Airbourne – ein Name, der zum Synonym für bombastischen, biergetränkten, gefährlichen und sexy Rock’n’Roll geworden ist. „Dieses Album vereint alles, wofür wir stehen, in einem einzigen Werk“, erklärt Ryan den Titel. „Es ist das beste Album, das wir überhaupt machen konnten.“
Zusammen mit dem starken Produktionsteam aus Brian Howes (der 2013 "Black Dog Barking" produziert hat) und dem Toningenieur Mike Fraser (der an „Breakin’ Outta Hell“ von 2016 und „No Guts. No Glory.“ von 2010 mitgearbeitet hat), machte sich die Band im Music Farm Studio im „Dschungel“ außerhalb von Byron Bay an die Arbeit. Der Komplex verfügt über das originale Neve-Mischpult aus den Alberts Studios, auf dem Bands wie AC/DC, Rose Tattoo und The Angels ihre wegweisenden frühen Alben aufgenommen haben.
Das Ganze präsentiert sich in einem sorgfältig gestalteten Paket, gemischt von Zakk Cervini (BMTH, Architects), das die Leidenschaft, das Feuer und die schweißgetränkte Gefahr einer Band auf dem Höhepunkt ihrer Kräfte einfängt, komplett mit Schlagzeug, das wie Kanonen knallt, und Gitarren, die wie Kreissägen schneiden.
„Alive After Death“ und „Send Me To Rock’N’Roll Heaven“ sind eine Hommage an die verstorbenen Idole der Band; letzterer Titel bezieht sich auf Lemmy, Doc Neeson von The Angels, John Bonham, Bon Scott, Little Richard und weitere. Joel schrieb den Text zum mitreißenden „Alive After Death“ eines Abends im Tourbus, als er darüber nachdachte, wie die Musik dieser Legenden sie unsterblich macht. An anderer Stelle gibt es Geschichten von unterwegs („Bogota“), Songs über Trotz und Nicht-Aufgeben („Last Man Standing“, „Hell’s Got No Vacancy“, „Gutsy“) und noch mehr Sex („Sky High“). Jetzt müssen Airbourne nur noch auf die Bühne zurückkehren, in der Gewissheit, dass sie ihr bestes Album aller Zeiten mitbringen.
Nein, neu im Geschäft ist El Michels Affair nicht. El Michels hat hart gearbeitet, in unzähligen mitternächtlichen Studiosessions und auf einer Welttournee für den Wu-Tang Clan. Und eins ist klar: Die Band ist dabei auf eine gute Art gealtert. Nachdem es 2005 wie aus dem Nichts mit dem Instrumentalalbum "Sounding Out The City" aufschlug, hat sich das Studio-konzentrierte Kollektiv, angeführt vom Multiinstrumentalisten und Komponisten Leon Michels, Fans auf allen Kontinenten erspielt. Die Gruppe ist für ihre schwelgerischen Soul-Instrumentals bekannt, aber auch für ihre Wu-Tang-Covers, wie die explosive Reaktion auf ihre zwei Alben "Enter The 37th Chamber" (2009) und "Return To The 37th Chamber" (2019 beweist. Das alles ist aber längst Geschichte, denn das rundeste und reifste Album der Band mit dem passenden Titel "Adult Themes" beweist, welche neuen instrumentalen Höhen sie erklommen hat. Das Album, das Michels als "Soundtrack für einen imaginären Film" beschreibt, ist eine Sammlung von opulenten, abgründigen, komplexen und oft sehr funkigen Stücken, die die Ohren zum Schwingen und die Köpfe zum Nicken bringen.
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Originally released on Philips Ethiopia in 1973. A mixture of modern and traditional instruments marks the stages of an Amhara wedding. Wedding photos and liner notes inside.
Der finnische Sänger Bobby Oroza veröffentlicht sein Debütalbum This Love bei Big Crown Records. Das Label aus New York City ist bereits Heimat von Bands wie Lee Fields & The Expressions, The Shacks und El Michels Affair. Bobby ist in Helsinki geboren und in einer Musiker- und Künstlerfamilie aufgewachsen. Zu Bobbys Glück hatten seine Eltern eine große Plattensammlung mit frühem Jazz, Blues, Motown-Hits, Gospelchören und Doo-Wop-Gruppen wie The Drifters und The Clovers, aber auch Alben aus Brasilien und Afrika, Folksongs aus Nord- und Südamerika von Bobbys Mutter und Salsa-Musik aus New York. All diese Einflüsse sind heute in Bobbys Musik hör- und spürbar. Auf Kuba studierte er monatelang intensiv Schlagzeug und Gesang. Mit Cold Diamond & Mink, der Hausband von Timmion Records, bestehend aus Bandleader Jukka Sarapää, Sami Kantelinen und Gitarrist/Komponist Seppo Salmi, bildet er ein brillantes Quartett, mit dem er seine Vision in Musik umsetzt. CD&M liefern mit ihren LoFi-Instrumentals die perfekte Untermalung für Bobbys verrauchte Tenorstimme, die Herzen brechen und schmelzen lässt. Der bereits 2016 als 7" Single veröffentlichte Titelsong "This Love" ist längst zum Hit in Lowrider-Kreisen geworden und wurde auf "Hat Trick" von Odd Future Rapper Earl Sweatshirt gesamplet. Der Song ist mit seinen harten Drums, den wilden Riffs, dem vergrabenen Bass und Bobbys verhaltenem, aber intensivem Gesang ein Muss für Soul-Sammler und hat sich als 7? mehr als 3.000 Mal verkauft. Der Song "Your Love Is Too Cold" ist ein Stomper, der Soul-Grooves früher Motown-Stücke mit Gitarrenriffs aus einem Funk-Soundtrack von James Brown mischt und schon jetzt weltweit auf allen Soul-Partys schwer angesagt ist. Bobby hat einiges für die Tänzer im Publikum in petto: Stücke wie "Lonely Girl" und "Falling in Love" sind Verneigungen vor dem Northern Soul, "Keep On Believing" liefert Jazz-Funk wie aus den Siebzigern. Aber "This Love" wendet sich vor allem an die Balladenliebhaber, die voller Sehnsucht in die Nacht schauen. Mit Songs wie "Alone Again", "Down On My Knees" und "Deja Vu" beschwört er eine intensive, leicht abgründige Sinnlichkeit. Eine einzigartige Spielart von Soul, made in Finland.
Big Crown Records ist stolz darauf, "Perak", das Debütalbum von Thee Marloes, zu präsentieren. Wenn man Thee Marloes zum ersten Mal hört, mag einem ihr spezieller Soul-Sound vertraut vorkommen. Da sind die wuchtigen Trommeln, eine sanfte Gitarre und eine schöne Stimme, die über unerwiderte Liebe und die Komplikationen in Herzensangelegenheiten singt. Aber dann ist da etwas unbestreitbar anderes an Thee Marloes und ihrer Musik, etwas Neues und Unverwechselbares. Die meisten, die mit Soulmusik vertraut sind, haben wahrscheinlich noch nie etwas aus Surabaya, Indonesien, gehört - dem Ort, den Thee Marloes ihre Heimat nennen. Thee Marloes, das sind Natassya Sianturi (Gesang und Keyboard), Tommy Satwick (Schlagzeug) und Sinatrya ("Raka") Dharaka (Gitarre und Produktion). Ihr Sound hat die universelle Anziehungskraft von Soul, Jazz und Pop, aber mit einem ganz eigenen Ansatz, der auf ihre lokale Kultur und ihren globalen Einfluss zurückzuführen ist. Die erste Auskopplung von "Perak" ist "Midnight Hotline", die heiße A-Seite ihrer Debüt-7" auf Big Crown. Eine druckvolle Dancefloor-Nummer mit einem ansteckenden Refrain, vibrierendem Piano und jazzigen Gitarrenlicks. Die B-Seite "Beri Cinta Waktu" ist auch auf dem Album und hat alles, was eine beliebte Soul-Ballade ausmacht, aber der Text ist auf Indonesisch. Unabhängig von der Sprachbarriere ist das Gefühl in ihrer Musik spürbar, was dazu beiträgt, dass ihre Songs nachvollziehbar sind und ans Herz gehen. "I Know" ist ein Mid-Tempo-Song, der davon handelt, wie man den Schleier der Lügen von einer Liebesaffäre, die auf Falschheit beruht, wegzieht. "Not Today" gehört zu den groovigsten Wohlfühlsongs, die man an einem Sonntagmorgen spielen kann. Natassya erinnert uns daran, uns selbst Raum zu geben, ganz gleich, was das Leben uns vor die Füße wirft. "Mungkin Saja" zieht das Tempo mit einem weiteren Dancefloor-Smoker wieder an, während Thee Marloes mit "True Love" in die gefühlvolle Seite des Jazz eintauchen, mit einer Beat-Ballade, die eine Tarantino-Tanzszene untermalen könnte. "Over" beginnt mit einem schweren Drum-Break und entwickelt sich zu einem epischen Arrangement, das in Schichten wunderschöner Melodien getränkt ist und das Chaos einer Liebesaffäre, die abrupt endet, perfekt einfängt. "Perak" ist eine Reise aus dem Herzen Surabayas in den Geist des Soul-Sounds. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, wo keiner war, und es zu tun, weil man es liebt. Man spürt den Spaß, den Thee Marloes haben, ihre Musik zu machen, vom Songwriting und Aufnehmen bis hin zu den Auftritten vor Publikum. "Wir wollen das, was wir leben, mit anderen teilen", sagt Natassya. Egal, welche Sprache man spricht oder aus welcher Kultur man kommt, die Musik und die Energie von Thee Marloes sind so charmant, dass wir sie alle noch jahrelang in der Nähe des Plattenspielers haben werden.
Nichts ist so beständig wie der Wandel. Kaum eine Band verkörpert diesen Gedanken derzeit so konsequent wie Musa Dagh. Die Formation um Aren Emirze bewegt sich seit dem selbstbetitelten Debüt von 2021 durch die Zwischenräume von Noiserock, Alternative und Post-Hardcore - laut, sperrig, emotional aufgerissen und zugleich getragen von einem feinen Gespür für Dynamik, Atmosphäre und Melodie. Der Bandname verweist dabei auf den historischen Kontext des armenischen Genozids und bildet einen leisen, aber prägenden Resonanzraum im Selbstverständnis der Gruppe. Von Anfang an wirkt Musa Dagh weniger wie eine klassische Band als ein offener Prozess. Keine feste Konstruktion, sondern ein Zustand permanenter Bewegung. Unterschiedliche musikalische Erfahrungen, Persönlichkeiten und Energien treffen hier aufeinander, verschieben sich gegenseitig und erzeugen genau daraus jene Spannung, die zum Kern dieser Musik geworden ist. Schon die ersten Aufnahmen entstanden aus dieser Offenheit heraus. Begegnungen und Arbeitsphasen mit Thomas Götz, Sascha Madsen und Aydo Abay wirkten dabei weniger wie klassische Kooperationen, sondern eher wie Reibungsflächen, die den Sound immer wieder neu ausrichten. Musa Dagh klangen nie nach Stillstand - jede Verschiebung öffnete neue Räume. Mit "Endurance" tritt die Band nun in eine neue Phase ein. Die Veränderung wirkt nicht wie ein Bruch, sondern wie eine Erweiterung dessen, was Musa Dagh immer ausgemacht hat: Bewegung, Offenheit und Transformation.
Silbernes Vinyl, limitiert auf 500 Exemplare. Nichts ist so beständig wie der Wandel. Kaum eine Band verkörpert diesen Gedanken derzeit so konsequent wie Musa Dagh. Die Formation um Aren Emirze bewegt sich seit dem selbstbetitelten Debüt von 2021 durch die Zwischenräume von Noiserock, Alternative und Post-Hardcore - laut, sperrig, emotional aufgerissen und zugleich getragen von einem feinen Gespür für Dynamik, Atmosphäre und Melodie. Der Bandname verweist dabei auf den historischen Kontext des armenischen Genozids und bildet einen leisen, aber prägenden Resonanzraum im Selbstverständnis der Gruppe. Von Anfang an wirkt Musa Dagh weniger wie eine klassische Band als ein offener Prozess. Keine feste Konstruktion, sondern ein Zustand permanenter Bewegung. Unterschiedliche musikalische Erfahrungen, Persönlichkeiten und Energien treffen hier aufeinander, verschieben sich gegenseitig und erzeugen genau daraus jene Spannung, die zum Kern dieser Musik geworden ist. Schon die ersten Aufnahmen entstanden aus dieser Offenheit heraus. Begegnungen und Arbeitsphasen mit Thomas Götz, Sascha Madsen und Aydo Abay wirkten dabei weniger wie klassische Kooperationen, sondern eher wie Reibungsflächen, die den Sound immer wieder neu ausrichten. Musa Dagh klangen nie nach Stillstand - jede Verschiebung öffnete neue Räume. Mit "Endurance" tritt die Band nun in eine neue Phase ein. Die Veränderung wirkt nicht wie ein Bruch, sondern wie eine Erweiterung dessen, was Musa Dagh immer ausgemacht hat: Bewegung, Offenheit und Transformation.
Die acht Jahre, die I've Missed You All These Years geprägt haben, waren von tiefgreifenden Veränderungen geprägt: Sera Cahoone verlor innerhalb kurzer Zeit ihre beste Freundin, ihren Vater und ihren Hund. Aber bei diesem Album geht es ganz und gar nicht um die Dunkelheit; es geht darum, was passiert, wenn der Sturm vorbei ist, um den Moment, in dem du nach einem dunklen Winter wieder in deinen Körper zurückfindest. Dieses Gefühl der Leichtigkeit kommt deutlich zum Ausdruck in dem Klavier und der E-Gitarre, die in ,Say Something" zum Leben erwachen, sowie in dem komplexen Porträt von ,Hits Right". I've Missed You All These Years fängt den Klang einer ekstatischen Zusammenarbeit zwischen außergewöhnlich talentierten Freunden ein. Man hört es im Barroom-Swing von ,Pulling Up Roots", im Seufzer einer Pedal Steel in ,Not How I Had Hoped", im luftigen Falsett von ,Say Something". Es ist ein Album darüber, Trost in der Gemeinschaft zu finden; darüber, sich selbst wiederzuentdecken, indem man sich mit den Menschen verbindet, die man liebt. Auf ihrem sechsten Album hat Cahoone ihre Kräfte voll im Griff. In seiner Fähigkeit, Verlust und Verbundenheit in einer Hand zu halten, ist I've Missed You All These Years triumphierend, eine Feier des Lebens, die in dem Wissen um dessen Vergänglichkeit verwurzelt ist. Als Ergebnis eines Lebens, das sie mit dem Aufführen und Produzieren von Musik verbracht hat, durchquert das Album Blues, Folk, Pop und Country und erinnert in einem Song an Loretta Lynn und im nächsten an Lucinda Williams. Es ist ein Zeugnis der Kraft, die Kreativität und Gemeinschaft mit sich bringen, ein Porträt einer Künstlerin, die sich selbst vollkommen kennt.
The Seeds stand tall amongst the handful of mid-60s American garage bands whose influence is palpable in rock to this day. Led by charismatic frontman Sky Saxon, the original Hollywood-based quartet’s unique and exciting brand of minimalist rock’n’roll still sounds contemporary and is perfectly encapsulated on this first album. If second album “A Web Of Sound” was pop-art flash, and 1967’s “Future” a florid take on psychedelia, then the July 1966 debut remains The Seeds’ grand statement; an all-original programme of rock and R&B-inflected garage punk that buzzed with a peculiar-yet-riveting energy that was the ensemble’s very own.
Whilst ”The Seeds” contains a pair of familiar classics in ‘Can’t Seem To Make You Mine’ and ‘Pushin’ Too Hard’,’ it is instructive to remember that it was recorded and released some time before either tune became a hit. Unlike so many albums of that era, the Seeds’ debut was not a quickie thrown to together to take advantage of singles chart success. Instead, the record constitutes a sharp definition of their unique and aberrant style, featuring several key items within their canon, be they the rough-hewn rockers ‘Girl I Want You’ and ‘No Escape’, the pot-boiling blues ‘Nobody Spoil My Fun’,’ or the lengthy and downright sinister ‘Evil Hoodoo’.’
"There Near" ist das sechste Studio-Album, das DINOSAUR JR. seit ihrer gefeierten Wiedervereinigung vor 20 Jahren aufgenommen haben. Zwar gab es seit "Sweep It Into Space" vor fünf Jahren einige Live Veröffentlichungen und Archivsammlungen, doch nichts kommt an ein komplett neues Album voller frischer DINO Songs heran. Und auf "There Near" stehen sämtliche Regler auf Anschlag. Das Album entstand in kurzen, intensiven Arbeitsphasen über den Zeitraum eines Jahres hinweg in den Bisquiteen Studios in Amherst. Aufgenommen wurde es nahezu vollständig vom Kerntrio der Band: Schlagzeuger Murph, Bassist und Sänger Lou Barlow sowie Gitarrist und Sänger J Mascis. Unterstützung kam lediglich durch einige Piano- und Orgelparts von Ken Mauri. Das Ergebnis entfaltet von Anfang bis Ende eine enorme Wucht. Der Gitarrensound von Mascis klingt auf "There Near" noch ursprünglicher und animalischer als gewohnt, was möglicherweise auch an einem kürzlich erworbenen Mesa Boogie MK 1 Verstärker aus den 1970er Jahren liegt. "Ich habe denselben Verstärker gekauft, den Chris Dixon hatte, als wir unser erstes Album aufgenommen haben", erklärt Mascis. "Chris hat uns damals bei sich zu Hause mit genau diesem Amp aufgenommen. Er hat einen wirklich interessanten Klang, den ich schon lange nicht mehr hinbekommen habe. Genau zu diesem Sound wollte ich auf diesem Album zurück. Die ROLLING STONES begannen in den 70ern Mesa Boogies zu benutzen, nachdem sie SANTANA damit gehört hatten. Danach machten es THE CLASH nach und so weiter. Mit den späteren Modellen wurde der Sound zunehmend Metal-lastiger. Aber der MK 1 klingt wie ein aufgemotzter Fender. Man hört immer wieder, dass Rick Rubin Bands dazu bringt, ihr erstes Album zu hören und zu sagen: Lasst uns wieder zu diesem Sound zurückkehren. Also habe ich mir seinen Rat einfach selbst gegeben." Auf die Frage nach der oft schwer greifbaren Bedeutung seiner Texte antwortet Mascis: "Wenn ich einen Song schreibe, weiß ich oft selbst nicht genau, worum es darin geht. Ich schätze, die Bedeutung zeigt sich irgendwann von allein. Ich verwende einfach die Worte, die funktionieren. Vieles wird auch von irgendeinem esoterischen Kram beeinflusst, den ich gerade lese. Ich versuche, nicht zu viel darüber nachzudenken. Mich nervt es, dass Spotify inzwischen alle Songtexte anzeigt. Wo bleibt da der Spaß?" Mit "There Near" setzen DINOSAUR JR. ihre Reihe von mittlerweile zu Klassikern mutierten Alben fort. Die neuen Songs dürften mit ihren gewaltigen Riffs live ebenso eindrucksvoll funktionieren wie die Klassiker des Bandschaffens. Bis die Band wieder auf der Bühne zu erleben ist, wird "There Near" ein treuer Begleiter sein. Je näher, desto besser.
Splatter Vinyl, exklusiv via 375 Media. "There Near" ist das sechste Studio-Album, das DINOSAUR JR. seit ihrer gefeierten Wiedervereinigung vor 20 Jahren aufgenommen haben. Zwar gab es seit "Sweep It Into Space" vor fünf Jahren einige Live Veröffentlichungen und Archivsammlungen, doch nichts kommt an ein komplett neues Album voller frischer DINO Songs heran. Und auf "There Near" stehen sämtliche Regler auf Anschlag. Das Album entstand in kurzen, intensiven Arbeitsphasen über den Zeitraum eines Jahres hinweg in den Bisquiteen Studios in Amherst. Aufgenommen wurde es nahezu vollständig vom Kerntrio der Band: Schlagzeuger Murph, Bassist und Sänger Lou Barlow sowie Gitarrist und Sänger J Mascis. Unterstützung kam lediglich durch einige Piano- und Orgelparts von Ken Mauri. Das Ergebnis entfaltet von Anfang bis Ende eine enorme Wucht. Der Gitarrensound von Mascis klingt auf "There Near" noch ursprünglicher und animalischer als gewohnt, was möglicherweise auch an einem kürzlich erworbenen Mesa Boogie MK 1 Verstärker aus den 1970er Jahren liegt. "Ich habe denselben Verstärker gekauft, den Chris Dixon hatte, als wir unser erstes Album aufgenommen haben", erklärt Mascis. "Chris hat uns damals bei sich zu Hause mit genau diesem Amp aufgenommen. Er hat einen wirklich interessanten Klang, den ich schon lange nicht mehr hinbekommen habe. Genau zu diesem Sound wollte ich auf diesem Album zurück. Die ROLLING STONES begannen in den 70ern Mesa Boogies zu benutzen, nachdem sie SANTANA damit gehört hatten. Danach machten es THE CLASH nach und so weiter. Mit den späteren Modellen wurde der Sound zunehmend Metal-lastiger. Aber der MK 1 klingt wie ein aufgemotzter Fender. Man hört immer wieder, dass Rick Rubin Bands dazu bringt, ihr erstes Album zu hören und zu sagen: Lasst uns wieder zu diesem Sound zurückkehren. Also habe ich mir seinen Rat einfach selbst gegeben." Auf die Frage nach der oft schwer greifbaren Bedeutung seiner Texte antwortet Mascis: "Wenn ich einen Song schreibe, weiß ich oft selbst nicht genau, worum es darin geht. Ich schätze, die Bedeutung zeigt sich irgendwann von allein. Ich verwende einfach die Worte, die funktionieren. Vieles wird auch von irgendeinem esoterischen Kram beeinflusst, den ich gerade lese. Ich versuche, nicht zu viel darüber nachzudenken. Mich nervt es, dass Spotify inzwischen alle Songtexte anzeigt. Wo bleibt da der Spaß?" Mit "There Near" setzen DINOSAUR JR. ihre Reihe von mittlerweile zu Klassikern mutierten Alben fort. Die neuen Songs dürften mit ihren gewaltigen Riffs live ebenso eindrucksvoll funktionieren wie die Klassiker des Bandschaffens. Bis die Band wieder auf der Bühne zu erleben ist, wird "There Near" ein treuer Begleiter sein. Je näher, desto besser.
Im Laufe der Zeit haben zahlreiche Musiker - von schnurrbärtigen Partyboot-Troubadouren bis hin zur Jazz-Elite wie Jimmy Smith/McGriff und Shirley Scott - die Kraft der elektrischen Orgel genutzt, um ihre Zuhörer zu hypnotisieren. Nun, indem er alle möglichen Anleihen bei diesen musikalischen Schwergewichten nimmt und die musikalische Schallmauer durchbricht, um deinen Geist zu ,organisieren", tritt Mr. Sophisticated Fingers auf den Plan. Zusammen mit den stets treuen Cold Diamond & Mink interpretiert dieser mystische Tastenkünstler zehn der größten Hits aus Emilia Siscos Debütalbum ,Introducing" in einem einzigartigen lyrischen Stil neu. Auf dem Album ,Slow Dance & Soul" von Organ-ized erreichen diese Songs neue Höhen. Vielleicht hast du sie schon einmal gehört, aber hör sie dir jetzt noch einmal an, denn jetzt wurden sie vom musikalischen Maestro Mr. Sophisticated Fingers neu interpretiert, Baby!
Im Laufe der Zeit haben zahlreiche Musiker - von schnurrbärtigen Partyboot-Troubadouren bis hin zur Jazz-Elite wie Jimmy Smith/McGriff und Shirley Scott - die Kraft der elektrischen Orgel genutzt, um ihre Zuhörer zu hypnotisieren. Nun, indem er alle möglichen Anleihen bei diesen musikalischen Schwergewichten nimmt und die musikalische Schallmauer durchbricht, um deinen Geist zu ,organisieren", tritt Mr. Sophisticated Fingers auf den Plan. Zusammen mit den stets treuen Cold Diamond & Mink interpretiert dieser mystische Tastenkünstler zehn der größten Hits aus Emilia Siscos Debütalbum ,Introducing" in einem einzigartigen lyrischen Stil neu. Auf dem Album ,Slow Dance & Soul" von Organ-ized erreichen diese Songs neue Höhen. Vielleicht hast du sie schon einmal gehört, aber hör sie dir jetzt noch einmal an, denn jetzt wurden sie vom musikalischen Maestro Mr. Sophisticated Fingers neu interpretiert, Baby!
Die renommierten Gitarristen Steve Hackett und Steve Rothery freuen sich, ihr lang erwartetes gemeinsames Album "The Roaring Waves" vorzustellen. Sieben Instrumentalstücke, die von gekonnt-absurd bis brillant-erhaben reichen, aber alle ein gemeinsames Thema haben: die Tiefe des Meeres. Rothery erklärt: "Im Winter konnte man bei stürmischem Wetter das Rauschen der Wellen hören. Whitby war ein sehr inspirierender Ort zum Leben, ein sehr poetischer und kraftvoller Ort, um aufzuwachsen. Ich denke, dieses Album ist eine Möglichkeit, einige dieser Erinnerungen und Emotionen darüber auszudrücken, was das Meer für mich bedeutet hat." "The Roaring Waves" entstand über einen Zeitraum von fast acht Jahren, obwohl die ursprüngliche Idee, gemeinsam ein Album aufzunehmen, bereits drei Jahre zuvor entstanden war. Aufgrund ihrer jeweiligen Tagesjobs und Tourneepläne konnten sie jedoch monatelang nicht zusammenarbeiten. Die Aufnahmesessions im Racket Club und in ihren jeweiligen Heimstudios brachten jedoch eine Fülle an Kreativität hervor. "Unser Ansatz war ein bisschen old school, so wie die Idee, dass Freunde sich in der Garage treffen, um zu spielen und zusammen abzuhängen", sagt Hackett über ihre Herangehensweise an Kreativität. Derzeit handelt es sich um ein Einzelalbum, da keiner der beiden Gitarristen Zeit für Live-Auftritte aufbringen kann, geschweige denn daran denkt, gemeinsam ein weiteres Album aufzunehmen. Während die Gezeiten kommen und gehen, blicken alle Gesichter auf den leeren Horizont und warten darauf, dass ein letztes Schiff an Land gebracht wird, um endlich nach Hause zurückzukehren. "The Roaring Waves" wird als limitierte CD & Blu-ray Mediabook mit Dolby Atmos-Mixes von Andy Bradfield sowie als Gatefold 180g LP & LP-Booklet erhältlich sein, das von Miles Showell in den Abbey Road Studios mit Half-Speed Mastering gemastert wurde. Das Album wird auch als Standard-CD-Jewelcase und digital erhältlich sein.
Piece of Me, das zweite Album von Lady Wray, ist so etwas wie eine Heimkehr für Nicole. Während ihr Solo-Debüt Queen Alone aus dem Jahr 2016 mehr in Richtung Soul und R&B mit einem Hauch von HipHop tendierte, ändert sich dies bei diesem Album. Es ist immer noch R&B mit den Texturen von analogem Soul, doch zeichnet sich ein starker HipHop-Einfluss ab, der Nicoles Schaffen für die Zukunft definieren wird. Boom-Bap-Drums und deepe Basslines stehen im Vordergrund und bilden den perfekten Hintergrund für Lady Wray, die sich auf ihrer bisher persönlichsten Sammlung von Songs mit dem Guten, dem Schlechten, dem Schwierigen und dem Freudvollen auseinandersetzt. Der Titelsong Piece of Me, der seit seiner Veröffentlichung 2019 bereits zum Klassiker geworden ist, handelt von den Menschen in deinem Leben, die mehr brauchen, als du zu geben bereit bist. Dieses Stück und die B-Seite der 7" Come On In waren die ersten Songs, die für dieses Album aufgenommen wurden - als Nicole im achten Monat schwanger mit ihrer Tochter war. Ihre Stimme ist so kraftvoll, so rau bei diesen ersten Songs, erstaunlich, wenn man sich vor Augen führt, wie sie aufgenommen wurden. Und noch verrückter ist es, zu wissen, dass sie sie alle in einem einzigen Take aufgenommen hat. Ihr langjährige Mitstreiter und Produzent Leon Michels entwirft das musikalische Fundament gekonnt zurückhaltend, um Lady Wray ausreichend Raum zu geben. Während die energiegeladenen Songs Under The Sun und Through It All mit Sicherheit zu Hits werden, die Lady Wray wieder mit ihrer R&B-Fangemeinde aus den 90ern connecten, zeigt Where Were You, wie ihre Jugendjahre wirklich waren. in dem poetischen und kraftvollen Beauty In The Fire setzt sich Nicole mit den Spannungen zwischen den Ethnien in Amerika auseinander und lässt sich im Showstopper Thank You stark von ihrem Glauben und ihrempfindet und in Joy & Pain feiert sie die Höhen und Tiefen des Lebens. Im Jahr 2021 ist es eher selten, ein eklektisches und doch zusammenhängendes Album ohne ,Ausreißer" zu hören - aber genau das ist Piece Of Me. Die bewährte Chemie zwischen Lady Wray und Leon Michels hat unbestreitbar das nächste Level erreicht, dieses Album ist ein Zeugnis ihrer Entschlossenheit und Hingabe.
Album #5 der brandneuen Vinyl-Serie mit zukunftsweisenden Aufnahmen der musikalischen Avantgarde.
Mauricio Kagel (1931–2008) wurde als Sohn jüdischer Eltern in Buenos Aires geboren. Seine Familie
war vor politischer Verfolgung in Russland nach der Oktoberrevolution nach Argentinien gekommen. Kagel
wuchs in einer der dynamischsten gesellschaftspolitischen Phasen der argentinischen Geschichte auf.
Exotica ist seiner Zeit zwar bemerkenswert voraus, steht aber gleichermaßen im Einklang mit der Kulturlandschaft der frühen 1970er Jahre. Als sich der Hippie-Trail seinen Weg um den Globus bahnte, fanden
Sitars, Gongs, Bambusflöten, Gamelans und gestimmte Perkussionsinstrumente zunehmend Eingang in die
Pop- und Avantgardemusik Europas und der USA.
Exotica – unter Einsatz von mehr als 200 Instrumenten aus aller Welt – spielt sich wie eine fröhliche
Komödie in fünf Akten. Ähnlich wie Shakespeare und Beckett setzt Kagel Humor meisterhaft als Mittel
der Kritik ein und hält der Kulturlandschaft seiner Zeit einen grellen Spiegel vor.
Gemastert und geschnitten von den originalen analogen ¼-Zoll-2-Spur-Masterbändern von Rainer Maillard
und Sidney Claire Meyer in den Emil Berliner Studios.
Limitierte und nummerierte Auflage mit Original-Artwork und einer neu gestalteten, wunderschön gearbeiteten Sammler-Cover mit neuen Liner Notes von Bradford Bailey, gepresst auf 180-g-Vinyl
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Nino Antonellini, Roland Kayn, Coro da Camera della RAI, Roma,
Marino Zuccheri
Album #6 der brandneuen Vinyl-Serie mit zukunftsweisenden Aufnahmen der musikalischen Avantgarde.
Luigi Nono (1924–1990) genoss während seiner gesamten Karriere große Anerkennung. Als zentrale Figur
des Nachkriegsserialismus trat der venezianische Komponist in den 1950er Jahren als eines der drei Mitglieder der „avant-garde trinity“ neben Karlheinz Stockhausen und Pierre Boulez in Erscheinung.
„Contrappunto“ wurde 1968 für 2-Kanal-Tonband komponiert, in einer Zeit, in der Nono sich intensiv für
die internationalen Studentenbewegungen sowie gegen den Vietnamkrieg engagierte. Nono stützte das
Werk auf eine Madrigal-Komödie von Adriano Banchieri aus dem frühen 17. Jahrhundert und erklärte,
er habe „versucht, die Art des musikalischen Prozesses widerzuspiegeln, den Banchieri verwendete: die
Konzentration auf die Stimme, die Einbeziehung von Klangmaterial der damaligen Zeit, humoristische und
parodistische Verzerrungen, insbesondere in den lyrischen und dramatischen Elementen … aber in der heutigen Aktualität“.
Roland Kayns „Cybernetics III“ nimmt auf beeindruckende Weise die Fortschritte in den Bereichen Synthese, Computer- und Aufnahmetechnik sowie die Entwicklung von Samplern und Sequenzern vorweg. Die
Art und Weise, wie diese Werkzeuge von den Künstlergenerationen, die in Kayns Fußstapfen traten, aufgegriffen wurden, hat die Rahmenbedingungen der elektronischen Musik grundlegend verändert. In diesem
Sinne hat „Cybernetics III“ tiefgreifende Veränderungen im kreativen Denken vorausgesehen.
Gemastert und geschnitten von den originalen analogen ¼-Zoll-2-Spur-Masterbändern von Rainer Maillard
und Sidney Claire Meyer in den Emil Berliner Studios.
Limitierte und nummerierte Auflage mit Original-Artwork und einem neu gestalteten, wunderschön gearbeiteten Sammler-Cover mit neuen Liner Notes von Bradford Bailey, gepresst auf 180-g-Vinyl.
Die britischen Alternativ- und Progressive-Rocker von The Pineapple Thief melden sich 2016 mit einem neuen Album zurück. »Your Wilderness« heißt der Nachfolger von »Magnolia« aus dem Jahr 2014.
Mit gerade einmal acht Songs handelt es sich dabei auf den ersten Blick fast schon um ein Minialbum. Bei näherem Hinsehen bzw. Hinhören stellt man aber fest, dass alle Songs zwischen 3:46 und 9:52 Minuten liegen, was eine Durchschnittslänge von rund 5 Minuten pro Song macht. Hier kommt also niemand zu kurz.
Im Gegensatz zu früheren Alben haben sich The Pineapple Thief für »Your Wilderness« zum ersten Mal einen ganzen Haufen illustrer Gäste eingeladen.
Zunächst einmal ist Schlagzeuger Gavin Harrison mit von der Partie, der dem einen oder anderen bereits durch seine Mitgliedschaft bei der Band Porcupine Tree bekannt sein dürfte. Für einige Klarinettenparts stand zudem niemand Geringeres als John Helliwell von Supertramp zur Verfügung. Geoffrey Richardson von den legendären Caravan steuerte unterdessen das Streichquartett bei, das auf dem Album zu hören ist. An der Gitarre unterstützte Darran Charles von Godsticks. Zu guter Letzt sorgte ein vierköpfiger Chor für die Backgroundgesänge.
Produziert wurde »Your Wilderness« komplett in Eigenregie der Band, mit Ausnahme der Drumparts, die Harrison in seinem eigenen Studio einspielte.
Mit »No Man’s Land« haben The Pineapple Thief auch bereits die erste Single des neuen Albums vorgestellt. Und die lässt erahnen, dass die Band sich trotz neuem Personal musikalisch treu bleibt – zur Freude vieler Fans.
Am 15. Februar 2026 feierte Posaunist und Sänger Nils Landgren seinen 70. Geburtstag – wie es sich für einen der erfolgreichsten europäischen Musiker seines Fachs gehört mit einem oppulenten Orchesteralbum »Love of My Life« und einer Tour durch die großen Konzerthäuser.
ACT-Gründer, Förderer und Freund Siggi Loch machte Nils Landgren ein besonderes Geschenk: Einen Abend in der von ihm kuratierten Reihe »Jazz at Berlin Philharmonic« im großen Saal der Berliner Philharmonie. Im ersten Teil des Konzertes spielten Mitglieder der ACT Family für »Mr. Red Horn«.
Nach der Pause betrat Nils Landgren unter großem Jubel selbst die Bühne – mit einem exklusiven Programm, dass seinem großen Idol und Weggefährten Joe Sample gewidmet war. Mit dabei: Michael Wollny, Lars Danielsson, Wolfgang Haffner, China Moses und Mitglieder der Berliner Philharmoniker mit Arrangements von Magnus Lindgren.
Es wurde eine Soul-Jazz-Party im Klassiktempel, bei der am Ende der ganze Saal tanzte – jetzt nachzuhören auf »Jazz at Berlin Philharmonic – Nils Landgren 70«
Mit "Hoarse" legten 16 Horsepower 2000 ein Live-Album der Extraklasse vor. Die elf Songs, aufgenommen 1998 in Denver und Paris, zeigen die Band auf der Höhe ihres Schaffens, mehr noch, die hier zu hörenden Versionen der Songs ihrer Studioklassiker "Low Estate" und "Sackloth"n"Ashes" sind nahe der Perfektion. Was für eine Kraft, was für eine Wucht! Von dem von David Eugene Edwards" Akkordeon dominierten Intro des Openers "American Wheeze" braucht es keine zwei Minuten, bis die Band die Hölle losbrechen lässt. 16 Horsepower waren anno 1998 eine Maschine, die alles niederwalzte - nicht brutal, aber immer gewaltig. Dabei blieben sie stets filigran, beherrschten auch die leisen Töne (man höre nur "Bad Moon Risin""!) in gleicher Souveränität wie das volle Brett. Neben dem CCR-Cover gibt es Gun Clubs "Fire Spirit" sowie ein fulminante Version von Joy Divisions "Day Of The Lords". Wer die Band jemals live erlebt hat, weiß um die Magie solcher Momente.
Lange vergriffen, jetzt in einer neuen Auflage mit Obi erhältlich, Transparentes Doppelvinyl in Orange und Blaugrün. ,A Certain Distance" (2009) gilt als das vielleicht beliebteste Album von Lusine, auf dem unter anderem die bahnbrechende Single ,Two Dots" zu finden ist. Seit seinen frühen Veröffentlichungen als Lusine bilden Jeff McIlwains elektronische Experimente eine der vielfältigsten Diskografien der letzten anderthalb Jahrzehnte. Mühelos verwischt er die Grenzen zwischen Techno, Electro-Pop und experimenteller Komposition - die Arrangements des in Seattle ansässigen Produzenten sind akribisch konstruiert, aber auch voller Emotionen und Seele. ,Aber noch nie war das Seltsame so unterhaltsam wie auf A Certain Distance. Die Mischung aus Ambient, experimenteller Electronica, üppigen Melodien und durchdachten Beats sorgt für fesselnden Hörgenuss _ das Album hat zudem eine filmische Qualität. Bilder strömen in deinen Kopf, während du zuhörst - ein Soundtrack zu tausend imaginären Szenen." - Clash Magazine
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Die Deluxe-Vinyl-Edition des letzten Albums von TBF. Enthält die zwei LPs (Horrorful Heights) plus eine weitere LP (Horrorful Offal) in einem schönen Schuber mit Stanzung sowie eine Download-Karte. Diese besondere Deluxe-Ausgabe vereint "Horrorful Heights" mit dem begleitenden Bonus-Album "Horrorful Offal" (11-Song-Extra-Album mit Outtakes und Sessiontracks). Horrorful Heights markiert ein beeindruckendes neues Kapitel im umfangreichen Werk von The Bevis Frond und zeigt die anhaltende Kreativität des Songwriters, Gitarristen und Frontmanns Nick Saloman, der nun in ein weiteres Jahrzehnt als Musiker startet. Seit langem als eine der markantesten Stimmen des britischen Underground-Rock etabliert, verfeinert Saloman weiterhin die Qualitäten der Band aus melodischer Psychedelia, drahtigen Gitarrenepen und Songwriter-Kunst. Einer der zugänglichsten Einstiege in die Bevis Frond Welt, welcher alle Stärken zu einem zusammenhängenden, lebendigen Ganzen vereint. Das Album bewegt sich fließend zwischen klirrendem Psych-Pop, schweren Gitarrenriffs und pastoralen Träumereien. Die Bandbreite des Albums ist groß, aber klar definiert. "Draining The Bad Blood" erinnert an den klassischen Bevis-Frond-Stil melodisch inspirierten Gitarrenpops der 60er Jahre, "Space Age Eyes", eine prägnante neunminütige Odyssee, verweist auf die transzendentalen Erkundungen des elektrischen Miles Davis der 70er Jahre. Der mit Sitar untermalte Titeltrack driftet durch rauchige Psychedelia mit mehrstimmigem Gesang und geschichteten Tablas - ein liebevolles Echo der Headshop-Mystik, mit der Saloman während der gesamten Bandgeschichte gespielt hat. An anderer Stelle verbindet "Mossback's Dream" lysergische Leads mit der treibenden Energie des amerikanischen Hardcore der 80er Jahre und schafft so einen Hybrid, der sowohl zeitlos als auch völlig eigenständig wirkt. Weitere Höhepunkte sind das von den Byrds beeinflusste "Buffaloed", das wirbelnde "Silver Insects" und "That's Your Lot", ein rasantes Feuerwerk melancholischer Euphorie und einer der unmittelbarsten Songs des Albums. Obwohl eklektisch anmutend, ist es ein fokussiertes Porträt von The Bevis Frond im Jahr 2025 - vital, melodisch und frei von Nostalgie. Saloman beschreibt die Sammlung ganz einfach: die besten Songs, die er in den letzten Jahren geschrieben hat, entstanden ohne Zwang und ganz instinktiv. Das Ergebnis ist ein Höhepunkt aus der Spätphase einer der stillsten einflussreichen Underground-Bands Großbritanniens.
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Critical Thot ist das kraftvolle neue Kollaborationsalbum der in der Bay Area ansässigen Rapperin und Produzentin Sha Ray sowie der Produzentin und Elektronikmusikerin DJ Haram - zwei kompromisslose Künstlerinnen, die Rap und experimentellen Sound neu definieren. Es ist eine spannende Kombination: Haram ist die eine Hälfte des Duos 700 Bliss zusammen mit der Rapperin und Poetin Moor Mother und hat zudem mehrere Soloalben veröffentlicht - darunter Beside Myself (Hyperdub, 2025), das von der Kritik gefeiert wurde - sowie hochkarätige Kollaborationen mit BbyMutha, Fever Ray, Ghais Guevara und Armand Hammer.Währenddessen handelt es sich bei Critical Thot zwar um Sha Rays offizielles Debütalbum, doch ihr Ruf als aufstrebendes Talent der nächsten Generation eilte ihr bereits voraus. DJ Haram wurde 2022 auf sie aufmerksam, als sie Sha Ray bei einem Auftritt in Brooklyn sah: ,Wir haben uns vor Ort unterhalten, und danach habe ich ihr auf Social Media gefolgt. Sie hat eine unglaubliche Performance abgeliefert, also war ich sofort dabei, als sie mir später eine Nachricht geschrieben und nach Beats gefragt hat", erklärt Haram.Ein Armand Hammer/DJ Haram-Konzert in Los Angeles wurde schließlich zum entscheidenden Moment, an dem sich diese Verbindungen konkretisierten. Sha Ray reiste aus der Bay Area an, um sich mit Haram zu treffen. Auch wenn an diesem Tag noch keine Aufnahmen entstanden, bildete er den Ausgangspunkt für die spätere Zusammenarbeit über große Distanz hinweg, die in Critical Thot mündete. Das gesamte Album entstand remote: Haram produzierte Beats in Brooklyn und schickte sie an Sha Ray, die ihrerseits Demos und Anmerkungen zurücksandte. Während der Arbeit an diesem Projekt lernten sie sich sowohl künstlerisch als auch persönlich besser kennen.,Haram und ich haben viele ähnliche Erfahrungen als Frauen in der Musikindustrie gemacht, was unsere Verbindung enorm gestärkt hat. Außerdem hat mich ihr markanter Produktionsstil stark beim Schreiben dieses Albums inspiriert", sagt Sha Ray.Diese Texte sind messerscharf und erfrischend direkt. Sha Ray beweist schnell, dass sie in ihrer eigenen Liga spielt und selbst die komplexesten Produktionen von DJ Haram mühelos meistert, ohne an Energie zu verlieren. Haram schöpft aus dem Vollen und bewegt sich mit ihren Beats zwischen experimentell-abrasiven Sounds, geschmeidiger Leichtigkeit und dunkel bedrohlicher Atmosphäre. Perkussive Einschläge und Schüsse werden mit feinen Details und weichen Klangflächen kombiniert. Ein traplastiger Banger löst sich plötzlich in einem Strom aus Streichern auf, während eine minimale industrielle Klanglandschaft sich langsam zu einer wuchtigen, kakophonischen Rap-Attacke steigert. Sha Ray navigiert sich souverän und trotzig durch jede Drumstruktur und jeden Synthesizer.,Als Rapperin interessiere ich mich fast ausschließlich dafür, Misogynie und Sexualität in meiner Arbeit zu hinterfragen. Critical Thot ist eine Auseinandersetzung mit unapologetischer weiblicher Autorität und gleichzeitig eine ehrliche Reflexion darüber, wie komplex es ist, an Selbstobjektifizierung teilzuhaben und Sexualität als soziale Währung zu begreifen", erläutert Sha Ray. ,Auf diesem Album geht es stark darum, Macht in weiblicher Sexualität als etwas Relationales und ständig Wandelndes zu definieren - und damit als grundsätzlich unvollkommen. Aber es ist eine Macht, die ich habe, und ich werde sie nutzen."Critical Thot enthält Beiträge von Nappy Nina, JWords und Archangel.
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Critical Thot ist das kraftvolle neue Kollaborationsalbum der in der Bay Area ansässigen Rapperin und Produzentin Sha Ray sowie der Produzentin und Elektronikmusikerin DJ Haram - zwei kompromisslose Künstlerinnen, die Rap und experimentellen Sound neu definieren. Es ist eine spannende Kombination: Haram ist die eine Hälfte des Duos 700 Bliss zusammen mit der Rapperin und Poetin Moor Mother und hat zudem mehrere Soloalben veröffentlicht - darunter Beside Myself (Hyperdub, 2025), das von der Kritik gefeiert wurde - sowie hochkarätige Kollaborationen mit BbyMutha, Fever Ray, Ghais Guevara und Armand Hammer.Währenddessen handelt es sich bei Critical Thot zwar um Sha Rays offizielles Debütalbum, doch ihr Ruf als aufstrebendes Talent der nächsten Generation eilte ihr bereits voraus. DJ Haram wurde 2022 auf sie aufmerksam, als sie Sha Ray bei einem Auftritt in Brooklyn sah: ,Wir haben uns vor Ort unterhalten, und danach habe ich ihr auf Social Media gefolgt. Sie hat eine unglaubliche Performance abgeliefert, also war ich sofort dabei, als sie mir später eine Nachricht geschrieben und nach Beats gefragt hat", erklärt Haram.Ein Armand Hammer/DJ Haram-Konzert in Los Angeles wurde schließlich zum entscheidenden Moment, an dem sich diese Verbindungen konkretisierten. Sha Ray reiste aus der Bay Area an, um sich mit Haram zu treffen. Auch wenn an diesem Tag noch keine Aufnahmen entstanden, bildete er den Ausgangspunkt für die spätere Zusammenarbeit über große Distanz hinweg, die in Critical Thot mündete. Das gesamte Album entstand remote: Haram produzierte Beats in Brooklyn und schickte sie an Sha Ray, die ihrerseits Demos und Anmerkungen zurücksandte. Während der Arbeit an diesem Projekt lernten sie sich sowohl künstlerisch als auch persönlich besser kennen.,Haram und ich haben viele ähnliche Erfahrungen als Frauen in der Musikindustrie gemacht, was unsere Verbindung enorm gestärkt hat. Außerdem hat mich ihr markanter Produktionsstil stark beim Schreiben dieses Albums inspiriert", sagt Sha Ray.Diese Texte sind messerscharf und erfrischend direkt. Sha Ray beweist schnell, dass sie in ihrer eigenen Liga spielt und selbst die komplexesten Produktionen von DJ Haram mühelos meistert, ohne an Energie zu verlieren. Haram schöpft aus dem Vollen und bewegt sich mit ihren Beats zwischen experimentell-abrasiven Sounds, geschmeidiger Leichtigkeit und dunkel bedrohlicher Atmosphäre. Perkussive Einschläge und Schüsse werden mit feinen Details und weichen Klangflächen kombiniert. Ein traplastiger Banger löst sich plötzlich in einem Strom aus Streichern auf, während eine minimale industrielle Klanglandschaft sich langsam zu einer wuchtigen, kakophonischen Rap-Attacke steigert. Sha Ray navigiert sich souverän und trotzig durch jede Drumstruktur und jeden Synthesizer.,Als Rapperin interessiere ich mich fast ausschließlich dafür, Misogynie und Sexualität in meiner Arbeit zu hinterfragen. Critical Thot ist eine Auseinandersetzung mit unapologetischer weiblicher Autorität und gleichzeitig eine ehrliche Reflexion darüber, wie komplex es ist, an Selbstobjektifizierung teilzuhaben und Sexualität als soziale Währung zu begreifen", erläutert Sha Ray. ,Auf diesem Album geht es stark darum, Macht in weiblicher Sexualität als etwas Relationales und ständig Wandelndes zu definieren - und damit als grundsätzlich unvollkommen. Aber es ist eine Macht, die ich habe, und ich werde sie nutzen."Critical Thot enthält Beiträge von Nappy Nina, JWords und Archangel.
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Elevating, uplifting and beautifully arranged. Jasmine Myra's sophomore album Rising builds on the success of her
breakthrough album Horizons to deliver a major statement from one of UK Jazz's rising stars. Produced by Matthew Halsall and mixed by Greg Freeman (Hania Rani, Matthew Halsall, Portico Quartet), Rising delivers a confident and vibrant follow up that joins the musical dots between Myra’s influences Kenny Wheeler, Bonobo and Shabaka Hutchings while delivering something unique, beautiful and profound.
Rising is also the sound of a composer and performer growing in stature and adding extra layers of confidence and poise to both her playing and composing. Aided and abetted by Matthew Halsall who once again lends his production skills, Rising is fuller, richer and deeper as Myra develops her uniquely uplifting sound.
Much like my first album, Rising is a reflection of a period of my life. It is a continuation from Horizons, which was all about my experience during lockdown, and entailed overcoming my struggles with mental health. Following on from that experience, I set out to continue building my self-confidence. This album has an uplifting and spiritual sound, drawing influence from artists such as Makaya McCraven, Bonobo and Shabaka Hutchings.
Rising features the same core of musicians as Myra’s debut album Horizons (Gondwana records GOND052): guitarist Ben Haskins, drummer George Hall pianist Jasper Green, harpist Alice Roberts (who both also perform with Matthew Halsall) and bassist Sam Quintana who collectively bring a deft understating of the subtle textures of Myra’s music and perform with a collective empathy and drive that really pushes the music on a radiant journey. And a string quartet add gently elevating textures to Still Waters, Knowingness, From Embers and How Tall The Mountains.
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Der Titel des siebten Studioalbums der kalifornischen Punkrocker bezieht sich auf Mike Ness" doppelte musikalische Heimat. Der Songwriter und Sänger von Social Distortion huldigt auf "Hard Times And Nursery Rhymes" sowohl dem düsteren Amerika eines Hank Williams wie auch dem bluesigen Herumstolzieren der Rolling Stones etwa während der "Exile-On-Mainstreet"-Ära. Altbekannte Einflüsse, die hier jedoch in den Vordergrund treten: "Hard Times And Nursery Rhymes" ist das rockigste und gleichzeitig beseelteste Album der Gruppe, die weltweit über vier Millionen Alben verkaufte. Dennoch finden Fans den typischen Punkrock-Roar in jedem Stück wieder: vom Opener "California (Hustle and Flow)" bis zum düster-rockenden Hank-Williams-Cover "Alone and Forsaken". Aber auch Springsteen- und Tom-Petty-Fans dürften diesen Sound mögen. "Hard Times And Nursery Rhymes" ist das erste Album der Band nach "Sex, Love And Rock "n" Roll" aus dem Jahr 2004. Für Fans von Gaslight Anthem, Rancid, Bad Religion, Tom Petty, Bruce Springsteen und Tiger Army. Die 2LP hat zwei Bonus-Tracks.
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Die späten 1990er Jahre waren eine fruchtbare Zeit in der amerikanischen Elektronik- Underground-Szene. Eine wachsende Zahl von Künstlern, verteilt über das ganze Land, beteiligte sich an der jüngsten Runde eines jahrzehntelangen transatlantischen musikalischen Dialogs. An der Schnittstelle von Hip-Hop, Elektronik und Soul versuchten diese Künstler, ihren eigenen Weg zu gehen. Im September 2001 schlossen sich Telefon Tel Aviv aus New Orleans, die Highschool-Freunde Joshua Eustis und der verstorbene Charles Cooper, schlossen sich diesem Dialog mit ihrem Debütalbum ,Fahrenheit Fair Enough" an, das bei Hefty Records erschien. Als Herzensprojekt war ,Fahrenheit" ein Versuch des Duos, ,etwas Sinnvolles beizutragen ", sagt Eustis heute, ,etwas eindeutig Amerikanisches und irgendwie auch Südstaatliches." Zum fünfzehnten Jahrestag der Veröffentlichung bringt Ghostly International ,Fahrenheit Fair Enough mit einer Vinyl-Ausgabe und zusätzlichem digitalem Bonusmaterial neu auf. Als sie Ende der 1990er Jahre in New Orleans lebten, standen Eustis und Cooper im Bann zweier musikalischer Strömungen: amerikanischer Klassiker - New Orleans' Bounce, Detroits Techno, Chicagos House - und britischer Electronica - Autechre, Aphex Twin, Jega. Aufgenommen im Laufe eines Jahres in Eustis' Kindheitszimmer im Stadtteil Riverbend in New Orleans, lotete ,Fahrenheit" das Potenzial amerikanischer elektronischer Musik in einer Zeit der Hoffnung aus. Die Tracks sollten ,sich ständig weiterentwickelnde Skulpturen" sein. Fasziniert von IDM, wollten die beiden ,etwas Schwung hineinbringen , es ein wenig lockerer gestalten, es aber auch hyperromantisch klingen lassen." Eustis und Cooper hatten sich ursprünglich eine ,harte Club-Platte" vorgestellt, doch stattdessen wurde ,Fahrenheit" von Fans und Kritikern, die seine stilistischen Wurzeln falsch interpretierten, als zartes Stück Electronica wahrgenommen. Die Musik klingt im Jahr 2016 umso relevanter, da der Weg, den Eustis und Cooper damals anstrebten, heute Realität ist. Und weil heute jeder darauf hört, was der Süden zu sagen hat." ,Wir wollten einfach nur sehen, ob wir es hinbekommen", erinnert sich Eustis. ,Wir wussten es nicht. Unser Ziel war es, etwas zu schaffen, auf das wir stolz sein konnten." Zum 25-jährigen Jubiläum dieser bahnbrechenden Elektronik-LP, einem Meilenstein der amerikanischen Elektronikmusik, erscheint eine Deluxe-Obi- Edition als Doppel-Vinyl in einer neuen Watercolor- Variante. Joshua Eustis und der verstorbene Charlie Cooper schufen einen Klassiker, der an der Schnittstelle von IDM, Experimental- und Bass-Musik ansiedelt und eine neue Generation von Künstlern (Loraine James, Kelly Moran u. a.) beeinflusste. Das Album kehrt nun endlich für eine neue Generation zurück.
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Trotz vielen modernen Strömungen in den letzten 30 Jahren, sind es doch die traditionellen Spielarten des Heavy Metal, die den Motor am Laufen halten und auf die junge und alte Fans immer wieder zurückgreifen.
Diese Box repräsentiert drei Alben aus den „goldenen Achtzigern“, während die LP von OBLIVION beweist, dass es im Underground auch in den Neunzigern Musik jenseits von Grunge und Crossover gab. Die US-Metal-Legende GRIFFIN ist die bekannteste Band in dieser Box. Ihre beiden Alben auf dem Steamhammer Label (in den USA auf Shrapnel) gelten heute als Klassiker und man tritt sogar noch sporadisch auf, unter andere, beim Keep It True Festival. Enthalten ist das zweite Album „Protectors Of The Lair“ als Doppel-LP mit einem neuen Remix, aber auch mit dem Original als Remaster. HAMMER´S RULE gehören zu den besten Underground US-Metal Bands. In Deutschland wurden deren EP und LP zusammengeschnitten und man konnte das Werk der Gruppe nicht vollständig erwerben. Golden Core haben das nun gelöst, in dem der LP eine zusätzliche 7“ Single beiliegt. Somit hat man „Show No Mercy“ zusammen mit „After The Bomb“ endlich komplett und das auch noch remastert. Hammer´s Rule fallen durch einen melodischen, aber harten und teils epischen Stil, sowie durch eine der besten Rhythmusgruppen im US-Metal auf. SQUADRON aus Deutschland wurden erst kürzlich „entdeckt“ und gelten seitdem als eine der besten unsigned Bands des German Metal der Achtziger.
Es ist zudem die erste Band von Drummer Klaus Sperling, der in Folge mit Primal Fear, Sinner oder Nitrogods bekannt wurde. Squadron habe zwei professionell klingende Demos aufgenommen, die hier nun erstmals restauriert und gemastert vorliegen.
Fans und Presse sind sich einig: Hätte diese Band ein Album bei den damals einschlägigen Labels veröffentlicht, wären sie heute bekannt wie Running Wild oder Helloween. OBLIVION haben in den Neunzigern eine CD in Eigenregie veröffentlicht – ganz schlechte Zeiten für einen kreativen, aber dennoch traditionellen Heavy Metal-Stil. „Reflections“ wurde nach und nach zur Rarität und zu einem Sammlerobjekt, aber die Rufe nach einer Vinylausgabe wurden lauter. Golden Core haben reagiert und dieses versteckte Kleinod auf LP veröffentlicht
OUR ENDLESS WAR zeigt eindrucksvoll wie moderner Death Metal zu klingen hat!" Metal Hammer (Florian Krapp, 6 von 7 Punkten)
Info:
Wer es brutal will, kommt an diesem Koloss nicht vorbei!
Auch auf dem fünften Album in ihrer beeindruckenden Karriere kennen WHITECHAPEL kein Halten. Our Endless War bündelt alle Stärken, die das Sextett aus Knoxville in Tennessee seit seiner Gründung entwickelt hat. Das Album wurde penibel ausgefeilt und geht partout keine Kompromisse in Sachen Brutalität ein, ist aber zugleich das bisher geradlinigste, atmosphärischste und emotional packendste Album der Bandgeschichte und hievt jeden Aspekt ihres Sounds auf ein neues Niveau.
Black Marble erwachte im Herbst 2012 zum Leben, inspiriert vom Synthwave-Revival der frühen 2000er Jahre in New York City. Heute, vierzehn Jahre später und sieben Veröffentlichungen weiter, macht Chris Stewart weiterhin Platten, während er über Maschinen gebeugt sitzt, die sich beim Einschalten warm anfühlen und die man überreden muss, um in der Stimmung zu bleiben. Seine Alben, die ausschließlich von Stewart geschrieben, aufgenommen und veröffentlicht werden, bleiben einzigartige Visionen, mit Songs, die versuchen, ein diffuses Pastiche zu vermitteln, das nun von dem Wunsch geprägt ist, das Ganze in eine Botschaft zu hüllen, die davon erzählt, wo er gewesen ist und wohin er gehen will. In seiner neuesten Vision, ,Life in Small Spaces", kommentiert Stewart die Musikindustrie und seine Rolle darin und reflektiert darüber, wie sich Underground-Musik im Laufe der Zeit verändert hat und wie ein Leitbild, die Dinge einfach zu halten und sich selbst treu zu bleiben, das einzige Ideal für das Leben in dieser komplizierten Landschaft ist. Stewarts Wunsch, die Zeit mit intakten Idealen zu überbrücken, zeigt sich im Songwriting, das die Pop-Sensibilität des Projekts beibehält und gleichzeitig neue Tricks in den Hut zaubert. ,Life in Small Spaces" tauscht Synth-Wände gegen mehr Gitarre ein und greift dabei auf frühe amerikanische College-Radio-Staccato-Gitarrenlinien zurück, die an Pylon, The Necessaries und R Stevie Moore erinnern, sowie auf Live-Drum-Samples - eine Anspielung auf den einfachen, metronomartigen Stil von Wire. Stewart erklärt den Grund für die Veränderung als einen Weg, ,diese glockige, hypnotische Qualität zu erzeugen. Wie ein Radio-Drehknopf, der zwischen zwei Sendern steht." Visuell zeigt ,Life in Small Spaces" Stewart allein auf dem Cover in einem kargen Raum, umgeben von einer Explosion aus Konfetti - ein Bild, das eine in sich geschlossene Welt widerspiegelt, die zwar klein, trostlos und überladen wirken mag, aber ganz und gar seine eigene ist. Ein passender Rahmen für ein Album, das Begrenzung als eine Form der Klarheit begreift und die Geschichte davon erzählt, sich für ein einfaches Leben zu entscheiden, Stabilität und Komfort aufzugeben zugunsten einer Existenz voller mutiger und fesselnder Verbindungen. Dies spiegelt zudem Black Marbles Vertrauen nicht nur in seine Kunst wider, sondern auch in die Gemeinschaft, die sich im Laufe der Jahre um das Projekt herum entwickelt hat. ,Life in Small Spaces ist das, worüber ich als Künstler sprechen möchte. Es ist genau dort, wo ich mich in diesem Moment befinde, und ich weiß, dass ich mit meinen Gefühlen nicht allein bin." Dieses Gefühl ist kein Vorbehalt. Es ist der springende Punkt. ,Life in Small Spaces", mit seiner introspektiven Lyrik, die geschickt in Black Marbles strahlender Musikalität verborgen ist, ist eine ernsthafte Analyse der Belastungen, die Künstler prägen. Es ist eine Einladung, einen minimalistischeren Lebensstil zugunsten kreativen Ausdrucks und Freiheit zu akzeptieren und bewusst zu wählen - und niemals deine Werte für die verlockende Illusion von Erfolg opfern zu müssen.
Black Marble erwachte im Herbst 2012 zum Leben, inspiriert vom Synthwave-Revival der frühen 2000er Jahre in New York City. Heute, vierzehn Jahre später und sieben Veröffentlichungen weiter, macht Chris Stewart weiterhin Platten, während er über Maschinen gebeugt sitzt, die sich beim Einschalten warm anfühlen und die man überreden muss, um in der Stimmung zu bleiben. Seine Alben, die ausschließlich von Stewart geschrieben, aufgenommen und veröffentlicht werden, bleiben einzigartige Visionen, mit Songs, die versuchen, ein diffuses Pastiche zu vermitteln, das nun von dem Wunsch geprägt ist, das Ganze in eine Botschaft zu hüllen, die davon erzählt, wo er gewesen ist und wohin er gehen will. In seiner neuesten Vision, ,Life in Small Spaces", kommentiert Stewart die Musikindustrie und seine Rolle darin und reflektiert darüber, wie sich Underground-Musik im Laufe der Zeit verändert hat und wie ein Leitbild, die Dinge einfach zu halten und sich selbst treu zu bleiben, das einzige Ideal für das Leben in dieser komplizierten Landschaft ist. Stewarts Wunsch, die Zeit mit intakten Idealen zu überbrücken, zeigt sich im Songwriting, das die Pop-Sensibilität des Projekts beibehält und gleichzeitig neue Tricks in den Hut zaubert. ,Life in Small Spaces" tauscht Synth-Wände gegen mehr Gitarre ein und greift dabei auf frühe amerikanische College-Radio-Staccato-Gitarrenlinien zurück, die an Pylon, The Necessaries und R Stevie Moore erinnern, sowie auf Live-Drum-Samples - eine Anspielung auf den einfachen, metronomartigen Stil von Wire. Stewart erklärt den Grund für die Veränderung als einen Weg, ,diese glockige, hypnotische Qualität zu erzeugen. Wie ein Radio-Drehknopf, der zwischen zwei Sendern steht." Visuell zeigt ,Life in Small Spaces" Stewart allein auf dem Cover in einem kargen Raum, umgeben von einer Explosion aus Konfetti - ein Bild, das eine in sich geschlossene Welt widerspiegelt, die zwar klein, trostlos und überladen wirken mag, aber ganz und gar seine eigene ist. Ein passender Rahmen für ein Album, das Begrenzung als eine Form der Klarheit begreift und die Geschichte davon erzählt, sich für ein einfaches Leben zu entscheiden, Stabilität und Komfort aufzugeben zugunsten einer Existenz voller mutiger und fesselnder Verbindungen. Dies spiegelt zudem Black Marbles Vertrauen nicht nur in seine Kunst wider, sondern auch in die Gemeinschaft, die sich im Laufe der Jahre um das Projekt herum entwickelt hat. ,Life in Small Spaces ist das, worüber ich als Künstler sprechen möchte. Es ist genau dort, wo ich mich in diesem Moment befinde, und ich weiß, dass ich mit meinen Gefühlen nicht allein bin." Dieses Gefühl ist kein Vorbehalt. Es ist der springende Punkt. ,Life in Small Spaces", mit seiner introspektiven Lyrik, die geschickt in Black Marbles strahlender Musikalität verborgen ist, ist eine ernsthafte Analyse der Belastungen, die Künstler prägen. Es ist eine Einladung, einen minimalistischeren Lebensstil zugunsten kreativen Ausdrucks und Freiheit zu akzeptieren und bewusst zu wählen - und niemals deine Werte für die verlockende Illusion von Erfolg opfern zu müssen.
Taylor Hollingsworth aus Birmingham, Alabama, hat sich schon immer einer einfachen Einstufung widersetzt. Als er gebeten wurde, seine Musik zu beschreiben, tat er sich schwer - ein bisschen Folk, ein Hauch von Blues, eine Prise Rock 'n' Roll, aber nicht wirklich in eine einzige Schublade zu stecken. Schließlich prägte er den Begriff ,Folk n' Roll", um seinen Sound zu beschreiben. Jetzt bekennt er sich stolz zu diesem Sound mit seinem neuesten Album, das treffend den Titel ,Folk n' Roll" trägt. Fans von JJ Cale, Mississippi John Hurt, Chuck Berry, Richard Thompson, Jonathan Richman und John Prine werden große Freude an Hollingsworths Mischung aus zeitlosen Einflüssen haben. In den frühen 2000er Jahren tourte Hollingsworth ausgiebig mit seiner punkigen Rockband (stell dir eine Mischung aus Ramones, Chuck Berry und ZZ Top vor) und arbeitete als Session-Musiker, der auf Tour mit verschiedenen Künstlern Gitarre spielte (vor allem mit Conor Oberst und der Mystic Valley Band). Doch nach der Geburt seiner Tochter legte er eine Tourpause ein, um sich ganz seiner Familie zu widmen und sein Handwerk als Vollzeit-Musiker vor Ort in Birmingham, Alabama, zu verfeinern. In dieser Zeit perfektionierte er seine fesselnde Ein-Mann-Show, die er nun ,Folk n' Roll" nennt. Seine Auftritte sind ein unvergessliches Erlebnis - fingergepickte E-Gitarre, ein mit Mikrofonen ausgestattetes Fußstampfer-Pedal, das den rhythmischen Rückgrat bildet, und gelegentlich ein Looper-Pedal, um Gitarrensoli einzuflechten, während er seine charakteristischen erzählerischen Texte vorträgt - Texte, die von zahlreichen Künstlern gecovert wurden, vor allem von Conor Oberst und Phoebe Bridgers bei Better Oblivion Community Center. ,Folk `N Roll" ist sein zweites Album für das beliebte Indie-Label Dial Back Sound, nach dem von Kritikern gefeierten und geliebten ,Yahola" aus dem Jahr 2025.
Die deutschsprachige Indie-Punkrock Band Hi! Spencer macht mit "immernie" ein Album, das nicht nach klaren Antworten sucht. Es ist ein Album über das Aushalten der eigenen Ambivalenz. Gefühle sind selten eindeutig. Hoffnung trifft auf Zweifel, Aufbruchsstimmung auf Heimweh - und manchmal fühlt sich alles gleichzeitig schwer und leicht an. Hi! Spencer sind gewachsen wie eine Kaugummiblase: langsam, stetig, aber mit Druck dahinter. Kein Hype, kein Abkürzen - sondern durchbeißen, weitermachen, langer Atem. Von kleinen Kellerklubs, in denen der Schweiß von der Decke tropft, bis auf die großen Bühnen des Landes. Alles selbst erspielt, alles Zug um Zug. Und genau deshalb hält das hier auch: weil es nicht aufgeblasen ist, sondern gewachsen. "immernie" ist der Moment, in dem sich nichts mehr kleinreden lässt - laut, schillernd und mit Wucht stellen Hi! Spencer klar: ihre Jahre sind noch lange nicht vorbei. Die Songs der Band haben mittlerweile millionenfache Aufrufe auf den Streamingportalen. Nach ausverkauften Clubtouren 2025 durch Deutschland und Österreich zählt die Band längst zu den gerngesehenen Gästen auf den großen Festivals, darunter Hurricane, Deichbrand und Highfield. "immernie" erscheint auf dem Label Merchcowboy Records, aufgenommen wurde das Album mit Tobi Schneider im DocMaKlang Studio Osnabrück.
Auf der Carnival EP versammeln Trauma Ray einige ihrer stärksten, intensivsten und experimentellsten Werke. Seit ihrem Durchbruch mit Chameleon, ihrem Debütalbum von 2024 bei Dais Records, hat die Band in der aktuellen Welle der Shoegaze-Revivalisten sich weiter etabliert, ist dabei aber immer agiler geworden und sind 2025 mit Kollegen wie Deafheaven, Loathe, und Toucheì Amoreì auf Tour gewesen. Mit einer Mischung aus blitzschnellen Riffs und karger Schönheit entwickelt sich ihr Sound weiter und knüpft an die Laut-Leise-Laut-Größen aus Metal, Grunge und Shoegaze von Slowdive bis Smashing Pumpkins an. Die Carnival EP taucht in stimmungsvolleres, intellektuelleres Material ein, als würde man ihre früheren Ausflüge vor einem Zerrspiegel betrachten. Diese Songs vermitteln ein deutliches Gefühl der Unruhe, entstanden in einer flüchtigen Zeitspanne, was beweist, dass die Band unter Druck und wenn sie aus den dunkelsten Ecken ihres Unterbewusstseins schöpft, am besten funktioniert. Das wortlose ,Carousel" leitet die beunruhigende Atmosphäre der EP mit Störgeräuschen und melancholischen Gitarrenklängen ein, die in ,Hannibal" übergehen, einem hymnischen Track voller kraftvoller Riffs und roher Emotionen. Die Band hat diese Art von purer Kraft schon mal gezeigt, von ,Solstice" aus dem Jahr 2018 bis zu "Chameleon", während ,Hannibal" mit einem Hauch von beispielloser Boshaftigkeit, Schlängeligkeit, ,Stone Temple-y, Alice in Chains-y", wie Avila witzelt, verzerrt ist. Textlich greift er die Angst der Teenager auf, das Gefühl, zerlegt und abgelehnt zu werden. ,Méliès", benannt nach dem französischen Illusionisten und Filmemacher, wechselt zwischen schweren, schlammigen Akkorden und einem himmlischen Refrain, ,von etwas Beängstigendem zu etwas wie einem Traumzustand", sagt Avila, der die surreale Abstraktion seines Namensvetters kanalisiert. ,Funhouse" taucht in den Doom Metal ein, mit spärlicher Gitarrenarbeit und dem wahrscheinlich langsamsten BPM der Band. Im Gegensatz dazu rüttelt, blitzt und hämmert der letzte Track ,Clown", als hätte der Hörer das andere Ende eines Horrorhauses erreicht und wäre nun vollständig in die grelle, verwirrende Beleuchtung des Jahrmarkts eingetaucht. Personifiziert durch eine knorrige, synthetische Leadgitarre erinnert ,Clown" an Robin Williams, einen Archetyp tragischer Fröhlichkeit, der zeigt, dass diejenigen, die am meisten versuchen, andere zum Lachen zu bringen, insgeheim vielleicht die Traurigsten sind. Klanglich verweist die Band schnell auf den Einfluss von ,Undone" und ,Stuck on You" von der Kultband Failure aus den 90ern, neben dem allgegenwärtigen Loveless, was die Größe von Trauma Ray ausmacht: fünf Musiker, die das, was sie lieben, aufnehmen, synthetisieren und erweitern. Die Carnival EP bietet einen kurzen und sehr loopbaren Abstecher in die Dunkelheit einer Band, die von Minute zu Minute beeindruckender wird.
Zum 50. Jahrestag eines der wegweisendsten Konzerte in der KISStory – am 20. August 1976 traten
KISS vor ihrem bis dahin größten Publikum – über 42.000 Fans – im Anaheim Stadium auf. Die ursprüngliche Aufnahme dieses KISStorischen Abends stammt von Eddie Kramer, der dieses Konzert nun
anhand der originalen Mehrspurbänder neu abgemischt hat! Das über 60-minütige Konzert ist auf einer
CD enthalten, zusammen mit einem Booklet mit den wichtigsten Liner Notes aus der Deluxe-Version sowie
unveröffentlichten Fotos und Bildern von Erinnerungstücke.
Ein Album, das der Blütezeit der 90er Jahre entsprungen zu sein scheint. Subtil grungy, alternativ, voller Melancholie und Gelassenheit in den Gesangslinien. Mit »Glue« zeigen Daily Thompson vor allem, dass sie nicht nur meisterhafte Musiker sind, sondern auch ein tiefes Gespür für Atmosphäre und Emotion haben, vor allem aber für Songwriting.
Ein Ausnahme-Album, das zwischen Melancholie und purer musikalischer Freude den Hörer mitnimmt auf eine Reise vom Nordwesten Amerikas in den Nordwesten Dortmunds. Trotz aller musikalischen Vorbilder wird jedoch die bandeigene DNA niemals vergessen.
Their follow up to the acclaimed ‘Anda Jaleo’. A document of Josephine Foster's magical partnership with Victor Herrero breathing new life into timeless traditional melodies, drawing from the Spanish-folk traditions of Castile, the Basque, Santander and the Costa Brava. ‘Perlas’ is debonair, contemporary and redolent of that old seductive charge.” The Wire. Elemental themes of love bind the collection together, with a melancholy joy that casts a shadow of desire and loss. “The alt-folk fixture returns to more traditional material.” Pitchfork.
"Black & 'Pearlescent Transcendent Future'"-farbiges Vinyl. Light in the Attic präsentiert die lang erwartete Neuauflage von ,Synthesizing: Ten Ragas to a Disco Beat", dem revolutionären Album von 1982 vom Komponisten und Musiker Charanjit Singh. Er hat klassische indische Ragas mit den damals modernsten Roland-Synthesizern und Drumcomputern kombiniert und so ein elektronisches Meisterwerk geschaffen, das seiner Zeit weit voraus war. Bei den Live-Aufnahmen in den HMV-Studios in Mumbai verband Singh die Vergangenheit mit der Zukunft - er mischte die alte indische Tradition der Ragas (ein melodisches Gerüst, ähnlich einer Tonleiter, aus dem Musiker improvisieren oder komponieren können) mit pulsierenden elektronischen Dance-Beats. Das Album wurde ohne großes Aufsehen veröffentlicht, geriet in Vergessenheit und Singh zog sich aus dem Musikgeschäft zurück, um sich auf private Konzerte zu konzentrieren, aber damit fängt die Geschichte erst richtig an...
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In ein paar Jahren kann viel passieren. Für Jarred Beeler von DJ Plead bedeutet das, ein ganz neues Album aufzunehmen, es dann wegzuwerfen und schließlich etwas völlig Anderes zu veröffentlichen. ,Please" wurde zusammengestellt aus einem Ordner mit 120 Demos und Skizzen, die zwischen 2023 und 2025 entstanden sind, und präsentiert die unverwechselbare musikalische Palette des libanesisch-australischen Produzenten, die Techno, House und Dub aus dem Club mit den Dabke-, Mijwiz- und Shaabi-Klängen eines levantinischen Tanzkreises verbindet. ,Please" folgt auf ,Relentless Trills" aus dem Jahr 2020. Veröffentlicht als Teil von Boomkats ,Documenting Sound"-Reihe war diese Veröffentlichung eine Offenbarung, die über die hochintensiven Hard-Drum-Kracher hinausging, die über Livity Sound, Nervous Horizon und sein eigenes Label Sumac erschienen waren, hin zu einem eher ambienten Ausbruch seiner markanten Percussion und gewundenen Maqam-Melodien. ,Please" ist ein noch intimeres Werk, dessen Cover eine Nahaufnahme von Beeler zeigt , der in der einen Hand eine Tasse Kaffee hält, in der anderen seine Habseligkeiten. Handy, Schlüssel, Tabletten, Tiger Balm. Es ist eine zutiefst persönliche Darstellung des Alltags, die die gemächliche emotionale Resonanz der Trackliste des Albums widerspiegelt. Ein melancholischer Ambient folgt auf das verzierte Dahintuckern von ,Seven Eight, Too Late", das von Downtempo-Atmosphären heimgesucht wird. Das sanft groovende Klavier, die Gitarre und der Bass des Abschlussstücks ,Traffic" verschmelzen mit dem organischen Nachhall und Verklingen von Raum und Zeit. ,Ich fühle mich nicht ganz wohl dabei, diese Tracks zu veröffentlichen. Ich fühle mich verletzlich", sagt Beeler, der Smalltown Supersound-Labelchef Joakim Haugland als entscheidend für die Verwirklichung von ,Please" würdigt. ,Ich bezweifle, dass diese Demos jemals von jemandem gehört worden wären, wenn er sie nicht aus dem Ordner geholt hätte." Aber haben wir nicht Glück, dass er es getan hat? Die schwülen Keyboard-Improvisationen des Albums bei Höhepunkten wie ,Right On Time", ,Pa700" und ,Open Era" sind eingebettet in eine Mischung aus schwankenden Found Sounds und mikrotonalen Läufen. ,Bei einigen Songs spiele ich auch einfach nur Keyboard über einem Loop, den ich erstellt habe. Da gibt es nicht viel Produktion oder Glanz, hinter dem man sich verstecken könnte", erklärt Beeler. ,Gerade diese Tracks wirken ziemlich roh." Diese behutsamen Schritte außerhalb von Beelers ästhetischer Komfortzone aus Kontrolle und Funktion hin zu ungefilterter Offenheit erzeugen eine spannende Spannung. ,Please" nähert sich gekonnt jenem schwer fassbaren Punkt zwischen Distanziertheit und Sentimentalität, wo das Alltägliche, das Spezifische und das leicht Absurde auf das Tief empfundene und aufrichtig Bewegende treffen.
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Light in the Attic präsentiert die lang erwartete Neuauflage von ,Synthesizing: Ten Ragas to a Disco Beat", dem revolutionären Album von 1982 vom Komponisten und Musiker Charanjit Singh. Er hat klassische indische Ragas mit den damals modernsten Roland-Synthesizern und Drumcomputern kombiniert und so ein elektronisches Meisterwerk geschaffen, das seiner Zeit weit voraus war. Bei den Live-Aufnahmen in den HMV-Studios in Mumbai verband Singh die Vergangenheit mit der Zukunft - er mischte die alte indische Tradition der Ragas (ein melodisches Gerüst, ähnlich einer Tonleiter, aus dem Musiker improvisieren oder komponieren können) mit pulsierenden elektronischen Dance-Beats. Das Album wurde ohne großes Aufsehen veröffentlicht, geriet in Vergessenheit und Singh zog sich aus dem Musikgeschäft zurück, um sich auf private Konzerte zu konzentrieren, aber damit fängt die Geschichte erst richtig an...
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ALLTAGSDASEIN melden sich mit *SOFA GEHT DIE ZEIT* zurück - deutschsprachiger Punk zwischen Alltagswahnsinn, Couchromantik und leiser Wut. Ein Album für alle, die funktionieren sollen, aber lieber liegen bleiben würden. Lass uns von jetzt an alles anders machen! Du musst Dein Ändern leben _ von heute an! Aber, äh, die Watchlist ist voll und draußen ist feindlich. Und mein Sofa so bequem. Wenn die Faulheit den Aktivismus besiegt, dann müssen wir unser ,wir zwei gegen den Rest der Welt" auf morgen vertagen, okay? Hab grad so viel zu sehen: Netflix und so. Und dieses Jahr geht eh nix mehr. Irgendwann wird aber die Welt verändert, versprochen. Nur heute eben nicht. Release: CD 24.07.2026/ Vinyl 14.08.2026 12 Track 12inch 180 gr. rostrotes Vinyl 300 Stück mit Einleger Smith & Miller Records SMR LP053 oder als CD mit Bonustrack im Digipak mit Booklet SMR CD028
Melaina Kol, das Pseudonym des in Nashville lebenden Musikers Logan Hornyak, ist ein Projekt, das sich ständig wandelt. Es ist heute nicht mehr wiederzuerkennen im Vergleich zu dem, was es beispielsweise 2018 war, als er das Lo-Fi-Twee-Pop-Album ,Bird Kill Worm" veröffentlichte, und es hat sich auch von den Folktronica-Songs auf dem 2021 erschienenen Album ,AMOSAT" weiterentwickelt. Hornyak mag es nicht, sich auf eine Sache festzulegen; jedes Album soll anders sein als das vorherige. ,Ich greife gerne Motive oder Ideen auf, so wie ein Thema, und ich ändere gerne jedes Mal die Art und Weise, wie ich aufnehme", sagt er. Für sein neues Album ,Okay that's a great idea because if I do that then" hat Hornyak beschlossen, fast ganz auf Gitarre und Elektronik zu verzichten. Stattdessen brachte er sich selbst Cello und Harfe bei und kehrte zu seinem Klavierunterricht aus Kindertagen zurück. Er wollte seine langjährige Liebe zur klassischen Musik mit seinem Interesse an Ambient- und House-Musik verschmelzen, mit der Idee, ein Album zu schaffen, das den Ansatz der elektronischen Musik mit organischen Klängen verbindet. Klassische Instrumente werden zerhackt, geloopt und um einen rhythmischen Puls herum geschichtet. Der Effekt kann verwirrend und aus dem Gleichgewicht bringend sein, ist aber gleichzeitig entwaffnend schön. Hornyak nahm das Album zwischen seinem Zuhause in Tennessee und einem nahegelegenen Studio auf. Es war das erste Mal, dass er für Melaina-Kol-Songs ein richtiges Studio nutzen konnte, und er wollte, dass der Sound hochauflösend ist. Bei all seiner rastlosen kreativen Energie repräsentiert ,Okay that's a great idea because if I do that then " Hornyak in einer ruhigeren Lebensphase. ,Es ist viel ruhiger als die letzten beiden Alben. Ich habe all diese Alben in meinen frühen 20ern gemacht, als ich manische Phasen durchlebte und mit Drogen und so anfing", sagt er. ,Aber ich würde sagen, dieses Album ist sozusagen das andere Ende davon - das Herauskommen aus dieser Phase, würde ich sagen. In meinem Leben fühle ich mich viel friedlicher, und ich habe das Gefühl, dass das Album das widerspiegelt."
Es sind fünf hektische, chaotische, zermürbende, völlig durcheinander gewirbelte Jahre. Es sind all die mühsamen Missverständnisse einer fünfjährigen Beziehung, verzerrt und zu einer absurden schwarzen Comedy-Miniserie auf Vinyl gedehnt. Es ist der Klang all unserer Streitgespräche, die gleichzeitig erklingen. Es sind mehrere aufeinanderfolgende Sprachnachrichten, die nicht angehört, sondern stattdessen als Transkript gelesen wurden. Es sind fünfzehn Songs des ikonoklastischen Rappers Mike Eagle und des innovativen Produzenten Kenny Segal. Es ist das weltweit erste halb skurrile Trennungsalbum. Es ist "DOOMED!", es ist auch LA. Vielleicht nicht in erster Linie, aber Los Angeles ist tief in der Gegenwart und der Geschichte dieses Albums verwurzelt. Die Geschichte jeder Großstadt ist auch eine Geschichte von Zugezogenen. DJ Premier in New York, Tupac in Kalifornien. Wenn man es aufbaut, werden sie kommen. Mike und Kenny kamen beide als junge, aufstrebende Künstler nach LA, angezogen von der Szene rund um die bahnbrechende Rap-Crew Project Blowed. Sie sind seit fast zwanzig Jahren befreundet - und arbeiten gelegentlich zusammen. Trotzdem ist "DOOMED!" das erste Mal, dass die beiden ein komplettes Werk gemeinsam geschaffen haben. Aber alles geschieht zu seiner Zeit, und das Schicksal hat sie genau in dem Moment zusammengeführt, der es dem Duo ermöglichte, etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Mike, der gerade eine Reihe von Alben mit mehreren Produzenten hinter sich hatte und das Ende einer turbulenten Beziehung verarbeitete, brauchte eine kreative Katharsis. Kenny hingegen hatte sich nach einer Reihe von hochgelobten Kollaborationen - nicht nur mit Rappern wie billy woods und K-the-I??? - sondern auch mit dem Jazz-Trio Human Error Club und dem bluesigen Indie-Rocker Benjamin Booker - auf seine nächste Herausforderung festgelegt. "In den letzten Jahren machte Kenny sehr deutlich, dass er nicht einfach weiterhin ein oder zwei Beats für meine Projekte beisteuern wollte; er wollte etwas aufbauen", erklärt Open Mike Eagle. "Ich konnte ihn davon überzeugen, mir ein paar Beats für Neighborhood Gods Unlimited zu überlassen, mit der Maßgabe, dass wir uns als Nächstes auf unser gemeinsames Projekt konzentrieren würden. Dann zerbrach meine Beziehung, gerade als wir mit der Arbeit begannen, und ich dachte mir: Perfekt, dazu habe ich eine Menge zu sagen."
Es sind fünf hektische, chaotische, zermürbende, völlig durcheinander gewirbelte Jahre. Es sind all die mühsamen Missverständnisse einer fünfjährigen Beziehung, verzerrt und zu einer absurden schwarzen Comedy-Miniserie auf Vinyl gedehnt. Es ist der Klang all unserer Streitgespräche, die gleichzeitig erklingen. Es sind mehrere aufeinanderfolgende Sprachnachrichten, die nicht angehört, sondern stattdessen als Transkript gelesen wurden. Es sind fünfzehn Songs des ikonoklastischen Rappers Mike Eagle und des innovativen Produzenten Kenny Segal. Es ist das weltweit erste halb skurrile Trennungsalbum. Es ist "DOOMED!", es ist auch LA. Vielleicht nicht in erster Linie, aber Los Angeles ist tief in der Gegenwart und der Geschichte dieses Albums verwurzelt. Die Geschichte jeder Großstadt ist auch eine Geschichte von Zugezogenen. DJ Premier in New York, Tupac in Kalifornien. Wenn man es aufbaut, werden sie kommen. Mike und Kenny kamen beide als junge, aufstrebende Künstler nach LA, angezogen von der Szene rund um die bahnbrechende Rap-Crew Project Blowed. Sie sind seit fast zwanzig Jahren befreundet - und arbeiten gelegentlich zusammen. Trotzdem ist "DOOMED!" das erste Mal, dass die beiden ein komplettes Werk gemeinsam geschaffen haben. Aber alles geschieht zu seiner Zeit, und das Schicksal hat sie genau in dem Moment zusammengeführt, der es dem Duo ermöglichte, etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Mike, der gerade eine Reihe von Alben mit mehreren Produzenten hinter sich hatte und das Ende einer turbulenten Beziehung verarbeitete, brauchte eine kreative Katharsis. Kenny hingegen hatte sich nach einer Reihe von hochgelobten Kollaborationen - nicht nur mit Rappern wie billy woods und K-the-I??? - sondern auch mit dem Jazz-Trio Human Error Club und dem bluesigen Indie-Rocker Benjamin Booker - auf seine nächste Herausforderung festgelegt. "In den letzten Jahren machte Kenny sehr deutlich, dass er nicht einfach weiterhin ein oder zwei Beats für meine Projekte beisteuern wollte; er wollte etwas aufbauen", erklärt Open Mike Eagle. "Ich konnte ihn davon überzeugen, mir ein paar Beats für Neighborhood Gods Unlimited zu überlassen, mit der Maßgabe, dass wir uns als Nächstes auf unser gemeinsames Projekt konzentrieren würden. Dann zerbrach meine Beziehung, gerade als wir mit der Arbeit begannen, und ich dachte mir: Perfekt, dazu habe ich eine Menge zu sagen."
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„Roots, Rock, Reggae: Live at the Hammersmith Odeon“ ist ein atemberaubendes, bisher unveröffentlichtes
Live-Album von Bob Marley, das im Juni 1976 während der „Rastaman Vibration“-Tournee an mehreren
Abenden im Rahmen der Residency der Wailers im renommierten Londoner Hammersmith Odeon aufgenommen wurde. Die Buchung des Veranstaltungsortes war ein gewagter Schritt, doch Bob hatte durch den
Erfolg von „No Woman, No Cry“ in den britischen Charts neuen Ruhm erlangt, und ein begeistertes Publikum füllte den Saal bis auf den letzten Platz. Zu den Höhepunkten zählen der transzendente Titelsong,
das selten gespielte „Bend Down Low“, eine Extended Version von „Crazy Baldhead“ und eine 30-minütige
Zugabe, die ein 12-minütiges „Get Up, Stand Up“ enthält. Neue Liner Notes von Marleys Weggefährten
Don Letts liefern einen Augenzeugenbericht dieses Erlebnisses, das nun auf schwarzem Vinyl erhältlich ist
Friday My Lady steht für energiegeladenen Rock'n'Roll im coolen Garage-Punk-Stil, den das Youngster Quartett aus der Vendée souverän rüberbringt. Im Laufe des Jahres 2022 beschlossen Mathis (Gesang/Gitarre), Vérone (Leadgitarre), Balthazar (Bass) und Lény (Schlagzeug), sich auf das Abenteuer Friday My Lady einzulassen. Kurz gesagt: Sie haben noch jede Menge Tolles für uns auf Lager, und das ist erst der Anfang... FRN Friday My Lady c'est du high energy rock'n'roll sauce garage punk bien cool que le quatuor vendéen de 20 ans sait porter sur ses épaules. Courant 2022, Mathis (chant/guitare), Vérone (guitare lead), Balthazar (basse) et Lény (batterie) ont décidé de se lancer dans l'aventure Friday My Lady. En bref, ils ont encore pleins de belles choses à nous réserver et ce n'est que le début ..
Mit Grumpy Pieces kehrt der Düsseldorfer Musiker Harmonious Thelonious alias Stefan Schwander mit einem Werk zurück, das seine langjährige Klangästhetik präzise destilliert und zugleich spürbar aufreibt. Wieder verbinden sich Pan-Afrikanische und Nahöstliche Rhythmuskonzepte, minimalistische Wiederholungsstrukturen und reduzierter Elektronik-Einsatz zu einem hypnotischen Sound - diesmal jedoch rauer, trockener und offener für Brüche als zuvor. Die acht Stücke wirken wie unter Spannung gesetzt: Melodien schaben über kantige Bassfundamente, scharfe Snare-Schläge durchschneiden das Gefüge, und trotz des klaren Groove-Fokus ist ständig ein nervöses Knistern präsent. Grumpy Pieces reflektiert eine Gegenwart voller politischer und gesellschaftlicher Reibung - ohne explizite Kommentare, aber mit einer Musik, die Reibung selbst zum Gestaltungsmittel macht. Während die A-Seite vergleichsweise direkt beginnt, öffnet sich die B-Seite zunehmend dem kontrollierten Zerfall, bis der finale Track "Dissolving" den Titel programmatisch umsetzt. Entstanden ist das Album in Schwanders Düsseldorfer Studio - intuitiv, unmittelbar, ohne große Bildschirm-Arrangements, eng verwoben mit seiner live-erprobten, tranceartigen Arbeitsweise. Grumpy Pieces ist kein Bruch, sondern eine Zuspitzung: ein kraftvoll verdichtetes, körperliches und zugleich unruhiges Album, das die charakteristische Handschrift von Harmonious Thelonious schärft. Tanzmusik mit Widerstand - und Biss.
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,The Ecstatic", das ursprünglich im Juni 2009 erschien, gilt als wegweisendes künstlerisches Statement von Mos Def (heute bekannt als Yasiin Bey) - ein facettenreiches Comeback, das seinen Status als eine der abenteuerlustigsten und intellektuell engagiertesten Stimmen des Hip-Hop bekräftigte. Das Album erschien ein Jahrzehnt nach seinem gefeierten Debüt ,Black on Both Sides" und wurde weithin als sein stärkstes Werk seit Jahren angesehen; es erntete nahezu einhelliges Lob für seine lyrische Bandbreite, die vielseitige Produktion und den thematischen Anspruch. Musikalisch webt ,The Ecstatic" einen globalen Klangteppich, der von einer Reihe zukunftsweisender Produzenten geprägt ist, darunter Madlib, J Dilla, Oh No, Preservation, Mr. Flash, Chad Hugo (von The Neptunes) und Georgia Anne Muldrow. Die daraus entstehende Klanglandschaft ist sowohl in der Hip-Hop-Tradition verwurzelt als auch genreübergreifend und integriert Elemente aus Jazz, Soul, nahöstlichen Einflüssen und experimenteller Sample-Arbeit. Tracks wie ,Supermagic" und ,Twilite Speedball" strahlen eine lebendige, rastlose Energie aus, die den weitreichenden kreativen Spielraum des Albums widerspiegelt. Textlich durchstreift yasiin bey mit seiner charakteristischen Schärfe persönliche, politische und philosophische Themen und setzt sich mit poetischer Dringlichkeit mit sozialer Ungleichheit, westlichem Imperialismus und Fragen der kulturellen Identität auseinander. The Ecstatic setzt eher auf Risiko und Komplexität als auf Nostalgie und bleibt ein ausgereiftes, tief empfundenes Werk, dessen Ehrgeiz, Tiefe und anhaltende Resonanz seinen Platz als herausragender Eintrag im Werk von Mos Def und in der modernen Hip-Hop-Geschichte gefestigt haben.
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In December 2025, I performed alongside Asmus Tietchens and Jetzmann at the final Hörbar Ausklang Festival. This cassette was produced for that occasion. It contains preliminary studies for my live modular synthesiser performance.
The tape wasn't sold on the night, and its release ended up being postponed until now. At one point I had almost forgotten that I had even produced it. Now it's finally here—but what does that change?
Side A features a 24-minute piece titled Aber Was Ändert Das? (What Does That Change?)
Aber Was ändert Das? – Two oscillators coupled via a comparator and routed through a filter bank form the foundation of this piece. Eight filters within the bank are modulated by a synchronised octal triangle wave. Over time, the modulation gradually unfolds like an abanico (fan), shifting into different patterns. The impulses slowly dissolve into noise. A looping voice tape is added to the texture, and the piece concludes with a melody of comb-filtered sine tones.
Side B presents several variations and adjustments of a self-generative patch.
Quantitative Unbestimmbarkeit I-V (Quantitative Indeterminacy I–IV) – At the core of these pieces is a source of uncertainty and three function generators programmed in mutual feedback. The tonal material is derived from a wave-folded sine wave, a noise source, and a pinged state-variable filter. This type of self-generative patch is commonly known as a Krell patch.
The edition is limited to 50 copies. Release day will be the August 7th, 2026.
The title Miszellen Band is derived from the term Miszelle (plural: Miszellen), which refers to a short informative text or brief scholarly essay, often published in academic journals or collected volumes under a "Miscellanea" section. The word originates from the Latin miscella, meaning "mixed things". Such texts typically explore highly specific subjects without the scope or depth of a full-length study. They often consist of etymological notes, addenda to previously published work, concise discussions, or small discoveries from archives.
Der Begriff „Classic Rock“ existiert in den USA schon seit vielen Jahren, doch in Deutschland musste sich diese Bezeichnung nach und nach etablieren. Er umfasst das Spektrum zwischen AOR und Hardrock mit vielen Facetten. In diesem Vinylboxset findet man diese Bandbreite. Über MOLLY HATCHET muss man kaum Worte verlieren. Zusammen mit LYNYRD SKYNYRD zählt man zu den erfolgreichsten und wichtigsten Southern Rock Bands und ist auch heute noch aktiv.
RICK DERRINGER ist leider 2025 gestorben, hat uns aber nicht nur mit seiner ersten Band THE MCCOYS („Hang On Sloopy“) unsterbliche Musik geliefert, sondern vor allem als Solokünstler. Dieses Schaffen wird auf der LP „Beyond The Universe“ zusammengefasst. JOHNNY BLACK kommt eigentlich aus dem Punk, aber auch in diesem Segment gibt es Gruppen, die man anderweitig verorten kann. Seine von der Presse hochgelobte LP enthält einen zugänglichen Mix aus Classic Rock, Hardrock und 70s Rock – teilweise hitverdächtig. Etwas mehr Aufmerksamkeit muss man der Band FLOATING OPERA schenken, deren einzige LP einen anspruchsvollen Mix aus Classic Rock, Krautrock und Progrock aufweist. Das passte perfekt in die ausklingenden Siebziger und gerade beginnenden Achtziger. FLOATING OPERA ist die versteckte Geheimwaffe in diesem Boxset. Alle LPs wurden für Vinyl gemastert!
Am 7. August 2026 veröffentlichen THE BOYS eine limitierte Doppel-A-Seite-Vinyl-Single bei Damaged Goods Records. ,Damn Those Eyes" und ,Never Mind the Botox" wurden letztes Jahr im The Planet Of Noise Studio in Limmared, Schweden, aufgenommen. Beide Songs stammen aus dem sechsten offiziellen Studioalbum von The Boys, das im Dezember 2026 erscheinen wird. Zusammen mit den Sex Pistols, The Clash und The Damned gehörten The Boys zur ersten Welle der britischen Punk-Explosion Mitte der 1970er Jahre. Ausgestattet mit einem Arsenal an Killer-Songs von Steel und Dangerfield wurden The Boys im Januar 1977 zur ersten britischen Punkband, die einen Plattenvertrag unterschrieb. Von der Musikpresse und ihren Zeitgenossen hoch geschätzt, führten ihre gut ausgearbeiteten Songs zusammen mit Steels und Dangerfields Liebe zu Harmonien dazu, dass sie als ,die Beatles des Punk" bezeichnet wurden, aber sie hätten genauso verdient mit den Ramones verglichen werden können (und sollen) - schnell, abwechselnd frech und augenzwinkernd, und herrlich hymnisch. Auf der neuen Single sind die ursprünglichen Gründungsmitglieder und das Songwriter-Team Matt Dangerfield und Casino Steel zu hören, zusammen mit den langjährigen Mitgliedern Chips Kiesbye & Kent Norberg (von der schwedischen Megaband Sator) sowie Martin H-Son (ex-Backstreet Girls). Der renommierte internationale Filmemacher und ehemalige Bassist von The Crybabys, Danny Garcia, hat einen Gastauftritt auf ,Never Mind the Botox" und hat außerdem Promo-Videos für beide Songs gedreht.
Auf ,Revelations of Divine Love", Jason Calhouns fünfter Veröffentlichung bei Dear Life Records, hat Calhoun ein besonders kraftvolles Album zusammengestellt, das surrt, summt und leuchtet. Im Gegensatz zu seinen jüngsten Werken, die sich um ausgedehnte, hypnotische Kompositionen drehen, wecken die vierzehn Tracks hier sofort deine Aufmerksamkeit und Neugier. Ihre Prägnanz unterstreicht nur eine seiner größten Stärken: die Fähigkeit, einen verfliegenden, flüchtigen Moment einzufangen und festzuhalten. Der Titel ist eine Anspielung auf die britische Anachoreta Julian von Norwich, deren gesammelte Schriften mit demselben Titel die frühesten sind, die jemals von einer Frau in englischer Sprache verfasst wurden. Hier dient er als verbindendes Thema für Calhouns ganz eigene Palette aus unruhigen Texturen und zaghaften Melodien. Das ist zweifellos persönliche Musik, aber sie fühlt sich auch greifbar an, fast wie Toffee in ihrer Präsentation - und bei einer so kraftvollen Kombination fällt es schwer, beim Hören ein Lächeln zu unterdrücken. Zum Beispiel, wenn der eindringliche Puls, der ,last one" trägt, plötzlich seine Farbe wechselt, während sich gähnende Töne offenbaren, oder wie ,eye dilation" auf Zehenspitzen in den Raum schleicht, wobei jede Note wie ein sorgfältig gewählter Schritt klingt. Obwohl das Album niemals gekünstelt oder überladen wirkt, bleibt es entschlossen intim.
Jetzt mit Fettfleck Records (Loikaemie) unterwegz! SOKO LINX melden sich zurück! Mit einem Knall? Mit einem Konzept für Weltfrieden? Nicht ganz, aber immerhin mit Album #3! Dieses entstand in einer Zeit der masziven Veränderung und des Umbruchs. 2024 verstarb völlig unerwartet ein enger Freund und wichtiger Wegbegleiter der Band. Drummer und Gründungsmitglied NiXS KOOL verliesz nach einer Zeit der Ungewiszheit die Band. Die Aufnahmen fanden nicht wie zuvor innerhalb von zwei Wochen in Leipzig statt, sondern in unterschiedlichen Sessions in zwei Berliner Studios auf zwei Jahre verteilt. ACEY AVALON unterstützte bei den Gitarren- und Schlagzeugaufnahmen. Er spielte aus Ermangelung eines Schlagzeugers auch die Drums ein. Aus diesen Gründen bedeutet PUNK FÜR LEUTE, DIE PUNK HASZEN sowohl Abschlusz als auch Neuanfang. Abschlusz, auch weil dieses Album eine Trilogie vervollständigen wird. Neuanfang, auch weil mit dem nun gefundenen neuen Drummer ONLi KOXS frische Einflüsze und Impulse SOKO LiNX bereichern werden. Mit Features von THE DEAD END KIDS & WIZO! Nach den schon reichlich gefeierten Singelz "Jetzt bitte keine Neiddebatte!", "Kleiner Demokrat, was nun?" und "Gewaltenteilung" kommt vorab noch "Zeitmanagement" mit WIZO als Gast dabei. Und kurz danach kann mensch alle 15 neuen SOKO LINX-Trackz komplett haszen! Oder lieben! Schwarzes Vinyl im Gatefold-Sleeve mit 8seitigem 12"-Booklet und bedruckter Innenhülle oder farbiges Vinyl (Marbled Lilac-Violet-White) genauso plus als Deluxe Edition mit Patch, SOKO LINX-Poster & welterstes Analog-Meme inklusive persönlichen Grusz!
Jetzt mit Fettfleck Records (Loikaemie) unterwegz! SOKO LINX melden sich zurück! Mit einem Knall? Mit einem Konzept für Weltfrieden? Nicht ganz, aber immerhin mit Album #3! Dieses entstand in einer Zeit der masziven Veränderung und des Umbruchs. 2024 verstarb völlig unerwartet ein enger Freund und wichtiger Wegbegleiter der Band. Drummer und Gründungsmitglied NiXS KOOL verliesz nach einer Zeit der Ungewiszheit die Band. Die Aufnahmen fanden nicht wie zuvor innerhalb von zwei Wochen in Leipzig statt, sondern in unterschiedlichen Sessions in zwei Berliner Studios auf zwei Jahre verteilt. ACEY AVALON unterstützte bei den Gitarren- und Schlagzeugaufnahmen. Er spielte aus Ermangelung eines Schlagzeugers auch die Drums ein. Aus diesen Gründen bedeutet PUNK FÜR LEUTE, DIE PUNK HASZEN sowohl Abschlusz als auch Neuanfang. Abschlusz, auch weil dieses Album eine Trilogie vervollständigen wird. Neuanfang, auch weil mit dem nun gefundenen neuen Drummer ONLi KOXS frische Einflüsze und Impulse SOKO LiNX bereichern werden. Mit Features von THE DEAD END KIDS & WIZO! Nach den schon reichlich gefeierten Singelz "Jetzt bitte keine Neiddebatte!", "Kleiner Demokrat, was nun?" und "Gewaltenteilung" kommt vorab noch "Zeitmanagement" mit WIZO als Gast dabei. Und kurz danach kann mensch alle 15 neuen SOKO LINX-Trackz komplett haszen! Oder lieben! Schwarzes Vinyl im Gatefold-Sleeve mit 8seitigem 12"-Booklet und bedruckter Innenhülle oder farbiges Vinyl (Marbled Lilac-Violet-White) genauso plus als Deluxe Edition mit Patch, SOKO LINX-Poster & welterstes Analog-Meme inklusive persönlichen Grusz!
Mit "TANZNEID" kehren Electric Callboy zurück. Auf ihrem bislang ambitioniertesten Album verschmelzen sie Metalcore, EDM und Pop zu einem unverkennbaren, ganz eigenen Sound. Nach einem Nummer-1-Album, mehreren Gold-Auszeichnungen und Hunderten Millionen von Streams und Videoaufrufen entwickelt sich die Band konsequent weiter, bleibt dabei aber der Energie und der Haltung treu, die sie so erfolgreich gemacht haben. Mit massiven Hooks, kraftvollen Tracks, clubtauglichen Momenten, herausragenden Kollaborationen und ihrem typischen Sinn für Humor wirkt "TANZNEID" größer, lauter und dynamischer denn je.
Geprägt von jahrelangen Tourneen rund um die Welt und ihrer engen Verbindung zu den Fans, fängt das Album die Band in voller Kraft ein - sowohl auf Platte als auch auf der Bühne. "TANZNEID" ist mehr als nur ein neues Kapitel: Es ist eine Hommage an alles, wofür die Band steht - ein Album, das zum Tanzen, Genießen und Feiern gemacht ist!
Mit "TANZNEID" kehren Electric Callboy zurück. Auf ihrem bislang ambitioniertesten Album verschmelzen sie Metalcore, EDM und Pop zu einem unverkennbaren, ganz eigenen Sound. Nach einem Nummer-1-Album, mehreren Gold-Auszeichnungen und Hunderten Millionen von Streams und Videoaufrufen entwickelt sich die Band konsequent weiter, bleibt dabei aber der Energie und der Haltung treu, die sie so erfolgreich gemacht haben. Mit massiven Hooks, kraftvollen Tracks, clubtauglichen Momenten, herausragenden Kollaborationen und ihrem typischen Sinn für Humor wirkt "TANZNEID" größer, lauter und dynamischer denn je.
Geprägt von jahrelangen Tourneen rund um die Welt und ihrer engen Verbindung zu den Fans, fängt das Album die Band in voller Kraft ein - sowohl auf Platte als auch auf der Bühne. "TANZNEID" ist mehr als nur ein neues Kapitel: Es ist eine Hommage an alles, wofür die Band steht - ein Album, das zum Tanzen, Genießen und Feiern gemacht ist!
Zwei Monate bevor Jackie McLean sein bahnbrechendes Meisterwerk “One Step Beyond” einspielte, hatte
der Altsaxofonist im Studio von Rudy Van Gelder ein dynamisches Quintett für eine Aufnahmesession versammelt. Trotz der hochkarätigen Besetzung mit dem Trompeter Donald Byrd sowie dem Pianisten Herbie
Hancock und dem Schlagzeuger Tony Williams - die kurz danach Mitglieder des zweiten großen Quintetts
werden sollten - legte Produzent Alfred Lion die Aufnahmen erst einmal auf Eis. Sie wurden erst 1980
als Teil der “Connoisseur”-Reihe unter dem Titel “Vertigo” veröffentlicht. Das Quintett präsentierte eine
schwindelerregende Vielfalt an Stilen - von energiegeladenem Post-Bop über raffnierten Funk bis hin zu
langsamem Blues. Gekoppelt wurden das Material auf dem Album mit einer klassischen Hard-Bop-Nummer
aus dem Jahr 1959, die McLean mit einem anderen exzellenten Quintett ursprünglich für das Album “New
Soil” aufgenommen hatte. Auf diesem Album war sie aber wegen Platzmangels nicht erschienen.
Nach seiner ersten Netflix-Hauptrolle meldet sich Fatoni mit neuer Musik zurück. „Drama endet nie“ geht den Weg weiter, den das Vorgängeralbum „Wunderbare Welt“ (2023) schon eingeschlagen hatte: eingängige Melodien, ohne in eine unangenehme Seichtheit abzudriften, Produktionen, die auf der Höhe der Zeit sind, ohne sich ihr anzubiedern, und immer der Spagat zwischen Tiefsinn und Leichtigkeit, den keiner so gut beherrscht wie Fatoni. Es geht um Trennungen, es geht um Neuanfänge, es geht um den Versuch, im alltäglichen Wahnsinn nicht zu verzweifeln. Um Vespas und Hollywood, Algorithmen und Raubüberfälle. Wie immer ohne Netz, aber mit doppeltem Boden. PS: Eat the rich!
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Klappcover Edition, limitiert auf 2,000 Stück. Im letzten Vierteljahrhundert haben Kenner beobachtet, wie sich Shearwater still und leise zu einer der markantesten und experimentierfreudigsten amerikanischen Bands entwickelt hat. Angeführt (wie immer) von Songwriter und Naturforscher Jonathan Meiburg, zeigen die neun fesselnden Songs auf ,The New World", dass die Band weiter als je zuvor vorgestoßen ist und sich in seltener Gesellschaft befindet: Neben Meiburgs Bandkollegen Shearwaters Emily Lee und Dan Duszynski gehören zu den Mitwirkenden des Albums der Instrumentalvirtuose Shahzad Ismaily, der Saxophonist und Klarinettist Doug Wieselman, der Qanun-Spieler Farouz Zriek, der Gitarrist Leo Abrahams, der Ngoni-Spieler Mamadou Kouyate, die Perkussionisten Mahamadou Tounkara und Moctar Kouyate (von Ngoni Ba) sowie den unklassifizierbaren Schlagzeuger Thor Harris. (Es gibt sogar einen Überraschungsauftritt von einem gewissen L. Anderson.) Das klingt vielleicht nach vielen Mitreisenden, aber sie sind alle die ideale Begleitung für eine rasante Reise durch Freude, Verwirrung, Ehrfurcht und Trotz, mit Meiburgs Stimme als anmutigem und doch schwer fassbarem Wegweiser. Sowohl zurückhaltend als auch kunstvoll ist ,The New World" auf eine Weise fesselnd, wie es nur wenige Alben sind; es ist schwer, nicht bis zum Ende zuzuhören, wenn man einmal reingehört hat.
Zum ersten Mal seit der Originalpressung wieder auf Vinyl erhältlich - in einer neuen Obi-Edition, das Vinyl kommt in Schwarz-Weiß-Splatter-Optik. ,Sensorimotor" (2017) ist vielleicht Lusines einladendstes Album, mit der Single ,Just a Cloud" und weiteren Titeln. Seit seinen frühen Veröffentlichungen als Lusine bilden McIlwains elektronische Experimente eine der vielfältigsten Diskografien der letzten anderthalb Jahrzehnte. Die Grenzen zwischen Techno, Electro-Pop und experimenteller Komposition mühelos verwischend, sind die Arrangements des in Seattle ansässigen Produzenten sorgfältig konstruiert, aber auch voller Emotion und Seele. ,Sensorimotor ist ein Album, das seinem Namensgeber alle Ehre macht, gleichermaßen sensorisch und motorisch orientiert - und ein Werk, das ebenso auf intimen Texturen wie auf kühnen Rhythmen basiert." - KEXP
Mopar Stars tauchten im Sommer 2023 mit ihrer beeindruckenden 4-Song-Kassette ,Shoot the Moon" auf. Sie sind eine Band, die einem so vertraut vorkommt, bei der man aber nicht genau sagen kann, wie sie klingt. Es ist ein Hexengebräu aus Power-Pop-Balladen, Slacker-Stoner-Rock der Mitte der 90er und Anspielungen auf geliebte Klassiker wie Bob Mould (Husker Du/Sugar), Teenage Fanclub, Big Star und die Gitarrenkünste der Stadion-Götter der 70er.
In den letzten paar Jahren haben wir alle den Sinn für die Zeit verloren, aber es muss so um 2023 herum gewesen sein, dass Robert Rotifer, Journalist, Singer-Songwriter und zeitweiser Gitarrist/Bassist bei allen möglichen Bands, von Louis Philippe & The Night Mail über Swansea Sound, Penrose Web, Papernut Cambridge, André Heller, Keiron Phelan bis hin zu Fay Hallam's Band, seinen Freund Kenji, Ex-Sänger der deutschen Sunshine-Pop-Sensation Friedrich Sunglight, fragte, warum er eigentlich in keinen Bands mehr singt. Das war der Auslöser einer Zusammenarbeit, aus der zuerst langsam, dann immer schneller, eine üppige LP gewachsen ist, auf der neben Robert & Kenji noch der elegante post-Glam Veteran John Howard, das große junge Wiener Talent Leo Schlager alias The Zew, die lebende She-Punk-Legende Helen McCookerybook und der beliebteste singende Drummer der britischen Indie-Szene Ian Button zu hören sind. Die ursprüngliche Idee war, dass Robert Songs für Kenjis glockenklare, wendige Stimme schreiben sollte, was stilistisch automatisch eine melodiöse Baroque Pop-Richtung suggerierte. Als nächstes entwickelte sich ein textliches Thema, vom Opener "Considering", einem Lied an einen Freund, der seinen Weg verloren hat, über Songs der Ermutigung ("Things to do in Winter", "Stay With Us", "The More That I Think About What We Should Do") zu Songs über den feindseligen Zustand der Welt ("The Words", "Listen to the News", "Sense of Time"). Was für Rotifer als eine Reihe von Heim-Demos an Gitarre und Tasten in ungewohnten Tonarten (für Kenjis Stimme) begann, wuchs bald zu größeren Arrangements heran, angereichert durch Ian Buttons Drums, seine Stimme, weitere Instrumente und sein Ohr für einen guten Mix. Kenji und Rotifer hörten noch mehr am Horizont und beschlossen, dass dieses Material noch mehr verschiedene stimmliche Schattierungen gebrauchen konnte. Während Robert seine über den Kontinent verstreuten Freund:innen John (Südspanien), Helen (London) und Leo (Wien) für Vocal-Takes gewinnen konnte, die Ian in den Mix einfließen ließ, schrieb Roberts Tochter Emma gerade eine Seminararbeit an der Uni darüber, wie in der Independent-Musik-Szene Arbeit organisiert ist. Sie kam zu dem Ergebnis, dass das Musiker:innen-Netzwerk, in dem ihr Vater sich herumtreibt, einer Theorie der gegenseitigen Unterstützung gleicht, die man "Radical Friendship" nennt. Also widmete Rotifer dieser Idee noch einen Song, den er diesmal selber sang (nebst dem Schluss-Song "Is This Real Enough?"). Am Ende ergab es sich, dass alle Beteiligten auf jeweils einem Track die Haupt- oder Nebenstimme und auf allen anderen Songs unterstützende Harmonien singen. Auf diese Weise wurde das Album per se zu einer Verkörperung von Radical Friendship, nicht in der Theorie, sondern in der Praxis. Radical Friendship Theory is keine Band. Es ist ein liebevoll arrangierter Reigen von Songs in vielen verschiedenen Stilen, von Baroque Pop zu Psychedelia, Power Pop, Country Rock bis zu Bücherwurm-Indie, interpretiert von einem Kreis von Freund:innen, der sich immer erweitern und wandeln kann. Rotifer, der während der Fertigstellung des Albums von Canterbury nach Berlin gezogen ist, wird diese Songs in verschiedenen Städten mit verschiedenen Musiker:innen spielen, von Wien über London bis Glasgow, Hamburg, wahrscheinlich Berlin und Paris, wo immer seine radical friends zuhause sind. Indessen bringt das britische Label Spinout Nuggets die Studio-Version des Stoff in seiner Original-Besetzung heraus - eine Zelebrierung menschlicher, kreativer Freundschaft als lebensrettende Alternative zu einer Welt der digitalen Pseudokommunikation und künstlich geschürter Konflikte.
"Nach der Veröffentlichung ihres von der Kritik gefeierten Debütalbums ""From The New World"" im Jahr 2024, das gesellschaftlichen Zusammenbruch, Überleben und Menschlichkeit durch eine fiktive postapokalyptische Linse beleuchtet, haben Allt ihr zweites Album ""Ataraxia"" angekündigt.
""Ataraxia"" markiert eine neue Phase in der Entwicklung der Band: Das Album ist in der Realität verankert und schöpft direkt aus dem Leben der Bandmitglieder, wie persönlichen Tragödien, Beziehungen, Erschöpfung, Sehnsucht, Rückfällen, Klarheit und den Momenten dazwischen. Die Songs fungieren als Fragmente von Erinnerungen und Gemütszuständen und bilden eine Anthologie der Reise hin zur Stille. Das Album stellt ""Ataraxia"" als einen Ort der Sehnsucht dar: Es ist kein Endpunkt, sondern ein Zustand, dem man sich nähert, den man für einen Moment bewohnt und oft wieder verliert.
Musikalisch entwickeln Allt ihren charakteristischen Sound des modernen Progressive Metalcore weiter und legen dabei größeren Wert auf emotionalen Raum und Zurückhaltung. Die Aggression bleibt bestehen, steht nun aber in direktem Dialog mit Verletzlichkeit. Das Ergebnis ist Allts bisher intimstes, menschlichstes und ehrlichstes Werk. ""Mit 'Ataraxia' wollten wir aus dem Ort heraus schreiben, an dem wir tatsächlich leben. Diese Songs sind Fragmente und Nacherzählungen unserer eigenen Erfahrungen, der Last, die wir getragen haben, der Dinge, die wir gesehen und getan haben, und dessen, womit wir auf unserem eigenen Weg zur Reife als Menschen und zur Suche nach Frieden und Stille in unserem Leben konfrontiert waren. Bei 'Ataraxia' geht es darum, zu lernen, in allem, was sich in deinem Leben entfaltet, präsent zu bleiben.""
Allt ist eine 2020 gegründete Progressive-Metalcore-Band aus Karlskoga, Schweden. Bekannt für ihr audiovisuelles Storytelling und ihren innovativen Ansatz im Metalcore, spiegelt der Name Allt - was auf Schwedisch ""alles"" bedeutet - die Philosophie der Band wider: sich niemals auf Genregrenzen beschränke"
OXO 86: Jau, wir haben es tatsächlich getan und einige unserer Songs auf Englisch neu aufgenommen. Das war gar nicht so einfach für uns, denn unser Schulenglisch aus DDR-Zeiten reicht gerade mal für ein Gespräch auf dem Schulhof. Also haben wir ein paar englischsprachige Freunde gebeten, uns ihre Stimmen zu leihen (die Aufnahmen entstanden gemeinsam mit Sänger Willy und der ganzen Band!). Mit dabei waren Freunde aus anderen Bands, wie Greg von ,Bishops Green", Chris von ,On the Job", Ole von ,Brutal Bravo", einige Musiker bekannter Ska-Bands usw. Unglaublich, aber wahr OXO 86 sings English! CD sowie schwarzes, klar-gelbes mit schwarzem Splash und klar-rotes mit schwarzem Splash-Vinyl gibt's aktuell!
OXO 86: Jau, wir haben es tatsächlich getan und einige unserer Songs auf Englisch neu aufgenommen. Das war gar nicht so einfach für uns, denn unser Schulenglisch aus DDR-Zeiten reicht gerade mal für ein Gespräch auf dem Schulhof. Also haben wir ein paar englischsprachige Freunde gebeten, uns ihre Stimmen zu leihen (die Aufnahmen entstanden gemeinsam mit Sänger Willy und der ganzen Band!). Mit dabei waren Freunde aus anderen Bands, wie Greg von ,Bishops Green", Chris von ,On the Job", Ole von ,Brutal Bravo", einige Musiker bekannter Ska-Bands usw. Unglaublich, aber wahr OXO 86 sings English! CD sowie schwarzes, klar-gelbes mit schwarzem Splash und klar-rotes mit schwarzem Splash-Vinyl gibt's aktuell!
„Legend“ von Clannad ist das mit einem BAFTA-Award ausgezeichnete und ikonische achte Studioalbum
der Band aus dem Jahr 1984, das als Soundtrack für die britische Kultserie „Robin of Sherwood“ diente. Das
Album fängt die mystische und atmosphärische Essenz der Serie auf eindrucksvolle Weise ein und verbindet
dabei traditionellen irischen Folk mit zeitgenössischen Klängen. Clannad sind bekannt für ihren ätherischen
und eindringlichen Musikstil; sie setzen eine Mischung aus akustischen Instrumenten, üppigen Harmonien
und Synthesizern ein, um eine reichhaltige, jenseitige Atmosphäre zu erschaffen. Die Bandmitglieder –
Ciarán Brennan, Máire (Moya) Brennan, Pól Brennan sowie die Geschwister Noel und Pádraig Duggan
– gestalten eine Klanglandschaft, die den Hörer in die sagenumwobene Welt von Robin Hood entführt.
Schlüsselstücke wie „Robin (The Hooded Man)“ und „Together We“ demonstrieren Clannads Fähigkeit,
Erzählung und Melodie nahtlos miteinander zu verweben, und spiegeln dabei den Abenteuergeist und die
Romantik der Robin-Hood-Legende wider. Der Einsatz von Máire Brennans ätherischem Gesang verleiht
der Musik eine bezaubernde zusätzliche Ebene und verstärkt so die mystische Qualität des Albums.
"Time's Up"! Die australischen Streetpunker von "The Clinch" kommen endlich über den großen Teich mit ihrem brandneuem, dritten Album und ihrer ersten Europa-Tournee! 2018 erschien ihr Debut "Our Path is gone" und die 5 köpfige Band aus Melbourne avancierte schnell zum Geheimtipp: Schnörkelloser rough'n'tough Aussie-Streetpunk mit dirty RnR-Kante a la Rose Tattoo und einer Prise Brickwall-American Oi! Dazu Texte fernab der üblichen ausgetretenen Pfade und dezent eingesetzte aber stets mitreißende Gang-Vocals. Schnell machten Vergleiche mit Bonecrusher oder Bishops Green die Runde. Mit dem 2 Jahre später erschienenen Nachfolger "Basecamp" zementierte The Clinch ihren Ruf und die weltweiten Kritiken von Maximum RocknRoll bis Ox-Fanzine waren sich einig: Diese Band hat das gewisse Etwas und startet durch! Die erste Tour in Europa wurde geplant um aus dem Schatten des Outbacks heraus zu treten_dann kam die Pandemie und eine Krise folgte der Nächsten_aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Im Fühjahr 2026 veröffentlichen "The Clinch" mit "Melbourne" und "Journeyman" digital die ersten Single-Auskoppelungen und kündigen mit "Time's up" ihr neues Album auf Sunny Bastards an! Musikstil und Sound als bewährtes Rezept sind gleich geblieben auch wenn The Clinch thematisch noch persönlicher den Finger in die Wunde der Gesellschaft legen_ Streetpunk, authentisch, ergreifend, ehrlich und ungeschönt ohne Pathos: 10 harte Volltreffer, die Spuren hinterlassen! "Man's not fed on good intention. No Safe Spaces left to mention" Songs wie "Stray Dogs" oder "FED" sind unter die Haut gehende Underdog-Anthems über Kampf, Verzweiflung, Zuversicht und sich nicht unterkriegen zu lassen. "Another day, another try"! Das Leben ist halt eine Reise und endet für Alle gleich! Mit Deinen Freunden im Rücken, einem Kämpferherz und "Seelenfutter" wie diese Platte ist es jeden verdammten Tag ertragbar. Also genieß es bevor "Time's Up!"! Oder um es mit "The Clinch zu sagen" It's my chosen way of life"!
"Time's Up"! Die australischen Streetpunker von "The Clinch" kommen endlich über den großen Teich mit ihrem brandneuem, dritten Album und ihrer ersten Europa-Tournee! 2018 erschien ihr Debut "Our Path is gone" und die 5 köpfige Band aus Melbourne avancierte schnell zum Geheimtipp: Schnörkelloser rough'n'tough Aussie-Streetpunk mit dirty RnR-Kante a la Rose Tattoo und einer Prise Brickwall-American Oi! Dazu Texte fernab der üblichen ausgetretenen Pfade und dezent eingesetzte aber stets mitreißende Gang-Vocals. Schnell machten Vergleiche mit Bonecrusher oder Bishops Green die Runde. Mit dem 2 Jahre später erschienenen Nachfolger "Basecamp" zementierte The Clinch ihren Ruf und die weltweiten Kritiken von Maximum RocknRoll bis Ox-Fanzine waren sich einig: Diese Band hat das gewisse Etwas und startet durch! Die erste Tour in Europa wurde geplant um aus dem Schatten des Outbacks heraus zu treten_dann kam die Pandemie und eine Krise folgte der Nächsten_aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Im Fühjahr 2026 veröffentlichen "The Clinch" mit "Melbourne" und "Journeyman" digital die ersten Single-Auskoppelungen und kündigen mit "Time's up" ihr neues Album auf Sunny Bastards an! Musikstil und Sound als bewährtes Rezept sind gleich geblieben auch wenn The Clinch thematisch noch persönlicher den Finger in die Wunde der Gesellschaft legen_ Streetpunk, authentisch, ergreifend, ehrlich und ungeschönt ohne Pathos: 10 harte Volltreffer, die Spuren hinterlassen! "Man's not fed on good intention. No Safe Spaces left to mention" Songs wie "Stray Dogs" oder "FED" sind unter die Haut gehende Underdog-Anthems über Kampf, Verzweiflung, Zuversicht und sich nicht unterkriegen zu lassen. "Another day, another try"! Das Leben ist halt eine Reise und endet für Alle gleich! Mit Deinen Freunden im Rücken, einem Kämpferherz und "Seelenfutter" wie diese Platte ist es jeden verdammten Tag ertragbar. Also genieß es bevor "Time's Up!"! Oder um es mit "The Clinch zu sagen" It's my chosen way of life"!
Die Firma GAMA aus Kirchheim/Teck galt in den Achtzigern nach Noise Records und Steamhammer als wichtiges Label für eine neue Szene in Deutschland: Heavy Metal! Zusammen mit Companieswie Earthshaker, Wishbone oder Mausoleum sorgte man für die etwas kleineren Brötchen in diesem Segment und konnte sich auch bei der Presse nie so durchsetzen wie die Großen. Trotzdem sind Namen wie Stormwitch, Darkness oder SDI auch heute noch ein Begriff – oder: Gerade heute wieder! Viel hat sich getan, seit GAMA und ihre Labels Scratch, SL-Records, Sri Lanca, Hot Blood, Wave, Camel, Scratchcore, Peak und Tales Of Thrash ca. 1990 von der
Bildfläche verschwanden und die folgenden Jahre von Budgetfirmen wie WZ und Laserlight Digital ausgeschlachtet wurden, was den Ruf einiger Bands zunächst geschadet hat. Doch eine neue Metalszene feiert den Oldschool-Sound der Achtziger und hat schon Anfang der 2000er das Repertoire der Kultfirma aus Kirchheim/Teck für sich entdeckt.
Platten, die man noch zuvor für zwei DM in der Wühlkiste fand, stiegen auf einmal im Preis und wurden zu Raritäten. Bands wie SDI, Stormwitch oder Necronomicon rocken wieder die Bühnen und treffen auf eine neue Generation Fans. In Südamerika und Osteuropa gibt es regelrechte GAMA-Fanclubs. Kein Wunder, dass in Brasilien ein Buch über die längst verblichene Firma veröffentlicht wurde („Cry Out For Metal“). Es gibt zahllose Beweise, dass der B-Klasse-Ruf von GAMA in den meisten Fällen falsch, aber auf alle Fälle überholt ist. Das beweist auch die 3er VINYLBOX „GAMA Records – The Vinyl Boxset“. Zwei Bands sind im GAMAUniversum keine Unbekannten: VETO und TOX. SCHLOSS hingegen sind ein heute rarer Geheimtipp des Labels. Sowohl eine GAMACompilation (2CD), als auch viele einzelne Titel als remasterte Editionen auf Golden Core/ZYX, konnten nicht nur gute Kritiken und erfreute Fans erzeugen, sondern auch ordentliche Verkäufe. Nun gibt es drei dieser Klassiker in einer Box!
The third release for Parallel Line comes from Aberystwyth-born, Berlin-based, Severin Black. He works closely with woodwind, electronics, low-end and feedback, runs his own label Archaic Vaults, and has played everywhere from the ICA to a 460-year-old church with a giant pipe organ. The last album, Country Music, featuring Pavel Milyakov and Vanessa Bedoret, showed how far his Celtic-rooted improv style has reached across the experimental dub community.
The EP opens up with a flute loop leading the eerie track "Brandy", not quite like anything else. "Yarmouth" goes darker and more ritualistic, with haunted stepper vibes. Then the B-side is nine minutes of "Cautious (Dub)", a stretched-out live take that takes you on a slow, dreaded journey.
Mastered by E-mura, artwork by Zodiak. Photo by Thom Mac Gillavry.
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Das erste Soloalbum von Brian Sella von The Front Bottoms! Produziert von Emperor X. ,Sellas erstes Soloalbum wirkt viel mehr wie ein Twee-Indie-Album, das in seiner Blütezeit auf einer anderen Seite von Tumblr zweifellos für Furore gesorgt hätte." - Atwood Magazine ,Jeder Track strotzt nur so vor Persönlichkeit." - The Aquarian Während The Front Bottoms weiterhin Alben aufnehmen und auf Tour gehen, hat Sella sich auch selbstständig gemacht, um die Dinge frisch zu halten. ,Ich habe im Laufe der Jahre verschiedene Hobbys ausprobiert", erklärt er. ,Aber letztendlich kehre ich immer wieder zum Songwriting und zum Geschichtenerzählen zurück. Es ist einfach etwas, das ich tun muss, und ich muss neue Wege finden, es zu tun." Textlich bewegt sich das Album geografisch durch die Welt, mit Anspielungen auf einen amerikanischen Hai in einem australischen Fluss sowie Songs, die nach South Dakota und Wichita, Kansas, benannt sind. Sella hat schon früher Songs nach Orten benannt (Rhode Island, Santa Monica und West Virginia fallen einem da ein), aber diese neuen Songs fühlen sich eher wie innere Landschaften an, metaphorische Orte für das, was in Sellas Kopf vor sich geht. Klanglich zeichnen sich viele der Songs durch ambientartige Klangflüsse aus, die parallel zu den Stimm- und Gitarrenflüssen der vermischten Instrumente verlaufen; sich wiederholende Klavier- und Gitarrenmelodien spielen miteinander, Bläsersätze schwellen an und eben ab, es gibt sogar ein Flügelhorn, das sich an die Ränder des Jazz schmiegt. Sella bleibt da draußen und sucht nach neuen Strömungen und Buchten in diesem Klangfluss, der Hai auf der Jagd, mit einem Teufel, der seine Flosse umklammert. Mach dich bereit, dich einhüllen zu lassen!
Die fünfköpfige Band 1000 Rabbits (ehemals hießen sie Rabbitfoot) veröffentlicht mit "Are we friends yet?" ihre Debüt-EP - ein sechs Tracks umfassendes Werk, das die ersten zwei Jahre ihres Bestehens festhält. Die EP enthält unter anderem die Singles "Virgin Soil" und "Rubik"s Cube" und erscheint digital sowie als limitierte 12"-Vinyl über das Label Young. Sie versteht sich als Momentaufnahme einer Band, die sich noch im Prozess der Selbstfindung befindet und ihre Identität in Echtzeit formt. Die Songs entstanden über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg - in Wohnzimmern, Proberäumen und auf Bühnen - und spiegeln ein prägendes Kapitel der Band wider. Einige Stücke reichen bis in ihre Anfangszeit zurück, andere sind erst kürzlich entstanden. Gemeinsam ergeben sie jedoch ein stimmiges Gesamtbild und bieten einen lebendigen Einstieg in die Klangwelt von 1000 Rabbits. Besonders prägend war dabei die Live-Erfahrung: Jeder Song entwickelte sich durch Auftritte weiter und wurde Abend für Abend neu geformt. Der Titel "Are we friends yet?" geht auf einen wiederkehrenden Moment in ihren Konzerten zurück. Während des letzten Songs "Spring Cleaning" stellt Sänger River diese Frage ans Publikum - ein Augenblick, der Nähe, Offenheit und Verletzlichkeit vereint und den Kern der Band widerspiegelt. Wie die Band selbst sagt, verstehen sie die EP als ehrlichen Ausdruck ihrer bisherigen Reise: ein erstes Statement, das zeigt, wer sie sind und wohin sie sich entwickeln könnten.
“Leviathan’s Desire” was Protector’s first release with Olly Wiebel as the new man on the microphone, and he brought in a new and different style, one no less gruff and aggressive than that of his predecessor. With the “Leviathan’s Desire” EP, Protector left the musically mid-paced path they had followed on “Urm the Mad”, turning back to their key skills and delivering a short but sweet-and-extreme thrash metal attack. The EP contains a revised and extended version of “Kain and Abel” that fits in perfectly with the new tracks, which are full to the brim with raging riffs and violent hooks, relentlessly delivered by a band that’s fully aware of its great skills and abilities both with regard to song-writing and performance – rhythm changes, breaks and bridges are all thoroughly worked out and excellently delivered. But do not fear! There are no signs of giving in to any ideas of embracing the “progressive” side of Protector. This is still pure Teutonic Thrash to the bone. “Leviathan’s Desire” was recorded in the Phoenix Studio Bochum in 1990 and originally released by German label Atom H (based in Witten, North Rhine-Westphalia) in the same year. Ralph Hubert of Mekong Delta fame took over production duties of the record. Olly is very glad to see the vinyl re-release of “Leviathan’s Desire”, which has been mastered for vinyl by old comrade Patrick W. Engel at Temple of Disharmony. Protector also opened up their dusty cabinets to present us with a selection of previously unreleased pictures from those still good old days, which will be gracing the High Roller edition of “Leviathan’s Desire”.
Big Crown Records freut sich, Glera zu präsentieren, Marco Beneventos Debütalbum auf dem Label. Marco Benevento hat sich schon immer wie jemand bewegt, der das Studio als eigenes Instrument begreift - nicht bloß als Raum, in dem das Spielzeug herumsteht. Lange bevor er auf Bühnen mit Freddie Gibbs und Madlib auftauchte oder in den Liner Notes von Alben von Clairo und Leon Bridges erwähnt wurde, dachte Benevento bereits wie ein Produzent: Er hörte auf Texturen, Spannungen und Negativräume - und auf jene seltsame emotionale Alchemie, die entsteht, wenn Groove und Neugier aufeinandertreffen. Sein neues Album Glera schärft diesen Instinkt und rückt Benevento nicht nur als virtuosen Keyboarder und Bandleader ins Licht, sondern als Komponisten, der aus Rhythmus, Klang und Gefühl ganze Welten formt.Glera ist ein genreübergreifendes Jazzalbum, das Soul und das elastische Low-End des Reggae mit einem offenen Sinn für Möglichkeiten verbindet. Das Projekt begann vor drei Jahren als eine Art privates Experiment: Benevento schrieb intuitiv, inspiriert von italienischen Filmmusiken und Melodien. Mit der Zeit entwickelten sich diese Skizzen zu etwas Größerem und Kraftvollerem - und mündeten schließlich in die hier zu hörende majestätische Ausformung.Entstanden ist Musik mit filmischer Bewegung, ohne dabei kostbar oder überladen zu wirken. Die Stücke fühlen sich mal wie Verfolgungsjagden, mal wie langsame Überblendungen an - manchmal sogar innerhalb desselben Songs. Jazz-Improvisation teilt sich den Raum mit Reggae-Grooves, orchestralen Elementen und einer psychedelischen Pop-Atmosphäre. Explorativ, aber geerdet; komplex, doch stets klar groove-orientiert.Der Album-Opener ,Frizzante" ist eine reine musikalische Feier - ein energiegeladener Feel-Good-Banger, auf Band gebannt, in dem Marco über einem unnachgiebigen Groove Melodien mit sich selbst austauscht. Auf ,Turandot" wird Benevento von Italiens Marianne Mirage am Gesang begleitet; der düstere, cineastische Track bewegt sich mühelos zwischen den Welten von Portishead und Serge Gainsbourg.Mit ,Big Top" erweitert sich die klangliche Palette noch weiter: ausgestattet mit Sprachaufnahmen und Pfauengeräuschen lässt sich der Song am treffendsten als ,Zirkus-Funk" beschreiben. Ein Pfiff - und das Spiel beginnt mit ,Houdini", einem jazz-fusionhaften Dancefloor-Füller, der vom ersten Schlagzeugschlag an die Tür eintritt. Auf ,I Can't Control This Bliss" mischt Benevento Dream Pop unter und bittet Dream Crease ans Mikrofon - für eine Dosis lo-fi-getränkter Schönheit. Elizabeth Steiner steuert ihre renommierte Harfenarbeit zu ,Miss Neptune" bei, getragen von einem tief vibrierenden, reggae-inspirierten Fundament.Mit Vollgas prescht ,Sprezzatura" wie eine Hochgeschwindigkeitsverfolgung durch enge Straßen, während ,Quattro Passi" das Tempo drosselt und zum entspannten Schlendern einlädt - mit Jazzsängerin Chiara Civello als Feature.Marco Benevento agiert hier auf höchstem Niveau, formt Klang mit Zielstrebigkeit und Neugier. Dieses Album kündigt sich laut an - zugleich nach außen gerichtet und zutiefst intim. Es ist Musik in Bewegung: zwischen Genres, Tempi und Registern, stets verankert in der Freude am Entdecken. Ein Album, das Bewegung verkörpert, die Vergangenheit mitnimmt und doch niemals stehen bleibt.
Big Crown Records freut sich, Glera zu präsentieren, Marco Beneventos Debütalbum auf dem Label. Marco Benevento hat sich schon immer wie jemand bewegt, der das Studio als eigenes Instrument begreift - nicht bloß als Raum, in dem das Spielzeug herumsteht. Lange bevor er auf Bühnen mit Freddie Gibbs und Madlib auftauchte oder in den Liner Notes von Alben von Clairo und Leon Bridges erwähnt wurde, dachte Benevento bereits wie ein Produzent: Er hörte auf Texturen, Spannungen und Negativräume - und auf jene seltsame emotionale Alchemie, die entsteht, wenn Groove und Neugier aufeinandertreffen. Sein neues Album Glera schärft diesen Instinkt und rückt Benevento nicht nur als virtuosen Keyboarder und Bandleader ins Licht, sondern als Komponisten, der aus Rhythmus, Klang und Gefühl ganze Welten formt.Glera ist ein genreübergreifendes Jazzalbum, das Soul und das elastische Low-End des Reggae mit einem offenen Sinn für Möglichkeiten verbindet. Das Projekt begann vor drei Jahren als eine Art privates Experiment: Benevento schrieb intuitiv, inspiriert von italienischen Filmmusiken und Melodien. Mit der Zeit entwickelten sich diese Skizzen zu etwas Größerem und Kraftvollerem - und mündeten schließlich in die hier zu hörende majestätische Ausformung.Entstanden ist Musik mit filmischer Bewegung, ohne dabei kostbar oder überladen zu wirken. Die Stücke fühlen sich mal wie Verfolgungsjagden, mal wie langsame Überblendungen an - manchmal sogar innerhalb desselben Songs. Jazz-Improvisation teilt sich den Raum mit Reggae-Grooves, orchestralen Elementen und einer psychedelischen Pop-Atmosphäre. Explorativ, aber geerdet; komplex, doch stets klar groove-orientiert.Der Album-Opener ,Frizzante" ist eine reine musikalische Feier - ein energiegeladener Feel-Good-Banger, auf Band gebannt, in dem Marco über einem unnachgiebigen Groove Melodien mit sich selbst austauscht. Auf ,Turandot" wird Benevento von Italiens Marianne Mirage am Gesang begleitet; der düstere, cineastische Track bewegt sich mühelos zwischen den Welten von Portishead und Serge Gainsbourg.Mit ,Big Top" erweitert sich die klangliche Palette noch weiter: ausgestattet mit Sprachaufnahmen und Pfauengeräuschen lässt sich der Song am treffendsten als ,Zirkus-Funk" beschreiben. Ein Pfiff - und das Spiel beginnt mit ,Houdini", einem jazz-fusionhaften Dancefloor-Füller, der vom ersten Schlagzeugschlag an die Tür eintritt. Auf ,I Can't Control This Bliss" mischt Benevento Dream Pop unter und bittet Dream Crease ans Mikrofon - für eine Dosis lo-fi-getränkter Schönheit. Elizabeth Steiner steuert ihre renommierte Harfenarbeit zu ,Miss Neptune" bei, getragen von einem tief vibrierenden, reggae-inspirierten Fundament.Mit Vollgas prescht ,Sprezzatura" wie eine Hochgeschwindigkeitsverfolgung durch enge Straßen, während ,Quattro Passi" das Tempo drosselt und zum entspannten Schlendern einlädt - mit Jazzsängerin Chiara Civello als Feature.Marco Benevento agiert hier auf höchstem Niveau, formt Klang mit Zielstrebigkeit und Neugier. Dieses Album kündigt sich laut an - zugleich nach außen gerichtet und zutiefst intim. Es ist Musik in Bewegung: zwischen Genres, Tempi und Registern, stets verankert in der Freude am Entdecken. Ein Album, das Bewegung verkörpert, die Vergangenheit mitnimmt und doch niemals stehen bleibt.
Big Crown Records freut sich, Glera zu präsentieren, Marco Beneventos Debütalbum auf dem Label. Marco Benevento hat sich schon immer wie jemand bewegt, der das Studio als eigenes Instrument begreift - nicht bloß als Raum, in dem das Spielzeug herumsteht. Lange bevor er auf Bühnen mit Freddie Gibbs und Madlib auftauchte oder in den Liner Notes von Alben von Clairo und Leon Bridges erwähnt wurde, dachte Benevento bereits wie ein Produzent: Er hörte auf Texturen, Spannungen und Negativräume - und auf jene seltsame emotionale Alchemie, die entsteht, wenn Groove und Neugier aufeinandertreffen. Sein neues Album Glera schärft diesen Instinkt und rückt Benevento nicht nur als virtuosen Keyboarder und Bandleader ins Licht, sondern als Komponisten, der aus Rhythmus, Klang und Gefühl ganze Welten formt.Glera ist ein genreübergreifendes Jazzalbum, das Soul und das elastische Low-End des Reggae mit einem offenen Sinn für Möglichkeiten verbindet. Das Projekt begann vor drei Jahren als eine Art privates Experiment: Benevento schrieb intuitiv, inspiriert von italienischen Filmmusiken und Melodien. Mit der Zeit entwickelten sich diese Skizzen zu etwas Größerem und Kraftvollerem - und mündeten schließlich in die hier zu hörende majestätische Ausformung.Entstanden ist Musik mit filmischer Bewegung, ohne dabei kostbar oder überladen zu wirken. Die Stücke fühlen sich mal wie Verfolgungsjagden, mal wie langsame Überblendungen an - manchmal sogar innerhalb desselben Songs. Jazz-Improvisation teilt sich den Raum mit Reggae-Grooves, orchestralen Elementen und einer psychedelischen Pop-Atmosphäre. Explorativ, aber geerdet; komplex, doch stets klar groove-orientiert.Der Album-Opener ,Frizzante" ist eine reine musikalische Feier - ein energiegeladener Feel-Good-Banger, auf Band gebannt, in dem Marco über einem unnachgiebigen Groove Melodien mit sich selbst austauscht. Auf ,Turandot" wird Benevento von Italiens Marianne Mirage am Gesang begleitet; der düstere, cineastische Track bewegt sich mühelos zwischen den Welten von Portishead und Serge Gainsbourg.Mit ,Big Top" erweitert sich die klangliche Palette noch weiter: ausgestattet mit Sprachaufnahmen und Pfauengeräuschen lässt sich der Song am treffendsten als ,Zirkus-Funk" beschreiben. Ein Pfiff - und das Spiel beginnt mit ,Houdini", einem jazz-fusionhaften Dancefloor-Füller, der vom ersten Schlagzeugschlag an die Tür eintritt. Auf ,I Can't Control This Bliss" mischt Benevento Dream Pop unter und bittet Dream Crease ans Mikrofon - für eine Dosis lo-fi-getränkter Schönheit. Elizabeth Steiner steuert ihre renommierte Harfenarbeit zu ,Miss Neptune" bei, getragen von einem tief vibrierenden, reggae-inspirierten Fundament.Mit Vollgas prescht ,Sprezzatura" wie eine Hochgeschwindigkeitsverfolgung durch enge Straßen, während ,Quattro Passi" das Tempo drosselt und zum entspannten Schlendern einlädt - mit Jazzsängerin Chiara Civello als Feature.Marco Benevento agiert hier auf höchstem Niveau, formt Klang mit Zielstrebigkeit und Neugier. Dieses Album kündigt sich laut an - zugleich nach außen gerichtet und zutiefst intim. Es ist Musik in Bewegung: zwischen Genres, Tempi und Registern, stets verankert in der Freude am Entdecken. Ein Album, das Bewegung verkörpert, die Vergangenheit mitnimmt und doch niemals stehen bleibt.
Mit seinem GRAMMY-Gewinn 2021 für seine Zusammenarbeit mit Esperanza Spalding hat sich der Komponist, Sänger und Multi-Instrumentalist Corey King still und leise zu einer der vielseitigsten Stimmen der zeitgenössischen Musik entwickelt. Seine Karriere umfasst Kooperationen mit so unterschiedlichen Künstlern wie Milton Nascimento, Gil Scott-Heron, Bonobo, DJ Premier und Iggy Pop und prägt einen Sound, der fließend zwischen Jazz, Soul, experimentellem Songwriting und filmischer Komposition wechselt. Auf ,Change the Wind" bündelt King diese Bandbreite zu einem fokussierten, zutiefst persönlichen Statement. Das Album, das in Jahren des Umbruchs und des Wandels entstanden ist, schafft einen Ausgleich zwischen Intimität und Weite und bewegt sich zwischen stiller Reflexion und ausladenden Arrangements mit voller Bandbesetzung. Themen wie Resilienz, Klarheit, und emotionale Neuausrichtung ziehen sich durch das gesamte Werk und verleihen der Platte einen Zusammenhalt, der sich eher gelebt als konzeptionell anfühlt. Im Kern steht ein tiefes Gefühl von Hingabe und Verletzlichkeit, das am deutlichsten in ,R.M.K." zu spüren ist, einem strahlenden Stück, das von der Geburt von Kings Tochter inspiriert wurde. Ohne sich in narrativen Details zu verlieren, verankert der Song das Album emotional und gibt den Ton für ein Werk vor, das sich mit Fürsorge, Verantwortung und der Zerbrechlichkeit von Verbindungen beschäftigt. An anderer Stelle erkundet King Liebe, Zweifel und persönliches Wachstum mit einer leichten, aber beständigen Hand, wobei sie Stimmung und Bewegung gegenüber explizitem Storytelling den Vorzug gibt. Musikalisch ist ,Change the Wind" reichhaltig, ohne schwerfällig zu wirken. Warmes Klavier, mehrstimmiger Gesang und kammermusikalische Bläserarrangements werden durchbrochen von Broken-Beat-Rhythmen und subtilen elektronischen Texturen. Manchmal neigt sich das Album zu Groove und Vorwärtsdrang, mit von Afrobeat geprägten Passagen und dynamischen Bläsersätzen, während es sich an anderer Stelle in spärliche, intime Räume zurückzieht. Beiträge von engen Mitwirkenden, darunter Spalding und der Trompeter Takuya Kuroda, verleihen dem Album Tiefe, ohne dessen zusammenhängendes Gefühl zu überwältigen. Anstatt einzelne Titel in den Vordergrund zu stellen, offenbart sich ,Change the Wind" als ein ganzheitliches Hörerlebnis, das sich allmählich entfaltet und mit der Zeit belohnt. Es ist ein Album über stetige Verwandlung, darüber, Klarheit in der Bewegung zu finden, und darüber, inmitten ständiger Veränderung an etwas Menschlichem festzuhalten.
Dies ist der Original-Soundtrack zu ,Crime 101" vom experimentellen Elektronikmusiker, Produzenten und Komponisten Blanck Mass. Das Album ist auf schwarzem Vinyl gepresst und in einer luxuriösen, foliengeprägten Hülle untergebracht, komplett mit beidseitigem Einleger. Donnernde Synth-Klanglandschaften werden mit nuancierten, charakterorientierten Themen kombiniert und schaffen so eine facettenreiche Kulisse für den intensiven Thriller. Der Amazon MGM Studios-Film unter der Regie von Bart Layton spielt vor der sonnenverbrannten Kulisse von Los Angeles. ,Crime 101" erzählt die Geschichte eines schwer fassbaren Juwelendiebs (Chris Hemsworth), dessen Serie von Raubüberfällen entlang der Autobahn 101 die Polizei vor ein Rätsel stellt. Als er die Beute seines Lebens im Visier hat, kreuzt sich sein Weg mit dem einer desillusionierten Versicherungsmaklerin (Halle Berry), die selbst an einem Scheideweg steht. Überzeugt davon, ein Muster entdeckt zu haben, rückt ein unerbittlicher Detective (Mark Ruffalo) immer näher und erhöht den Einsatz noch weiter. Während der Raubüberfall näher rückt, beginnt die Grenze zwischen Jäger und Gejagtem zu verschwimmen, und alle drei stehen vor Entscheidungen, die ihr Leben bestimmen - und der Erkenntnis, dass es kein Zurück mehr gibt. Über die Entstehung der Musik sagt Power: ,Crime 101 war ein unglaublicher Film, für den ich die Musik schreiben durfte. Im Mittelpunkt der Geschichte steht natürlich der Raubüberfall. Mir wurde jedoch sehr schnell klar, dass dies nicht irgendein Raubüberfallfilm war, sondern eher ein Noir-Film, in dem zufällig ein Raubüberfall vorkommt. Die Hauptfiguren und die Art und Weise, wie sich ihre Leben verflechten, waren in gewisser Weise wichtiger als die Action. Der Film ist natürlich stellenweise hochdramatisch, aber was mich wirklich an diesem Film fasziniert hat, war die Charakterentwicklung. Lou, Davis und Sharon sind das schlagende Herz. Ich wollte die ganze Zeit über ,klanglich bei ihnen sein`. Sowohl das Zarte als auch das Wütende mussten miteinander harmonieren."
motor.de:
"Ex-Blackmailer Aydo Abay legt sich ein elektronisches Alter Ego zu: von düsteren Zukunftsvisionen, dem
Überwachungsstaat und New-Wave-Sound.
Wir kennen das schon aus „Keine Lieder über Liebe“: Für das Filmprojekt von 2005 wurde mit der Hansen Band ein
Projekt für die Kamera erschaffen, das aber auch echte Konzerte gab und ein Album herausbrachte. Im Jahr 2010
erleben wir nun ein ähnliches Projekt: Für die Crossmedia-Serie „Alpha 0.7“ formierte sich Crash:Conspiracy rund um
Mastermind Aydo Abay. Genau genommen IST der Ex-Blackmail-Sänger Crash:Conspiracy. Für die Aufnahmen der
Platte und auch für die kommenden Konzerte arbeitete er mit wechselnden Musikern zusammen und ist somit das
einzige stetige Mitglied der Band.
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Random Vinyl. In einem langen und emotional anstrengenden Jahr, in dem ich drinnen war (allein, in meinem Fall), habe ich mich dabei ertappt, über Spiegel nachzudenken. Wie man es vermeidet, an den meisten Tagen zu viel Zeit vor ihnen zu verbringen. Eine Bestandsaufnahme des echten, physischen Selbst ist harte Arbeit, Arbeit, gegen die ich nicht gänzlich etwas einzuwenden habe, die für mich aber sofort gefährlicher wurde, als ich mit ansehen musste, welchen sehr realen Tribut Zeit, moderne Ängste, Isolation und Langeweile von mir forderten. Es schien einfacher, mich in eine nicht allzu ferne glorreiche Vergangenheit zu versetzen, die Erinnerung als Mittel sowohl zur Begeisterung als auch zur Heilung zu nutzen. Aber wo wir gerade von Aufregung sprechen: Ich stolpere gerne auf eine Band zu, die keine Agenda und keinen Zweck hat und deren Sound fast zufällig entdeckt wird. So habe ich Wednesday zum ersten Mal gehört. Die Band kam zu mir und ich weiß nicht mehr, wie oder warum. Sie tauchten einfach auf, als wären wir unser ganzes Leben lang aufeinander zugegangen. I Was Trying To Describe You To Someone prägte meinen Sommer 2020, und in Klang, in Geist, in den zentralen Themen und deren Umsetzung versetzte es mich zurück in eine Zeit vor der heutigen, was ich damals gebraucht hatte. Die Vergangenheit kann sich weniger höllisch anfühlen als die Gegenwart, wenn wir manchmal nicht ganz ehrlich zu uns selbst sind. Da ist dieser Trick der Nostalgie, mit dem ich in meinem eigenen Schreiben viel Zeit verbringe und der mich in meinem eigenen Leben etwas quält. Die sehr reale Vorstellung, dass Nostalgie sowohl ein nützliches Werkzeug als auch eine Waffe ist, wenn sie nicht mit etwas gepaart ist, das einer Art rigoroser Ehrlichkeit nahekommt. Aber wenn ich noch einmal auf all diese Ideen von Nostalgie und unseren alten, kniffligen, vergangenen Ichs zurückkommen darf, die tatsächlich Teil des Backsteinhauses sind, das unser gegenwärtiges Selbst ausmacht, dann hoffe ich, dass du, lieber Hörer, an diesem Album genau den Moment am Anfang von ,The Burned Down Dairy Queen", in dem Karly singt: ,I was hiding in a room in my mind / and I made me take a look at myself." Denn wenn du, so wie ich, Spiegel gemieden hast - sowohl metaphorische als auch echte -, dann wird das Album hier zu einem Leuchtturm, der hell durch die Dunkelheit meiner ansonsten dunklen und leeren Kammern hallt. So viele dieser Songs beschäftigen sich mit der Vergangenheit auf weit weniger romantische Weise, als ich es bisher getan habe, und ich sehnte mich verzweifelt nach der Neuausrichtung, die dieses Album bot. Also, ja, die Songs sind gut. Vielleicht kurbelst du an einem angenehmen Tag auf der richtigen Strecke in der warmen Jahreszeit die Fenster herunter und drehst die Lautstärke auf, wenn ,Birthday Song" richtig laut und zum Mitsingen wird. Vielleicht sitzt du nachts auf einem Dach, näher am Mond als du es auf dem Boden warst, und lässt dich von ,Ghost Of A Dog" durchschütteln und zu einer nächtlichen Erkenntnis treiben, die du in der Stille nicht hättest haben können. Aber selbst über all dem, über all den Freuden und der Gnade, die die Klänge dieses Albums bieten mögen, hoffe und glaube ich auch, dass es jeden, der zuhört, daran erinnern wird, dass wir eine Ansammlung vieler Reflexionen sind. Die alle Geduld verdienen. - Hanif Abdurraqib
Der Ursprung des Albums "Cellophane Memories" von Chrystabell und David Lynch geht auf eine Vision zurück, die David bei einem nächtlichen Spaziergang durch einen Wald mit hohen Bäumen hatte, über deren Wipfeln er ein helles Licht sah. Wie er sich erinnert, verwandelte sich das Licht in den Klang von Chrystabells Stimme und offenbarte ihm ein Geheimnis. Aus diesen geheimnisvollen Konvergenzen von Licht und Klang, Tag und Nacht, Sternenhimmel und schwarzem Wald hat sich die Zusammenarbeit von Chrystabell und David entwickelt. Für "Cellophane Memories" sind die beiden durch verschiedene Portale gereist. Passend dazu spielen viele der Songs in Märchenwäldern, auf Berggipfeln, in Schwimmlöchern, auf dämmrigen Autobahnen und in dunklen Schlafzimmern. Dies sind die Orte der Einsamkeit und der Romantik, die Art von erhabenen Landschaften, in denen Menschen oft allein auf der Suche nach einem verirrten Liebhaber unterwegs sind. Aber es sind auch gestaltlose Atmosphären_von Farben, Wetter und Atem: blauer und weißer Himmel, rote Rosen, sich verdunkelnde Gewitterwolken, wirbelnde Winde und Sommerdüfte, die den Reisenden schnell in die übernatürlichen Empfindungen anderer Welten eintauchen lassen. Die Zeit ist in den Liedern von Chrystabell und David Lynch ein wankelmütiges Geschöpf. Die Figuren sind kaum mehr als schräge Skizzen der alltäglichen Melodramen der Zeit: Menschen kommen und gehen als Fremde, Fremde stürzen in Verzweiflung und Liebe, Liebende trennen sich an der Kreuzung und finden im Traum wieder zusammen. In dieser Quantenmatinee des täglichen Lebens ist jede Figur sowohl Star als auch Statist im Hintergrund. Zeitliche Irrungen und Wirrungen tauchen immer wieder in Chrystabells Gesang auf, der in Harmonie-Schichten auftaucht, sich auflöst und zurückschleift. Überlagert werden sie von Davids und des verstorbenen Komponisten Angelo Badalamenti Orchester aus von Waldeinsamkeit inspirierten Streichern, eigenwilligen Gitarrenglissandi und Hallwolken, deren Melodien das Gefühl vermitteln, als würde die Zeit für einen ersten Kuss innehalten. Wie ein Großteil von Chrystabells und Davids früherer Arbeit führt uns "Cellophane Memories" zu einer zentralen Frage zurück: Was ist ein Mysterium? Leider bleibt das Rätsel ungelöst. Aber jedes Mysterium enthält Bruchstücke der oben beschriebenen Vorstellungen und Gefühle: das Weggehen und das Wiederkommen, die Landschaft, die Atmosphäre und der Atem, die auf den Kopf gestellten Mechanismen der Zeit, die Erinnerungen an das Vergangene, ein fernes Licht, das aus der Dunkelheit strahlt, Musik in der Stille, Liebe.
Auf ,Reflections Vol. 3: Water Poems" bringen Félicia Atkinson und Christina Vantzou ihre Freundschaft und ihre atmosphärische Kunstfertigkeit in einem feierlichen Fokus zusammen. Gesprochene Worte und orchestrale Fantasie fließen wie Nebenflüsse in einen einheitlichen Strom und ergeben eine Sammlung traumhafter Lieder und Klanglandschaften, die im Meer, im Himmel und in den Steinen verankert sind. Mit elektroakustischen Instrumenten, Gesang und Umgebungsgeräuschen lädt Water Poems die Zuhörer in einen unbewussten Raum ein, irgendwo zwischen alltäglicher Intimität und dem Geheimnis des Ozeans, aus dem alles Leben entsteht. Atkinson und Vantzou haben sich 2009 kennengelernt und seitdem immer mal wieder zusammengearbeitet, aber ein Konzert 2019 in der Philharmonie in Paris hat dieses Projekt richtig in Gang gebracht. Da beide jetzt an der Küste leben (Félicia am Ärmelkanal, Christina am Mittelmeer), wurde das Meer natürlich zu ihrer Muse. ,Das Meer wurde nicht als monolithische Postkarte betrachtet", erklärt Atkinson, ,sondern eher als eine Person an sich; eine Energie, ein Geheimnis, ein komplexer Charakter, dem wir als Menschen, die am Meer leben, jeden Tag begegnen." Im Dialog mit dem Land und der Küste nahmen ihre Sprache und ihre Klänge einen sakramentalen Charakter an. ,Ein feierliches Gefühl, ein Gefühl des Dienens, zieht sich tief durch dieses Album", bemerkt Vantzou, ,ich habe das schon einmal gespürt, aber hier, in der Zusammenarbeit mit Félicia, ist es stärker." Stimme, Atem und wässrige Texturen prägen den Ton des maritimen Mysteriums von Water Poems. Neu in Vantzous Praxis und seit langem ein prägendes Merkmal von Atkinsons Werk, gewinnen ihre gesprochenen Worte hier an relationaler Intimität, indem sie sich gegenseitig und die Uferpromenade ansprechen. Die Texte wurden über zwei Jahre hinweg gemeinsam zusammengestellt. Mit radikaler Unschuld lenken sie das Bewusstsein auf die verborgene Auftriebskraft und die unbewussten Strömungen, die durch das Leben fließen: ,Wie kann ein Boot schwimmen? Wie kann ein Flugzeug fliegen? Wie kann ein Körper schwimmen? Wie kann ein Mensch träumen?" Was mit nah aufgenommenen Stimmen und Feldaufnahmen begann, wurde um Synthesizer, Gongs und Metallophone, Klavier, Vibraphon, Rhodes, Gitarren und Mellotron erweitert. Das Gezeitenklavier des Eröffnungstracks ,Film Still / The Sea" zieht uns in die unbewussten Gewässer des Albums. Enthalten sind Feldaufnahmen, die Vantzou in Delphi in der Nähe des legendären Orakels von Pythia aufgenommen hat - ihr griechisches Erbe verleiht diesem Ort der Vorfahren eine zusätzliche Dimension. Dieser Track und ,Water Poems" als Ganzes sind Ausdruck unseres geologischen Erbes und rufen zum Schutz der Küsten und zu einer Vertiefung unserer Beziehung zu unseren Küsten auf. Ein Teil der Einnahmen aus dem Album geht an Arion, ein gemeinnütziges Naturschutzprogramm für das griechische Mittelmeer. Der langjährige Freund und Mitstreiter John Also Bennett hat bei ,Scorpio Purple Skies", dem kosmischen Finale des Albums, mit E-Gitarre, Lap-Steel-Gitarre und Gesang mitgewirkt. Diese üppige Instrumentierung passt super zu den Science-Fiction-Visionen und der feierlichen Atmosphäre des Albums. Water Poems wurde in The Old Carpet Factory, einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert auf der griechischen Insel Hydra, in der Villa Medici aus dem 16. Jahrhundert in Rom und in Les Dunes, Atkinsons Heimstudio in der Normandie, aufgenommen. Mehr als das historische Prestige dieser Orte war es die spürbare Geschichte ihrer Landschaft, die die Musik geprägt hat. Atkinson sagt, dass sie sich zu ,Orten mit seltsamer Anziehungskraft" hingezogen fühlten. In der Villa Medici ,haben Steine und Mineralien das gesprochene Wort beeinflusst", bemerkt sie. ,Wir beide legen Wert auf Gefühl, Atmosphäre und Klang", fügt Vantzou hinzu, ,was er hervorruft und was er bewirkt. In unserem Fall konzentrieren wir uns auf die grundlegenden Elemente: Wasser, Luft, Fels, Kosmos - allesamt lebenswichtig.» Von der Insel Kreta aus arbeitete Vantzou den finalen Mix fertig und tauschte dabei Dateien mit Atkinson aus. Immer noch mit der Küste verbunden, verlief der Mixing-Prozess geduldig und wurde von wichtigen Pausen geprägt. Water Poems spiegelt wider, was die Meeresbiologin Rachel Carson uns in Erinnerung ruft: ,Am Rande des Meeres zu stehen bedeutet, Wissen über Dinge zu haben, die so nahezu ewig sind, wie es das irdische Leben nur sein kann." Es zelebriert rituell dieses ozeanische Gefühl als wichtige Quelle der Gelassenheit und Intelligenz. In einer Welt, die von hitzigen Meinungen und ökologischer Vernachlässigung geprägt ist, lenkt Water Poems unsere Aufmerksamkeit auf ,die Quellen der Quellen". Damit schafft es Raum, um uns wieder mit unseren elementaren, animalischen Instinkten zu verbinden und uns auf tiefere Strömungen einzustimmen. Water Poems von Félicia Atkinson und Christina Vantzou ist der dritte Band von Reflections, einer Reihe zeitgenössischer Kollaborationen von RVNG Intl..
Berlin, späte 1960er Jahre: Eine geteilte Stadt wird zum Epizentrum einer musikalischen Revolution. Inmitten der Spannungen des Kalten Krieges trat eine Gruppe junger Klangforscher auf den Plan, um die Grenzen der Rockmusik neu zu definieren. Agitation Free, 1967 gegründet, war nie nur eine Band, sondern ein Labor für "Bewegung, Unruhe und Veränderung" - so die Definition des Wortes "Agitation", die ihr Mentor Folke Hanfeld in einem Lexikon gefunden hatte. Von Anfang an fungierte Agitation Free als Knotenpunkt der aufkeimenden "Berliner Schule" der elektronischen Musik. Ihre frühen Proben im Electronic Beat Studio unter der Leitung von Thomas Kessler wurden zum Anziehungspunkt für andere Legenden wie Tangerine Dream und Ash Ra Tempel. Gleichzeitig dienten sie als Sprungbrett für Ausnahmetalente wie Christopher "Chris" Franke (Tangerine Dream) oder den Gitarristen Axel "Ax" Genrich (Guru Guru). Während die Studioalben "Malesch" (1972) und "2nd" (1973) von Agitation Free Meilensteine des Genres sind, war die Bühne der Ort, an dem das "Free" in ihrem Namen wirklich zum Leben erwachte. Ihre Konzerte waren avantgardistische Erlebnisse, die Flüssiglicht-Shows und Experimentalfilme mit hypnotischen, langgezogenen instrumentalen Improvisationen verbanden. Ein Beispiel hierfür ist ihr neues Live-Dokument "Live in Berlin" vom 1. Dezember 2025 aus dem Berliner Kesselhaus, auf dem das aktuelle Line-up zu hören ist: die Gründungsmitglieder Lutz "Lüül" Graf-Ulbrich und Burghard Rausch sowie Michael Hoenig, der sich zwar vom Live-Betrieb zurückgezogen hat, aber "Spiritus Rector" der Band bleibt, zusammen mit Daniel Cordes, Axel Heilhecker und Tim Sund. Wie Michael Hoenig einmal feststellte, ist die Musik von Agitation Free eine "Zeitmaschine, die Vergangenheit und Zukunft verbindet". Die Magie lebt weiter.
Der Name Packaging mag eine zynische Einstellung zur Musikindustrie vermuten lassen, aber die Musik, die das Duo Daniel Lyon (Spirit Award) und Daniel ,Connor" Birch (Flaural) macht, ist alles andere als zynisch. Stattdessen ist es eine leidenschaftliche Verschmelzung von Elementen aus ihren ganz eigenen Stilen: krautrockige Rhythmen, psychedelische Klänge, elektronische Pracht und eingängige Melodien, gewürzt mit einer Prise spritziger Selbstwahrnehmung. Ihr Debütalbum, Packaging, ist eine Sammlung emotional berührender Songs über Entfremdung, Langeweile und rastlose Bewegung. Mit dabei sind mehrere musikalische Mitwirkende, darunter Luke Temple (Here We Go Magic), Ash Reiter (Sugar Candy Mountain), James Barone (Beach House) und Andy Rauworth (Gauntlet Hair). Das Album ist, genau wie eine echte Verpackung, ein haptisches Erlebnis. Vom herzklopfenden Rausch von ,Running Through the Airport" und ,In My Pocket" bis hin zur benommenen Melancholie von ,Didn't Wanna Stay" und dem leise erschütternden ,On Holiday" verbinden Lyon und Birch ihre Talente auf eine Weise, die sie gegenseitig zu neuen emotionalen Höhen treibt. Unheimlich für alle Beteiligten schien sich ein glücklicher Zufall über das Projekt zu legen: keine Herausforderungen, keine Probleme, nur unheimliche Zufälle und intuitives Schaffen.
If you have kept a keen eye on what is going on in German thrash these days, you cannot have missed the comeback of Protector, legendary thrash/death outfit from Wolfsburg, Lower Saxony. Formed in 1986, Protector first called it a day in 2003, only to return in 2011 and releasing their “Reanimated Homunculus” on High Roller Records in 2013. Protector are widely regarded as one of the most underrated outfits from the prolific German thrash/death scene of the Eighties. Their debut-EP “Misanthropy” from 1987 is a thorny gem of uncompromising thrash metal, raw and fast, and with a strong feel of evil blackness. This first official release laid the base for Protector's reputation as “Germany’s most brutal band”, as some people called them. Protector? Really? Some band from some far out place in Lower Saxony? It’s true, Protector never rose to the same heights of fame as Kreator, Sodom and the likes, but back in the days, they made a name for themselves by playing not only fierce and sharp thrash metal, but always being extremely harsh, brutal and very very evil. “Misanthropy” is a perfect testimony for this: In its six-tracks-brevity, Protector’s debut-EP is a violent attack on the listener, giving you six razor sharp cuts and leaving you behind, crushed and bleeding. “Misanthropy” was recorded in the summer of 1987 at the White Lines Studio in Braunschweig. While the band's main influences at that time were Slayer’s “Reign in Blood”, Possessed’s “Seven Churches” and Exodus' “Bonded by Blood”, “Misanthropy” actually sounds like none of these albums – but very unique; In part this is due to Martin Missy's extraordinary extreme vocal performance, which always bordered on the verge of death metal growls and thus added a lot to Protector’s very own way of evil. The reactions to “Misanthropy” were mixed: Fans and the underground media celebrated the release, while the bigger magazines were sceptical about Protector's brutal and aggressive style and sound. Anyway: “Misanthropy” made people aware of this four-piece who lived in the shadow of the then still intact German Wall, far away from the Ruhr-Area, the heart of Teutonic thrash. For the High Roller re-release, nothing will be changed about the sound, which makes total sense, given that “Misanthropy” is great just as it is. Instead, “Misanthropy” comes with a very special feature: To make the release as complete as possible, High Roller includes the two songs from the demo from 1986, “Protector of Death” and “Apocalyptic Revolution”, something Martin Missy totally appreciates: “I think this is a great thing to do. That way the fans get an idea about what Protector sounded like before the EP was recorded.” One thing is already clear: Protector never got any more aggressive, sharp and shattering than on „Misanthropy”.
Folk-Musik hat die schlechte Angewohnheit, als eine todernste Angelegenheit dargestellt zu werden. Sie ist etwas, zu dem man weint, sie ist übermäßig heilig, sie ist feierlich von Kritikern und Historikern betrachtet. Aber das Folk Bitch Trio, die ehemaligen Highschool-Freundinnen Heide Peverelle ("they/them"), Jeanie Pilkington ("she/her") und Gracie Sinclair ("she/her"), haben einen gemeinsamen Sinn für Humor , der tief in ihre Musik eingebettet ist und sie zum Leuchten bringt, sicher vor den selbsternsten Fallen des Genres. "Now Would Be A Good Time", ihr Debütalbum, erzählt lebendige, viszerale Geschichten und ist witzig und dunkel-ironisch in der Art von Schriftstellerinnen wie Mary Gaitskill oder Otessa Moshfegh. Ihre Musik klingt vertraut, aber die Songs sind modern, jugendlich, singen akut durch dissoziative Tagträume und ärgerliche Trennungen, sexuelle Fantasien und Medienüberflutung, über all die belanglosen Ressentiments und kleinen Demütigungen, die man als Anfang Zwanzigjährige in den 2020er Jahren erlebt. "Cathode Ray" beginnt mit Vorsicht, seine ersten Harmonien kommen in großen, schleifenden Seufzern an. Es ist verletzlich, aber auch ein wenig bedrohlich, mit , einem weit offenen Refrain und einem geräumigen, luftigen Beat, der alles verankert. "Moth Song", ein Song über unerwiderte Liebe und ,von so durchgedreht zu sein, dass man sich wie im Wahn fühlt und verrückte Dinge halluziniert", bildet das sparsame Herzstück des Albums, wobei Anita Clarks wogende Geigenstimme wie in einem Traum in den Fokus hinein- und wieder herausdriftet. Andere Songs sind nicht so schräg, sondern schildern brutal vertraute Momente am Ende von Beziehungen: Der spannungsgeladene, emotional flüchtige Torch-Song "The Actor" handelt laut Peverelle davon, "zur One-Woman-Show deines Partners zu gehen und dann Schluss zu machen". In "Hotel TV", einer hypnotischen, nächtlichen Träumerei, geht es darum, ,einen Sextraum über zu haben, während man neben seinem Partner sitzt, und der Partner ist ein Lügner", erklärt Pilkington. Die stärkste Verbindung zwischen dem Trio, abgesehen von der Freundschaft, ist Musik. "Wir haben alle darüber gesprochen, dass wir Musik liebten, als wir aufwuchsen, und dass wir wussten, dass Musik ein großer Teil unseres Lebens sein sollte", sagt Pilkington. Dieses Gefühl, dass Musik eine angeborene Berufung ist, im Gegensatz zu Hobby oder Torheit, war berechtigt: Das Folk Bitch Trio tourte bereits durch Australien, Europa und die USA und unterstützte dabei so unterschiedliche Bands wie King Gizzard, Alex G und Julia Jacklin. Sie sind bei Jagjaguwar unter Vertrag, einer Heimat für einzigartige Ikonen und Ikonoklasten (Bon Iver, Angel Olsen, Sharon Van Etten, Unknown Mortal Orchestra und andere), und sie haben ihre ersten eingefleischten Fans mit schillernden Harmonien und bissiger Lyrik gefunden, die über Genreerwartungen und Publikumsgrenzen hinausgehen. Das sind die Herausforderungen: Es geht darum zu lernen, wie man ein Leben ohne Liebeskummer und Verlierer-Ex lebt, wann man im zeitgenössischen Nihilismus versinkt und wann man mit seinen Freunden lacht, und warum sich das Leben so flüchtig und unwirklich anfühlen kann. In diesem Sinne fühlt sich "Now Would Be A Good Time" wie ein Handbuch für das moderne Leben an: eine Botschaft dreier stolzer Folk Bitches, die gemeinsam Schönheit und Weisheit finden, wo sie können.
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Im Jahr 2002 veröffentlichten Reigning Sound "Time Bomb High School", ein brandheißes Rock-'n'-Roll-Album, das die Herzen und Ohren aller eroberte - von Little Steven Van Zandt bis hin zu Howlin' Pelle Almqvist von The Hives. Seit der Erstveröffentlichung ist "Time Bomb High School" auf Vinyl vergriffen und zum Heiligen Gral für Plattensammler geworden. Jetzt haben diese Sammler Grund zur Freude: "Time Bomb High School" kehrt auf Vinyl zurück, neu gemastert und mit einem neuen Cover von Greg Cartwright. Von The Guardian als "ein wahrhaft unanfechtbarer Rock'n'Roll-Soul-Klassiker" gepriesen, war "Time Bomb High School" der Durchbruch für das in Memphis ansässige Quartett aus Cartwright (Gesang, Gitarre), Jeremy Scott (Bass, Hintergrundgesang), Greg Roberson (Schlagzeug) und Alex Greene (Orgel, Gitarre, Hintergrundgesang). Die Songs - Cartwrights Eigenkompositionen und Coverversionen wie "Stormy Weather" und "I'd Much Rather Be With the Boys" - sind so lebendig wie eh und je, doch das Herzstück dieser Ausgabe von "Time Bomb High School" liegt in der Reihenfolge der Titel, die originalgetreu der Erstpressung von 2002 beibehalten wurde. Seite 1 bietet Midtempo-Balladen und Liebeslieder. Seite 2 besteht ausschließlich aus Rocknummern. Das Album beginnt mit vier der verletzlichsten Sehnsuchtslieder von Reigning Sound, bevor es in eine Interpretation von "I Don't Believe" der Lokalmatadoren aus Memphis, The Guilloteens, übergeht. Daraus entsteht ein fast völlig neues Album. Die Selbstsicherheit und Prahlerei der Band bleiben intakt, doch das Album wirkt ernsthafter und offenherziger, als hätten sie ihre Schutzmauer abgebaut, um den Hörer wirklich hereinzulassen seine Lobeshymnen fühlen sich an wie ein Zufluchtsort vor dem Sturm. Es gibt keine falsche Art, "Time Bomb High School" zu hören, aber dies ist seine endgültige Form: ein Klassiker, der bereit ist, wiederentdeckt zu werden, und für den Rock-Kanon genauso unverzichtbar ist, wie die verstaubten 45er-Platten, die Reigning Sound inspiriert haben.
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Die Adult-Punks von DEBT RAG beweisen einmal mehr das explosive Potenzial gemeinschaftlicher Zusammenarbeit. ,It Is Clear What's Going On" gewährt uns einen Einblick in ihr gemeinsames Gedankengut, das auf Band als ein pulsierendes, funkelndes Ganzes festgehalten ist. Diese Platte anzuhören ist, als würde man durch das Schlüsselloch in den Proberaum spähen und auf ein Feuerwerk aus Farben und Experimenten stoßen, gespickt mit schallendem Gelächter. DEBT RAG lachen - nein, nicht über dich, aber auch nicht mit dir. DEBT RAG kümmern sich nur um DEBT RAG und den freudigen Lärm, der entsteht, wenn man mit seinen kreativsten Mitstreitern Musik macht. Diese Songs bergen Möglichkeiten, und zwar nicht im Abstrakten. Was ist der Tonumfang eines einzelnen Beckens? Wie viele verschiedene Lautäußerungen können drei Menschen hervorbringen? Was ist das emotionale Potenzial einer Trompete? DEBT RAG stellt diese Fragen und gibt gleichzeitig die Antworten. Ihre Musik ist weitreichend, völlig frei, aber niemals selbstverliebt. Ob sie nun die langjährige Tradition des Trios mit Anti-Gesellschafts-Hymnen (,Gary's World", ,Syzygy") fortsetzen oder die Überreste einer Bandprobe collagieren (,Drumbo 2", ,Smartest Musicians") - es sind sorgfältige Kompositionen mit einer spannenden Logik, die sie selbst erfunden haben. Jeder Song ist eine kleine Welt, resonant, messerscharf, mit absoluter Klarheit der Vision. DEBT RAG ist, wie DEBT RAG eben ist. Wir könnten alle das eine oder andere davon lernen. - Grace Ambrose
Mick Goodrick (1945–2022), den das Magazin DownBeat in seiner Rezension dieses Albums als „technisch
einen der besten Gitarristen überhaupt“ pries, war ein subtiler Meister der Gitarre und ein ebenso zurückhaltender Komponist – beide Qualitäten treten auf dieser einzigen ECM-Aufnahme unter seinem eigenen
Namen deutlich hervor. Der Pianist Fred Hersch nannte ihn „den Gitarrenflüsterer“, während John Scofield
bemerkte: „Ich durfte mit Mick spielen, was eine wertvolle Lernerfahrung war – ganz abgesehen davon,
dass es Spaß gemacht hat. Ich liebe sein ECM-Album In Pas(s)ing – ein besonderes Werk, das auch heute
noch relevant klingt.“ Für In Pas(s)ing wurde der Gitarrist, der maßgeblich zu Gary Burtons erfolgreicher
ECM Albumserie der 1970er Jahre beigetragen hatte, von hochkarätigen Begleitern unterstützt: John
Surman, hier überwiegend am Baritonsaxophon zu hören, Bassist Eddie Gomez sowie Schlagzeuglegende
Jack DeJohnette. In weit-offenem, lyrischem Zusammenspiel entfalten die vier Improvisatoren eine leiseeruptive Session voller filigraner Interaktion und heimlich einprägsamer Melodien. Das Magazin Melody
Maker bezeichnete Goodrick in seiner Rezension von 1979 als einen „Komponisten und Bandleader, der
seiner Musik erlaubt an Ort und Stelle anmutig Pirouetten zu drehen“, und führte weiter aus: „Unter den
gegenwärtigen Gitarristen der ECM-Schule scheint er die gelungenste Verbindung von Tradition mit einer
modernen Konzeption zu besitzen. Modisch unaufdringlich versieht er die Musik dennoch mit einer unverwechselbaren Handschrift – durch seinen kühlen, singenden verstärkten Ton, sparsam eingesetzte, aber
feste Hintergründe und das wunderbare Zusammenspiel mit Surman.“ Auch die Mitmusiker würdigte der
Artikel ausdrücklich: „Dies ist jedenfalls eine der besten Aufnahmen Surmans seit Jahren. Natürlich sind
Gomez und DeJohnette entscheidend für den Erfolg der Platte – der Vorwärtsdrang, den sie erzeugen, ist
beinahe übernatürlich diskret, aber absolut real.“ Das Album wurde im November 1978 im Talent Studio
in Oslo aufgenommen und von Manfred Eicher produziert.
Im Rahmen von ECMs Luminessence Reihe neu aufgelegt, erscheint In Pas(s)ing in einem hochwertigen
tip-on Klappcover mit neuen Linernotes von Joel Harrison sowie Photographien aus dem Archiv.
Die Musik von Panda Bear und Sonic Boom war schon immer ein Spielplatz: ein Ort, an dem Klangexperimente, Loops und unerwartete Ideen aufeinandertreffen. Während Sonic Boom einst mit Spacemen 3 die Balance zwischen Drone und Pop neu dachte und später mit modularen Synths experimentierte, erschafft Panda Bear, solo oder mit Animal Collective, schillernde Klangwelten zwischen Noise, Folk und Elektronik. Ihr gemeinsames Debüt Reset (2022) wirkte wie ein kreativer Befreiungsschlag im Pandemie-Nebel.
Mit A ? of WHEN setzen sie diese Spielfreude fort, gehen aber noch weiter. Harfen-Loops, Steel Drums, Pedal Steel, sogar Jodeln: Das Duo greift bewusst auf vermeintlich „uncooles“ Material zurück und macht daraus etwas Eigenes. Songs wie „Something Like Dreaming“ oder „Like a Moth to a Flame“ verbinden verspielte Psychedelik mit eingängigen Melodien, als würde man von Station zu Station durch einen musikalischen Abenteuerspielplatz springen.
Gleichzeitig wird der Ton ernster. Die zehn Stücke verhandeln digitale Erschöpfung, politische Verwerfungen und ökologische Fragen, ohne dabei die Leichtigkeit zu verlieren. Inspiriert von einer Welt aus „AI slop“, algorithmischem Dauerrauschen und permanenter Vernetzung, suchen Panda Bear und Sonic Boom bewusst nach anderen Formen der Verbindung: weniger Scrollen, mehr echtes Erleben, mehr Radio, Live-Shows, Listening-Partys und reale Begegnungen. Statt Zynismus setzen sie auf Empathie, Glück und gegenseitige Unterstützung.
Im Kern bleibt das Album jedoch ein Akt der Aneignung: Klänge aus unterschiedlichen Kontexten werden neu zusammengesetzt, getragen von ungewöhnlicher Percussion wie Harfe und Steel Drums. So entsteht Musik, die zugleich verspielt und reflektiert ist. A ? of WHEN blickt auf eine widersprüchliche Welt und verwandelt sie in etwas Verbindendes. Kein großes Heilsversprechen, sondern die Einladung, gemeinsam offline darin aufzugehen.
Konsequenterweise wird das Album nicht auf Streaming-Plattformen verfügbar sein: Panda Bear und Sonic Boom setzen stattdessen auf reale Begegnungen, Listening Sessions und direkten Austausch jenseits algorithmischer Dauerbeschallung.
Es gibt ein altes Klischee über den letzten Tag der Sommerferien: dass er den Zugang zu endloser, müheloser Freude symbolisiere. Aber so ist es in Wirklichkeit gar nicht. Frag einfach Payson Power, den Gitarristen und kreativen Kopf hinter der Torontoner Band Daydream Plus. ,Als ich aufwuchs und einen Film sah, der am letzten Tag des Sommers spielt, dachte ich immer: ,Du bist schon beim deprimierenden Teil angelangt!` Der schöne Teil ist der vorletzte Tag des Sommers, denn das ist der letzte Tag, an dem man noch ohne Konsequenzen leben kann." Dieser Moment, in dem man noch Filme schauen und Videospiele spielen kann, bis die Sonne aufgeht, inspirierte Power dazu, das erste Album von Daydream Plus mit dem Titel ,Second Last Day of Summer" zu schreiben. Was diesen Tag so schön macht, ist, dass man unbewusst weiß, dass alles bald zu Ende sein wird. Nachdem er sein Leben lang Heavy Metal gespielt hatte, gründete Power 2020 Daydream Plus, um melodische, eingängige Kompositionen zu erkunden und Einflüssen nachzugehen, zu denen er zuvor nur in kurzen Momenten Zugang gehabt hatte. Nach zwei EPs, auf denen sich das Trio aus Toronto in der schmalen Schnittmenge zwischen komplexem Math-Rock und urbanem City-Pop bewegte, erweiterte Power langsam seinen Horizont. Mit Elementen aus Videospiel-Soundtracks, energiegeladenen Anime-Melodien und Akkorden, die direkt aus dem Songbuch von Steely Dan stammen, erschafft Daydream Plus auf ,Second Last Day of Summer" eine detailreichere Welt. Unterstützt von Powers Bandkollegen von Tomb Mold, dem Schlagzeuger Max Klebanoff und dem Bassisten Kevin Sia, arbeitet das Trio daran, den Geist von Don Caballero aufzunehmen und ihn mit einem Hauch von Smooth Jazz zu überziehen.
Es gibt ein altes Klischee über den letzten Tag der Sommerferien: dass er den Zugang zu endloser, müheloser Freude symbolisiere. Aber so ist es in Wirklichkeit gar nicht. Frag einfach Payson Power, den Gitarristen und kreativen Kopf hinter der Torontoner Band Daydream Plus. ,Als ich aufwuchs und einen Film sah, der am letzten Tag des Sommers spielt, dachte ich immer: ,Du bist schon beim deprimierenden Teil angelangt!` Der schöne Teil ist der vorletzte Tag des Sommers, denn das ist der letzte Tag, an dem man noch ohne Konsequenzen leben kann." Dieser Moment, in dem man noch Filme schauen und Videospiele spielen kann, bis die Sonne aufgeht, inspirierte Power dazu, das erste Album von Daydream Plus mit dem Titel ,Second Last Day of Summer" zu schreiben. Was diesen Tag so schön macht, ist, dass man unbewusst weiß, dass alles bald zu Ende sein wird. Nachdem er sein Leben lang Heavy Metal gespielt hatte, gründete Power 2020 Daydream Plus, um melodische, eingängige Kompositionen zu erkunden und Einflüssen nachzugehen, zu denen er zuvor nur in kurzen Momenten Zugang gehabt hatte. Nach zwei EPs, auf denen sich das Trio aus Toronto in der schmalen Schnittmenge zwischen komplexem Math-Rock und urbanem City-Pop bewegte, erweiterte Power langsam seinen Horizont. Mit Elementen aus Videospiel-Soundtracks, energiegeladenen Anime-Melodien und Akkorden, die direkt aus dem Songbuch von Steely Dan stammen, erschafft Daydream Plus auf ,Second Last Day of Summer" eine detailreichere Welt. Unterstützt von Powers Bandkollegen von Tomb Mold, dem Schlagzeuger Max Klebanoff und dem Bassisten Kevin Sia, arbeitet das Trio daran, den Geist von Don Caballero aufzunehmen und ihn mit einem Hauch von Smooth Jazz zu überziehen.
„Mittelalter: Medieval Spirits 2026“ entführt alle Fans mittelalterlicher Klänge, epischer Geschichten und kraftvoller Folk-Rock-Hymnen in die faszinierende Welt zwischen Burgen, Tavernen und Ritterfesten. Die neue Vinyl-Compilation vereint die bekanntesten Bands der deutschen Mittelalterund Folk-Rock-Szene auf einem Album und liefert den perfekten Soundtrack für Mittelaltermärkte, LARP-Events und stimmungsvolle Abende. Inspiriert von der erfolgreichen „Medieval Spirits“-Reihe von ZYX Music.
Mit dabei sind unter anderem Schandmaul, Feuerschwanz und Subway To Sally – ergänzt durch weitere Szenegrößen und genretypische Hymnen voller Dudelsäcke, harter Gitarren und mystischer Melodien. Die Compilation verbindet traditionelle Mittelalter-Sounds mit modernem Rock und sorgt für echtes Festival-Feeling zuhause.
In der Realverfilmung des Oscar®-nominierten Animationsabenteuers folgt Vaiana dem Ruf des Ozeans und
wagt sich zum ersten Mal über das Riff ihrer Heimatinsel Motunui hinaus. Gemeinsam mit dem berühmtberüchtigten Halbgott Maui begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise über die Weiten des Meeres, um
die Zukunft ihres Volkes zu sichern. „Vaiana“ entstand unter der Regie von Emmy®- und Tony Award®-
Gewinner Thomas Kail („Hamilton“). Zuschauer können die beeindruckenden Bilder, Klänge und Songs
von „Vaiana“ ab 9. Juli 2026 exklusiv in den Kinos erleben.
Die Vinyl erscheint am 10.Juli 2026
»The Hidden Hand« bietet die gleichen düsteren und atmosphärischen Klanglandschaften wie die früheren Veröffentlichungen der Band, vermittelt zugleich aber ein Gefühl von Auflösung. Während sich der musikalische Geschmack der Band weiterentwickelt, bleibt die Herausforderung, ihren Sound dort zu verankern, wo alles begann – und genau das gelingt ihnen.
If These Trees Could Talk erzeugen klangliche Wucht, indem sie drei Gitarren einsetzen, um unterschiedliche Bereiche des Frequenzspektrums abzudecken. Ähnlich wie in einem Orchester verankert der Bass die tiefen Lagen, die Rhythmusgitarren halten den Mittenbereich und die Leadgitarre übernimmt die Höhen – so bleiben alle drei Komponenten stets präsent, besonders beim Übergang von cleanen zu harten Klängen.
Langjährige Fans wie auch Neueinsteiger werden von der beeindruckenden ersten Single des Albums begeistert sein: »Blurry Creatures« – ein Track, der den rohen Sound von If These Trees Could Talk verkörpert, mit unerbittlichen Riffs, epischen Höhen und Tiefen, atmosphärisch synkopierten Delays und einem Schlachtruf, der die Sinne elektrisiert.
'moisturizer' ist das mutige zweite Album von Wet Leg, der fünfköpfigen Band von der Isle of Wight, die von Rhian Teasdale und Hester Chambers gegründet wurde. Zusammen mit Ellis Durand, Henry Holmes und Joshua Mobaraki hat Wet Leg die letzten Jahre auf der Straße verbracht und sich zu einer wilden, elektrisierenden Live-Band entwickelt. Das neue Album fängt diese Energie ein und liefert einen Sound, der straffer, mutiger und selbstbewusster ist, aber immer noch vor dem gleichen schnellen Witz und der rohen, ungeschliffenen Energie strotzt.
Isoliert in einem abgelegenen Haus auf dem Lande entstand 'moisturizer' in einem kreativen Rausch, der sich mit Themen wie Besessenheit und alles verzehrender Liebe befasst. Während ihr Debüt aus dem Jahr 2022 mit zwei Grammys ausgezeichnet wurde und die Charts stürmte, bringt 'moisturizer' den nötigen Biss mit: schrille Gitarren, schwere Beats und eine furchtlose Hingabe, alles auf einmal zu fühlen.
Seit etwas mehr als einem Jahrzehnt hat sich EXEK ganz leise zu einer der faszinierendsten Bands der Welt entwickelt, die sich von Album zu Album verändert und weiterentwickelt und sich nach und nach geöffnet hat, ohne jemals diese seltsame, unergründliche und insgesamt essentielle Eigenschaft zu verlieren, die sie so großartig gemacht hat - so EXEK-mäßig. Nun bringt die Post-Punk-Band aus Melbourne - Sänger und Chefarchitekt Albert Wolski, Gitarrist Jai Morris-Smith, Schlagzeuger Chris Stephenson, Synthesizer-Spezialist Andrew Brocchi, Trompeterin und Sängerin Valya YL Hooi und Bassist Ben Hepworth - ihr siebtes Album und erstes für DFA raus: ,Prove The Mountains Move". Es ist, wie Wolski sagt, ,ein bisschen epischer" als alles, was er bisher aufgenommen hat, ein üppiges und unverhohlen melodisches Set surrealistischer Popmusik, das sich in Widersprüchen suhlt. ,Dieses Album ist in seiner Machart experimentell", sagt Wolski, ,aber es klingt nicht unbedingt experimentell." Dafür gibt es einen guten Grund. Die Arbeit begann an einem kalten Nachmittag im Juni 2023, als Wolski und Stephenson sich in den Pelican Refill Studios in Melbourne trafen, um die Drums aufzunehmen - das erste, was sie immer machen. Danach ging Wolski alleine nach Hause und fing an, die aufgenommenen Beats und Breaks durchzugehen, wobei er sich von den Drum-Sounds zu Melodien und Basslines leiten ließ, Loops und Layers erstellte und so die Grundlage für ,Prove The Mountains Move" schuf. ,Ich fühle mich wohl dabei, alleine wie ein verrückter Wissenschaftler herumzutüfteln", sagt er. ,Ich habe es auch genossen, ohne klare Absicht auf Aufnahme zu drücken. Meistens führte mich das in eine interessante Richtung, die mein Bewusstsein wahrscheinlich nicht gesucht hätte." Und doch gelangte Wolski irgendwie zu seinem direktesten Werk seit Beginn des Projekts, neu inspiriert von der Klarheit und Prägnanz des Mainstream-Pop, der starken und unbestreitbaren Anziehungskraft einer einfachen Gesangsmelodie. Nachdem die berühmt-berüchtigten strengen COVID-Lockdowns in Melbourne beendet waren, wollte er einfach draußen bleiben. ,Die Arbeit an neuer Musik trat gegenüber dem Feiern mit Freunden in den Hintergrund", sagt er. ,Und diese Partys waren voller großer Hits als Soundtrack - Sachen, die ich selbst nicht wirklich hörte, Sachen, denen ich seit meiner Jugend nicht mehr begegnet war. Aber in den frühen Morgenstunden des Sonntags klingt ,Alive" von Pearl Jam, als würde man mit Gott sprechen. Genauso wie ,All I Wanna Do" von Sheryl Crow und ,Feel" von Robbie Williams. Krautrock und Dub waren immer noch in meiner DNA, aber die Musik, die ich zu machen begann, war vielleicht etwas unbeschwerter und vielleicht auch etwas emotionaler." Das heißt nicht, dass man hier Spuren von Eddie Vedder in Wolskis Gesang erwarten sollte, aber die Einsätze fühlen sich auf ihre eigene Weise ähnlich an - so klingt es, wenn EXEK wirklich alles geben. Nimm zum Beispiel die schwebenden Synthesizer des Openers ,Sidestepping" oder die gewaltigen Gitarren von ,Arriverderci Back Pain", die pyrotechnischen Klavierklänge von ,Don't Answer (When They Call)" oder die Bowie-artige Melancholie von ,You Have Been Blessed". Die Arrangements wirken offener, der Sound fokussierter. Es fällt nicht schwer, Wolski zu glauben, wenn er sagt, dass er viel Zeit damit verbracht hat, seine Mixe von ,Prove The Mountains Move" mit einigen der wichtigsten Alben, die je aufgenommen wurden, darunter ,Abbey Road", zu vergleichen. Aber alles ist relativ. Und textlich bleibt Wolski weiterhin verschlüsselt. ,Jeder Song ist eine Vignette in einem abstrakten Milieu, sei es ein experimentelles Chiropraktik-Geschäft am Flughafen oder spärlich bekleidete Kreaturen aus Staub in einem Food Court. Egal wie verrückt das auch sein mag, es gibt Themen und Motive auf dem gesamten Album, sowohl textlich als auch musikalisch, die sich in verschiedenen Songs widerspiegeln und aufeinander Bezug nehmen." Diese Dissonanz zwischen direkt und indirekt, glatt und strukturiert, schattig und glühend, verrückt und ausdruckslos ist die treibende Kraft im Herzen dieser Songs, seiner bisher besten.
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Es gibt keine andere Band wie Angel Du$t. Tatsächlich ist diese einzigartige Gruppe fast schon dadurch definiert, wie sehr sie sich von der Masse abhebt. Wenn es also klar ist, dass Angel Du$t mit niemandem zu vergleichen ist, wie sind sie dann? Sind sie bahnbrechende Genre-Zerstörer oder eine der letzten echten Gitarrenbands? Sind sie die Verkörperung unverblümter Aggression oder ernsthafte Experimentatoren? Sind sie die Hardcore-Version einer Indie-Band oder ist es umgekehrt? Man könnte sich solche Fragen stellen, wenn man die mehr als zehnjährige Reise von Angel Dust betrachtet aber das neue Album der Band, COLD 2 THE TOUCH, legt nahe, dass es vielleicht doch nicht so kompliziert ist. Oder wie Sänger/Mastermind Justice Tripp es ausdrückt: Angel Du$t ist Rock 'n' Roll." COLD 2 THE TOUCH fängt diese einfache Tatsache besser ein als je zuvor. Die 26 Minuten eklektischer und knallharter Musik machen deutlich, dass Angel Du$t sich nicht in die Grenzen enger Subgenres pressen lässt und dass ein so elementarer Begriff wie Rock n' Roll tatsächlich wie angegossen passt. Dies ist das seit langem offenste und wildeste Album der Band eine Mischung aus harten Riffs und großen Hooks, die durch Tripps offenherzigen Existentialismus ergänzt werden. Eine ganze Reihe von Mitwirkenden macht COLD 2 THE TOUCH zu einem fesselnden Hörerlebnis, das den Zuhörer immer wieder überrascht: Gitarrist Jim Caroll macht sich besonders in Zero" bemerkbar, einem echten Angel Du$t-Epos, das über drei Minuten lang spiralförmige Riffs bietet und Gesang von Wes Eisold von American Nightmare und Cold Cave enthält; Downfall" hat das Knurren von Patrick Cozens von Restraining Order; Man On Fire" greift auf die britische Punklegende Frank Carter zurück und The Beat" enthält kehlige Gastbeiträge von Taylor Young von Twitching Tongues, Deadbody und anderen. Die letzten beiden Songs des Albums, The Knife" und The Beat", fassen genau zusammen, was Angel Du$t zu einer so besonderen Band macht. Es ist ein kreatives Unterfangen, bei dem offenherzige Gedanken über die Endlichkeit des Lebens mit der ungezügelten Spannung gewalttätiger Riffs koexistieren können, bei dem echte Menschlichkeit gedeihen kann und es vor allem darauf ankommt, sich selbst und seinem eigenen Spektrum an Gedanken, Interessen und Gefühlen treu zu bleiben. Das bin ich", sagt Tripp. Und ich spreche auch für die Band: Wir sind Leute, die immer aggressiven Rock 'n' Roll spielen werden. Das passiert, ob du es magst oder nicht. Ich bin ich, und wenn du mir im Weg stehst, werde ich dich vernichten."
Mit gemeinsamen Aufnahmen mit den beiden amerikanischen Jazzlegenden Lee Konitz und Charles Lloyd
hatte sich der außergewöhnliche französische Pianist Michel Petrucciani in den frühen 1980er Jahren in die
internationalen Schlagzeilen gespielt. Auf “Power of Three”, seinem zweiten Album für Blue Note Records,
präsentierte sich der 23-jährige Pianovirtuose mal im Duo, mal im Trio mit zwei weiteren amerikanischen
Jazzgrößen: dem Gitarristen Jim Hall und dem Saxofonisten Wayne Shorter. Das 1986 beim Montreux
Jazz Festival live aufgenommene Album dokumentierte einen geradezu magischen Abend, an dem drei
Ausnahmemusiker aufeinandertrafen.
In a landslide of writhing textures and hypnotic rhythm, prolific techno explorer DOLTZ. returns to DJ Nobu's Bitta imprint for an expansive album that foregrounds his skill creating living, breathing soundscapes out of pure synthesis. Since debuting in 2020, Shun Watanabe has issued a steady stream of LPs and EPs that quickly established him at the forefront of techno innovation in the Japanese scene. It was natural then for him to forge a connection with DJ Nobu's celebrated Bitta label via 2024 release Inception EP, a forthright club-focused statement to balance out his more experimental output on Muzan Editions and other labels. Elsewhere, Watanabe has also been developing a fruitful collaboration with German techno veteran Tobias Freund, resulting in two bold yet elegant albums on Dutch label Delsin. On Final Trace, the DOLTZ. sound is steered with purpose towards tactile sonic terrain where microscopic detail rewards the patient listener. He explains a core inspiration for the album was Kobo Abe's avant-garde 1960s novel Woman In The Dunes, which drew on repetition and the quiet madness of an inescapable environment. That manifests as a forbidding demeanour that courses throughout Final Trace, detectable in every slithering trail of static interference and mind-warping tonal loop. This is expertly sculpted wormhole techno of the highest calibre, delivered by an artist with the creative spark to make something visceral and thrilling out of a technically advanced approach. The power of Final Trace lies in the subtlety of its progression as a seemingly incessant refrain slowly morphs before your ears, but this is far from a static album. From the mesmerising throb and thrilling crescendo of 'Faz' to the sprightly ripples and pulses darting across 'Resonance', there is a constant sense of movement and the bright-eyed wonder of new ground being broken at every turn. It's the perfect summation of everything exciting about Watanabe's rich expression as DOLTZ. -- stunning sonics driven by brilliant ideas.
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You are Spring!" beginnt mit einer gewundenen Klangwand, A-cappella-Stimmen, die sich in üppiger Harmonie überlagern und den halb-titelsgebenden Frühling besingen. Sofort entführt uns Tasha aus dem tristen, grauen Winter in eine Welt voller Bilder und Empfindungen von neuem Leben. Stell dir vor: ein Feuerwerk aus glockenförmigen Blüten; Rosa, Citrin und Buttergelb; der Himmel klar, eine Lunge voll Blau; Wärme, überall, die die über den Winter geheilte Haut küsst und sich nach Berührung sehnt; Leichtigkeit nach dem Leiden; ein tiefer Atemzug nach dem Ersticken. "Don't die now / There's life to be found now,", beginnt sie. In Texten, die von Gwendolyn Brooks' Gedicht "To The Young Who Want To Die" inspiriert sind, formuliert Tasha die These dieses Albums mit exquisiter Präzision. Es gibt Jahreszeiten der Härte, Jahreszeiten der Schwierigkeit, ja. Aber hier, in diesem Album, meditieren wir über den Frühling über eine Zeit des Feierns, die umso süßer ist, weil wir wissen, was man ertragen muss, um dorthin zu gelangen. "Alive now / It's spring now / Alive now / You're spring now" schließt sie, getragen von den samtigen Stimmen von Jamila Woods und Taja Cheek von L'Rain, die auf diesem Track zu hören sind, und lädt uns in die paradiesische Schatzkiste ein, die sie hier geschaffen hat. Für Tasha ist der Frühling ein Ort, an dem wir ankommen, aber auch ein Zustand, in dem wir uns befinden, eine Art, wie wir geworden sind. Wenn sie darüber spricht, was das Album ihrer Hoffnung nach vermitteln soll, erläutert sie die Bedeutung von "You Are Spring!" weiter und sagt: Es ist eine Art zu sagen, dass du das bist, worauf sich andere Menschen freuen; du bist das, worauf wir warten; du bist das Schöne." Wenn es im vorherigen Album um Sehnsucht ging, darum, sich nach einer Fülle zu strecken, von der du weißt, dass sie kommt, dann ist "You are Spring!" eine Gelegenheit, innezuhalten und alles in dich aufzunehmen, sobald du in deine Fülle eingetreten bist. Das heißt, You Are Spring!" ist in seiner Aufmerksamkeit für die Glückseligkeit so eindringlich wie sein Ausrufezeichen, aber es hat auch einen klaren Blick auf die Welt um sich herum. Die zweite Hälfte des Albums bewegt sich auf diesem schmalen Grat zwischen Wonne und Untergang. Sieh dir zum Beispiel "Actor" an und seine Auseinandersetzung mit den Gesten, die wir in einer Liebe machen, die hohl geworden ist, gefolgt von Special" und seinem aufwendig arrangierten Klangteppich, komplett mit Tashas Klarinetten-Debüt. Im letzten Titel, Quick!", steigt Tashas Stimme in einer fast Stephen-Sondheim-artigen Tonfolge empor und drängt uns singend: "Quick! See how this beauty rushes by?" Es gibt Dissonanzen im Klimpern der Akkorde, das Keuchen ihrer Finger, die über den Gitarrenhals gleiten, eine raue, fast wie von einer Kassette klingende Qualität der Produktion, wieder von Gregory Uhlmann. Aber wir werden noch nicht aus dem Garten vertrieben; der Song klingt langsam aus, zurück in den Glockenblumenhain von Tashas sanftester Stimmlage. "You Are Spring!" fordert uns heraus, uns an unserer Gegenwart zu erfreuen, uns selbst als die lang ersehnte Jahreszeit des neuen Lebens und Wachstums zu sehen. Und wenn der Winter wiederkommt, wie er es immer tun muss, die Trauer sich einschleicht, Herzschmerz vor der Tür steht, gibt Tasha uns etwas, an dem wir uns festhalten können. Die Gewissheit, dass der Frühling wiederkommen wird, selbst dann. Dass die Schönheit und Fülle, die uns jetzt umgibt, uns wieder umgeben wird, noch einmal.
Zuerst das Wichtigste: Ja, Your Day Will Come an, das zweite Album von Chanel Beads trägt denselben Namen wie sein Debüt aus dem Jahr 2024. Aber es handelt sich um ein völlig neues Werk, nicht um einen zweiten Teil oder eine Neuauflage. Der Titel des neuen Albums ist derselbe wie der des Vorgängers - eine perfekte Zusammenfassung der Zweideutigkeit von Chanel Beads: zu gleichen Teilen ein augenzwinkernder Scherz und eine zutiefst ernste Aussage. Während sich die Songs entwickelten, entdeckte Lavers, dass der Satz eine tiefere Nuance hatte und eine Spannung zwischen Gewissheit und Zweifel hervorrief, die seine Psyche beschäftigte. Wird dein Tag kommen? Wie wird er sein? Wie kannst du dir sicher sein? Während er das Album schrieb, hatten Lavers' Gedanken mehr Raum, um in seinem Kopf herumzuschwirren und sich zu verdrehen, und er fühlte sich oft abgestumpft von einer Welt, die sich absurd grausam anfühlen kann. Die zweite Inkarnation von Your Day Will Come dokumentiert eine klangliche Verschiebung und Weiterentwicklung des Chanel-Beads-Sounds. Dieses Mal ist alles stärker geschichtet, mit mehr eigenständigen Parts und Mitwirkenden. Es entstand in seinem kleinen, spärlich eingerichteten Studio in Brooklyn, wo die Lautsprecher so nah an seinem Gesicht standen, dass er bei jedem Schlag der Bassdrum die Luftwelle spüren konnte. Geiger Zachary Paul tritt präsenter in Erscheinung, während Lavers weiterhin mit der semiotischen Bedeutung von Plug-ins spielt. Auch die ätherische Stimme von Maya McGrory ist erneut auf dem Album zu hören; sie schrieb zudem am majestätischen ,Silver Cup" mit. Die 14 Songs sind ausgearbeiteter und strukturierter - Ergebnis eines kollaborativeren Ansatzes, der Spontaneität und Unvollkommenheit bewusst zulässt. Er folgt der Devise "Wenn es funktioniert, lass es so", nimmt einfach mit dem Mikrofon auf, das gerade zur Hand ist, und baut den Song auf dieser Aufnahme auf. Aus lockeren Treffen ergaben sich Beiträge von Freund*innen wie Tchad Cousins (Urika's Bedroom), Mari Maurice (More Eaze), Anastasia Coope und Bella Litsa. "Dust in the Wind" entstand gemeinsam mit Isaac Eiger von Strange Ranger und Threshold und markiert die erste Co-Autorenschaft außerhalb des Kerntrios aus Lavers, McGrory und Paul. Lavers' fragmentierte Texte sind voller offener Fragen. Er war besonders von der Koexistenz von Nihilismus und Liebe eingenommen und sagte: "Es fühlt sich an, als müsste das eine das andere auslöschen, aber das tut es nicht." Emotionale Sublimierung steht im Mittelpunkt von Chanel Beads, als könne man etwas so fest umklammern, dass es transzendent wird. Your Day Will Come nutzt Traumlogik, um sich mit Liminalität und prekären Erinnerungen auseinanderzusetzen. Es ist geprägt von den Schatten bestimmter Verluste, aber auch davon, wie man sich selbst heimsuchen kann, indem man in alte Gewohnheiten zurückfällt.
Zuerst das Wichtigste: Ja, Your Day Will Come an, das zweite Album von Chanel Beads trägt denselben Namen wie sein Debüt aus dem Jahr 2024. Aber es handelt sich um ein völlig neues Werk, nicht um einen zweiten Teil oder eine Neuauflage. Der Titel des neuen Albums ist derselbe wie der des Vorgängers - eine perfekte Zusammenfassung der Zweideutigkeit von Chanel Beads: zu gleichen Teilen ein augenzwinkernder Scherz und eine zutiefst ernste Aussage. Während sich die Songs entwickelten, entdeckte Lavers, dass der Satz eine tiefere Nuance hatte und eine Spannung zwischen Gewissheit und Zweifel hervorrief, die seine Psyche beschäftigte. Wird dein Tag kommen? Wie wird er sein? Wie kannst du dir sicher sein? Während er das Album schrieb, hatten Lavers' Gedanken mehr Raum, um in seinem Kopf herumzuschwirren und sich zu verdrehen, und er fühlte sich oft abgestumpft von einer Welt, die sich absurd grausam anfühlen kann. Die zweite Inkarnation von Your Day Will Come dokumentiert eine klangliche Verschiebung und Weiterentwicklung des Chanel-Beads-Sounds. Dieses Mal ist alles stärker geschichtet, mit mehr eigenständigen Parts und Mitwirkenden. Es entstand in seinem kleinen, spärlich eingerichteten Studio in Brooklyn, wo die Lautsprecher so nah an seinem Gesicht standen, dass er bei jedem Schlag der Bassdrum die Luftwelle spüren konnte. Geiger Zachary Paul tritt präsenter in Erscheinung, während Lavers weiterhin mit der semiotischen Bedeutung von Plug-ins spielt. Auch die ätherische Stimme von Maya McGrory ist erneut auf dem Album zu hören; sie schrieb zudem am majestätischen ,Silver Cup" mit. Die 14 Songs sind ausgearbeiteter und strukturierter - Ergebnis eines kollaborativeren Ansatzes, der Spontaneität und Unvollkommenheit bewusst zulässt. Er folgt der Devise "Wenn es funktioniert, lass es so", nimmt einfach mit dem Mikrofon auf, das gerade zur Hand ist, und baut den Song auf dieser Aufnahme auf. Aus lockeren Treffen ergaben sich Beiträge von Freund*innen wie Tchad Cousins (Urika's Bedroom), Mari Maurice (More Eaze), Anastasia Coope und Bella Litsa. "Dust in the Wind" entstand gemeinsam mit Isaac Eiger von Strange Ranger und Threshold und markiert die erste Co-Autorenschaft außerhalb des Kerntrios aus Lavers, McGrory und Paul. Lavers' fragmentierte Texte sind voller offener Fragen. Er war besonders von der Koexistenz von Nihilismus und Liebe eingenommen und sagte: "Es fühlt sich an, als müsste das eine das andere auslöschen, aber das tut es nicht." Emotionale Sublimierung steht im Mittelpunkt von Chanel Beads, als könne man etwas so fest umklammern, dass es transzendent wird. Your Day Will Come nutzt Traumlogik, um sich mit Liminalität und prekären Erinnerungen auseinanderzusetzen. Es ist geprägt von den Schatten bestimmter Verluste, aber auch davon, wie man sich selbst heimsuchen kann, indem man in alte Gewohnheiten zurückfällt.
Chad R. Matheny veröffentlicht seit 1998 exzentrische, textlich dichte Underground-Popmusik, oft unter dem Namen Emperor X. Nach seinem Studium der Physik, Philosophie und Musikkomposition legte Matheny eine Pause von der akademischen Arbeit ein und verbrachte einen Großteil der letzten zwei Jahrzehnte damit, die Welt mit Bussen und Hochgeschwindigkeitszügen zu durchqueren, um an Orten Musik zu machen, die von einem kleinen, aber vollbesetzten Konzertsaal in Portugal über eine leere Messehalle im Norden des Libanon bis hin zu buchstäblich unterirdischen Metal-Bars in der ganzen Ukraine reichten. Er tourt oft allein mit Gitarre und Synthesizer, teilt sich aber manchmal die Bühne mit Weggefährten wie Ratboys, The Hotelier, The World is a Beautiful Place and I Am No Longer Afraid to Die, Foxing, AJJ, The Front Bottoms und Xiu Xiu. Er produzierte das neue Brian-Sella-Album ,Well I Mean", war Co-Produzent des Sub-Pop-Albums ,Bits" der Jangle-Punk-Legenden Oxford Collapse zusammen mit Eric Topalski von Don Caballero und Storm & Stress und komponierte Videoundermusik für gemeinnützige Organisationen wie Planned Parenthood und SEIU. In den Jahren 2011 und 2012 wurde Mathenys Ambient-Werk ,Keeling Curve" in einer Multimedia-Installation des Fotografen Joel Sternfeld verwendet, die im Rahmen einer Retrospektive im Museum Folkwang zu sehen war.
Die beliebte australische fünfköpfige Band POND schenkt mit ihrem neuen Album - ihrem elften - ,Terrestrials" einen Funken Hoffnung in einer feindseligen Welt. Als Wirbelsturm aus drängendem, verbranntem Rock'n'Roll ist ,Terrestrials" eine Hommage an die Klänge von damals, während es sich gleichzeitig unverblümt dem Hier und Jetzt stellt. Entstanden aus der Ehrfurcht vor einer besonders kraftvollen Epoche des australischen Rock, schöpft ,Terrestrials" aus dem Klang der Melancholie unter freiem Himmel, dem brutzelnden Hitzeschleier über den Ebenen und den klirrenden Hinterzimmern von Pubs, der einen ewig ergreifenden Nerv bei jedem trifft, der mit dem Klang, der Zeit und dem Ort vertraut ist. Wie ein Großteil des Pond-Katalogs ist Terrestrials ein Album über Menschen und Orte, über die Erforschung der Identität jedes Einzelnen sowie darüber, wo und wie sie sich überschneiden und aufeinanderwirken. Terrestrials zittert vor der Verzweiflung von Menschen und Planet am Abgrund, setzt aber letztendlich darauf, dass die Schönheit beider die Oberhand gewinnt.
Wer ist Born At Midnite und warum sollte dich das interessieren? Born At Midnite sind keine gewöhnlichen Drag-and-Drop-Produzenten, sondern eine vertikal integrierte Songmaschine. Mit Samplern, künstlichen Drums, Tonbandgeräten und hauseigenem Artwork, alles im Homeoffice-Tempo; seit einem halben Jahrzehnt steuert das Duo aus Montreal ganz lässig auf den Status der ,coolsten Band der Szene" zu. Indem sie den allgegenwärtigen Narzissmus und die Selbstverliebtheit unserer Zeit ausspielen - und sich gleichzeitig darüber lustig machen -, flicken die Jungs eine Art ungesponserten ,Product-Placement-Punk" zusammen. Also sag mir, was hat es mit ihrem Debütalbum auf sich? Was ist das Gegenteil eines Wunsches, der mit einem schrecklichen Fluch einhergeht? Es ist etwas, das niemand wollte, das aber vor ewiger Verdammnis schützt; es ist ,Eternal BAM Nation", das lang erwartete und doch schnell zusammengestellte Debütalbum von Born At Midnite. Und du weißt, dass diese elfeinhalb Songs den Kern der Sache treffen.
Dreamlike longing, the lament of what may be forever lost, and unrelenting rage define the dark rock band from Stuttgart Vast moments of calm are built only to be torn down unexpectedly, demanding the listener's full emotional commitment. Since their 2019 debut EP Black Awakening, which received strong press coverage and worldwide airplay, ASTRAYA have continued to guide listeners toward new horizons of realization. Their fully handmade wall of sound is crowned by the ethereal vocals of Melina Abele, shining like sun rays through black clouds. In 2024, ASTRAYA joined forces with the Italian label These Hands Melt, under which they are now releasing their highly anticipated second LP "Atropine".
- Die allererste Vinyl-Neuauflage und definitive Ausgabe von Nancys Album ,Movin' with Nancy" aus dem Jahr 1967 - Wunderschön gestaltete und erweiterte Gatefold-LP mit 20-seitigem Booklet sowie eine CD-Ausgabe mit 32-seitigem Booklet - beide enthalten ein neues Interview mit Nancy und dem GRAMMYr-nominierten Co-Produzenten Hunter Lea sowie bisher unveröffentlichte Fotos aus Nancy Sinatras persönlichem Archiv - Mit Audio, das vom GRAMMYr-nominierten Toningenieur John Baldwin frisch von den originalen Analogbändern remastert wurde - Enthält 4 bisher unveröffentlichte Bonustracks: ,It's Such A Pretty World Today" (Movin'-Version), ,Let's Get Movin'", ,This Town" (Film Intro) und ,RC Cola" (It's A Mad Mad Cola) - Mit Gastauftritten von Frank Sinatra und Dean Martin - LP gepresst auf violettem ,Some Velvet Morning"-Vinyl Beschreibung: Light in the Attic präsentiert stolz Nancy Sinatras Album ,Movin' With Nancy" aus dem Jahr 1967. Diese definitive Neuauflage und erste Vinyl-Wiederveröffentlichung überhaupt feiert Nancy auf dem Höhepunkt ihres 60er-Jahre-Coolness. ,Movin' with Nancy" ist eines der ambitioniertesten kreativen Projekte in Nancy Sinatras Karriere. Das einstündige Fernseh-Special von 1967 und das dazugehörige Soundtrack-Album fangen die kreativen, groovigen und schönen Zeiten der 1960er Jahre ein. Das Projekt wurde von RC Cola finanziert, aber das war kein reiner Geldsegen. Es war ein Herzensprojekt für Nancy, die ihren Vater, Dean Martin, Sammy Davis Jr. und andere Familienmitglieder und Freunde bat, im Film mitzuwirken. Sie nutzte auch ihre eigenen Autos, Kleider und ihr Haus und schminkte sich selbst. Eine echte DIY-Produktion. Auf dem Album ist Frank Sinatra mit ,Younger Than Springtime" zu hören und Dean Martin im Duett mit Nancy bei ,Things". Produzent Lee Hazlewood singt mit Nancy im Duett bei ,Some Velvet Morning" und ,Jackson"; außerdem steuert er die Songs ,I Gotta Get Out Of This Town", ,Friday's Child", ,This Town" und ,See The Little Children" bei. Zu den Bonustracks gehören der bisher unveröffentlichte Outtake ,It's Such A Pretty World Today (Movin' Version)", zwei unveröffentlichte Musikstücke aus dem Film und der unglaublich eingängige Werbespot ,RC Cola (It's A Mad Mad Cola)".
[m] 13IT'S SUCH A PRETTY WORLD TODAY (MOVIN' VERSION) [PREVIOUSLY UNRELEASED] LET'S
[n] 14GET MOVIN' [PREVIOUSLY UNRELEASED]
[o] 15THIS TOWN (FILM INTRO) [PREVIOUSLY UNRELEASED]
[p] 16RC COLA (IT'S A MAD MAD COLA) [PREVIOUSLY UNRELEASED]
Die Aufnahmen für das 1963 bei Impulse! Records erschienene Album “Impressions” entstanden im
Zeitraum zwischen 1961 und 1963 bei einem Auftritt im Village Vanguard sowie bei zwei unterschiedlichen
Sessions im Studio von Rudy Van Gelder. Sie zeigen das klassische John Coltrane Quartet, teils verstärkt
durch Gäste, auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft und dokumentieren die sich rasch entwickelnde
modale Sprache des Ensembles. Obwohl sich das Jazzmagazin DownBeat Coltranes Experimenten damals
nicht immer aufgeschlossen zeigte, erhielt das Album 1963 die Höchstwertung von fünf Sternen. In seiner
Rezension schrieb der Kritiker Harvey Pekar: “Nicht alle Stücke auf diesem Album sind hervorragend (was
eine Fünf-Sterne-Bewertung ja eigentlich bedeutet), aber einige sind mehr als hervorragend.”
Das fünfte Lemonheads-Album 'It's A Shame About Ray', wird zum 34.Jahrestag wieder als Single Vinyl auf grünem Vinyl mit der Original-Tracklist nachgepresst. Beschrieben von Musikjournalist und Autor Everett True als "Ein 30-minütiger Einblick in das, was es heißt, hart und schnell und locker und glücklich mit gleichgesinnten Kumpels zu leben, angetrieben von einer gemeinsamen Liebe zu ähnlichen Bands und Drogen und Alkohol und Freiheit". It's A Shame About Ray" hatte in jenen berauschenden, sorglosen Tagen des Jahres '92 eine beträchtliche Wirkung. Die Platte fängt perfekt Dandos Fähigkeit ein, die Sehnsucht und Lust der Teenager mühelos in einem zweiminütigen Popsong zu verpacken. Singles wie "My Drug Buddy" und der luftig-perfekte Pop des Titeltracks mögen herausstechen, aber die eigentliche Stärke des Albums liegt in den Tracks dazwischen; das wirklich fantastische 'Confetti' (über die Scheidung von Evans Eltern) und die atemberaubend lässige Akustik-Coverversion von 'Frank Mills' (aus dem Hippie-Musical Hair), eine Version, in der jedes Quäntchen Pathos und Gefühl für die verlorene Generation der 1960er mitzuschwingen scheint. Wenn Evan Dando Zeilen wie "I love him/but it embarrasses me/To walk down the street with him/He lives in Brooklyn somewhere/And he wears his white crash helmet" singt, weiß man erst richtig zu schätzen, wie wunderbar und verlockend Popmusik sein kann. Und dann gibt es da noch den Ansturm von Aufsässigkeit und Unverfrorenheit im wunderbar verkürzten 'Bit Part'; das aufgedrehte 'Ceiling Fan In My Spoon'... das war Jungs/Teenager-Popmusik mit Stil auf einem Niveau mit The Kinks, den frühen Undertones und den Wipers. "Ray sounds revelatory in its restlessness, mixing college pop with country flair and relocating Gus Van Sant's Portland atmosphere to New England." Pitchfork *****½
Transparent orangenes Vinyl. Unter dem Titel "II - Incarnate" legen SHAYTAN ihr zweites Album vor - und festigen ihren Mix aus Doom/Stoner und klassischem Heavy Metal mit orientalischen Einflüssen. Wo das Debüt "Chapter One" (2024) noch als Beschwörungsformel diente, steht das zweite Album für die Manifestation allen Übels in düsteren, aber auch melodischen Klängen. Musikalisch bleibt die Band ihren Wurzeln treu, erweitert den Sound aber durch noch atmosphärischere Klangbilder, die auch durch den intensiveren Einsatz von Hammondorgel und wuchtigeren Bass-Sound getragen werden. Die Produktion stammt von Charles Greywolf (Hammer King, Godslave).
Vor zehn Jahren gründeten drei Mitarbeiter von JI's Market and Cafe die Band Styrofoam Winos. Lou Turner, Trevor Nikrant und Joe Kenkel fanden zueinander durch ihre gemeinsame Begeisterung für Bob Dylan, Patti Smith, Leonard Cohen und Country-Platten aus dem Schnäppchenkorb. Sie beflügelten sich gegenseitig in ihrer Begeisterung und waren total aus dem Häuschen bei jedem neuen Song, den sie entdeckten. Nachdem ein Freund weggezogen war und ein Schlagzeug zurückgelassen hatte, lernten alle drei Winos, Schlagzeug zu spielen. Die ersten Versuche im gemeinsamen Songwriting entstanden aus Jam-Sessions und Erasure Poetry, bei der man Wörter in alten Büchern schwärzte, um neue Gedichte zu schaffen. Sie sangen alle mal die Leadstimme und tauschten regelmäßig die Instrumente. Michael Hurley zum ersten Mal zu sehen, hinterließ einen bleibenden Eindruck und gab der Band einen ihrer kreativen Leitsterne. Jahre später gab Snock den Winos selbst seinen Segen, ihre Kassette mit Coverversionen seiner Songs zu veröffentlichen. Die Styrofoam Winos sind immer mit dem Strom geschwommen, was ,Any River" zu einem passenden Titel für ihr neues Album macht, dem Nachfolger von ,Real Time" aus dem Jahr 2024. Ihre spielerische Herangehensweise wird durch das Können erfahrener Musiker untermauert, die bereits viele hundert Konzerte gespielt haben - sowohl gemeinsam als auch als Tourmitglieder von Ryan Davis and the Roadhouse Band, MJ Lenderman and the Wind und als Solokünstler. Das ist eine ihrer größten Stärken, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann: Sie sind extrem gute Musiker! Wenn drei talentierte Menschen eine so tiefe Chemie entwickeln, ist das Ergebnis einfach grandios. Jeder Song auf ,Any River" entstand aus Jam-Sessions in Turners und Nikrants Heimstudio, und schon bald folgte ein gemeinsames Google-Dokument mit den Texten. Sie nahmen in Louisville auf - ihr erstes Album außerhalb von Nashville - zusammen mit Roadhouse-Bandkollege und Equipment Pointed Ankh-Mastermind Jim Marlowe. Marlowes zurückhaltende Produktion brachte die einzigartige Synergie der Band voll zur Geltung. Das führt zu einem weiteren wesentlichen Punkt dieser Band. Es gelingt ihnen, eine perfekte Balance zwischen Ehrfurcht und Respektlosigkeit gegenüber den musikalischen Traditionen zu finden, in denen sie arbeiten. Ihr Wissen über den Kanon ist gelehrt, aber diesem Wissen folgt immer ein Augenzwinkern. Kein Moment auf der Platte verkörpert dies besser als das Trompetensolo in ,New Friend". Es ist eine geschickte Darbietung, aber die Art und Weise, wie Kenkel unter die Tonika absinkt, bevor er die letzten Noten des Solos auflöst, ist urkomisch. Bei Live-Auftritten spielt er das Solo Note für Note auf einer Kazoo, während er gleichzeitig Schlagzeug spielt. Diese Musik stammt von erfahrenen Verwandlungskünstlern, die sich einer einfachen Kategorisierung entziehen und dennoch sofort wiedererkennbar bleiben.
Wenn Leidenschaft, Freundschaft, Identität und Kunst aufeinandertreffen, kann es sich anfühlen, als würden dir kämpferische Worte aus den Adern spritzen. Und während die postmoderne Gesellschaft bröckelt, springen Die Spitz ausgelassen zwischen einem Dutzend verschiedener Möglichkeiten hin und her, um sich zu wehren. Wenn die Welt der Rockmusik eine Eisdiele wäre, hätte das Quartett aus Austin jede Sorte probiert, den Gefrierschrank umgeworfen und angefangen, mit den Angestellten zu tanzen, denen sie geholfen haben, sich zu organisieren. Auf ihrem Debütalbum ,Something to Consume" kämpfen Ava Schrobilgen, Chloe De St. Aubin, Ellie Livingston und Kate Halter gegen den unausweichlichen Konsum, der das Leben umgibt. ,Das hat eine politische Seite, aber auch Sucht und Liebe können alles verzehrend sein", sagt Livingston. Und während die vier ihre Instrumente tauschen, sich beim Songwriting und Gesang abwechseln und kraftvolle Songs in mitreißenden Ausbrüchen schreiben, haben Die Spitz ihre eigene kleine Welt geschaffen, in der wir alle gemeinsam am Abgrund stehen können.
Die erste offzielle Vinyl-Neuauflage von American Recordings von Danzigs Debüt-Soloalbum seit seiner Erstveröffentlichung im Jahr 1988. Unter anderem aber allen voran mit den Hits ”Cantspeak” and ”I Don’t Mind The Pain”. Die 1LP kommt mit originalem Artwork in einer Gatefold-Hülle, bedruckten Einlagen und
auf schwarzem Vinyl.
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Die erste offzielle Vinyl-Neuauflage von American Recordings von Danzigs Debüt-Soloalbum seit seiner
Erstveröffentlichung im Jahr 1988. Unter anderem aber allen voran mit den Hits ”Her Black Wings” und
”Devil’s Plaything”. Die 1LP kommt mit originalem Artwork in einer Gatefold-Hülle, bedruckten Einlagen
und auf schwarzem Vinyl.
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Die erste offzielle Vinyl-Neuauflage von American Recordings von Danzigs Debüt-Soloalbum seit seiner Erstveröffentlichung im Jahr 1988. Unter anderem aber allen voran mit den Hits ”Dirty Black Summer” and
”Left Hand Black”. Die 1LP kommt mit originalem Artwork in einer Gatefold-Hülle, bedruckten Einlagen
und auf schwarzem Vinyl.
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Crash is a debut EP of Abel Dalum, aka KennyKrazyWorld. Often appearing on tracklists of many, now breaking through with his highly anticipated 4 piece solo, no-remix EP. Across four movements, KennyKrazyWorld sketches a system in flux: fragments of noise, texture, and space dissolving into one another. As he likes to say himself, "its all about the percussions".
Petrichor opens with the residue of a storm — metallic air, wet circuitry, the pulse of machines breathing beneath the rain and a broken up kick. Like a scene from Blade Runner or a concert hall opening somewhere deep in the megalopolis. The 10-minute track is there to pull in and not let go. Dust follows, bone-dry and disintegrating, rhythm shedding its structure until only motion remains, hooking the listener to lose himself in its enchanting wormhole of evolving percussions and atmospheres.
At its core, the 3rd "backbone" track of the same-named EP, Crash, is already breaking apart: percussive tension folding in on itself, and a memorable voice over to seal the deal. Divergent closes the loop — but doesn't leave the listener with breadcrumbs, rather with a feeling like a party in full effect being closed at 3AM due to some scumbag cops…
Crash is techno as erosion, but also a study of groove and flow — repetition worn into form, emotion distilled through pressure.
„Immer noch hier“ singen die Sportfreunde Stiller gleich zu Beginn von „Happy Birthday!“, ihrem Album
zum 30-jährigen Band-Geburtstag. Ein pragmatischer, ein geradezu logischer und deshalb auch ein höchst
gelungener Einstieg. Nicht, dass man explizit darauf hätte hinweisen müssen, denn für viele von uns waren
die Songs von Peter, Rüde und Flo ja immer irgendwie gegenwärtig, schaut mal in eure Playlisten, CDund Plattenregale. Dabei klingen sie 2026 frisch und unverbraucht wie zu seligen „Thonträger“-Zeiten,
gleichzeitig aber auch erfahren, mit allen Wassern gewaschen und bei aller Nostalgie auch zeitgemäß. Rockmusik wie sie sein muss, punkig anmutendes Uptempo-Schlagzeug und zuweilen wohl temperierte, ruppige
E-Gitarren inklusive.
Hinzu kommt ihr untrügliches Gespür für unvergessliche Pop-Melodien und ein gewisses Faible für flächige,
manchmal an die 80er Jahre erinnernde Synthies. Auch textlich geht „Happy Birthday!“ - in stürmischen
Zeiten - in die richtige Richtung: Dem Leben zugewandt, ab und an auch nachdenklich, grundsätzlich aber
alle Menschen verbindend. Die Sportfreunde Stiller sind also immer noch hier - und das ist nicht nur gut
so, sondern womöglich besser denn je!
Der Mittlere Westen, insbesondere der Teil, aus dem Eric D. Johnson stammt, ist eine weitgehend flache Weite. Wenn man auf der Autobahn hindurchbraust, sieht man Städte und Ortschaften in der Ferne aufragen, doch wenn man blinzelt, verpasst man andere von Menschenhand geschaffene Gegenstücke zum Leben in der Ebene, die die Landschaft prägen: Hügel um Hügel, erbaut aus den Abfällen der Vergangenheit: Mülldeponien. Einige dieser Hügel eignen sich hervorragend als Schlittenhügel, Parks und Wanderwege. Andere verwandeln organische Abfälle in Kompost. ,The Landfill" ist etwas ganz anderes: ein Berg, der die Landschaft in Johnsons Herzen dominiert. Im Laufe seiner mittlerweile 25-jährigen Karriere unter dem Namen Fruit Bats war der Großteil von Eric D. Johnsons Schaffen das Ergebnis von Geduld und Feinschliff. Seine Songs sind, um einen Ausdruck zu verwenden, Langzeitprojekte, die auf Alben zum Leben erweckt werden, welche lange Zeiträume und Erinnerungen umfassen. "Baby Man" änderte das - er verbot sich, auf Material zurückzugreifen, an dem er vor der Aufnahme des Albums gearbeitet hatte. Es war sowohl ein atemberaubendes Dokument von Johnsons Können als Singer-Songwriter als auch ein ungeschönter Bericht über die zwei Wochen, in denen er das Album aufnahm. "Diese Session war vorbei", erklärt er, "aber es gab noch viel mehr zu erkunden. Mir gefiel die Unmittelbarkeit davon, und ich wollte sehen, wie sich das auf ein Fruit-Bats-Album mit voller Bandbesetzung übertragen lassen würde." Innerhalb weniger Wochen war er wieder im Studio, diesmal mit seiner Band: David Dawda (Bass), Josh Mease (Gitarren, Synthesizer), Frank LoCrasto (Klavier, Synthesizer) und Kosta Galanopoulos (Schlagzeug). Wenn man sich "The Landfill" anhört, stellt man fest: Diese Band rockt. Johnson produzierte die ersten Aufnahmesessions in den Bear Creek Studios in Washington und machte sich daran , "den Sound dieser Band einzufangen, die mich immer wieder in Staunen versetzt - das Gefühl, in einem Raum mit Musikern zu sein, die man liebt und denen man genug vertraut, um sie einfach machen zu lassen." Sie nahmen das meiste davon in einem Durchgang auf - ohne Click-Tracks, ohne zusammengestellte Gesangsparts und mit minimalen Overdubs, wobei der häufige Mitwirkende Thom Monahan zurückkehrte, um zusätzliche Produktionsarbeit zu leisten und den finalen Mix von ,The Landfill" zu erstellen. "So machen wir es auch mit meiner anderen Band, Bonny Light Horseman, und ich war neugierig, wie es bei den Fruit Bats funktionieren würde", bemerkt Johnson. "Es ist sowohl ein sehr persönliches Album als auch mein bisher kollaborativstes." Es ist zudem das live-orientierteste Album der Fruit Bats seit "The Ruminant Band" aus dem Jahr 2009, und durch die Reduzierung der Spuren, die einen Song einer kompletten Band normalerweise ausmachen, ist die psychedelische, technicolorartige Verträumtheit ihres Sounds lebendiger denn je. Die Songs auf "The Landfill" zeichnen sich sofort als einige der besten in Eric D. Johnsons Werk aus, Suchende und Hymnen gleichermaßen. Es ist der bisher gewaltigste Gipfel, den er erklommen hat.
Der Mittlere Westen, insbesondere der Teil, aus dem Eric D. Johnson stammt, ist eine weitgehend flache Weite. Wenn man auf der Autobahn hindurchbraust, sieht man Städte und Ortschaften in der Ferne aufragen, doch wenn man blinzelt, verpasst man andere von Menschenhand geschaffene Gegenstücke zum Leben in der Ebene, die die Landschaft prägen: Hügel um Hügel, erbaut aus den Abfällen der Vergangenheit: Mülldeponien. Einige dieser Hügel eignen sich hervorragend als Schlittenhügel, Parks und Wanderwege. Andere verwandeln organische Abfälle in Kompost. ,The Landfill" ist etwas ganz anderes: ein Berg, der die Landschaft in Johnsons Herzen dominiert. Im Laufe seiner mittlerweile 25-jährigen Karriere unter dem Namen Fruit Bats war der Großteil von Eric D. Johnsons Schaffen das Ergebnis von Geduld und Feinschliff. Seine Songs sind, um einen Ausdruck zu verwenden, Langzeitprojekte, die auf Alben zum Leben erweckt werden, welche lange Zeiträume und Erinnerungen umfassen. "Baby Man" änderte das - er verbot sich, auf Material zurückzugreifen, an dem er vor der Aufnahme des Albums gearbeitet hatte. Es war sowohl ein atemberaubendes Dokument von Johnsons Können als Singer-Songwriter als auch ein ungeschönter Bericht über die zwei Wochen, in denen er das Album aufnahm. "Diese Session war vorbei", erklärt er, "aber es gab noch viel mehr zu erkunden. Mir gefiel die Unmittelbarkeit davon, und ich wollte sehen, wie sich das auf ein Fruit-Bats-Album mit voller Bandbesetzung übertragen lassen würde." Innerhalb weniger Wochen war er wieder im Studio, diesmal mit seiner Band: David Dawda (Bass), Josh Mease (Gitarren, Synthesizer), Frank LoCrasto (Klavier, Synthesizer) und Kosta Galanopoulos (Schlagzeug). Wenn man sich "The Landfill" anhört, stellt man fest: Diese Band rockt. Johnson produzierte die ersten Aufnahmesessions in den Bear Creek Studios in Washington und machte sich daran , "den Sound dieser Band einzufangen, die mich immer wieder in Staunen versetzt - das Gefühl, in einem Raum mit Musikern zu sein, die man liebt und denen man genug vertraut, um sie einfach machen zu lassen." Sie nahmen das meiste davon in einem Durchgang auf - ohne Click-Tracks, ohne zusammengestellte Gesangsparts und mit minimalen Overdubs, wobei der häufige Mitwirkende Thom Monahan zurückkehrte, um zusätzliche Produktionsarbeit zu leisten und den finalen Mix von ,The Landfill" zu erstellen. "So machen wir es auch mit meiner anderen Band, Bonny Light Horseman, und ich war neugierig, wie es bei den Fruit Bats funktionieren würde", bemerkt Johnson. "Es ist sowohl ein sehr persönliches Album als auch mein bisher kollaborativstes." Es ist zudem das live-orientierteste Album der Fruit Bats seit "The Ruminant Band" aus dem Jahr 2009, und durch die Reduzierung der Spuren, die einen Song einer kompletten Band normalerweise ausmachen, ist die psychedelische, technicolorartige Verträumtheit ihres Sounds lebendiger denn je. Die Songs auf "The Landfill" zeichnen sich sofort als einige der besten in Eric D. Johnsons Werk aus, Suchende und Hymnen gleichermaßen. Es ist der bisher gewaltigste Gipfel, den er erklommen hat.
BASIC - das Trio aus Chris Forsyth (Gitarre), Mikel Patrick Avery (Percussion, Drumcomputer, Elektronik) und Douglas McCombs (Fender Bass VI) - hat sein neues Album mit sieben Titeln innerhalb von zwei Tagen in den Electrical Audio Studios in Chicago aufgenommen und die Overdubs sowie den Mix zusammen mit Je Zeigler in Philadelphia fertiggestellt. Die Aufnahmen sind groovig, aber leicht und locker, wobei die Songs viel größer klingen, als man es von einem Trio erwarten würde. Für reichlich Detail sorgen die ineinandergreifenden Gitarren und Averys einzigartige Kombination aus elektronischen Beats und akustischer Percussion, die er live mit verschiedenen selbstgebauten elektronischen Prozessoren bearbeitet und manipuliert. Kurz nach der Veröffentlichung ihres Debüts (This Is BASIC, 2024) stieß Bassist McCombs (Tortoise, Brokeback) zu der Gruppe, und zusammen mit den in Philly ansässigen Kernmitgliedern Forsyth (Solar Motel Band) und Avery (Natural Information Society) tourte die Band mit dem Album die Westküste rauf und runter sowie durch den Nordosten und Mittleren Westen der USA und machte Halt bei einflussreichen Festivals wie Sound & Gravity und Big Ears. Die Chemie zwischen den dreien führte fast sofort zur Entwicklung von neuem Material, und die ,Dream City"-EP erschien im Frühjahr 2025.
Oliver James aus Tennessee, eine Zeitkapsel des klassischen R&B-Sounds, kehrt zum Label Colemine zurück - mit zwei neuen Stücken auf einer unverzichtbaren 45er-Single. Auf der A-Seite ist sein erster neuer Track seit 2022 zu hören. ,1-2-3" ist ein mitreißender Soul-Stomper im Stil von Memphis und Stax. Nick DeVan und Vincent John (Eraserhood Sound) haben den Track gemeinsam geschrieben; sie haben die Instrumentalparts fertiggestellt, waren aber bei den Texten ratlos. Da wurde James hinzugezogen, und er nutzte seine Zeit bei der Arbeit in einer Kirche, um die Texte zu formulieren, aus denen schließlich dieser Song entstand. Die B-Seite entstand in Zusammenarbeit mit Nashvilles Gritty-Funk-Ensemble The Gripsweats. Es ist ein ernsthafter Song mit Texten, die von James' und DeVans Mitgefühl inspiriert sind. ,I'm no stranger to love that I used to know", klagt James; seine Lieblingszeile des Songs. Untermalt von üppigen Streicher- und Bläserarrangements ist ,Nothing Is Forever" ein melancholischer und herzlicher Gegenpol zur A-Seite.
Colemine ist stolz darauf, die neueste 45er von Aaron Frazer zu präsentieren. Diese hier ist etwas ganz Besonderes. Zwei Tracks mit der Rhythmusgruppe der legendären Cold Diamond & Mink, dem Rückgrat des finnischen Soul-Labels Timmion. Die A-Seite ist ein neuer Track: ,It's A Shame". Und es ist vielleicht wirklich schade, dass dieser Titel es nicht auf die "Into The Blue" LP geschafft hat, denn er ist ein echter Knaller. Meisterhaft von Aaron und Produzent Alex Goose zusammengestellt und arrangiert, besticht der Track durch knackige Drums, Aarons charakteristisches, seidiges Falsett und wunderschöne Streicharrangements. Du wirst den Refrain noch tagelang vor dich hin summen. Die B-Seite ist der Album-Closer auf ,Into The Blue" - und das aus gutem Grund. Es fühlt sich wirklich wie ein süßer und gefühlvoller Abgesang am Ende eines Films an. Ein Klagelied über die Höhen und Tiefen der Liebe, das Gefühl, angesichts des Scheiterns dumm dazustehen, aber trotzdem weiterzumachen. Es fühlt sich an wie ein verlorenes Sample, das von Aaron und Goose gekonnt ins Hier und Jetzt geholt wurde. Für Fans von Durand Jones & The Indications, Pale Jay, Jason Ngonda, Thee Sacred Souls, Neil Frances, Khruangbin.
Nach den kurz nacheinander erschienenen Alben ,Everything Must Go" und ,Chain Yer Dragon" im Jahr 2025 kehren Goose mit ,BIG MODERN!" zurück - einem energiegeladenen neuen Kapitel, das den charakteristischen Indie-Rock-Sound der Band um neonbeleuchtete Synthesizer, treibende Rhythmen und mitreißende, hymnische Hooks erweitert. Neue Tracks wie ,Good2B" und ,Good Times // End Times" erscheinen neben den Fan-Favoriten ,Big Modern" und ,Torero" und fangen den Abenteuergeist von Goose ein, während sie gleichzeitig einige ihrer bisher kühnsten und dynamischsten Studioaufnahmen liefern.
Irgendwann um das Jahr 2024 tauchte Vorhex Angel scheinbar aus dem Nichts auf: keine Social-Media-Präsenz, keine Identitäten, lediglich ihr Name tauchte hier und da auf einem Flyer in Nashville oder New Orleans auf. Wer neugierig genug war, um ihre Live-Show zu besuchen, konnte mit einer Vielzahl unerwarteter Dinge konfrontiert werden, die die Sinne anregten: aufwendige Bühnenbilder, Stroboskoplichter (oder alternativ völlige Dunkelheit), brennende Gegenstände, vor dem Auftritt eingenommene Rauschmittel. Die Musik bei diesen Auftritten passte zu dem Mysterium. Sie war laut, unberechenbar und verdammt viszeral. Wenn die beiden Live-Veröffentlichungen der Gruppe und ihr Debüt ,Heavenly" tatsächlich viszeral sind (Raven Sings the Blues nannte sie ja ,Erben des Strudels von High Rise"), dann ist der Nachfolger ,Drain" sicherlich ihr intellektuelles Werk. Seine sieben Tracks führen den Hörer vom Morgen bis zur Nacht, ein weitläufiges experimentelles Doppelalbum mit überlebensgroßen Gitarrensoli, spacigen Drone-Exkursionen und Momenten von kraftvoller Intensität durch das gesamte Werk. Zum ersten Mal sehen wir, wie Vorhex Angel ihren hämmernden Klangangriff gegen stimmungsvolle und dramatischere Gefilde eintauschen. Die Band - bestehend aus den Brüdern Jake und Jamin Orrall von JEFF the Brotherhood und Kunal Prakash von Silver Synthetic - erweitert die Grenzen des Vorhex-Angel-Konzepts, lädt neue Musiker in ihren Kreis ein, geht mehr Risiken ein und erntet dafür umso mehr. ,Drain ist keine Musik, die man im Hintergrund beim Kochen laufen lässt", warnt Kunal, bevor er zwinkert: ,Vielleicht ist sie etwas für besonders abenteuerlustige Köche." Vorhex Angel verspricht, dass noch mehr kommen wird. Mehr Jams, mehr unerwartete Wendungen - allein in diesem Jahr können wir mindestens eine Tour und mindestens zwei (!) weitere Alben erwarten. Vorerst gibt es ,Drain" zu feiern, sich damit auseinanderzusetzen, damit der Hörer wie die Musik selbst ein- und ausatmen kann, mit reichlich Raum für gedankliche Kontemplation. SPA Sometime around 2024, Vorhex Angel emerged seemingly out of the ether: no social media presence, no identities, simply their name popping up in Nashville or New Orleans on a flyer here and there. Those with enough curiosity to attend their live show could be met with any number of unexpected things to spike the senses: elaborate stage dressing, strobe lights (alternatively, complete darkness), burning things, pre-performance ingestibles. The music at those functions matched the mystery. They were loud, unhinged, and visceral as all hell. If the group's two live releases and debut Heavenly are indeed visceral (Raven Sings the Blues did name them "heirs to the maelstrom of High Rise"), then followup Drain is surely their cerebral offering. Its seven tracks guide the listener from morning to night, a sprawling experimental double album with larger than life guitar solos, spaced-out drone excursions, and moments of potent intensity throughout. For the first time, we see Vorhex Angel trade their pummeling sonic onslaught for moody and more dramatic pastures. The band-revealed to be brothers Jake and Jamin Orrall of JEFF the Brotherhood and Silver Synthetic's Kunal Prakash-push the parameters of the Vorhex Angel concept outward, inviting new players into their circle, adding more risk and generating more reward. "Drain is not in-the-background cooking-type music," warns Kunal, before winking: "Maybe it is for particularly adventurous chefs." Vorhex Angel promises there will be more. More jams, more left turns-just this year, we can expect at least one tour and at least two (!) more albums. For now, there is Drain to celebrate, to sit and chew on, to allow the listener to breathe out and in like the music does, with ample room for cerebral contemplation.
Mit "Sowiesoso" schufen Hans-Joachim Roedelius und Dieter Moebius (Cluster) 1976 eines der klarsten und zugleich visionärsten Werke der europäischen Elektronikmusik. Nach dem viel beachteten Zuckerzeit öffnet sich das Duo hier einer reduzierten, transparenten Klangsprache: sanft kreisende Sequenzen, subtile Rhythmen und melodische Fragmente entfalten eine stille, konzentrierte Schönheit. Aufgenommen im eigenen Studio mit bewusst minimalem Equipment, lebt Sowiesoso von Autonomie und Präzision. Wiederholung und Variation stehen in feinem Gleichgewicht, fern von Effekthascherei oder technischer Selbstinszenierung. Die Musik wirkt utopisch, aber geerdet - geprägt von der Landschaft Norddeutschlands ebenso wie von Clusters konsequenter Suche nach einer neuen musikalischen Sprache. Zum 50. Jubiläum erscheint das Album als limitierte LP-Edition auf 180g-Vinyl, handnummeriert limitiert - eine würdige Neuauflage eines zeitlosen Meilensteins.
Seit mehr als drei Jahrzehnten befindet sich AFI in einem nahezu ständigen Prozess der Neuerfindung. Die Band hat es sich zum Ziel gesetzt, sich mit jedem Album weiterzuentwickeln - manchmal sogar dramatisch - und sich niemals zu sehr in einem Genre einzurichten oder sich auf ihren beeindruckenden Erfolgen auszuruhen. Dieser Ansatz hat ihr Publikum vergrößert, aber auch herausgefordert mit einer klanglichen Identität, die sich in wilde, unerwartete Richtungen entwickeln kann. Mit ihrem zwölften Album "Silver Bleeds the Black Sun_" stehen AFI erneut am Anfang eines mutigen neuen Kapitels, nur dass sie es diesmal geschafft haben, sich selbst zu überraschen. Wie schafft es eine Band, die für kreative Umbrüche bekannt ist, immer wieder Wege zu finden, sich selbst aus ihrer Komfortzone herauszuziehen? Normalerweise beginnt die Band ein Album, indem sie sich sofort in das Schreiben stürzt und sich einfach von ihrer intuitiven musikalischen Sprache leiten lässt. Für "Silver Bleeds the Black Sun_" jedoch haben AFI sich bewusst dazu entschlossen, ihren kreativen Ansatz komplett zu ändern. Diesmal begann alles mit einer Frage: Wie könnten sie neue Wege beschreiten? Der Schlüssel zum Fortschritt lag letztendlich in der gemeinsamen Vergangenheit von AFI. "Wir begannen mit etwas, das wie Echo & the Bunnymen klang", erklärt Gitarrist Jade Puget, der das Album produzierte und abmischte. "Aber schließlich landeten wir bei dieser Mischung aus Death Rock und Postpunk - all diesen Einflüssen aus den späten 70ern und frühen 80ern, mit denen wir aufgewachsen sind, wie Sisters of Mercy, Bauhaus und Siouxsie and the Banshees." Das Ziel war es, ein Album mit einer einzigartigen Stimmung zu schaffen, etwas Verträumtes und Ätherisches, und die Bandmitglieder tauchten kopfüber in Einflüsse ein, die schon immer tief in der Musik von AFI verwurzelt waren, jetzt aber in den Vordergrund rückten. "Silver Bleeds the Black Sun_" ist düster und jenseitig, aber auch grandios und würdevoll, bissig und schön zugleich - mit anderen Worten: Es ist sehr AFI, aber doch anders als alles, was man bisher von der Band gehört hat.
Nach ihrem Debütalbum ,I" im Jahr 2023, das ihnen nationale Radiopräsenz, Auftritte bei großen Festivals und Europatourneen einbrachte, erweitert das Montrealer Art-Pop-Trio Bye Parula mit seinem zweiten Album ,Something Out of Nothing" seinen ästhetischen Horizont und widmet sich einem eher introspektiven Songwriting. Wie sein Vorgänger wurde ,Something Out of Nothing" von Robbie Kuster von Patrick Watson produziert und von Warren Spicer von Plants and Animals gemischt, aber das neue Album präsentiert auch ein Team von Mitwirkenden - darunter die Inuk-Sängerin und Songwriterin Elisapie, Adèle Trottier-Rivard von Bibi Club, Morgan Moore und Karkwa-Keyboarder François Lafontaine -, das von der wachsenden Bedeutung von Bye Parula in der kanadischen Indie-Szene zeugt. Das Ergebnis ist eine vielseitige Mischung, die sich aus dem orchestralen Funk von Serge Gainsbourg, den melancholischen Melodien von Elliott Smith, den weltlichen Rhythmen von Talking Heads und dem bodenständigen R&B von Dijon speist, allesamt durchdrungen von einer cineastischen Sensibilität der 70er Jahre, die die Grenze zwischen sonnendurchfluteter, weichgezeichneter Fantasie und urbaner Raffinesse verwischt. Doch die vergnügungssüchtigen Klänge von ,Something Out of Nothing" können die unter der Oberfläche lauernde Not nicht verdecken - dies ist ein Album, das Ihre Schultern musikalisch massiert, während es Ihnen textlich in die Magengrube schlägt.
Erstauflage als "Sparkle Starlight Vinyl" 2LP mit Etching auf der vierten Seite. Im technischen Sinne war jedes bisherige Album des französischen Trios SLIFT eine Fantasie - ein Mix aus Genres und Formen, der es der Band ermöglichte, zu improvisieren und so lange zu jammen, bis sie sich scheinbar gemeinsam ins All zu winden schienen. Ihr gefeiertes drittes Album, "Ilion" aus dem Jahr 2024, war eine Science-Fiction-Geschichte, aufgebaut aus 10- bis 13-minütigen explorativen Eskapaden, die oft mit Doom Metal oder Stoner Rock begannen, bevor sie sich frei in glorreiche instrumentale Vergessenheit drehten. Doch mit einer gewissen absichtlichen Ironie heißt SLIFTs viertes Album tatsächlich "Fantasia". Es ist ihr bisher schlankstes und direktestes Album. Es ist auch ihr bisher fesselndstes Album, eine pointierte Saga über die Überwindung internationaler Umbrüche, vorgetragen von einer Band, die mit voller Kraft vorangeht und dabei keine einzige Sekunde verschwendet. Obwohl nur Jean und Bassist Rémi Fossat verwandt sind, ist SLIFT im Grunde eine Band von Brüdern. Mit Schlagzeuger Canek Flores sind sie schon seit der Highschool befreundet, und 2026 markiert ein Jahrzehnt zusammen in diesem Trio. Sie proben mit religiöser Regelmäßigkeit in einem Keller auf dem Land in der Nähe von Toulouse, in dem Jam-Raum, in dem sie schon lange ihrer Vorliebe für langatmige Wunder frönen. Für die Albumaufnahmen zu "Fantasia" überquerten sie die französische Nordgrenze nach Belgien, um in dem riesigen Live-Raum der Daft Studios ein kompaktes Set aus schlanken, agilen und druckvollen Songs aufzunehmen. Die vielfältigen Einflüsse der Band sind offensichtlich: Das Album erinnert an Clutch in voller Wildheit, John Coltrane, Charlie Parker, den sowjetischen Schriftsteller Michail Bulgakow, Pink Floyd und Black Sabbath aus der "Master of Reality"-Ära. Und das klangliche Gewebe wird durch das gekonnte Mixing von Kurt Ballou (Converge, Cave In, High on Fire) unterstützt. Den Songs fehlt es nicht an der Komplexität oder Intensität, die SLIFT zu einem aufstrebenden Star der Heavy-Musik gemacht haben; sie haben einfach neue Wege gefunden, die Komplexität ihrer Vergangenheit in jedes Stück einzuflechten, wie ein Wandteppich, der jedes Mal, wenn man hinschaut, eine neue Ebene offenbart. Damit vermitteln sie eine bestätigende und dringliche Botschaft: Gemeinsam können wir die Zeiten, in denen wir leben, noch immer verändern. Heutzutage ist es furchtbar leicht, sich machtlos zu fühlen. SLIFT setzt sich auf "Fantasia" direkt mit dem modernen Ansturm von Grausamkeit und Absurdität auseinander, sei es die Gleichgültigkeit gegenüber unserem Heimatplaneten oder zueinander. Aber in diesen acht Songs geht es darum, auf eine verborgene Kraft zu vertrauen, um zurückzuschlagen, um an eine Welt zu glauben, in der etwas, das wir noch nicht in Worte fassen oder definieren können, nicht nur einen Weg bietet, den Status quo zu durchbrechen, sondern ihn vielleicht sogar vollständig zu zerstören. SLIFT sind laut, heavy und aggressiv in diesen Hymnen. Sie bereiten sich auf einen Kampf vor, von dem sie glauben, dass wir ihn noch gewinnen können.
,Ruin Everything" ist das fünfte Studioalbum der Stockholmer Psychedelic-Rock-Pioniere Les Big Byrd. Seit ihrer Gründung im Jahr 2011 hat das Quartett seine Mischung aus Space Rock, hypnotisierender Psychedelia und diszipliniertem Krautrock perfektioniert. Angeführt von Songwriter und Produzent Jocke Åhlund Byrd um die ganze Welt getourt und sich dabei eine begeisterte Fangemeinde aufgebaut, wobei sie abwechselnd zu Hause als eine der größten Rockbands Schwedens und im Ausland als Underground-Psych-Act auftraten. Nach dem experimentellen und stark instrumentalen ,Diamonds, Rhinestones and Hard Rain" (2024) kehren Les Big Byrd auf ,Ruin Everything" zu einem stärker songorientierten Ansatz zurück, der an ihren Klassiker ,Iran Iraq IKEA" aus dem Jahr 2018 erinnert. Da die abenteuerlichsten Tendenzen der Band zugunsten eines strafferen, fokussierteren Sounds zurückgenommen wurden - der von dem dystopischen Epos ,Big Flood" bis zum Vollgas-Space-Rock von ,Hökvind" reicht -, ist ,Ruin Everything" Les Big Byrd in ihrer bisher besten Form.
,Ruin Everything" ist das fünfte Studioalbum der Stockholmer Psychedelic-Rock-Pioniere Les Big Byrd. Seit ihrer Gründung im Jahr 2011 hat das Quartett seine Mischung aus Space Rock, hypnotisierender Psychedelia und diszipliniertem Krautrock perfektioniert. Angeführt von Songwriter und Produzent Jocke Åhlund Byrd um die ganze Welt getourt und sich dabei eine begeisterte Fangemeinde aufgebaut, wobei sie abwechselnd zu Hause als eine der größten Rockbands Schwedens und im Ausland als Underground-Psych-Act auftraten. Nach dem experimentellen und stark instrumentalen ,Diamonds, Rhinestones and Hard Rain" (2024) kehren Les Big Byrd auf ,Ruin Everything" zu einem stärker songorientierten Ansatz zurück, der an ihren Klassiker ,Iran Iraq IKEA" aus dem Jahr 2018 erinnert. Da die abenteuerlichsten Tendenzen der Band zugunsten eines strafferen, fokussierteren Sounds zurückgenommen wurden - der von dem dystopischen Epos ,Big Flood" bis zum Vollgas-Space-Rock von ,Hökvind" reicht -, ist ,Ruin Everything" Les Big Byrd in ihrer bisher besten Form.
Inkl. Bonus-LP mit rarem Livematerial aus Dänemark und Göteborg. "Rock för kropp och själ" markiert das letzte und endgültige Statement von Träd, Gräs och Stenar während ihrer ersten Zeit beim legendären Label Silence. Im Jahr 1972 hatte die Band einen Wendepunkt erreicht. Nach fünf Jahren unablässigen Tourens - geprägt von drei- bis vierstündigen Marathon-Konzerten an vier oder fünf Abenden pro Woche - war das Kollektiv körperlich wie kreativ erschöpft. Was einst befreiende Intensität gewesen war, wurde zunehmend zur Belastung. Die Band spürte einen stetigen Druck, bei jedem Auftritt ,maximale Ekstase" und vollständige psychische Immersion zu liefern. Diese Phase hochintensiver, völlig ,abgehobener" Live-Performances fand ihren Abschluss im Auftritt im Gefängnis von Falun im Juli 1972. Kurz darauf gingen die Mitglieder getrennte Wege, um Abstand zu gewinnen, sich neu zu orientieren und ihre individuellen künstlerischen Wege neu zu gestalten.
Auf dem im Juni 1965 aufgenommenen Album “Components” vertiefte Vibrafonist Bobby Hutcherson seine
Zusammenarbeit mit Schlagzeuger Joe Chambers, die er wenige Monate zuvor auf “Dialogue” begonnen
hatte. Zu hören sind die beiden hier mit einem erstklassigen Sextett, das mit Trompeter Freddie Hubbard
und Pianist Herbie Hancock zwei weitere Blue-Note-Stars jener Zeit umfasst. “‘Components’ ist wohl das
Album, das Bobby Hutchersons frühe musikalische Persönlichkeit am besten widerspiegelt”, schrieb Steve
Huey bei AllMusic und gab dem Album die Höchstwertung von fünf Sternen. “Es ist passenderweise in
zwei sehr unterschiedliche Hälften unterteilt. Die erste enthält vier Eigenkompositionen von Hutcherson im
melodischen, aber dennoch anspruchsvollen Hard-Bop-Stil, während die zweite Hälfte vier frei interpretierte
Avantgarde-Stücke von Chambers bietet.”
Am 29. Juli 1962 wehte ein kräftiger Wind durch das Lighthouse in Hermosa Beach, Kalifornien, als
Tenorsaxofonist Curtis Amy mit einem Sextett aus West-Coast-Musikern in dem legendären Jazzclub auftrat, um dort das Live-Album “Tippin’ On Through“ für Pacific Jazz aufzunehmen. Stilistisch bewegt sich
Curtis Amy hier in drei Eigenkompositionen durch funkigen Hard Bop und Soul-Jazz, interpretiert aber
auch einen Jazzklassiker der Gershwin-Brüder sowie Stücke von Benny Golson und Dave Brubeck. Neben
dem Tenorsaxofonisten glänzte bei dem Konzert vor allem der junge Vibrafonist Roy Ayers, für den dies
eine seiner ersten Aufnahmen war
Fasst genau zehn Jahre nach dem letzten Studioalbum veröffentlicht die Band 2024 ihr bislang letztes Album "Zeitgeist", insgesamt das fünfte und das erste auf eigenem Label Vier Promille! 4 PROMILLE DRESCHEN WIEDER IN DIE SAITEN, SPUCKEN INS MIKRO, RUPFEN DEN BASS UND VERMÖBELN DIE FELLE! SEID IHR "BEREIT" FÜR ZEITGEIST-PUNKROCK?! 12 neue Tracks haben es auf die Platte geschafft und schon beim "Intro" wird klar, dass es hier ordentlich zur Sache geht, die Vorab-Single "Bereit", der Titeltrack selbst sowie "Lied Vom Rhein" und "Blackout" zeigen eine erstaunlich Bandbreite und Hitdichte. Dem reinen rumpeligen Oi! und räudigen Streetpunk haben 4 Promille schon spätestens mit Alte Schule 2006 abgeschworen, dennoch finden sich in ihrer Version von Punkrock, Deutschpunk oder einfach Punk immer noch derer Spuren. Die Promillos freuen sich höchstprozentig, dass es für sie unabhängig, DIY-mäßig und selbstgestaltet weitergeht! 4 PROMILLE auf Zeitgeist sind: Jason Kubke-Schlagzeug, Gesang - Martin Bayer-Gitarre, Gesang - Ralf (Basspromillo) Schmidt-Bass - Thomas (Pommes) Müller-Gesang, Gitarre Diese nun erhältliche Vinylversion heißt Rote Weiß Marbled LP, ist eher hellrot, aber wer ganz genau hinschaut, findet den Mamoreffekt. Rot Weiß weil Fortuna Düsseldorf. In Gedenken an Jason Kubke.
Exactly four years and one day after ''All That Has Never Been True'' Ultha releases their fifth full-length studio album entitled ''A LIGHT SO DIM''.
It features 10 original new songs at a combined length of 74 minutes, with guest appearances by Pieter Uyttenhoven & Annelies van Dinter (TAKH), Pardis Latifi (DAEVAR), Danni Kann and the ''Chor Der Damen Ohne Namen'', a 40-women choir from Cologne.
Recorded, engineered and mastered at GOBLIN SOUND STUDIOS (Cologne) by ANDY ROSCZYK, who also contributed guitars and keys to various tracks. Artwork was done by TOBIAS HAHN, featuring photography by MAX HECKMANN.
After the conclusion of the trilogy consisting of Converging Sins, The Inextricable Wandering & All That Has Never Been True, the question was: where do you go when you've lost everything? You either accept defeat and die - or you start fighting. This is an album about hope in the darkest of times. It's a call to arms for the inner self, to find a rope of light in a world of mist. ''A Light So Dim'' is another concept album, with a narrative spinning from beginning to end. The unnamed narrator wakes up and tries to make sense of a world gone absolutely mad, where truth is nothing more than an empty shell of its once great self.
''IT'S THE STRUGGLE FOR AMBITION IN AN OCEAN OF DEFEAT. LIKE A FOREST FOR A GARDEN IN A WORLD YOU'LL NEVER SEE''.
This is for all of you!
Viva reason, viva love.
Das vierte Album des Frank Popp Ensemble auf Unique Records. Geschrieben. aufgenommen und produziert 2024 in Spanien. Wie beim Vorgänger sind diverse Gastsänger auf den il brandneuen Stücken zu hören.
Gerry Love, einst Leadsänger der legendären Teenage Fanclub, der laut Popp fast alle Lieblingsstücke der Glasgower Kult-Band geschrieben und gesungen hat. verleiht hier seine hinreißende Stimme einer orchestralisch-souligen Version von „Save", ein eher unbekanntes aber geniales Stück, welches Love 2004 für die Schotten schrieb. Gerard Love trug bereits mit einem Cover von Frank Popp's "The World Is Waiting" zur Under Covers' Compilation bei und hat nun auf Waves ein weiteres Mal wundervolle Arbeit geleistet.
Ein weiterer Held aus Popp's Plattensammlung ist Nicke Andersson. Früher Schlagzeuger bei den Death&Rollern Entombed, dann bis heute Sänger der unvergleichlichen Hellacopters und Mastermind hinter weiteren top Bands wie The Solution, Imperial State Electric, Lucifer, etc., ist auf „Caught In AWeb" zu hören. Ein Northern Soul Stomper in klassischer Magic Touch* Manie.
Emma Noble, eine aufstrebende Soul-Sängerin aus London singt auf dem girl-groupigen Soul-Anthem Unstoppable*. Die zweite Single-Auskopplung vom Album hat das Zeug zum nächsten UK-Floorfiller und wurde bereits Ende 2024 in Craig Charles Soul Show auf BBC gespielt und angepriesen.
Ein absoluter Ausnahme-Künstler ist J Mahon, der auf 5 Stücken des Albums zu hören ist und erheblich zum Album beigetragen hat. Seine zuckersüße Stimme funktioniert sowohl auf seinen Stücken, als auch bei _Going Going Gone". welches die erste Single-Auskopplung ist und durch die eingängigen Bläser-Hooks und J's androgyne Soul-Vocals an gewisse junge Motown-Künstler in den frühen 70s erinnern.
Audrey Ollesen aus Köln, eine alte Bekannte aus der rheinischen Mod-Szene. kam durch Zufall hinzu. nachdem Popp durch private Aufnahmen auf ihre Gesangs-Skills aufmerksam wurde. Auf .C|om|mon Stranger* ist Audrey zum ersten Mal auf einem Tonträger zu hören.
Auf "Waves" vereint Frank Popp Northern Soul. Psychedelia, 90s Indierock und orchestralischen Soundtrack-Feel zu einem homogenen, überzeugenden Werk, was vielversprechend wirkt und sich verdammt gut anfühlt in einer nicht so rosigen Zeit. Wir sind alle gespannt...
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