Katagory V sind eine Progressive-Power-Metal-Band aus Salt Lake City in Utah. Anfang 1999 gegründet, sind bis dato fünf Studioalben erschienen: Auf "Present Day"(2001) folgten "A New Breed Of Rebellion" (2004), "The Rising Anger" (2006), "Hymns Of Dissension" (2007) und schließlich "Resurrect The Insurgence" (2015). Nun hat die Gruppe einen Vertrag mit High Roller Records unterschrieben, dessen erstes Resultat das brandneue Werk "Awaken A New Age Of Chaos" ist. Die Platte wurde von Dustin Mitchell (Bass), Curtis Morrell (Gitarre) und Matt Suiter (Schlagzeug) eingespielt, allesamt Teil der Originalbesetzung, plus Sänger Albert Rybka sowie Neuzugang Dan Coxey an der zweiten Gitarre. Das Album ist im Streamline Studio in Salt Lake City aufgenommen und von der Band selbst produziert worden. Für das Mastering zeichnete Alan Douches (Fates Warning, Cannibal Corpse) verantwortlich. Mit Riffmonstern wie "Empire Of Ignorance" und "Blood Siphon" oder melodischen Stücken wie "Absolute Divide" oder "Through Fate's Eyes" entpuppt sich "Awaken A New Age Of Chaos" als Meisterwerk des modernen Progressive Power Metal. In der Vergangenheit wurden Katagory V gerne mit Fates Warning, Queensryche, Hades, Sanctuary und Lethal verglichen. Laut Bassist und Gründungsmitglied Dustin Mitchell durchaus zutreffend: "Die genannten Bands haben uns ganz ohne Zweifel beeinflusst. Aber auch eine Menge Speed-, Thrash- und Doom-Bands der späten Achtziger und frühen Neunziger. Dazu Thrash-Metal-Gruppen der alten Schule - Realm, Death Angel, Helstar, Flotsam & Jetsam sowie Atrophy - und ferner auch härtere Melodic-Hardrock-Formationen, speziell aus Deutschland, da denke ich an Bonfire oder Jaded Heart." Das sollte all denjenigen, die mit Katagory V noch nicht vertraut sind, einen guten Eindruck davon geben, wie die Band klingt. Alles in allem ist das neue Werk "Awaken A New Age Of Chaos" von einer überraschend dunklen Grundstimmung geprägt: "Oh ja, dem stimme ich ausdrücklich zu", bestätigt Dustin Mitchell. "Diese Platte ist viel düsterer und auch zorniger als alles, was wir in der Vergangenheit gemacht haben, vielleicht mit Ausnahme unseres zweiten Albums. Im Verlauf unserer Karriere haben wir einige Tiefschläge einstecken müssen, weswegen die Band die letzten zehn Jahre auf Eis gelegen hat. Es ist also nur natürlich, dass sich die Wut darüber auch in unser neuen Musik Ausdruck verschafft hat."
Mit seinem ersten Full Length Album "Ruinenkampf" begibt sich Das Kinn auf einen musikalischen Parforceritt durch die Ruinen unserer Zeit. Mittels Kickbox Phonetik und Elektronik Armada führt es uns durch eindringliche Klanglandschaften irgendwo zwischen DAF, den Kosmischen Kurieren und Frankfurter Bahnhofsviertel. Beats auf Anschlag. Knochen klappern. Die Orgel leiert. Warme Synthlines, gespielt von kalten Händen. Ein Saxophon sinniert über das Danach. Hymnen für den Abriss. Musik zum feierlichen Untergang. Toben Piel geht gern auf Friedhöfe. Orte der Ruhe und Idylle. Abstand finden, Vergänglichkeit erahnen. Das Danach als konkreten Ort erkunden. Auch sein Debut-Album "Ruinenkampf" stammt aus diesem Mindset. Dort geht er in Distanz, um dann mit Anlauf auf den Punkt zu kommen. Nach Ruhe und Idylle klingt das nicht. Kassettenszene, 80er Jahre, Stakkatogesang, Synths zwischen DAF und den Kosmischen Kurieren. Ästhetik des Untergrunds. Reißende Melodieströme, Raffinesse, unentwegt pendelnd zwischen Hymne und Abriss. Dieser krasse, erhobene Kraftgesang. Acht Stücke Zuhören, ohne eine Sekunde des Abdriftens. Wie geht das? Wie erschafft man so etwas? Nun, der Mit-40er aus FFM, jung geblieben und hungrig, hat eben gut gelernt: Bei Antitainment (2005-2010), danach zusammen mit der großen Charlotte Simon bei les trucs, im Kontext seines Kassettenlabels MMODEMM, aber auch als Musiker für diverse Theaterbühnen. Zum ersten Mal hat er mit DAS KINN nun das Gefühl, Musik im Sinne einer Selbstbefreiung hervorgebracht zu haben. Vielleicht liegt das am Alter. Da, wo er zuvor oft verkopfte, die Kontrolle suchte, Dinge zerdachte, nicht aufhören konnte im Sinne eines Perfektionismus, hat er sich diesmal ein loses Konzept grundiert, um dieser Selbsterkenntnis entgegenzutreten: Schnelligkeit. Fokus. Abschluss, Absprung. Nicht in Abwertung seines bisherigen Werkes - sondern vielmehr im Sinne einer Geistesgegenwärtigkeit, diese Erfahrungen walten zu lassen, ohne sich ihrer bewusst zu sein. Es ist ihm äußerst gut gelungen!
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Eindrucksvolles Debütalbum der US-Power-Melodic-Metal-Formation Behölder! 'In The Temple Of The Tyrant' bietet 8 Tracks und vereint kolossale, imposanten Riffs, eindringliche, majestätische Melodien und kraftvollem Gesang, der von düster bis grandios reicht. Klingt wie Candlemass, Momento Mori, Solitude Aeturnus oder Sorcerer.
Die griechischen Progressive Rocker King Garcia präsentieren ihr Debütalbum 'Hamelin'. Wenn Ennio Morricone eine Band mit Russian Circles gründen würde, würde sie wahrscheinlich genauso klingen! Eine Empfehlung für Fans von Bands wie Russian Circles, V.I.C. und Mogwai.
"Kein Hinterfragen, kein Überdenken. Ich möchte mein Leben so leben, dass ich die Dinge tue, die mir wichtig sind, und ich denke, dass jeder so leben sollte", sagt Mei Semones über ihr gestärktes Selbstvertrauen. Die 24-jährige Songwriterin und Gitarristin aus Brooklyn hat sich durch die kontinuierliche Verfeinerung ihrer unverwechselbaren Mischung aus Indierock, Bossa Nova, Jazz und Kammerpop, die ihre technischen Fähigkeiten auf der Gitarre unterstreicht, schnell als innovative musikalische Kraft etabliert. Seit der Veröffentlichung ihrer hochgelobten "Kabutomushi"-EP im Jahr 2024, einer Reihe von üppig instrumentierten Reflexionen über die Liebe in ihren vielen Phasen, ist Mei ausgiebig durch die USA getourt, hat sich dort eine treue Fangemeinde aufgebaut und ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum "Animaru" geschrieben und aufgenommen. Animaru bedeutet ,Tier' auf Japanisch und ist die Verkörperung von Meis tieferem Vertrauen in ihre Instinkte - eine Sammlung von musikalisch beeindruckenden Tracks, die Mei abenteuerlicher, verletzlicher und selbstbewusster klingen lassen als je zuvor. Meis neues Selbstbewusstsein ist zum Teil auf die Erfahrungen des vergangenen Jahres zurückzuführen, denn 2024 war ein Jahr der Veränderung für die Band Mei Semones. Sie traten unter anderem mit Liana Flores, Elephant Gym und Kara Jackson auf, und Mei ging dazu über, Vollzeit Musik zu machen. Inmitten der häufigen Tourneen nahmen Mei und ihre fünfköpfige Band das Album im Sommer 2024 in der Ashlawn Recording Company auf, einem Farmstudio in Connecticut, das von ihrem Freund Charles Dahlke betrieben wird. Zu diesen Sessions brachte sie eine Reihe von Stücken mit, die, nicht anders als Kabutomushi, raffinierte Erklärungen einer nicht-romantischen Liebe sind: Liebe zum Leben ("Dumb Feeling"), Liebe zur Familie ("Zarigani"), Liebe zur Musik und zu ihrer Gitarre ("Tora Moyo"). Animaru veranschaulicht Meis bezaubernde Bandbreite als Songwriterin und Musikerin und enthält einige der anspruchsvollsten und einfachsten Lieder, die Mei je geschrieben hat. Die schlichteren Momente auf Animaru sind ebenso fesselnd wie wenn Mei auf der Gitarre schreddert oder ihre Bandkollegen ein kompliziertes Arrangement ausführen. "Donguri", eine reduzierte Jazz-Duo-Performance zwischen Akustikgitarre und Kontrabass, ist der einfachste Song, den Mei je geschrieben hat. Er wird von Mei zum Leben erweckt, indem sie auf süße Weise (meist auf Japanisch) beschreibt, wie sie sich das Leben als Waldbewohner vorstellt. Das vorletzte Stück des Albums, das helle, spritzige "Zarigani", ist eine nostalgische Liebeserklärung an ihre Zwillingsschwester, in der Mei singt: "We'll always have each other / I love you like my guitar / I love you like no other". Obwohl "Animaru" ein Statement für Meis Autonomie und Selbstvertrauen an diesem Punkt in ihrem Leben ist, sind es die verschiedenen Lieben, mit denen sie sich umgibt - ihre Familie, ihre Freunde, ihre Band, ihre Musik - die sie dazu befähigen, Dinge zu tun, die sie sich wünscht.
"Kein Hinterfragen, kein Überdenken. Ich möchte mein Leben so leben, dass ich die Dinge tue, die mir wichtig sind, und ich denke, dass jeder so leben sollte", sagt Mei Semones über ihr gestärktes Selbstvertrauen. Die 24-jährige Songwriterin und Gitarristin aus Brooklyn hat sich durch die kontinuierliche Verfeinerung ihrer unverwechselbaren Mischung aus Indierock, Bossa Nova, Jazz und Kammerpop, die ihre technischen Fähigkeiten auf der Gitarre unterstreicht, schnell als innovative musikalische Kraft etabliert. Seit der Veröffentlichung ihrer hochgelobten "Kabutomushi"-EP im Jahr 2024, einer Reihe von üppig instrumentierten Reflexionen über die Liebe in ihren vielen Phasen, ist Mei ausgiebig durch die USA getourt, hat sich dort eine treue Fangemeinde aufgebaut und ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum "Animaru" geschrieben und aufgenommen. Animaru bedeutet ,Tier' auf Japanisch und ist die Verkörperung von Meis tieferem Vertrauen in ihre Instinkte - eine Sammlung von musikalisch beeindruckenden Tracks, die Mei abenteuerlicher, verletzlicher und selbstbewusster klingen lassen als je zuvor. Meis neues Selbstbewusstsein ist zum Teil auf die Erfahrungen des vergangenen Jahres zurückzuführen, denn 2024 war ein Jahr der Veränderung für die Band Mei Semones. Sie traten unter anderem mit Liana Flores, Elephant Gym und Kara Jackson auf, und Mei ging dazu über, Vollzeit Musik zu machen. Inmitten der häufigen Tourneen nahmen Mei und ihre fünfköpfige Band das Album im Sommer 2024 in der Ashlawn Recording Company auf, einem Farmstudio in Connecticut, das von ihrem Freund Charles Dahlke betrieben wird. Zu diesen Sessions brachte sie eine Reihe von Stücken mit, die, nicht anders als Kabutomushi, raffinierte Erklärungen einer nicht-romantischen Liebe sind: Liebe zum Leben ("Dumb Feeling"), Liebe zur Familie ("Zarigani"), Liebe zur Musik und zu ihrer Gitarre ("Tora Moyo"). Animaru veranschaulicht Meis bezaubernde Bandbreite als Songwriterin und Musikerin und enthält einige der anspruchsvollsten und einfachsten Lieder, die Mei je geschrieben hat. Die schlichteren Momente auf Animaru sind ebenso fesselnd wie wenn Mei auf der Gitarre schreddert oder ihre Bandkollegen ein kompliziertes Arrangement ausführen. "Donguri", eine reduzierte Jazz-Duo-Performance zwischen Akustikgitarre und Kontrabass, ist der einfachste Song, den Mei je geschrieben hat. Er wird von Mei zum Leben erweckt, indem sie auf süße Weise (meist auf Japanisch) beschreibt, wie sie sich das Leben als Waldbewohner vorstellt. Das vorletzte Stück des Albums, das helle, spritzige "Zarigani", ist eine nostalgische Liebeserklärung an ihre Zwillingsschwester, in der Mei singt: "We'll always have each other / I love you like my guitar / I love you like no other". Obwohl "Animaru" ein Statement für Meis Autonomie und Selbstvertrauen an diesem Punkt in ihrem Leben ist, sind es die verschiedenen Lieben, mit denen sie sich umgibt - ihre Familie, ihre Freunde, ihre Band, ihre Musik - die sie dazu befähigen, Dinge zu tun, die sie sich wünscht.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 gehören Nightfall neben Rotting Christ und Septicflesh zu den Pionieren des griechischen Metal. Die legendäre Death-Metal-Band aus Athen klingt so rachsüchtig wie eh und je. Doch unterstützt von einer monumentalen Produktion und einer kraftvollen Botschaft ist ihr elftes Studioalbum ihr bisher düsterstes und epischstes Werk.
Wie ihre Zeitgenossen verweben Nightfall Gothic-Melodien mit geschwärztem Death Metal. Children of Eve enthält die infektiöseste Sammlung von Hooks, die die Band je geschaffen hat, dank des Mixings und Masterings von Jacob Hansen. Der maskierte Frontmann Efthimis Karadimas, bewaffnet mit Mantel und Dolch, befehligt die Leadsingle "I Hate" hinter Blastbeats, die wie ein Schwarm Pfeile fliegen.
Aber Children of Eve wäre nicht Nightfall, wenn sie nicht auch eine tiefere Botschaft hätten. Während "The Cannibal" vor göttlichem Tremolo-Picking nur so strotzt, geht es im Text darum, wie religiöse Strukturen und Fanatismus einen verschlingen können. "I hold the power / to explain your screams", heult Efthimis mit abschreckender Intensität.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 gehören Nightfall neben Rotting Christ und Septicflesh zu den Pionieren des griechischen Metal. Die legendäre Death-Metal-Band aus Athen klingt so rachsüchtig wie eh und je. Doch unterstützt von einer monumentalen Produktion und einer kraftvollen Botschaft ist ihr elftes Studioalbum ihr bisher düsterstes und epischstes Werk.
Wie ihre Zeitgenossen verweben Nightfall Gothic-Melodien mit geschwärztem Death Metal. Children of Eve enthält die infektiöseste Sammlung von Hooks, die die Band je geschaffen hat, dank des Mixings und Masterings von Jacob Hansen. Der maskierte Frontmann Efthimis Karadimas, bewaffnet mit Mantel und Dolch, befehligt die Leadsingle "I Hate" hinter Blastbeats, die wie ein Schwarm Pfeile fliegen.
Aber Children of Eve wäre nicht Nightfall, wenn sie nicht auch eine tiefere Botschaft hätten. Während "The Cannibal" vor göttlichem Tremolo-Picking nur so strotzt, geht es im Text darum, wie religiöse Strukturen und Fanatismus einen verschlingen können. "I hold the power / to explain your screams", heult Efthimis mit abschreckender Intensität.
Sextile, das in Los Angeles beheimatete Duo, das für seinen unbeugsamen, elektronischen Punk-Sound gefeiert wird, hat Details zu ihrem kommenden, starken Album „Yes, please.“ bekannt gegeben, das am 2. Mai 2025 auf Sacred Bones erscheint, sowie Pläne für eine umfangreiche Europatournee in diesem Sommer geteilt. Sextile, die sich derzeit mit ihren Labelkollegen Molchat Doma auf einer großen US-Tournee befinden, kündigen ihr neues Album mit der Single „Freak Eyes“ an, die ihren dunklen, pulsierenden Sound in neue Höhen treibt. Der Song beginnt mit einem fiesen Bass-Growl, das abrupt in einen Techno-Beat übergeht, der mit klirrender Kuhglocke und scharfer Hi-Hat gespickt ist. „I feel the pressure / Man the pressure I feel when we're together“, singt Sänger Brady Keehn kühl, aber bestimmt, in den ersten Zeilen. Inspiriert von der Art und Weise, wie Druck sowohl Herausforderungen als auch Verbesserungen hervorrufen kann, beschwört „Freak Eyes“ elektrisierende Bilder von schäbigen Hinterzimmern auf dem Sunset Strip und von in Leder gekleideten Tanzflächen in Lagerhäusern herauf.
Manche Bands finden ihren Groove und bleiben dabei, andere erfinden sich ständig neu. Sextile gehört zu den letzteren, die den Nervenkitzel einer sich ständig verändernden Landkarte genießen. Das Duo Melissa Scaduto und Brady Keehn aus Los Angeles macht Musik mit Lebenslust und lässt sich dabei von No Wave bis Hardstyle inspirieren. Ihr neuestes Album „yes, please.“ stößt in kühnes Neuland vor, indem es anarchisches Elektro-Feuer mit rohen persönlichen Erinnerungen verbindet - und mit genug aufgemotzten Bässen, um ein oder zwei Boxen zum Platzen zu bringen. „yes, please.“ ist ein Album der Kontraste: eine verletzliche Platte, die ihre Seele ebenso entblößt wie sie im Exzess schwelgt und zeigt, wie weit man seinen Sound treiben kann, wenn man seine Hemmungen abschüttelt. Zusammen verraten die beiden ein Selbstvertrauen, das niemals schwankt, und machen einen kühnen Spritzer auf dem schnellen Intro mit einer Rave-Sirene, die aus einer New Yorker Hausparty der `00er oder einem verschwitzten Brooklyn-Lagerhaus stammt. Auch der Geist des Electroclash pirscht sich an das Gebäude heran, zeigt seine Identität bei den mit Kuhglocken gespickten Donnerschlägen von „Freak Eyes“ und „Rearrange“ und sorgt mit „Women Respond to Bass“ für eine schmutzige Dancefloor-Bombe. „Push Ups“ - mit dem Gesang von Jehnny Beth - ist pure Muskelmusik, gestärkt durch einen wummernden Bass und ergänzt durch Synthies, die so hart hämmern wie Hagelkörner auf einem Glasdach. Aber hinter den Slogans, der Frechheit und der monstermäßigen Tanzenergie verbirgt sich eine Intimität, die man nur finden kann, wenn man sich über schmerzhafte, lebensverändernde Ereignisse öffnet. „Hospital“ und ‚Soggy Newports‘ reflektieren Scadutos erschütternde Erfahrungen in einer staatlichen Einrichtung in New York nach einem beinahe tödlichen Unfall. „Resist“ befasst sich mit Abtreibungsrechten, während ‚Penny Rose‘ das amerikanische Bildungswesen, künstliche Intelligenz und zukünftige Generationen thematisiert. Scadutos elastischer Gesang glänzt überall, von den messerscharfen Synthesizern von „S is For“ bis zu den Trance-Pop-Höhen von „Kids“ mit Izzy Glaudini von Automatic. „yes, please.“ ist eine actiongeladene Dance-Platte, vollgestopft mit wilden, berauschenden Gassenhauern, aber im gleichen Atemzug auch ein Zeugnis dafür, zu leben und niemals zurückzuschauen. Indem sie sich für eine neue, „befreiende“ Art des Musikmachens öffnen, haben Sextile ihr bisher kreativstes Werk geschaffen. Bisher, denn man spürt einfach, dass sie noch so viel mehr zu geben haben.
Bacao Rhythm & Steel Band, das mysteriöse Steel-Pan-Outfit aus Hamburg, machte 2024 von sich reden, als der französische Film „Anatomy of a Fall“ einen Oscar für das beste Originaldrehbuch gewann. Bacaos Cover von 50 Cents „PIMP“ war prominent in dem Film vertreten und spielte eine so große Rolle in der Handlung, dass es zum Synonym für den Erfolg des Films wurde. Später sorgten sie dafür, dass bei der Oscar-Verleihung zum ersten Mal Steel Pans im Orchestergraben auftauchten, um die Melodie zu spielen, als die Regisseurin Justine Triet die Bühne betrat, um den Preis entgegenzunehmen. All dies brachte Bacao eine Menge neuer Fans und ließ die Streaming-Zahlen von „PIMP“ auf weit über 40 Millionen steigen. Der Song erschien erstmals 2008 auf dem eigenen Mocambo-Imprint von Bandleader Bjorn Wagner und wird oft mit dem Original-Sample verwechselt, aus dem 50 Cent seinen Hit gemacht hat. Abgesehen von den Auszeichnungen und internationalem Ruhm ist „PIMP“ buchstäblich nur die Spitze des Eisbergs von Bacao. Mit vier Alben und einem großen Stapel 7"-Singles, die zu Grundnahrungsmitteln für DJs auf der ganzen Welt geworden sind, sind sie, seit sie bei Big Crown unter Vertrag stehen, sehr produktiv gewesen. Trotz der ständigen Veröffentlichungen und des umfangreichen Katalogs hat jede Aufnahmesession mehr Früchte getragen, als auf ein Album passen, so dass mehr als nur eine Handvoll Songs im Tresor lagert. „Big Crown Vaults Vol. 4“ gibt den meisten dieser Stücke eine angemessene Pressung und Veröffentlichung. Das Album beginnt mit ihrer Coverversion des Bob James Klassikers „Nautilus“, ein „Must Have“ für alle Hip-Hop- und Breakbeat-Fans. Sie bleiben auf dem Gaspedal und geben dem Khruangbin-Klassiker „Maria También“ die BRSB-Behandlung mit ihren charakteristischen basslastigen Drums, die die Energie des Stücks in eine völlig neue Dimension bringen. Berühmt dafür, bei der Neuinterpretation von Material tief in den Kisten zu wühlen, nehmen sie sich als nächstes den von J Dilla produzierten Royce Da 5'9"' Track ‚Let's Grow‘ vor. Dann gibt es „PIMP (Version)“, ursprünglich die B-Seite der Erstpressung von „PIMP“, auf der sie ihrer Originalaufnahme eine ordentliche Dub-Behandlung mit Melodica und Bandecho verpassen. Sie erhöhen das Tempo und den Funk mit „Great To Be Here“ von den Jackson 5 und tauchen mit dem Billy-Jones-Tanzflächenbrenner „Lookout Baby (Here I Come)“ wieder tief in die Dunkelheit ein. Während ein Teil des Reizes eines neuen Bacao Rhythm & Steel Band-Albums darin besteht, herauszufinden, welche Coversongs sie aufnehmen werden, ist es ebenso faszinierend zu sehen, welche originellen Melodien sie ausgearbeitet haben. „BCR Vaults Vol. 4“ enthält zwar nur ein einziges Original, „Kaiso Noir“, aber es ist ein Up-Tempo-Kracher, der wie eine Mischung aus einem B-Boy-Break und einem James-Bond-Score klingt. Diese Sammlung von Songs umfasst den Zeitraum von 2008 bis 2023 und lässt eine Vielzahl von Genres von Hip-Hop über Jazz bis hin zu Soul und Pop durch die Bacao-Linse laufen. Die Band arbeitet bereits an ihrem 5. Studioalbum, und diese Zusammenstellung dürfte die perfekte Überbrückung für die Fans sein, bis es erscheint.
Jan Jelinek plays The Carpenters, concert by Jan Jelinek for four loudspeakers, 20th July 2022 at Uferstudio 1, Berlin.
For this live performance, Jelinek used a sample from the song “’ * ***” by The Carpenters. Towards the end of the 1st half, the original source sample emerges from the dense arrangement of processed loops and reveals its identity, a moment that recalls awakening from deep hypnosis. The 2nd half of the performance zooms in further on the source material, leading to a complete dissolution of any referentiality.
faitiche edition is a series of concerts on tape cassette. The recordings are NOT available digitally. Buyers/owners of the tape can send a photo of their cassette by email to info@faitiche.de (Subject: “das digitale Konzert”) to receive a Bandcamp download code free of charge.
The concert was part of “TetraTon - A concert evening in quadraphonic”. The same evening, there was also a concert by Liz Allbee & Sabine Ercklentz entitled “Close-Up”. The event received support from the Initiative Neue Musik Berlin.
sound recording: Jan Jelinek
drawings: Vincent Klingelhöfer
photo: Udo Siegfriedt
layout: Tim Tetzner
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Pop-Singer-Songwriter Marlon Hammer kündigt für das Frühjahr 2025 sein Debütalbum »Szenarien« an und macht schon mit seiner ersten EP deutlich: Hier ist einer, der sich etwas traut. 2022 veröffentlicht er »44803 Bochum 2«, ein Titel, der sich auf das Studioalbum »4630 Bochum« von Herbert Grönemeyer aus dem Jahr 1984 bezieht.
Und auch wenn direkte Vergleiche mit lebenden Ikonen immer dünnes Eis sind: Einige Parallelen lassen sich kaum von der Hand weisen. Marlon Hammer ist ein Kind des Ruhrpotts, und der Bochumer bringt einige unverkennbare Merkmale mit. Seine Stimme sticht aus der Masse heraus – sonor, markant, immer leicht belegt –, seine Texte machen mit kleinen Alltagsbeobachtungen große Bilder auf und, typisch Ruhrpott: Er singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.
»Ich fass dich nicht« heißt die erste Single aus dem kommenden Debütalbum »Szenarien«, das am 11. April 2025 bei Telamo / BMG erscheint. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer rasanten Entwicklung, die dem Pop-Singer-Songwriter in den letzten zwei Jahren eine schnell wachsende Fangemeinde, erfolgreiche Singles wie »Angenehm kühl« und mediale Präsenz bescherte, zuletzt etwa in der VOX-Primetime-Show »The Piano« (wo er neben seiner eigenen Single »Zu dir fällt mir nichts mehr ein« Grönemeyers Song »Halt mich« am Piano sang). Dabei entspann sich zwischen Igor Levit und Mark Foster beim heimlichen Beobachten von Marlons Performance folgender Dialog:
»Das ist gut. Das ist mehr als gut!« (Mark Forster)
»Er klingt nicht wie ein 19-Jähriger.« (Igor Levit)
»Er klingt wie ein 19-Jähriger mit einer geilen Stimme.« (Mark Forster)
»Besonderer Typ.« (Igor Levit)
Kann man so stehen lassen. Und beliebig ergänzen, denn Marlon Hammer ist für seine (mittlerweile) 20 Jahre tatsächlich ein beeindruckend kompletter Künstler. Und wie bei jedem Ausnahmetalent steckt auch dahinter: viel Arbeit. »Ich habe wirklich mega jung angefangen, Straßenmusik zu machen«, erzählt Marlon. Was damals den praktischen Nebeneffekt hatte, sein Taschengeld aufzubessern, ist heute der Grund dafür, dass er ein echtes Multitalent ist: Marlon spielt Gitarre und Klavier, schreibt seine Musik und Texte selbst und hat ein außergewöhnliches Gespür für gute Hooklines.
Wie macht man als gefeierter Progressive-Rock-Musiker, der schon Dutzende von Alben produziert hat, ein Album, das anders ist als das, was man normalerweise erwartet? Eine Antwort ist, mit Musikern zusammenzuarbeiten, die ebenfalls über jahrzehnte-lange Erfahrung und weltweite Anerkennung verfügen, ein paar Samen zu säen und dann abzuwarten, was passiert. Für das Projekt Cosmic Cathedral und das Debütalbum "Deep Water" hat Neal Morse genau das getan und sich mit Chester Thompson (Genesis), Phil Keaggy und Byron House zusammengetan. Ein Großteil des Albums entstand in Jam-Sessions, aus denen Mor-ses langjähriger Audiopartner Jerry Guidroz die besten Stücke zusammenstellte, wie zum Beispiel das 38-minütige Epos "Deep Water Suite". "Auch Time To Fly", so Morse, "entstand direkt aus einer dieser Jam-Sessions, bei der wir eine von Phils Ideen aufgriffen und zu viert weiter ausarbeiteten. Herausgekommen ist ein eher Groove-orientiertes Album, das Morse als eine Art "Prog meets Yacht Rock meets The Beatles" bezeichnet, mit einem unverkennbaren Jazz-Fusion-Einfluss: "Diese Jungs sind echte Groover: Selbst wenn sie Prog spielen, klingt es eher wie Steely Dan, aber wenn Phil und ich anfangen zu singen, klingt es wie The Beatles! Erhältlich als Limited CD Digipak, Gatefold 2LP & Digital Album.
Deerhoof haben sich schon vor langer Zeit als eine der großartigsten Rockgruppen des Planeten etabliert - wer das für übertrieben hält, hat noch nicht genug Zeit damit verbracht, Deerhoof zu hören - das wahnsinnig erfinderische Quartett behandelt jedes seiner neuen Alben als eine Gelegenheit zur kreativen Wiedergeburt. Und doch sind sie irgendwie auch zutiefst zuverlässig, eine seltsame, aber wahre Beschreibung für eine Band, die so kreativ rastlos ist. Man weiß nie, wie ein neues Deerhoof-Album klingen wird, außer dass es immer nach Deerhoof klingen wird. Die Band wird durch solche Paradoxien definiert, wie "Noble and Godlike in Ruin" erneut bestätigt. Ihr neuestes Album ist entweder ein Porträt einer Welt, die in monströsen Hass, Entmenschlichung und Dollarzeichen abgleitet, oder ein eindringliches Selbstporträt der Band als Monster: ein intelligentes, sensibles, hybrides Wesen, das unermüdlich von Liebe singt, sich aber zunehmend von dieser Welt entfremdet. Die Musik ist fröhlich und ahnungsvoll, kybernetisch und zutiefst menschlich, alles zugleich. Streicher, die an avantgardistische Kammermusik und klassische Horrorfilm-Soundtracks erinnern, prallen auf Gitarren- und Basslinien. Das Schlagzeug ist manchmal gefiltert und klingt fast elektronisch, aber kein Computer könnte einen so funkigen und dynamischen Rhythmus erzeugen, bei dem jede winzige Variation von einem Snare-Schlag zum nächsten Welten der Möglichkeiten vermittelt. An der Spitze steht die unnachahmliche Altstimme von Satomi Matsuzaki. Eine Stimme der Einsamkeit, deren schlichte Ruhe seltsam außerhalb des Mahlstroms der Band zu stehen scheint, zu dem sie mit ihren zackig-präzisen Bassläufen selbst beiträgt. Als Einwanderin der ersten Generation in den USA hat sie nie versucht, ihren japanischen Akzent oder ihre Karaoke-esken Vortrag zu verbergen. Auf "Noble und Godlike in Ruin" wirkt dies abwechselnd als Ausdruck von Einsamkeit und als kühle Provokation gegenüber Systemen der Unterdrückung und Kontrolle. ,Kindness is all I needed from you", singt sie auf dem epischen Albumabschluss ,Immigrant Songs`. ,But you think we're in your house." Nicht lange danach explodiert der Song, sein eng gewickelter Art-Pop macht Platz für mehrere Minuten heulenden Lärm. Auch wenn das Thema düster sein mag - wie könnte es anders sein - tragen die Songs trotzigen Optimismus in ihrer Weigerung, sich den Konventionen oder überlieferten Weisheiten zu beugen. Da ist diese berühmte Zeile von Dylan Thomas über das Wüten gegen das Sterben des Lichts: "Noble and Godlike in Ruin" fühlt sich ein wenig so an. Die Welt mag untergehen, aber Deerhoof gehen schwungvoll unter.
Wie macht man als gefeierter Progressive-Rock-Musiker, der schon Dutzende von Alben produziert hat, ein Album, das anders ist als das, was man normalerweise erwartet? Eine Antwort ist, mit Musikern zusammenzuarbeiten, die ebenfalls über jahrzehnte-lange Erfahrung und weltweite Anerkennung verfügen, ein paar Samen zu säen und dann abzuwarten, was passiert. Für das Projekt Cosmic Cathedral und das Debütalbum "Deep Water" hat Neal Morse genau das getan und sich mit Chester Thompson (Genesis), Phil Keaggy und Byron House zusammengetan. Ein Großteil des Albums entstand in Jam-Sessions, aus denen Mor-ses langjähriger Audiopartner Jerry Guidroz die besten Stücke zusammenstellte, wie zum Beispiel das 38-minütige Epos "Deep Water Suite". "Auch Time To Fly", so Morse, "entstand direkt aus einer dieser Jam-Sessions, bei der wir eine von Phils Ideen aufgriffen und zu viert weiter ausarbeiteten. Herausgekommen ist ein eher Groove-orientiertes Album, das Morse als eine Art "Prog meets Yacht Rock meets The Beatles" bezeichnet, mit einem unverkennbaren Jazz-Fusion-Einfluss: "Diese Jungs sind echte Groover: Selbst wenn sie Prog spielen, klingt es eher wie Steely Dan, aber wenn Phil und ich anfangen zu singen, klingt es wie The Beatles! Erhältlich als Limited CD Digipak, Gatefold 2LP & Digital Album.
Einst waren Rialto unverletzlich ("Untouchable"), sind aber bereits Ende der 90er erst morgens nach fünf heimgekommen ("Monday Morning 5.19"), nun kündigen die britischen Kult-Britpopper ihr erstes neues Album seit 24 Jahren an: "Neon & Ghost Signs" wird im April 2025 über Fierce Panda Records veröffentlicht. Es ist eine Reunion, die nicht so sehr von der Sehnsucht nach der Vergangenheit angetrieben wird, sondern vielmehr von der Dringlichkeit, das Beste aus dem Jetzt zu genießen. Vor sechs Jahren wurde Sänger und Songschreiber Louis Eliot während eines Spanienurlaubs für eine Notoperation ins Krankenhaus gebracht und ist dabei kurz dem Tode nah gewesen. Seine vollständige Genesung war eine Epiphanie. "Man könnte meinen, wenn man dem Tod sehr nahe ist, sollte man anfangen, sich um sich selbst zu kümmern", sagt er. ,Aber ich bin einfach mit Vollgas meiner Jugend hinterhergejagt. Ich dachte mir nur: Egal, vielleicht bin ich nächste Woche nicht mehr da, ich stürze mich einfach rein." Ein Teil von Eliots Wiedergeburt bestand darin, dass er eine langjährige Beziehung hinter sich ließ, um erneut in die Londoner Club-Szene einzutauchen. Ein bedeutender Teil davon waren die Romantik und die Verwundbarkeit, die er dort fand. Ein anderer Teil davon war die Erkenntnis, dass die Songs, die in dieser Zeit entstanden - Lieder über Liebe und Verlust, Hedonismus und Reue, die in wehmütigen Geisterstunden spielen - ein Ruf aus der (eigenen) Vergangenheit waren. Neon and Ghost Signs eröffnet in gewollt simpler und eingängiger Dancefloor-Ästhetik mit der ersten Single "No One Leaves This Discoteque Alive". Eliot, mit einem lasziven Brel-Knurren, vergießt Tränen in der Discotheque, ist "der Hund der Londoner Stadt", wo "die Laken mit Gold befleckt sind", der darauf aus ist, "seinen Kopf zu verlieren" und Liebe als perfekten Sturm zu erleben. Es ist der Auftakt zu einem "Durch die Nacht mit...", den das gesamte Album mit der von Rialto bekannten Widescreen-Pop Leidenschaft verfolgt. Rialto waren in Südostasien Superstars mit Doppel-Platin und in Großbritannien immer ein hochgelobter Kult, aber zweifellos eine Band, die ihrer ästhetischen Zeit voraus war. Nach dem zweiten Album Night on Earth im Jahr 2001 löste sich die Band auf und Eliot arbeitete regelmäßig mit Grace Jones und Danny Goffey von Supergrass zusammen; als Songwriter schrieb er u. a. das mit dem Ivor Novello ausgezeichnete "Leave Right Now" für Will Young; er veröffentlichte 2004 ein Soloalbum und 2010 eine sehr ländlich klingende Platte als Louis Eliot And The Embers und veranstaltet das Port Eliot Festival in Cornwall mit 8.000 Besuchern. Als col. LP, CD oder MC!
Per och Olof finden ihre Stärke in der Einfachheit und im Minimalismus.Mit einem geradlinigen, direkten und sich oft wiederholenden Ansatz legt ihre Musik das Wesentliche frei und lässt es für sich selbst sprechen. Das mag nach Faulheit oder Naivität klingen, aber in diesem Fall geht es eher um Perfektion.Musikalisch lassen sich Parallelen zum Punk und zu Künstlern wie Kjell Höglund und I.B. Sundström ziehen, doch Per och Olof nehmen innerhalb der schwedischen Popmusik einen ganz eigenen Platz ein - einen, der den Hörer auf eine Weise fesselt und bewegt, wie es nur wenige andere schaffen.
Das traurige Mädchen aus dem Soft-Grunge der 90er Jahre. Beziehung am Ende, schwanger, Oma stirbt. Die übliche 21. Reise um die Sonne. Zwischen Erics Trip-Alben, Freunden und wechselnden Kleidergrößen klimperte Julie ihre niedergeschlagenen Schlafzimmer-Pop-Tagebücher durch ein Rat II-Verzerrerpedal und verließ die Szene. Die erweiterte Ausgabe zum 29. Jubiläum enthält seltene 7"-Tracks und ein Foto von Julie mit ihrem Hund Samantha.
Das traurige Mädchen aus dem Soft-Grunge der 90er Jahre. Beziehung am Ende, schwanger, Oma stirbt. Die übliche 21. Reise um die Sonne. Zwischen Erics Trip-Alben, Freunden und wechselnden Kleidergrößen klimperte Julie ihre niedergeschlagenen Schlafzimmer-Pop-Tagebücher durch ein Rat II-Verzerrerpedal und verließ die Szene. Die erweiterte Ausgabe zum 29. Jubiläum enthält seltene 7"-Tracks und ein Foto von Julie mit ihrem Hund Samantha.
Das traurige Mädchen aus dem Soft-Grunge der 90er Jahre. Beziehung am Ende, schwanger, Oma stirbt. Die übliche 21. Reise um die Sonne. Zwischen Erics Trip-Alben, Freunden und wechselnden Kleidergrößen klimperte Julie ihre niedergeschlagenen Schlafzimmer-Pop-Tagebücher durch ein Rat II-Verzerrerpedal und verließ die Szene. Die erweiterte Ausgabe zum 29. Jubiläum enthält seltene 7"-Tracks und ein Foto von Julie mit ihrem Hund Samantha.
'Sexy Tears' is a bold departure from Tristanne's (fka Tristan) critically acclaimed pop-jazz debut Wellif and lets you veer into uncharted territory, from the first tone, the bittersweet and haunting violin tones fade in on opener 'Steady Mouth'. In a split second, Tristanne lets you vanish in a dazzling matrix deep down a rabbit hole, a place where Piero Umiliani's 70s sleazy giallo era sensually resonates with Oneothrix Point Never goldwave frequencies. With a whisper of panting tension, her soothing voice and sonic subliminal temptation she unravels her own lush love secret domain, unlocking deeply hidden lost emotions and mutated feelings.
While mellifluous harp chords in 'If Only' set a scene for a tantalizing new world utopia the percussive clutter of 'Whordus' syncopes and mutate this future dream with a chiastic slide into a videodrome for a jilted generation.
With the help from her musician friends Elisabeth Klinck (violin), Indr? Jurgelevi?i?t? (kanklès), Kaat Vanstralen (flute) and Gert Malfliet (drums), Tristanne's 'Sexy Tears' will hit you straight in the heart, like a modern-day Cupido with a well aimed dazzling sonic arrow. Ready to stay there forever.
Under her stage name Tristanne (formerly known as Tristan), Isolde Van den Bulcke makes music she defines as sitting in a 'grey zone'. By valorizing self-reliance and learning as much as possible from the get-go, the musician and producer hasn't let hardship nor pursuing a niche genre hold her back. She studied jazz vocals for 8 years, released 2 ep's before her debut album 'Wellif' in 2022.
Recommended if you like Piero Umiliani on a Sunday morning, Broadcast on the beach, Oneohtrix Point Never in a romantic mood, Autechre on Ice, Ennio Morricone on LSD, and Pierro Piccioni popping perks.
Einst waren Rialto unverletzlich ("Untouchable"), sind aber bereits Ende der 90er erst morgens nach fünf heimgekommen ("Monday Morning 5.19"), nun kündigen die britischen Kult-Britpopper ihr erstes neues Album seit 24 Jahren an: "Neon & Ghost Signs" wird im April 2025 über Fierce Panda Records veröffentlicht. Es ist eine Reunion, die nicht so sehr von der Sehnsucht nach der Vergangenheit angetrieben wird, sondern vielmehr von der Dringlichkeit, das Beste aus dem Jetzt zu genießen. Vor sechs Jahren wurde Sänger und Songschreiber Louis Eliot während eines Spanienurlaubs für eine Notoperation ins Krankenhaus gebracht und ist dabei kurz dem Tode nah gewesen. Seine vollständige Genesung war eine Epiphanie. "Man könnte meinen, wenn man dem Tod sehr nahe ist, sollte man anfangen, sich um sich selbst zu kümmern", sagt er. ,Aber ich bin einfach mit Vollgas meiner Jugend hinterhergejagt. Ich dachte mir nur: Egal, vielleicht bin ich nächste Woche nicht mehr da, ich stürze mich einfach rein." Ein Teil von Eliots Wiedergeburt bestand darin, dass er eine langjährige Beziehung hinter sich ließ, um erneut in die Londoner Club-Szene einzutauchen. Ein bedeutender Teil davon waren die Romantik und die Verwundbarkeit, die er dort fand. Ein anderer Teil davon war die Erkenntnis, dass die Songs, die in dieser Zeit entstanden - Lieder über Liebe und Verlust, Hedonismus und Reue, die in wehmütigen Geisterstunden spielen - ein Ruf aus der (eigenen) Vergangenheit waren. Neon and Ghost Signs eröffnet in gewollt simpler und eingängiger Dancefloor-Ästhetik mit der ersten Single "No One Leaves This Discoteque Alive". Eliot, mit einem lasziven Brel-Knurren, vergießt Tränen in der Discotheque, ist "der Hund der Londoner Stadt", wo "die Laken mit Gold befleckt sind", der darauf aus ist, "seinen Kopf zu verlieren" und Liebe als perfekten Sturm zu erleben. Es ist der Auftakt zu einem "Durch die Nacht mit...", den das gesamte Album mit der von Rialto bekannten Widescreen-Pop Leidenschaft verfolgt. Rialto waren in Südostasien Superstars mit Doppel-Platin und in Großbritannien immer ein hochgelobter Kult, aber zweifellos eine Band, die ihrer ästhetischen Zeit voraus war. Nach dem zweiten Album Night on Earth im Jahr 2001 löste sich die Band auf und Eliot arbeitete regelmäßig mit Grace Jones und Danny Goffey von Supergrass zusammen; als Songwriter schrieb er u. a. das mit dem Ivor Novello ausgezeichnete "Leave Right Now" für Will Young; er veröffentlichte 2004 ein Soloalbum und 2010 eine sehr ländlich klingende Platte als Louis Eliot And The Embers und veranstaltet das Port Eliot Festival in Cornwall mit 8.000 Besuchern. Als col. LP, CD oder MC!
Einst waren Rialto unverletzlich ("Untouchable"), sind aber bereits Ende der 90er erst morgens nach fünf heimgekommen ("Monday Morning 5.19"), nun kündigen die britischen Kult-Britpopper ihr erstes neues Album seit 24 Jahren an: "Neon & Ghost Signs" wird im April 2025 über Fierce Panda Records veröffentlicht. Es ist eine Reunion, die nicht so sehr von der Sehnsucht nach der Vergangenheit angetrieben wird, sondern vielmehr von der Dringlichkeit, das Beste aus dem Jetzt zu genießen. Vor sechs Jahren wurde Sänger und Songschreiber Louis Eliot während eines Spanienurlaubs für eine Notoperation ins Krankenhaus gebracht und ist dabei kurz dem Tode nah gewesen. Seine vollständige Genesung war eine Epiphanie. "Man könnte meinen, wenn man dem Tod sehr nahe ist, sollte man anfangen, sich um sich selbst zu kümmern", sagt er. ,Aber ich bin einfach mit Vollgas meiner Jugend hinterhergejagt. Ich dachte mir nur: Egal, vielleicht bin ich nächste Woche nicht mehr da, ich stürze mich einfach rein." Ein Teil von Eliots Wiedergeburt bestand darin, dass er eine langjährige Beziehung hinter sich ließ, um erneut in die Londoner Club-Szene einzutauchen. Ein bedeutender Teil davon waren die Romantik und die Verwundbarkeit, die er dort fand. Ein anderer Teil davon war die Erkenntnis, dass die Songs, die in dieser Zeit entstanden - Lieder über Liebe und Verlust, Hedonismus und Reue, die in wehmütigen Geisterstunden spielen - ein Ruf aus der (eigenen) Vergangenheit waren. Neon and Ghost Signs eröffnet in gewollt simpeler und eingängiger Dancefloor-Ästhetik mit der ersten Single "No One Leaves This Discoteque Alive". Eliot, mit einem lasziven Brel-Knurren, vergießt Tränen in der Discotheque, ist "der Hund der Londoner Stadt", wo "die Laken mit Gold befleckt sind", der darauf aus ist, "seinen Kopf zu verlieren" und Liebe als perfekten Sturm zu erleben. Es ist der Auftakt zu einem "Durch die Nacht mit...", den das gesamte Album mit der von Rialto bekannten Widescreen-Pop Leidenschaft verfolgt. Rialto waren in Südostasien Superstars mit Doppel-Platin und in Großbritannien immer ein hochgelobter Kult, aber zweifellos eine Band, die ihrer ästhetischen Zeit voraus war. Nach dem zweiten Album Night on Earth im Jahr 2001 löste sich die Band auf und Eliot arbeitete regelmäßig mit Grace Jones und Danny Goffey von Supergrass zusammen; als Songwriter schrieb er u. a. das mit dem Ivor Novello ausgezeichnete "Leave Right Now" für Will Young; er veröffentlichte 2004 ein Soloalbum und 2010 eine sehr ländlich klingende Platte als Louis Eliot And The Embers und veranstaltet das Port Eliot Festival in Cornwall mit 8.000 Besuchern. Als col. LP, CD oder MC!
Nach ihrem letzten Album GERMAN ENGINEERING ZWEI – auf dem Future, Mariah the Scientist,
Hunxho, Fridayy, Anycia und viele mehr zu hören waren – erobern sie mit ihrem neuesten Projekt LONDON’S CALLING, zusammen mit Dré Six, britischen Boden. Mit Kollaborationen mit 163Margs, Unknown
T und Morrisson festigt das Projekt ihre Verbindung zur britischen Szene.
Wenn man sich ”London’s Calling” anhört, das Album in voller Länge dieser Künstler ausBerlin und London,
ist es ein wirklich offensichtliches Team-up, wenn man darüber nachdenkt. Sie mögen beide Schwarz-Weiß,
sie stehen beide auf Minimalismus und sie sind beide verdammt einzigartig. Das 11-Track-Album klingt,
als wäre es so gedacht. Wunderschöne Melodien treffen auf Trap-Geschichten auf einigen der bisher progressivsten Produktionen von KitschKrieg. Die Leereder Musik lässt viel Raum für den ruhigen und intimen
Gesang einer der originellsten Stimmen Großbritanniens.
Dré Six singt über das Leben, das er kennt und hinter sich lassen will, ohne Filter, ohne Fake News. Eine
Welt der Zombies, die immer wieder das Produkt kaufen, das sie in Zombies verwandelt hat. Eine Welt, in
der man beim Schlafen weder Trainingsanzug noch Schuhe auszieht. Eine Welt, die süchtig macht, nicht
nur für die Nutzer.
Seit mehr als ȓȖ Jahren bieten Sacred Steel eine trendfreie Alternative zu aufgeblasenem EpicɞMetal und langweiligen Klischeesounds
Sacred Steel sind sich selbst immer treu gebliebenɎ haben ihren traditionellen Stil immer wieder neu erfunden und einige hochgelobte Klassiker veröffentlicht
Die Verbindung von Musik mit Geschichten, Gefühlen und Situationen ist für Kugelmann essenziell. Vor allem aber spielt und komponiert er mit betörender Energie, und es gelingt ihm wie keinem anderen deutschen Kontrabassisten der Gen-Z-Generation, sein Instrument zur Front-Figur seiner Musik zu machen. "Life Score" präsentiert neun Geschichten, in klaren, präsenten Melodien, im groovenden, fl ießenden Rhythmus eines homogen klingenden Trios und auch in der Natürlichkeit melodischer Musik.
Web Web mit ihrem sechsten Album in sieben Jahren und mit einem neuen Touch. Mehr psychedelisch, mitunter krautiger als zuvor.
Dazu haben sich WEB WEB diesmal (wieder) in Originalbesetzung (ohne Max Herre) einen besonderen Gast ausgesucht: JJ Whitefield (The Poets Of Rhythm / Karl Hector & The Malcouns / Syrup), der den fantastischen Gitarrensound beisteuert. Seine Riffs sind manchmal funky wie bei den Poets Of Rhythm oder Syrup, oder psychedelischer wie bei Karl Hector & The Malcouns oder seinen vielen Live- und Studioaufnahmen mit Embryo. Die Soundfarbe seiner Gitarre gibt dem Album den Schub in die wunderbare Atmosphäre spaciger Jazz-Kraut Bands der Siebziger. Das Konzept des Albums sollte das exakte Gegenteil zum vorigen WEB MAX Album (WEB MAX II) darstellen: Wieder zurück zu den (WEB WEB-) Wurzeln, mit spontanen, improvisierten Stücken, Fragmenten, Ideen, die größtmögliche Freiheit und Live Spirit bedeuten. Und genauso unvorhersehbar und improvisiert war auch die Idee, JJ Whitefield mit ins Boot zu holen: Einen Tag vor der Session dachte sich Roberto Di Gioia: "JJ und ich leben seit jeher in München. Wir sind uns aber leider nie wirklich über den Weg gelaufen. Ich bin ein großer Bewunderer seiner Kunst, seiner Musik, seiner Art zu spielen. Er ist so inspirierend, weil er keine Kompromisse eingeht. Er spielt auf seine so eigene Art und Weise, er ist keine Kopie von irgendwem und irgendwas."
Die 14 Kompositionen entstanden an zwei Tagen, aufgenommen von Jan Krause (Beanfield) in München. Die energetische Live-Session ging über zweimal 10 Stunden, und alle - Roberto Di Gioia (Rhodes, Fender Precision Bass, Moog, Mellotron, Percussion), Christian von Kaphengst (Fender Precision Bass, Rhodes), Peter Gall (Drums, Percussion, Fender Rhodes), Tony Lakatos (Tenorsaxophon, Querflöte) - waren bis ins Mark "on fire". Dabei wechselten die Musiker die Instrumente, um einen vollkommen anderen Gesamtklang zu erzeugen: Kaphengst am Fender Rhodes klingt anders als Roberto, sein Spiel hat einen anderen harmonischen Aufbau, und Roberto am Bass kennt man von zahlreichen Max Herre Aufnahmen, oder von Till Brönners Album "Till Brönner", und natürlich auch bei dem von ihm produzierten "Let Yourself Be Loved" von Joy Denalane, das auf Motown Records erschienen ist.
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Knapp zwei Jahre nachdem Pearl Jam ihr Album „Gigaton“ veröffentlichten, erschien d iesen F ebruar das langersehnte dritte Studioalbum von Pearl Jam Frontmann Eddie Vedder: „Earthling“. Nun ist das Warten endlich vorbei - das Album erscheint jetzt endlich auch als schwarze Standard LP und Deluxe CD!
Neben dem Song „Long Way“ gibt auch „Brother The Cloud”, ein Tribut an den verstorbenen Chris Cornell von Soundgarden, emotionale und musikalische Einblicke in das Album, welches auf das 2011 erschienene ”Ukulele Songs” folgte. Die Produktion von „Earthling“ übernahm Andrew Watt, gemeinsam mit PJ-Tourmitglied Josh Klinghoffer, Bassist Pino Palladino, Multiinstrumentalist Glen Hansard und dem Red-Hot-Chili-Peppers-Schlagzeuger Chad Smith. Die Aufnahmen für das Album fanden in Watts Studio
in Beverly Hills statt.
Rot/grünes Vinyl, limitiert auf 300 Exemplare. RULAMAN steht für schwebende, psychedelische Klangteppiche, gewoben aus einem erdigen und analogen Sound. 2015 gegründet, gelang es ihnen unter dem Namen `TheHace' schnell lokale Erfolge zu feiern. Damals noch als Quartett unterwegs spielten sie überall, wo sie konnten -wobei das Publikum ständig wuchs. Nach zwei Jahre des Schaffens, Dichten und Texten steht das zweite Album DEATH WHISTLE in den Startlöchern. Der aktuelle Sound zeigt sich im düsteren Gewand, vereint dabei sowohl Doom als auch Stoner und klassischen Rock. Schwere Riffs, leicht im Ohr, brachiale Bässe gefolgt von tänzelnden Percussions. Textlich erkunden RULAMAN die Abgründe des menschlichen Daseins und die Verlockungen falscher Versprechen. Auf der Suche nach Glück und Zugehörigkeit, klingen die Versprechen skrupelloser Sekten und Kulte nur allzu verlockend. Alles, was man für wahr hält wird in Frage gestellt. Kenne ich mich? Kenne ich wirklich die Menschen um mich herum? Ist es nicht einfacher sich gänzlich dem Gemeinwohl aufzuopfern und sich selbst aufzugeben? Bis der Geist und alles drum herum ausgetrocknet ist.
Exklusive Neuauflage des Debütalbums 'Before I Get To Rest' der schwedischen Melodic-Deather Thermality. Klingt wie In Flames, Children of Bodom, Amon Amarth, At The Gates oder Arch Enemy.
(Limited Edition 180-gram gatefold LP+12I vinyl, remastered for 2024) Plague & Pain and Pleasure fully remastered and explosive re-release of the Album Plague and the Maxi single Pain & Pleasure by The Klinik in a double album gatefold sleeve.
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Das erste Livealbum von JOSH. wurde am 7. November 2024 in der mit 11.000 Besuchern vollen Wiener Stadthalle aufgenommen. Der Abend war nicht nur ein Heimspiel für den mehrfachen Amadeus-Preisträger sondern auch der Abschluß eines immens erfolgreichen Livejahres, das JOSH. und seine Band quer durch Österreich und Deutschland geführt hat. Unter den zehn Songs des Abends, die es hier zu hören gibt, sind nicht nur die großen Hits wie „Expresso & Tschianti“ oder „Cordula Grün“ zu hören sondern auch akustische Versionen von „Alles klingt nach Dir“, „Ring in der Hand“ und „Melodie verlorn“, bei denen JOSH. und Band von der Vienna Stringforce begleitet wurden. Diese Versionen gibt es hier erstmalig auch auf einem Album zu hören.
Kaum hatte Stella Chronopoulou mit dem Schreiben von Adagio, ihrem fünften Album als Σtella, begonnen, wusste sie, dass die Zeit endlich gekommen war, um in ihrer Muttersprache Griechisch zu singen. Es wäre eine Premiere. Sie begann mit dem Album fast zufällig im Jahr 2019, während einer 11-stündigen Bootsfahrt zur Insel Anafi. Σtella hatte kürzlich eine persönliche Krise durchgemacht und brauchte eine Pause von zu Hause. Auf der Fähre zückte sie ihr Handy, während das Boot durch das Mittelmeer glitt, und begann mit einer einfachen Melodie, aus der sie nach und nach ein grobes Instrumentalstück zusammensetzte.
Als psychedelische Keyboards über stakkatohaften Drums flimmerten und schwankten, suggerierte der Track ein tiefes Ausatmen, als ob Σtella lange überflüssigen Ballast loslassen würde. Für eine Weile legte sie das Instrumentalstück beiseite. Sie war noch nicht so weit und hatte es auch nicht eilig. ?tella ist schließlich in einer langsamen Umgebung aufgewachsen. In ihrer Jugend in einem relativ ländlichen Vorort von Athen, Griechenland, spielten sie und ihre Freunde ungehindert auf leeren Straßen, machten sich keine Gedanken über Autos oder Genehmigungen, und das Leben fühlte sich einfach an. Doch in den letzten zehn Jahren ist das Leben von Σtella, die jetzt im Herzen von Athen lebt, immer geschäftiger geworden. Mit drei anspruchsvollen, verspielten und mit internationalem Elan vorgetragenen Pop-Alben ist sie zu einem der beliebtesten Musikexporte des modernen Griechenlands geworden.
Nach ihrem Sub Pop-Debüt Up and Away im Jahr 2022 überschritt sie die Marke von drei Millionen monatlichen Spotify-Hörern. Dieser Erfolg war ein Segen, aber Σtella sehnte sich manchmal nach dem langsameren Tempo ihrer Jugend. Diese Sehnsucht ist der rote Faden, der ihr fünftes Album, das bezaubernde Adagio, locker zusammenhält. Der Name leitet sich von dem Begriff für Musik ab, die langsam gespielt werden soll, Adagio ist dabei ein Pop-Album, das sich wie eine warme Decke anfühlt; es umhüllt seine Hörer mit nylonbesaiteten Gitarren, federleichter Percussion, psychedelischen Keyboards und Stakkato-Schlagzeug.
Geschrieben und aufgenommen über einen Zeitraum von fünf Jahren mit einem Konsortium von internationalen Kollaborateuren, darunter Rafael Cohen von !!! und der britische Songwriter Gabriel Stebbing, ist Adagio eine 27-minütige Meditation über Liebe und Sehnsucht, Ruhe und Zeit. Obwohl der Großteil des Albums auf Englisch gesungen ist, wie alle ihre Alben, wartet Σtella auch mit ihren ersten beiden Songs auf Griechisch auf: „Omorfo Mou“ und eine Coverversion eines griechischen Kultklassikers von 1969, „Ta Vimata“ von Litsa Sakellariou. Es ist ein Zeichen des Selbstbewusstseins, das diese zarten und verliebten kleinen Stücke ausstrahlen. Von Anfang bis Ende klingt Σtella auf Adagio entspannter und wohler als je zuvor. Diese bezaubernden Songs werden ihre Karriere nicht bremsen oder ihr den Wunsch des Titeltracks erfüllen, aber für eine halbe Stunde lockert die Zeit ihren Griff, auch auch wenn sie nicht langsamer wird.
Wie Hip-Hop nach Hamburg kam
Die Compilation ist als Zeitreise zu den Anfängen der Hamburger Hip-Hop-Kultur konzipiert und umfasst über 100 weitgehend unveröffentlichte Songs und Skits. Begleitet wird das Triple-Vinyl von einem 96-seitigen Booklet, das von den frühen Jahren von Hip-Hop, Rap und DJing in Hamburg erzählt. Präsentiert wird das Werk von den Herausgebern des Buchs und den Kuratoren der Museumsausstellung EINE STADT WIRD BUNT.
Kennt eigentlich noch jemand Easy Business? Was wie ein Ratgeber Video auf YouTube klingt, ist der Name einer der ersten Hamburger Rap-Gruppen. Die vierköpfige Formation aus Steilshoop gründete sich schon in den späten 1980er Jahren und begann bald erste englischsprachige Texte zu schreiben. 1989 nahmen sie gemeinsam mit Mario von Hacht den Song „Money“ in einem Jenfelder Jugendzentrum auf.
Als House-Produzent verfügte Von Hacht über ein vergleichsweise schon recht ansehnliches Produktions-Equipment. Selbst die legendäre Roland TR-808, analoger Drumcomputer und Allzweckwaffe von Hip-Hop-Produzenten, war bereits 1989 Teil seines Maschinenparks. Nur hatte er sie eben nicht für Rap genutzt – bis Easy Business anklopften. Und so öffnete ein Musik-Nerd und Technik-Freak dem Hip-Hop eine Tür in Hamburg. Von Hachts Offenheit für den neuen Musikstil sollte sich auszahlen: 1995 produzierte er mit „Nordisch by Nature“ den ersten Chartstürmer von Fettes Brot.
Es sind Geschichten wie diese aus der Gründerzeit des Rap in Hamburg, um die sich die 3-Vinyl-Compilation EINE STADT WIRD BUNT dreht. Unter den über 100 Songs und Skits aus den frühen Jahren des Rap in Hamburg finden sich neben dem Song „Money“ von Easy Business auch ein Mitschnitt eines Auftritts der Gruppe in der Fabrik im Mai 1991.
Von frühen Aufnahmen von MC Africa True, der später unter dem Namen Nana einige Hits landen würde, bis zu den Britcore-Veteranen von Readykill, von 2 Ruff, deren Mitglied Simple Simon zu den ersten Hip-Hop-Produzenten der Stadt gehörte, bis zu den Reim Banditen, die als eine der ersten hiesigen Bands mit einem Majorlabel-Vertrag als Hamburger Antwort auf die Fantastischen Vier positioniert werden sollten, vereint das Triple-Vinyl eine einzigartige Sammlung musikhistorischer Zeitdokumente. In Kombination mit dem begleitenden Booklet vermitteln sie ein authentisches – und überaus unterhaltsames – Bild von den Anfängen des Rap in Hamburg.
Nach dem preisgekrönten, 2021 erschienenen Buch „EINE STADT WIRD BUNT. Hamburg Graffiti History 1980-1999“ und der gleichnamigen Ausstellung, die bis Anfang Januar 2024, als eine der erfolgreichsten aller Zeiten, im Museum für Hamburgische Geschichte gezeigt wurde, folgt mit der Compilation nun also eine weitere Dokumentation Hamburger Subkultur Geschichte der 1980er und 1990er Jahre. Im Fokus diesmal: die Pioniere des Rap in der Hansestadt.
Zum Team hinter dem Triple-Vinyl gehören neben den vier Herausgebern von EINE STADT WIRD BUNT. Oliver Nebel, Frank Petering, Mirko Reisser und Andreas Timm drei ausgewiesene Kenner der deutschen Hip-Hop-Szene. Oliver Herbst, einst DJ der Hip-Hop-Band City Nord, betreibt heute ein Musiklabel, auf dem die Platte erscheint, und konnte im Zuge der Recherche an viele alte Kontakte anknüpfen. Ebenfalls mit an Bord: der langjährige Chefredakteur des Hip-Hop-Magazins Backspin Dennis Kraus und der Musikjournalist und Moderator Falk Schacht.
Über einen Zeitraum von über zwei Jahren hinweg hat sich das Team auf Recherche begeben. Sie nahmen Kontakt zu Bands, Rapper*innen, DJs und Produzenten auf, die in den 1980er und 1990er Jahren in und um Hamburg aktiv waren. Sie sichteten und archivierten unzählige Stunden von Radio-Shows, Tapes, Demo-DATs und Live-Mitschnitten und führten Interviews mit Hip-Hop-Pionieren aus der Hansestadt. „Unser Ziel war es, ein kaum beleuchtetes Kapitel Hamburger Subkulturgeschichte zu erzählen“, sagt Mirko Reisser.
Begleitet werden die Platten deshalb von einem rund 80-seitigen, reich bebilderten Booklet im Vinyl-Format, das in aufwändig recherchierten Texten nachzeichnet, wie der neue Musikstil ab Mitte der 1980er Jahre in Hamburg langsam heimisch wurde. Zu den zentralen Themen dieser Erzählung gehört die Abwesenheit von technischem Equipment – und der Umgang der jungen Szene mit diesem Mangel.
Ein Vierspur Kassettenrekorder musste für die ersten Aufnahmen im Kinderzimmer reichen. Und wer DJ werden wollte, übte Scratchen mit dem Plattenspieler der Eltern. Anders als heute, wo man mit einem Smartphone in der Hand theoretisch ein Millionenpublikum erreichen kann, stellte die Aufnahmetechnik damals eine große Hürde dar. Wer jedoch über die technischen Voraussetzungen verfügte, Songs aufzunehmen, wurde schnell zur Anlaufstelle für die junge Rap-Szene.
Parallel zu dieser Ära der Technik-Autodidakten, öffneten die Rapper*innen der frühen 1990er Jahre ebenfalls ein Fenster in eine neue Welt: Indem sie anfingen, auf Deutsch zu rappen, grenzten sie sich bewusst von den amerikanischen Vorbildern ab und schufen ein ganz neues Selbstbewusstsein der jungen Subkultur. Und ganz nebenbei auch ein ganz neues Bewusstsein für die Möglichkeiten der deutschen Sprache. „Hier wurde etwas gänzlich Neues erschaffen“, sagt Oliver Herbst.
Viele Künstler, die auf der Compilation vertreten sind, dürften heute nur noch echten Hip-Hop-Nerds bekannt sein. Doch es finden sich auch bekannte Namen auf der Tracklist. Jan Eißfeldt etwa, der heute solo als Jan Delay oder als Teil der Beginner Konzerthallen füllt. Oder Fettes Brot, die von einem Hip-Hop-Trio aus dem Hamburger Umland zu einer der erfolgreichsten deutschen Popbands der Gegenwart heranwuchsen. Oder Deichkind, die zu einem massentauglichen Universal Kunstprojekt avanciert sind.
Wie schon das gleichnamige Buch und die Museumsausstellung, so blickt auch die Compilation EINE STADT WIRD BUNT. hinter die Kulissen einer jungen Subkultur – und erzählt parallel spannende Kapitel Musik-, Technik- und Stadtgeschichte aus der Hip-Hop-Hochburg an der Elbe.
INTERPRETEN
Fettes Brot, Absolute Beginner, Deichkind, Das Bo, Ferris MC, Mr. Schnabel, Sleepwalker, Kastrierte Philosophen, Mellow Mark, David Fascher, Easy Business, Reim Banditen, Readykill, TobiTob, I.L.L. Will, City Nord, MK Cram (Poets of Peeze), Dialektik, 2 Ruff, Nina, Flashmaster Ray, Dennis Deutschland, 2BIAS, MC Africa True alias Nana, Vers Chaoten, Die Erstausgabe, THC (Ter Hartchor), R.A.F. (Reimende Antifaschisten), Direkt Aktion, Fogmoor, Syren, Mental Disorda (Crime Code Barets), Dennis the Menace, Selma, 08/15, Hamburg Royal, Skunk Funk, B-Low, Gizmo, AJ, SMG, Phantom Black, Leon Le Pro alias EL’OMC, Paolo 77, Monti, Hanseknaller, Schlechta Umgang u.v.a.
ZITATE VON
André Luth, Jan Eißfeldt, Mathias Arfmann, Ale Dumbsky, David Fascher, Fatih Akin, Carsten Bohn, Schiffmeister (Björn Beton), Pasha Kamber (DJ MPK), Boris Ekambi, Sleepwalker, Mr. Schnabel, Nana Abrokwa, Simon Vegas u.a.
PRODUCER
Mario von Hacht (Super Mario), Sleepwalker, B-Base, Bubblez, TobiTob, X-Ray, Simple Simon
Die schwedische Rock-Band Spiders präsentiert ihren neuen Longplayer 'Sharp Objects'! Wie bei ihren früheren Veröffentlichungen ist der Sound von Spiders tief im klassischen Rock'n'Roll verwurzelt. 'Sharp Objects' bietet jedoch etwas Neues, indem es Einflüsse aus der New-Wave- und Garage-Rock-Szene der frühen 80er Jahre einfließen lässt. Klingt wie Blondie, Dead Boys, The Hellacopters oder Bikini Kill.
Genau genommen stammt die Idee zu Who Believes In Angels? von drei befreundeten Musiker:innen:
Neben Elton John und der 11-fachen GRAMMY-Gewinnerin Brandi Carlile aus dem US-Staat Washington
war auch der vielfach preisgekrönte US-Produzent und Songwriter Andrew Watt (zweifacher GRAMMYGewinner) von Anfang an am kreativen Prozess beteiligt. Ihre Vision war eine echte Zusammenarbeit: Sie
wollten einen Longplayer aufnehmen, der ein echtes Gemeinschaftsprojekt ist, der durch und durch auf den
Faktor Kollaboration setzt. Konkret schwebte ihnen ein Mix aus Stücken vor, bei denen mal Elton, mal
Brandi am Mikrofon den Ton angeben sollte, wobei die Songtexte sowohl von Brandi als auch von Eltons
angestammtem Kreativpartner Bernie Taupin stammen sollten. Als Produzent und Co-Songwriter kam
obendrein Andrew Watt ins Spiel, dem als kreatives Bindeglied und Vermittler eine zentrale Rolle zukam.
Schon im Oktober 2023 kamen sie alle in den Sunset Sound Studios in Los Angeles zusammen, und nach 20
Tagen war schließlich alles im Kasten. Unterstützung bekamen sie dabei von weiteren Weltklasse-Musikern
– u.a. von Chad Smith (Red Hot Chili Peppers), Pino Palladino (Nine Inch Nails, Gary Numan, David
Gilmour) und Josh Klinghoffer (Pearl Jam, Beck).
Erhältlich als CD I LP I CD Box (CD & DVD & Aufklappbare Box)
Millionen Klicks auf YouTube, diverse Ligen und eine leidenschaftliche Fanszene sind der Beweis: Battlerap, die Kunst der Beleidigung, ist eine der lebendigsten Subkulturen überhaupt. Rafael Schmauch, aka Papi Schlauch, erzählt nun erstmals die Geschichte des deutschen Battlerap - von den Anfängen bei "Feuer über Deutschland" über die Hype-Jahre bei "Rap am Mittwoch" bis zur eingeschworenen Szene heute. Mitreißend und ganz dicht an den Protagonist:innen beleuchtet er ikonische Battles, legendäre Rivalitäten und skandalträchtige Begegnungen. Mit dem Wissen eines Insiders seziert Schmauch zudem das Handwerk der Beleidigungskunst. Er erklärt, welche Rolle der richtige Angle, die Performance und die Crowd spielen und wodurch ein Battle zu einem Instant Classic wird. Und geht damit der Frage auf den Grund, weshalb das Spektakel der verbalen Erniedrigung uns so in seinen Bann zieht!
Genau genommen stammt die Idee zu Who Believes In Angels? von drei befreundeten Musiker:innen:
Neben Elton John und der 11-fachen GRAMMY-Gewinnerin Brandi Carlile aus dem US-Staat Washington
war auch der vielfach preisgekrönte US-Produzent und Songwriter Andrew Watt (zweifacher GRAMMYGewinner) von Anfang an am kreativen Prozess beteiligt. Ihre Vision war eine echte Zusammenarbeit: Sie
wollten einen Longplayer aufnehmen, der ein echtes Gemeinschaftsprojekt ist, der durch und durch auf den
Faktor Kollaboration setzt. Konkret schwebte ihnen ein Mix aus Stücken vor, bei denen mal Elton, mal
Brandi am Mikrofon den Ton angeben sollte, wobei die Songtexte sowohl von Brandi als auch von Eltons
angestammtem Kreativpartner Bernie Taupin stammen sollten. Als Produzent und Co-Songwriter kam
obendrein Andrew Watt ins Spiel, dem als kreatives Bindeglied und Vermittler eine zentrale Rolle zukam.
Schon im Oktober 2023 kamen sie alle in den Sunset Sound Studios in Los Angeles zusammen, und nach 20
Tagen war schließlich alles im Kasten. Unterstützung bekamen sie dabei von weiteren Weltklasse-Musikern
– u.a. von Chad Smith (Red Hot Chili Peppers), Pino Palladino (Nine Inch Nails, Gary Numan, David
Gilmour) und Josh Klinghoffer (Pearl Jam, Beck).
Erhältlich als CD I LP I CD Box (CD & DVD & Aufklappbare Box)