Deerhoof haben sich schon vor langer Zeit als eine der großartigsten Rockgruppen des Planeten etabliert - wer das für übertrieben hält, hat noch nicht genug Zeit damit verbracht, Deerhoof zu hören - das wahnsinnig erfinderische Quartett behandelt jedes seiner neuen Alben als eine Gelegenheit zur kreativen Wiedergeburt. Und doch sind sie irgendwie auch zutiefst zuverlässig, eine seltsame, aber wahre Beschreibung für eine Band, die so kreativ rastlos ist. Man weiß nie, wie ein neues Deerhoof-Album klingen wird, außer dass es immer nach Deerhoof klingen wird. Die Band wird durch solche Paradoxien definiert, wie "Noble and Godlike in Ruin" erneut bestätigt. Ihr neuestes Album ist entweder ein Porträt einer Welt, die in monströsen Hass, Entmenschlichung und Dollarzeichen abgleitet, oder ein eindringliches Selbstporträt der Band als Monster: ein intelligentes, sensibles, hybrides Wesen, das unermüdlich von Liebe singt, sich aber zunehmend von dieser Welt entfremdet. Die Musik ist fröhlich und ahnungsvoll, kybernetisch und zutiefst menschlich, alles zugleich. Streicher, die an avantgardistische Kammermusik und klassische Horrorfilm-Soundtracks erinnern, prallen auf Gitarren- und Basslinien. Das Schlagzeug ist manchmal gefiltert und klingt fast elektronisch, aber kein Computer könnte einen so funkigen und dynamischen Rhythmus erzeugen, bei dem jede winzige Variation von einem Snare-Schlag zum nächsten Welten der Möglichkeiten vermittelt. An der Spitze steht die unnachahmliche Altstimme von Satomi Matsuzaki. Eine Stimme der Einsamkeit, deren schlichte Ruhe seltsam außerhalb des Mahlstroms der Band zu stehen scheint, zu dem sie mit ihren zackig-präzisen Bassläufen selbst beiträgt. Als Einwanderin der ersten Generation in den USA hat sie nie versucht, ihren japanischen Akzent oder ihre Karaoke-esken Vortrag zu verbergen. Auf "Noble und Godlike in Ruin" wirkt dies abwechselnd als Ausdruck von Einsamkeit und als kühle Provokation gegenüber Systemen der Unterdrückung und Kontrolle. ,Kindness is all I needed from you", singt sie auf dem epischen Albumabschluss ,Immigrant Songs`. ,But you think we're in your house." Nicht lange danach explodiert der Song, sein eng gewickelter Art-Pop macht Platz für mehrere Minuten heulenden Lärm. Auch wenn das Thema düster sein mag - wie könnte es anders sein - tragen die Songs trotzigen Optimismus in ihrer Weigerung, sich den Konventionen oder überlieferten Weisheiten zu beugen. Da ist diese berühmte Zeile von Dylan Thomas über das Wüten gegen das Sterben des Lichts: "Noble and Godlike in Ruin" fühlt sich ein wenig so an. Die Welt mag untergehen, aber Deerhoof gehen schwungvoll unter.
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Ein Album zum Schlafen und Wachen, zum Gehen und Fahren, zum Jagen und Fischen, zum Herumlungern vor einer Raststätte in der verwunschenen Tundra. In Fahrstühlen okay, zum Abendessen nicht so toll. Auf Caveman Wakes Up, dem neuen Album von Friendship und ihrem zweiten für Merge Records, wird die historisch weit gefasste Definition von Country-Musik noch weiter gefasst. Shambolische Gitarren werden durch Flötenpads ausgeglichen, trübe Poesie trifft auf eine Motown-Rhythmusgruppe, ein Song über Jerry Garcia und die First Lady Betty Ford wird mit einem Schlagzeugsolo ausgeblendet, als käme Talk Talk aus einem schmuddeligen Keller in Philadelphia und würde von James Tate gespielt. Der zerklüftete Bariton des Songwriters Dan Wriggins schneidet durch elf düstere, wirbelnde Country-Rock-Songs mit tiefgründiger lyrischer Substanz und Aufrichtigkeit. Wie ein Wecker, der am Rande eines Traums eingebaut ist, gehört "Caveman Wakes Up" gleichermaßen zum bewussten und zum unterbewussten Verstand, voller Hintergründe, durchdrungen von Referenzen und Experimenten, beiläufig und als düstere Warnung vorgetragen und vor allem der kreativen Seele der Musik gewidmet. Im Laufe der Jahre hat sich diese Hingabe ausgezahlt. Friendship ist zu einer Art umgekehrter Supergroup geworden, in der die Band selbst und jedes einzelne Mitglied im Zentrum einer zunehmend prominenten Szene junger Folk- und Country-Musiker und Songwriter steht. Der Schlagzeuger Michael Cormier O'Leary leitet das Instrumentalkollektiv Hour und betreibt zusammen mit dem Bassisten Jon Samuels das Label Dear Life Records, das Freunde und Kollegen beherbergt, die Friendship zu einem wichtigen Einfluss zählen, darunter MJ Lenderman, Florry, und Fust. (Samuels spielt auch die Leadgitarre bei MJ Lenderman and the Wind). Die Band 2nd Grade des Gitarristen Peter Gill ist ebenfalls aktiv und macht zahlreiche Aufnahmen. Wriggins begann mit dem Schreiben der Songs von "Caveman Wakes Up" auf einer verstimmten klassischen Gitarre von Lenderman und beendete es auf einem kaum gestimmten Klavier in einer Wohnung, die er mit G DeGroot von Sadurn teilte. Im Sommer 2023 hatte Wriggins gerade den Iowa Writers' Workshop verlassen, wo seine Liebe zur Poesie und sein Misstrauen gegenüber der akademischen Poesiewelt gleichzeitig wuchsen. Eine Beziehung ging in die Brüche, und Wriggins übernachtete mehrere Wochen in North Carolina im Haus von Lenderman und Karly Hartzman (von Wednesday ), wo er die ersten Demos von "Resident Evil", "All Over the World" und "Love Vape" aufnahm. Wriggins kehrte nach Philadelphia zurück, und die Band machte sich an die Arbeit, um neue Ideen zu entwickeln. Schließlich nahmen sie das Album in fünf Tagen mit Tontechniker Jeff Ziegler (Mary Lattimore, War On Drugs) auf, den Gesang mit Bradford Kreiger, dem Techniker von Love the Stranger. Orgel, Geige (Jason Calhoun) und Flöte (Adelyn Strei) wurden von Lucas Knapp in einer Kirche in West Philadelphia aufgenommen. Textlich bewegt sich "Caveman Wakes Up" auf vertrautem Friendship Terrain - das Heilige wird profaniert und das Profane geheiligt. "Caveman Wakes Up" zeigt Friendships besonderes Genie für visionäre Arrangements, die über Generationen hinweg dem Folk-Rock-Kanon von Neil Young, Joni Mitchell und Emmylou Harris ebenso verpflichtet sind wie Indie-Größen wie Yo La Tengo und den Merge-Labelkollegen Lambchop oder Zeitgenossen wie Lomelda und ML Buch. Mehrere der Songs verwenden Fade-Outs, die im Text von "Love Vape" scherzhaft erwähnt werden, und es gibt andere Elemente, die von Motown und 70er-Jahre-Balladen übernommen wurden: festgefahrene Schlagzeugmuster, Bassintervalle, gefühlvolle Streicherarrangements. Jede Referenz wird über das Genre hinausgeschoben, verwirbelt und wiederholt, zu etwas Neuem, das eindeutig zum Friendship-Sound gehört. Bei "Free Association", "Artex" und "Wildwood in January" ist der Groove so festgelegt, dass andere Klänge nahtlos kommen und gehen können: Mellotron-Flächen, Klavierwirbel und -stiche und klare Gitarrenmelodien, wimmelnde Texturen, die sich als Einheit tarnen. "Caveman Wakes Up" das bisher am weitesten fortgeschrittene Werk von Friendship, ein weiterer Beweis für die Hingabe und Sorgfalt der Band.
"Kunst zu kreieren ist für mich ein ständiger Kampf den Fokus zu behalten; denn wir leben in einer Zeit voller Unterbrechung und Zerrüttung, äußert sich die Tune-Yards Sängerin Merrill Garbus über ihr sechstes Album "Better Dreaming". Mit einer klaren Haltung zu Antifaschismus, Befreiung und Anderssein präsentiert das neue Album einige der eingängigsten und funkigsten Pop-Momente von Tune-Yards bisher - und ja, tanzen kann man dazu auch. Die Songs entstanden für Garbus und ihren Bandkollegen und Partner Nate Brenner mit ungewöhnlicher Leichtigkeit - sie ließen die Musik einfach fließen und folgten jeder kreativen Spur, die sich ergab. Nach der Isolation in der Pandemie und der langen Pause von Tourneen und Live-Shows war das Bedürfnis, sich von Musik bewegen zu lassen, stärker denn je. Auch die einzigartige Erfahrung, ein menschliches Wesen heranwachsen zu sehen, prägte den Entstehungsprozess. Ihr gemeinsames Kind, heute drei Jahre alt, ist auf dem Song "Limelight" zu hören - ein Song, der aus gemeinsamen Tanzmomenten zur Musik von George Clinton entstand. Die Songs wurden als Duo aufgenommen und basieren - mit einer Ausnahme - auf Merrills Drum-Loops und Rhythmusstrukturen, ähnlich wie auf ihren frühen Alben_Ç»"Bird-Brains"_Ç»und_Ç»"W H O K I L L". Der Opener_Ç»"Heartbreak"_Ç»baut riesige Vokalharmonien um einen druckvollen Beat aus Klicks, Pops, Samples und gedubbten Snares. Garbus besingt darin Herzschmerz als Antrieb, als Herausforderung - Zeilen wie "Watch me survive another heartbreak"_Ç»wirken wie ein Aufruf zum Weitermachen. Das treibende_Ç»"How Big is the Rainbow"_Ç»setzt auf Four-on-the-Floor-Rhythmus und versprüht Disco-House-Energie - mit der Atmosphäre eines queeren Club-Hits voller Strobo und Intensität. "Better Dreaming"_Ç»ist ein kraftvolles Manifest für Selbstliebe, kollektives Handeln, Befreiung auf der Tanzfläche sowie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Angesichts der Herausforderungen und Unsicherheiten der Gegenwart stellt sich Tune-Yards die Frage: Wie viel echte Energie und Freude lassen sich durch Musik überhaupt transportieren? Mit seinem mitreißenden, lebensbejahenden Art-Pop für eine Welt im Umbruch macht_Ç»"Better Dreaming"_Ç»genau das.
"Kunst zu kreieren ist für mich ein ständiger Kampf den Fokus zu behalten; denn wir leben in einer Zeit voller Unterbrechung und Zerrüttung, äußert sich die Tune-Yards Sängerin Merrill Garbus über ihr sechstes Album "Better Dreaming". Mit einer klaren Haltung zu Antifaschismus, Befreiung und Anderssein präsentiert das neue Album einige der eingängigsten und funkigsten Pop-Momente von Tune-Yards bisher - und ja, tanzen kann man dazu auch. Die Songs entstanden für Garbus und ihren Bandkollegen und Partner Nate Brenner mit ungewöhnlicher Leichtigkeit - sie ließen die Musik einfach fließen und folgten jeder kreativen Spur, die sich ergab. Nach der Isolation in der Pandemie und der langen Pause von Tourneen und Live-Shows war das Bedürfnis, sich von Musik bewegen zu lassen, stärker denn je. Auch die einzigartige Erfahrung, ein menschliches Wesen heranwachsen zu sehen, prägte den Entstehungsprozess. Ihr gemeinsames Kind, heute drei Jahre alt, ist auf dem Song "Limelight" zu hören - ein Song, der aus gemeinsamen Tanzmomenten zur Musik von George Clinton entstand. Die Songs wurden als Duo aufgenommen und basieren - mit einer Ausnahme - auf Merrills Drum-Loops und Rhythmusstrukturen, ähnlich wie auf ihren frühen Alben_Ç»"Bird-Brains"_Ç»und_Ç»"W H O K I L L". Der Opener_Ç»"Heartbreak"_Ç»baut riesige Vokalharmonien um einen druckvollen Beat aus Klicks, Pops, Samples und gedubbten Snares. Garbus besingt darin Herzschmerz als Antrieb, als Herausforderung - Zeilen wie "Watch me survive another heartbreak"_Ç»wirken wie ein Aufruf zum Weitermachen. Das treibende_Ç»"How Big is the Rainbow"_Ç»setzt auf Four-on-the-Floor-Rhythmus und versprüht Disco-House-Energie - mit der Atmosphäre eines queeren Club-Hits voller Strobo und Intensität. "Better Dreaming"_Ç»ist ein kraftvolles Manifest für Selbstliebe, kollektives Handeln, Befreiung auf der Tanzfläche sowie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Angesichts der Herausforderungen und Unsicherheiten der Gegenwart stellt sich Tune-Yards die Frage: Wie viel echte Energie und Freude lassen sich durch Musik überhaupt transportieren? Mit seinem mitreißenden, lebensbejahenden Art-Pop für eine Welt im Umbruch macht_Ç»"Better Dreaming"_Ç»genau das.
Mit ihrem siebten Studioalbum katapultiert die Berliner Band Kadavar ihren Sound in neue Dimensionen. Inspiriert von einem Zitat ihres Bassisten Simon 'Dragon' Bouteloup, „Ich will einfach nur ein Sound sein“, schaffen sie ein Manifest für Freiheit, Transformation und radikale Präsenz. Keine Konzepte, keine Grenzen: Das Album ist ein musikalisches Ritual des Übergangs, das sich nahtlos zwischen Rockhymnen, Balladen und epischen Momenten bewegt - immer voller Schwung und Veränderung.
Unterstützt von Produzent Max Rieger und begleitet von Gitarrist Jascha Kreft zelebrieren Kadavar die ewige Verwandlung des „Ewigen Jetzt“. Ein Soundtrack für die Widersprüche der Zeit, der alles hinter sich lässt, was nicht Musik ist - kraftvoll, verletzlich und immer bereit für einen Neuanfang. Es ist ein Liebesbrief an den Moment, an Berlin und an das Leben selbst - voller Liebe, Verlust, Narben und dem bittersüßen Gefühl der Vergänglichkeit. Kadavar laden uns ein, loszulassen und eins zu werden: mit der Musik, mit dem Jetzt, mit dem Klang.
Wie in einer Szene aus einem Traum stand Thor Harris auf einer überfüllten Bühne mit 13 Musikern: Er klopfte, zupfte, verbeugte sich und blies lyriklose Liebeslieder in ein großes Auditorium von 325 leuchtend roten Sitzen - ohne dass auch nur eine Seele darauf saß. Dies war die Entstehung von "Heathen Spirituals", das fünfte aufgenommene Werk von Harris' abenteuerlichem Ambient-Ensemble Thor & Friends und das erste, das einer himmlischen Wiederholung der Live-Auftritte der Gruppe aus Austin ähnelt. Es ist ein jahrhundertealtes Konzept: eine Platte in einer leeren Musikhalle aufzunehmen. Geleitet von Craig Ross (Patty Griffin, Spoon), einem unerschrockenen Produzenten und lebenslangen Mitarbeiter von Harris, wurde Thor & Friends zwei Tage lang verkabelt, um frei fließende meditative Stücke auf unverstärkten Orchesterinstrumenten im Jessen Auditorium, einem atemberaubenden Art-Déco-Relikt aus den frühen Tagen der Butler School of Music der University of Texas, einzuspielen. Thor Harris ist ein Handwerker, künstlerisch und anderweitig: Er ist Klempner-, Tischler- und Holzarbeiter. In musikalischen Zusammenhängen taucht sein Name oft in Verbindung mit den fünf Worten ,bekannt für seine Arbeit mit" auf, er war Mitglied der Avant-Rock-Götter SWANS und den Indie-Lieblingen Shearwater, aber auch an wichtigen Aufnahmen von Bill Callahan, Amanda Palmer, Devendra Banhart und Shahzad Ismaily beteiligt. In vielen Kreisen ist Harris auch dafür bekannt, dass er ein offenherziger Verfechter der psychischen Gesundheit ist mit einem teuflischen Sinn für Humor und einer Vorliebe für unterhaltsame soziale Kommentare (sein Lehrvideo ,How to Punch a Nazi" führte dazu, dass er im Jahr 2017 von Twitter verbannt wurde). "Heathen Spirituals", das am 16. Mai 2025 auf Joyful Noise Recordings erscheint, enthält drei Originalstücke mit einer Laufzeit von 35 Minuten. Die rhythmische Wiederholung der Eröffnungsséance ,Anne Sexton's Glasses" evoziert ein kognitives Crescendo, während das bezaubernde "Christmas Eve at the Wizard's House" ein Gefühl der Schwerelosigkeit hervorruft. Das krachende, von Chören begleitete ,Heathen Spiritual" rührt derweil ein wunderschönes Requiem für einen sterbenden Planeten an. In glorreicher Treue fangen die Sessions die instinktive Reinheit der Live-Auftritte von Thor & Friends ein.
NEKRODEUS wurde 2013 gegründet und begann mit einem Demo irgendwo zwischen Death Metal und Sludgecore. Die Band und ihre Musik haben sich über die Jahre ihrer Bandgeschichte immer weiter entwickelt. Die äußerst kreative Band befindet sich nun auf ihrem aktuellen künstlerischen Höhepunkt und verbindet gekonnt Musikgenres wie Black Metal, HC Punk, Death Metal und Grindcore. Sie blicken auf zwei Alben (,Moloch", ,Asbest"), eine EP (,Putrid Scent of Grave Perversion") und das Demo zurück, mit dem sie gestartet sind. In ihren gesellschaftskritischen Texten wird schnell klar, dass die vierköpfige Band etwas zu sagen hat. Die Band, bestehend aus Sebastian Lackner (Gitarre - auch Live-Mitglied von ELLENDE), Stefan Rindler (Gesang), Paul Färber (Schlagzeug - auch KARG & Live-Mitglied von ELLENDE und HARAKIRI FOR THE SKY) und Lukas Benedicic am Bass kann es kaum erwarten, euch musikalisch den Tag zu versüßen. ,Ruaß" ist ein sich wandelndes Fest des knusprigen Black Metal Punk, eine Kost aus roher Gewalt und stimmungsvoller Atmosphäre, die den Nerv zwischen deinem Reptilienhirn und deiner emotionalen Intelligenz kratzt, während sie mit ihren eigenen grobkantigen Zähnen zurückbeißt.
Mit ihrem siebten Studioalbum katapultiert die Berliner Band Kadavar ihren Sound in neue Dimensionen. Inspiriert von einem Zitat ihres Bassisten Simon 'Dragon' Bouteloup, „Ich will einfach nur ein Sound sein“, schaffen sie ein Manifest für Freiheit, Transformation und radikale Präsenz. Keine Konzepte, keine Grenzen: Das Album ist ein musikalisches Ritual des Übergangs, das sich nahtlos zwischen Rockhymnen, Balladen und epischen Momenten bewegt - immer voller Schwung und Veränderung.
Unterstützt von Produzent Max Rieger und begleitet von Gitarrist Jascha Kreft zelebrieren Kadavar die ewige Verwandlung des „Ewigen Jetzt“. Ein Soundtrack für die Widersprüche der Zeit, der alles hinter sich lässt, was nicht Musik ist - kraftvoll, verletzlich und immer bereit für einen Neuanfang. Es ist ein Liebesbrief an den Moment, an Berlin und an das Leben selbst - voller Liebe, Verlust, Narben und dem bittersüßen Gefühl der Vergänglichkeit. Kadavar laden uns ein, loszulassen und eins zu werden: mit der Musik, mit dem Jetzt, mit dem Klang.
An album for sleeping and waking, walking and driving, hunting and fishing, for loitering outside a roadhouse on the haunted tundra. Okay in elevators, not great for dinner. On Caveman Wakes Up, Friendship’s new album and second for Merge Records, the band’s historically capacious definition of country music grows wider still. Shambolic guitars are offset by flute pads, bleary poetry is set against a Motown rhythm section, a song about Jerry Garcia and First Lady Betty Ford fades out with a drum solo, like if Talk Talk came from a dingy Philadelphia basement and was fronted by James Tate. Songwriter Dan Wriggins’ ragged baritone cuts through eleven murky, swirling country-rock songs with profound lyrical substance and sincerity. Like an alarm clock incorporated into the edge of a dream, Caveman Wakes Up belongs equally to the conscious and subconscious mind, fraught with background, steeped in reference and experimentation, delivered casually and as a dire warning, dedicated, above all, to music’s creative soul. Over the years, dedication has paid off. Friendship has become a kind of reverse supergroup,
wherein the band itself and each individual member are located centrally in an increasingly prominent scene of young folk and country musicians and songwriters. Drummer Michael Cormier O’Leary leads the instrumental collective Hour and, along with bassist Jon Samuels, runs Dear Life Records, home to friends and peers who count Friendship as a major influence including MJ Lenderman, Florry, and Fust. (Samuels also plays lead guitar in MJ Lenderman and the Wind). Guitarist Peter Gill’s band 2nd Grade records prolifically. Wriggins began writing the songs of Caveman Wakes Up on a downtuned classical guitar of Lenderman’s and finished on a barely tuned piano in an apartment he shared with Sadurn’s G DeGroot.
In the summer of 2023, Wriggins had just left the Iowa Writers’ Workshop, where his love for poetry and mistrust for the academic poetry world grew in tandem. A relationship fell apart, and Wriggins crashed for several weeks at Lenderman and Wednesday’s Karly Hartzman’s home in North Carolina, where he recorded the first demos of “Resident Evil,” “All Over the World,” and “Love Vape.” Wriggins returned to Philadelphia, and the band got to work on new ideas, finally tracking the album in five days with engineer Jeff Ziegler (Mary Lattimore, War on Drugs). Wriggins recorded vocals with Love the Stranger engineer Bradford Kreiger, and organ, violin (Jason Calhoun), and flute (Adelyn Strei) were recorded by Lucas Knapp in a West Philadelphia church.
Mit 'Never/Know' melden sich The Kooks eindrucksvoll zurück - authentischer, energiegeladener und eingängiger denn je. Nach 18 Jahren Bandgeschichte und einem radikalen kreativen Neuanfang besinnt sich die britische Erfolgsband auf das, was sie am besten kann: großartige Songs mit Hymnenpotenzial, zwischen Indie-Nostalgie und neu entfachtem Selbstbewusstsein.
Das siebte Studioalbum überzeugt mit einer Mischung aus Spontaneität, Gefühl und klassischem Pop-Appeal - getragen von der Vision, „Liebe und Freude durch gut gespielte, gut geschriebene Musik“ zu transportieren. 'Never/Know' ist ein moderner Klassiker in bester The-Kooks-Manier - ein Muss für Fans und Neuentdecker gleichermaßen.
Aufgenommen in einem kreativen Ausnahmezustand voller Leichtigkeit, Experimentierfreude und kindlicher Spiellust, fangen The Kooks auf 'Never/Know' das ein, was sie einst so besonders machte - und gehen dabei gleichzeitig den nächsten Schritt. Kein glattpolierter Pop, sondern echte Emotion, verpackt in Songs, die sofort ins Ohr gehen.
Mit 'Never/Know' melden sich The Kooks eindrucksvoll zurück - authentischer, energiegeladener und eingängiger denn je. Nach 18 Jahren Bandgeschichte und einem radikalen kreativen Neuanfang besinnt sich die britische Erfolgsband auf das, was sie am besten kann: großartige Songs mit Hymnenpotenzial, zwischen Indie-Nostalgie und neu entfachtem Selbstbewusstsein.
Das siebte Studioalbum überzeugt mit einer Mischung aus Spontaneität, Gefühl und klassischem Pop-Appeal - getragen von der Vision, „Liebe und Freude durch gut gespielte, gut geschriebene Musik“ zu transportieren. 'Never/Know' ist ein moderner Klassiker in bester The-Kooks-Manier - ein Muss für Fans und Neuentdecker gleichermaßen.
Aufgenommen in einem kreativen Ausnahmezustand voller Leichtigkeit, Experimentierfreude und kindlicher Spiellust, fangen The Kooks auf 'Never/Know' das ein, was sie einst so besonders machte - und gehen dabei gleichzeitig den nächsten Schritt. Kein glattpolierter Pop, sondern echte Emotion, verpackt in Songs, die sofort ins Ohr gehen.
LEPER COLONY kreuzen den deutschen und schwedischen Death Metal Stil mit klassischen Einflüssen aus der US-Szene. Die Band entstand aus der langjährigen Freundschaft und der gemeinsamen Liebe zum Death Metal der alten Schule, die den deutschen Sänger Marc Grewe und den schwedischen Gitarristen Rogga Johansson dazu brachten, im Jahr 2020 ein gemeinsames Album zu produzieren. Das Duo holte sich CONSUMPTION-Schlagzeuger Jon Skäre und Lead-Gitarrist Kjetil Lyngahug (PAGANIZER) ins Boot, um das selbstbetitelte Debütalbum aufzunehmen, welches im Jahr 2023 veröffentlicht wurde. Das Werk wurde von Kritikern und Fans gleichermaßen positiv aufgenommen. Es wurde schnell klar, dass es sich bei LEPER COLONY keineswegs bloß um ein weiteres "Superprojekt" handelte, sondern dass eingefleischte Death Metal Fanatiker mit einer Vielzahl von frischen Ideen aufwarten. Marc Crewe hat sich als ehemaliger Frontmann von MORGOTH, und später mit INSIDIOUS DISEASE sowie ASINHELL einen klangvollen Namen in der Szene erworben. Gitarrist und Bassist Rogga Johansson prägte den schwedischen Death Metal in einer Reihe von Bands wie PAGANIZER, RIBSPREADER und REVOLTING entscheidend mit. WOMBBATH-Gitarrist Håkan Stuvemark übernahm mittlerweile die Leadgitarre und Jon Rudin wurde ebenfalls als neues Mitglied verpflichtet. Der britische Schlagzeuger ist unter anderem von MONSTROUS und DEAD SUN bekannt. Mit "Those of the Morbid" geben LEPER COLONOY allen Old School Death Metal Fans exakt das brutale und kompromisslose Album, auf das sie lange warten mussten!
Liebe existiert nicht isoliert - sie verweilt, verändert sich und taucht auf eine Weise auf, die wir nicht immer erwarten. So auch der 27-jährige Sänger, Songwriter und Multiinstrumentalist Brandon, der all das und mehr auf seinem Debütalbum „Before You Go“ erforscht, das am 9. Mai bei Secretly Canadian erscheint. „Before You Go“ ist eine grenzenlose Sammlung von Soul- und R&B-beeinflussten Alternative-Pop-Gitarrensongs. Heute stellt Brandon auch die Leadsingle „Right Back“ vor, ein gitarrengetriebener Alt-R&B-Song mit warmem Gesang und synkopierten Beats.
Brandon Joseph - einfach Brandon genannt - ist aus der reichhaltigen kreativen Landschaft Südkaliforniens mit einem Sound hervorgegangen, der eine Mischung aus unaufdringlicher Verletzlichkeit und genreübergreifendem Ehrgeiz darstellt. Brandon hat seine Stimme durch Ausprobieren, Beharrlichkeit und Visionen gefunden, und seine Songs tragen die Spuren seines Einfallsreichtums: Brandon hat sich das Gitarrenspiel selbst beigebracht, er spielt jedes Instrument auf praktisch jedem Track, und er hat sein Debüt nicht nur selbst produziert, sondern auch jeden Song selbst gemischt und die Harmonie in ihren unzähligen Schichten gefunden. Nach dem Erfolg der zwei EPs „Coming Clean“ und „Blush“ ist Brandons Debütalbum bei Secretly Canadian sowohl sehr persönlich als auch klanglich anspruchsvoll. Einige der Songs auf „Before You Go“, die er komplett in seinem Heimstudio geschrieben und aufgenommen hat, brüteten jahrelang vor sich hin, während Brandons Talent und Ressourcen den Visionen in seinem Kopf entsprachen. Eine erste Reise in die Heimat seiner Familie in Trinidad erwies sich ebenfalls als prägend. Dort wurde Brandons Weltanschauung entspannter und friedlicher, und seine Musik folgte ihm. „Ich habe gelernt, mir Zeit zu nehmen“, erklärt er, „das Leben anders zu betrachten und die Menschen nicht mehr nur aus dem Blickwinkel der Transaktion zu sehen“. Das Ergebnis ist eine Sammlung von Songs, die sich nicht davor scheuen, selbstbewusst und zurückhaltend zu sein. Die Leadsingle „Right Back“ verkörpert dies mit einer hellen, minimalen Akustikgitarre unter Brandons warmem, romantischem Gesang. Der Song beginnt als Kreuzung aus Folk und R&B (man denke an den frühen Frank Ocean oder Steve Lacy), aber er öffnet sich zu etwas Größerem - ein nach unten gerichteter, in Dur-Tonarten gehaltener Floater mit wehmütigem Text, einem federleichten, synkopierten Beat und einem unwiderstehlichen, hymnischen Gefühl. Brandon ist bekannt für seine magnetischen Auftritte an der Seite von Omar Apollo und Mac Ayres und seine gefühlvolle Stimme zementiert seinen Platz als einer der fesselndsten neuen Singer-Songwriter, die in den letzten Jahren aufgetaucht sind.
Lisa Wilhelms neues Album SO CLOSE erscheint am 9. Mai 2025 bei BERTHOLD records und bringt eine spannende Weiterentwicklung ihrer Musik. In Zusammenarbeit mit Lukas Wögler (Saxophon), Moritz Langmaier (Klavier), Franz Blumenthal (Bass) und Lisa Wilhelm (Komposition und Schlagzeug) kombiniert sie lyrischen Jazz mit verträumten Pop-Klängen. Das Album erweitert das ursprüngliche Jazz-Quartett um Gesangseinlagen von Mareike Riegert, Nate Dailey und Nico-Alexander Wilhelm sowie ein Streichquartett. Wilhelms Kompositionen sind tief von persönlichen Erlebnissen und literarischen Entdeckungen inspiriert. Die Reise von SO CLOSE führt die Hörer durch intime Erinnerungen und emotionale Momente, die in Klänge übersetzt werden. Lieder wie "Change the Game", geschrieben für ihren Bruder, sprechen von den Herausforderungen von Druck und Erfolg, während "Four Voices" die inneren Kämpfe junger Frauen thematisiert. Mit SO CLOSE setzt Wilhelm mehr auf arrangierte Kompositionen, während sie ihre jazzigen Wurzeln und improvisierten Elemente beibehält. Die Klanglandschaften des Albums, inspiriert von unerwarteten Begegnungen und Geschichten, bieten eine tiefgründige emotionale Reise, die Pop, Folk und Jazz vereint. SO CLOSE stellt Lisa Wilhelm als Komponistin und Schlagzeugerin auf ein neues kreatives Niveau und verspricht ein berührendes und vielschichtiges Hörerlebnis.
Wie so viele Coming-of-Age-Geschichten mit nachhaltigem Eindruck spielt das neue Album der Brooklyner Band Momma in einem bezaubernden und turbulenten Sommer. "Welcome To My Blue Sky" wurde mit der gesamten Band live im Studio aufgenommen und von Bandkollege Aron Kobayashi Ritch produziert. Mit Hilfe des Drummers Preston Fulks gelangen Momma 12 kraftvolle Songs, die die rohe Dringlichkeit des Rock mit den eindringlichen Melodien und straffen Arrangements des Pop kombinieren – eine Dynamik, die aus ihrem Engagement entstand, das direkteste Ventil für ihren emotionalen Ausdruck zu finden. Jeder Track ist zugleich geteilte Erinnerung, gemeinschaftlicher Erguss und fesselnder Reisebericht voller Selbstbewusstsein und Sensibilität. Das Ergebnis ist ein mutiger Sprung nach vorne für eine der kreativsten, kompromisslosesten und einzigartigsten Stimmen im Indie-Rock.
Die Band The Head And The Heart aus Seattle existiert seit 2009 und hat sich eine große Fangemeinde mit Songs zwischen melodischem Folk-Rock und Independent Music erarbeitet. In den USA und Kanada haben sie bislang 4 x Gold- und 11 x Platin erhalten.
Die Songs von The Head And The Heart sind eingängig, aber niemals banal, ihre Lyrics über wirkliche Menschen und Gefühle treffen ins Schwarze.
Nach sieben Alben und Jahren ermüdender Studio- und Live-Arbeit hatte sich die Band nach ihrem letzten Album 2022 eine kreative Pause verordnet. Mit neuer Frische, großartigen Songs und zum ersten Mal auf dem Verve-Forecast-Label starten sie jetzt mit dem achten Album „Aperture“ neu durch.
Make Some Noise" ist nicht nur Musik: Es ist eine Grundsatzerklärung. In einer Szene, die sich manchmal repetitiv und inzüchtig anfühlt, beschließt MDB, die Regeln zu brechen und mit Klängen und Genres zu experimentieren, die normalerweise nicht nebeneinander existieren. Von der Kraft des Flamencos und der Intensität des Metals bis hin zur Seele des Blues, der Sinnlichkeit des Souls, der Aufmüpfigkeit des Punks, der Kraft des primitiven Rockabilly und der Frische des Surf ist jeder Song ein Schrei. Dieses Album fängt den Geist und die Energie der Berliner Subkultur ein, Unterschiede werden umarmt und die Kreativität kennt keine Grenzen, die Inspiration, Stile zu mischen und Grenzen zu überschreiten. "Make Some Noise" ist eine Einladung, aus der Komfortzone herauszutreten, zu feiern und zu entdecken, dass in den Unterschieden die wahre Kraft der Musik liegt.
Once regarded as an up-and-comer to watch, it’s fair to say that the past eighteen months have seen Dutch DJ/producer and live artist Locklead establish himself as one of the most in-demand artists emerging onto the global house stage. From his collaborative ‘Across Boundaries’ with close friend Chris Stussy to music via Dungeon Meat, Pilot, and Up The Stuss, the Utrecht-based talent has set his stall and is showing no signs of slowing. Adding to a first outing on sister label LOCUS two years ago, April welcomes a big debut appearance on FUSE as head honcho Enzo Siragusa invites him to the label for the first time to release his latest EP, ‘Kemickal Affairs’.
Opening the record, A1 ‘Zero’s Delight’ is a funk-fulled and spacey ride armed with resonant chords and swirling leads, while ‘State of Peace’ is a blissful ride through rich yet driving house spheres and showcases the second of two heavily requested anthems that have been go-to records for the likes of Stussy and Siragusa over recent months. The flip sees title cut ‘Kemickal Affairs’ open the b-side with authority, as bumping kicks and slinking grooves go to work beneath swirling synth lines and hazy tones, before wrapping things up with more modulated goodness and off-kilter vocal snippets on the chunky and trippy ‘Morning Krew’ - expect this to come out to play in those weird and wonky early-hours afters!
DJ Feedback:
Laurent Garnier - Very cool Ep
Jamie Jones (Hot Creations / Paradise) - Feeling this.
Joseph Capriati (REDIMENSION) - nice, will try soon. thanks !
Seth Troxler (Circoloco / Lost Souls Of Saturn) - lov
Paul Woolford / Special Request - State Of Peace is a killer house record, lovely chords and groove, thanks!!
Der Dresdner Komponist und Produzent Sven Helbig kreierte anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs das Requiem A, das die Opfer des Krieges ehrt und ein tiefes Plädoyer für den Frieden darstellt. Requiem A vereint liturgische und neue Texte. Das ‘A’ im Titel steht für ‘Anfang’ und mahnt in poetischen Bildern zu Versöhnung und Neubeginn. „Aufbruch“, „Asche“ und „Atmen“ sind Schlüsselwörter in den Texten, die einen Weg aus der Trauer in das Leben suchen.
Die Uraufführung fand am 9. Februar 2025 in der Dresdner Kreuzkirche statt, aufgeführt vom Dresdner Kreuzchor, der Sächsischen Staatskapelle und dem gefeierten Bassbariton René Pape. Am 8. Mai, dem 80. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkrieges, wird das Werk auf dem Heldenplatz vor der Hofburg in Wien aufgeführt. Die Aufnahme erscheint am 9. Mai 2025 bei der Deutschen Grammophon. Dieses ergreifende Werk soll als universelle Botschaft der Erinnerung, der Versöhnung und des kulturellen Austauschs dienen.
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Die irische Musikerin Maria Somerville kündigt ihr zweites Album "Luster" für den 25. April an. Es ist zugleich ihr Debüt bei 4AD. Mit dem Announcement erscheint die Single "Garden". Der Track taucht ihre sirenenhaften Vocals in einen Sound aus schwirrendem Feedback, luftiger Percussion und nostalgischen Gitarren, der Erinnerungen an die klassische 4AD-Phase heraufbeschwört. Bereits im letzten Jahr war der hypnotische Shoegaze-Track "Projections" erschienen, mit dem Somerville eine erste Spur in Richtung des Sounds ihres kommenden Albums gelegt hatte. Somerville wuchs im ländlichen County Galway an der bergigen und rauen irischen Westküste auf. Sie zog später nach Dublin, wo sie an ihrem Signature-Sound arbeitete: atmosphärischem Dreampop, der von der Landschaft ihrer Jugend geprägt bleibt. Die ätherischen Gitarrenklänge, spärlichen Rhythmen und elektronischen Ambient-Sounds hielt sie erstmals auf dem 2019 selbst veröffentlichten Album "All My People" fest, einem Werk, das knietief in Nostalgie und Sehnsucht watet. Erst als sie nach Connemara zurückkehrte, in ein Haus nicht weit von dem, in dem sie aufwuchs - und von wo aus man einen der größten Seen des Landes, den Lough Corrib, überblicken konnte - begann Somerville mit der Arbeit an Musik, die schließlich zum neuen Album "Luster" werden sollte. Während ihr DIY-Debüt Erinnerungen und Melancholie in nebligen Slowcore hüllte, zeigen die zwölf neuen Tracks eine Künstlerin, die sich des Weges, den sie eingeschlagen hat, viel sicherer ist. "I can see more clearly than I could before. I know now what"s true for me", singt sie passend in "Trip". Gestärkt durch die neue, alte Umgebung und ermutigt durch ihre Community, entwickelte Somerville wieder kreative Energien. Der Boden erwies sich im wahrsten Sinne als fruchtbar, als sie in lockeren Wohnzimmer-Sessions erste Demos aufnahm, die später u. a. mit J. Colleran und Ian Lynch (Lankum) ausgearbeitet und schließlich vom New Yorker Engineer Gabriel Schuman (Oneohtrix Point Never, Princess Nokia, David Byrne) gemixt wurden. Eine gewisse Popularität erreichte Somerville auch durch ihre "Early Bird Show" auf NTS Radio, wo sie seit 2021 zwei Mal die Woche ein Morgenprogramm hostet, in dem sie Musik zwischen Shoegaze und traditionellem irischen Folk vorstellt. Im selben Jahr unterschrieb sie ihren Vertrag bei 4AD, wo sie bislang zwei Compilation-Beiträge veröffentlichte und mit ihren Labelmates Dry Cleaning auf Tour ging. 2025 wird sie mit Band Shows auf der ganzen Welt spielen, darunter auch Konzerte in Deutschland.
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Mit 'Ten Crowns' schlägt Andy Bell (Erasure) ein neues Kapitel auf - kraftvoll, verspielt und zutiefst persönlich. Das Soloalbum umfasst zehn brandneue Songs, in denen Bell seine Liebe zu tanzbarem, emotionalem Pop voll auslebt. Gospel-Vibes treffen auf Dancefloor-Glitzer, mitreißende Hooks auf feinfühlige Melodien - eine berauschende Mischung, die sich gleichzeitig frisch und vertraut anfühlt.
Produziert vom Grammy-prämierten DJ, Remixer und Produzenten Dave Audé (u. a. Beyoncé, Lady Gaga), entfaltet 'Ten Crowns' eine strahlende Klangwelt, die Andy Bells Stimme in all ihrer emotionalen Bandbreite glänzen lässt. Audé war dabei nicht nur für den Sound verantwortlich, sondern auch als Co-Autor tief in den kreativen Prozess eingebunden.
Ein besonderes Highlight: Die Kollaboration mit Andy Bells langjährigem Idol Debbie Harry - ein generationsübergreifendes Pop-Treffen mit Gänsehautmomenten.
Andy Bell ist seit Jahrzehnten eine der markantesten Stimmen des internationalen Pop. Mit Erasure, einem der erfolgreichsten und einflussreichsten Synthpop-Duos aller Zeiten, hat er Musikgeschichte geschrieben. Über 25 Alben, unzählige Hits wie 'A Little Respect', 'Always' oder 'Love To Hate You' - und ein 40-jähriges Bandjubiläum, das 2026 gefeiert wird. Mit 'Ten Crowns' beweist Bell nun erneut, dass große Popmusik keine Frage des Alters, sondern der Haltung ist.
Sextile, das in Los Angeles beheimatete Duo, das für seinen unbeugsamen, elektronischen Punk-Sound gefeiert wird, hat Details zu ihrem kommenden, starken Album „Yes, please.“ bekannt gegeben, das am 2. Mai 2025 auf Sacred Bones erscheint, sowie Pläne für eine umfangreiche Europatournee in diesem Sommer geteilt. Sextile, die sich derzeit mit ihren Labelkollegen Molchat Doma auf einer großen US-Tournee befinden, kündigen ihr neues Album mit der Single „Freak Eyes“ an, die ihren dunklen, pulsierenden Sound in neue Höhen treibt. Der Song beginnt mit einem fiesen Bass-Growl, das abrupt in einen Techno-Beat übergeht, der mit klirrender Kuhglocke und scharfer Hi-Hat gespickt ist. „I feel the pressure / Man the pressure I feel when we're together“, singt Sänger Brady Keehn kühl, aber bestimmt, in den ersten Zeilen. Inspiriert von der Art und Weise, wie Druck sowohl Herausforderungen als auch Verbesserungen hervorrufen kann, beschwört „Freak Eyes“ elektrisierende Bilder von schäbigen Hinterzimmern auf dem Sunset Strip und von in Leder gekleideten Tanzflächen in Lagerhäusern herauf.
Manche Bands finden ihren Groove und bleiben dabei, andere erfinden sich ständig neu. Sextile gehört zu den letzteren, die den Nervenkitzel einer sich ständig verändernden Landkarte genießen. Das Duo Melissa Scaduto und Brady Keehn aus Los Angeles macht Musik mit Lebenslust und lässt sich dabei von No Wave bis Hardstyle inspirieren. Ihr neuestes Album „yes, please.“ stößt in kühnes Neuland vor, indem es anarchisches Elektro-Feuer mit rohen persönlichen Erinnerungen verbindet - und mit genug aufgemotzten Bässen, um ein oder zwei Boxen zum Platzen zu bringen. „yes, please.“ ist ein Album der Kontraste: eine verletzliche Platte, die ihre Seele ebenso entblößt wie sie im Exzess schwelgt und zeigt, wie weit man seinen Sound treiben kann, wenn man seine Hemmungen abschüttelt. Zusammen verraten die beiden ein Selbstvertrauen, das niemals schwankt, und machen einen kühnen Spritzer auf dem schnellen Intro mit einer Rave-Sirene, die aus einer New Yorker Hausparty der `00er oder einem verschwitzten Brooklyn-Lagerhaus stammt. Auch der Geist des Electroclash pirscht sich an das Gebäude heran, zeigt seine Identität bei den mit Kuhglocken gespickten Donnerschlägen von „Freak Eyes“ und „Rearrange“ und sorgt mit „Women Respond to Bass“ für eine schmutzige Dancefloor-Bombe. „Push Ups“ - mit dem Gesang von Jehnny Beth - ist pure Muskelmusik, gestärkt durch einen wummernden Bass und ergänzt durch Synthies, die so hart hämmern wie Hagelkörner auf einem Glasdach. Aber hinter den Slogans, der Frechheit und der monstermäßigen Tanzenergie verbirgt sich eine Intimität, die man nur finden kann, wenn man sich über schmerzhafte, lebensverändernde Ereignisse öffnet. „Hospital“ und ‚Soggy Newports‘ reflektieren Scadutos erschütternde Erfahrungen in einer staatlichen Einrichtung in New York nach einem beinahe tödlichen Unfall. „Resist“ befasst sich mit Abtreibungsrechten, während ‚Penny Rose‘ das amerikanische Bildungswesen, künstliche Intelligenz und zukünftige Generationen thematisiert. Scadutos elastischer Gesang glänzt überall, von den messerscharfen Synthesizern von „S is For“ bis zu den Trance-Pop-Höhen von „Kids“ mit Izzy Glaudini von Automatic. „yes, please.“ ist eine actiongeladene Dance-Platte, vollgestopft mit wilden, berauschenden Gassenhauern, aber im gleichen Atemzug auch ein Zeugnis dafür, zu leben und niemals zurückzuschauen. Indem sie sich für eine neue, „befreiende“ Art des Musikmachens öffnen, haben Sextile ihr bisher kreativstes Werk geschaffen. Bisher, denn man spürt einfach, dass sie noch so viel mehr zu geben haben.
Macht Euch bereit für die Magie von "LOVE", dem neuen Studioalbum der schwedischen Prog-Rock-Legende The Flower Kings, die auf eine über 30-jährige Karriere zurückblicken. Als The Flower Kings am 20. August 1993 ihr allererstes Konzert in Schweden gaben, ahnten sie wahrscheinlich noch nicht, dass sie im Begriff waren, Prog-Rock-Geschichte zu schreiben. Mit nunmehr 17 Studioalben, unzähligen Live-Aufnahmen, welt-weiten Tourneen und Festivalauftritten hat die Band ein Vermächtnis geschaffen, das nur von wenigen Bands übertroffen werden kann - und sich als Pioniere der Wiedergeburt des Prog-Rock erwiesen. Das Line-Up besteht aus den drei Originalmitgliedern Roine Stolt, Hasse Fröberg und Michael Stolt sowie den später hinzuge-kommenen Mitgliedern Mirko DeMaio und Lalle Larsson. Gemeinsam haben sie ein Album geschaffen, das den wahren Geist dessen einfängt, was Progressive Rock immer sein sollte: eine kreative Revolution, frei von den Zwängen kommerzieller Hitfor-meln. "LOVE" erinnert an die goldene Ära der späten 60er und frühen 70er Jahre und strotzt nur so vor Vintage-Vibes, epischen Kompositionen und einer reichen Mischung an Einflüssen - von Klassik und Jazz bis hin zu elektronischer Musik und Filmsound-tracks.Auf "LOVE" bieten The Flower Kings über 70 Minuten klangliche Erkundung in 12 Tracks, die von ausgedehnten 12-Minuten-Epen bis hin zu prägnanten 3-Minuten-Perlen reichen. Das Album verwebt Themen zu einem kohärenten Ganzen, das man am besten als eine zusammenhängende Reise erlebt: zugängliche Melodien gepaart mit experimentellen Momenten, wilden Gitar-rensoli und virtuoser Synthesizerarbeit, die an ihre frühen Werke erinnern. Mit neuem Selbstbewusstsein und neuer Kreativität beweisen die Flower Kings einmal mehr, warum sie die Könige des Progres-sive Rock sind. Zur Erinnerung: Krieg ist nur Angst und Versagen, Angst, die sich in kleinen Leuten mit zweifelhaften politischen oder religiösen Absichten manifestiert - LIEBE ist immer der Sieger.
The Crippled Flower was a post-punk band from Düsseldorf - and they arrived late. However, unlike many young, unsuspecting, hairsprayed hopefuls from that time, in 1985 they could sense that the end of their era was approaching. They knew too much to want to take the world by storm. They were four individualists searching their own way. Each of the band members only found their calling after the time that they had spent together – but that's exactly what makes The Crippled Flower still seem really interesting today, this static energy that does not discharge, but is simply there.
Searching dreamers should sound like that and that's what they were. Singer Phil Elston, for example, had brought his love of Kraftwerk from England to Düsseldorf. Even his bandmates found this strange, but they were also entangled in their own longings. This is because the times were still so crazy and these searchers were "on fire". A fire that glows in the band's recordings.
Listening to the songs today, The Crippled Flower sound like they are hugely at the height of their game; think of Wire, Felt, Scritti Politti or Minimal Compact. The variety of musical themes, as well as different soundscapes, which the band created can only be listened to in amazement. Often, it is only Phil Elston's Sprechgesang that confirms that this is really the same band. However, it was back in 1985 when, importantly, the catalyst that brought the musicians together - the short lived eclectic record store "Heartbeat" in Düsseldorf Bilk - occured. It was there where post-industrial and pop, melodic minimal music and sound attacks awaited those who wanted to discover music by artists and bands they did not yet know.
Cassette releases. All recorded on 4-Track. The Crippled Flower succeeded in this medium. Firstly, with a cassette just entited The Crippled Flower, working from project-like studio recorded sketches. Four more tracks from the short-lived band appeared in 1986 on "A Heartbeat Rendezvous“. A demo tape submitted to Les Disques du Crépuscule, however, did not lead to a worldwide career and so, unfortunately, it was soon over.
Stefan Krausen moved on to the follow-up project Deux Baleines Blanches with Stefan Schneider, which, in 1994, gave rise to the band Kreidler. Krausen was already drumming with the I-Burnettes on AtaTak and much later he studied painting in Munich. Nina Ahlers moved from Düsseldorf to Paris to study art, because in the 80s it was still the case that Paris was the destination of choice for those really wanting to become an artist – and that's what she did. Her work is characterized by a non-academic minimalism focusing on everyday objects. Stefan Schneider remained connected to music. Only Phil Elston, who helped sabotage fox hunts in England and wrote these observant lyrics about environmental destruction and time travel, seems to have escaped the social-media world. Whether he found Kraftwerk-fulfilment in Düsseldorf or moved on disillusioned remains a mystery to us. And somehow this also fits in with that peculiar, special band. - Oliver Tepel, Köln 2025 (Translation by Philipp Elston)
Macht Euch bereit für die Magie von "LOVE", dem neuen Studioalbum der schwedischen Prog-Rock-Legende The Flower Kings, die auf eine über 30-jährige Karriere zurückblicken. Als The Flower Kings am 20. August 1993 ihr allererstes Konzert in Schweden gaben, ahnten sie wahrscheinlich noch nicht, dass sie im Begriff waren, Prog-Rock-Geschichte zu schreiben. Mit nunmehr 17 Studioalben, unzähligen Live-Aufnahmen, welt-weiten Tourneen und Festivalauftritten hat die Band ein Vermächtnis geschaffen, das nur von wenigen Bands übertroffen werden kann - und sich als Pioniere der Wiedergeburt des Prog-Rock erwiesen. Das Line-Up besteht aus den drei Originalmitgliedern Roine Stolt, Hasse Fröberg und Michael Stolt sowie den später hinzuge-kommenen Mitgliedern Mirko DeMaio und Lalle Larsson. Gemeinsam haben sie ein Album geschaffen, das den wahren Geist dessen einfängt, was Progressive Rock immer sein sollte: eine kreative Revolution, frei von den Zwängen kommerzieller Hitfor-meln. "LOVE" erinnert an die goldene Ära der späten 60er und frühen 70er Jahre und strotzt nur so vor Vintage-Vibes, epischen Kompositionen und einer reichen Mischung an Einflüssen - von Klassik und Jazz bis hin zu elektronischer Musik und Filmsound-tracks.Auf "LOVE" bieten The Flower Kings über 70 Minuten klangliche Erkundung in 12 Tracks, die von ausgedehnten 12-Minuten-Epen bis hin zu prägnanten 3-Minuten-Perlen reichen. Das Album verwebt Themen zu einem kohärenten Ganzen, das man am besten als eine zusammenhängende Reise erlebt: zugängliche Melodien gepaart mit experimentellen Momenten, wilden Gitar-rensoli und virtuoser Synthesizerarbeit, die an ihre frühen Werke erinnern. Mit neuem Selbstbewusstsein und neuer Kreativität beweisen die Flower Kings einmal mehr, warum sie die Könige des Progres-sive Rock sind. Zur Erinnerung: Krieg ist nur Angst und Versagen, Angst, die sich in kleinen Leuten mit zweifelhaften politischen oder religiösen Absichten manifestiert - LIEBE ist immer der Sieger.
Transparent Caracao Vinyl. To All The Ones That I Love wurde im bandeigenen Studio im Westen Melbournes aufgenommen, wobei Gitarrist Greg Rietwyk für Produktion und Mix zuständig war, bevor das Album von Kris Crummett (Closure in Moscow, Dune Rats, Currents) gemastert wurde. Dies ist das vierte Album von Press Club, und die Reife der Band spiegelt sich in den zehn Tracks wider. Dem Hörer wird ein Ritt durch verschiedene Genres geboten, während das Album Themen wie Introspektion, Entwicklung, Veränderung und das Lernen aus vergangenen Fehlern durchläuft. Die Band beschreibt die Entstehung des Albums als eine unglaublich spannende, kreative und befreiende Erfahrung: Die Songs wurden alle gemeinsam in ihrem Studio über mehrere Monate hinweg geschrieben. Diese Art des Schreibens gab der Band die Freiheit, mit verschiedenen Genres zu experimentieren und die Tiefen all ihrer Einflüsse auszuloten.
To All The Ones That I Love wurde im bandeigenen Studio im Westen Melbournes aufgenommen, wobei Gitarrist Greg Rietwyk für Produktion und Mix zuständig war, bevor das Album von Kris Crummett (Closure in Moscow, Dune Rats, Currents) gemastert wurde. Dies ist das vierte Album von Press Club, und die Reife der Band spiegelt sich in den zehn Tracks wider. Dem Hörer wird ein Ritt durch verschiedene Genres geboten, während das Album Themen wie Introspektion, Entwicklung, Veränderung und das Lernen aus vergangenen Fehlern durchläuft. Die Band beschreibt die Entstehung des Albums als eine unglaublich spannende, kreative und befreiende Erfahrung: Die Songs wurden alle gemeinsam in ihrem Studio über mehrere Monate hinweg geschrieben. Diese Art des Schreibens gab der Band die Freiheit, mit verschiedenen Genres zu experimentieren und die Tiefen all ihrer Einflüsse auszuloten.
Auch nach elf Alben wild, relevant und unaufhaltsam wie eh und je! Nur wenige Bands schaffen es bis zu ihrem elften Album. Und noch weniger schaffen es mit dem gleichen Feuer und der gleichen Wut, die ihre Anfangsjahre prägten. Doch Machine Head ist nicht einfach nur eine Band. Über drei Jahrzehnte lang hat Gründer, Sänger und Gitarrist Robb Flynn, die Verkörperung der Entschlossenheit, Machine Head auf einen kompromisslosen Weg geführt – einen Weg, der von Trotz, Neuerfindung und dem unermüdlichen Streben nach Weiterentwicklung geprägt war.Mit „UNATØNED“ haben sie ihren Sound nun erneut geschärft und das in der bisher direktesten und wirkungsvollsten Form erreicht. Dieser Kampfgeist, gepaart mit dem unerschütterlichen Bekenntnis zur Neuerfindung, hat Machine Head an der Spitze der harten Musik gehalten. Mit fünf Millionen verkauften Alben, über einer Milliarde Streams (650 Millionen allein auf Spotify) und einer Grammy-Nominierung ist ihr Erbe unbestreitbar – doch Nostalgie spielte dabei nie eine Rolle.
„UNATØNED“ ist ein Zeugnis von Dynamik, ein Album, das bis ins kleinste Detail ausgereift ist und von kreativer Disziplin und dem Drang nach Fortschritt geprägt ist. Entschlossen, sich selbst herauszufordern, setzte Flynn für „UNATØNED“ strenge Songwriting-Vorgaben: kürzere, fokussiertere Songs mit einem ausgesprochen amerikanischen Touch, unkonventionellen Tonartwechseln und wechselnden Strukturen, die Erwartungen brechen. Diese selbst auferlegte Zurückhaltung resultierte in einem schlanken, unerbittlichen Album, das Machine Head in ihrer kraftvollsten Form einfängt. Geschrieben in ständiger Bewegung – unterwegs, in Hotelzimmern und über Kontinente hinweg – spiegelt es die rohe Energie ihrer Rückkehr in die globale Festivalszene nach einer elfjährigen Pause wider.
Das Album trieft vor melancholischen Melodien und hämmert doch mit knallharten Riffs, erhebt sich mit hymnischen Mitsingliedern von verlorener Liebe und Traurigkeit zu dröhnender Power und unerschütterlichem Selbstvertrauen.
Immortal Onion haben sich als eine der aufregendsten Acts der neuen polnischen Jazzwelle etabliert. Ihr einzigartiger Stil geniesst internationale Anerkennung, was sich in Gigs in 25 Ländern Europas und Asiens widerspiegelt. Die neue LP "Technaturalism" geht über Jazz hinaus und bietet eine fesselnde Mischung aus elektronischer Hardstyle-Energie und zarten, lyrischen Momenten, in der die Band moderne Technologie mit organischer Sensibilität verbindet. Das in Eigenregie geschriebene, aufgenommene, produzierte und gemischte Album gab ihnen die Freiheit, einen wahrhaft originellen Sound zu kreieren. Das Vinyl wurde von Stefan Betke bei Scape Mastering gemastert.
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Neues von Captain Planet: "Reste" umfasst fünf unveröffentlichte Songs aus den Aufnahmesessions des letzten Albums "Come On, Cat" (2023). Natürlich handelt es sich um alles andere als Ausschussware - die gibt es seit der Bandgründung in 2003 ohnehin nicht. Captain Planet treffen einfach immer wieder mit ihrem unverkennbaren, melodischen Emo-Punk und bewegenden Texten ins Schwarze und ins Herz. So auch mit den fünf Perlen auf "Reste". Die EP erscheint als farbige, einseitig bespielte 12" auf recyceltem Vinyl (jede Platte ist ein Unikat), in sehr schönem Inside/Out-Artwork und ist limitiert.
Teaser Sweet aus Schweden haben in ihrer heimischen Szene bereits gehörig Staub aufgewirbelt. Der Startschuss fiel ursprünglich im Jahre 2013, als Marcus Damberg seine Schwester Therese und den damaligen Bassisten Christoffer Cardell fragte: "Wollen wir nicht eine Band gründen?" Die ursprüngliche Besetzung wurde von Kalle Krantz am Schlagzeug komplettiert. Anfänglich spielte man noch Songs von Kiss nach, ehe sukzessive eigenes Material entstand. Nach dem ersten Demo wagte man sich auf die Bühne und spielte in der Folge drei Alben sowie eine EP ein: "Hit And Run" (2015), "In The Night" (EP, 2017), "Hypnotized" (2018) und "Monster" (2020). Für das neue Album "Night Stalker" haben Teaser Sweet nunmehr einen Vertrag bei High Roller Records unterzeichnet. In Therese Damberg besitzen die Schweden eine Sängerin, deren Stimme an eine Kreuzung aus Acids Kate, Leather Leone und Johanna von Lucifer erinnert.
Teaser Sweet setzen die lange Tradition von schwedischen Bands mit weiblicher Beteiligung fort, angefangen mit Crucified Barbara, über Slingblade und Thundermother, bis hin zu The Gems. Therese Damberg gibt allerdings zu bedenken: "Ganz bestimmt haben ABBA mit dazu beigetragen, dass schwedische Frauen das Selbstbewusstsein besitzen, Musik zu machen. Für mich ist es jedoch selbstverständlich, dass es im Hardrock Sängerinnen gibt - es existieren ja auch genügend Bands, die nur aus Männern bestehen. Ich sehe da jedenfalls keinen Unterschied."
Musikalisch zeigen sich Teaser Sweet von Judas Priest, Black Sabbath, Dio und den späten Europe inspiriert. Mit seiner galoppierenden Bassarbeit erinnert ein Song wie "Deep In The Woods" zudem an Iron Maiden.
Teaser Sweet aus Schweden haben in ihrer heimischen Szene bereits gehörig Staub aufgewirbelt. Der Startschuss fiel ursprünglich im Jahre 2013, als Marcus Damberg seine Schwester Therese und den damaligen Bassisten Christoffer Cardell fragte: "Wollen wir nicht eine Band gründen?" Die ursprüngliche Besetzung wurde von Kalle Krantz am Schlagzeug komplettiert. Anfänglich spielte man noch Songs von Kiss nach, ehe sukzessive eigenes Material entstand. Nach dem ersten Demo wagte man sich auf die Bühne und spielte in der Folge drei Alben sowie eine EP ein: "Hit And Run" (2015), "In The Night" (EP, 2017), "Hypnotized" (2018) und "Monster" (2020). Für das neue Album "Night Stalker" haben Teaser Sweet nunmehr einen Vertrag bei High Roller Records unterzeichnet. In Therese Damberg besitzen die Schweden eine Sängerin, deren Stimme an eine Kreuzung aus Acids Kate, Leather Leone und Johanna von Lucifer erinnert.
Teaser Sweet setzen die lange Tradition von schwedischen Bands mit weiblicher Beteiligung fort, angefangen mit Crucified Barbara, über Slingblade und Thundermother, bis hin zu The Gems. Therese Damberg gibt allerdings zu bedenken: "Ganz bestimmt haben ABBA mit dazu beigetragen, dass schwedische Frauen das Selbstbewusstsein besitzen, Musik zu machen. Für mich ist es jedoch selbstverständlich, dass es im Hardrock Sängerinnen gibt - es existieren ja auch genügend Bands, die nur aus Männern bestehen. Ich sehe da jedenfalls keinen Unterschied."
Musikalisch zeigen sich Teaser Sweet von Judas Priest, Black Sabbath, Dio und den späten Europe inspiriert. Mit seiner galoppierenden Bassarbeit erinnert ein Song wie "Deep In The Woods" zudem an Iron Maiden.
m Herbst 2022 reiste Jerome Reuter, der luxemburgische Singer-Songwriter und Kreativkopf von ROME, erneut auf die grüne Insel, um dort einige entspannte Wochen mit seinen irischen Freunden zu verbringen. Wie nicht anders zu erwarten war, wurde viel getrunken und gelacht. Es entstanden aber auch Songs. Und am Ende der Reise erblickte eine weitere, faszinierende "Dublin Session" das Licht der Welt.
Wurden die Tracks der ersten Dublin Session noch im legendären "Sonic Studio" in der irischen Hauptstadt aufgenommen, zog man sich für die zweite Session bewusst in die grünen Hügel von Wexford County zurück, um in Brian Brodys "Ballycale Studio" vollkommen ungestört und ganz ohne Zeitdruck musizieren zu können. Alle daraus entstanden Lieder der "Dublin Session II" sind unveröffentlichte Neukompositionen, denen Dank renommierter, irischer Musiker der landestypische Folk-Sound innewohnt.
Auf "The Dublin Session II" verbindet sich auf fast schon ganz natürliche und vor allem sehr harmonische Art und Weise ROMEs ureigener Stil aus Proto-Folk mit dem Klang des Traditional Irish Folk. Hierfür rekrutierte Co-Produzent, langjähriger Freund und musikalischer Mitstreiter Brian Brody (Rack & Ruin) kurzerhand das Who-is-Who irischer Musiker wie Ronan O Snodaigh (Dead Can Dance, Kíla) am Bodhran, Eoin O Cionnaith (Van Morrison, Christy Moore) an den Uilleann Pipes, Matthew Hanaphy am Banjo und den Tin Whistles, Goshia Gasior auf der Violine und Andy Slowey am Bass.
Unter den Kompositionen befinden sich Lieder wie das eingängige, fast tanzbare "Hold the Line" oder das bitter-böse "The Tsarist Army", die einen Kontrapunkt zu melancholischeren Kompositionen wie "My White Rose" und "Muse of Fire" setzen. Nicht unbeeinflusst vom Kriegsgeschehen in Europa und den Zeichen der Zeit entstand so ein multilinguales Kleinod mit Liedtexten auf Französisch ("La Peau Dernière"), Deutsch ("An der Landwehr"), Englisch und Gälisch ("Eirigh Anois!" u.a.).
Totgeglaubte leben bekanntlich länger und so stellt man mit ROME fest: Der europäische Geist ist wohlauf!
Deerhoof haben sich schon vor langer Zeit als eine der großartigsten Rockgruppen des Planeten etabliert - wer das für übertrieben hält, hat noch nicht genug Zeit damit verbracht, Deerhoof zu hören - das wahnsinnig erfinderische Quartett behandelt jedes seiner neuen Alben als eine Gelegenheit zur kreativen Wiedergeburt. Und doch sind sie irgendwie auch zutiefst zuverlässig, eine seltsame, aber wahre Beschreibung für eine Band, die so kreativ rastlos ist. Man weiß nie, wie ein neues Deerhoof-Album klingen wird, außer dass es immer nach Deerhoof klingen wird. Die Band wird durch solche Paradoxien definiert, wie "Noble and Godlike in Ruin" erneut bestätigt. Ihr neuestes Album ist entweder ein Porträt einer Welt, die in monströsen Hass, Entmenschlichung und Dollarzeichen abgleitet, oder ein eindringliches Selbstporträt der Band als Monster: ein intelligentes, sensibles, hybrides Wesen, das unermüdlich von Liebe singt, sich aber zunehmend von dieser Welt entfremdet. Die Musik ist fröhlich und ahnungsvoll, kybernetisch und zutiefst menschlich, alles zugleich. Streicher, die an avantgardistische Kammermusik und klassische Horrorfilm-Soundtracks erinnern, prallen auf Gitarren- und Basslinien. Das Schlagzeug ist manchmal gefiltert und klingt fast elektronisch, aber kein Computer könnte einen so funkigen und dynamischen Rhythmus erzeugen, bei dem jede winzige Variation von einem Snare-Schlag zum nächsten Welten der Möglichkeiten vermittelt. An der Spitze steht die unnachahmliche Altstimme von Satomi Matsuzaki. Eine Stimme der Einsamkeit, deren schlichte Ruhe seltsam außerhalb des Mahlstroms der Band zu stehen scheint, zu dem sie mit ihren zackig-präzisen Bassläufen selbst beiträgt. Als Einwanderin der ersten Generation in den USA hat sie nie versucht, ihren japanischen Akzent oder ihre Karaoke-esken Vortrag zu verbergen. Auf "Noble und Godlike in Ruin" wirkt dies abwechselnd als Ausdruck von Einsamkeit und als kühle Provokation gegenüber Systemen der Unterdrückung und Kontrolle. ,Kindness is all I needed from you", singt sie auf dem epischen Albumabschluss ,Immigrant Songs`. ,But you think we're in your house." Nicht lange danach explodiert der Song, sein eng gewickelter Art-Pop macht Platz für mehrere Minuten heulenden Lärm. Auch wenn das Thema düster sein mag - wie könnte es anders sein - tragen die Songs trotzigen Optimismus in ihrer Weigerung, sich den Konventionen oder überlieferten Weisheiten zu beugen. Da ist diese berühmte Zeile von Dylan Thomas über das Wüten gegen das Sterben des Lichts: "Noble and Godlike in Ruin" fühlt sich ein wenig so an. Die Welt mag untergehen, aber Deerhoof gehen schwungvoll unter.
Die irische Musikerin Maria Somerville kündigt ihr zweites Album "Luster" für den 25. April an. Es ist zugleich ihr Debüt bei 4AD. Mit dem Announcement erscheint die Single "Garden". Der Track taucht ihre sirenenhaften Vocals in einen Sound aus schwirrendem Feedback, luftiger Percussion und nostalgischen Gitarren, der Erinnerungen an die klassische 4AD-Phase heraufbeschwört. Bereits im letzten Jahr war der hypnotische Shoegaze-Track "Projections" erschienen, mit dem Somerville eine erste Spur in Richtung des Sounds ihres kommenden Albums gelegt hatte. Somerville wuchs im ländlichen County Galway an der bergigen und rauen irischen Westküste auf. Sie zog später nach Dublin, wo sie an ihrem Signature-Sound arbeitete: atmosphärischem Dreampop, der von der Landschaft ihrer Jugend geprägt bleibt. Die ätherischen Gitarrenklänge, spärlichen Rhythmen und elektronischen Ambient-Sounds hielt sie erstmals auf dem 2019 selbst veröffentlichten Album "All My People" fest, einem Werk, das knietief in Nostalgie und Sehnsucht watet. Erst als sie nach Connemara zurückkehrte, in ein Haus nicht weit von dem, in dem sie aufwuchs - und von wo aus man einen der größten Seen des Landes, den Lough Corrib, überblicken konnte - begann Somerville mit der Arbeit an Musik, die schließlich zum neuen Album "Luster" werden sollte. Während ihr DIY-Debüt Erinnerungen und Melancholie in nebligen Slowcore hüllte, zeigen die zwölf neuen Tracks eine Künstlerin, die sich des Weges, den sie eingeschlagen hat, viel sicherer ist. "I can see more clearly than I could before. I know now what"s true for me", singt sie passend in "Trip". Gestärkt durch die neue, alte Umgebung und ermutigt durch ihre Community, entwickelte Somerville wieder kreative Energien. Der Boden erwies sich im wahrsten Sinne als fruchtbar, als sie in lockeren Wohnzimmer-Sessions erste Demos aufnahm, die später u. a. mit J. Colleran und Ian Lynch (Lankum) ausgearbeitet und schließlich vom New Yorker Engineer Gabriel Schuman (Oneohtrix Point Never, Princess Nokia, David Byrne) gemixt wurden. Eine gewisse Popularität erreichte Somerville auch durch ihre "Early Bird Show" auf NTS Radio, wo sie seit 2021 zwei Mal die Woche ein Morgenprogramm hostet, in dem sie Musik zwischen Shoegaze und traditionellem irischen Folk vorstellt. Im selben Jahr unterschrieb sie ihren Vertrag bei 4AD, wo sie bislang zwei Compilation-Beiträge veröffentlichte und mit ihren Labelmates Dry Cleaning auf Tour ging. 2025 wird sie mit Band Shows auf der ganzen Welt spielen, darunter auch Konzerte in Deutschland.
Das erste Album, das während der Numa-Jahre veröffentlicht wurde, war Berserker, das den Wandel in
Numans Sound darstellte, als er sich einer härteren digitalen Ästhetik zuwandte, während er gleichzeitig
die analogen Texturen seiner früheren Arbeiten ehrte. Das Album zeigt nicht nur Numans kreatives Wachstum, sondern feiert auch seine Fähigkeit, Grenzen zu überschreiten und die Zuhörer auf eine fesselnde
musikalische Reise mitzunehmen. Auf dem Album verwebt Numan fiktive und persönliche Erzählungen
zu einem reichen Klangteppich, der auch nach 40 Jahren noch bei den Fans Anklang findet und für seine
eindringlichen Themen und Titel wie „My Dying Machine“, „This Is New Love“ und „Berserker“ gefeiert
wird.
Diese neue remasterte und erweiterte 2LP-Edition enthält das Originalalbum und ausgewählte Bonustracks,
während die Deluxe-4CD-Edition das Originalalbum zusammen mit Bonustracks, erweiterten Mixes von BSeiten und Numans Live-Album White Noise enthält, das während der Berserker-Tour aufgenommen wurde
und seine dynamische Performance zeigt. Die Wiederveröffentlichung von Berserker markiert den Beginn
der Retrospektive „The Numa Years“ und stellt nur den ersten Schritt einer umfassenderen Erforschung
dieser Ära dar.
Mit „Hair“ haben Phillip Boa And The Voodooclub im Januar 1989 eines der wohl wichtigsten deutschen
Indie Rock-Alben der ausgehenden 80er/ beginnenden 90er Jahre veröffentlicht. Ein Paradebeispiel an
stilistischer Experimentierfreude, versponnener Erzählkunst und kreativer Eigensinnigkeit, mit dem das
Dortmunder Musikerkollektiv seinen Status als vehemente Antipopstars untermauerte. Im April erscheint
der Longplay-Meilenstein als remasterte und erweiterte Anniversary-Edition, die neben dem Original-Album
weitere Tonträger mit brandneuen Songs, einen bisher noch unveröffentlichten Konzertmitschnitt sowie
exklusive Raritäten, Bonustracks und Session-Outtakes enthält!
Mit der Re-Edition erscheint „Hair“ nun in remasterter und restaurierter Form. In aufwändiger Detailarbeit
wurden alle Stücke des Original-Albums von Boas langjährigem Wegbegleiter Eroc (der auch als Drummer auf „Hair“ vertreten ist) aufgefrischt und wiederhergestellt. Ergänzt wird die erweiterte Neuauflage
durch das exklusive Bonus-Album „The Honeymoon Files“, auf dem elf brandneue Tracks im Spirit von
„Hair“ enthalten sind. Die „Flitterwochen“-Songs entstanden zwischen 2023 und 2024 gemeinsam mit dem
bewährten Co-Producer David Vella in Phillip Boas Studio auf Malta.
Yannis Philippakis von Foals veröffentlicht sein erstes Solowerk, eine Kollaboration mit dem verstorbenen legendären Schlagzeuger Tony Allen. Yannis & The Yaw" präsentieren die EP 'Lagos Paris London', die nach den Orten benannt ist, an denen sie geschrieben und aufgenommen wurde und an denen sie beide gelebt haben. Das fünf Tracks umfassende Werk wird am 30. August auf Transgressive veröffentlicht.
Im Jahr 2016 bot sich Yannis die Chance seines Lebens: eine zweitägige Session mit dem großen Schlagzeuger Tony Allen, den er für seine einflussreiche, genreübergreifende Arbeit mit Künstlern wie Fela Kuti, Sébastien Tellier und Jeff Mills sehr bewundert.
Als Yannis sich in ein verrauchtes 70er-Jahre-Studio in Paris begab, erwartete er, dass sie eine nostalgische Afrobeat-Platte aufnehmen würden. Doch es kam etwas ganz anderes dabei heraus. Die beiden entwickelten schnell eine intuitive Telepathie, die Musik entstand aus Jams und Loops, und die verschiedenen Berührungspunkte - Rock, Funk, Jazz, Dub und mehr - wurden durch die einzigartige Atmosphäre des Aufeinandertreffens zweier Kulturen und kreativer Köpfe ergänzt, deren Ausdruck durch das Musizieren im und für den Moment selbst befreit wurde.
Zusammen mit Tonys regelmäßigen Mitstreitern Vincent Taeger (Schlagzeug), Vincent Turrell (Tasten, Marimba) und Ludovic Bruni (Bass, Gitarre) entstand bei diesem ersten Treffen eine Handvoll fast fertiger Songs, die in einigen nachfolgenden Sessions weiter entwickelt wurden. Aufgrund von Terminproblemen und Corona-Einschränkungen wurden die Aufnahmen jedoch nie abgeschlossen, bevor Tony im April 2020 im Alter von 79 Jahren verstarb.
Yannis fühlte sich zutiefst verpflichtet, das Projekt zu vollenden, nicht nur als bittersüße Art, seinen alten Freund zu ehren und zu feiern, sondern auch, weil Tony so begierig darauf gewesen war, diese Songs mit der Welt zu teilen. Das Ergebnis ist die kommende Fünf-Track-EP 'Lagos Paris London' unter dem Dach von Yannis & The Yaw - ein Projekt, zu dem er in Zukunft zurückkehren möchte, um weitere Kollaborationen mit inspirierenden Musikern aus der ganzen Welt einzugehen.
- Ltd. 12" EP
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In den letzten 24 Jahren war Tunde Adebimpe vor allem als Mitbegründer, Co-Sänger und Hauptkomponist von TV On The Radio bekannt. Die mehrheitlich schwarze Art-Rock-Band überstand zwei Jahrzehnte des unbeständigen kulturellen Wandels und wurde zu einer der beliebtesten, beständigsten und einflussreichsten Gruppen der New Yorker Rockszene der frühen 2000er Jahre. Obwohl Tundes poetisches Songwriting und seine überragende Stimme im Mittelpunkt von TV On The Radio stehen, wird die Band immer eine Zusammenarbeit zwischen einer Gruppe von Musikern sein. Tundes persönliche Geschichte verläuft parallel dazu, er ist eine Art kreativer Polymath. Er ist Musiker, aber auch Illustrator und Maler. Er ist ein ehemaliger Animator und Stop-Motion-Filmemacher (Celebrity Deathmatch). Er ist ein Fernseh- und Filmschauspieler, mit Rollen in Jump Tomorrow (2001), Rachel Getting Married (2008), Spider-Man: Homecoming (2017), Twisters (2024) und Star Wars: Skeleton Crew (2024). Und jetzt ist er auch ein Solokünstler, mit seinem allerersten Soloalbum, "Thee Black Boltz". Das Album wurde von Tunde Abebimpe & Wilder Zoby produziert, mit Zoby als ausführender Produzent, mit zusätzlicher Produktion und Beiträgen von Jaleel Bunton & Jahphet Landis (von TV On The Radio) und anderen. Tunde hatte die Idee zu diesem Album im Jahr 2019, als TV On The Radio eine Pause einlegten. Zwei Jahre später, als sich die Welt von der Covid-Pandemie erholte, begann er ein Notizbuch mit Worten, Illustrationen und Ideen zu erstellen, das er als "Mixtape der Emotionen, die die Musik hervorrufen könnte. Eine Art Gefühlskarte" bezeichnet. Auf diese Weise beginnt Tunde die meisten seiner Projekte, und 2021 begann er, diese Ideen mit Hilfe des Multiinstrumentalisten Wilder Zoby (Run The Jewels), mit dem er sich in Los Angeles ein Studio teilt, in Musik umzusetzen. "Thee Black Boltz" ist kein TV On The Radio-Album. Aber die Aufregung, etwas alleine zu machen, entfachte in Tunde einen ähnlichen Funken wie in den frühen TV On The Radio-Tagen. Der Songwriting-Prozess ist derselbe, aber ohne seine TVOTR-Bandkollegen hatte Tunde "nicht dieses Gerüst, an dem er sich festhalten konnte. Das war sowohl beängstigend als auch aufregend". Das Herzstück des Albums ist sein Titel, eine Anspielung auf Tundes Neigung, über den Zustand des Menschen zu schreiben und zu singen, in all seinen Formen, unter all seinen großen und kleinen Stressfaktoren. Es ist seine Antwort auf das makroökonomische Unbehagen einer Welt nach der Pandemie, die sich auf einen gewalttätigen Autoritarismus zubewegt, und auf die persönliche Trauer, die durch den Verlust der letzten Jahre entstanden ist, insbesondere durch den plötzlichen Tod seiner jüngeren Schwester während der Aufnahmen zu diesem Album. "Thee Black Boltz" ist Tunde's verzweifeltes Festhalten an kleinen Momenten der Freude inmitten der Dissonanz und Traurigkeit, auf jede erdenkliche Weise. "Es war meine Art, mir einen Felsen oder eine Plattform inmitten dieses verdammten Ozeans zu bauen." Tunde schreibt in sein Notizbuch: "Die Funken der Inspiration/Motivation/Hoffnung, die inmitten von (und manchmal als Ergebnis von) tiefem Kummer, Depression oder Verzweiflung aufblitzen. Wie Elektronen, die sich in Gewitterwolken ansammeln und zusammenstoßen, bis sie einen Blitz abfeuern und einen Ausweg erhellen, wenn auch nur für eine Sekunde." Er fügt hinzu: "Außerdem ist es ein guter Name für eine coole Metal-Band, und ich denke, dass die meisten Leute mich als eine sehr coole Metal-Band bezeichnen würden."
L.A. Witch haben schon immer eine Aura müheloser Coolness ausgestrahlt, sei es in Form des Americana Noir und des lakonischen Back-to-Basics-Rock'n'Roll ihres selbstbetitelten Debüts oder des glühend strengen Abenteurertums ihres zweiten Albums "Play With Fire". Die Band - bestehend aus Sade Sanchez (Gitarre/Gesang), Irita Pai (Bass) und Ellie English (Schlagzeug) - begann als informelle Angelegenheit, aber die schwülen und betörenden, von Hall umhüllten Songs, die sie schufen, fanden beim Publikum Anklang und brachten das Projekt über den isolierten Raum von Freunden und Gleichgesinnten in Südkalifornien hinaus in die weite Welt. Auf ihrem neuesten Album "DOGGOD" geht das Trio über die bisherigen kreativen und geografischen Grenzen hinaus - das Material wurde in Paris produziert und die Tracks im Motorbass Studio in der Rue de Martyrs aufgenommen. "DOGGOD" erkundet ein breiteres klangliches Terrain, setzt ein größeres Arsenal an Sounds ein und erforscht größere existenzielle und kosmische Themen, ohne dabei den für die Band typischen Sinn für das Verbotene, das Verlassene und die Vorahnung zu verlieren. "DOGGOD" ist ein Weg, das universelle Rätsel der spirituellen Natur von Liebe und Hingabe anzugehen. "Ich habe das Gefühl, eine Art Dienerin oder Sklavin der Liebe zu sein", sagt Sanchez. "Ich bin bereit, für die Liebe zu sterben, indem ich ihr diene, für sie leide oder nach ihr suche - so wie ein treuer, ergebener Diensthund es tun würde." Der Titel des Albums ist ein Palindrom, das DOG und GOD zusammenfasst - eine Verherrlichung des Unterwürfigen und eine Subversion des Göttlichen. Es ist eine Anspielung auf die Reinheit von Hunden und eine Anerkennung ihrer bedingungslosen Liebe und ihres beschützenden Wesens, die im Widerspruch zu den verschiedenen abwertenden Assoziationen stehen, die mit dieser Spezies verbunden werden. "Es gibt diese symbolische Verbindung zwischen Frauen und Hunden, die die untergeordnete Stellung der Frau in der Gesellschaft zum Ausdruck bringt", erklärt Sanchez. "Und alles, was solche göttlichen Eigenschaften verkörpert, hat es nicht verdient, als Schimpfwort benutzt zu werden." Diese widersprüchlichen Erkundungen von Liebe und Unterwerfung manifestieren sich in der sanften und rauchigen Garagerock-Alchemie der Band, mit einer neu entdeckten Nutzung der disziplinierten Zurückhaltung und eisigen Instrumentierung des Post-Punk. Der Album-Opener "Icicle" zeigt, wie L.A. Witch aus dem Proto-Punk, der Psychedelia und den düsteren Riffs der 70er Jahre in die von Refrains durchtränkten Gitarren und den verlorenen Minimalismus von Joy Division und den frühen The Cure reist. Es wird eine Parallele zwischen romantischem Selbstmord und Märtyrertum gezogen, die sich im zweiten Song, "Kiss Me Deep", fortsetzt. Hier beschreibt Sanchez eine Liebe, die so rein ist, dass sie die Zeit übersteigt und sich über mehrere Leben erstreckt. Es ist ein Lied über Leidenschaft, vorgetragen mit dem weltlichen und verletzten Stoizismus der frühen Goth-Pioniere. Von dort aus geht die Band zur Leadsingle "777" über, einem Song über Hingabe bis hin zum Tod. Ein treibender Beat, ein treibendes, verzerrtes Riff und Sanchez' ätherischer Gesang vereinen sich zu einem Song, der sowohl düster in seinem Fatalismus als auch sinnlich in seiner treuen Leidenschaft ist. Auf dem gesamten Album "DOGGOD" weichen L.A. Witch nie von ihrer Muse ab. In "I Hunt You Pray" legt Pai einen hypnotischen Basslauf hin, während English einen zyklischen Krautrock-Groove einsetzt und Sanchez das Bild eines verlassenen Hundes am Straßenrand malt, der allein in der Nacht ist und sowohl als Jäger als auch als Gejagter lebt. Auf "Eyes of Love" macht sich die Band die meditativen Mid-Tempo-Wiederholungen, dekonstruierten Akkorde und esoterischen Betrachtungen über Liebe, Tod und Spiritualität zunutze, die Lungfish zu einer so beliebten Band gemacht haben. Es unterstreicht die Parallele zwischen der unerschütterlichen Liebe in den Augen eines Hundes und der Selbstaufopferung eines Erlösers. Auf "The Lines" nimmt die Band den treibenden Puls des Post-Punk und fügt dem Mix eine Extraportion Chorus hinzu. "Chorus ist ein moderner Effekt, der auf der Idee beruht, die leichten Tonhöhenunterschiede eines Chors nachzubilden. Es gibt eine schimmernde Qualität, die uns zurück zu diesem spirituellen, göttlichen Gefühl bringt", erklärt Sanchez. Gepaart mit dem Einsatz von Orgel und einer grüblerischen Moll-Melodie, beschwört der Song gleichzeitig das Heilige und das Sakrileg. Der Titeltrack "DOGGOD" hat vielleicht die größte Ähnlichkeit mit dem Material des Vorgängeralbums "Play With Fire", in den schlanken und gemeinen Gitarren auf eine raue Rhythmusgruppe und verträumten Gesang treffen. Aber während ihr vorheriges Album ein Aufruf war, seinen eigenen Weg zu gehen, bleibt "DOGGOD" dem "Bis dass der Tod uns scheidet"-Thema des Albums treu und geht sogar so weit, ein Maß an Unterwerfung zu beschreiben, das in gefährliche und ungesunde Gefilde übergeht, wobei Sanchez singt "hang me on a leash / `til I wait for my release". Letztendlich ist "DOGGOD" eine perfekte Verkörperung des Ansatzes von L.A. Witch. Es ist gleichzeitig romantisch und bedrohlich, ehrfürchtig und profan, eine Feier und ein Klagelied. Es spannt den Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, indem es vertraute Klänge aufgreift und sie für die Jetztzeit aufbereitet. Aber es läutet auch eine neue Ära für die Band ein, die über die Kodachrome-Erinnerungen an das Amerika der Jahrhundertmitte hinausgeht und tiefer in den mittelalterlichen und gotischen Energien von Paris und darüber hinaus gräbt, während sie gleichzeitig ein besudeltes Herz erforscht.
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