TERRANOVA kicks off 2018 with a bang with 'Cosmo EP' (KOM378). 4 top-notch tracks showcasing the strongest outings yet in his impressive back catalogue.
Following an excellent entry in our SPEICHER series with 'Speicher 94' (KOMPAKT EXTRA 94 - co-helmed by Reinhard Voigt), the much- acclaimed full length 'Restless' (KOMPAKT 327 CD 123) hit turntables two years ago, TERRANOVA aka Fetisch, the creative mind & producer behind the project he likes to describe as 'the deep space electric ark' has been in orbit since the release of 'Terranova DJ Kicks' (!K7) in 1997.
TERRANOVA* now returns to the spotlight with COSMO EP, a jacking four-tracker inspired by raw Chicago House, early NYC Electro , old school computers /A.I. and some very special analog &digital machines featuring 2 excellent collaborations with Milan based artists.
Opening track COSMOCHORD features the Italian DJ legend Flashmob. The result is a peak time monochord banger that takes both producers' extensive expertise in propelling dance floor cuts to new heights.
COSMOCODE feat VOLTAGUE intense psychedelic Techno again with peak time quality. LANGSAM is an elegant, driving example of classic dance floor electronica. A skilled combination of an 808 with an obscure vintage beatbox of eastern origin, an Oberheim OB8 and a 1970 Kunstkopf Mic Instructions mixed on the original Deutsche Grammophon 1950 Valve mixer. PERFECT HAPPINESS wraps up this action-packed release with some a twisted afro stomper lead by a drunk sounding computer bouncing on the mic.
*Ad eundum quo nemo ante iit
Nach zwei ausverkauften 7inch Singles, Festivalauftritten auf so ziemlich jedem namhaften deutschen Musikfestival und Opener-Slots für Bands wie Balthazar, Future Islands oder Battles veröffentlicht das Kölner Quartet Xul Zolar mit - Fear Talk am 19.01.2018 seine Debut LP
auf dem von der Band mit-gegründeten Label Asmara Records. Um diese Vision in die Realität umzusetzen hat sich die Band sowohl mit dem Kölner Produzenten Marvin Horsch (Woman, Keshavara) zusammengetan, als auch die Besetzung mit Dennis Enyan zum Quartett erweitert.
Vielleicht ist es kein Zufall, dass die Musik auf Fear Talk, dem Debütalbum der Kölner Band Xul Zolar eine gewisse malerische Qualität aufweist. Immerhin hat sich die Band nach einem Maler aus dem 20. Jahrhundert benannt, dem Argentinier Xul Solar (mit bürgerlichem Namen Oscar Agustín Alexander Schulz Solari).
Genau wie die Bilder der Impressionisten vermittelt ihre Musik ein Gefühl der Nostalgie und Unmittelbarkeit und versprüht eine Aura, die man romantisch nennen könnte. Trotz der deutlich hörbaren Einflüsse von Künstlern wie The Smiths, Talking Heads oder sogar Phil Collins, ist Fear Talk - das vom visionären Kölner Produzenten Marvin Horsch aufgenommen wurde - ein Album auf der Höhe der Zeit, wie der Einsatz stark prozessierter Vocals, an frühen Dubstep erinnernde Sub-Kick Samples und von Electronica beeinflussten Clicks-and-Cuts belegt. Das Alte wird verbogen, verformt und in etwas völlig Neues verwandelt.
Textlich kreist das Album um persönliche Themen wie Liebe und Verlust, wenngleich auf höchst abstrakte und metaphorische Weise. Doch das Persönliche ist immer schon politisch und findet niemals in Isolation des Individuums von seiner Umgebung statt. Dies spiegelt sich auch im Titel des Albums, Fear Talk, wieder, der sowohl als Anspielung auf die wachsende Unsicherheit einer Generation verstanden werden kann, als auch als Kommentar zu der weltweit um sich greifenden Panikmache durch Populisten und Demagogen, die der Zeit, in der Fear Talk entstanden ist, ihren düsteren Stempel aufgedrückt hat.
Fear Talk wurde im Sommer und Herbst 2016 von Marvin Horsch (Woman, Keshavara) im Gottesweg, Köln aufgenommen und produziert. Gemischt wurde das Album von Marius Bubat (Coma) und Jan-Philipp Janzen (Von Spar, Cologne Tape), gemastered von Robin Schmidt. Die Album PR übernimmt Nordic By Nature, Berlin. Das erste Video wird premiert von Intro.de.
"Happy Freedom Tour 2017
präsentiert von INTRO, DIFFUS Magazin & Musikbox
24.11.17 Köln, Arthefter
01.12.17 Essen, Hotel Shanghai
05.12.17 Hamburg, Über & gefährlich
06.12.17 Berlin, Kantine am Berghain
07.12.17 Leipzig, Kulturzentrum So&So
08.12.17 Stuttgart, Kellerclub
09.12.17 Frankfurt am Main, Lotte Lindenberg
Tour 2018 TBA
Im September 2017 haben der DIY-Tausendsassa Angela Aux alias Florian Kreier und der Downbeat-Slacker Leroy Miller eine Kassette mit dem Titel "Grain In Vain" veröffentlicht. Nun, nur wenige Monate später, schiebt das Label Schamoni Musik die gleichnamige LP der Supergroup der Münchner Subkultur hinterher. Leroy kennt man zum Beispiel aus den Bands Das Hobos und Chat Group sowie solo als DJ und Produzent. Angela Aux ist Teil von Aloa Input, veröffentlicht als Heiner Hendrix Kurzgeschichten sowie Gedichte und organisiert das multimediale Kulturfestival Panama Plus. "Grain In Vain" zelebriert mit knisternden Gitarrenakkorden und analogen Beats anrüchige Lo-fi-Hymnen auf das Leben zwischen Grundeinkommen und Überschwang. Das Ganze siedelt mit Mut zur Lücke irgendwo zwischen Blues, Americana, Folk und Indiepop einerseits sowie Freak Brothers und Donald Duck andererseits. Dem Vernehmen nach verbrachten die beiden Künstler nur zwei Stunden im Studio, um so den berühmten Moment auch wirklich einzufangen. Das Experiment scheint geglückt.
Neue EP des Electronic Duos Emptyset, bestehend aus James Ginzburg und Paul Purgas, auf dem Chicagoer Kultlabel Thrill Jockey. Die Beiden loten mit jedem Release die Grenzen des Machbaren aus und experimentieren mit minimalistischen Ansätzen und kreieren gänzlich ungewöhnliche viszeral-raue wie auch hypnotisch-rhythmische Klangwelten. Emptyset waren bereits Teil diverser Kunstprojekte, zum Beispiel der Architecture Foundation Installation im Ambika P3 Raum, in der Nähe der Londoner Baker Street, oder dem Tate Britain's Performing Architecture Programme, in dessen Rahmen sie gemeinsam mit dem Konzept-Künstler Cevdet Erek die Installation Spike Island realisierten, welche im Londoner Victoria and Albert Museum zu sehen war. Eine überaus ungewöhnliche Performance lieferte die Band auch letztes Jahr in Berlin, als sie live während der Show Signale via Radiowellen einmal 1000km durch due Ionosphäre nach Frankreich und zurück schickten und inklusive der dadurch entstehenden Einflüsse auf den Klang in den Auftritt integrierten.
Mit zwei Jahrzehnten Erfahrung im Nachtleben, auf Festivals, Afterhours und Beachparties gibt es keinen Zweifel daran, dass Superpitcher weiss, wie man eine verdammt gute Party schmeisst. - Brother ist der personifizierte Party Track und eine Ode an die Nacht. Ultra-schicker Disco Groove treffen auf träumerische Vocals.
- Sleepy Head dagegen ist ein hypnotisches künstlerisches Statement - eine skurrile Einlage, die gerade rechtzeitig vor dem großen - The Golden Ravedays Finale kommt.
Nach seinem im August 2016 erschienenen siebten Studioalbum "Partners" schließt Peter Broderick das Jahr 2016 mit der außergewöhnlichen EP "Grunewald" ab, die wie gewohnt via Erased Tapes veröffentlicht wird. Für alle die Hall mögen, ist "Grunewald" ein wahrgewordener Traum. Die fünf Tracks entstanden in nur einer Nacht in den majestätischen Räumen der etwas abgelegenen Berliner Grunewald-Kirche. Sie erkunden die faszinierende Partnerschaft zwischen der Raumakustik und Brodericks Solo-Darbietungen auf dem Klavier und der Violine. Während des Mischens der Aufnahmen wurde kein künstlicher Hall oder Delay benutzt, nur der natürliche Klang des epischen Kirchenraumes kommt zur Geltung. Die Größe des Kirchenraumes und dessen natürliche Interaktion mit den genutzten Instrumenten wiederspiegelnd, ist die "Grunewald"-EP zugleich auch eine Hommage an einen ungewöhnlichen Ort, der Zufluchtsstätte für eine ganze Generation zeitgenössischer Komponisten geworden ist. Tatsächlich war die Kirche zwischen 2008 und 2011 ein Hotspot für eine bestimmte Künstlergruppe um Nils Frahm.
Our POP AMBIENT compilation series returns for its 2018 instalment, with series curator Wolfgang Voigt presenting another batch of hand-picked recordings from genre veterans and newcomers alike. The more seasoned among this year's contributors are easily identified by their individual artistic sensibilities, ranging from the morphing, organic rhythms of THE ORB's sample collages (on SKY'S FALLING) to KAITO's ethereal, trance-infused soundscapes (TRAVELLED BETWEEN SOULS) and MIKKEL METAL's intimate ambient songwriting (SHAME).
They join the ranks of Pop Ambient scholars such as MAX WÜRDEN & THORE PFEIFFER (co-authoring the sparkling PANORAMA), Magazine's JENS-UWE BEYER (creating rich drama out of cinematic textures on ATHOS) or Adjunct's KENNETH JAMES GIBSON (who pairs soaring strings with bubbly percussion on DISINCLINED TO VACATE). Pfeiffer can also be found working with genre mainstay LEANDRO FRESCO on opener SPLINTER, crossing the growth rings of the Pop Ambient family tree with a subtle, atmospheric collaboration. Another welcome return to the roster, Jörg Burger dusts off his iconic TRIOLA project last heard on Pop Ambient 2013 (KOMPAKT 269 CD 103) with the floating, echo-drenched cut L'ATALANTE.
After making his Pop Ambient debut on last year's instalment (KOMPAKT 365 CD 135), YUI ONODERA continues his exploration of deep, intricate string sounds on PRISM and NINE CHAINS TO THE MOON (CD only) - it's compelling material that shows the Tokyo-based musician and architectural acoustic designer as a strong addition to the Pop Ambient talent pool. He's joined by the two latest recruits to the series, both well-established artists in their own right: techno provocateur T.RAUMSCHMIERE flexes his drone muscles on the elegiac ETERNA, while pedal steel guitar maestro CHUCK JOHNSON creates expanding sonic spaces on the meditative BRAHMI - a uniquely immersive cut that draws from the idiosyncratic country post-rock he established on his acclaimed 'Balsams' full-length released earlier this year.
(de) Unsere POP AMBIENT Compilation-Serie kehrt für 2018 ins Rampenlicht zurück, natürlich kuratiert von Wolfgang Voigt, der auch für die aktuelle Ausgabe eine handverlesene Auswahl an Genre-Veteranen und Neuzugängen präsentiert. Bereits vorhandene Erfahrung mit der Mission macht sich unter den diesjährigen Beiträgen schnell bemerkbar - dank individueller Künstlerperspektiven,
von den organisch-rhythmischen Samplecollagen THE ORBs (zu hören auf SKY'S FALLING) zu KAITOs ätherischen Trance-Klanglandschaften (TRAVELLED BETWEEN SOULS) und MIKKEL METALs intim wirkendem Ambient-Songwriting (SHAME).
Im 2018er Line-Up treffen sie auf die neue Pop-Ambient-Schule, vertreten durch MAX WÜRDEN & THORE PFEIFFER (die gemeinschaftlich für das glitzernde PANORAMA verantwortlich zeichnen), Magazine-Mitbetreiber JENS-UWE BEYER (der auf ATHOS reiche Dramatik aus Texturen zaubert) oder Adjunct-Boss KENNETH JAMES GIBSON (mit aufsteigenden Streichern und sprudelnder Percussion auf DISINCLINED TO VACATE unterwegs). Pfeiffer findet sich ausserdem auf dem Albumopener SPLINTER wieder, eine subtile, stimmungsvolle Aufnahme, die er zusammen mit Genre-Wegbereiter LEANDRO FRESCO produziert hat - gewissermassen generationsübergeifend über die Jahresringe des Pop-Ambient-Stammbaums hinweg. Als weiteres altvertrautes Gesicht der Serie entstaubt Jörg Burger sein beliebtes TRIOLA-Projekt, welches wir zuletzt auf Pop Ambient 2013 (KOMPAKT 269 CD 103) gehört haben, und legt das durch die Wellen gleitende, echogetränkte
L'ATALANTE vor.
Nach seinem Pop-Ambient-Debüt auf der letztjährigen Ausgabe (KOMPAKT 365 CD 135) führt YUI ONODERA seine Erkundung tiefer, vielschichtiger Streicherklänge mit PRISM und NINE CHAINS TO THE MOON fort - zwingendes Material, dass den in Tokyo ansässigen Musiker und Architektur-Klangdesigner als besonders überzeugenden Zuwachs zum Pop-Ambient-Talentpool kennzeichnet. Zu ihm gesellen sich zwei Serien-Neuzugänge, die bereits äusserst erfolgreich an anderen Fronten tätig waren: der Techno-Provokateur T.RAUMSCHMIERE lässt auf dem elegischen ETERNA seine Drone-Muskeln spielen, während der gefeierte Pedal-Steel-Gitarrist CHUCK JOHNSON mit dem meditativen BRAHMI stetig wachsende Klangräume erschafft - ein herausragender Track ganz im Stile des eigenwilligen Country Post-Rocks, den er auf dem zuvor in diesem Jahr erschienenen 'Balsams'-Langspieler verewigte.
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Der britische Produzent und DJ WEN veröffentlicht Ende Juli sein Big Dada Debüt auf 12inch (inklusive Download). Die 4-Track EP "Carve + Gaze" folgt auf eine Reihe von EPs und Singles auf Labels wie Tectonic, Keysound und Soundman Chronicles. Bei der Songauswahl wurde er von der "Gaze Theory" inspiriert, einer Theorie, die sich mit der Art und Weise beschäftigt, wie wir Kunst aufnehmen und zum Ziel hat, eine Methode zu entwickeln, um diese in den kreativen Schaffensprozess einzubinden. "Carve + Gaze" begann als eine Ansammlung von Songs, welche WEN auf regnerischen, spätnächtlichen Fahrten durch seine Heimatstadt Margate abhörte und final zusammenstellte. Auf weltweit 700 Einheiten limitiertes schwarzes Heavyweight 12" Vinyl (180g) inklusive Downloadcode.
(en) While the last Kompakt offering from legendary Russian synthesists SCSI-9 dates back to 2008, when the duo released their album Easy As Down' (KOMPAKT CD 068), co-founder and techno/house virtuoso ANTON KUBIKOV kept himself busy cultivating his own label Pro-Tez Records - and establishing a career as solo artist with a clear penchant for dub-infused soundscapes and ambient music. WHATNESS is Kubikov's first solo full-length under his proper name, weaving airy and iridescent sonic tapestry that takes up where his excellent contributions to our Pop Ambient compilations left off.
ANTON KUBIKOV's special ear for ambience and tonal spaces was always an integral part of SCSI-9's musical DNA that would alternate between tight dance workouts and vast melodic range - but it's as a solo artist that he truly started to explore these spaces, following mysterious sonic trails into foggy, reverb-heavy territory. Kubikov's contributions to the several instalments of our Pop Ambient compilation series announced the arrival of a promising new project in our talent pool - a promise more than satisfied with the immersive sound bath of first solo outing WHATNESS.
Going from the richly layered electronic drones of LIQUID MIRROR or ENTRANCE to the lush ambient dub of OTHER THE SEA and KURT'S FOREST, or the minimalist, evocative piano of OKTOBER and PIA, the album covers lots of stylistic ground, but remains committed to its overall aesthetic of misty mountains and serene valleys. With the endearing APRIL, a true Pop Ambient classic from the 2016 compilation (KOMPAKT 345 CD 128) makes a welcome return, priming the canvas for the subtle bass throb of NORTH and its charming synth bell orchestra. Masterfully refining and extending his sonic pallet on WHATNESS, ANTON KUBIKOV can claim his spot among the very best of today's ambient composers.
(de) Obwohl die letzte Kompakt-Offerte aus dem Studio der legendären russichen Synthesizeristen SCSI-9 schon eine Weile zurückliegt - 2008, um genau zu sein, mit dem Album Easy As Down' (KOMPAKT CD 068) -, hat Co-Gründer und Techno/House-Virtuose ANTON KUBIKOV nicht auf der faulen Haut geaalt, sondern sein eigenes Label Pro-Tez Records gepflegt - und eine Karriere als Solo-Künstler mit klarem Drang zur verdubbten Tonlandschaft und Ambient-Musik in die Wege geleitet. WHATNESS ist seine erste Solo-Album-Veröffentlichung unter eigenem Namen und webt einen luftigen wie schillernden Klangteppich, der genau da weitermacht, wo Kubikovs exzellente Beiträge zu unserer Pop Ambient Compilation-Reihe aufgehört haben.
ANTON KUBIKOVs besonderes Ohr für Ambientes und tonale Räume war schon immer integraler Bestandteil von SCSI-9s musikalischer DNA, die gerne zwischen fokussierter Tanzathletik und ausufernden Melodieräumen changiert - doch erst als Solo-Künstler macht er sich daran, diese Räume wirklich auszuloten und geheimnisvollen Klangspuren in neblige, hallende Gegenden zu folgen. Kubikovs Gastspiele auf mehreren Ausgaben unserer Pop Ambient-Serie deuteten auf ein vielverprechendes neues Projekt im Talentpool hin - ein Versprechen, das mit dem mitreissenden Klangbad von WHATNESS mehr als erfüllt wird.
Von den reichhaltig verschichteten elektronischen Drones von LIQUID MIRROR oder ENTRANCE zum üppigen Ambient-Dub von OTHER THE SEA und KURT'S FOREST, oder dem minimalistischen, andeutungsreichen Klavierspiel auf OKTOBER und PIA erstreckt sich das Album über viel Stilgebiet, bleibt aber der eigenen Ästhetik dunstiger Gebirgszüge und einsamer Täler true. Mit dem überaus reizenden APRIL macht ausserdem ein echter Pop Ambient-Klassiker von der 2016er Ausgabe (KOMPAKT 345 CD 128) seine Aufwartung und bereitet den Boden für den subtil pochenden Bass von NORTH nebst charmantem Synthieglockenorchester. Meisterhaft veredelt und aufgebohrt, ist ANTON KUBIKOVs Klangpalette auf WHATNESS Grund genug ihm einen Platz zwischen den besten Ambientkomponisten unserer Tage zu sichern.
3xLP+CD Artbook
(en) - Nearly two decades after the last official GAS album release, Wolfgang Voigt returns to his iconic Ambient project with a brandnew full-length.
- NARKOPOP continues the classic GAS aesthetic of symphonic scope and subtle variation, taking the listener on an otherworldly journey to the depths of rapture and reverie.
- Available as luxurious hardcover CD incl. 24 pages booklet.
In the body of work of Cologne artist Wolfgang Voigt - who, like few others, has informed, shaped and influenced the world of electronic music with countless different projects since the early 1990s -, GAS stands out in particular as a saturnine sound cosmos based on heavily condensed classic sequences. Even after nearly 20 years, the sound of GAS doesn't seem to have lost any of its luster, as shown by the commanding success of Kompakt's fall 2016 re-release of the essential back catalogue as a 10xLP/4xCD box set.
The overwhelming feedback from a loyal international fan community and worldwide media outlets attests once again to the sheer timelessness of GAS. Which is why it will feel like hardly a day has passed since the release of the last official album 'Pop' nearly two decades ago, when Wolfgang Voigt resumes this specific creative path with the upcoming new full-length NARKOPOP.
Even in the here and now, the unmistakable vibe of GAS immediately hits home, taking the listener on an otherworldly journey with the very first sounds, drawing him or her into an impervious sonic thicket, down to the depths of rapture and reverie. From wafts of dense symphonic mist emerges a floating and whirling feeling of weightlessness, before the listener steps into an eerily beautiful forest of fantasy, pulled in by the allure of a narcotic bass drum.
While earlier GAS tracks were often based on the hypnotic effects of looping techniques, the 10 new pieces on NARKOPOP unfold their magic in a more entwined manner, sometimes with the sonic might of an entire philharmonic orchestra, sometimes as subtle and fragile as the most delicate branch of a tree with many. A main characteristic of Voigt's oeuvre, the coalescence of seemingly contradictory stylistic aspects such as harmonious and atonal, concrete and abstract, light and heavy, near and far is also a decisive feature of NARKOPOP.
In accordance with the transgressive spirit of his collective work, Voigt carries the aesthetic conceptions of his music over to the realm of the visual. Based on his abstract forest pictures, the GAS artwork addresses Voigt's artistic affinity to romanticism and the forest as a place of yearning. For the first time, a closer look at the cover of NARKOPOP reveals signs of architectural fragments which hint at another, maybe parallel world behind Voigt's forest. Truth is the prettiest illusion.
(de) - Fast zwei Jahrzehnte nach dem letzten offiziellen GAS-Albumrelease kehrt Wolfgang Voigt mit einem brandneuen Langspieler zu seinem legendären Ambientprojekt zurück.
- NARKOPOP setzt die klassische GAS-Ästhetik zwischen symphonischer Grösse und subtiler Variation fort, eine Reise zu den Untiefen von Rausch und Entrücktheit.
- Erhältlich als luxuriöse Hardcover CD- Erhältlich als luxuriöse Hardcover CD inkl. 24-seitigem Booklet.
Aus dem Gesamtwerk des Kölner Künstlers Wolfgang Voigt, der mit seinen unzähligen unterschiedlichen musikalischen Projekten seit den frühen 1990er Jahren wie kaum ein Zweiter die elektronische Musikwelt geprägt, gestaltet und beinflusst hat, ragt sein Projekt GAS, ein auf stark verdichteten Klassiksequenzen basierendes, düsteres Klangkunstwerk, in ganz besonderem Maße heraus. Dass der Sound von GAS auch nach fast 20 Jahren scheinbar nichts von seinem Zauber und seiner Kraft verloren hat, zeigte eindrucksvoll der große Erfolg des im Herbst 2016 als 10xVinyl/4xCD Box auf Kompakt wieder veröffentlichten Backkatalogs.
Die überwältigende Resonanz, sowohl seitens der treuen internationalen Fangemeinde als auch der weltweiten Presse, bezeugte einmal mehr die schiere Zeitlosigkeit von GAS. Daher fühlt es sich auch an, als sei kaum ein Tag vergangen, wenn Wolfgang Voigt nun mit NARKOPOP genau da den künstlerischen Faden wieder aufnimmt, wo das letzte offizielle Album »Pop« ihn vor fast zwei Jahrzehnten hat fallen lassen.
Auch hier und heute verfängt der unverwechselbare Geist von GAS unmittelbar und nimmt den Hörer bereits mit den ersten Tönen mit in eine andere Welt, zieht ihn hinein in ein undurchdringliches Dickicht aus Klang, hinunter in die Untiefen von Rausch und Entrücktheit.
Aus dichten sinfonischen Nebelschwaden entsteht ein Schweben und Taumeln, ein Gefühl der Schwerelosigkeit, bevor der Zuhörer von der Anziehungskraft einer narkotischen Bassdrum wieder hinunter in den schaurig-schönen Fantasie-Wald gelockt wird.
Während frühere GAS Tracks oft auf der hypnotischen Wirkung des Loops basierten, entfalten die 10 neuen Stücke auf NARKOPOP ihre Magie auf verschlungeneren Pfaden, mal mit der klanglichen Wucht eines ganzen Philharmonieorchesters, dann wieder so zart und zerbrechlich wie der feinste Ast eines weit verzweigten Baumes. Das für Voigts Arbeiten so typische Ineinanderfließen scheinbar widersprüchlicher stilistischer Aspekte wie harmonisch und atonal, konkret und abstrakt, leicht und schwer, nah und fern ist auch auf NARKOPOP essenziell.
Im Sinne seines grenzüberschreitenden Schaffens, überträgt Voigt die ästhetischen Konzeptionen seiner Musik auch auf die Ebene des Visuellen. Das auf seinen abstrakten Waldbildern basierende GAS Artwork thematisiert Voigts künstlerischen Nähe zur Romantik und dem Wald als Sehnsuchtsort. Wer einen genaueren Blick auf das Cover von NARKOPOP wirft, der wird erstmalig Andeutungen architektonischer Fragmente entdecken, die eine andere, vielleicht parallele Welt hinter dem voigt'schen Wald erahnen lassen. Wahrheit ist der schönste Schein.
Die Bauarbeiterweste übergestreift, Schwarzlicht an und die Anlage auf Maximum - HGich.T (gesprochen: HaGe-Ich-Te), die Speerspitze der elektronischen Hauruckkonzepte, zieht uns mal wieder das Fell über dieOhren. Nach "Mein Hobby: Arschloch" (2010), "Lecko Grande" (2012) und "Megabobo" (2014) ist "Therapie wirkt" das vierte Album des Hamburger erformance-Kollektivs. Das Opus Magnum für ein authentisches Miteinander im Hier und Jetzt lässt Reminiszenzen an Pink Floyd ("Another Brick In The Wall") oder auch Yes ("Owner Of A Lonely Heart") durchscheinen, inhaltlich geht's gewohnt doppeldeutig zu. Ist das postmodern gewendete Ironie oder spätpubertäres Draufhauen Kunst oder Mummenschanz Absicht oder Dilettantismus Die Absolventen der HFBK (Hochschule für bildende Künste Hamburg) halten sich diesbezüglich bedeckt. "Vielleicht eine Art Gesellschaftskritik für Clubgänger und Electrofreunde ohne Tränen der Verzweiflung wie bei Blumfeld oder Bonny Tyler", befand ein Redakteur des NDR. Und Tapete-Chef Gunther Buskies ist sich sicher: "Die nehmen das, was sie machen, total ernst." Parallel zur CD und LP Perscheint "Therapie wirkt" in einer limitierten Vinylauflage von 500 Stück mit Instrumentals aus dem HGich.TKatalog
Mit mittlerweile 78 Millionen verkauften Alben ist Marshall Bruce Mathers III alias Slim Shady alias Eminem als HipHop-Künstler längst in Dimensionen vorgestoßen, von der die Konkurrenz nur träumen kann. Sein kreatives und persönliches Tief hat er bereits mit dem 2009 veröffentlichten Comebackwerk Relapse hinter sich gelassen. Statt, wie zuerst angekündigt, diesem Album einen bereits weitgehend fertiggestellten zweiten Teil folgen zu lassen, hat er alle diese Pläne kurzentschlossen wieder über den Haufen geworfen und komplett von vorne angefangen. Mit Recovery ist ihm eine der stärksten Platten seiner an Höhepunkten nicht geraden armen Karriere gelungen. Unter der wie gewohnt souverän zurückhaltenden Regie von Executive Producer Dr. Dre lieferten unter anderem DJ Khalil, Mr. Porter, Emile Haynie, Just Blaze und Boi 1da ausschließlich erstklassige Beats ab, die Eminem mit seinen Reimen in gewohnter Manier verziert. Bereits beim Opener, dem wütenden "Cold Wind Blows", präsentiert sich Slim Shady in absoluter Bestform, ebenso wie beim etwas verhaltener aber nicht mit weniger Nachdruck vorgetragenen, stark autobiographisch eingefärbten "Talkin' 2 Myself", bei dem Sänger Kobe und dezente Rock-Elemente für den nötigen musikalischen Kontrast sorgen. Nach einer kurzen Verschnaufpause folgt dann mit dem gemeinsam mit Pink eingespielten "Won't Back Down" einer der absoluten Höhepunkte der Platte. Eine ungemein elektrisierende Nummer, bei der Produzent DJ Khalil erneut erfolgreich auf harte Gitarrenklänge setzt. Besonders beeindruckend fällt auch die Midtempo-Hymne "Going Through Changes" aus, deren Gesangsrefrain sich Eminem kurzerhand beim Black Sabbath's Klassiker "Changes" ausgeborgt hat. Doch auch ohne fremde Hilfe macht er zum Beispiel im Track "Not Afraid" eine gute Figur. Sehr stark fällt auch der zusammen mit Lil Wayne aufgenommene Titel "No Love" aus, bei dem als tragendes Element ein Sample von Haddaway's unverwüstlichem Hit "What Is Love" aus dem Jahr 1993 zum Einsatz kommt, sowie das bereits als Single erfolgreiche Love The Way You Lie, bei dem Rihanna als Gastsängerin brilliert.
Weird-Pop-Männerfreundschaft: Connan Mockasin und LA Priest vereinen ihre Kräfte unter dem Moniker Soft Hair!
Unter dem Moniker Soft Hair haben sich gleich zwei Enfants Terribles der Szene zusammengefunden. Sam (Eastgate) Dust ist bereits unter seinem Pseudonym LA Priest Mitglied der Domino Familie. Zusammen mit Connan Mockasin haben beide jetzt die Haare schön. Soft Hair ist ein Projekt, das Mockasin und Dust schon vor über fünf Jahren auf Facebook angekündigt hatten. Das war etwa ein Jahr, nachdem die beiden sich auf der letzten Tour von Late Of The Pier kennengelernt hatten. Connan hatte damals den Support für Sam Dusts Band gespielt. Während Sam Dust aber die Welt bereiste, seine eigenen Instrumente erfand, malte und Bildhauerei lernte, bevor er 2015 als LA Priest sein Solo Debüt "Inji" veröffentlichte, veröffentlichte Mockasin mit "Forever Dolphin Love" und "Caramel" sogar zwei vielbeachtete Alben, tourte mit denen durch die ganze Welt und arbeitete mit Künstlern wie Vince Staples, Charlotte Gainsbourg und James Blake. Es ist so also kaum verwunderlich, dass es mehr als fünf Jahre gedauert hat, bis das Album der beiden fertig wurde. Alle Songs wurden in einer Sozialwohnung in St. Anne und einer Fabrik in Sneinton in Nottingham aufgenommen, über einer Autoreparaturwerkstatt und einem alten Schulgebäude in Anawhata, Neuseeland, im Keller und Schlafzimmer von Sams Haus in Loughborough, in Connans Wohnung nahe Old Street, London, im Studio Ferber, Paris, in einem Bungalow in Kurby Muxloe, in Leicestershire und ein bisschen auch in Hotels überall in Europa
Der Intermedia-Künstler Conrad Schnitzler (1937 - 2011) ist einer der wichtigsten Vertreter deutscher Elektronik-Avantgarde. Er gründete 1967/68 den legendären Berliner Subkultur-Club Zodiak, war Mitglied bei Tangerine Dream und Kluster und veröffentlichte zahlreiche Soloalben. In seinem kaum überschaubaren Archiv fanden sich auch zwei Bänder mit der Beschriftung "Filmmusik 1975 A" und "Filmmusik 1980 B". Zu welchen Bildern diese Stücke gehören, lässt sich nicht mehr zuordnen, was auch daran liegt, dass sie allesamt keine Namen haben. Es ist noch nicht mal sicher, ob es überhaupt jemals Filmmaterial dazu gab.Auch die Jahreszahlen haben wahrscheinlich nichts zu sagen, da die Bänder teilweise dieselben Stücke enthalten, wenn auch in unterschiedlicher Qualität. "Filmmusik 1" präsentiert eine erste Auswahl dieser rundstücke, die für Schnitzlersche Verhältnisse erstaunlich zugänglich sind: hypnotische Bassläufe, stoische Drumbeat-Rhythmen und kristallene Melodiefetzen.
Ellis Island war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das Tor zu Amerika. Mehr als zwölf Millionen Menschen kamen hier vor den Toren New Yorks an und hofften, die USA bald Heimat nennen zu dürfen. Der französische Künstler, Regisseur und Fotograf JR, dessen Identität bis heute unbekannt ist, greift mit seinem 15-minütigen Kurzfilm "Ellis" und der Geschichte eines Migranten diesen Faden auf.
Mit Robert de Niro in der Hauptrolle, führt "Ellis" durch die bröckelnden Hallen des verlassenen Krankenhaus-Komplexes von Ellis Island, der heute JRs Kunstinstallation "Unframed" beherbergt.
Es ist ein Ort, der die Hoffnungen und Ängste jener, die ihn durchschritten, zurückstrahlt - und deren Echos heute lauter denn je zurückhallen. Verschlungen mit dieser Erzählung ist eine Filmmusik, die von dem französischen Songwriter Yoann Lemoine aka Woodkid komponiert und von Nils Frahm aufgeführt und mitverfasst wurde.
Die zarten Klavier-Motive von "Winter Morning I" vollenden sich in einem Crescendo von Streichern, während das schwellende Harmonium von "Winter Morning II" das Fundament für de Niros Geschichte bildet: eine Lobrede auf jene, die das moderne Amerika schufen.
When Kompakt came across Amsterdam-based Harm Coolen and Merijn Schotte Albers aka WEVAL back in 2014, we were blown away when we heard their slow-burning, darkly emotive tracks.
Their debut EP 'Half Age' on Atomnation featured painfully intimate and surprisingly kinetic electronic chamber pop that convinced us they were a perfect fit in Kompakt's family. Following two widely acclaimed EPs for Kompakt and playing numerous festivals including DGTL, Reeperbahn, Iceland Airwaves and Piknic Electronik, we now see the two tackle their self-titled debut full-length WEVAL. What you have before you is not a mere collection of tracks, but a complete listening experience with organic flow, emotional heft and a narrative thread.
Smitten with WEVAL's uniquely personal and catchy approach to producing dark electronic music, it didn't take much to win us over... and so came WEVAL's acclaimed 2014 label debut EASIER EP (KOMPAKT 318), followed by the bold and beautiful 2015 offering IT'LL BE JUST FINE / GROW UP (KOMPAKT 344) which saw the two soundsmiths digging deeper into the granularities of electronic funk than ever before. However, Harm and Merijn's music - while astonishingly fully-formed even in its earliest stages - always seemed destined for more, a bigger format, more space to explore the nooks and crannies of their rapidly evolving sound cosmos. Simply put, they needed to think about an album and their beloved living room studio wasn't cutting it anymore.
An old school building became WEVAL's new home, repurposed to house small creative businesses - but in the summer of 2015, it was abandoned most of the time, with everybody out in the sun while our heroes turned the building's attic into a sweet spot to make some noise, have 24-hour access and lose track of time. And apart from a sketchy tenant being evicted, the occasional soccer game with friends and live gigs across Europe, there really was no interruption to the focussed vibe. It's not like they were looking for distraction anyway: "working on the album all by ourselves in this bloody hot attic was all we had on our mind", the artists admit. And they decided that their album shouldn't sound too clean: "We try to find the beauty in imperfection. It makes things sound more human".
Weval draw their inspirations from no single genre of music but a cumulation of music that inspires them. The results present an astonishingly coherent vision - cuts like the dramatic THE BATTLE, bass growler I DON'T NEED IT or the trippy epic MADNESS share the same DNA of zestful nostalgia, a knack for immersive sound-sculpting and that certain kink in the groove. They also feed on deeply personal experiences and moods, as exemplified by the haunting electronic ballad YOU'RE MINE, the carefully layered, polaroid-tinted JUST IN CASE or the beautifully voiced closer YEARS TO BUILD. And sometimes, it's just an old, out-of-tune piano that stands in the hallway: "Whenever I'd pass by it, I couldn't resist playing it", says Merijn, "so Harm decided to start recording and it became an integral part of YOU MADE IT (PART I)". No doubt about it: this is WEVAL's most powerful and organic material yet - which means a lot, considering the amount of skill already on display in their small, but weighty portfolio.
(de) Als sich 2014 in Amsterdam Kompakts Wege mit denen von Harm Coolen und Merijn Schotte Albers aka WEVAL kreuzten, waren wir sofort Feuer und Flamme für ihre schwelenden, emotional aufgeladenen Tracks. Ihre Debüt-EP "Half Age" auf Atomnation präsentierte intimen und überraschend kinetischen, elektronischen Kammer-Pop, der wie angegossen zu Kompakt zu passen schien. Nach zwei vielbeachteten EPs auf dem Label und einer Reihe von Festvialgigs (inklusive DGTL, Reeperbahn Festival, Iceland Airwaves und Piknic Electronik) nehmen Weval nun mit dem gleichnamigen Release ihr erstes Album in Angriff. Und legen dabei nicht einfach nur eine Ansammlung von Tracks vor, sondern kreieren eine komplette Hörerfahrung mit organischem Flow, emotionalem Gewicht und einm roten Faden.
Angetan vom einzigartig persönlichen und mitreissend düsteren Klang WEVALs brauchte es nicht viel um uns zu überzeugen... und so kam es 2014 zum gefeierten Labeldebüt EASIER EP (KOMPAKT 318), gefolgt vom kühnen und wunderschönen 2015er Release IT'LL BE JUST FINE / GROW UP (KOMPAKT 344), für das die beiden Soundtüftler tiefer denn je in die Granularitäten des elektronischen Funks abtauchten. Nichtsdestotrotz - und obwohl sie schon von Anfang an ausgereift klang - schien die Musik von Harm und Merijn auf dem 12"-Format stets bestimmt für mehr: mehr Freiraum um auch die äussersten Winkel ihres rapide expandierenden Soundkosmos zu erkunden. Sie mussten schlichtweg zum Langspielformat wechseln, und ihr heissgeliebtes Wohnzimmerstudio konnte da nicht mehr mithalten.
Ein altes Schulgebäude wurde schliesslich WEVALs neues Zuhause, umfunktioniert für kleine Kreativunternehmen - doch im heissen Sommer 2015 stand es zumeist leer, da alle draussen in der Sonne badeten, während unsere Helden im Schweisse ihres Angesichts das Kellergeschoss in ein lärmfestes Aufnahmestudio verwandelten. Mit Studiozugang rund um die Uhr liess es sich bestens die Zeit vergessen. Und abgesehen von der Räumung eines zwielichtigen Nebenmieters, dem gelegentlichen Fussballspiel mit Freunden und natürlich Live-Gigs in ganz Europa, gab es auch keine Ablenkungen vom hochkonzentrierten Kreativfluss. Ablenkungen, die das Duo ohnehin nicht suchte: "ganz allein in diesem verdammt heissen Keller am Album arbeiten war alles, was wir im Sinn hatten", geben die Künstler zu. Und sie entschieden sich, dass ihr Album nicht zu sauber klingen sollte: "Wir versuchen die Schönheit im Makel zu finden. Es lässt die Dinge einfach menschlicher wirken."
Weval beziehen ihre Inspiration nicht aus einem einzelnen musikalischen Genre, sondern eher aus einer Akkumulation von Musik, die sie inspiriert. Die Ergebnisse zeichnet eine beeindruckend kohärente Vision aus - Aufnahmen wie das dramatische THE BATTLE, der Bassknurrer I DON'T NEED IT oder die Trip-Saga MADNESS teilen diesselbe DNA aus schwungvoller Nostalgie, einer Schwäche für immersive Klangschnitzerei und einer gewissen Delle im Groove. Sie nähren sich auch aus zutiefst persönlichen Erfahrungen und Stimmungen, wie zum Beispiel bei der eindringlichen elektronischen Ballade YOU'RE MINE, dem vorsichtig geschichteten, polaroid-gefärbten JUST IN CASE oder dem wunderschön gesungenen Schlussakt YEARS TO BUILD. Und manchmal ist es nur ein altes, verstimmtes Klavier, das im Flur herumsteht: "Immer wenn ich dran vorbei lief, musste ich darauf herumklimpern", erklärt Merijn, "also wurde es ein zentraler Bestandteil von YOU MADE IT (PART I)". Kein Zweifel: dies ist WEVAL's stärkstes und organischstes Material bisher - was durchaus was bedeutet, wenn man das Talent bedenkt welches bereits in schmalen, doch gewichtigen Portfolio der Band steckt.
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Not one to be pigeonholed, highly respected DJ and producer WILL SAUL has always run the gamut of electronic dance music: from deep house to techno and UK bass, his sets and tracks like to rock the boat of any given genre, taking in contemporary impulses as well as classic inspirations. As label honcho for iconic imprints like Simple or Aus Music, he further honed his ear for the perfect groove and was invited to bring his expert selection to the revered DJ Kicks mix series in 2014. A remix collaboration with fellow UK producer October for Michael Mayer's MANTASY REMIXE 2 (KOMPAKT 272) turned out to be a fine first foray into Kompakt territory - now to be succeded by the LOST IN TIME EP, for which he teamed up with Bristol-based soundsmith KOMON. Komon & Will have been collaborating for many years, resulting in tracks on Will's DJ Kicks and remixes for labels such as Ninja Tunes (Kelis) and Houndstooth (Throwing Snow). Komon has been a mainstay on Will's Aus Music imprint, with solo releases and regular collaborations with Appleblim. For Kompakt, they turn in a swooping trio of floor-versed cuts that are no strangers to atmosphere and experimentation, but like to keep the crowd in check with outbursts of pressurized funk. Leading the pack is the title cut featuring quality vocals from BEN WESTBEECH (aka Breach), flanked by the introspective DRONE and immersive mover DIGITAL PARADISE - a versatile and powerful outing from two artists that know perfectly well how to set the scene.
(de) Als einer, der sich nie leicht kategorisieren ließ, hat der hochrespektierte DJ und Produzent WILL SAUL stets die gesamte Bandbreite der elektronischen Tanzmusik zum Thema gemacht: von Deep House zu Techno und UK Bass findet alles den Weg in seine Sets und Tracks, jenseits von Genregrenzen und gerne inspiriert von zeitgenössischen wie klassischen Impulsen. Der Macher hinter gefeierten Labels wie Simple oder Aus Music ist bekannt für sein feines Ohr am Groove der Zeit und hat seine Expertise in 2014 für die berühmte DJ Kicks Mix-Reihe zum Einsatz gebracht. Eine Remix-Kollaboration mit dem befreundeten Klangschmied October für Michael Mayer's MANTASY REMIXE 2 (KOMPAKT 272) entpuppte sich als grossartiger erster Ausflug in Kompakt-Gefilde - nun der Schritt zum eigenen Release mit der LOST IN TIME EP, für die er sich mit dem Bristol-Produzenten KOMON zusammengetan hat. Komon & Will arbeiten seit vielen Jahren zusammen, was bereits zu Tracks auf Will's DJ Kicks and Remixen für Labels wie Ninja Tunes (Kelis) und Houndstooth (Throwing Sbow) geführt hat. Dank seiner Solo-Releases und der Kollaborationen mit Applebim ist Komon ein gern gesehener Gast auf Will's Aus Music. Für Kompakt liefern die beiden ein bissfestes, tanzflur-erprobtes Track-trio ab, das gerne in experimenteller Atmosphähre badet, den Tänzern aber auch gerne mit Hochdruck-Funk Beine macht. Der Titeltrack brilliert mit wundervollen Vocals von BEN WESTBEECH (aka Breach), flankiert vom introspektiven DRONE und dem mitreissenden Schieber DIGITAL PARADISE - eine vielschichtige und kraftvolle Darbietung von zwei Künstlern, die ganz genau wissen wie man den Beat in Szene setzt.
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Die in Genf lebende, in Lyon, mit Vorfahren aus Kamerun, geborene Emilie Nana ist ein Wunderkind. 'The Meeting Legacy' beinhaltet eine eklektische Selektion, die Vieles von dem beinhaltet, was Emilie ausmacht.
'The Meeting Legacy' umfasst 11 Stücke, inclusive Like You, welches bereits Anfang 2013 auf Compost Black Label als Maxi veröffentlicht wurde. Die Black Label # 61 wurde digital veröffentlicht und die Black Label # 95 gibt es auf Vinyl. 2013 war das eine von fünf EPs, die Emilie Nana bis dato herausgebracht hatte. I'm Childish, So What!, was erstmals im Sommer 2015 als Teil der COMPOST 500 - Compilation zu hören. Dieses Juwel ist von Emilie's Neffen inspiriert und basiert auf der Idee, dass wir, egal in welcher Lebensphase, stets zu uns selbst stehen sollen. Es ist der einzige Track auf dem Album mit französischen Vocals und vermittelt ein getragenes, leicht verrücktes, regelloses Gefühl, ein absolut fantasievolles Glanzstück. Drei Stücke des Albums: Tolstoy' Changes, Music und The Meeting Legacy, werden 2016 als Compost Black Label - Remix - Maxi erscheinen, mit Remixen von Manoo, Beanfield & Thomas Herb, Floyd Lavine.
The Meeting Legacy, der Titeltrack des Albums, ist purer Musik-Aktivismus. Der Text stammt von Elaine Brown, eine schwarze amerikanische Aktivistin und Künstlerin, Vorsitzende der Black Panther Partei. Der Bass dieses gemächlich stolzierenden Kampfsymbols ist Nana-esk und die Vocals heben sich mit Leichtigkeit ab und positionieren diesen Track auf ergreifende Weise.
Black Like Me erhebt einen fortwährenden Anspruch auf Fiktion und Non-Fiktion und verkörpert die gelebten und kenntnisreichen Erfahrungen Emilie Nanas. Eine warme, melodiöse Kreation, mit einfachsten Lyrics und im Hintergrund dümpelnden Marimbas. Es ist die musikalische Interpretation des Buches 'Black Like Me' von John Howard Griffin. Er erzählt hier die Geschichte des weissen Journalisten, der sich einer Hautverdunkelung unterzog, um sich im schwarzen Leben des separierten Südens der U.S.A. zu engagieren. Emilie's musikalische Interpretation erfasst die bunten kulturellen Äußerungen, welchen der weisse Journalist im gelebten schwarzen Alltag begegnet.
Track Fünf des Albums, dem inoffiziellen 'letzten Track von Teil 1' heist Confessions Of No Language. Während Emilie Nana hier ihre innersten Erfahrungen transponiert, oder transportiert, zielt sie auf eine 'gewisse' Körperzone. Welche Das muss man hören.
Das Album beginnt mit Off The Street, die wilden Begleiterscheinungen einer durchfeierten Nacht von Party-Girls, geht weiter mit dem, durch die frühen 90er Jahre von Janet Jackson und Prince beeinflussten Music, bei dem wir Emilie Nana sehr warm und cool erleben. Schliesslich entdecken wir sie in Inward Path, wenn sie resümiert, dass es mehr Glücklichkeit als Traurigkeit gibt, da immer Hoffnung in uns selbst existiert.
Dieses Werk erfreut sich an dem Erguss aus Nana's grazilem und dennoch lebhaftem Wesen und trachtet erfolgreich nach dem Brechen der Regeln, mit denen Kunst oft behaftet ist. Indem sie ihr Leben vergegenwärtigt, führt sie uns gekonnt, mit Kindesaugen, Teenage-Erfahrungen bis erwachsenen Sehnsüchten und ausgereif-ten Konversationen, durch Subkultur, Kampf und verschiedenen sozialen Einflüsse. Nach vier Jahren Produktionszeit, liefert Emilie Nana ein Album, das ihr verspielten, aber reifen Geist widerspiegelt und ihre Seele miteinbezieht, The Meeting Legacy.
Mit seinem 4. Release ' Introducing' auf Zaijenroots präsentiert Matt Nowak ein herausragendes DJ Tool für ein breites internationales Publikum der Elektronischen Tanzmusik. So verschieden wie die Künstler selbst, so verschieden sind die 4 Tracks. Toyz on Acid - Hawaiien Teacher, Das mysteriöse Duo mit einprägsamen Namen kreierte eine narrative Techno Hymne, die mit Sicherheit in die tiefsten Tiefen der Darkrooms der Clubwelt vordringen wird. Eine punchige Sp1200 Kickdrum und ein düsteres Rauschen wird immer wieder unerwartet mit futuristischen Sounds und einem treibendem Shaker begleitet. Ein innovativer Dancefloor Kracher! Must have! Heroine from Venus mit Sabine Hoffmann ist eine acosmische Reise mit treibendem Breakbeat und knackigen Snaredrums. Warme sphärische Synthsounds unterstreichen die anmutige und heroische Stimmung dieses Tracks. Matt Nowak und Apoena aus Brasilien haben mit Dub Rout' einen Big Room tauglichen Dub Techno mit Primetime Qualität geschaffen, der sicherlich kein Tanzbein still stehen lässt. Durchgehende Hats und eine extrem punchige Bassdrum machen diesen Track zum perfekten DJ Tool. Happy Handsome von Matt und SRA SRA rundet die Platte sehr gelungen ab. Ein melanchoilisch, treibender Techno Track, nach Zaijenroots Manier. Die klatschende Snaredrum und deepe Moog- Bassline, bringt die nötige Wärme auf den Techno Dance Floor zurück, die heute leider so oft fehlt.
Nach den zwei Klassik-Alben - Garrett vs. Paganini (2013) und - Timeless (2014) meldete sich David Garrett vergangenen Herbst mit - Explosive als Crossover-Künstler fulminant zurück. - Das neue Album ist einzigartig und überhaupt nicht zu vergleichen mit allen Sachen, die ich vorher gemacht habe , erklärt der Star-Geiger zur VÖ. Und Garrett sollte mit dieser Aussage Recht behalten: - Explosive begeistert Crossover-Fans wie Klassik-Liebhaber, platzierte sich gleich in der zweiten Woche auf #4 der Deutschen Album-Charts und hielt sich insgesamt 15 Wochen unter den Top 25. Das Album zeichnet sich durch seine spektakuläre Mischung an Eigenkompositionen Garretts und Crossover-Adaptionen berühmter Rock-/Pop-Klassiker aus. U.a. nimmt sich Garrett der Songs von Eminem (- Lose Yourself ), Michael Jackson (- They Don't Really Care About Us ) und Ed Sheeran (- Thinking Out Loud') an. Dass er für seine Eigenkompositionen - Serenity und - How Many Times Nicole Scherzinger bzw. Xavier Naidoo als Sänger/in gewinnen konnte, ist für David Garrett die Erfüllung eines Traums und Auszeichnung seiner Fähigkeiten gleichzeitig. - Explosive erscheint am 26. Februar 2016 als rote Doppel-Vinyl.
Sasha Siems Debütalbum repräsentiert einen Songzyklus aus 12 Tracks, die ihre unterschiedliche musikalische Sozialisation widerspiegeln. Über Jahre komponierte die in Englang geborene Halb-Norwegerin klassische Musik, die weltweit mit Preisen ausgezeichnet wurde. Gleichzeitig aber übten zeitgenössischen Pop-Musiker wie Andrew Bird, Tom Waits, Björk und Joanna Newsom mit ihrem innovativen Songwriting und ungewöhnlichen Arrangements eine wahnsinnige Faszination auf Sasha aus. Im Ergebnis ist Most Of The Boys eben das, was es ist - ein ungwöhnliches Album, idiosynkratrisch und groß. Siem wuchs in London auf als Tochter eines norwegischen Vaters und einer englischen Kunsthistorikern auf. Sie begann mit 5 Jahren Klavier zu spielen, kurz danach kam Cello dazu und mit 11 Jahren studierte sie an den Wochenenden an Londons Guildhall. Bereits mit 20 Jahren hat sie für angesehene Orchester wie das London Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra und das Norwegian Chamber Orchestra komponiert. 2010 gewann sie den British Composer Award. Ihre Liebe zur Poesie brachte sie schließlich dazu, Ausdrucksmöglichkeiten neben der Klassik zu suchen und sie fand sie in ihren Songs die schlussendlich zum Album Most Of The Boys wurden.
Nach den ersten Release-Grosstaten von erfahrenen Produzenten und angehenden Stars feiert unser exklusives Versandlabel KX seine zehnte Veröffentlichung mit einer actiongeladenen Auswahl an Flurhymnen, Geheimwaffen und zukünftigen Klassikern. Von REINHARD VOIGTs minimalistischem Schieber "RV 01 / RV 02" (KX 01) zu GUY MANTZUR & ROY ROSENFELDs massivem Überraschungshit "EPIKA / DEEYO" (KX 02), JONAS RATHSMANs programmatischem "NEW GENERATION" (KX 09) oder LUIS JUNIORs wunderbarem "PLAYING TONIGHT" (KX 06) ist der Talentpool seit der Labelgründung im Januar 2015 beständig angewachsen, dank hochpassionierter Künstler aus allen Ecken der globalen elektronischen Gemeinschaft - so etwa aus Israel, Griechenland, Deutschland, Ungarn, Schweden, UK und Zypern. Nun ist die Zeit gekommen, ehrgeizigen Fluraktivisten eine grössere Dosis zu verpassen, mit einer umfassenden Sammlung von DJ-tauglichen Tracks die vergangene Leistungen genauso würdigt wie brandneues, exklusives Material von CHRISTERK, KELLY SYLVIA, TERMOMENT oder KRISZTIAN DOBROCSI - eine Lehrstunde in Peaktime-Ausschweifungen
Hailing from Tel Aviv, Israel, the DJ/producer trio PARTOK MATUSHKA APFELBERG is a well-known entity in its hometown, with the involved artists holding residencies in one of the most acclaimed clubs these days: Tel Aviv's The Block has been named "one of the five best sound systems" in the world on England's BBC Radio 1, perfect proving grounds for the slick, propulsive techno to be found on our latest 12" offering. Title track NAI NAI bum-rushes the stage with prowess, inflicting its bass-heavy demeanor with some funky voice cut-up work that will conciliate the hardcore floor heads with the more casual headbangers. The flipside shines with STATION, a relaxed, somewhat introspective belter giving its epic synth pads enough room to breathe without sabotaging its percussive agency. All in all, this is an impressive calling card putting these fresh talents on the road to worldwide floor domination.
Aus Tel Aviv, Israel, stammt das DJ/Produzententrio PARTOK MATUSHKA APFELBERG, in der Heimat eine anerkannte Grösse: die beteiligten Künstler stammen samt und sonders aus dem Umfeld von The Block, einem der besten Clubs zur Zeit, wo sie auch als Resident-DJs walten und wirken. Vom englischen BBC Radio 1 als "eines der fünf besten Soundsysteme der Welt" gelobt, entpuppt sich The Block als das ideale Testgelände für den smarten, antreibenden Techno der unser neuestes 12"-Release schmückt. Der bassgeschwängerte Titeltrack NAI NAI stürmt gekonnt die Bühne, auch dank der elegant zersägten Stimmsamples, welche die Hardcore-Flurfüchse mit den Gelegenheitsheadbangern versöhnen wird. Die Rückseite glänzt mit STATION, einem entspannten, tendenziell introspektiven Schieber, der seinen epischen Synthieflächen genug Raum zum Atmen gibt, ohne jedoch die perkussive Schlagkraft zu sabotieren. Alles in allem eine beeindruckende Visitenkarte für diese frischen Talente auf dem Weg zu weltweiter Flurdominanz.
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Vor eineinhalb Jahren war er noch Tellerwäscher in einem Restaurant in Fort Worth, vor drei Monaten jagten vierzig Plattenfirmen nach seiner Unterschrift. Nun, im Frühling 2015, steht Leon Bridges vor der Veröffentlichung eines DER Alben, die mit Spannung erwartet werden. So musste zuletzt beim diesjährigen SXSW Festival in Austin beim seinem Konzert hunderten Besuchern wegen Überfüllung der St. David's Episcopal Church der Eintritt verwehrt werden. Doch wie war dem extrem schüchternen, 25-jährigen Texaner, der mit seinem Look und Sound den Soul der Prä-Beatles-Ära aufleben lässt, in der kurzen Zeit dieses Kunststück nur geglückt Leons große Liebe war eigentlich das Tanzen und so absolvierte er zunächst eine Ausbildung als Choreograph. Auf die Idee, irgendwann einmal selbst Musik zu machen, wäre er damals nie gekommen. Seine eigene Musikerkarriere begann Leon Bridges mit dem Schreiben einfacher Songs und trat bei "Open Mic"-Abenden im Großraum seiner Heimatstadt auf. Im Laufe der Zeit entwickelte der junge Texaner dann ein Faible für perfekt nuancierten Retro-Soul und -Gospel, der ihm Vergleiche mit seinen Helden Sam Cooke, Percy Sledge und Otis Redding bescherte.
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Wenn es ein Wort gibt, das Mathias Kaden in all den Phasen seines Schaffens als DJ und Producer zu beschreiben vermag, dann dürfte energiegeladen weit oben stehen. Nur schlüssig, dass sein neues Album eben diesen Titel trägt. Musikalisch war der eng mit dem Jenaer Label Freude am Tanzen verbundene Künstler von Anfang überaus energetisch unterwegs. In den Präferenzen verortete er seinen Sound selten irgendwo fest: Von filigranem Micro-House und perkussivem
Minimalismus über gemeinsame Tracks mit Marek Hemmann und der Leipziger Band Marbert Rocel (unter dem Namen Karocel) offenbarte Mathias Kaden über die vergangenen zehn Jahre hinweg immer neue Facetten.
Sechs Jahre nach dem viel beachteten und eher clubfernen Debüt-Album 'Studio 10' besinnt sich Mathias Kaden mit 'Energetic' gleichermaßen auf seine musikalischen Wurzeln sowie die Gegenwart als international herumreisender DJ. Dem Dancefloor möchte er mit den zehn neuen Tracks etwas zurückgeben. Einen positiven, zeitlosen Vibe, tief geerdet im Funk und der Würde der frühen House-Jahre, die nicht nur für Kaden das Fundament eines klassischen Club-Sounds
bilden. Angedeutet hat sich diese neue House-Wärme bereits zuvor bei seiner 'Tentakle EP' auf Desolat sowie bei 'Fin', dem exklusiven Beitrag zur gleichnamigen Mix-Compilation von Watergate Records.
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Future Brown greifen auf Themen wie digitale Interkonnektivität, globale Reisen und eine vitale weltweite Künstlergemeinschaft als Inspiration zurück. Von regionalen US Rap-Varianten zum UK Grime, von Dancehall bis Reggaeton - Future Brown spinnen eine zutiefst durchdachte Ästhetik, die intuitive Verbindungen zwischen diesen eigentümlichen Sounds aufbaut, um dann den individuellen Kollaborateuren eine Stimme zu geben. Kollaborationen wie mit Shawnna, Kelela, Johnny May Cash oder Sicko Mob schlagen Brücken über musikalische Grenzen und Klüfte hinweg, während Future Brown zur selben Zeit den eigentlich geographischen Abstand zwischen den einzelnen Künstlern bewusst machen wollen.
Die langerwartete Rückkehr eines Kompakt-Pioniers steht ins Haus: endlich präsentiert REINHARD VOIGT mit RACHANEE neues Solo-Material - das erste 12'-Release unter eigenem Namen seit ALL IN von 2007 (KOMPAKT 168). Zwei beeindruckende Techno-Stücke rangeln hier um die Führungsspitze im Frequenzbereich, erfolgreich die altbewährten Methodiken des Künstlers aufbohrend für eine zeitgenössische Meute am Rande des Abhebens.
Was erste Eindrücke angeht, sammelt der Opener und Titeltrack RACHANEE bereits in den ersten paar Sekunden eifrig Punkte, dank des inspirierten Einsatzes eines hypnotischen Vocalsamples. Eine Lektion in griffigem Minimalismus, ist es vor allem dieser wogende Stimmschnipsel, der den Hörer ins Geschehen zieht - gefolgt von einer stoischen, aber überraschend funkigen Bassline deren Sex-Appeal eindeutig in ihrer Einfachheit liegt. Die DNA des Tracks weist ihn als Verwandten des Outputs von Voigt & Voigt aus - insbesondere deren wendiges Debüt-Album - Die Zauberhafte Welt Der Anderen' (KOMPAKT 274 CD 104) und die Verwendung von Found Footage und Collage-Ästhetik mit attraktiven Rhythmusmustern.
Der rückseitige Klopfer TISCH FÜR ZWEI hat eine etwas andere Mentalität und zeigt offen seine schwindelerregende Vorliebe für oldschoolig schleifende Synth-Spuren - erinnernd an eiskalte Klassiker aus dem Voigtschen Katalog wie etwa How We Rock' (KOMPAKT 72) oder - Supertiel' (KOMPAKT EXTRA 2). Als aufgebockte Reminiszenz und meisterhafte Wiederaneignung dieser traditionellen Kunst der Hirnschraube funktionieren die ausscherenden Synth-Bleeps hier prächtig - sie halten die Beats am Raten und sichern das richtige Maß an Irrsinn in einem Track der exklusiv nur nach eigener Pfeife tanzt. Hier springt keiner zweimal in den gleichen Fluß.
BARNT - geboren in den 70ern, Kind der 90er.
Seine Klassenkameraden hörten Grunge, während er Techno studierte, als die gleichen Klassenkameraden dann Techno entdeckten, hatte er sich bereits die HipHop DNA in Form von ITF und DMC Meisterschaften vorgenommen und als alle nach Berlin gingen um - Minimal' zu zelebrieren, blieb er in Köln und begab sich auf eine Exkursion in die Geschichte deutscher Elektronik- und Rockmusik - stets angezogen von den zwei Hauptmerkmalen dieser Ära: Präzision und Freies Spiel. Diese musikalischen Schlüsselpunkte und seine nun schon zwei Jahrzehnte dauernde DJ Erfahrung sind die Basis für die Formel aus Pathos, berechnendem Dilettantismus und Dance!oor-Funktionalität, die alle seine Produktionen kennzeichnet - von seinem Beitrag für Cologne Tape auf der EP Render, der ersten Veröentlichung auf seinem mit Jens-Uwe Beyer und Crato betriebenen Label Magazine, bis hin zu dem berüchtigten Geen. Render und seine Debut EP What Is A Number, That A Man May Know It wurden 2010 direkt zu Underground Hits und die Platten sind seitdem begehrte Sammlerstücke. Zu dieser Zeit war Barnt schon ein etablierter Teil der Musikszene Kölns, der Stadt in der er zunächst sein Biologiestudium abschloss und darauf noch ein Kunststudium folgen liess, was erneut die beiden Pole ,Präzision' und ,Freies Spiel' in seiner Entwicklung vereint. In der fruchtbaren Atmosphäre der Stadt fühlt er sich noch immer wohl und entwickelt von hier aus seinen eigentümlichen Stil weiter, der ihn bereits vom Robert Johnson zum Trouw, vom Montreux Jazz Festival zum Mutek und vom Berghain zum Burning Man gebracht hat.BARNT - geboren in den 70ern, Kind der 90er. Seine Klassenkameraden hörten Grunge, während er Techno studierte, als die gleichen Klassenkameraden dann Techno entdeckten, hatte er sich bereits die HipHop DNA in Form von ITF und DMC Meisterschaften vorgenommen und als alle nach Berlin gingen um - Minimal' zu zelebrieren, blieb er in Köln und begab sich auf eine Exkursion in die Geschichte deutscher Elektronik- und Rockmusik - stets angezogen von den zwei Hauptmerkmalen dieser Ära: Präzision und Freies Spiel. Diese musikalischen Schlüsselpunkte und seine nun schon zwei Jahrzehnte dauernde DJ Erfahrung sind die Basis für die Formel aus Pathos, berechnendem Dilettantismus und Dance!oor-Funktionalität, die alle seine Produktionen kennzeichnet - von seinem Beitrag für Cologne Tape auf der EP Render, der ersten Veröentlichung auf seinem mit Jens-Uwe Beyer und Crato betriebenen Label Magazine, bis hin zu dem berüchtigten Geen. Render und seine Debut EP What Is A Number, That A Man May Know It wurden 2010 direkt zu Underground Hits und die Platten sind seitdem begehrte Sammlerstücke.Zu dieser Zeit war Barnt schon ein etablierter Teil der Musikszene Kölns, der Stadt in der er zunächst sein Biologiestudium abschloss und darauf noch ein Kunststudium folgen liess, was erneut die beiden Pole ,Präzision' und ,Freies Spiel' in seiner Entwicklung vereint. In der fruchtbaren Atmosphäre der Stadt fühlt er sich noch immer wohl und entwickelt von hier aus seinen eigentümlichen Stil weiter, der ihn bereits vom Robert Johnson zum Trouw, vom Montreux Jazz Festival zum Mutek und vom Berghain zum Burning Man gebracht hat.
Seit ihrem Start im Jahre 2001 diente die POP AMBIENT Compilationserie als Rahmen für einen unaufhörlich anwachsenden Pool von unterschiedlichsten Künstlern, und dennoch vermochte sie es stets den eigenen ästhetischen Idealen treu zu bleiben. Nicht zuletzt dem Kurator der Serie Wolfgang Voigt ist es zu verdanken daß jede Ausgabe mit einem schlüssigen Spannungsbogen auftrumpfen konnte, erfolgreich neues Talent neben etablierten Namen zum Einsatz bringend. In die gleiche Kerbe schlägt auch POP AMBIENT 2015: die debütierenden Klangwerkler THORE PFEIFFER und MAX WUERDEN werden vorgestellt, während wiederkehrende Pop Ambient-Heroen wie LEANDRO FRESCO, ULF LOHMANN oder JENS-UWE BEYER exklusives Material zum Besten geben.
Stilecht beginnend mit verträumten, klingelnden Synthie-Flächen, entpuppt sich THORE PFEIFFER's WIE ES EUCH GEFÄLLT schnell als sofortiger Pop Ambient-Klassiker, gefolgt von Thore's zweitem Beitrag, einem Gitarren-beseelten Trip in die Zone namens NERO - zusammen bereiten diese immens atmosphärischen Tracks einen idealen Boden für POP AMBIENT 2015, verraten aber auch das verblüffende Talent dieses jungen Produzenten so gar nicht wie ein Neuzugang zu klingen. Als ehemaliger Mitstreiter des ikonischen Projekts Closer Musik hat DIRK LEYERS inzwischen eigene Wege eingeschlagen, fällt aber nach wie vor durch seinen Hang zu stilistischer Vielseitigkeit und wonnigen Melodien auf - schön in den Vordergrund gerückt im paßgenau betitelten DAYDREAMER, einem unwiderstehlich nostalgischen Synthie-Epos zwischen Neonlichtern und Lagerfeuern. Währenddessen vermählt Multiinstrumentalist und Komponist GREGOR SCHWELLENBACH seine avantgardistischen und folkloristischen Interessen im langsamen, auf lässigste Weise monumental erscheinenden ASSPERG - ein nahezu unmöglicher Track, der sich gleichermaßen massiv wie zerbrechlich anfühlt.
Sie wollten eigentlich nur einen Track zusammen aufnehmen, für die gemeinsame Japan Tournee im letzten Frühling. Auf der Tour sollten Springintgut und F.S. Blumm ihre aktuellen Solo-Alben*) in neun japanischen Städten präsentieren, ein gemeinsamer Track als Zugabe konnte dabei nicht schaden. Das Duo entpuppte sich als Selbstläufer: Aus einem Track wurden im Handumdrehen siebzehn! Wenn man bedenkt, dass beide Künstler für ihre jeweiligen Solo-Alben sechs Jahre gebraucht haben, ist es umso erstaunlicher, dass sie - The Bird And White Noise' innerhalb von zwei Monaten eingespielt haben.
Ein wahrer Überraschungserfolg in unserem 2014er Release-Kalender, führte VERMONTs gleichnamiges Debüt-Album die Hörerschaft an eine überraschend andersartige Seite des musikalischen Schaffens der beiden Projektgründer MARCUS WORGULL und DANILO PLESSOW (aka Motor City Drum Ensemble) heran. Ein Langspieler voller abenteuerlustiger Jam-Sessions und schnittiger Synthie-Klanglandschaften, berief sich 'VERMONT' lieber auf kompositorische Neugierde und einen informellen, kollaborativen Geist als auf den laser-ähnlichen Fokus, welcher den Club-Produktionen der beiden Künstler zu eigen ist.
Mit VERMONT - THE PRINS THOMAS VERSIONS betritt nun ein weiterer, hochverehrter Held zeitgenössischer Tanzflure die Bühne: der norwegische Disco-Connaisseur und Bootleg-Experte PRINS THOMAS taucht mit drei brillianten Neubearbeitungen tief in die VERMONT'schen Klangwelten hinab und betont die rhythmischen Elemente der originalen Album-Tracks DYNAMIK, ELEKTRON und MACCHINA - ohne jedoch deren zurückgelehnten Grundgestus zu verraten. Er tut dies unter Zuhilfenahme von luftiger angelegten Varianten klassischer Tanzmusik-Stile - Techno, House, sogar eine Prise Dub Reggae - und lässt diese die Hauptbeinarbeit versehen. Das Ergebnis präsentiert sich dementsprechend so drängend wie nötig und so entspannt wie möglich.
50 Cent... was soll man zu dieser Rap-Ikone noch sagen 30 Millionen verkaufte Alben, #1 Hip Hop Künstler in den 'Billboard Artists of the 2000's', Grammy-Gewinner, Schauspieler in Filmen mit Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone und Bruce Willis (just to name a few...) und Geschäftsmann mit eigenen Klamottenmarken, Videospielen, Düften, Kopfhörern und Gesundheitsdrinks. Der Mann, weiß was er will und was er tut. Nachzuhören auch auf seinem neuen Album, für das er nach 12 Jahren bei Shady/Aftermath/Interscope zusammen mit seinem G-Unit Label zu Caroline International wechselt.
Wallis Bird ist der leibhaftige Gegenentwurf zu den zahllosen Gesichtern, die von der - 15-Minuten-des-Ruhms'-Welle an den Charts-Strand gespült werden, ohne uns wirklich zu berühren. Mit dem neuen Album "Architect", dass die 31-jährige irische Künstlerin und 2-fache irische Musikpreisgewinnerin veröffentlicht ist ihr etwas gelungen, das allem bisher Erreichten die Krone aufsetzt. Denn der eigentliche Triumph von "Architect" besteht weder darin, dass Wallis Bird mit ihrem viertem Album erfrischend selbstbewusst auf Genregrenzen pfeift, oder darin, dass es ihr gelingt, dabei nicht einen Deut an Originalität einzubüßen, sondern ihr Profil sogar noch zu schärfen. Nein, "Architect" ist deshalb Wallis Birds größter Triumph, weil ihr mit diesem Album ein Werk gelungen ist, das sich noch entschiedener im Hier und Jetzt positioniert, als alles, was sie bisher geschrieben und aufgenommen hat - vielleicht, weil sie dabei noch nie so sehr bei sich selbst war, wie diesmal. "Architect" feiert den Moment, den Augenblick des Überwindens und Loslassens, des Aufbruchs. Es ist ein in Songs gegossener Triumph über die langen Schatten der Vergangenheit und die vermeintlichen Verpflichtungen gegenüber der Zukunft zugleich.
Jetzt erhältlich als exklusive Deluxe-Vinyl-Edition! Die Deluxe-Vinyl-Edition enthält das Album "Architect" und die Bonus-LP "I Did A Cover Of Your Song" mit insgesamt 10 Cover-Songs. Schwarze Doppelvinyl (180g) im wertigen Gatefoldcover inklusive 2CD!
Auf dem Album feiern Künstler wie Angelique Kidjo, uestlove (The Roots), M1 (Dead Prez), tUnE-yArDs, Kronos Quartet, Baloji, Spoek Mathambo, Nneka oder Tony Allen in dreizehn grandiosen Neubearbeitungen Fela Kutis musikalisches Vermächtnis. Außer der Compilation veröffentlicht Knitting Factory Records ebenfalls am 15. Oktober die letzten sechs Titel in der Reissue-Serie von Fela Kutis Gesamtwerk, die im März dieses Jahres mit der Compilation "The Best Of The Black President 2" und der ersten Staffel der CDs begonnen hatte.
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Den meisten dürfte FREILAND eher von den jüngeren Profan
Veröffentlichungen Klaviermusik und Geduld bekannt sein.
FREILAND war aber vor allem das 1998 gestartete, auf 6 Maxis
begrenzte Nachfolgeprojekt der legendären Studio 1 Reihe.
Keine Hihats, keine Snares, keine Samples. Weniger ist Mehr.
Mit seiner konsequenten Konzeption, mit jeweils nur einem
einzigen synthetischen Sound, der in stoisch-minimaler
Rhythmik lediglich um eine Bassdrum kreist, war und ist
FREILAND, neben Sog, Wolfgang Voigts wichtigstes Projekt
dieser Art. Im Sinne der ' Kunst des Weglassens " stellt das
Stück FREILAND - ROT 2, gewissermassen den Inbegriff
dieses Konzeptes dar. So bildet auch 'ROT 2' den Auftakt der
Remixreihe 'FREILAND - FREIE SICHT'. Wie eine rostige
Stahlskulptur à la Richard Serra steht auch heute noch das
Original auf freiem Feld und trotzt Wind und Wetter. Für seinen
Z.O.M. Mix hat Wolfgang Voigt das Ding rein ins Haus geholt
und in einen fast discohaft, warmen Groovemantel gehüllt. So
verpackt geht's dann durch silbern glitzernden
Lamettamaschinenregen aus dem Arpeggiator. Ein kleiner
Vorgeschmack auf das im September erscheinende Album
'Zukunft Ohne Menschen'.
'ROT 3' , die Mutter aller Schaffelbomben, kommt im Gaffelmix.
Heißt: Gabber trifft Schaffel. Kompakt Extra / Speicher, die
Heimat des Edelschweinerock lässt grüßen. Gewissermaßen
als Ehrengast gibt sich auf B1 der Maler Albert Oehlen unter
seinem Musik -Alter Ego Wendy Gondeln die Ehre. Ganz der
expressiven Radikalität seiner Malerei entsprechend,
bearbeitet er das bisher als Originalversion unveröffentlichte
'ROT 4'. Vermittels aggressiv, abstraktem Geigeneinsatz in
Echtzeit bringt er die stabile Statik des Beats an seine Grenzen.
Ein kurzes aber intensives Intermezzo und ein Annäherung an
Techno, wie man sie so nur sehr selten gehört hat. Für smart-
souveräne Abrundung in Richtung Dancefloor sorgt Michael
Mayer im besten kompakt'schen Sinne. Er verdichtet die
Zutaten des subtil groovenden Schaffeltracks 'GELB 3' zu
einem zischelnden Geäst aus verwischten Drumsounds.
Musikalisches Eigenblutdoping mit knappen Breaks und
sparsam gesetzten düster-housigen Akkorden.
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Six years have passed since the last album by Andi Otto alias Springintgut, ("Park and Ride", City Centre Offices, 2007). In this period, Otto has done nothing less than inventing a new instru- ment: His "Fello" is a cello with movement sensors attached to the bow and a corresponding software. The development has been kicked off at STEIM in Amsterdam already in 2007. Since then, Otto has achieved vital refinements of the system, cooperated with artists of various fields as diverse as choreographers in Macedonia, theatre in Nigeria and Techno DJs in the Berghain Kantine in Berlin or the Fusion Festival. He even played solo with his instrument on different continents. For this third album, "Where We Need No Map" Otto takes the "Fello" to his studio in Hamburg for the first time. He records his instrument which has until today only been presented live on stage. In these Fello Sessions, the bow gestures immediate- ly modulate and process the amplified cello sound. In the subsequent editings he selects and cuts these sessions and merges them with other styles, such as Skweee, House and Jazz. Springintgut's trademark sound, this unique playfulness, is pre- sent throughout, while the live-processed cello adds an unrivaled deepness. The artist's expeditions even add more colour. Two tracks have been recorded in India. The lead voi- ce in "Bangalore Kids" is a field recording of a schoolboy in Cubbon Park, Bangalore. Andi Otto spends three months in Japan as artist- in-residence in the Villa Kamogawa in Kyoto. Du- ring this concentrated period he produces the more contemplative tracks of the album, like "Ka- mogawa Cycling" and "Western Kyoto". In Sri Lan- ka, finally, he meets Sasha Perera, the voice of Berlin's Dub Techno band Jahcoozi. They record two songs together. Especially in "Bullet" one can sense the lazy, muggy, peaceful heat of the after- noons in which this beautiful track has been com- posed. These stories may help to locate the music's orig- ins but still the sound of "Where We Need No Map" points us to unknown territories. The journey itself is the reward, let's listen!
Sechs Jahre sind seit dem letzten Album "Park and Ride" (City Centre Offices, 2007) von Andi Otto alias Springintgut bereits vergangen. Diese Zeit hat der Pingipung-Mitinhaber genutzt, nicht weni- ger als ein eigenes Instrument zu erfinden: das "Fello", ein Cello mit Bewegungssensoren auf dem Bogen und einer dazu gehörigen Soft- ware. Die Grundlagen dafür entstehen bereits 2007 am STEIM in Amsterdam. In der Folgezeit gelingt es Otto, das Instrument immer weiter zu verfeinern, mit unterschiedlichen Künstlern zu kooperieren und international aufzutreten. Für "Where We Need No Map" trägt Otto das Fello erstmals ins Hamburger Studio und nimmt unzählige Sessions auf, in denen die Gesten des Bogens direkt den verstärkten Sound des Cellos verändern und neu formen. Diese Fello-Sitzungen werden anschließend editiert und mit anderen Ein- flüssen vermengt, die von Skweee über House bis hin zum Jazz reichen. Der Markenzeichen-Sound von Springintgut, diese ureigene Verspieltheit, ist weiterhin vorhanden, gewinnt durch das live-pro- zessierte Cello aber eine bisher unerreichte Tiefe. Weitere Farbe erhält das Album durch Ottos zahl- reiche Tourneen in ferne Länder. Zwei Stücke ent- stehen in Indien. Die Stimme von "Bangalore Kids" ist eine Feldaufnahme eines Schuljungen im Cubbon Park in Bangalore. In Japan verbringt Andi Otto drei Monate als "Artist in Residence" in der Villa Kamogawa in Kyoto. Während dieser kon- zentrierten Zeit entstehen die ruhigeren Tracks des Albums wie "Kamogawa Cycling" und "Western Kyoto". In Sri Lanka lernt er dann Sasha Perera kennen, die Stimme von Jahcoozi. Sie nehmen zwei Songs zusammen auf. Vor allem in "Bullet" kann man der faulen Nachmittagshitze nachspü- ren, in der die Stücke entstanden sind. So lassen sich die vielfältigen Entstehungspunk- te von "Where We Need No Map" zwar karto- graphieren, aber der Sound des Albums schickt einen trotzdem in unbekanntes Terrain. "Der Weg ist das Ziel, frag nicht viel, hör mal..."
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Die 001. Auf Basis einer dicken Freundschaft, geben die Gründer Sebastian aus Jena und Florian aus Dresden den Startschuss für ein neues Projekt. - Deepwithyou Records' soll als Plattform dienen, um gleichgesinnten Künstlern und Freunden die Möglichkeit zu bieten, eigene Ansätze und Ideen dem kritischen Musikliebhaber vor die Nase zu setzen. Scheibe Nummer Eins beinhaltet zwei stilgebende Originale und bekommt Unterstützung durch treffsichere Mixe von Sven Tasnadi (Cargo Edition) und Funkwerkstatt (Superfancy). Wir wünschen viel Freude!
Das formidable Porträt der Reggae-Ikone ist in der 10-Track LP-Vinyl-Edition wieder neu aufgelegt! - Lincoln Barrington "Sugar" Minott (25. Mai 1956 - 10. Juli 2010) war einer der ganz großen jamaikanischen Künstler, ein Sänger mit unnachahmlicher Stimme, Produzent und Soundsystembetreiber. Er begann als 13-jähriger Teenager im Trio The African Brothers, 1974 ging er zu Studio One, wo seine Solokarriere startete, er gründete sein eigenes Label Black Roots und feierte schließlich im Jahr 1981 den Top 5-Hit "Good Thing Going" in den englischen Charts.
2024 Repress
Following the legendary first two, stoically super minimal records “SOG 1“ and “SOG 2“ that provide ecstasy disguised as boredom on Kompakt Extra/Speicher in 2007, and the outstanding beautifully bizarre “SOG - Abweichung“ on Profan in 2010, we are now listening to “FREMDE HÄNDE“. Like its predecessors, this SOG stands in the tradition of „The Art of Omission“ with Wolfgang Voigt variegating his preference for the bluntly straightforward quaver bass in two different forms. The A-side contains a tonally noncommittal sequence ambling across the keyboard in quantised form, reminiscing of the arpeggiator (accompaniment function) function of early 70ies' and 80ies' synthesizers. On the B-side, daring and thoroughly unquantised quaver rhythms rock around a bass drum that, as the only straight element, tries to keep the whole thing together. The result sounds a little like a delirious Can Live.
Nach den legendären ersten beiden stoisch-superminimalen, als Langeweile getarnten Ekstase-Platten “SOG 1“ und “SOG 2“ auf Kompakt Extra/Speicher in 2007 und der überaus skurril-schönen “SOG - Abweichung“ auf Profan in 2010, hören wir nun “FREMDE HÄNDE“. Auch diese SOG steht natürlich ganz in der Tradition der “Kunst des Weglassens“. Wolfgang Voigt variiert hier seine Vorliebe für den stumpf-geraden Achtelbass auf zwei verschiedene Weisen. Auf der A-Seite haben wir eine tonal unverbindlich über die Tastatur wandernde Sequenz in quantisierter Form, die an die Arpeggiator (Begleitautomatik) Funktion früher 70er und 80er Jahre Syntheziser erinnert. Auf der B-Seite kreist die Achtel-Rhythmik in eher rockigem Sound ganz und gar unquantisiert und rhythmisch gewagt um die Bassdrum, die das Ganze als einzig gerades Element versucht zusammen zu halten. Das klingt ein bisschen wie Can live im Vollrausch.
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Musik Gewinnt Freunde begrüßt mit der #012 einen neuen Künstler auf seinem liebevoll geführten Label. Adriano Filippucci gilt derzeit zwar als Geheimtipp ist aber alles andere als ein Neuling.
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